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Dokumentenidentifikation DE102005050041B3 24.05.2007
Titel Vorrichtung zum Zerkleinern von Nahrungsmittelblöcken
Anmelder Magurit Gefrierschneider GmbH, 42897 Remscheid, DE
Erfinder Vieth, Dino, 42929 Wermelskirchen, DE;
Gödtel, Hans Günther, 42929 Wermelskirchen, DE;
Manderla, Werner, 42929 Wermelskirchen, DE;
Koll, Jürgen, 42929 Wermelskirchen, DE;
Vieth, Walter, 42929 Wermelskirchen, DE
Vertreter Sparing · Röhl · Henseler, 40237 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 19.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005050041
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.2007
IPC-Hauptklasse A22C 17/00(2006.01)A, F, I, 20051019, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A22C 25/00(2006.01)A, L, I, 20051019, B, H, DE   A22C 25/04(2006.01)A, L, I, 20051019, B, H, DE   B02C 18/16(2006.01)A, L, I, 20051019, B, H, DE   B26D 3/22(2006.01)A, L, I, 20051019, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zerkleinern von Nahrungsmittelblöcken (N), umfassend eine über eine Zuführöffnung (3) zugängliche Schneidstation (2) mit einem motorisch antreibbaren Walzenkörper (6) mit einem Walzenmantel (7) mit mindestens einem gegenüber dem Walzenmantel (7) vorstehenden, Streifen schneidenden Bügelmesser (10), das eine entsprechende Durchtrittsöffnung (12) für in Streifen geschnittenes Gut bildet, die durch in Bezug auf den Walzenkörper (6) radiale Schneiden (11) unterteilt ist, wobei die Durchtrittsöffnung (12) bis zur Innenseite des Walzenmantels (7) führt und sich das mindestens eine Bügelmesser (10) insgesamt über die volle Höhe der Zuführöffnung (3) erstreckt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zerkleinern von Nahrungsmittelblöcken nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus DE 38 27 767 C2 ist eine Messerwalze für eine Vorrichtung zum Vorzerkleinern von Gefriergut bekannt, die einen Walzenkörper aufweist, auf dem eine Reihe von Bügelmessern, d.h. Messern mit bügel- oder U-förmiger Schneide befestigt sind, die mit dem Walzenkörper entsprechende Durchtrittsöffnungen begrenzen. Der Walzenkörper ist mit seiner Achse horizontal auf bzw. mit einem Maschinenkörper drehbar angeordnet. Die Durchtrittsöffnung des jeweiligen Bügelmessers kann dabei mindestens durch eine radiale Querschneide unterteilt sein. Auf diese Weise können schmale Streifen geschnitten werden, deren Länge etwa der Dicke des aufliegenden Schneidgutes entspricht, die zudem meist erst durch einen nachfolgend abgeschnittenen Streifen aus der Durchtrittsöffnung zwischen Bügelmesser und Walzenkörper herausgedrückt werden. Durch die horizontale Anordnung des Walzenkörpers werden diese Streifen nach oben herausgedrückt und fallen auf das zu zerkleinernde Produkt, um dann erneut geschnitten zu werden. Dies führt zu einem nicht unerheblichen Anteil von nicht maßhaltigem Schnittgut.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Zerkleinern von Nahrungsmittelblöcken zu schaffen, bei der der Anteil an verschnittenem Gut zumindest wesentlich reduziert ist.

Diese Aufgabe wird entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Dementsprechend ist eine Vorrichtung zum Zerkleinern von Nahrungsmittelblöcken vorgesehen, die eine über eine Zuführöffnung zugängliche Schneidstation mit einem motorisch antreibbaren Walzenkörper mit einem Walzenmantel mit mindestens einem gegenüber dem Walzenmantel vorstehenden, Streifen schneidenden Bügelmesser umfaßt, das eine entsprechende Durchtrittsöffnung für in Streifen geschnittenes Gut bildet, die durch in Bezug auf den Walzenkörper radiale Schneiden unterteilt ist, wobei die Durchtrittsöffnung bis zur Innenseite des Walzenmantels führt und sich das mindestens eine Bügelmesser insgesamt über die volle Höhe der Zuführöffnung erstreckt. Hierdurch werden vom gefrorenen, vorzugsweise tiefgekühlten Schneidgut abgeschnittene Streifen in das Innere des Walzenmantels befördert und können von dort abgeführt werden oder fallen einfach aus diesem heraus. Selbst wenn Streifen nicht sofort herausfallen, drückt ein nachfolgend abgeschnittener Streifen den vorhergehenden ins Innere des Walzenmantels, so daß kein mehrfaches Schneiden und damit ein unkontrolliertes Zerkleinern stattfinden kann. Dementsprechend wird dadurch auch eine Reinigung der Vorrichtung durch derart unkontrolliert zerkleinertes Gut nicht behindert.

