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Dokumentenidentifikation DE102006053147A1 16.05.2007
Titel Elektroventil, insbesondere für elektrische Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspülmaschinen
Anmelder ELBI INTERNATIONAL S.p.A., Torino, IT
Erfinder Capizzi, Giosuè, Buttigliera Alta, Turin, IT;
Farano, Michele, Turin, IT;
Musso, Marco, Turin, IT
Vertreter Weickmann & Weickmann, 81679 München
DE-Anmeldedatum 10.11.2006
DE-Aktenzeichen 102006053147
Offenlegungstag 16.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.05.2007
IPC-Hauptklasse F16K 31/02(2006.01)A, F, I, 20061110, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47L 15/42(2006.01)A, L, I, 20061110, B, H, DE   D06F 39/00(2006.01)A, L, I, 20061110, B, H, DE   
Zusammenfassung Das Elektroventil (10) insbesondere für Waschmaschinen und Geschirrspülmaschinen enthält
- einen Hohlkörper (14b), der eine erste und eine zweite Öffnung (50, 52) aufweist, zwischen denen eine Kammer (44b) ausgebildet ist, in der sich ein Ventilsitz (54) befindet;
- einen Verschlusskörper (46d), der in der Kammer (44b) operativ beweglich ist zwischen einer Schließstellung und einer Öffnungsstellung, in denen er den Ventilsitz (54) verschließt bzw. freigibt und dadurch einen Fluidstrom durch die Kammer (44b) unterbindet bzw. ermöglicht;
- ein Steuerungsaggregat (32, 46), das mit dem Verschlusskörper (46d) verbunden ist, in geführter Weise gegenüber dem Hohlkörper (14b) beweglich ist und von einer Ruhestellung, in der es dem Verschlusskörper (46d) ermöglicht, die Schließstellung einzunehmen, in eine Arbeitsstellung überzugehen vermag, in der der Verschlusskörper (46d) die Öffnungsstellung einnimmt;
- entgegenwirkende elastische Einrichtungen (40, 49), die bestrebt sind, das Steuerungsaggregat (32, 46) in der Ruhestellung festzuhalten, und
- einen elektrisch leitenden Draht mit Formgedächtnis (38), der mit dem Steuerungsaggregat (32, 46) verbunden ist und immer dann einen Übergang des Steuerungsaggregats (32, 46) von der Ruhestellung in die Arbeitsstellung auszulösen vermag, wenn der Draht mit Formgedächtnis (38) durch einen elektrischen Strom (I) mit vorbestimmten Merkmalen erregt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Elektroventil insbesondere für elektrische Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspülmaschinen.

Bekannt sind nach dem Stand der Technik Elektroventile der vorbeschriebenen Art, in denen Stellglieder zum Einsatz kommen, die elektrisch leitende Drähte mit Formgedächtnis enthalten, die mit Getrieben und Hebelwerken in Wechselwirkung zu treten vermögen, um einen Absperr-Verschlußkörper zu steuern. Während einer Erregung, die auf den Stromdurchfluß durch diese leitenden Drähte mit Formgedächtnis zurückzuführen ist, erleiden diese eine Erwärmung durch den Joule-Effekt und gehen, wie an sich bekannt, von einem gelängten Zustand in einen verkürzten Zustand über. Anschließend, wenn der Erregungsstrom unterbrochen wird, kühlen die Leiterdrähte immer mehr ab und kehren allmählich in ihren gelängten Zustand zurück.

Derartige Elektroventile leiden unter einigen Nachteilen.

Ein Nachteil liegt in dem Umstand, dass der Übergang der Leiterdrähte mit Formgedächtnis vom verkürzten zum gelängten Zustand langsamer vor sich geht als die umgekehrte Bewegung. Die Rückkehr des Verschlusskörpers in die Schließstellung erfolgt möglicherweise nicht schnell genug, um ein einwandfreies Funktionieren des Elektroventils zu gewährleisten.

