PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69706644T3 16.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0000861065
Titel Zusammensetzung zum oxidativen Färben von Keratinfasern, die ein nichtionisches amphiphiles Polymer enthält
Anmelder L'Oreal, Paris, FR
Erfinder DE LA METTRIE, Roland, F-78110 Le Vesinet, FR;
BOUDY, Françoise, F-75012 Paris, FR
Vertreter BEETZ & PARTNER Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69706644
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 10.07.1997
EP-Aktenzeichen 979328853
WO-Anmeldetag 10.07.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/FR97/01262
WO-Veröffentlichungsnummer 1998003150
WO-Veröffentlichungsdatum 29.01.1998
EP-Offenlegungsdatum 02.09.1998
EP date of grant 12.09.2001
EPO date of publication of amended patent 08.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.05.2007
IPC-Hauptklasse A61Q 5/10(2006.01)A, F, I, 20061010, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Zusammensetzungen zum oxidativen Färben von Keratinfasern und insbesondere menschlichen Keratinfasern, wie Haaren, die mindestens ein Farbstoffvorprodukt eines Oxidationsfarbstoffes, gegebenenfalls einen oder mehrere Kuppler und mindestens ein spezielles, amphiphiles nichtionisches Polymer enthalten, das mindestens eine Fettkette und mindestens eine hydrophile Gruppe aufweist.

Es ist bekannt, Keratinfasern und insbesondere menschliches Haar mit Farbmittelzusammensetzungen zu färben, die Farbstoffvorprodukte von Oxidationsfarbstoffen enthalten, die im allgemeinen als "Oxidationsbasen" bezeichnet werden, insbesondere o- oder p-Phenylendiamine, o- oder p-Aminophenole und heterocyclische Basen.

Die Farbstoffvorprodukte von Oxidationsfarbstoffen sind ursprünglich farblose oder schwach gefärbte Verbindungen, die das Haar in Gegenwart eines Oxidationsmittels zu färben vermögen, indem sie farbige Verbindungen bilden. Die Bildung von farbigen Verbindungen ergibt sich entweder durch die oxidative Kondensation der "Oxidationsbasen" untereinander oder durch die oxidative Kondensation von "Oxidationsbasen" mit Farbnuancierungsmitteln oder "Kupplern"; diese liegen im allgemeinen in Farbmittelzusammensetzungen vor, die zum oxidativen Färben verwendet werden, wobei es sich insbesondere um m-Phenylendiamine, m-Aminophenole, m-Dihydroxybenzole und verschiedene heterocyclische Verbindungen handelt.

Durch die Mannigfaltigkeit der beteiligten Moleküle, wobei es sich einerseits um die "Oxidationsbasen" und andererseits um die "Kuppler" handelt, kann eine große Farbpalette hergestellt werden.

Damit das Produkt zum oxidativen Färben beim Aufbringen auf das Haar dort verbleibt, wo es aufgetragen wird, und nicht über das Gesicht rinnt oder über die Bereiche hinausläuft, die gefärbt werden sollen, wurden bis jetzt herkömmliche Verdickungsmittel eingesetzt, beispielsweise vernetzte Polyacrylsäure, Hydroxyethylcellulosen, Wachse oder Gemische von nichtionischen grenzflächenaktiven Stoffen mit HLB-Wert (Hydrophilic Lipophilic Balance), die bei geeigneter Auswahl als Gelbildner wirken, wenn sie mit Wasser oder grenzflächenaktiven Stoffen verdünnt werden.

In der Druckschrift EP-A-0 241 707 sind binäre Zusammensetzungen zum Färben der Haare beschrieben, wobei eine Zusammensetzung wäßrig alkalisch ist und die andere Zusammensetzung 0,04 bis 25 Gew.-% eines Polymers eines Esters einer C16-22-Carbonsäure und eines Polyalkylenglykolethers eines C16-22-Alkohols und von 2 (oder mehr) Monomeren einer C16-22-Carbonsäure oder ihrer Ester enthält.

Die Anmelderin hat jedoch festgestellt, daß die Bestandteile vom Typ der herkömmlichen Verdickungsmittel, grenzflächenaktiven Stoffe und Lösungsmittel im allgemeinen das Aufziehen des Farbmittels auf die Fasern behindern, was durch weniger leuchtende Farbnuancen zum Ausdruck kommt. Es daher erforderlich, höhere Farbstoffmengen und mehr Lösungsmittel und/oder größere Mengen an grenzflächenaktiven Stoffen zu verwenden, um das Farbmittel zu lösen, wenn dennoch kräftige Farbnuancen erzielt werden sollen.

Die Anmelderin hat außerdem festgestellt, daß die Farbmittelzusammensetzungen, die das (die) Farbstoffvorprodukt(e) von Oxidationsfarbstoffen, gegebenenfalls den (die) Kuppler und diese Bestandteile enthalten, einen Teil ihrer Geleigenschaft verlieren, wenn sie mit dem Oxidationsmittel vermischt werden, wodurch sie in unerwünschter Weise fließen können.

