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Dokumentenidentifikation DE69434867T2 16.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001130397
Titel Gerät zur Bestimmung eines Analyten in einer Probe
Anmelder Thermo Electron Oy, Vantaa, FI
Erfinder Tuunanen, Jukka, 00630 Helsinki, FI
Vertreter Patentanwälte Walter Eggers Lindner, 81241 München
DE-Aktenzeichen 69434867
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 01.02.1994
EP-Aktenzeichen 011072535
EP-Offenlegungsdatum 05.09.2001
EP date of grant 11.10.2006
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 04.04.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.05.2007
IPC-Hauptklasse G01N 33/543(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B01L 3/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B03C 1/01(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die Erfindung betrifft Equipment zur Verwendung bei einem Bestimmungs- oder Determinierungsverfahren. Die Erfindung ist insbesondere anwendbar auf automatische Immunodeterminierungssysteme.

TECHNISCHER HINTERGRUND

Festphasen-Immunodeterminierung wird üblicherweise in einem Behälter durchgeführt, so dass dem Analyten, der zu bestimmen und möglicherweise in der Probe enthalten ist, zuerst gestattet wird, mit einem Separierungsreagens zu reagieren, das in einer festen Phase gebunden ist, woraufhin die anderen Schritte, die bei der Determinierung erforderlich sind, in demselben Behälter ausgeführt werden. Die beschwerliche Sache ist hier, dass viel Dosieren und Entfernen von Flüssigkeiten durchgeführt werden muss. Wenn einige verschiedene Bestimmungen durchgeführt werden, wird auch ein großer Bestand an verschiedenen Reagentien benötigt.

Es ist auch ein System bekannt, wobei die Lösung, die bei jedem Determinierungsschritt zu verwenden ist, vorher in ihren eigenen Behälter eingebracht wird. Die feste Phase ist durch die Innenseitenoberfläche einer Wegwerfpipettendüse gebildet. Bei jedem Schritt wird die Pipettendüse in den jeweiligen Behälter gebracht, wird die Lösung in die Düse gezogen und wird es einer Reaktion gestattet, stattzufinden, worauf hin die Düse geleert und in den nächsten Behälter bewegt wird. Während des Schrittes wird die Lösung in der Düse zurück und vorwärts bewegt. Das Equipment hat einige Saugzylinder mit Pumpen, so dass einige Determinierungen parallel ausgeführt werden können. Es sind keine genauen Dosiervorrichtungen bei diesem Equipment erforderlich. Auch sind keine Reagenzbehälter bei dem Equipment erforderlich. Jedoch ist der Nachteil, dass dadurch Dampfphasenproben in Verbindung mit den Zylindern des Equipments sind, die jedoch nicht automatisch gewaschen werden können. Dies kann ein Risiko von Kontaminierung verursachen. Flüssigkeit wird auch in der Pipettendüse bleiben und wird sich weiter zu dem nachfolgenden Schritt bewegen. Zusätzlich verschleißen Kolbenpumpen leicht und unberechenbar, aus welchem Grund ihr Zustand oft geprüft werden muss. Ein anderes Problem ist die Dichtung der Pipettendüse zu dem Saugzylinder. Alles in allem können bei dieser Vorrichtung viele Unannehmlichkeiten auftreten. Daneben ist nur ein beschränkter Festphasenoberflächenbereich an der Innenoberfläche der Pipettendüse verfügbar.

BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Eine Einrichtung zur Bestimmung, wie sie im Anspruch 1 definiert ist, wurde nun erfunden. Vorteilhafte Anwendungen derselben sind in den anderen Ansprüchen angegeben.

Wie es hierin verwendet wird, bedeutet ein Separierungsreagens eine solche Substanz, die mit dem Analyten reagiert, der zu bestimmen ist, und ihn in einer festen Phase bindet. Bei Immunodeterminierungen ist das Separierungsreagens üblicherweise ein Antigen oder ein Antikörper. Ein Medium bedeutet hier allgemein eine Lösung, wie eine Reaktionslösung oder ein Waschfluid, die/das in irgendeinem Bestimmungsschritt zu verwenden ist.

