PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69834752T2 16.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001122066
Titel FARBZUFÜHRROLLE FÜR DRUCKER
Anmelder I. Mar Planning Inc., Kyoto, JP
Erfinder IZUME, Masayuki, Kyoto-shi, Kyoto 612-8206, JP
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 69834752
Vertragsstaaten CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 30.03.1998
EP-Aktenzeichen 989110812
WO-Anmeldetag 30.03.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/JP98/01421
WO-Veröffentlichungsnummer 1999050071
WO-Veröffentlichungsdatum 07.10.1999
EP-Offenlegungsdatum 08.08.2001
EP date of grant 31.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.05.2007
IPC-Hauptklasse B41F 31/26(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B41F 31/14(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B41N 7/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
GEBIET DER TECHNIK

Die vorliegende Erfindung betrifft Farbwalzen für Druckmaschinen und insbesondere Walzen wie Farbheber- und Verreibwalzen zum Einsatz in Offset- oder Buchdruckmaschinen, um Farbe aus dem Farbkasten der Druckzone zuzuführen.

STAND DER TECHNIK

Die den am nächsten kommenden Stand der Technik darstellende Schrift DE-A 195 03 275 beschreibt eine Walze zum Einsatz in Druckmaschinen, welche einen Überschuss an von der Walze zu einer benachbarten zweiten Walze in deren Kantenbereichen zu übertragendem Anfeuchtmittel reduzieren soll, indem eine wasserabstoßende Schicht in dem Kantenbereich und eine wasserfreundliche Schicht im Mittelbereich zwischen den Kantenbereichen hergestellt wird.

Weiter offenbart die Schrift JP-A-1 139 297 eine Bogendruckmaschine, bei der farbabstoßende Schichten auf der Oberfläche und dem Oberflächenende eines Gegendruckzylinders gebildet werden. Hierdurch findet keine Farbbewegung vom Oberflächenende eines Gummituchzylinders zum Oberflächenende des Gegendruckzylinders statt.

So wird beispielsweise in Offset-Druckmaschinen über eine Kastenwalze, eine Farbheberwalze, eine Anzahl von Verreibwalzen, eine Formwalze, den Plattenzylinder und den Gummituchzylinder Farbe aus einem Farbkasten der Druckzone zwischen einem Gummituch- und einem Gegendruckzylinder zugeführt. Die dem Gummituchzylinder zugeführte Farbe wird weiter auf durch den Druckzone geleitetes Papier, das zu bedruckende Material, übertragen.

Der Gummituchzylinder mit in den erforderlichen Bereichen seiner äußeren Umfangsoberfläche aufgetragener Farbe wird im Druckzonenbereich gegen die Papieroberfläche gedrückt, so dass auf der Papieroberfläche befindliche Papierteilchen an der auf der Oberfläche des Gummituchzylinders verbleibenden Farbe anhaften. Der mit den Papierteilchen vermischte Teil der Farbe wird aufeinanderfolgend gegen die Farbzuführrichtung auf den Plattenzylinder, die Formwalze, die Verreibwalzen und die Farbheberwalze übertragen. Somit sammelt sich die Farbe mit den Papierteilchen insbesondere in dem Kantenbereich zwischen dem äußeren Umfang sowohl der Farbheber- als auch der Verreibwalzen sowie auf jeder Stirnfläche derselben an. Die Farbablagerung baut sich allmählich höher werdend auf und wird hart, so dass die Ablagerung täglich vor Beginn eines neuen Drucklaufs entfernt werden muss. Diese Arbeit ist mühevoll sowie zeit- und arbeitsaufwändig. Bei einer Maschine mit vielen Verreibwalzen ist das Entfernen der Farbe sehr lästig.

In den vergangenen Jahren wurden bereits Druckmaschinen vorgeschlagen, die eine Anzahl von Heberwalzen zwischen der Kastenwalze und der ersten Verreibwalze aufweisen, die axialgeteilt und in einem axialen Abstand zu den Letzteren angeordnet sind, so dass die dem Druckzone zuzuführende Farbmenge an Stellen entlang der Breitenrichtung des Papiers eingestellt werden kann. Eine derartige Druckmaschine weist eine große Anzahl von Heberwalzen auf, welche das Ablagern und Ansammeln von Farbe in deren gegenüberliegenden Kantenbereichen ermöglichen. Deshalb erfordert das Entfernen der Farbablagerung einen sehr großen Arbeitsaufwand. Das gleiche Problem stellt sich auch bei anderen Druckmaschinenarten wie beispielsweise bei Buchdruckmaschinen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Ausschaltung des vorbeschriebenen Problems und die Bereitstellung einer Farbwalze zum Einsatz in Druckmaschinen, bei welcher das Anhaften und Ansammeln vom mit Farbe vermischten Papierteilchen in deren Kantenbereichen verhindert wird.

BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Mit der vorliegenden Erfindung wird eine Farbwalze nach Anspruch 1 bereitgestellt.

Nichthaftung ist eine Eigenschaft, mittels derer ein Anhaften von mit Papierteilchen vermischter Farbe verhindert wird. Die haftfreie Schicht enthält ein haftfreies Harz wie Tetrafluorethylen-, Fluorkohlenstoff- oder Silikonharz.

In einer nicht erfindungsgemäßen Art und Weise lässt sich die haftfreie Schicht dadurch herstellen, dass auf die Walze ein Element mit wenigstens einer aus einem Antihaftmittel bestehenden Oberfläche aufgebracht und der Kantenbereich zwischen d er äußeren Umfangsoberfläche der Walze und jeder Stirnfläche, der Endbereich der sich an den Kantenbereich anschließenden äußeren Umfangsoberfläche und zumindest der Bereich der Stirnfläche zur äußeren Umfangsoberfläche abgedeckt wird, während erfindungsgemäß die Walze mit einer Beschichtung aus Antihaftmittel versehen wird.

Für Farbe ist ein Anhaften auf einer über den Kantenbereich, der sich an den Kantenbereich anschließenden äußeren Umfangsoberfläche und dem ausgebildeten Schicht schwierig. Somit ist es unwahrscheinlich, dass mit Papierteilchen vermischte Farbe im Kantenbereich der Walze anhaftet und sich ansammelt.

Damit verhindert die vorliegende Erfindung ein Anhaften und Ansammeln von mit Papierteilchen vermischter Farbe in dem Kantenbereich, so dass sich das mühevolle Entfernen von Farbe; vor jedem Drucken erübrigt.

Die (axiale) Breite der haftfreien Schicht auf der äußeren Umfangsoberfläche der Walze und die (radiale) Breite der Schicht auf der Stirnfläche werden zweckmäßigerweise aus einem solchen Bereich bestimmt, dass ein Ablagern und Ansammeln von Papierteilchen enthaltender Farbe im Kantenbereich verhindert wird. Bei zu geringen Breiten wirkt die haftfreie Schicht der Ablagerung und Ansammlung von Farbe nicht entgegen, während die Wirkung, nämlich das Ablagern und Ansammeln von Farbe zu verhindern, selbst dann die gleiche bleibt, wenn die Breiten größer sind als ein vorgegebener Wert. Damit sollten die Breiten gerade so minimal gewählt werden, dass ein Ablagern und Ansammeln von Farbe ausgeschlossen werden kann. Die Schicht verursacht auch bei größerer Breite auf den Stirnflächen keine besonderen Probleme, während eine zu große Breite auf der äußeren Umfangsoberfläche nicht wünschenswert ist. Wenngleich die zum Verhindern von Farbanhaftungen und Farbansammlungen erforderliche Breite in Abhängigkeit von anderen Bedingungen wie den Walzenabmessungen variiert, wird die Breite der äußeren Umfangsoberfläche zweckmäßigerweise aus dem Bereich zwischen 0,5 mm und mehreren Millimetern gewählt.

Die vorzugsweise geringere Dicke der haftfreien Schicht beträgt mehrere Mikrometer bis ca. 100 Mikrometer, um den Anforderungen genügen zu können.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Es zeigen:

1 eine schematische Seitenansicht des erfindungsgemäßen Farbwerks einer Druckmaschine;

2 eine im größeren Maßstab gezeichnete Längsschnittansicht einer Anzahl von Heberwalzen;

3 eine im größeren Maßstab gezeichnete Ansicht auf der Linie III-III in 2;

4 eine im größeren Maßstab gezeichnete teilweise Senkrechtschnittansicht einer der Heberwalzen gemäß 2; und

5 eine im größeren Maßstab gezeichnete Längsschnittansicht der gegenüberliegenden Endbereiche einer Verreibwalze:

BESTE ART DER AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG

Es folgt eine Beschreibung von Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung mit Bezug auf die Zeichnungen.