Nach umfangreichen, auf diesem Gebiet durchgeführten Untersuchungen hat die Anmelderin festgestellt, daß Zusammensetzungen zum oxidativen Färben (nach dem Mischen mit dem Oxidationsmittel) hergestellt werden können, die nicht fließen und daher besser dort verbleiben, wo sie aufgetragen wurden, wodurch auch kräftigere und sattere (leuchtendere) Farbschattierungen erzielt werden können, wenn eine wirksame Menge eines nichtionischen amphiphilen Polymers, das mindestens eine Fettkette und mindestens eine hydrophile Gruppe enthält, (i) entweder in die Zusammensetzung, die das Farbstoffvorprodukt eines Oxidationsfarbstoffes oder die Farbstoffvorprodukte von Oxidationsfarbstoffen und gegebenenfalls den Kuppler oder die Kuppler enthält [Zusammensetzung (A)], oder (ii) die oxidierende Zusammensetzung [Zusammensetzung (B)] oder (iii) gleichzeitig in beide Zusammensetzungen eingearbeitet wird.

Im Sinne der vorliegenden Erfindung ist die Buntheit (Leuchtkraft) in dem colorimetrischen System L*, a*, b* der Internationalen Beleuchtungskommission (Commision Internationale de l'Éclairage CIE) durch den Wert c* definiert. Dieser Wert ist die Quadratwurzel der Summe a2 + b2 (+a ist rot, –a ist grün, +b ist gelb, –b ist blau). Die Farbnuance ist umso leuchtender, je höherer der Wert C* ist.

In diesem System definiert L* die Helligkeit. Die Farbnuance ist um so kräftiger, je niedriger der Wert L* ist (0 = schwarz, 100 = weiß).

Die Erfindung basiert auf diesen Feststellungen.

Die vorliegende Erfindung betrifft daher eine Zusammensetzung zum oxidativen Färben von Keratinfasern nach Anspruch 1.

Durch die vorliegende Erfindung ist es außerdem möglich, die Verwendung von grenzflächenaktiven Stoffen in vorteilhafter Weise einzuschränken oder sogar zu vermeiden.

Durch die vorliegende Erfindung kann im Vergleich mit herkömmlichen, im Stand der Technik bekannten Verfahren auch die Menge der in der Zusammensetzungen zum Färben verwendeten Farbmittel vermindert werden.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine gebrauchsfertige Zusammensetzung zum Färben von Keratinfasern, die mindestens ein Farbstoffvorprodukt eines Oxidationsfarbstoffes, gegebenenfalls mindestens einen Kuppler, mindestens ein oben definiertes amphiphiles nichtionisches Polymer, das mindestens eine Fettkette und mindestens eine hydrophile Gruppe aufweist, und ein Oxidationsmittel enthält.

Die vorliegende Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zum Färben von Keratinfasern und insbesondere menschlichen Keratinfasern, wie Haaren, das darin besteht, auf die Fasern mindestens eine Zusammensetzung (A1) aufzutragen, die in einem zum Färben geeigneten Medium mindestens ein Farbstoffvorprodukt eines Oxidationsfarbstoffes und gegebenenfalls mindestens einen Kuppler in Kombination mit mindestens einem oben definierten amphiphilen nichtionischen Polymer, das mindestens eine Fettkette und mindestens eine hydrophile Gruppe aufweist, enthält, und die Farbe bei einem alkalischen, neutralen oder sauren pH-Wert mit einem Oxidationsmittel zu entwickeln, das bei der Anwendung mit der Zusammensetzung (A1) vermischt wird oder das in einer Zusammensetzung (B1) vorliegt, die getrennt davon anschließend ohne zwischenzeitliches Spülen aufgebracht wird.

Die Erfindung umfaßt auch eine Ausführungsform dieses Verfahrens, das darin besteht, auf die Fasern mindestens eine Zusammensetzung (A2) aufzutragen, die in einem zum Färben geeigneten Medium mindestens ein Farbstoffvorprodukt eines Oxidationsfarbstoffes und gegebenenfalls mindestens einen Kuppler und gegebenenfalls mindestens ein oben definiertes amphiphiles nichtionisches Polymer, das mindestens eine Fettkette und mindestens eine hydrophile Gruppe aufweist, enthält, und die Farbe bei einem alkalischen, neutralen oder sauren pH-Wert mit einer oxidierenden Zusammensetzung (B2) zu entwickeln, die ein Oxidationsmittel und in einer wirksamen Menge mindestens ein oben definiertes amphiphiles nichtionisches Polymer, das mindestens eine Fettkette und mindestens eine hydrophile Gruppe aufweist, enthält und die bei der Anwendung mit der Zusammensetzung (A2) vermischt wird oder getrennt davon anschließend ohne zwischenzeitliches Spülen aufgebracht wird.

Die Erfindung betrifft auch Vorrichtungen zum Färben oder "Kits" mit mehreren Abteilungen, wobei eine Abteilung mindestens ein Farbstoffvorprodukt eines Oxidationsfarbstoffes und gegebenenfalls mindestens einen Kuppler und mindestens ein oben definiertes amphiphiles nichtionisches Polymer, das mindestens eine Fettkette und mindestens eine hydrophile Gruppe aufweist, enthält, und eine weitere Abteilung ein Oxidationsmittel enthält.

