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Dokumentenidentifikation DE102005048766A1 16.05.2007
Titel Antriebseinheit für ein Mähmesser
Anmelder Schumacher, Günter, 57612 Eichelhardt, DE
Erfinder Schumacher, Günter, 57612 Eichelhardt, DE;
Schumacher, Gustav, 57612 Eichelhardt, DE
Vertreter Neumann Müller Oberwalleney & Partner Patentanwälte, 53721 Siegburg
DE-Anmeldedatum 10.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005048766
Offenlegungstag 16.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.05.2007
IPC-Hauptklasse A01D 34/30(2006.01)A, F, I, 20051010, B, H, DE
Zusammenfassung Antriebseinheit für oszillierend angetriebene Mähmesser, umfassend eine erste Getriebeeinheit 1, die ein erstes Gehäuse 5 aufweist, welches eine erste Achse 6 bildet, die einen in dem ersten Gehäuse 5 um die erste Achse 6 drehbar gelagerten Rotor 7 aufweist, die ein in dem ersten Gehäuse 5 festgelegtes und innen verzahntes erstes Hohlzahnrad 10 aufweist, die ein in dem Rotor 7 um eine zweite Achse 12 drehbar gelagertes Zahnritzel 14 aufweist, wobei die zweite Achse 12 zur ersten Achse 6 radial versetzt ist und das Zahnritzel 14 das Abtriebsglied der Antriebseinheit bildet und mit dem ersten Hohlzahnrad 10 in Eingriff ist, eine zweite Getriebeeinheit 2, deren Abtrieb 34 mit dem Rotor 7 der ersten Getriebeeinheit 1 drehfest verbunden ist und die als Untersetzungsgetriebe gestaltet ist, einen Hydraulikmotor 4, der eine Abtriebswelle 45 aufweist, die die zweite Getriebeeinheit 2 drehend antreibt, dessen Drehzahl n1 von der als Untersetzungsgetriebe gestalteten zweiten Getriebeeinheit 2 auf die Antriebsdrehzahl n2 der ersten Getriebeeinheit 1 reduziert wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Antriebseinheit für oszillierend angetriebene Mähmesser, die beispielsweise bei Erntmaschinen, wie Mähdrescher oder dergleichen Maschinen, eingesetzt werden. Dabei sind Mähmesser im Einsatz, die Arbeitsbreiten bereit stellen, die in der Größenordnung von 6 bis 10 Metern liegen.

Diese Mähmesser werden durch Antriebe unterschiedlichster Bauart angetrieben. Bewährt haben sich insbesondere für Mähmesser großer Breite, d.h. dort wo hohe Leistungen gefordert werden, solche Antriebseinheiten, die eine Getriebeeinheit umfassen, welche die Drehbewegung unmittelbar in eine hin und her gehende Bewegung umwandeln und unmittelbar mit dem Messerkopf des Mähmessers in Wirkverbindung stehen, um dieses oszillierend anzutreiben.

Eine solche Getriebeeinheit ist beispielsweise in der DE 36 15 058 C2 beschrieben. Bei diesem Antrieb ist eine Getriebeeinheit vorgesehen, die ein Gehäuse aufweist, welches eine erste Achse bildet. Die Getriebeeinheit umfasst einen in dem Gehäuse um die erste Achse drehbar gelagerten Rotor, der von einem Antriebsaggregat angetrieben wird. In dem Gehäuse ist ein innen verzahntes Hohlzahnrad stationär befestigt, d.h. dieses rotiert gegenüber dem Gehäuse nicht. Der Rotor ist in Lagern im Gehäuse gehalten. An dem Rotor selbst ist wiederum um eine zweite Achse ein Zahnritzel drehbar gelagert. Die zweite Achse ist radial zur ersten Achse versetzt. Das Zahnritzel bildet das Abtriebsglied des Getriebes und ist mit dem Hohlzahnrad in Eingriff.