Aus diesem Grund werden bis jetzt im allgemeinen Elektroventile verwendet, die eine bistabile Konfiguration aufweisen, bei der sowohl der Befehl zum Öffnen als auch der zum Schließen des Verschlusskörpers durch den Übergang des Drahts mit Formgedächtnis vom gelängten zum verkürzten Zustand erfolgt. Deshalb sind die Getriebe, die zwischen dem Leiterdraht mit Formgedächtnis und dem Verschlusskörper des Elektroventils eingeschaltet sind, typischerweise recht kompliziert, beispielsweise nach Art eines Sperrgetriebes oder eines Zahnradgetriebes. Derartige Lösungen führen zu einer komplexen und kritischen Dimensionierung der Bestandteile des Elektroventils und somit zu einem Anstieg der Kosten und der Gesamt-Fertigungszeiten.

Ein Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Elektroventils, das in der Lage ist, dieses und weitere Nachteile des Standes der Technik zu beseitigen und gleichzeitig in einfacher und wirtschaftlicher Weise herstellbar ist.

Dieses und weitere Ziele werden erfindungsgemäß durch ein Elektroventil der oben beschriebenen Art erreicht, wie es in dem beigefügten Anspruch 1 beschrieben ist.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich klar aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung, in der anhand der beigefügten Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel erläutert wird. Es zeigen:

1 eine Draufsicht auf eine mögliche Ausführungsform des erfindungsgemäßen Elektroventils,

2 einen längs der Linie II-II durch das Elektroventil geführten Längsschnitt und

3 ein Beispiel eines möglichen zeitabhängigen Verlaufs der Stärke eines Steuerungsstroms zur Steuerung des erfindungsgemäßen Elektroventils.

Unter Bezugnahme auf die 1 und 2 ist mit 10 insgesamt eine mögliche Ausführungsform des erfindungsgemäßen Elektroventils bezeichnet.

Zum Elektroventil 10 gehört vorzugsweise ein Gehäuse 12, das im wesentlichen eine langgestreckte Form hat und Seitenwände 12a–d enthält.

Das Gehäuse 12 ist an seiner ersten Seitenwand 12a mit einem Ventilgehäuse 14 verbunden, das seinerseits aus einem ersten und einem zweiten Hohlkörper 14a, 14b besteht, die in an sich bekannter Weise untereinander fluiddicht, beispielsweise durch eine formschlüssige Verbindung, eingebaut sind.

Es werden nun der Aufbau und die Bestandteile des Gehäuses 12 beschrieben.

Die Wände des Gehäuses 12 bilden einen Raum 16, der sich überwiegend in Längsrichtung erstreckt und oben durch einen ersten und einen zweiten Deckel 18, 20 verschlossen ist, die an diesem Gehäuse 12 beispielsweise durch (nicht dargestellte) Befestigungsschrauben befestigt sind.

Durch eine der ersten Seitenwand 12a gegenüberliegende zweite Seitenwand 12b ist eine Gewindestange 22 eingeführt, die in ihrer Lage durch ein Mutternpaar 24a, 24b festgehalten wird, die mit der Außenseite bzw. der Innenseite dieser zweiten Seitenwand 12b in Berührung stehen. In dem im Inneren des Raumes 16 gelegenen Bereich weist die Gewindestange 22 ein gabelförmig ausgebildetes Ende auf, das mit einem Paar von plattenförmigen Armen 22a und 22b versehen ist, die in Querrichtung von einer ersten Halte- bzw. Tragschraube 26 durchsetzt sind, die durch eine erste dazugehörige Halte- bzw. Tragmutter 28 festgelegt ist (2). Die Funktion der ersten Halte- bzw. Tragschraube 26 wird nachfolgend beschrieben.

Von einer dritten und einer vierten Seitenwand 12c bzw. 12d, die einander gegenüberliegen, stehen in Querrichtung in das Innere des Gehäuses ein erster und ein zweiter, in bestimmter Weise geformter Vorsprung 30a und 30b (1) vor, die einander gegenüberliegen. In Höhe des ersten und des zweiten Formvorsprungs 30a und 30b ist der zweite Deckel 20 mit einem dritten Formvorsprung 30c (2) versehen, der zum Inneren des Gehäuses 12 hin vorspringt. Die Formvorsprünge 30a–c bilden insgesamt eine zylindrische Führungs-Oberfläche für die Gleitbewegung eines ersten, mit 32 bezeichneten und in einer Ruhelage dargestellten Gleitteils.

