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Dokumentenidentifikation DE202006019034U1 24.05.2007
Titel Als Löschmitteltank ausgebildeter Abrollbehälter für ein Wechselladergestell
Anmelder Brandschutztechnik Müller GmbH, 34289 Zierenberg, DE;
Peter Schmitt GmbH, 40699 Erkrath, DE
Vertreter Walther, Walther & Hinz GbR, 34130 Kassel
DE-Aktenzeichen 202006019034
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.05.2007
Registration date 19.04.2007
Application date from patent application 16.12.2006
IPC-Hauptklasse A62C 27/00(2006.01)A, F, I, 20061216, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen als Löschmitteltank ausgebildeten Abrollbehälter für ein Wechselladergestell.

Üblicherweise sind die Feuerwehren, und zwar insbesondere die Berufsfeuerwehr mit Tanklöschfahrzeugen ausgerüstet. Derartige Tanklöschfahrzeuge sind sehr teuer und werden relativ selten benutzt.

Insbesondere ist man auch deshalb bei verschiedenen Kommunen dazu übergegangen, so genannte Abrollbehälter für Wechselladerfahrgestelle bereitzuhalten, die im Falle des Brandes von einem solchen Fahrzeug aufgenommen, und unmittelbar zum Brandherd transportiert werden können. Die Kommunen verfügen gemeinhin über eine Vielzahl solcher Fahrzeuge mit Wechselladerfahrgestell, wobei dann, wenn dafür gesorgt ist, dass immer ein oder zwei derartige Fahrzeuge vorgehalten werden, solche Abrollbehälter zügig zum Brandort transportiert werden können.

Vorteilhaft hierbei ist, dass diese Fahrzeuge hierdurch wesentlich besser genutzt werden können, was die Kosten für den Betrieb einer kommunalen Feuerwehr drastisch reduziert. Dies deshalb, weil, wie bereits ausgeführt, teure Tanklöschfahrzeuge nicht mehr vorgehalten werden müssen. Derartige als Löschtank ausgebildete Abrollbehälter sind insofern auch bereits bekannt. Solche Löschtanks stellen sich quasi als autonome Einheiten dar, und zwar insofern, als diese Löschtanks mit einer Motorpumpe versehen sind, um das im Tank befindliche Löschgut mit dem erforderlichen Druck einem entsprechenden Strahlrohr zuzuführen. Die Motorpumpe ist üblicherweise im Geräteraum untergebracht. Der Geräteraum befindet sich unmittelbar im Anschluss an den Tank, wobei die Decke des Geräteraums die Plattform bildet, auf der der Monitor angeordnet ist, durch den schlussendlich auch das Löschmittel abgegeben wird. Während der Bekämpfung des Brandes kann es erforderlich sein, dass die Pumpendrehzahl oder auch der Wasserdruck verändert werden muss. Insofern ist üblicherweise ein zweiter Feuerwehrmann erforderlich, der auf Zuruf des Feuerwehrmanns oben auf der Plattform die entsprechenden Einstellungen an der Motorpumpe vornimmt. Wollte man die Bedienung mit einem Feuerwehrmann bewerkstelligen, müsste der auf der Plattform für die Brandbekämpfung zuständige Feuerwehrmann die Plattform kurzzeitig verlassen, um die entsprechenden Einstellungen an der Motorpumpe vornehmen zu können. Dies ist nicht ratsam, da hierdurch die Brandbekämpfung länger dauern würde.

Um die Bedienung sowohl des Monitors als auch der Motorpumpe durch eine einzige Person zu gewährleisten, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Motorpumpe auf dem Löschtank angeordnet ist, wobei die Motorpumpe von der Plattform aus durch die Person bedienbar ist, wobei auf der Plattform ebenfalls der Monitor angeordnet ist.

Hierdurch wird erreicht, dass, wie bereits ausgeführt, sowohl die Motorpumpe als auch der Monitor von einer Person bedient werden kann.

Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen. So ist insbesondere vorgesehen, dass der Löschtank eine Vertiefung zur Aufnahme der Motorpumpe aufweist, so dass sich die Motorpumpe tatsächlich im Bedienbereich der Person auf der Plattform befindet. Insofern ist vorteilhaft die Vertiefung derart gewählt, dass der Boden der Vertiefung in etwa in einer Ebene mit der Plattform liegt.