In der Praxis wird eine solche Getriebeeinheit beispielsweise durch einen Riementrieb von einem Antriebsmotor aus angetrieben. Zusätzlich wird häufig eine Schwungmasse vorgesehen, um auch plötzlich auftretende Belastungen bewältigen zu können.

Solche Antriebseinheiten benötigen jedoch einen erheblichen Platzbedarf. Wenn ein Hydraulikmotor der Getriebeeinheit unmittelbar zugeordnet wird, ergeben sich erhebliche Baugrößen. Solche Hydraulikmotoren sind jedoch im Zusammenhang mit der Getriebeeinheit nur für geringe Leistungen, d.h. Mähmesser mit kleineren Arbeitsbreiten geeignet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Antriebseinheit für ein oszillierend angetriebenes Mähmesser zu schaffen, die klein baut, so dass die nutzbare Arbeitsbreite günstiger wird und die für hohe Leistungsanforderungen geeignet ist.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß, durch eine Antriebseinheit umfassend

  • – eine erste Getriebeeinheit,

    – die ein erstes Gehäuse aufweist, welches eine erste Achse bildet,

    – die einen in dem ersten Gehäuse um die erste Achse drehbar gelagerten Rotor aufweist,

    – die ein in dem ersten Gehäuse festgelegtes und innen verzahntes erstes Hohlzahnrad aufweist,

    – die ein in dem Rotor um eine zweite Achse drehbar gelagertes Zahnritzel aufweist, wobei die zweite Achse zur ersten Achse radial versetzt ist und das Zahnritzel das Abtriebsglied der Antriebseinheit bildet und mit dem ersten Hohlzahnrad in Eingriff ist,
  • – eine zweite Getriebeeinheit,

    – deren Abtrieb mit dem Rotor der ersten Getriebeeinheit drehfest verbunden ist und

    – die als Untersetzungsgetriebe gestaltet ist,
  • – einen Hydraulikmotor,

    – der eine Abtriebswelle aufweist, die die zweite Getriebeeinheit drehend antreibt,

    – dessen Drehzahl von der als Untersetzungsgetriebe gestalteten zweiten Getriebeeinheit auf die Antriebsdrehzahl der ersten Getriebeeinheit reduziert wird.

Von Vorteil ist, dass dadurch, dass eine zweite Getriebeeinheit zusätzlich vorgesehen ist, Hydraulikmotoren genutzt werden können, die eine deutlich verringerte Leistung gegenüber der Ausgestaltung mit nur einer Getriebeeinheit aufweisen müssen. Es können nämlich schnelllaufende Hydraulikmotoren gewählt werden, deren Abtriebsdrehzahl im Bereich von 4000 Umdrehungen pro Minute liegt. Die zweite Getriebeeinheit kann verschiedenartig gestaltet sein, z.B. als Stirnrad- oder Planetenradgetriebe, und setzt aufgrund ihrer Konstruktion diese hohe Antriebsdrehzahl wirksam in eine niedrige Drehzahl um, die zum Antrieb der ersten Getriebeeinheit genutzt werden kann. Bei der zweiten Getriebeeinheit ist das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Zahnritzel und dem Rotor so gewählt, das am Abtrieb eine lineare Bewegung zur Verfügung steht, durch die das Mähmesser unmittelbar linear hin- und hergehend angetrieben werden kann.

Eine besonders günstige Gestaltung und Wirkungsweise ergibt sich bei einem Aufbau, der dadurch gekennzeichnet ist,

  • – dass die zweite Getriebeeinheit

    – einen mit dem Rotor der ersten Getriebeeinheit drehfest verbundenen und mit dieser um die erste Achse rotierenden Planetenradträger umfasst, der mindestens ein außen verzahntes Planetenzahnrad trägt, das an diesem um eine dritte Achse, die zur ersten Achse radial versetzt angeordnet ist, drehbar gelagert ist,

    – ein innen mit einer Verzahnung versehenes zweites Hohlzahnrad aufweist, das stationär gehalten ist und mit dem das mindestens eine Planetenzahnrad in Eingriff ist,

    – ein Sonnenzahnrad aufweist, das mit dem mindestens einen Planetenzahnrad in Eingriff ist, und
  • – dass die Antriebseinheit des Hydraulikmotors das Sonnenzahnrad der zweiten Getriebeeinheit drehend antreibt.

