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Dokumentenidentifikation DE202007000822U1 16.05.2007
Titel Einrichtung zur Erzeugung von einen Bewuchs auf einem Dach verhindernden Metallionen
Anmelder Aktiv-First GmbH, 95213 Münchberg, DE
DE-Aktenzeichen 202007000822
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 16.05.2007
Registration date 12.04.2007
Application date from patent application 19.01.2007
IPC-Hauptklasse E04D 13/00(2006.01)A, F, I, 20070119, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01N 59/20(2006.01)A, L, I, 20070119, B, H, DE   A01N 59/16(2006.01)A, L, I, 20070119, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Erzeugung biozider, einen Bewuchs auf einem Dach abtötender und/oder verhindernder Metallionen durch Reaktion mit Niederschlagwasser oder mit Feuchtigkeit.

Aus der DE 20 2005 009 363 U1 ist bspw. eine Einrichtung zum Verhindern bzw. Abtöten von Bewuchs auf einem Reetdach, auf dessen Dachlatten dachabdichtende Schilfrohrbündel angebracht sind, bekannt, wobei in die Schilfrohrbündel Halmelemente einsteckbar sind, die bei einer Reaktion mit Niederschlagwasser einen Bewuchs verhindernde bzw. einen Bewuchs abtötende Metallionen erzeugen. Dabei kann an dem vom Einsteckende entfernten Endabschnitt des jeweiligen Halmelementes ein die Metallionen erzeugendes Metallelement vorgesehen sein. Dieses Metallelement kann als Metallborsten-Binselkopf oder als Metallborsten-Fächerkopf ausgebildet sein. Durch derartige Metallborsten-Binselköpfe oder Metallborsten-Fächerköpfe ist eine mehr oder weniger punktuelle Metallionenerzeugung möglich, was sich auf die Bewuchsverhinderung bzw. -abtötung entsprechend auswirkt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die einfach ausgebildet eine großflächige Bewuchsabtötung bzw. Bewuchsverhinderung auf einem beliebigen Dach ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1, d.h. dadurch gelöst, dass Fadenelemente aus einem biozide Metallionen erzeugenden Material zueinander parallel, eng nebeneinander vorgesehen und miteinander mittels eines Streifenelementes fest verbunden sind.

Dabei können die Fadenelemente in mindestens einer Reihe zueinander parallel und eng nebeneinander, d.h. einlagig, vorgesehen sein. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass die Fadenelemente in einer Anzahl Reihen übereinander, zueinander parallel und eng nebeneinander, d.h. mehrlagig, vorgesehen sind.

Die Fadenelemente können bei der erfindungsgemäßen Einrichtung aus jedem beliebigen, durch Reaktion mit Niederschlagwasser biozide Metallionen erzeugenden Material bestehen. Bspw. bestehen die Fadenelemente aus Kupferdraht o.dgl. Dabei kann der Kupferdraht z.B. durch Wiederverwendung von alten Kupferleitungen, Kupfer-Litzenkabeln o.dgl. gewonnen werden. Desgleichen ist es bspw. möglich, dass die Fadenelemente dünne Streifen aus einem Folienmaterial – nach Art von Lametta-Streifen – sind. Die Fadenelemente können einen runden, einen eckigen, einen flacheckigen, ovalen oder beliebig anderen Querschnitt besitzen.

Erfindungsgemäß ist es auch möglich, dass die Fadenelemente Borstenbündel bilden, die zueinander parallel und eng nebeneinander vorgesehen sind. Dabei können die Borstenbündel in mindestens einer Reihe zueinander parallel und eng nebeneinander, d.h. einlagig, oder in einer Anzahl Reihen übereinander zueinander parallel und eng nebeneinander, d.h. mehrlagig, vorgesehen sein.

Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung können die bspw. aus Kupferdraht o.dgl. bestehenden Fadenelemente geradlinig ausgebildet sein. Weiter verbesserte Wasserspeichereigenschaften und folglich eine weiter erhöhte Metallionen-Erzeugungsrate können erzielt werden, wenn die Fadenelemente gewellt und/oder gekräuselt ausgebildet sind.