Nach einer weiteren Ausführungsform betrifft die Erfindung auch Vorrichtungen zum Färben oder "Kits" mit mehreren Abteilungen, wobei eine Abteilung mindestens ein Farbstoffvorprodukt eines Oxidationsfarbstoffes und gegebenenfalls mindestens einen Kuppler und gegebenenfalls mindestens ein oben definiertes amphiphiles nichtionisches Polymer, das mindestens eine Fettkette und mindestens eine hydrophile Gruppe aufweist, enthält, und die zweite Abteilung ein Oxidationsmittel und in einer wirksamen Menge mindestens ein oben definiertes amphiphiles nichtionisches Polymer, das mindestens eine Fettkette und mindestens eine hydrophile Gruppe aufweist, enthält.

Die Erfindung betrifft außerdem die Verwendung der oben definierten Zusammensetzungen zum oxidativen Färben oder der Vorrichtungen zum Färben oder "Kits" mit mehreren Abteilungen zum Färben von menschlichen Keratinfasern, wie zum Färben der Haare.

Weitere Eigenschaften, Aspekte, Gegenstände und Vorteile der Erfindung gehen noch klarer aus der folgenden Beschreibung und den Beispielen hervor.

Die erfindungsgemäß verwendbaren nichtionischen amphiphilen Polymere, die mindestens eine Fettkette und mindestens eine hydrophile Gruppe aufweisen, sind ausgewählt unter:

  • (1) Cellulosen, die mit Gruppen modifiziert sind, die mindestens eine Fettkette aufweisen; es können beispielsweise genannt werden:
  • – Hydroxyethylcellulosen, die mit Gruppen modifiziert sind, die mindestens eine Fettkette aufweisen, beispielsweise Alkyl-, Arylalkyl- oder Alkylarylgruppen oder deren Gemische, wobei die Alkylgruppen vorzugsweise 8 bis 22 Kohlenstoffatomen enthalten, beispielsweise NATROSOL PLUS GRADE 330 CS (C16 Alkyl) von der Firma AQUALON oder BERMOCOLL EHM 100 der Firma BEROL NOBEL;
  • – Cellulosen, die mit Alkylphenolpolyalkylenglykolethergruppen modifiziert sind, wie das Produkt AMERCELL POLYMER HM-1500 (Polyethylenglykol(15)ether von Nonylphenol) von AMERCHOL.
  • (2) Hydroxypropylguarverbindungen, die mit Gruppen modifiziert sind, die mindestens eine Fettkette aufweisen, beispielsweise ESAFLOR HM 22 (C22-Alkylgruppe) der Firma LAMBERTI und MIRACARE XC95-3 (C14-Alkylgruppe) und RE205-1 (C20-Alkylgruppe) der Firma RHONE POULENC.
  • (3) Urethanpolyethern, die mindestens eine Fettkette vom Alkyltyp oder Alkenyltyp mit 8 bis 30 Kohlenstoffatomen aufweisen, wie DAPRAL T210 oder DAPRAL T212 der Firma AKZO.

Die erfindungsgemäßen amphiphilen nichtionischen Polymere, die mindestens eine Fettkette und mindestens eine hydrophile Gruppe aufweisen, werden vorzugsweise in einem Mengenanteil von 0,05 bis 10 Gew.-% des Gesamtgewichts der auf die Fasern aufgebrachten Farbmittelzusammensetzung verwendet. Der Mengenanteil liegt vorzugsweise bei etwa 0,2 bis 5 Gew.-%.

Die im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendbaren Farbstoffvorprodukte von Oxidationsfarbstoffen sind unter den herkömmlich zum oxidativen Färben verwendeten Verbindungen ausgewählt. Es können insbesondere genannt werden:

  • – die p-Phenylendiamine der folgenden Formel (I) und die Additionssalze dieser Verbindungen mit einer Säure: worin bedeuten:

    R1 Wasserstoff, C1-4-Alkyl, C1-4-Monohydroxyalkyl, C2-4-Polyhydroxyalkyl oder 4'-Aminophenyl;

    R2 Wasserstoff, C1-4-Alkyl, C1-4-Monohydroxyalkyl oder C2-4-Polyhydroxyalkyl;

    R3 Wasserstoff, Halogen, wie Chlor, C1-4-Alkyl, Sulfo, Carboxy, C1-4-Monohydroxyalkyl oder C1-4-Hydroxyalkoxy;

    R4 Wasserstoff oder C1-4-Alkyl.

Von den p-Phenylendiaminen der oben genannten Formel (I) können insbesondere genannt werden: p-Phenylendiamin, p-Toluylendiamin, 2-Chlor-p-phenylendiamin, 2,3-Dimethyl-p-phenylendiamin, 2,6-Dimethyl-p-phenylendiamin, 2,6-Diethyl-p-phenylendiamin, 2,5-Dimethyl-p-phenylendiamin, N,N-Dimethyl-p-phenylendiamin, N,N-Diethyl-p-phenylendiamin, N,N-Dipropyl-p-phenylendiamin, 4-Amino-N,N-diethyl-3-methyl-anilin, N,N-Bis(&bgr;-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, 4-Amino-N,N-bis(&bgr;-hydroxyethyl)-3-methyl-anilin, 4-Amino-3-chlor-N,N-bis(&bgr;-hydroxyethyl)-anilin, 2-&bgr;-Hydroxyethyl-p-phenylendiamin, 2-Fluor-p-phenylendiamin, 2-Isopropyl-p-phenylendiamin, N-(&bgr;-Hydroxypropyl)-p-phenylendiamin, 2-Hydroxymethyl-p-phenylendiamin, N,N-Dimethyl-3-methyl-p-phenylendiamin, N, N-(Ethyl, &bgr;-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, N-(&bgr;,&ggr;-Dihydroxypropyl)-p-phenylendiamin, N-(4'-Aminophenyl)-p-phenylendiamin, N-Phenyl-p-phenylendiamin, 2-&bgr;-Hydroxyethyloxy-p-phenylendiamin und deren Additionssalze mit einer Säure.

