PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202005021117U1 24.05.2007
Titel Polster
Anmelder Zwanzgleitner, Johann, Graz, AT;
Zwinz, Alexander, 85635 Höhenkirchen-Siegertsbrunn, DE
Vertreter Schlimme, W., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 85521 Ottobrunn
DE-Aktenzeichen 202005021117
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.05.2007
Registration date 19.04.2007
Application date from patent application 02.05.2005
File number of patent application claimed PCT/AT2005/000151
IPC-Hauptklasse G09F 23/00(2006.01)A, F, I, 20061214, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G09F 3/18(2006.01)A, L, I, 20061214, B, H, DE   B68G 11/00(2006.01)A, L, I, 20061214, B, H, DE   A44B 18/00(2006.01)A, L, I, 20061214, B, H, DE   A47C 31/10(2006.01)A, L, I, 20061214, B, H, DE   A47C 3/16(2006.01)A, L, I, 20061214, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Polster, vorzugsweise Sitzpolster, Knieunterlage, Fußunterlage oder Rückenlehne, insbesondere loser Sitzpolster, wobei der Polster und/oder ein Bezug des Polsters mit einer Haltevorrichtung versehen ist.

Sitzgelegenheiten, die als Träger für Werbeträger od. dgl. dienen sind z.B. aus der DE 2002 00 460 U bekannt. Bei dieser bekannten Lösung ist für einen Sitz, z.B. einer Kino-, Theater- bzw. Opernstuhlreihe, ein Sitzschonbezug vorgesehen, der mit einer beliebigen Werbung oder sonstigen Information bedruckt ist. Dieser weist einen im wesentlichen eckigen Zuschnitt auf, der an zwei einander gegenüberliegenden Rändern mit Elementen versehen ist, mit denen der Sitzschonbezug nach dem Überstülpen über den Sitz fixiert werden kann. Solche Elemente können durch elastische oder nicht-elastische Bänder gebildet sein, die mit im wesentlichen ringförmigen, mit sich selbst verhakbaren Verbindungselementen verbunden sind. Diese bekannte Lösung ermöglicht zwar durch Tauschen des Sitzschonbezuges den Sitz mit einem anderen Werbe- oder Informationsträger zu versehen, allerdings erfordert das Austauschen des Sitzschonbezuges einen nicht unbeträchtlichen Aufwand. Außerdem ist für die Herstellung der verschiedenen Sitzschonbezüge auch ein entsprechender Material- und Herstellungsaufwand erforderlich.

Aus der US 4 309 784 A ist es bekannt, bei einem Zierpolster Sichtfenster für Ziergegenstände vorzusehen, wodurch eine persönliche Ausgestaltung des Polsters erreicht werden kann. Nachteilig dabei ist, dass der Polster aufgrund der Ziergegenstände oftmals leicht beschädigt werden kann und nicht als Gebrauchsgegenstand geeignet ist.

Ziel der Erfindung ist es diese Nachteile zu vermeiden und einen Polster vorzuschlagen, bei dem ein rasches und einfaches Austauschen von Werbe- oder Informationsträgern möglich ist, der robust ausgestaltet werden kann und mit dem eine schnelle und einfache Informationsvermittlung erreicht werden kann.

Erfindungsgemäß wird dies bei einem Polster der eingangs erwähnten Art dadurch erreicht, dass in der Haltevorrichtung ein Werbe- oder Informationsträger angeordnet ist.

Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen ist es möglich eine Werbebotschaft oder eine Information einfach durch Austausch des Werbe- oder Informationsträgers an oder in der Haltevorrichtung zu ändern. Dabei kann die Werbe- oder Informationsaufschrift auf einem relativ billigen Träger aufgebracht sein, wie z.B. Papier oder einer Kunststofffolie. Weiters wird ein strapazefähiger und robuster Polster erreicht, der mehrmals bei Veranstaltungen eingesetzt werden kann.

Durch die Merkmale des Anspruches 2 ergibt sich der Vorteil, dass der Werbe- oder Informationsträger sehr einfach und rasch ausgetauscht werden kann. Dazu ist es lediglich erforderlich einen Werbeträger od. dgl. in die einseitig offene Klarsichtfolie einzuschieben. Solche Polster sind z.B. als Sitzgelegenheiten bei Open-Air-Konzerten, insbesondere Rock- oder Popkonzerten verwendbar, wobei zwischen Klarsichtfolie und Sitzpolster Träger mit Mitteilungen oder mit einzelnen Buchstaben od. dgl. eingeschoben werden können, wobei in letzterem Fall mehrere Personen. durch Hochhalten der Sitzpolster mit den Informationsträgern in einer Richtung z.B. ein oder mehrere Wörter bilden können. Dabei ist durch das sehr leicht durchführbare Austauschen der Werbe- oder Informationsträger ein hohes Maß an Flexibilität gegeben.