Die Außenoberfläche von festen magnetischen Teilchen separat von dem Reaktionsbehälter wird als die feste Phase bei dem Verfahren verwendet, und die Bestimmungsschritte werden in zwei oder einigen Behältern ausgeführt. Die Teilchen werden von einem Behälter zu einem anderen unter Verwendung eines speziellen Entferners bewegt. Die Teilchen werden in dem Behälter, der die Probe enthält, gehalten, und es wird einer Separierungsreaktion gestattet, stattzufinden. Dann werden jegliche anderen erforderlichen Schritte in anderen Behältern ausgeführt, und schließlich werden die Teilchen zu dem Messbehälter transportiert. Medien, die für die Determinierung benötigt werden, werden vorher in die Behälter dosiert.

Der Entferner enthält vorzugsweise einen Magneten, der in Relation zu dem Entferner bewegt werden kann.

Die Behälter sind vorzugsweise als eine Einheit ausgebildet. Grundsätzlich können jedoch einige Schritte, insbesondere das Messen des gebildeten Reaktionsproduktes, außerhalb der Behältereinheit ausgeführt werden, wenn es erwünscht ist. Ein außenliegender Messbehälter könnte insbesondere verwendet werden, wenn der Komplex direkt aus der festen Phase zum Beispiel fluorometrisch oder radiometrisch detektiert wird.

Entsprechend können einige Schritte, z. B. Waschungen, in demselben Behälter ausgeführt werden. Ein Medium kann auch in irgend einen Behälter dosiert oder daraus entfernt werden. Separate Dosierungen könnten möglicherweise bei jenen Schritten verwendet werden, wo ein exaktes Dosieren nicht erforderlich ist und wo zum Beispiel das selbe Medium bei einigen verschiedenen Bestimmungen verwendet wird. Insbesondere könnten Waschungen solche Schritte sein. Jedoch sind normalerweise solche Behältereinheiten vorteilhafter, wo alle verschiedenen Medien in verschiedenen Behältern bereit sind.

Zumindest Waschungen werden üblicherweise in Zwischenbestimmungsschritten ausgeführt. Zusätzlich wird der resultierende Reaktionskomplex üblicherweise in einem Zwischenschritt mit einem Tracer verbunden, der dann bei dem Messschritt detektiert wird. Der Tracer kann entweder direkt detektierbar sein oder es kann ein Tracer sein, der eine detektierbare Komponente von einem speziellen Substrat freigibt. Die Detektion findet üblicherweise fluorometrisch, luminometrisch, absorbtiometrisch oder radiometrisch statt.

Es gibt bei dem Verfahren kein Risiko einer Kontaminierung, weil die Probe nicht aus den Plattenbehältern in die Einrichtung gezogen wird. Zusätzlich kann das Verfahren unter Verwendung einer einfachen und sehr zuverlässig arbeitenden automatischen Einrichtung ausgeführt werden. Die Erfindung ist zum Beispiel für Immunologie, DNA-Hybridisierung oder Hormonbestimmungen geeignet.

Die Entferneroberfläche ist vorzugsweise so, dass Flüssigkeit so vollständig wie möglich ablaufen wird. Vorzugsweise gibt es auch eine Spitze am Bodenende. Der Boden des Reaktionsbehälters ist vorzugsweise mit derselben Form wie der Entferner gestaltet, wodurch so wenig Medium wie möglich benötigt wird.

Ein sehr großer Festphasenoberflächenbereich wird durch Verwendung von Festphasenteilchen erhalten, die von dem Entferner getrennt sind. Die vorteilhaftesten sind sogenannte Mikropartikel. Magnetische Partikel werden veranlasst, mit der Hilfe eines Magneten leicht an dem Entferner anzuhaften.