Das vorgenannte erste Gleitteil 32 hat an einem Ende die Form einer Gabel, die mit einem Paar von zweiten gabelförmigen Armen 32a und 32b versehen ist, welche in Querrichtung von einer zweiten Halte- bzw. Tragschraube 34 durchsetzt sind, die durch eine dazugehörige zweite Halte- bzw. Tragmutter 36 (2) festgelegt ist. Ausgehend von diesen plattenförmigen Armen 32a und 32b findet die Gestalt des ersten Gleitteils 32 ihre Fortsetzung in einer Erweiterung zu einem zylindrischen Zwischenteil 32c, der in einen Auflageteller 32d endet, von dem ein Paar von hakenförmigen Gebilden 32e ausgeht, die in ihrem Inneren einen Kopplungshohlraum 32f ausbilden (1).

Im zusammengebauten Zustand des Elektroventils 10 ist der mittlere Bereich 32c von den Formvorsprüngen 30a–c umgeben und vermag auf diesen zu gleiten, während die zweiten plattenförmigen Arme 32a–b aus diesen Formvorsprüngen 30a–c in Richtung auf die ersten gabelförmigen Arme 32a–b vorspringen.

Zwischen den ersten plattenförmigen Armen 22a und 22b und den zweiten plattenförmigen Armen 30a und 30b ist ein elektrisch leitender Draht mit Formgedächtnis 38 eingefügt, dessen Enden zweckmäßigerweise in Form einer Schlinge um die erste und die zweite Trag- bzw. Halteschraube 26, 34 geschlungen sind. Wie in 2 schematisch dargestellt, sind die Enden des Drahtes mit Formgedächtnis 38 in an sich bekannter Weise elektrisch mit einem Steuerkreis C verbunden, beispielsweise mittels (nicht dargestellter) Leiterdrähte aus Kupfer, die durch das Gehäuse 12 verlaufen. In den 1 und 2 ist der Draht mit Formgedächtnis 38 in dem gelängten Zustand der Entregung gezeigt.

Zwischen den Formvorsprüngen 30a–c und dem Auflageteller 32d ist eine erste Druckfeder 40 eingefügt, die das erste bewegliche Gleitteil 32 an die erste Seitenwand 12a anzunähern vermag und bestrebt ist, den Draht mit Formgedächtnis 38 gespannt zu halten.

Die hakenförmigen Gebilde 32e und der Kopplungs-Hohlraum 32f liegen einer kreisförmigen Verbindungsöffnung 42 (2) gegenüber, die in der zweiten Wand 12a vorgesehen ist.

Es werden nun der Aufbau und die Bestandteile des Ventilgehäuses 14 besprochen.

Bezugnehmend auf 2 weist der erste Hohlkörper 14a ein hohles rohrförmiges, zur Verbindung dienendes Ende 43 auf, das koaxial in stabiler Weise in die Verbindungsöffnung 42 eingepaßt ist, wodurch zwischen dem Ventilgehäuse 14 und dem Gehäuse 12 eine Verbindung hergestellt wird. Der erste und der zweite Hohlkörper 14a–b umschließen einen inneren Hohlraum 44, in dem ein zweites Gleitteil 46 gelagert ist, das in der Ruhelage dargestellt ist.

Das zweite Gleitteil 46 weist eine in bestimmter Weise geformte Gestalt auf, die einen Fortsatz mit erweitertem Kopf 46a aufweist, auf den ein Bund 46b mit verringertem Durchmesser folgt, der an ein zylindrisches Mittelteil 46c anschließt. Dieses zweite Gleitteil 46 enthält überdies einen Verschlusskörper 46d, der mit dem Mittelteil 46c fest verbunden ist und in einer Schließstellung gezeigt ist.

Im zusammengebauten Zustand des Elektroventils 10 ist das Mittelteil 46c in das rohrförmige, der Verbindung dienende Ende 43 eingefügt, das als Gleitführung für das zweite Gleitteil 46 in dem inneren Hohlraum 44 dient. Der Fortsatz mit dem erweiterten Kopf 46a springt in den Raum 16 des Gehäuses 12 vor, ist in dem Kopplungs-Hohlraum 32f gelagert und ist mit den hakenförmigen Gebilden 32e mit einem axialen Spiel gegenüber der Gleitbewegung der Gleitteile 32, 46 gekoppelt (1).