Außerdem ermöglicht es diese Ausgestaltung, die Streifen in Stücke gewünschter Länge nochmals zu zerkleinern, indem im Inneren des Walzenmantels eine motorisch antreibbare Schneidtrommel mit einer Vielzahl von in Umfangsrichtung zueinander beabstandeten Messern angeordnet ist, deren Schneidkanten durch Drehung der Schneidtrommel an der Mündung der Durchtrittsöffnung an der Innenseite des Walzenmantels entlang führbar sind. Die Größe dieser Stücke kann durch unterschiedliche Drehzahlen von Walzenmantel und Schneidtrommel in gewünschter Weise eingestellt werden, so daß z.B. Würfel erhalten werden.

Wenn ein Bügelmesser vorhanden ist, erstreckt sich dieses über die volle Höhe der Zuführöffnung. Wenn mehrere Bügelmesser vorgesehen sind, genügt es, wenn sich die einzelnen Bügelmesser nicht über die gesamte Höhe, aber die Bügelmesser insgesamt über die volle Höhe der Zuführöffnung erstrecken.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden

Beschreibung und den Unteransprüchen zu entnehmen.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den beigefügten Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

1 zeigt in Seitenansicht eine Vorrichtung zum Zerkleinern von Nahrungsmittelblöcken.

2 zeigt die Vorrichtung zum Zerkleinern von Nahrungsmittelblöcken von 1 teilweise im Schnitt und teilweise in Draufsicht.

3 und 4 zeigen Einzelheiten der Vorrichtung zum Zerkleinern von Nahrungsmittelblöcken von 1 im Schnitt.

Die dargestellte Vorrichtung umfaßt ein Maschinengestell 1 mit einer Schneidstation 2 hinter einer Zuführöffnung 3 für zu schneidende Nahrungsmittelblöcke N, die mittels eines Förderers 4 durch die Zuführöffnung 3 der Schneidstation 2 zugeführt werden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Förderer 4 ein hin- und herbeweglicher Stempel, der die Nahrungsmittelblöcke N über eine an der Zuführöffnung 3 endende, horizontale Platte 5a zur Schneidstation 2 verschiebt und in Schneidposition drückt.

Im Bereich der Zuführöffnung 3 ist ein Niederhalter 5 für die angeförderten Nahrungsmittelblöcke N vorgesehen, der sich vorzugsweise selbsttätig in seiner Höhe entsprechend der Dicke des jeweiligen Nahrungsmittelblocks N verstellt und eine im wesentliche konstante Auflast hierfür bildet. Zum Förderer 4 hin ist der Niederhalter 5 zweckmäßigerweise nach oben abgewinkelt, um das Einführen von Nahrungsmittelblöcken N in die Zuführöffnung 3 zu erleichtern.

Die Schneidstation 2 umfaßt unmittelbar benachbart zur Zuführöffnung 3 einen Walzenkörper 6 mit einem Walzenmantel 7 und einem elektromotorischen Antrieb 8 für den Walzenkörper 6 um dessen Achse 9. Der Walzenkörper 6 ist vorzugsweise, wie dargestellt, mit seiner Achse 9 vertikal angeordnet.

Der Walzenkörper 6 besitzt an seinem Umfang mindestens ein (im dargestellten Ausführungsbeispiel drei) U-förmiges, in eine entsprechende Ausnehmung am Außenumfang des Walzenmantels 7 eingesetztes Bügelmesser 10 mit einer Schneidkante 10a, die sich über die volle Höhe der Zuführöffnung 3 erstreckt, so daß bei jeder Umdrehung des Walzenkörpers 6 durch das jeweilige Bügelmesser 10 ein Streifen von der Dicke und Breite des jeweiligen Nahrungsmittelblocks N abgeschnitten wird. Das Bügelmesser 10 ist zusätzlich durch Schneiden 11 unterteilt, die radial zum Walzenkörper 6 angeordnet sind. Hierdurch werden die Streifen zusätzlich in Förderrichtung in eine entsprechende Anzahl unterteilt.