Um eine Massenübertragung und somit auch die erforderliche Reaktionszeit zu beschleunigen, wird das Medium vorzugsweise während der Reaktion agitiert. Dies wird vorzugsweise durch Bewegen des Entferners erledigt. Es ist insbesondere vorteilhaft, den Entferner in einer Vertikalrichtung zu bewegen, wodurch das Medium durch einen Spalt zwischen dem Behälter und dem Entferner strömen muss, womit sehr wirksam vermischt wird. Um das Vermischen noch effektiver zu machen, wird der Entferner so weit gemacht, dass ein Spalt einer geeigneten Enge zwischen dem Behälter und dem Entferner gebildet wird. Eine Agitation kann auch durch eine geeignete Entferner- und Behältergestaltung gefördert werden.

Die Behältereinheit bildet eine Platte zur Verwendung bei einer Determinierung. Der Entferner kann in einige Behälter in der Platte gepackt werden. Die Behälter zur Verwendung bei verschiedenen Schritten können auch von verschiedenen Größen sein.

Die Behälter sind vorzugsweise mit einem Film verschlossen, der während des Ausführens des Verfahrens durchstochen wird. Der Film kann durch Verwenden des Entferners durchstochen werden, jedoch kann auch eine separate Durchstechspitze verwendet werden. Die Spitze kann Schneideklingen haben, die Streifen bilden, die in einer kontrollierten Weise aufreißen. Die Durchstechspitze kann an demselben Aktuator wie der Entferner in der Einrichtung angebracht sein. Der obere Rand des Behälters hat eine Erweiterung, gegen welche die Streifen des durchstochenen Films anliegen können. Geschlossene Behälter können eine inerte Dampfphase enthalten, um die Haltbarkeit zu verbessern.

Die Einrichtung kann auch ein Sicherungssystem haben, das sicherstellt, dass, bevor der Schritt gestartet wird, der Behälter ein Medium enthält. Der Entferner kann in geeigneter Weise als der Indikator eines solchen Systems basierend auf elektrischer Leitfähigkeitsmessung arbeiten.

Falls es erwünscht ist, kann in jenen Reaktionsbehälter, insbesondere in welchen die Probe gebracht wird, irgend eine geeignete Substanz an der Behälterwand oder an einer separaten festen Phase, die im Behälter bleibt, anhaften, welche Substanz derartige Substanzen aus der Probe oder aus dem gebildeten Komplex bindet, die spätere Bestimmungsschritte stören können.

Die Plattenbehälter sind vorzugsweise in einer einzigen geraden Reihe, wodurch der Entferner nur längs eines geraden Weges in der Horizontalebene in Relation zu der Platte bewegt werden muss. Die Behälter für die verschiedenen Schritte können in jeglicher Anordnung in Relation zueinander angeordnet sein. Die Behälter sind vorzugsweise permanent aneinander befestigt. Die Platte kann aus irgend einem geeigneten Material, vorzugsweise Kunststoff, hergestellt sein.

Die Platte ist vorzugsweise mit Rasten versehen und die Eirichtung ist mit ihren Gegenstücken versehen, so dass die Platte nicht durch einen Fehler in einer falschen Position angeordnet werden kann.

Einige Anwendungen der Erfindung werden nachfolgend beispielsweise beschrieben. In den Zeichnungen der Beschreibung

1 zeigt einen Magnetteilchenentferner,

2a und 2b zeigen Magnetteilchen- und andere Entferner,

3 zeigt einen Satz von Equipment, das bei einer Implementierung verwendbar ist,

4 zeigt einen anderen Satz von Equipment mit größerer Kapazität,

5 zeigt einen dritten Magnetteilchenentferner, der in einem Reaktionsbehälter angeordnet ist, und

6 zeigt eine Draufsicht des Entferners von 5.

Gemäß der 1 wird eine Immunodeterminierung durch Verwenden einer Platte 1 ausgeführt, die aus Schächten 2, die in einer geraden Linie angeordnet sind, und einem Entferner 3 besteht, der mit einer zylindrischen Hülle 4 versehen ist. An seinem Bodenende hat der Entferner eine scharfe Spitze 5 und das Bodenende ist als ein Konus 6 geformt. An seinem oberen Ende hat der Entferner einen Griff 7, der für Roboter vorteilhaft ist und an welchem der Entferner zur exakten Kontrolle seiner horizontalen und vertikalen Positionen gegriffen werden kann. Der Schacht enthält auch magnetische Teilchen 8, die mit einem Separierungsreagens beschichtet sind, das reagiert, um einen Komplex mit dem Analyten zu bilden, der zu bestimmen ist. Der Entferner hat eine Bohrung 9, die einen beweglichen Stift 11 enthält, der mit einem Magneten 10 versehen ist.