Erfindungsgemäß kann das die Fadenelemente fest verbindende Streifenelement in einem mittleren Bereich der Fadenelemente vorgesehen sein und zu diesen senkrecht orientiert verlaufen. Die Fadenelemente können vom Streifenelement in entgegengesetzte Richtungen wegstehen, so dass sich quasi eine flächige Einrichtung ergibt, die insbesondere auf einem Dachfirst oder an einem Grat eines Daches zur Anwendung gelangen kann. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass die Fadenelemente am Streifenelement, d.h. um das Streifenelement herum, um 180° eng zusammengefaltet sind.

Bei dem Dach kann es sich um ein Ziegeldach, um ein Reetdach, um ein Bitumenschindeldach o.dgl. handeln. Bei einem Bitumenschindeldach werden Bitumenschindeln z.B. mit einer heißen Spachtel angehoben und erfindungsgemäße Einrichtungen zwischen den Bitumenschindeln eingefügt. Danach werden die Bitumenschindeln wieder zusammengefügt und miteinander fest verbunden. Gleichzeitig werden die erfindungsgemäßen Einrichtungen fixiert.

Das Streifenelement kann von mindestens einer Kleberraupe gebildet sein. Die mindestens eine Kleberraupe besteht vorzugsweise aus einem geeigneten, d.h. witterungsbeständigen Klebermaterial. Desgleichen ist es möglich, dass wenigstens zwei Kleberraupen voneinander beabstandet, zueinander parallel, zu den Fadenelementen senkrecht orientiert, verlaufen.

Zweckmäßig kann es sein, wenn die/jede Kleberraupe mit einer Verstärkungs-Seele versehen ist. Diese Verstärkungs-Seele kann bspw. von einem Draht aus Metall oder Kunststoff gebildet sein.

Erfindungsgemäß ist es auch möglich, dass das Streifenelement von mindestens einer Naht gebildet ist. Die/jede Naht besteht vorzugsweise aus einem biozide Metallionen erzeugenden Nahtmaterial. Die mindestens eine Naht kann z.B. aus einem Kupferlitzenmaterial o.dgl. bestehen.

Noch eine andere Möglichkeit besteht darin, dass das Streifenelement der erfindungsgemäßen Einrichtung mindestens einen bandförmigen Streifen aufweist, an dem die Fadenelemente materialschlüssig und/oder formschlüssig fixiert sind. Der mindestens eine Streifen kann aus einem beliebigen Material wie bspw. einem Kunststoffmaterial, einem textilen Material, o.dgl. bestehen. Bevorzugt kann es jedoch sein, wenn der/jeder Streifen aus einem biozide Metallionen erzeugenden Material besteht. Bei diesem Material kann es sich um einen Kupferblechstreifen, einen Zinkblechstreifen o.dgl. handeln.

Erfindungsgemäß kann das Streifenelement auch zwei Streifen aufweisen, zwischen welchen die Fadenelemente festgelegt sind.

Der mindestens eine Streifen kann eben ausgebildet oder entlang seiner Längsmittelachse um 180° eng zusammengefaltet sein. Zur Oberflächenvergrößerung kann der/jeder Streifen des die Fadenelemente fixierenden Streifenelementes eng z-förmig gefaltet und/oder genoppt und/oder gewellt ausgebildet sein.

Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung können die vom Streifenelement in entgegengesetzte Richtungen wegstehenden Fadenelemente gleich lang sein. Sind die Fadenelemente am Streifenelement, d.h. um das Streifenelement herum um 180° eng zusammengefaltet, kann es zweckmäßig sein, wenn die Fadenelemente auf der einen Seite des Streifenelementes gleich lang und auf der gegenüberliegenden anderen Seite des Streifenelementes in den übereinander vorgesehenen Reihen, d.h. Lagen, unterschiedlich lang sind, wobei die Länge der Fadenelemente der innersten Reihe größer ist als die Länge der Fadenelemente der äußersten Reihe bzw. Lage. Durch eine derartige Ausbildung ergibt sich eine abgestufte Außenseite der erfindungsgemäßen Einrichtung, so dass Niederschlagwasser von außen verbessert in die Einrichtung eindringen kann und alle Fadenelemente mit dem Niederschlagwasser optimal zur Reaktion gelangen können, um biozide Metallionen zu generieren.