Von den p-Phenylendiaminen der Formel (I) werden insbesondere bevorzugt: p-Phenylendiamin, p-Toluylendiamin, 2-Isopropyl-p-phenylendiamin, 2-&bgr;-Hydroxyethyl-p-phenylendiamin, 2-&bgr;-Hydroxyethyloxy-p-phenylendiamin, 2,6-Dimethyl-p-phenylendiamin, 2,6-Diethyl-p-phenylendiamin, 2,3-Dimethyl-p-phenylendiamin, N,N-Bis(&bgr;-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, 2-Chlor-p-phenylendiamin und deren Additionssalze mit einer Säure.

  • – die Bisphenylalkylendiamine der folgenden Formel (II) und die Additionssalze dieser Verbindungen mit einer Säure: worin bedeuten:

    Q1 und Q2, die identisch oder voneinander verschieden sind, Hydroxy oder NHR8, wobei R8 Wasserstoff oder C1-4-Alkyl bedeutet,

    R5 Wasserstoff, C1-4-Alkyl, C1-4-Monohydroxyalkyl, C2-4-Polyhydroxyalkyl oder C1-4-Aminoalkyl, wobei die Aminoguppe substituiert sein kann,

    R6 und R7, die identisch oder voneinander verschieden sind, ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder C1-4-Alkyl,

    W eine Gruppe, die unter den folgenden Gruppen ausgewählt ist:

    -(CH2)n-; -(CH2)m-O-(CH2)m-; -(CH2)m-CHOH-(CH2)m- und wobei n Null oder eine ganze Zahl von 1 bis 8 und m Null oder eine ganze Zahl von 1 bis 4 bedeutet.

Von den Bisphenylalkylendiaminen der oben genannten Formel (II) können insbesondere genannt werden: N,N'-Bis(&bgr;-hydroxyethyl)-N,N'-bis(4'-aminophenyl)-1,3-diamino-2-propanol, N,N'-Bis(&bgr;-hydroxyethyl)-N,N'-bis(4'-aminophenyl)-ethylendiamin, N,N'-Bis(4-aminophenyl)-tetramethylendiamin, N,N'-Bis(&bgr;-hydroxyethyl)-N,N'-bis(4-aminophenyl)-tetramethylendiamin, N,N'-Bis(4-methylaminophenyl)-tetramethylendiamin, N,N'-Bis(ethyl)-N,N'-bis(4'-amino-3'-methylphenyl)-ethylendiamin und die Additionssalze dieser Verbindungen mit einer Säure.

Von den Bisphenylalkylendiaminen der Formel (II) werden das N,N'-Bis(&bgr;-hydroxyethyl)-N,N'-bis(4'-aminophenyl)-1,3-diamino-2-propanol oder die Additionssalze dieser Verbindung mit einer Säure besonders bevorzugt.

  • – die p-Aminophenole der folgenden Formel (III) und die Additionssalze dieser Verbindungen mit einer Säure: worin bedeuten:

    R9 Wasserstoff, C1-4-Alkyl, C1-4-Monohydroxyalkyl, C1-4-Alkoxy-C1-4-alkyl, C1-4-Aminoalkyl oder C1-4-Hydroxyalkyl-C1-4-aminoalkyl;

    R10 Wasserstoff, Fluor, C1-4-Alkyl, C1-4-Monohydroxyalkyl, C2-4-Polyhydroxyalkyl, C1-4-Aminoalkyl, C1-4-Cyanoalkyl oder C1-4-Alkoxy-C1-4-alkyl;

    mit der Maßgabe, daß mindestens eine der Gruppen R9 oder R10 Wasserstoff bedeutet.

Von den p-Aminophenolen der obengenannten Formel (III) können insbesondere genannt werden: p-Aminophenol, 4-Amino-3-methylphenol, 4-Amino-3-fluorphenol, 4-Amino-3-hydroxymethylphenol, 4-Amino-2-methylphenol, 4-Amino-2-hydroxymethylphenol, 4-Amino-2-methoxymethylphenol, 4-Amino-2-aminomethylphenol, 4-Amino-2-(&bgr;-hydroxyethylaminomethyl)-phenol und die Additionssalze dieser Verbindungen mit einer Säure.