Von Vorteil bei diesem Aufbau ist, dass schnelllaufende Hydraulikmotoren genutzt werden können, die nur ein kleines Bauvolumen aufweisen. Die zusätzliche zweite Getriebeeinheit ist durch ihre Ausgestaltung besonders platzsparend und günstig an die erste Getriebeeinheit anzuschließen. Günstig ist ebenfalls, dass auch der Hydraulikmotor in die Antriebseinheit unmittelbar einbezogen werden kann. Vorzugweise sind drei Planetenzahnräder vorgesehen.

In Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die zweite Getriebeeinheit ein zweites Gehäuse aufweist, das am ersten Gehäuse befestigt ist und das den Planetenradträger mit dem mindestens einen Planetenzahnrad, das zweite Hohlzahnrad und das Sonnenzahnrad aufnimmt.

Von Vorteil ist dabei, dass das separate Gehäuse für die zweite Getriebeeinheit erlaubt, die erste Getriebeeinheit beispielsweise mit normalen d.h. üblichen Antrieben zu nutzen die so groß bemessen sind, dass die Leistung bereit gestellt wird, die zum unmittelbaren Antrieb des Mähmessers über die erste Getriebeeinheit ausreichend sind.

Es ist jedoch auch möglich, dass die zweite Getriebeeinheit einen Gehäuseabschnitt aufweist, der einstückig mit dem ersten Gehäuse ausgebildet ist und den Planetenradträger mit dem mindestens einen Planetenzahnrad, das Sonnenzahnrad und das zweite Hohlzahnrad aufnimmt.

Besonders günstig ist eine Ausgestaltung der Antriebseinheit dergestalt, dass die zweite Getriebeeinheit durch ein Schmierfett geschmiert ist und dass zwischen dem Planetenradträger und dem zweiten Gehäuse oder Gehäuseabschnitt, in dem dieser aufgenommen ist, eine Trennscheibe angeordnet ist, die in Richtung zum ersten Gehäuses hin den das zweite Hohlzahnrad, das mindestens eine Planetenzahnrad und das Sonnenzahnrad aufnehmenden Raum abdichtet. Auch die erste Getriebeeinheit kann durch ein Schmierfett geschmiert sein, so dass zwischen den beiden Getriebeeinheiten keine absolut dichte Abdichtung erforderlich ist, die für unterschiedliche Schmiermittel erforderlich wäre, nämlich z.B. Öl und Schmierfett.

Dabei kommt als Schmierfett beispielsweise ein üblicherweise im Maschinenbau eingesetztes Litium verseiftes Fett in Frage.

Bei der erfindungsgemäßen Gestaltung erübrigt sich eine Ölkühlung, die auch praktisch nicht bereit gestellt werden könnte, da Hydraulikmotoren eingesetzt werden können, die nur geringe Ölströme benötigen, um die Antriebseinheit gemäß der Erfindung zu betreiben, womit keine genügende Kühlung bereit gestellt werden könnte. Durch die Trennscheibe wird gewährleistet, dass das Schmierfett in dem Bereich bzw. Raum verbleibt, in dem die Zahnräder miteinander kämmen, d.h. in dem das zweite Hohlzahnrad, das mindestens eine Planetenzahnrad und das Sonnenzahnrad angeordnet sind.