Um eine sichere Verbindung zwischen der Klarsichtfolie und dem Polster sicherzustellen, ist es vorteilhaft die Merkmale des Anspruches 3 vorzusehen.

Eine besonders einfache Herstellung des Polsters kann durch die Merkmale des Anspruches 4 erreicht werden, wobei die Haltevorrichtung gleichzeitig mit dem Zusammennähen des Polsters und/oder des Bezuges befestigt werden kann.

Mit den Merkmalen des Anspruches 5 kann auf einfache Weise eine fixe und eine Variable Information auf dem Polster angebracht werden. So kann beispielsweise auf der einen Seite Informationen über einen Sponsor aufgedruckt sein und auf der gegenüberliegenden Seite aktuelle Informationen über eine Veranstaltung angeboten werden.

Die Flexibilität der Anordnung der Informationen kann durch die Merkmale des Anspruches 6 weiter erhöht werden.

Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen, in welchen Ausführungsformen dargestellt sind, näher beschrieben. Dabei zeigt:

1 eine Draufsicht auf eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Polsters, der als Sitzpolster ausgebildet ist;

2 eine Seitenansicht des Sitzpolsters nach der 1;

3 eine Draufsicht auf eine andere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Polsters;

4 einen Schnitt längs Linie AA der 3; und

5 einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Polsters.

An einer Seite eines Polsters 1, der in beliebiger Weise hergestellt sein kann, ist eine Haltevorrichtung 9 für einen Werbe- oder Informationsträger 3 befestigt. Anstatt mit dem Polster 1, kann die Haltevorrichtung 9 auch mit einem Bezug 8 des Polsters 1 verbunden sein. Vorzugsweise umfasst die Haltevorrichtung 9 eine Klarsichtfolie 2.

Der Polster 1 kann vorzugsweise als Sitzpolster 1, als Knieunterlage als Fußunterlage oder als Rückenlehne ausgebildet sein. Eine bevorzugte Ausführung betrifft einen losen Sitzpolster 1, wobei die Klarsichtfolie 2 vorzugsweise an der Sitzfläche angeordnet ist. Bei anderen Ausführungen als einem Sitzpolster ist die Klarsichtfolie 2 vorzugsweise an der Kontaktfläche, welche dem Benutzer bei der vorgesehenen Benutzung zugewandt ist, angeordnet.

Gemäß den in den Zeichnungen, 1 bis 5, dargestellten Ausführungsformen ist die Klarsichtfolie 2 randseitig mit dem Polster 1 derart verbunden, dass eine Randseite 6 offen bleibt, so dass ein Werbe- oder Informationsträger 3 zwischen der Klarsichtfolie 2 und der Polsteroberfläche und/oder der Oberfläche des Bezuges 8 eingeschoben und wieder entfernt werden kann, wodurch ein sehr einfacher Austausch von verschiedenen Werbe- oder Informationsträgern 3 möglich ist. Der Werbe- oder Informationsträger 3 kann aus Papier, Pappe, einer Kuststofffolie oder einem steiferen Gewebe gebildet sein, das entsprechend bedruckt ist. Längs der Einschuböffnung kann die Kante der Kunststofffolie mit einer Griffhilfe, z.B. einer Vertiefung 4, für das leichtere Erfassen des Werbe- oder Informationsträgers 3 ausgebildet sein.

Die Verbindung von Klarsichtfolie 2 mit dem Polster 1 kann verschiedentlich abgewandelt werden. So kann z.B. die Verbindung unter Bildung zueinander paralleler Einschubfächer, die auch an einander abwechselnden Seiten offen sein können, erfolgen. An einer Seite des Polsters 1 können zwei oder mehr Einschubfächer vorgesehen sein.

Wie aus der 2 zu ersehen ist, ist lediglich an einer Seite des Polsters 1 auf diesem eine Klarsichtfolie 2 angebracht, wobei bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Klarsichtfolie aufgenäht ist. Dabei sind an drei Seiten der Klarsichtfolie 2 Nähte 5 vorgesehen. Alternativ ist es möglich die Klarsichtfolie 2 auch auf andere Weise mit dem Polster 1 zu verbinden, z.B. mittels Klettverschlüssen, Druckknöpfen oder Knopf-Knopfloch-Kombinationen.

Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach den 1 und 2 ist die Klarsichtfolie 2 im Abstand von den Rändern des Polsters 1 angeordnet. Demgegenüber kann gemäß der Ausführungsform gemäß den 3 und 4 die Klarsichtfolie 2 längs der Begrenzungskanten des Polsters 1 unter Freilassung wenigstens einer Einschuböffnung mit diesem verbunden, z.B. vernäht, sein. Mit den 1 und 2 übereinstimmende Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

Wenngleich in den Zeichnungen die für den Einschub eines Werbe- oder Informationsträger 3 vorgesehene Klarsichtfolie 2 nur an einer Seite des Polsters 1 angeordnet ist, so ist die Erfindung hierauf nicht beschränkt. Insbesondere ist es möglich eine solche Klarsichtfolie 2 sowohl an der Kontaktfläche, welche dem Benutzer bei der vorgesehenen Benutzung zugewandt ist, beispielsweise der Sitzfläche bei einem Sitzpolster 1, als auch an der gegenüberliegenden Auflagefläche des Polsters 1 vorzusehen.

Ferner liegt es im Rahmen der Erfindung anstelle einer Klarsichtfolie 2 zwei übereinanderliegende Klarsichtfolien 2 mit dem Polster 1 zu verbinden, um zwei Einschubfächer für den schnellen Abruf verschiedener Werbe- oder Informationsträger 3 zu schaffen, wobei dann nur der eine Träger entfernt werden muss um sofort den anderen, zweiten Träger bereit gestellt zu haben.

Des Weiteren ist es möglich anstelle der Klarsichtfolie 2 eine Kunststoffhülle zu verwenden, etwa in der Art wie sie als Bürohilfsmittel für das Verwahren von Papierblättern verwendet wird.

Bei der in 5 dargestellten Ausführungsform sind zwei Einschübe auf einer Seite des Polsters 1 vorgesehen, wobei auf der gegenüberliegenden Seite ein Aufdruck 7 angebracht ist. Dabei stellt der Aufdruck 7 eine dauerhafte Information und die Werbeträger 3 in den Einschüben eine austauschbare Information dar, wodurch der Polster 1 einfach und schnell an verschiedene Einsatzgebiete, beispielsweise unterschiedliche Veranstaltungen desselben Sponsors, adaptiert werden kann.

Die beschriebenen Merkmale können bei allen Ausführungen eines erfindungsgemäßen Polsters 1, welche vorzugsweise Sitzpolster, Knieunterlagen, Fußunterlagen oder Rückenlehnen betreffen, ausgebildet sein. Weitere Ausführungsformen erfindungsgemäßer Polster 1 können einfach durch Kombination einzelner der Merkmale der unterschiedlichen Ausführungsbeispiele gebildet werden.


Anspruch[de]
Polster, vorzugsweise Sitzpolster, Knieunterlage, Fußunterlage oder Rückenlehne, insbesondere loses Sitzpolster, wobei das Polster (1) und/oder ein Bezug (8) des Polsters (1) mit einer Haltevorrichtung (9) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass in der Haltevorrichtung (9) ein Werbe- oder Informationsträger (3) angeordnet ist. Polster gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (9) durch wenigstens eine Klarsichtfolie (2) gebildet ist, die an wenigstens einer Seite des Polsters (1), vorzugsweise an der Kontaktfläche, insbesondere der Sitzfläche, unter Bildung einer oder mehrerer Einschuböffnungen (6) für Werbe- oder Informationsträger (3), zum Beispiel mit Aufschriften versehene Papier-, Pappeblätter, Gewebstücke, angeordnet ist. Polster gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klarsichtfolie (2) durch Nähte (5), Klettverschlüsse oder Druckknöpfe befestigt ist. Polster nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klarsichtfolie (2) unter Freilassung wenigstens einer Einschuböffnung (6) längs der Begrenzungskanten des Polsters angeordnet ist. Polster nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (9) an lediglich einer Seite des Polsters (1) vorgesehen ist und die der Haltevorrichtung gegenüberliegende Seite einen Aufdruck (7) aufweist. Polster nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (9) zumindest zwei übereinanderliegende Klarsichtfolien (2) umfasst. Polster nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Klarsichtfolie (2) an ihrer der Einschuböffnung zugeordneten Kante mit einer Griffhilfe (4) versehen ist, die vorzugsweise als Vertiefung oder Ausnehmung ausgestaltet ist. Polster nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Werbe- oder Informationsträger (3) aus Papier, Pappe, einer Kunststofffolie oder einem steiferen Gewebe gebildet ist, sodass das Polster nach dem Einschieben des Werbe- oder Informationsträgers (3) in die Haltevorrichtung (9) so versteift ist, dass es durch Hochhalten als Anzeigeelement nutzbar ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com