1 zeigt in schematischer Darstellung einen Teil des Farbwerks einer Druckmaschine, während 2 und 3 den Hauptteil dieses Farbwerks im vergrößerten Maßstab darstellen. In der nachfolgenden Beschreibung sind die rechte Seite von 1 und 3 als "Vorderseite" und deren linke Seite als "Rückseite" bezeichnet; während die Begriffe "links" und "rechts" den linken bzw. rechten Teil der Anordnung von vorne nach hinten, d.h. zur linken und rechten Seite in 2 gesehen, darstellen.

Die Anordnung weist auf eine Farbmengen-Einstellplatte (Rakel) 2, die den Boden eines Farbkastens 1 bildet, eine der Platte 2 benachbarte Kastenwalze 3 und die erste Walze 4 einer Anzahl von Verreibwalzen hinter der Kastenwalze 3. Zwischen der Kastenwalze 3 und der Verreibwalze 4 sind eine Anzahl von Heberwalzen im axialen Abstand zwischen diesen Walzen und in axialer Richtung voneinander abgesetzt angeordnet. Die Kastenwalze 3 und die Heberwalze 4 sind in dem Rahmen 6 der Maschine parallel zueinander drehbar gelagert und werden durch eine nicht dargestellte Antriebsvorrichtung in den entsprechenden Pfeilrichtungen gemäß 1 und 3 mit aufeinander abgestimmten vorgegebenen Geschwindigkeiten drehgetrieben.

Die Heberwalzen 5 sind um ein am Rahmen 6 befestigtes Tragelement 7 herum jeweils mit einem beweglichen Element 8 und Kugellagern 9 parallel zur Kastenwalze 3 und Verreibwalze 4 gelagert. Das Tragelement 7 hat die Form eines Prismas, dessen Breite von vorne nach hinten größer ist als seine senkrechte Breite und ist mit seinen gegenüberliegenden Enden am Rahmen 6 befestigt. Das bewegliche Element 8 ist in Form eines kurzen Zylinders vorgesehen und weist eine axial durch diesen verlaufende rechtwinklige Bohrung 10 auf. Die obere Wand des Bohrungsteils 10 ist mit einer Nut 11 versehen, die sich über die gesamte Länge des beweglichen Elements 8 erstreckt. Die beweglichen Elemente 8 sind in axialer Richtung ohne Zwischenabstände zwischen einem Paar Positionierungselementen 12angeordnet, die in Form einer Scheibe vorgesehen und am Rahmen 6 befestigt sind. Die Tragelemente 7 verlaufen durch die Bohrungen der beweglichen Elemente 8. Die vertikale Breite der Bohrung 10 des beweglichen Elements 8 ist ungefähr gleich der vertikalen Breite des Tragelements 7 und es befinden sich die die Bohrung begrenzenden oberen und unteren Flächen befinden sich in Gleitkontakt mit den entsprechenden oberen und unteren Flächen des Tragelements 7. Die Breite der Bohrung 10 von vorn nach hinten ist leicht größer als die Breite von vorne nach hinten des Tragelements 7. Das bewegliche Element 8 ist zwischen einer vorderen Grenzposition, in welcher die rückwärtige Fläche der Bohrung 10 mit der rückwärtigen Fläche des Tragelements 7 in Kontakt steht, und einer hinteren Grenzposition, in welcher sich die vordere Fläche der Bohrung mit der vorderen Fläche des Tragelements 7 in Kontakt befindet, nach vorne und hinten bewegbar. Die Stirnfläche eines jeden der beweglichen Elemente 8 steht lediglich mit der Stirnfläche eines jeweils anderen beweglichen Elements 8 bzw. mit der Stirnfläche des hiermit benachbarten Positionierungselements 12 in einem gleitenden Kontakt dergestalt, dass die beweglichen Elemente 8 einzeln nach vorn und hinten bewegbar sind. Die Innenringe von zwei Lagern 9 sind auf dem äußeren Umfang eines jeden beweglichen Elements 8 befestigt und es ist die Heberwalze 5 in Form eines Gummizylinders von großer Dicke fest um eine Metallbuchse 13 gelegt, die an den Außenringen dieser Lager 9 angebracht ist.