Der Magnet 10 in der 1 hat zwei Magneten, die einer über dem anderen sind, so dass identische Pole entgegengesetzt zueinander (SN-NS) sind. Auf diese Weise wird eine leistungsstarke Änderung des magnetischen Feldes an der Verbindung der Magneten und auch eine vorteilhafte Situation zum Anziehen der Teilchen zu diesem Punkt an der Oberfläche des Entferners 13 erzeugt. Entsprechend wird das Außenfeld des Magnetpaares in der Vertikalrichtung schwächer, wodurch sich Teilchen leichter nur am Ort der Magnete ansammeln werden. Einige Magnete können in ähnlicher Weise hintereinander angeordnet werden. Dies ist vorteilhaft, wenn eine schmale Struktur erwünscht ist.

Die Probe, die zu untersuchen ist, wird zuerst in den ersten Schacht 2 in der Platte 1 gebracht, der, wenn es erforderlich ist, einen geeigneten Verdünner enthält, woraufhin magnetische Teilchen 8, die mit dem gewünschten Separierungsreagens beschichtet sind, und ein Entferner 3 dahin hinein gebracht werden. In diesem Stadium ist der Stift 11 in der oberen Position, so dass sich die Teilchen in dem Schacht frei bewegen. Dem Analyten, der möglicherweise in der Probe enthalten ist, wird es nun gestattet, mit dem Separierungsreagens zu reagieren, um einen Immunokomplex zu bilden. Während der Reaktion wird der Entferner in dem Schacht bewegt, um das Mischen zu fördern. Nach der Inkubation wird der Magnet in die untere Position bewegt, wodurch sich die Teilchen an der Entferneroberfläche sammeln und sie zu dem zweiten Schacht bewegt werden können. In dem zweiten Schacht können die Teilchen wieder gelöst werden, um zum Beispiel ein Waschen oder einen Tracer-Reaktion auszuführen, und können sie dann wieder gesammelt und dann vorwärts bewegt werden. Schließlich wird die Messung, die für die Bestimmung erforderlich ist, in dem letzten Schacht ausgeführt.

Während Reaktionen und Waschungen wird der Entferner 3 im Schacht 2 zurück und vorwärts bewegt, wodurch das Medium effektiv vermischt wird. Die Platte 1 kann aus irgend einem geeigneten Kunststoffmaterial bestehen.

Während der Bestimmung sind keine Flüssigkeitsübertragungen erforderlich, wodurch ein sicheres, einfaches und zuverlässig arbeitendes System ausgebildet werden kann.

Der Durchmesser der Abdeckung 4 ist so gewählt, um zu dem Durchmesser des Schachtes 2 zu passen, so dass eine effiziente Strömung um die Abdeckung erzielt wird, wenn die Abdeckung angehoben oder abgesenkt wird. Wenn Teilchen separiert werden, werden mit der Abdeckung in dem Schacht vorzugsweise einige Bewegungen zurück und vorwärts ausgeführt (zum Beispiel ungefähr 20 mal in 10 Sekunden). Schwach anhaftende Teilchen werden dann abfallen, aber sie werden danach möglicherweise besser anhaften.

Die 2a und 2b zeigen eine Implementierung des Verfahrens durch Verwenden eines Entferners einer anderen Gestaltung.

Der erste Schacht 2 in der Platte 1 enthält magnetische Mikroteilchen 8, die mit einem Separierungsreagenz für den Analyten, der zu bestimmen ist, beschichtet sind, und erforderlichenfalls einen Verdünner.

Der Entferner 3.1 hat von der Oberseite eine Bohrung 9, die einen Stift 11 aufnehmen kann, der an seinem unteren Ende einen Magneten 10 hat. An seinem unteren Ende hat der Entferner eine tropfenähnliche Erweiterung 12, und seine Spitze hat eine spitze Zacke. Zusätzlich ist eine ringartige Ausnehmung 13 in der Erweiterungsoberfläche nahe ihrem unteren Ende vorgesehen.