Um die Dachoberfläche unter der erfindungsgemäßen Einrichtung trocken zu halten, kann die erfindungsgemäße Einrichtung mit einem Grundflächenelement kombiniert sein, d.h. es kann dachseitig ein mit der erfindungsgemäßen Einrichtung verbundenes Grundflächenelement vorgesehen sein. Zweckmäßig kann es hierbei sein, wenn das Grundflächenelement ein die Einrichtung von der Dachoberfläche definiert beabstandendes Abstandselement bildet. Zu diesem Zwecke kann das Grundflächenelement gewellt, genoppt, gerippt, o.dgl. ausgebildet sein. Zur weiteren Optimierung der biozide Metallionen erzeugenden erfindungsgemäßen Einrichtung kann das Grundflächenelement ebenfalls aus einem biozide Metallionen erzeugenden Material bestehen.

Das Grundflächenelement kann einen Befestigungsabschnitt aufweisen, um die erfindungsgemäße Einrichtung einfach und zeitsparend an jedem beliebigen Dach anbringen zu können.

Zur Befestigung der erfindungsgemäßen Einrichtung ist es auch möglich, dass ein auf den Fadenelementen aufliegender, in Firstlängsrichtung orientierter Firstklammerstreifen vorgesehen ist. Nachdem am First eines Daches die Niederschlagwassermenge im Vergleich zu traufseitig unteren Dachabschnitten stets klein und somit die biozide Metallionen-Erzeugungsrate von der Dachtraufe zum Dachfirst hin entsprechend abnimmt, kann es zweckmäßig sein, wenn der Firstklammerstreifen mindestens eine Wasserspeicherrinne aufweist, um auch am First eine entsprechende Wasserspeicherung und somit eine vergrößerte Metallionenerzeugung zu ermöglichen.

Nachdem Vögel üblicherweise den Dachfirst als Lande- bzw. Ruheplatz benutzen und sich dort entleeren, wobei der Vogelkot nicht nur optisch einen negativen Eindruck hinterlässt, sondern auch ungewollte bzw. unerwünschte chemische Reaktionen auslösen kann, kann es vorteilhaft sein, wenn der Firstklammerstreifen mit mindestens einer eine Landung von Vögeln verhindernden Einrichtung ausgebildet ist. Diese Einrichtung kann von einer Rippe, einer Schneide, Stiften, Stacheln o.dgl. gebildet sein.

Erfindungsgemäß kann das biozide Metallionen erzeugende Material auch mit einem die Metallionenerzeugung beschleunigenden chemischen Element kombiniert sein. Bei diesem chemischen Element kann es sich z.B um Schwefel o.dgl. handeln. Eine Verstärkung der Metallionenerzeugung ist bspw. auch dadurch möglich, dass bei der erfindungsgemäßen Einrichtung Metalle zum Einsatz gelangen, die sich in der galvanischen Spannungsreihe voneinander unterscheiden, so dass sich gleichsam ein galvanisches Element mit einer sogenannten Opferanode ergibt.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Erfindung in Verbindung mit den anliegenden Zeichnungen.

Es zeigen:

1 einen Abschnitt einer Ausführungsform der Einrichtung in einer Draufsicht,

2 eine Seitenansicht der Einrichtung gemäß 1 in Blickrichtung des Pfeiles II in 1,

3 eine der 2 ähnliche Seitenansicht einer mehrlagigen Ausbildung der Einrichtung gemäß 1,

4 eine Seitenansicht noch einer anderen Ausführungsform der Einrichtung in einer den 2 und 3 ähnlichen Darstellung,

5 eine der 4 ähnliche, aber mehrlagige Ausbildung der Einrichtung,

6 in einer der 1 ähnlichen Draufsicht eine andere Ausführungsform der Einrichtung,

7 eine mehrlagige Ausführungsform der Einrichtung in Blickrichtung des Pfeiles VII in 1,

8 eine Stirnansicht einer anderen, d.h. um 180° eng zusammengefalteten Ausbildung der Einrichtung,

9 noch eine andere zusammengefaltete Ausführungsform der Einrichtung – ähnlich der Ausführungsform gemäß 8 -,

10 eine zusammengefaltete Ausbildung der Einrichtung in Kombination mit einem Grundflächenelement,

11 eine Stirnansicht einer Ausbildung der Einrichtung gemäß 8 in Kombination mit einer anderen Ausbildung des Grundflächenelementes,

12 einen Dachabschnitt mit einer an ihm festgelegten Einrichtung ähnlich der in 11 gezeichneten Einrichtung,

13 eine der 12 ähnliche abschnittweise Schnittdarstellung mit einer Einrichtung gemäß 10,

14 eine Profildarstellung eines Grat- bzw. Firstziegels mit einer erfindungsgemäßen, ebenflächigen Einrichtung und einem Firstklammerstreifen,

15 eine den 12 und 13 ähnliche abschnittweise Schnittdarstellung eines Reetdaches mit erfindungsgemäßen Einrichtungen, und

16 schematisch in einer perspektivischen Ansicht ein Gebäudedach mit diversen möglichen Einbau-Positionen für erfindungsgemäße, länglich streifen- bzw. bandförmige Einrichtungen.