Eine Umstellvorrichtung 14 für die Heberwalze 5 ist wie folgt zwischen jedem beweglichen Element 8 und dem Tragelement 7 auf dem letzteren angeordnet: der dem Mittelabschnitt des beweglichen Elements 8 auf die axiale Richtung bezogen entsprechende Teil des Tragelements 7 ist mit einem von der rückseitigen Fläche über eine kurze Distanz verlaufenden zylindrischen Teil 15 und einer von der vorderen Fläche über eine kurze Distanz nach hinten verlaufenden Ausnehmung 16 zur Aufnahme einer Feder versehen. In den zylindrischen Teil 13 ist ein nach vorne und hinten gleitender Kolben 17 mit um diesen herum gelegten O-Ring 18 eingesetzt. In der Federaufnahme 16 befinden sich ein nach vorn und hinten gleitender Vorspannstift 19 und eine Druckschraubenfeder 20 zum Vorspannen des Stifts nach vorn. Das Tragelement 7 ist mit einem axial durch dieses verlaufenden Luftzufuhrkanal 21 versehen, der an einem Ende mit einer nicht dargestellten Druckluftquelle in Verbindung steht. Ein Magnetventil 22ist auf der Oberseite des Tragelements 7 der Nut 11 des beweglichen Elements 8 zugewandt angeordnet. Zwei Kanäle des Ventils 22 in der Nut 11 sind über im Tragelement 7 ausgebildete Verbindungswege 23, 24 mit dem Luftzufuhrkanal 21 bzw. dem zylindrischen Abschnitt 15 verbunden. Elektrische Leitungen 25 des Ventils 22 verlaufen durch die Nut 11 nach außen und sind an eine Steuerschaltung 26 angeschlossen. Der zylindrische Teil 15 steht über das Ventil 22 mit dem Luftzufuhrkanal in Verbindung, wenn das Ventil 22 mit Strom beaufschlagt ist (EIN-Zustand) und über das Ventil 22 zur Atmosphäre geschaltet, wenn das Ventil 22 stromlos ist (AUS-Zustand).

Wird der Erregungszustand des Ventils 22 der Umstellvorrichtung 14 durch die Steuerschaltung 26 verändert, so wird die Heberwalze 5 in eine erste Position verbracht, in der sie mit der Kastenwalze 3 in Verbindung steht und von der Verreibwalze 4 abgesetzt ist, oder wahlweise in eine zweite Position, in welcher die Walze 5 die Verreibwalze 4 kontaktiert und von der Kastenwalze 3 abgesetzt ist. Wird das Ventil 22 abgeschaltet, so wird der zylindrische Teil 15 mit der Atmosphäre verbunden, wodurch der Kolben 17 sich frei in dem zylindrischen Teil 15 bewegen kann. Dementsprechend wird das bewegliche Element 8 durch die Feder 20 und den Stift 19 wie durch die durchgezogenen Linien in 3 dargestellt nach vorn bewegt mit dem Ergebnis, dass die Heberwalze 5 in die erste Position in Presskontakt mit der Kastenwalze 3 gelangt. Die Heberwalze 5 wird durch die Reibungskraft der Kastenwalze 3 in Richtung des Pfeils in 3 gedreht. Beim Einschalten des Ventils 22 wird der zylindrische Teil 15 in Verbindung mit dem Luftzufuhrkanal 21 gebracht, wodurch dem zylindrischen Teil 15 Druckluft zugeführt wird. Der Kolben 17 wird deshalb entsprechend der gestrichelten Darstellung in 3 vom Tragelement 7 gegen die Kraft der Feder 20 nach hinten gedrückt und verschiebt das bewegliche Element 8 nach hinten. Somit wird die Heberwalze 5 wahlweise in die weite Position, nämlich in Presskontakt mit der Verreibwalze 4 überführt. Die Heberwalze 5 wird durch die Reibungskraft der Verreibwalze 4 in Richtung des Pfeils in 3 rotiert.

Aus dem Farbkasten 1 wird über einen Zwischenraum zwischen der Kastenwalze 3 und der Einstellplatte 2 Farbe auf die Walze gebracht. In dieser Phase ist die Dicke der Schicht der auf die Oberfläche der Kastenwalze 3 gelangenden Farbe, d.h. die Farbmenge, durch Einstellen des Abstands zwischen der Walze 3 und der Platte 2 regulierbar. Die auf die Oberfläche der Kastenwalze 3 verbrachte Farbe wird auf die Heberwalze 5 übertragen, während sich diese in der ersten Position befindet, und es wird die auf die Walze 5 aufgetragene Farbe an die Verreibwalze 4 weitergegeben, wenn diese alternative die zweite Stellung eingenommen hat. Die auf die Verreibwalze 4 übertragene Farbe wird durch weitere Verreibwalzen, die Formwalze und den Plattenzylinder der Druckzone zugeführt und auf diese Druckzone passierendes Papier niedergebracht. Die Zeitdauer, während der jede Heberwalze 5 in der ersten und der zweiten Position gehalten wird, wird über die Steuerschaltung 26 geregelt, wodurch die der Druckzone zuzuführende Farbmenge über die Breite des Papiers hinweg von Position zu Position eingestellt wird.