Die Probe wird in den ersten Schacht 2 gebracht, woraufhin der Entferner 3.1 mit dem Stift 11 in der oberen Position hineingeschoben wird. Wenn der Entferner bewegt wird, werden das Medium und die Teilchen 8 wirksam vermischt, um eine Suspension zu bilden. Nach Abschluss der Inkubation wird der Stift nach unten geschoben, wodurch sich die Teilchen an der Oberfläche der Erweiterung 12 durch den Magneten 10 angezogen sammeln werden und eine dichte Masse in der Ausnehmung 13 bilden (siehe 2b). Der Entferner wird nun zum nächsten Schacht bewegt und der Stift wird nach oben gezogen, wodurch sich die Teilchen wieder mit dem Medium vermischen werden. Die Teilchen werden mitgenommen zu dem zweiten Schacht, der ein erstes Waschfluid enthält, zu dem dritten Schacht, der ein zweites Waschfluid enthält, und zu dem vierten Schacht, der ein Enzymkonjugat enthält, das an dem Immunokomplex anhaftet. Nach der Tracer-Inkubation wird der Entferner durch drei weitere Reaktions- und Waschschächte zur Messung in dem letzten Schacht mitgenommen, der ein Enzymsubstrat enthält, von welchem das Enzym eine fluorometrisch detektierbare Komponente entfernt. Nach der Substratreaktion wird der Entferner beiseite bewegt und wird eine fluorometrische Messung in einer solchen Weise ausgeführt, dass sowohl die Anregungsstrahlung als auch Emissionsstrahlung durch die Schachtmündung geleitet werden.

Licht braucht bei der Bestimmung nicht durch die Schachtwand geleitet werden. Aus diesem Grund können ein möglichst billiges Material und eine möglichst einfache Herstellungstechnologie verwendet werden. Um Hintergrundstrahlung zu verringern ist das Material vorzugsweise lichtundurchlässig.

Luminometrische Bestimmungen können in einer ähnlichen Weise ausgeführt werden.

Wenn das Reaktionsergebnis absortiometrisch gemessen wird, muss der Messbehälter transparent sein oder muss die Strahlung durch eine spezielle Anordnung (zum Beispiel einen reflektierenden Boden) von dem Messbehälter zum Detektor erhalten werden.

Die 3 zeigt einen Equipmentsatz, bei dem zehn Bestimmungen gleichzeitig ausgeführt werden können. Bestimmungsplatten 1 sind in einer Kassette 14 angeordnet. Am Ende des letzten Schachtes in jeder Platte gibt es einen Code 15, der das Equipment über die in Rede stehende Bestimmung informiert. Zusätzlich kann der Code verwendet werden, um andere Daten, insbesondere die Alterungszeit, anzugeben.

Die Kassette 14 wird in das Equipment in der Längsrichtung der Platten mit dem Code-Ende voraus durch eine Öffnung 16 geschoben, woraufhin die Kassette automatisch bewegt werden wird. In der Plattenquerrichtung hat das Equipment einen beweglichen Detektorkopf 17, der mit einer Identifizierungsvorrichtung zum Lesen des Codes und einer Messvorrichtung zum Festlegen des Reaktionsergebnisses versehen ist. Entferner und Durchstecheinheiten für die Schachtabschlussfilme, wenn solche verwendet werden, und Magnetstiftbewegungseinheiten, wenn solche verwendet werden, sind alle am Arm 20 angeordnet. Das Equipment hat auch einen thermostatischen Heizer, um die Platten auf der gewünschten Temperatur zu halten.