Das Schmiermittel kann somit nicht in Richtung zur ersten Getriebeeinheit bzw. nach außen entweichen. Bevorzugt ist eine Anordnung, bei der die Trennscheibe zwischen dem zweiten Gehäuse oder Gehäuseabschnitt und dem zweiten Hohlzahnrad und dem Planetenradträger angeordnet ist. Es wird also der Spalt zwischen dem Planetenradträger und dem zweiten Gehäuse überbrückt und zwar in radialer Richtung bezogen auf die erste Achse. Ferner wird im Zusammenwirken mit dem Deckel des zweiten Gehäuses und dem zweiten Gehäuse selbst ein abgeschlossener Raum gebildet.

Vorzugsweise ist die Trennscheibe am zweiten Gehäuse bzw. am Gehäuseabschnitt drehfest gehalten. Die Relativbewegung findet gegenüber dem Planetenradträger statt. Dieser rotiert relativ zur Trennscheibe.

Ferner ist in Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass zwischen dem Hydraulikmotor und dem Sonnenzahnrad der zweiten Getriebeeinheit ein Schwungrad angeordnet ist.

Das Schwungrad hält die nötige Durchzugskraft bereit, wenn sich Belastungsspitzen ergeben.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.

Diese Zeichnungsfigur zeigt einen Schnitt entlang der ersten Achse der Antriebseinheit.

Die erfindungsgemäße Antriebseinheit umfasst eine erste Getriebeeinheit 1, an die sich eine zweite Getriebeeinheit 2 anschließt, wobei ein Hydraulikmotor 4 zum Antrieb der zweiten Getriebeeinheit 2 vorgesehen ist. Zwischen dem Hydraulikmotor 4 und der zweiten Getriebeeinheit 2, die das Eingangsgetriebe darstellt, ist eine Schwungmasse in Form eines Schwungrades 3 angeordnet.

Die erste Getriebeeinheit 1 weist ein erstes Gehäuse 5 auf, das eine erste Achse 6 bildet. In dem ersten Gehäuse 5 ist ein Rotor 7 in einem ersten Lager 8 und dazu beabstandeten zweiten Lager 9, die in Form von Wälzlagern vorgesehen sind, drehbar um die erste Achse 6 gelagert.

In dem ersten Gehäuse 5 ist ferner ein erstes Hohlzahnrad 10 angeordnet, das einen Abschnitt des Rotors 7 umschließt und innen eine Verzahnung 11 aufweist. Der Rotor 7 weist außermittig bezüglich der ersten Achse 6 eine Ausnehmung 13 auf, die zu seinem Umfang hin offen ist. In dieser Ausnehmung 13 ist ein Zahnritzel 14 mit der Verzahnung 15 aufgenommen und dieses in einem dritten Lager 16 und einem dazu beabstandet angeordneten vierten Lager 17 in Form von Wälzlagern drehbar um eine zweite Achse 12 gelagert. Die zweite Achse 12 ist zur ersten Achse 6 radial versetzt und verläuft parallel zu dieser. Die Verzahnung 15 des Zahnritzels 14 ist mit der Verzahnung 11 auf dem Innenumfang des ersten Hohlzahnrades 10 in Eingriff. Das Zahnradritzel 14 stellt das Abtriebsglied dar. An dem Zahnradritzel 14 ist ein Abtriebselement 18 durch eine Schraube 19 festgelegt und mit dem Zahnritzel 14 über wenigstens einen Stift 20 drehfest verbunden. Das Abtriebselement 18 umfasst ein zapfenartiges Element, das in eine Bohrung eines nicht dargestellten Messerkopfes zum Antrieb des Mähmessers eingreift.

Die an die erste Getriebeeinheit 1 angeschlossene und dieser vorgeschaltete zweite Getriebeeinheit 2 umfasst ein zweites Gehäuse 21, das durch in der Zeichnung nicht dargestellte Mittel, beispielsweise Schrauben fest mit dem ersten Gehäuse 5 der ersten Getriebeeinheit 1 verbunden ist. Es ist auch eine Ausbildung denkbar, bei der diese beiden Gehäuse einstückig ausgebildet sind und somit das beim vorliegenden Beispiel getrennte zweite Gehäuse 21 einen Abschnitt des ersten Gehäuses 5 bildet.