  • – die o-Aminophenole, die im Rahmen der Erfindung als Oxidationsbasen verwendet werden können, sind insbesondere ausgewählt unter:

    2-Aminophenol, 2-Amino-1-hydroxy-5-methylbenzol, 2-Amino-1-hydroxy-6-methylbenzol, 5-Acetamido-2-aminophenol und den Additionssalzen dieser Verbindungen mit einer Säure.
  • – die heterocyclischen Basen, die als Oxidationsbasen im Rahmen der Erfindung verwendet werden können, sind insbesondere unter den Pyridinderivaten, Pyrimidinderivaten, Pyralzolderivaten und den Additionssalzen dieser Verbindungen mit einer Säure ausgewählt.

Von den Pyridinderivaten können insbesondere die Verbindungen, die beispielsweise in den Patenten GB 1 026 978 und GB 1 153 196 beschrieben sind, wie 2, 5-Diaminopyridin, und die Additionssalze dieser Verbindungen mit einer Säure genannt werden.

Von den Pyrimidinderivaten können insbesondere die Verbindungen, die beispielsweise in den Patenten DE 2 359 399, JP 88-169 571 und JP 91-333 495 beschrieben sind, wie 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin und 4-Hydroxy-2,5,6-Triaminopyrimidin, und die Additionssalze dieser Verbindungen mit einer Säure genannt werden.

Von den Pyrazolderivaten können insbesondere die Verbindungen, die in den Patenten DE 3 843 892 und DE 4 133 957 und den Patentanmeldungen WO94/08969 und WO94/08970 beschrieben sind, wie 4,5-Diamino-1-methylpyrazol, 3,4-Diamino-pyrazol und 4,5-Diamino-1-(4'-chlorbenzyl)-pyrazol, und die Additionssalze dieser Verbindungen mit einer Säure genannt werden.

Die Oxidationsbase(n) machen erfindungsgemäß vorzugsweise etwa 0,0005 bis 12 Gew.-% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung (A) und noch bevorzugter etwa 0,005 bis 6 Gew.-% aus.

Bei den Kupplern, die in dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Färben verwendbar sind, handelt es sich um herkömmlich in Zusammensetzungen zum oxidativen Färben verwendete Kuppler, d.h. m-Phenylendiamine, m-Aminophenole, m-Dihydroxybenzole, mono- und polyhydroxylierte Naphthalinderivate, Sesamol und seine Derivate und heterocyclische Verbindungen, beispielsweise Indolkuppler, Indolinkuppler und Pyridinkuppler, und deren Additionssalze mit einer Säure.

Die Kuppler können insbesondere unter 2-Methyl-5-amino-phenol, 5-N-(&bgr;-Hydroxyethyl)-amino-2-methyl-phenol, 3-Amino-phenol, 1,3-Dihydroxy-benzol, 1,3-Dihydroxy-2-methyl-benzol, 4-Chlor-1,3-dihydroxy-benzol, 2,4-Diamino-1-(&bgr;-hydroxyethyloxy)-benzol, 2-Amino-4-(&bgr;-hydroxyethylamino)-1-methoxy-benzol, 1,3-Diamino-benzol, 1,3-Bis(2,4-diaminophenoxy)-propan, Sesamol, &agr;-Naphthol, 6-Hydroxyindol, 4-Hydroxyindol, 4-Hydroxy-N-methylindol, 6-Hydroxyindolin, 2,6-Dihydroxy-4-methylpyridin, 1-H-3-Methyl-pyrazol-5-on, 1-Phenyl-3-methyl-pyrazol-5-on und den Additionssalzen dieser Verbindungen mit einer Säure ausgewählt werden.

Wenn Kuppler vorliegen, machen sie vorzugsweise etwa 0,0001 bis 10 Gew.-% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung (A) und noch bevorzugter etwa 0,005 bis 5 Gew.-% dieses Gewichts aus.

Die Additionssalze der Oxidationsbasen und der Kuppler mit einer Säure sind insbesondere unter den Hydrochloriden, Hydrobromiden, Sulfaten, Tartraten, Lactaten und Acetaten ausgewählt.

Die Zusammensetzung (A) kann neben den oben definierten Farbstoffvorprodukten von Oxidationsfarbstoffen und gegebenenfalls vorliegenden Kupplern Direktfarbstoffe enthalten, um die Farbnuancen mit Glanz anzureichern. Die Direktfarbstoffe können insbesondere unter den nitrierten Farbstoffen, den Azofarbstoffen und den Anthrachinonfarbstoffen ausgewählt werden.

Die Zusammensetzung (A) und/oder die Zusammensetzung (B) können ferner mindestens ein substantives kationisches oder amphoteres Polymer enthalten, beispielsweise ein in der Patentanmeldung EP-0 673 641 A1 auf Seite 3 und 4 definiertes Polymer, wobei vorteilhaft bevorzugt die folgenden Polymere verwendet werden:

  • – die quartären Polyammoniumpolymere, die zusammen mit ihrem Herstellungsverfahren in dem französischen Patent 2 270 846 beschrieben sind und die aus wiederkehrenden Einheiten der folgenden Formel (IV) bestehen: deren mit Gelpermeations-Chromatographie bestimmtes Molekulargewicht im Bereich von 9500 bis 9900 liegt;
  • – die quartären Polyammoniumpolymere, die zusammen mit ihrem Herstellungsverfahrens in dem französischen Patent 2 270 846 beschrieben sind und die aus wiederkehrenden Einheiten der folgenden Formel (V) bestehen: deren mit Gelpermeations-Chromatographie bestimmtes Molekulargewicht etwa 1200 beträgt;