1 zeigt schematisch in einer Draufsicht eine Ausbildung der Einrichtung 10 zur Erzeugung biozider, einen Bewuchs auf einem Dach abtötender und/oder verhindernder Metallionen durch Reaktion mit Niederschlagwasser oder durch Reaktion mit Feuchtigkeit. Die Einrichtung 10 weist Fadenelemente 12 auf, die aus einem durch Reaktion mit Niederschlagwasser oder Feuchtigkeit biozide Metallionen erzeugenden Material bestehen. Die Fadenelemente 12 sind zueinander parallel eng nebeneinander vorgesehen und mittels eines Streifenelementes 14 miteinander fest verbunden.

Die 2 verdeutlicht eine Ausbildung der Einrichtung 10, bei der die Fadenelemente 12 in einer Reihe 16, d.h. einlagig, vorgesehen sind. Demgegenüber verdeutlicht die 3 eine Ausbildung der Einrichtung 10, bei der die Fadenelemente 12 in einer Anzahl Reihen 16, d.h. mehrlagig, vorgesehen sind.

4 zeigt schematisch eine einlagige Ausbildung der Einrichtung 10, wobei die Fadenelemente 12 jeweils Borstenbündel 18 bilden. Die Borstenbündel 18 sind bei dieser Ausbildung der Einrichtung 10 in einer Reihe 16, d.h. einlagig, vorgesehen. Demgegenüber verdeutlicht die 5 eine Ausbildung der Einrichtung 10, bei der die Borstenbündel 18 aus Fadenelementen 12 in mehreren Reihen 16, d.h. mehrlagig, vorgesehen sind.

Bei der Einrichtung 10 gemäß 1 sind die Fadenelemente 12 geradlinig ausgebildet. Demgegenüber zeigt die 6 eine Ausführungsform der Einrichtung 10, bei der die Fadenelemente 12 gewellt bzw. gekräuselt ausgebildet sind.

Das die Fadenelemente 12 miteinander fest verbindende Streifenelement 14 ist in einem mittleren Bereich der Fadenelemente 12 vorgesehen und zu diesen senkrecht orientiert, wie die 1 und 6 verdeutlichen. Bei der Ausbildung der Einrichtung 10 gemäß 1 ist das Streifenelement 14 bspw. von einer Kleberraupe 20 gebildet. Die 6 zeigt eine Ausbildung der Einrichtung 10, bei der das Streifenelement 14 von einer Naht 22 gebildet ist.

Die 7 zeigt in einer Stirnansicht eine Ausbildung der Einrichtung 10, bei der die in mehreren Lagen vorgesehenen Fadenelemente 12 mittels eines mittigen Streifenelementes 14 miteinander fest verbunden sind, das von einer Kleberraupe 20 gebildet ist, die eine Verstärkungs-Seele 24 aufweist.

Im Vergleich zur 7, bei der die Fadenelemente 12 vom mittigen Streifenelement 14 in entgegengesetzte Richtungen ebenflächig wegstehen, verdeutlicht die 8 eine Ausbildung der Einrichtung 10, bei der die Fadenelemente 12 um das mittige Streifenelement 14 herum um 180° eng zusammengefaltet sind. Auf der einen, d.h. auf der einem Dach zugewandten, linken Seite sind die Fadenelemente 12 alle gleich lang. Das ist durch den Doppelpfeil L angedeutet. Auf der gegenüberliegenden anderen, d.h. vom Dach abgewandten Seite des Streifenelementes 14 sind die Fadenelemente 12 unterschiedlich lang, wobei die Länge L1 der Fadenelemente 12 der innersten Reihe größer ist als die Länge L4 der Fadenelemente 12 der äußersten Reihe. Diese unterschiedlichen Fadenlängen sind in 8 durch die Pfeile L1, L2, L3 und L4 verdeutlicht, wobei L1 > L2 > L3 > L4 ist.