Durch das vorbeschriebene Farbwerk kann der Raum für die Installation der Heberwalze 5 klein gehalten werden, da die Umstellvorrichtung 14 für die Heberwalze 5 auf dem Tragelement 7 zwischen dem beweglichen Element 8 und dem Tragelement 7 angeordnet ist. Die Umstellvorrichtung 14 ist dahingehend konzipiert, dass mittels des Kolbens 17 das bewegliche Element 8 pneumatisch verschoben wird. Dies hat einen geringeren Temperaturanstieg der Umstellvorrichtung 14 zur Folge als beim Einsatz eines Elektromagneten, wodurch eine einfache und kompakte konstruktive Gestaltung der Umstellvorrichtung 14 möglich ist. Die elektrischen Leitungen 25 sind mit dem auf der Oberseite des Tragelements 7 befindlichen Ventil 22 verbunden und freiliegend in der Nut 11 des beweglichen Elements 8 angeordnet, durch welche Nut 11 sie lediglich nach außen verlaufen, mit dem Ergebnis, dass die Verdrahtung für das Ventil 22 einfach aufgebaut und das Verdrahtungsverfahren als solches vereinfacht ist. Die Umstellvorrichtung 14 ist auch deshalb von einfacher und kompakter Konstruktion, weil der zylindrische Teil 15 mit dem darin eingesetzten Kolben 17 und die Ausnehmung 16 zur Aufnahme des Vorspannstifts 19 und der Feder 20 direkt in dem Tragelement 7 ausgebildet sind. Auch ist der mit dem Ventil 22 in Verbindung stehende und den Luftzufuhrkanal 21 sowie die Verbindungskanäle 23, 24 umfassende Luftdurchlass direkt in dem Tragelement 7 ausgebildet. Hierdurch werden Leitungen für das Ventil 22 und Platz für deren Verlegung überflüssig, so dass sich eine einfache und entsprechend raumsparende konstruktive Gestaltung für die Umstellvorrichtung ergibt.

4 zeigt einen Teil der Heberwalze 5 im größeren Maßstab. Jede der gegenüberliegenden Endbereiche 5 ist über den Kantenbereich 5a zwischen der äußeren Umfangsoberfläche der Walze und ihrer Stirnfläche, einen Endbereich der äußeren Umfangsoberfläche, der sich an den Kanten- und den Endbereich anschließt, und die Stirnfläche hinweg mit einer haftfreien Beschichtung aus Tetrafluorethylen-, Fluorkohlenstoff- oder Silikonharz und damit einer haftfreien Schicht 27. versehen, die ein Anhaften von mit Papierteilchen vermischter Farbe verhindert. Die haftfreie Schicht 27 weist eine Dicke von beispielsweise mehreren Zehntelmikrometern auf. Der auf der äußeren Umfangsoberfläche befindliche Teil der Schicht 27 hat eine axiale Breite von beispielsweise 0.5 bis mehreren Millimetern. In der Zeichnung ist die Dicke der haftfreien Schicht 27 übertrieben groß dargestellt.

5 zeigt gegenüberliegende Endbereiche der Verreibwalze 4 im größeren Maßstab. Die Verreibwalze 4 ist in Form eines Gummizylinders mit großer Wanddicke vorgesehen und um einen Metallkern 28 herumgelegt. Ein Antihaftmittel wird auf jeden der gegenüberliegenden Endbereiche der Verreibwalze 4 über den Kantenbereich 4a zwischen der äußeren Umfangsoberfläche und der Stirnfläche der Walze, einen Endbereich der äusseren Umfangsoberfläche, der sich an den Kantenbereich anschließt, und die Stirnfläche hinweg aufgebracht, um so eine haftfreie Schicht 29 zu bilden, die wie die vorbeschriebene Schicht ein Anhaften von mit Papierteilchen vermischter Farbe verhindert. Gleiche Schichten sind auch auf den weiteren Verreibwalzen, die nicht dargestellt sind, vorgesehen.