Ein Entferner für jede Probenplatte ist am Arm 20 angebracht. Proben werden in den ersten Schacht in den Platten 1 in der Kassette 14 dosiert und die Kassette wird hineingeschoben. Sie bewegt sich zu ihrer äußersten Position, wo die Identifiziereinrichtung 18 den Code 15 liest, wodurch die Steuereinheit die Informationen erhält, die zum Ausführen der Bestimmung benötigt werden. Die Entferner werden in die ersten Schächte abgesenkt. Nach der Inkubation werden die Entferner nach oben angehoben, wird die Platte einen Schritt vorwärts bewegt und wird der zweite Schritt ausgeführt. Der Prozess geht auf diese Weise von einem Schacht zum nächsten und schließlich wird die Messung in dem letzten Schacht ausgeführt. Das Bestimmungsergebnis für jede Platte wird an einer Anzeige 21 gezeigt.

Alle Bestimmungen können verschieden sein, vorausgesetzt, dass sie in der Anzahl von Schächten ausgeführt werden können, die in der Platte verfügbar sind. Es mögen nicht alle Schächte bei allen Bestimmungen benötigt werden, in welchem Fall sie keinerlei Medium enthalten.

Es kann natürlich auch ein solches Equipment kann verwendet werden, bei dem sowohl der Detektorkopf als auch die Entferner an demselben Arm angebracht sind.

Die 4 zeigt einen modularen Equipmentsatz, wo sechs Kassetten gleichzeitig gehandhabt werden können.

Bei Platten 1, die bei diesem Equipment verwendet werden, ist der Code 15 an dem Ende des ersten Schachtes angeordnet. Die Kassetten 14 werden im Inkubator 22 vorgeheizt und sie werden durch die Zufuhröffnung 16 mit ihrem Code-Ende voraus in das Equipment geschoben. Die Entferner, die für jede Kassette benötigt werden, sind an Armen 20 an den Stellen für die entsprechenden Platten angeordnet.

Das Equipment hat einen gemeinsamen Detektorkopf 17, der in einer Querrichtung bewegt werden kann und der eine Identifiziervorrichtung 18 und eine Messvorrichtung 19 hat. Die Identifiziervorrichtung liest den Code 15 in jeder Platte, und die Kassette bewegt sich dann einwärts zu ihrer äußersten Position, wo eine Probe und möglicherweise auch ein Verdünner in den ersten Schacht dosiert werden. Eine gestrichelte Linie 23 zeigt den Weg der Bewegung der Dosiervorrichtung. Die Kassette wird dann auswärts bewegt, so dass der erste Schacht unter dem Entfernerarm 20 liegt, und der erste Schritt wird ausgeführt. Die Kassette wird dann Schritt um Schritt einwärts bewegt, bis der letzte Schacht in der Messvorrichtung liegt.

Die 4 zeigt eine schematische Ansicht der Leistungsversorgungseinheit 24, der Steuereinheit 25, der Probendosierpumpe 25, der Belüftungs- und Verdünnereinheit 26 und des Spitzenwaschschachtes 27 in dem Equipment.

Die Platte 1 in der 5 ist durch einen Film 28 abgeschlossen, der durch Verwenden des Entferners 3.2 durchstochen wird. An der Mündung der Schächte 2 gibt es einen vergrößerten Teil 29, gegen welchen der durchstochene Film anliegen wird. In der oberen Oberfläche der Platte gibt es einen Spalt 30 zwischen den Schächten. Er deckt jegliche Leckagepunkte auf, die zwischen den Schächten existieren können, und er hindert auch Flüssigkeiten daran, sich durch solche Leckagepunkte von einem Schacht zu einem anderen zu bewegen.

Die Bohrung im Entferner 3.2 enthält einen beweglichen Stift 11 mit einem Magneten 10 an seinem unteren Ende.

Der Entferner 3.2 hat eine Erweiterung 12.2 an seinem unteren Ende. Sein unterer Teil ist konisch mit einer scharfen Spitze 5. Auf diese Weise kann die Erweiterung zum Durchstechen des Filmes 28 verwendet werden, so dass magnetische Teilchen 8 in der Stulpe oberhalb der Erweiterung geschützt sind. Die Erweiterung fungiert auch als ein effizienter Agitationskolben. Der Boden der Schächte 2 ist konisch geformt, um zu der Erweiterung zu passen.