9 zeigt schematisch eine Ausführungsform der Einrichtung 10, bei der die mehrlagigen Fadenelemente 12 zwischen zwei das Streifenelement 14 bildenden Streifen 26 festgelegt sind. Die Fadenelemente 12 sind auf der rechten Seite – ähnlich wie bei der Ausbildung gemäß 8 – unterschiedlich lang dimensioniert.

Die 10 verdeutlicht schematisch eine Ausbildung der Einrichtung 10 mit eng zusammengefalteten Fadenelementen 12, wobei die Einrichtung 10 mit einem Grundflächenelement 28 kombiniert ist, das von einem die Einrichtung 10 von einer Dachoberfläche definiert beabstandeten Abstandselement 30 gebildet ist. Das Abstandselement 30 ist gewellt, genoppt, gerippt o.dgl. ausgebildet, so dass die unter der Einrichtung 10 befindliche Dachoberfläche vor stehendem Wasser geschützt wird, d.h. trocken bleibt. Das kann bei Anwendung der erfindungsgemäßen Einrichtung 10 auf einem Reetdach zweckmäßig sein.

11 zeigt in einer der 10 ähnlichen Stirnansicht eine Ausbildung der Einrichtung 10 in Kombination mit einem Grundflächenelement 28, das einen Befestigungsabschnitt 32 aufweist. Die 12 verdeutlicht in einer Schnittdarstellung beispielhaft einen Abschnitt eines Daches 34 mit Ton-Falzziegeln 36, zwischen welchen eine bandförmige Einrichtung 10 gemäß 11 mit ihrem Befestigungsabschnitt 32 eingeklemmt und somit festgelegt ist. Demgegenüber verdeutlicht die 13 in einer der 12 ähnlichen abschnittweisen Schnittdarstellung ein mit Beton-Dachsteinen 36 eingedecktes Dach 34, wobei eine bandförmige Einrichtung 10, wie sie in 10 schematisch gezeichnet ist, zwischen den Ziegeln 36 eingeklemmt und festgelegt ist.

14 verdeutlicht im Profil einen Grat- bzw. Firstziegel 38 mit einem an dessen Scheitel angeordneten, in Firstrichtung verlaufenden Firstklammerstreifen 40, und einer zwischen diesem und dem Ziegel 38 eingeklemmten erfindungsgemäßen Einrichtung 10 – ähnlich der in den 1 oder 6 schematisch dargestellten Einrichtung 10. Der Firstklammerstreifen 40 ist mit Wasserspeicherrinnen 42 ausgebildet. Außerdem ist der Firstklammerstreifen 40 mit Einrichtungen 44 ausgebildet, durch die ein Landen von Vögeln und somit eine Verschmutzung durch Vogelkot verhindert wird.

Mit der Bezugsziffer 46 ist eine federnd nachgiebige Spannklammer bezeichnet, mittels welcher der Firstklammerstreifen 40 am Ziegel 38 zuverlässig festgelegt wird.

15 verdeutlicht abschnittweise in einer Schnittdarstellung ein Reetdach 34 mit bahn- bzw. bandförmigen Einrichtungen 10, wobei die voneinander in Höhenrichtung des Daches 34 voneinander beabstandeten Einrichtungen 10 mit Hilfe von Verbindungsdrähten 48 an Dachlatten 50 des Daches 34 befestigt, d.h. festgeschraubt, sind.

16 zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein Dach 34 mit diversen Einbau-Positionen erfindungsgemäßer bahnförmiger Einrichtungen 10.