Das zum Färben geeignete Medium der Zusammensetzung (A) ist vorzugsweise ein wäßriges Medium, das hauptsächlich aus Wasser besteht und gegebenenfalls kosmetisch akzeptable organische Lösungsmittel enthält; von diesen können insbesondere Alkohole, wie Ethanol, Isopropanol, Benzylalkohol und Phenylethylalkohol, Glykole oder Glykolether, wie Ethylenglykolmonomethylether, Ethylenglykolmonoethylether und Ethylenglykolmonobutylether, Propylenglykol oder seine Ether, wie Propylenglykolmonomethylether, Butylenglykol, Dipropylenglykol sowie die Diethylenglykolalkylether, beispielsweise Diethylenglykolmonoethylether und Diethylenglykolmonobutylether, in Konzentrationen im Bereich von etwa 0,5 bis 20 Gew.-% und vorzugsweise im Bereich von etwa 2 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, verwendet werden.

Die Zusammensetzung (A) kann auch weitere, im Stand der Technik bekanntermaßen zum oxidativen Färben verwendete Mittel in wirksamen Mengen enthalten, wie übliche Zusatzstoffe, beispielsweise Maskierungsmittel, Konditioniermittel für das Haar, Silicone, Konservierungsmittel, Trübungsmittel und dergleichen, und gegebenenfalls anionische, nichtionische oder amphotere grenzflächenaktive Stoffe oder deren Gemische.

Die Zusammensetzung kann auch Antioxidantien enthalten. Diese können insbesondere unter Natriumsulfit, Thioglykolsäure, Thiomilchsäure, Natriumbisulfit, Dehydroascorbinsäure, Hydrochinon, 2-Methyl-hydrochinon, tert.-Butyl-hydrochinon und Homogentisinsäure ausgewählt werden; sie liegen gegebenenfalls in Mengenanteilen im Bereich von etwa 0,05 bis 1,5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vor.

Der Fachmann wird selbstverständlich die oben genannte(n), gegebenenfalls vorliegende(n) zusätzliche(n) Verbindung(en) so auswählen, daß die mit der erfindungsgemäßen Farbmittelzusammensetzung verbundenen vorteilhaften Eigenschaften durch den beabsichtigten Zusatz oder die Zusätze nicht oder im wesentlichen nicht verändert werden.

Das Oxidationsmittel in der Zusammensetzung (B) ist vorzugsweise unter Harnstoffperoxid, Bromaten oder Ferricyaniden von Alkalimetallen und Salzen von Persäuren, wie Perboraten, Percarbonaten und Persulfaten ausgewählt. Besonders bevorzugt wird Wasserstoffperoxid verwendet.

Die Zusammensetzung (B) besteht vorteilhaft aus einer Wasserstoffperoxidlösung, deren Titer vorzugsweise im Bereich von etwa 2,5 bis 40 Volumina und insbesondere etwa 5 bis 20 Volumina liegen kann.

Der pH-Wert der gebrauchsfertigen und auf die Keratinfasern aufgebrachten Zusammensetzung [nach dem Mischen der Farbmittelzusammensetzung (A) und der oxidierenden Zusammensetzung (B)] liegt im allgemeinen im Bereich von 4 bis 11 und vorzugsweise 6 bis 10. Er kann mit üblicherweise beim Färben von Keratinfasern verwendeten, im Stand der Technik bekannten Mitteln zum Ansäuern oder Alkalischmachen auf den gewünschten Wert eingestellt werden.

Von den Alkalisierungsmitteln können beispielsweise Ammoniak, Alkalicarbonate, Alkanolamine, wie Mono-, Di- und Triethanolamin, sowie deren Derivate, Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid und Verbindungen der folgenden Formel (VI) genannt werden: worin bedeuten:

R eine gegebenenfalls mit einer Hydroxygruppe oder einer C1-4-Alkylgruppe substituierte Propylengruppe und R13, R14, R15 und R16, die identisch oder voneinander verschieden sind, ein Wasserstoffatom, eine C1-4-Alkylgruppe oder eine C1-4-Hydroxyalkylgruppe.

Die Ansäuerungsmittel sind herkömmlich beispielsweise anorganische oder organische Säuren, wie Salzsäure, Orthophosphorsäure, Carbonsäuren, wie Weinsäure, Citronensäure und Milchsäure, oder Sulfonsäuren.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Färben besteht vorzugsweise darin, ein Gemisch, das kurz vor der Anwendung aus den oben beschriebenen Zusammensetzungen (A) und (B) hergestellt wird, auf die trockenen oder feuchten Keratinfasern aufzutragen und während einer Zeitspanne von vorzugsweise etwa 1 bis 60 min und noch bevorzugter etwa 10 bis 45 min einwirken zu lassen, dann die Fasern zu spülen, gegebenenfalls mit Haarwaschmittel zu waschen, von neuem zu spülen und die Fasern zu trocknen.

Die folgenden konkreten Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie einzuschränken.