Ein Rand 31 in der Erweiterung 12.2 ist scharfkantig gestaltet, um ein Anhaften eines Tropfens zu minimieren. Entsprechend ist ein unterer Rand 32 des vergrößerten Teils des Schachtes 2 geeignet nach oben auswärts auf geweitet, um jeglichen verbleibenden Tropfen vom Entferner 3.2 zu entfernen, wenn dieser aus dem Schacht entfernt wird. Das obere Ende des Entferners 3.2 ist mit einer konischen Mündungserweiterung 33 versehen, die es leichter macht, die Stulpe in dem Schacht 2 zu zentrieren. Ein Stopfen 34 zum Verschließen der Schachtmündung ist über der Mündungserweiterung angeordnet.

Die Oberfläche des Entferners 3.2 über der Erweiterung 12.2 ist mit vertikalen Rippen 35 versehen. Magnetische Teilchen 8 liegen in Nuten 36 zwischen diesen Rippen und sind somit während der Übertragung geschützt. Die Nutböden sind geeignet flach geformt, um ein Abgeben in die Flüssigkeit zu erleichtern. Die Schutzrippen können auch gewindeartig sein, zum Beispiel ein Gewindegang mit zwei Enden.


Anspruch[de]
Einrichtung zur Bestimmung eines Analytes von einer Probe, die ihn möglicherweise enthält, indem es der Probe gestattet wird, in einem Medium, das in einem Behälter enthalten ist, mit einem für den Analyten separierenden Reagens zu reagieren, das an eine feste Phase gebunden ist, die separat vom Behälter ist, um einen Analyt-Separierungsreagens-Komplex zu bilden, und indem, möglicherweise nach jeglichen erforderlichen Zwischenschritten, jeglicher gebildete Komplex nachgewiesen wird,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Einrichtung enthält

– einen Reaktionsbehälter (2) zum anordnen in der Einrichtung und magnetische Partikel (8) für den Reaktionsbehälter, an dessen Außenfläche das Separierungsreagens in einer festen Phase angelagert ist,

– einen Messbehälter und eine Messvorrichtung, um jeglichen gebildeten Komplex zu detektieren,

– einen oder mehrere Behälter für jegliche Zwischenschritte, die in einem Medium durchzuführen sind, wodurch es an der Mündung jedes Behälters einen erweiterten Teil (29) gibt, wodurch der untere Rand (32) des erweiterten Teils des Behälters aufwärts ausgestellt ist, und

– einen Entnehmer (3) und seinen Aktuator, um Partikel von dem Behälter zu entnehmen und sie zu einem anderen Behälter zu transportieren, wobei ein Magnet (10) mit dem Entnehmer verbunden ist, um die Partikel nach der Reaktion zu veranlassen, an dem Entnehmer anzuhaften, wodurch wenigstens ein Behälter ein Medium zur Verwendung bei einem Bestimmungsschritt enthält, der darin durchzuführen ist.
Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Entnehmer magnetische Greifmittel (11) enthält, die innerhalb des Entnehmers vertikal beweglich sind. Einrichtung nach Anspruch Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche des Entnehmers einen profilierten Bereich (36/13) aufweist, um die Partikel zu veranlassen, an dem Entnehmer als eine dichte Masse anzuhaften Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet dass die Entnehmeroberfläche zur Förderung des Strömens der Flüssigkeit überall im wesentlichen abwärts geneigt ist und dass sie an ihrem untersten Punkt mit einer spitzen Verdickung (5) versehen ist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet dass sie mit einem Agitator zum Agitieren des Mediums im Behälter versehen ist. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Entnehmer (3.1/3.2) als Agitator fungiert. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Reaktionsbehälter und zumindest ein weiterer Behälter, der für die Bestimmung erforerlich ist, vorzugsweise alle für die Bestimmung erforderlichen Behälter, zu einer Behältereinheit (1) zusammengefasst sind. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter (2) alle die Medien enthalten, die für die Bestimmung benötigt werden. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Behälter, und vorzugsweise alle Behälter, durch eine Folie (28) verschlossen sind, die durchstochen werden kann. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest irgendein verschlossener Behälter eine inerte Dampfphase enthält.






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