10
Einrichtung
12
Fadenelemente (von 10)
14
Streifenelement (von 10 für 12)
16
Reihe (von 12)
18
Borstenbündel (von 12)
20
Kleberraupe (von 14)
22
Naht (von 14)
24
Verstärkungs-Seele (in 20)
26
Streifen (von 14)
28
Deckflächenelement (von 10)
30
Abstandselement (von 28)
32
Befestigungsabschnitt (von 28)
34
Dach
36
Dachziegel (von 34)
38
Grat- bzw. Firstziegel (von 34)
40
Firstklammerstreifen (an 38)
42
Wasserspeicherrinnen (von 40)
44
Vogel-Abwehreinrichtung (von 40)
46
Spannklammern (an 38 für 10 und 40)
48
Verbindungsdrähte (für 10)
50
Dachlatten (von 34)


Anspruch[de]
Einrichtung zur Erzeugung biozider, einen Bewuchs auf einem Dach abtötender und/oder verhindernder Metallionen durch Reaktion mit Niederschlagwasser oder mit Feuchtigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass Fadenelemente (12) aus einem biozide Metallionen erzeugenden Material zueinander parallel, eng nebeneinander vorgesehen und miteinander mittels eines Streifenelementes (14) fest verbunden sind. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenelemente (12) in mindestens einer Reihe (16) zueinander parallel und eng nebeneinander vorgesehen sind. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenelemente (12) in einer Anzahl Reihen (16) übereinander zueinander parallel und eng nebeneinander vorgesehen sind. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenelemente (12) Borstenbündel (18) bilden, die zueinander parallel und eng nebeneinander vorgesehen sind. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Borstenbündel (18) in mindestens einer Reihe (16) zueinander parallel und eng nebeneinander vorgesehen sind. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Borstenbündel (18) in einer Anzahl Reihen (16) übereinander zueinander parallel und eng nebeneinander vorgesehen sind. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenelemente (12) geradlinig ausgebildet sind. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenelemente (12) gewellt und/oder gekräuselt ausgebildet sind. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das die Fadenelemente (12) fest verbindende Streifenelement (14) in einem mittleren Bereich der Fadenelemente (12) vorgesehen ist und zu diesen senkrecht orientiert verläuft. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenelemente (12) vom Streifenelement (14) in entgegengesetzte Richtungen wegstehen oder am Streifenelement (14) um 180° eng zusammengefaltet sind. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Streifenelement (14) von mindestens einer Kleberraupe (20) gebildet ist. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die/jede Kleberraupe (20) mit einer Verstärkungs-Seele (24) versehen ist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Streifenelement (14) von mindestens einer Naht (22) gebildet ist. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die/jede Naht (22) aus einem biozide Metallionen erzeugenden Nahtmaterial besteht. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Streifenelement (14) mindestens einen Streifen (26) aufweist. Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Streifenelement (14) zwei Streifen (26) aufweist, zwischen welchen die Fadenelemente (12) festgelegt sind. Einrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Streifen (26) eben ausgebildet oder entlang seiner Längsmittelachse um 180° eng zusammengefaltet ist. Einrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass der/jeder Streifen (26) aus biozide Metallionen erzeugendem Material besteht. Einrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der/jeder Streifen (26) zur Oberflächenvergrößerung eng z-förmig gefaltet und/oder genoppt ausgebildet ist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenelemente (12) auf beiden Seiten des Streifenelementes (14) gleich lang sind. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenelemente (12) auf der einen Seite des Streifenelementes (14) gleich lang sind, und dass die Fadenelemente (12) auf der gegenüberliegenden anderen Seite des Streifenelementes (14) in den übereinander vorgesehenen Reihen (16) unterschiedlich lang sind, wobei die Länge der Fadenelemente (12) der innersten Reihe (16) größer ist als die Länge der Fadenelemente (12) der äußersten Reihe (16). Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass dachseitig ein mit der Einrichtung (10) verbundenes Grundflächenelement (28) vorgesehen ist. Einrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundflächenelement (28) ein die Einrichtung (10) von der Dachfläche definiert beabstandendes Abstandselement (30) bildet. Einrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundflächenelement (28) gewellt und/oder genoppt ausgebildet ist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundflächenelement (28) aus einem biozide Metallionen erzeugenden Material besteht. Einrichtung nach einem der Ansprüche 22 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundflächenelement (28) einen Befestigungsabschnitt (32) aufweist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass ein auf den Fadenelementen (12) aufliegender Firstklammerstreifen (40) vorgesehen ist. Einrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass der Firstklammerstreifen (40) mindestens eine Wasserspeicherrinne(42) aufweist. Einrichtung nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, dass der Firstklammerstreifen (40) mit mindestens einer ein Landen von Vögeln verhindernden Einrichtung (44) ausgebildet ist. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das biozide Metallionen erzeugende Material mit einem die Metallionenerzeugung beschleunigenden chemischen Element kombiniert ist.






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