Beispiel 1:

Es wird die folgende erfindungsgemäße Farbmittelzusammensetzung hergestellt:

  • Ws* = Wirkstoff

Bei der Anwendung wird die Zusammensetzung mit der gleichen Gewichtsmenge einer Wasserstoffperoxidlösung von 20 Volumina vermischt, worauf das erhaltene Gemisch auf dauergewellte Haarsträhnen mit 90 % weißen Haaren aufgebracht wird. Nach einer Einwirkzeit von 30 min werden die Strähnen gespült, mit Haarwaschmittel gewaschen, nochmals gespült und getrocknet.

Mit einem Spektrocolorimeter I.C.S wird der Wert L* im dem internationalen colorimetrischen System L*, a*, b* der CIE bestimmt.

Es wurde das folgende Ergebnis erhalten: L* = 32,19.

Vergleichsbeispiel 2:

Das Beispiel 1 wird wiederholt, wobei 1 g nichtionisches amphiphiles Polymer (NATROSOL PLUS GRADE 330 CS) durch das Gemisch der beiden folgenden nichtionischen grenzflächenaktiven Stoffe ersetzt wird (wobei die gleiche Viskosität erhalten wird):

24 g Decylalkohol (C10-C12-C14/85-8,5-6,5), mit 3,5 mol Ethylenoxid ethoxyliert, unter der Bezeichnung Mergital BL 309 von Henkel im Handel, und

16 g Decylalkohol (C10-C12-C14/85-8,5-6,5), mit 5,5 mol Ethylenoxid ethoxyliert, unter der Bezeichnung Mergital BL 589 von Henkel im Handel.

Die Vorgehensweise entspricht dem Beispiel 1.

Es wurde das folgende Ergebnis erhalten: L* = 35,72.

Schlußfolgerung: die erfindungsgemäß erhaltenen Farbnuance ist kräftiger (L* kleiner) als die Farbnuance des Standes der Technik.


Anspruch[de]
Zusammensetzung zum oxidativen Färben von Keratinfasern und insbesondere menschlichen Keratinfasern, wie Haaren, die in einem zum Färben geeigneten Medium mindestens ein Farbstoffvorprodukt eines Oxidationsfarbstoffes und gegebenenfalls einen oder mehrer Kuppler enthält, dadurch gekennzeichnet, daß sie ferner mindestens ein amphiphiles nichtionisches Polymer enthält, das mindestens eine Fettkette und mindestens eine hydrophile Gruppe aufweist und das unter den nichtionischen Cellulosen, die mit Gruppen modifiziert sind, die mindestens eine Fettkette aufweisen, Hydroxypropylguarverbindungen, die mit Gruppen modifiziert sind, die mindestens eine Fettkette aufweisen, und Urethanpolyethern, die mindestens eine Fettkette aufweisen, ausgewählt ist, mit der Maßgabe, dass:

(1) die Zusammensetzung von einer Zusammensetzung verschieden ist, die Acuyln 44 (INCI-Bezeichung: PEG-150/Decyl Alcohol/SMDI Copolymer), eine oxidierende, vorab gebildete organische Peroxysäure und einen oder mehrere Oxidationsfarbstoffe für das Haar enthält;

(2) die Zusammensetzung von einer Zusammensetzung verschieden ist, die Acuyln 44 (INCI-Name: PEG-150/Decyl Alcohol/SMDI Copolymer), einen oxidierenden, wasserlöslichen Peroxybildner, einen Vorläufer einer oxidierenden, organischen Peroxysäure und einen oder mehrere Oxidationsfarbstoffe für das Haar enthält;