Unter Bezugnahme auf 2 ist in dem am Umfang gelegenen Berührungsbereich zwischen dem ersten und dem zweiten Hohlkörper 14a–b fluiddicht eine ringförmige Dichtung 48 in Form einer dünnen Membran eingespannt, die ihrerseits den Verschlusskörper 46 umschließt. Die ringförmige Dichtung 48 und der Verschlusskörper 46d teilen den Innenhohlraum 44 in eine erste und eine zweite Kammer 44a, 44b auf.

In der ersten Kammer 44a ist eine zweite, auf Druck beanspruchte Feder 49 (2) angeordnet, die mit einem Ende an einem inneren Auflagebereich 51 des ersten Hohlkörpers 14b anliegt und mit dem entgegengesetzten Ende an dem Verschlusskörper 46d. Durch die Einwirkung der zweiten Feder 49 ist das zweite Gleitteil 46 bestrebt, sich von dem rohrförmigen, der Verbindung dienenden Ende 43 zu entfernen, d.h. es wird in der Ruhelage festgehalten.

Der zweite Hohlkörper 14b enthält ein erstes und ein zweites Anschlussstück 50, 52, die in Querrichtung zu dem Hohlkörper verlaufen. Das erste Anschlussstück 50 steht in unmittelbarer Verbindung mit der zweiten Kammer 44b, während das zweite Anschlussstück 52 mit dieser zweiten Kammer 44b über einen zylindrischen Ventilsitz 54 in Verbindung steht, der am Boden des zweiten Hohlkörpers 14b ausgebildet ist. Der Durchfluß eines Fluids von dem ersten zu dem zweiten Anschlussstück 50, 52 kann daher wahlweise erfolgen durch die kombinierte Einwirkung des Verschlusskörpers 46d und der Dichtung 48, die in der Lage sind, den Ventilsitz 54 freizugeben bzw. zu verschließen und dadurch den Fluidstrom in die zweite Kammer 44b freizugeben bzw. zu unterbrechen.

Es wird nun im einzelnen die Funktion des Elektroventils 10 beschrieben. Wie bereits weiter oben beschrieben, befinden sich die Gleitteile 32, 46 in den 1 und 2, wenn der Draht mit Formgedächtnis 38 entregt ist, in der Ruhelage (in der der Verschlusskörper 46d sich in Schließstellung befindet und in Berührung mit dem Ventilsitz 54 steht), und das Elektroventil 10 ist geschlossen.

Bezugnehmend auf 3 bewirkt der Steuerkreis C, wenn das Öffnen des Elektroventils 10 für den Durchfluß des Fluids zwischen den Anschlussstücken 50 und 52 erforderlich wird, für einen ersten Zeitabschnitt das Fließen eines elektrischen Erregungsstroms erheblicher Stromstärke I1 in dem Draht mit Formgedächtnis 38 (beispielsweise 1A für einen Draht mit einem Durchmesser von 0,25 mm und einer Länge von 100 mm). Auf diese Weise erwärmt sich der Draht und geht infolge des Joule-Effekts in an sich bekannter Weise rasch von einem gelängten Zustand (1 und 2) in einen (nicht dargestellten) verkürzten Zustand über, wobei er das erste Gleitteil 32 in Richtung auf die Seitenwand 12b mit sich führt.

Nach einem ersten Leerhub des ersten Gleitteils 32 beseitigen die hakenförmigen Gebilde 32e das axiale Spiel gegenüber dem verbreiterten Kopf 46a und befinden sich im Anschlag gegen diesen Kopf. Auf diese Weise kommt es zu einem Aneinanderanliegen des ersten und des zweiten Gleitteils 32 und 46, die ihre Hubbewegung gemeinsam fortsetzen (1 und 2) in Richtung auf eine (nicht dargestellte) Arbeitsstellung, bei der sich der Verschlusskörper 46d in einer Öffnungsstellung befindet, in der er sich von dem Ventil 54 entfernt hat.