Das zweite Lager 9, das den Lagerzapfen 27 des Rotors 7 lagert, dient gleichzeitig zur Lagerung des Planetenradträgers 23, der eine Lagerbohrung 26 aufweist, in der der Lagerzapfen 27 des Rotors 7 aufgenommen ist.

Das zweite Gehäuse 21 ist ferner durch einen Deckel 22 abgeschlossen. Dieser schließt das dem ersten Gehäuse 5 entfernte Ende des zweiten Gehäuses 21 ab. An dem Planetenradträger 23 sind über Lagerstifte 32, die in Bohrungen des Planetenradträgers 23 einsitzen, drei Planetenzahnräder 33 drehbeweglich angeordnet. Die Lagerstifte 32 bilden dritte Achsen 24 für die Planetenzahnräder 33, welche zur ersten Achse 6 radial versetzt angeordnet sind und um die diese rotieren. Zwischen dem Deckel 22, dem Planetenradträger 23 und dem zweiten Gehäuse 21 ist ein Raum 38 gebildet, in dem die Planetenzahnräder 33, ein diese umschließendes zweites Hohlzahnrad 31 und ein Sonnenzahnrad 34 angeordnet sind. Der Raum 38 ist in Richtung zur ersten Getriebeeinheit 1 über eine Trennscheibe 37 abgedichtet, welche zwischen einer Anlagefläche 36 am zweiten Gehäuse und einer Anlagefläche 37 des zweiten Hohlzahnrades 31 gehalten ist und zusätzlich sich gegen eine Anlagefläche 35 am Planetenradträger 23 abstützt, so dass der Spalt zwischen Planetenradträger 23 und zweitem Gehäuse 21 abgedichtet wird. Die Trennscheibe 37 ist gleichzeitig mit nicht dargestellten Mitteln zur Fixierung des zweiten Hohlzahnrades 31 gegenüber dem zweiten Getriebegehäuse 21 in Form von Stiften undrehbar gehalten. Eine Relativdrehbewegung ist jedoch zwischen dem Planetenradträger 23 und der Trennscheibe 37 gegeben. Die Trennscheibe 37 dichtet den Raum 38 ab. Das Schmierfett S kann die Spalte in diesem Bereich auch zwischen den Zahneingriffen der Planetenzahnräder 33 mit der Innenverzahnung des zweiten Hohlzahnrades 31 sowie der Außenverzahnung des Sonnenzahnrades 34 abdichten und nicht aus den Zwischenräumen entweichen. Es ist für eine Dauerschmierung der zweiten Getriebeeinheit 2 gesorgt.

Das Sonnenzahnrad 34 besitzt einen ersten Zapfenabschnitt 39, der unter Zwischenschaltung eines fünften Lagers 29 in einer Bohrung des Lagerzapfens 27 des Rotors 7 relativ zu diesem drehbar aufgenommen ist. Der Planetenradträger 23 ist mit dem Lagerzapfen 27 des Rotors 7 über einen Keil 28 verbunden, so dass beide miteinander drehen.

Das Sonnenzahnrad 34 weist einen zweiten Zapfenabschnitt 40 auf, der in einer Bohrung 25 des Schwungrades 3 aufgenommen ist. Es ist über ein sechstes Lager 30 zusammen mit dem Schwungrad 3 in dem Deckel 22 der zweiten Getriebeeinheit 2 gelagert. Das Schwungrad 3 ist drehfest mit dem Sonnenzahnrad 34 verbunden. Dieses bildet den Getriebeeingang für die zweite Getriebeeinheit 2 und wird mit der Drehzahl n1 von dem Hydraulikmotor 4 angetrieben. Dessen Abtriebswelle 45 ist mit dem Schwungrad 3 über eine Kupplungshülse 42 drehfest verbunden. Die Kupplungshülse 42 ist über Schrauben 43 an dem Schwungrad 3 festgelegt. Das Schwungrad 3 ist ferner mit dem Sonnenzahnrad 34 über eine Welle-Nabe-Verbindung und über eine Fixierscheibe 41 fest verbunden, welche über eine Schraube, die in eine Gewindebohrung des Sonnenzahnrades 34 eingreift, festgelegt ist.