(3) die Zusammensetzung von einer Zusammensetzung verschieden ist, die 5 % Wasserstoffperoxid, 0,8 % p-Phenylendiamin, 0,2 % p-Aminophenol, 1 % m-Aminophenol, 1,6 % Resorcin, 1 % Nonoxynol-9, 0,1 % Ethylendiamintetraessigsäure, 0,5 % Acuyln 44 (INCI-Bezeichung: PEG-150/Decyl Alcohol/SMDI Copolymer) und Wasser enthält.
Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Cellulosen Hydroxyethylcellulosen sind, die mit Gruppen modifiziert sind, die mindestens eine Alkyl-, Arylalkyl- oder Alkylarylgruppe enthalten. Zusammensetzung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Cellulosen Hydroxyethylcellulosen sind, die mit Gruppen modifiziert sind, die mindestens eine C16-Alkylgruppe enthalten. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Cellulosen Hydroxyethylcellulosen sind, die mit Gruppen modifiziert sind, die mindestens eine Polyalkylenglykolalkylphenolethergruppe enthalten. Zusammensetzung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Cellulosen Hydroxyethylcellulosen sind, die mit Gruppen modifiziert sind, die mindestens einen Polyethylenglykol(15)ether von Nonylphenol enthalten. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Urethanpolyether mit mindestens einer C8-30-Alkyl- oder Alkenylgruppe modifiziert sind. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbstoffvorprodukte von Oxidationsfarbstoffen unter den o- oder p-Phenylendiaminen, Bisphenylalkylendiaminen, o- oder p-Aminophenolen und heterocyclischen Basen sowie den Additionssalzen dieser Verbindungen mit einer Säure ausgewählt sind. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbstoffvorprodukte von Oxidationsfarbstoffen in einem Mengenanteil von 0,0005 bis 12 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorliegen. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kuppler unter den m-Phenylendiaminen, m-Aminophenolen, m-Dihydroxybenzolen und heterocyclischen Kupplern und den Additionssalzen dieser Verbindungen mit einer Säure ausgewählt sind. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kuppler in einem Mengenanteil von 0,0001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorliegen. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Additionssalze der Farbstoffvorprodukte von Oxidationsfarbstoffen und der Kuppler mit einer Säure unter den Hydrochloriden, Hydrobromiden, Sulfaten, Tartraten, Lactaten und Acetaten ausgewählt sind. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie ferner Direktfarbstoffe enthält. Zusammensetzung nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie ferner mindestens ein kationisches oder amphoteres substantives Polymer enthält. Zusammensetzung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymer ein quartäres Polyammoniumpolymer ist, das aus wiederkehrenden Einheiten der folgenden Formel (IV) besteht: Zusammensetzung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymer ein quartäres Polyammoniumpolymer ist, das aus wiederkehrenden Einheiten der folgenden Formel (V) besteht: Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie ferner mindestens ein Reduktionsmittel in einer Menge von 0,05 bis 1,5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, enthält. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie ferner ein Oxidationsmittel enthält. Zusammensetzung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen pH-Wert von 4 bis 11 aufweist. Zusammensetzung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Oxidationsmittel unter Wasserstoffperoxid, Harnstoffperoxid, Bromaten und Ferricyaniden von Alkalimetallen und Salzen von Persäuren ausgewählt ist. Zusammensetzung nach Anspruch 17 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Oxidationsmittel eine Wasserstoffperoxidlösung mit einem Titer von 2,5 bis 40 Volumina ist. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die nichtionischen amphiphilen Polymere, die mindestens eine Fettkette und mindestens eine hydrophile Gruppe aufweisen, in einem Mengenanteil von 0,05 bis 10 Gew.-% und vorzugsweise 0,2 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der auf die Fasern aufgebrachten Zusammensetzung, verwendet werden. Verfahren zum Färben von Keratinfasern und insbesondere menschlichen Keratinfasern, wie dem Haar, dadurch gekennzeichnet, daß es darin besteht, auf die Fasern eine Zusammensetzung (A1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16 aufzutragen, und die Farbe in einem alkalischen, neutralen oder sauren Medium mit einem Oxidationsmittel zu entwickeln, das bei der Anwendung zu der Zusammensetzung (A1) gegeben wird oder das in einer oxidierenden Zusammensetzung (B1) vorliegt, die getrennt davon anschließend ohne zwischenzeitliches Spülen aufgebracht wird. Verfahren zum Färben von Keratinfasern und insbesondere menschlichen Keratinfasern, wie dem Haar, dadurch gekennzeichnet, daß es darin besteht, auf die Fasern eine Farbmittelzusammensetzung (A2) aufzutragen, die in einem zum Färben geeigneten Medium mindestens ein Farbstoffvorprodukt eines Oxidationsfarbstoffes und gegebenenfalls einen oder mehrere Kuppler und gegebenenfalls ein amphiphiles nichtionisches Polymer, das mindestens eine Fettkette und mindestens eine hydrophile Gruppe aufweist, nach einem der Ansprüche 1 bis 6 enthält, und die Farbe in einem alkalischen, neutralen oder sauren Medium mit einer oxidierenden Zusammensetzung (B2) zu entwickeln, die ein Oxidationsmittel und in einer wirksamen Menge mindestens ein amphiphiles nichtionisches Polymer, das mindestens eine Fettkette und mindestens eine hydrophile Gruppe aufweist, nach einem der Ansprüche 1 bis 6 enthält und die bei. der Anwendung mit der Zusammensetzung (A2) vermischt wird oder getrennt davon anschließend ohne zwischenzeitliches Spülen aufgebracht wird. Verfahren zum Färben nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung (A2) und/oder die Zusammensetzung (B2) mindestens ein kationisches oder amphoteres substantives Polymer enthält. Vorrichtung mit mehreren Abteilungen oder "Kit" zum Färben von Keratinfasern und insbesondere menschlichen Keratinfasern, wie de m Haar, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens zwei Abteilungen aufweist, wobei eine Abteilung eine Zusammensetzung (A1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16 und eine weitere Abteilung eine Zusammensetzung (B1) enthält, die in einem zum Färben geeigneten Medium ein Oxidationsmittel enthält. Vorrichtung mit mehreren Abteilungen oder "Kit" zum Färben von Keratinfasern und insbesondere menschlichen Keratinfasern, wie dem Haar, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens zwei Abteilungen aufweist, wobei eine Abteilung mindestens eine Zusammensetzung (A2) nach einem der Ansprüche 23 und 24 und eine weitere Abteilung eine Zusammensetzung (B2) nach einem der Ansprüche 23 und 24 enthält. Verwendung einer Zusammensetzung zum oxidativen Färben nach einem der Ansprüche 1 bis 21 oder einer Vorrichtung zum Färben oder "Kit" mit mehreren Abteilungen nach einem der Ansprüche 25 oder 26 zum oxidativen Färben von menschlichen Keratinfasern, wie dem Haar.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com