Wenn bezugnehmend auf 3 die Gleitteile 32, 46 nunmehr die Arbeitsstellung erreicht haben und solange man das Elektroventil 10 in der geöffneten Stellung zu halten wünscht, bewirkt der Steuerkreis C während eines zweiten Zeitabschnitts das Fließen eines elektrischen Erregungsstroms geringerer Stärke I2 in dem Draht mit Formgedächtnis 38 (beispielsweise 0,5 A für einen Draht mit einem Durchmesser von 0,25 mm und einer Länge von 100 mm). Auf diese Weise gewährleistet man eine Aufrechterhaltung des verkürzten Zustands des Drahtes mit Formgedächtnis 38 und gleichzeitig eine Verringerung der von diesem Draht in Form von Wärme abgestrahlten Energie.

In dem Augenblick, in dem das Elektroventil 10 geschlossen werden soll, wodurch der Fluidstrom zwischen den Anschlussstücken 50, 52 unterbunden wird, unterbricht der Steuerkreis C den Durchfluß des Erregungsstroms durch den Draht mit Formgedächtnis 38. Dank des vorausgehenden Abfalls des Erregungsstroms von dem Wert I1 auf den Wert I2 vollzieht sich die Abkühlung des Drahtes mit Formgedächtnis 38 und folglich auch die Rückkehr vom verkürzten Zustand zum gelängten Zustand rascher.

Auf diese Weise verbringen die Federn 40 und 49 die jeweiligen Gleitteile 32 und 36 wieder in die Ruhelage und bewirken daher die Rückkehr des Verschlusskörpers 46d von der geöffneten zur geschlossenen Stellung.

Bei (nicht dargestellten) abweichenden Ausführungsformen können das erste und das zweite Gleitteil 32, 46 ersetzt werden durch ein einziges, einstückiges Steuerungsaggregat, dessen Bewegung von der Ruhestellung zur Arbeitsstellung gegen die Einwirkung einer einzigen Feder erfolgen kann. Die Kopplung mit Spiel zwischen dem ersten und dem zweiten Gleitteil 32, 46 erweist sich jedoch als vorteilhaft, weil sie eine größere Betriebssicherheit des Elektroventils 10 ermöglicht. Falls beispielsweise der Verschleiß des Drahtes mit Formgedächtnis 38 dessen Rückkehr in den vollständig gelängten Zustand nicht zulassen sollte, würde es jedenfalls die zweite Feder 49 ermöglichen, den Verschlusskörper 46d wieder in die Schließstellung zu verbringen, auch wenn es zu einer Verringerung des zwischen den hakenförmigen Gebilden 32e und dem erweiterten Kopf 46a in der Ruhelage vorhandenen Spiels kommen sollte.

Selbstverständlich können bei gleichem Erfindungsgedanken die Ausführungsformen und die Einzelheiten der Verwirklichung weitgehend von dem beschriebenen und dargestellten Ausführungsbeispiel abweichen, ohne deshalb den in den beigefügten Ansprüchen festgelegten Erfindungsbereich zu verlassen.

Das Elektroventil insbesondere für Waschmaschinen und Geschirrspülmaschinen enthält

  • – einen Hohlkörper, der eine erste und eine zweite Öffnung aufweist, zwischen denen eine Kammer ausgebildet ist, in der sich ein Ventilsitz befindet;
  • – einen Verschlusskörper, der in der Kammer operativ beweglich ist zwischen einer Schließstellung und einer Öffnungsstellung, in denen er den Ventilsitz verschließt bzw. freigibt und dadurch einen Fluidstrom durch die Kammer unterbindet bzw. ermöglicht;
  • – ein Steuerungsaggregat, das mit dem Verschlusskörper verbunden ist, in geführter Weise gegenüber dem Hohlkörper beweglich ist und von einer Ruhestellung, in der es dem Verschlusskörper ermöglicht, die Schließstellung einzunehmen, in eine Arbeitsstellung überzugehen vermag, in der der Verschlußkörper die Öffnungsstellung einnimmt;
  • – entgegenwirkende elastische Einrichtungen, die bestrebt sind, das Steuerungsaggregat in der Ruhestellung festzuhalten, und
  • – einen elektrisch leitenden Draht mit Formgedächtnis, der mit dem Steuerungsaggregat verbunden ist und immer dann einen Übergang des Steuerungsaggregats von der Ruhestellung in die Arbeitsstellung auszulösen vermag, wenn der Draht mit Formgedächtnis durch einen elektrischen Strom mit vorbestimmten Merkmalen erregt wird.