Der Hydraulikmotor 4 sitzt auf einem Brückenelement 44, das mit dem zweiten Gehäuse 21 verbunden ist und das Schwungrad 3 überspannt. Der mit einer hohen Drehzahl n1 von ungefähr 4000 Umdrehungen pro Minute rotierende schnell laufende und nicht näher dargestellten Hydraulikmotor 4 treibt das Sonnenzahnrad 34 der zweiten Getriebeeinheit 2 mit der Eingangsdrehzahl n1 an. Diese wird über die zweite Getriebeeinheit 2 auf die Drehzahl n2 reduziert, die die Eingangsdrehzahl für die erste Getriebeeinheit 1 bildet. Dies ist die Drehzahl n2, mit der der Rotor 7 über den Planetenradträger 23 angetrieben wird und der das Abtriebsglied der zweiten Getriebeeinheit 2 darstellt. Die erste Getriebeeinheit 1 setzt die Drehbewegung des Rotors 7 in eine gradlinige Bewegung des Abtriebszapfens des Abtriebselementes 18 um, das mit dem nicht dargestellten Messerkopf eines Mähmessers in Wirkverbindung steht, um dieses hin- und hergehend anzutreiben.

Durch die besondere Gestaltung der zweiten Getriebeeinheit 2 und insbesondere deren Abdichtung wird eine Dauerschmierung erreicht. Die zweite Getriebeeinheit ist praktisch wartungsfrei. Lediglich die erste Getriebeeinheit 1 muss in Intervallen abgeschmiert werden. Bei dieser ist auch eine Fettschmierung vorgesehen.

1
erste Getriebeeinheit
2
zweite Getriebeeinheit
3
Schwungrad
4
Hydraulikmotor
5
erstes Gehäuse
6
erste Achse
7
Rotor
8
erstes Lager
9
zweites Lager
10
erstes Hohlzahnrad
11
Verzahnung
12
zweite Achse
13
Ausnehmung
14
Zahnritzel
15
Verzahnung
16
drittes Lager
17
viertes Lager
18
Abtriebselement
19
Schraube
20
Stift
21
zweites Gehäuse
22
Deckel
23
Planetenradträger
24
dritte Achse
25
Bohrung
26
Lagerbohrung
27
Lagerzapfen
28
Keil
29
fünftes Lager
30
sechstes Lager
31
zweites Hohlzahnrad
32
Lagerstift
33
Planetenzahnrad
34
Sonnenzahnrad
35
Anlagefläche am Planetenradträger
36
Anlagefläche am zweiten Gehäuse
37
Trennscheibe
38
Raum
39
erster Zapfenabschnitt des Sonnenzahnrades
40
zweiter Zapfenabschnitt des Sonnenzahnrades
41
Fixierscheibe
42
Kupplungshülse
43
Schraube
44
Brückenelement
45
Abtriebswelle des Hydraulikmotors
N1
Drehzahl des Sonnenzahnrades
N2
Drehzahl des Rotors
S
Schmierfett


Anspruch[de]
Antriebseinheit für oszillierend angetriebene Mähmesser umfassend

– eine erste Getriebeeinheit (1),

– die ein erstes Gehäuse (5) aufweist, welches eine erste Achse (6) bildet,

– die einen in dem ersten Gehäuse (5) um die erste Achse (6) drehbar gelagerten Rotor (7) aufweist,

– die ein in dem ersten Gehäuse (5) festgelegtes und innen verzahntes erstes Hohlzahnrad (10) aufweist,