Da die haftfreie Schicht 27 oder 29, welche das Anhaften von mit Papierteilchen vermischter Farbe verhindert, auf dem Kantenbereich 5a bzw. 4a an jedem Ende, auf der an den Kantenbereich anschließenden äußeren Umfangsoberfläche und auf der Stirnfläche einer jeden der Heberwalzen 5 und Verreibwalzen 4 ausgebildet ist, erscheint ein Anhaften und Ansammeln, dass es zum Anhaften und Ansammeln von mit Papierteilchen vermischter Farbe auf dem Kantenbereich 5a bzw. 4a selbst dann unwahrscheinlich, wenn sie aus der Druckzone nach vorn verbracht wird.

Zwar sind in den beschriebenen Ausführungsformen die zylindrische Heberwalze 5 und die zylindrische Verreibwalze 4 jeweils mit einer haftfreien Schicht 27 bzw. 29 über die gesamte radiale Breite einer jeden Stirnfläche hinweg versehen, doch kann die Schicht auch lediglich über einen Bereich zur äußeren Umfangsoberfläche hin, beispielsweise in der gleichen Breite wie die äußere Umfangsoberfläche selbst, ausgebildet sein.

Was die einzelnen Komponenten des Farbwerks anbetrifft, so sind diese konstruktiv nicht auf diejenigen der beschriebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern zweckentsprechend veränderbar. Nach den Ausführungsformen kann die Heberwalze 5 in eine Position verschoben werden, in der sie mit der Kastenwalze 3 in Kontakt steht und von der Verreibwalze 4 abgesetzt ist, oder alternativ in eine Position, in welcher die Rolle 5 die Verreibwalze 4 kontaktiert und von der Kastenwalze 3 abgesetzt ist, während wie beispielsweise in der JP-A Nr. 301439/1990 die in ständigem Kontakt mit der Verreibwalze gehaltene Heberwalze in eine Position des Kontakts mit der Kastenwalze oder alternativ in eine von der Kastenwalze abgesetzte Position verschoben werden kann. Wenngleich bei den vorbeschriebenen Ausführungsformen mehrere in Achsrichtung der Kastenwalze 3 beabstandete Heberwalzen 5 angeordnet sind, kann auch eine einteilige Heberwalze von etwa der gleichen Länge wie die Kastenwalze 3 vorgesehen werden.

Die Erfindung ist nicht nur auf die Heberwalzen 5 und die Verreibwalzen 4, sondern auch auf andere Farbwalzen anwendbar.

Zwar werden gemäß der vorbeschriebenen Ausführungsform die haftfreien Schichten 27, 29 durch Beschichten auf der Heberwalze 5 oder der Verreibwalze 4 ausgebildet, doch kann die Herstellung der haftfreien Schicht auch durch nicht erfindungsgemäße andere Mittel erfolgen. So lässt sich beispielsweise jeder Endbereich der Walze 5 nicht erfindungsgemäß mit einem auf diesem haftend angeordneten Abdeckelement umhüllen, das in Form eines kurzen rohrförmigen Abschnitts um den Walzenendbereich gelegt wird und einen mit dem rohrförmigen Abschnitt einstückigen inneren Flansch aufweist, wobei zumindest die Oberfläche des Abdeckelements aus einem haftfreien Harz wie Tetrafluorethylen-, Fluorkohlenstoff- oder Silikonharz hergestellt ist.

GEWERBLICHE VERWERTBARKEIT

Die Erfindung ist anwendbar auf Farbwalzen von Druckmaschinen und insbesondere auf Heber- und Verreibwalzen zum Einsatz in Offset-Druckmaschinen, Buchdruckmaschinen usw. für die Zufuhr von Farbe aus dem Farbkasten zur Druckzone.


Anspruch[de]
Farbwalze (4, 5) für Druckmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass eine haftfreie Schicht (27, 29) aus einer Beschichtung aus einem Antihaftmittel zur Verhinderung des Anhaftens von mit Papierpartikeln vermischter Farbe auf der Walze (4, 5) über einem Kantenbereich (5a) zwischen einer äußeren Umfangsoberfläche der Walze (4, 5) und jeder ihrer Stirnflächen, einem Endbereich der äußeren Umfangsoberfläche, der sich an den Kantenbereich (5a) anschließt und zumindest einem Bereich der Stirnfläche zur äußeren Umfangsoberfläche hin ausgebildet ist. Farbwalze für Druckmaschinen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Antihaftmittel ein haftfreies Harz umfaßt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com