Anspruch[de]
Elektroventil (10), insbesondere für elektrische Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspülmaschinen, enthaltend

– einen Hohlkörper (14b), der eine erste und eine zweite Öffnung (50, 52) aufweist, zwischen denen eine Kammer (44b) ausgebildet ist, in der ein Ventilsitz (54) vorgesehen ist;

– einen Verschlußkörper (46d), der in der Kammer (44b) operativ beweglich ist zwischen einer Schließstellung und einer Öffnungsstellung, in denen er den Ventilsitz (54) verschließt bzw. freigibt, wodurch der Fluidstrom durch diese Kammer (44b) unterbunden bzw. ermöglicht wird;

– ein mit dem Verschlußkörper (46d) verbundenes Steuerungsaggregat (32, 46), das gegenüber dem Hohlkörper (14b) in geführter Weise beweglich ist und von einer Ruhestellung, in der es dem Verschlusskörper (46d) ermöglicht, die Schließstellung einzunehmen, in eine Arbeitsstellung überzugehen vermag, in der der Verschlusskörper (46d) die Öffnungsstellung einnimmt;

– entgegenwirkende elastische Einrichtungen (40, 49), die bestrebt sind, das Steuerungsaggregat (32, 46) in der Ruhestellung festzuhalten, und

– einen elektrisch leitenden Draht mit Formgedächtnis (38), der mit dem Steuerungsaggregat (32, 46) verbunden ist und immer dann einen Übergang dieses Steuerungsaggregats (32, 46) von der Ruhestellung zur Arbeitsstellung auszulösen vermag, wenn der Draht mit Formgedächtnis (38) durch einen elektrischen Strom (I) mit vorbestimmten Merkmalen erregt wird.
Elektroventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Draht mit Formgedächtnis (38) von einem gelängten in einen verkürzten Zustand überzugehen vermag, wenn er von dem erwähnten elektrischen Strom (I) erregt wird. Elektroventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerungsaggregat ein erstes, mit dem Draht mit Formgedächtnis (38) verbundenes Gleitteil (32) und ein zweites, mit dem Verschlusskörper (46d) verbundenes und mit axialem Spiel mit dem ersten Gleitteil (32) gekoppeltes Gleitteil (46) enthält, so dass immer dann, wenn der Draht mit Formgedächtnis (38) erregt wird, das erste Gleitteil (32) nach einem anfänglichen Leerhub das zweite Gleitteil (46) mitzuführen vermag und dadurch den Übergang des Verschlusskörpers (46d) zur Öffnungsstellung auslöst. Elektroventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die elastischen Einrichtungen eine erste bzw. eine zweite elastische Einrichtung (40, 49) umfassen, die dem ersten Gleitteil (32) bzw. dem zweiten Gleitteil (46) beigegeben und bestrebt sind, diese in den jeweiligen Stellungen festzuhalten, die sie eingenommen haben, wenn sich das Steuerungsaggregat in der Ruhestellung befindet. Elektroventil nach irgendeinem der vorausgehenden Ansprüche, das überdies einen Steuerungs-Stromkreis (C) enthält, der mit dem Draht mit Formgedächtnis (38) verbunden und so ausgelegt ist, dass er den Draht mit Formgedächtnis (38) anfänglich mit einem elektrischen Strom erheblicher Stärke (I1) und nach einem vorbestimmten Zeitraum mit einem elektrischen Strom geringerer, der Aufrechterhaltung dienenden Stromstärke (I2) erregt, die hinreichend ist, um den Draht mit Formgedächtnis (38) in dem erregten Zustand zu halten. Elektroventil nach irgendeinem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gleitteil (32) an einem Ende einen der Kopplung dienenden Hohlraum (32f) aufweist und das zweite Gleitteil (46) einen Fortsatz mit einem erweiterten Kopf (46a) enthält, mit dem der Kopplungshohlraum (32f) mit Spiel gekoppelt ist.






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