– die ein in dem Rotor (7) um eine zweite Achse (12) drehbar gelagertes Zahnritzel (14) aufweist, wobei die zweite Achse (12) zur ersten Achse (6) radial versetzt ist und das Zahnritzel (14) das Abtriebsglied der Antriebseinheit bildet und mit dem ersten Hohlzahnrad (10) in Eingriff ist,

– eine zweite Getriebeeinheit (2),

– deren Abtrieb (34) mit dem Rotor (7) der ersten Getriebeeinheit (1) drehfest verbunden ist und

– die als Untersetzungsgetriebe gestaltet ist,

– einen Hydraulikmotor (4),

– der eine Abtriebswelle (45) aufweist, die die zweite Getriebeeinheit (2) drehend antreibt,

– dessen Drehzahl (n1) von der als Untersetzungsgetriebe gestalteten zweiten Getriebeeinheit (2) auf die Antriebsdrehzahl (n2) der ersten Getriebeeinheit (1) reduziert wird.
Antriebseinheit nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

– dass die zweite Getriebeeinheit

– einen mit dem Rotor (7) der ersten Getriebeeinheit (1) drehfest verbundenen und mit dieser um die erste Achse (6) rotierenden Planetenradträger (23) umfasst, der mindestens ein außen verzahntes Planetenzahnrad (33) trägt, das an diesem um eine dritte Achse (24), die zur ersten Achse (6) radial versetzt angeordnet ist, drehbar gelagert ist,

– ein innen mit einer Verzahnung versehenes zweites Hohlzahnrad (31) aufweist, das stationär gehalten ist und mit dem das mindestens eine Planetenzahnrad (33) in Eingriff ist,

– ein Sonnenzahnrad (34) aufweist, das mit dem mindestens einen Planetenzahnrad (33) in Eingriff ist, und

– dass die Antriebseinheit (45) des Hydraulikmotors (4) das Sonnenzahnrad (34) der zweiten Getriebeeinheit (2) drehend antreibt.
Antriebseinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Getriebeeinheit (2) ein zweites Gehäuse (21) aufweist, das am ersten Gehäuse (5) befestigt ist und das den Planetenradträger (23) mit dem mindestens einen Planetenzahnrad (33), das zweite Hohlzahnrad (31) und das Sonnenzahnrad (34) aufnimmt. Antriebseinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Getriebeeinheit (2) einen Gehäuseabschnitt aufweist, der einstückig mit dem ersten Gehäuse ausgebildet ist und den Planetenradträger mit dem mindestens einen Planetenzahnrad, das Sonnenzahnrad und das zweite Hohlzahnrad aufnimmt. Antriebseinheit nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Getriebeeinheit (2) durch ein Schmierfett (S) geschmiert ist und dass zwischen dem Planetenradträger (23) und dem zweiten Gehäuse (21) oder Gehäuseabschnitt, in dem dieser aufgenommnen ist, eine Trennscheibe (37) angeordnet ist, die in Richtung zum ersten Gehäusen (5) hin den das zweite Hohlzahnrad (31), das mindestens eine Planetenzahnrad (33) und das Sonnenzahnrad (34) aufnehmenden Raum (38) abdichtet. Antriebseinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennscheibe (37) zwischen dem zweiten Gehäuse (21) und dem zweiten Hohlzahnrad (31) und dem Planetenradträger (23) angeordnet ist. Antriebseinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennscheibe (37) am zweiten Gehäuse (21) bzw. am Gehäuseanschnitt drehfest gehalten ist. Antriebseinheit nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Gehäuse (21) oder der Gehäuseabschnitt von der ersten Getriebeeinheit (1) weg durch einen Deckel (22) abgeschlossen ist. Antriebseinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Hydraulikmotor (4) und dem Sonnenzahnrad (4) der zweiten Getriebeeinheit (2) ein Schwungrad (3) angeordnet ist.






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