Die Streifen treten während des Abschneidens in eine Durchtrittsöffnung 12 ein, die innerhalb des Bügelmessers 10 zunächst etwas schräg einwärts zur Tangente an den Walzenmantel 7 verläuft, um dann in gebogenem Verlauf an der Innenseite des Walzenmantels 7 vorzugsweise im wesentlichen radial zu münden. Allerdings kann die Durchtrittsöffnung 12 auch einen geraden Verlauf haben und/oder schräg, d.h. im wesentlichen radial bis annähernd tangential an der Innenseite des Walzenmantels 7 münden.

Hierdurch werden die abgeschnittenen Streifen ins Innere des Walzenmantels 7 gefördert und können aus den Durchtrittsöffnungen 12 heraus in einen Auffangbehälter fallen oder abgefördert werden.

Ferner kann konzentrisch zum Walzenmantel 7 in diesem eine nach unten offene Schneidtrommel 13 angeordnet sein, die mit einer Umdrehungszahl antreibbar ist, die von derjenigen des Walzenmantels 7 verschieden ist. Dies kann beispielsweise über einen separaten elektromotorischen Antrieb 14 geschehen, dessen Welle 15 durch die Welle 16 des Antriebs 8 geführt ist.

Die Schneidtrommel 13 besitzt eine Vielzahl von in Umfangsrichtung zueinander beabstandeten Messern 17, die sich zumindest über die Höhe der Durchtrittsöffnungen 12 erstrecken und deren Schneidkanten 17a an der Mündung der jeweiligen Durchtrittsöffnung 12 im Inneren des Walzenmantels 7 vorbeilaufen und mit Gegenmessern 18 zusammenarbeiten, die an der Innenseite des Walzenmantels 7 in entsprechenden Ausnehmungen benachbart zu den Mündungen der Durchtrittsöffnungen 12 – hier in Drehrichtung hinter diesen – eingesetzt sind. Hierdurch werden die aus den Durchtrittsöffnungen 12 austretenden Streifen in kürzere Abschnitte, etwa Würfel, zerkleinert, wobei die Länge durch die unterschiedlichen Drehzahlen und den Abstand der Messer 17 zueinander bestimmt wird. Die abgetrennten kurzen Abschnitte können nach unten herausfallen und/oder entsprechend abtransportiert werden.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Drehrichtung der Schneidtrommel 13 entgegengesetzt zu derjenigen des Walzenkörpers 6. Jedoch können beide auch gleiche Drehrichtung haben, jedoch muß dann die Schneidtrommel 13 den Walzenkörper 6 entsprechend überholen.


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Zerkleinern von Nahrungsmittelblöcken (N), umfassend eine über eine Zuführöffnung (3) zugängliche Schneidstation (2) mit einem motorisch antreibbaren Walzenkörper (6) mit einem Walzenmantel (7) mit mindestens einem gegenüber dem Walzenmantel (7) vorstehenden, Streifen schneidenden Bügelmesser (10), das eine entsprechende Durchtrittsöffnung (12) für in Streifen geschnittenes Gut bildet, die durch in Bezug auf den Walzenkörper (6) radiale Schneiden (11) unterteilt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnung (12) bis zur Innenseite des Walzenmantels (7) führt und sich das mindestens eine Bügelmesser (10) insgesamt über die volle Höhe der Zuführöffnung (3) erstreckt. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzenkörper (6) mit seiner Achse (9) vertikal im Anschluß an die Zuführöffnung (3) angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Förderer (4) zum Zuführen von Nahrungsmittelblöcken (N) zur Schneidstation (2) vorgesehen ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Zuführöffnung (3) ein Niederhalter (5) für Nahrungsmittelblöcke (N) angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnung (12) im wesentlichen radial bis annähernd tangential an der Innenseite des Walzenmantels (7) mündet. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnung (12) im Eintrittsbereich in einem kleinen Winkel zur Tangente an den Walzenmantel (7) verläuft. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren des Walzenmantels (7) eine motorisch antreibbare Schneidtrommel (13) mit einer Vielzahl von in Umfangsrichtung zueinander beabstandeten Messern (17) koaxial zum Walzenmantel (7) angeordnet ist, deren Schneidkanten durch Drehung der Schneidtrommel (13) an der Mündung der Durchtrittsöffnung an der Innenseite des Walzenmantels (7) entlang führbar sind.






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