Nach einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist die Motorpumpe als sogenannte Tragkraftspritze ausgebildet. Eine Tragkraftspritze zeichnet sich dadurch aus, dass die Motorpumpe auf einem Tragegestell angeordnet ist, so dass die Motorpumpe samt Tragegestell von dem Tank abnehmbar ist.

Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass unter der Plattform ein Geräteraum zur Aufnahme von Gerätschaften vorgesehen ist.

Wie bereits an anderer Stelle erläutert, ist es beim Stand der Technik so, dass die Motorpumpe, und zwar beispielsweise in Form einer Tragkraftspritze in dem Geräteraum untergebracht ist. Dadurch, dass die Motorpumpe nunmehr außerhalb des Geräteraums auf dem Tank angeordnet ist, besteht nunmehr im Geräteraum wesentlich mehr Platz zur Unterbringung benötigter Gerätschaften.

Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass im Bereich der Plattform eine zentrale Wasserverteilung vorgesehen ist. Diese Wasserverteilung befindet sich bevorzugt an dem Löschmitteltank in unmittelbarer Nähe zu der Motorpumpe, um dem Feuerwehrmann auf der Plattform eine möglichst schnelle Bedienung der einzelnen Aggregate wie Monitor, Motorpumpe und Verteileinrichtung zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die Motorpumpe dafür sorgt, dass das Wasser aus dem Tank angesaugt wird, das Wasser der Wasserverteileinrichtung zugeführt wird und von dort aus das Wasser zu den entsprechenden Anschlussstutzen am Tank für die Schläuche geleitet wird. Die Entnahme des Schaummittels erfolgt bekanntermaßen unter Ausnutzung des Venturieffektes, wenn nämlich an einem Wasserrohr oder einer Wasserleitung ein Abzweig anschließt, durch den Schaummittel angesaugt werden kann.

Es kann erforderlich sein, dass der Löschtank mit Schaum und Wasser oder gegebenenfalls auch nur mit Wasser befüllt werden soll, weshalb nach einem weiteren Merkmal der Erfindung der Löschtank zwei Kammern aufweist, nämlich eine Kammer zur Aufnahme von Wasser und eine zweite Kammer zur Aufnahme des Schaummittels, wobei die Kammer zur Aufnahme des Schaummittels als Einsatzkammer ausgebildet ist, die lösbar und damit herausnehmbar in dem Löschtank angeordnet ist.

Vorteilhaft verlaufen die Schlauchleitungen – soweit möglich – im Inneren des Löschmitteltanks. Das gewährleistet bei Kälte einen guten Schutz vor Einfrieren der Schlauchleitung, da die Wärmekapazität des Löschmittels als Temperaturspeicher genutzt werden kann. Darüber hinaus ist der Schlauch besser vor Umgebungseinflüssen, wie Sonne und mechanischer Beschädigung geschützt. Des Weiteren erfolgt eine Dämpfung von auftretenden Druckwellen durch die Viskosität des umgebenden Löschmittels, was ebenfalls die Haltbarkeit eines Schlauches erhöht.

Um auch bei ausgefallener Tragkraftspritze einsatzfähig zu sein, ist vorgesehen, dass der Löschmitteltank mindestens einen Anschlussstutzen aufweist, an der eine gesonderte Motorpumpe anschließbar ist. Ein solcher Anschlussstutzen zum Anschluss einer weiteren Motorpumpe, z. B. in Form einer Tragkraftspritze, befindet sich vorteilhaft seitlich am Tank. Daneben kann aber auch ein Anschluss in der Zuleitung zum Monitor vorgesehen sein, um die Auswurfleistung des Monitors zu erhöhen.

Zur Erzielung eines niedrigen Schwerpunktes ist der Löschmitteltank vorzugsweise quaderförmig ausgebildet.

Anhand der Zeichnung wird die Erfindung beispielhaft näher erläutert.

Der Abrollbehälter Wasser/Schaum weist das Bezugszeichen 1 auf. Der eigentliche Löschmitteltank besitzt das Bezugszeichen 2, wobei auf dem Gestell 3, auf dem der Löschmitteltank aufsitzt. In Fahrtrichtung gesehen vor dem Löschmitteltank ist ein Geräteraum 4 vorgesehen, wobei der Geräteraum 4 eine Plattform besitzt, auf der der Feuerwehrmann steht. Der Löschmitteltank 2 weist unmittelbar anschließend an den Geräteraum 4 eine Vertiefung 5 auf, wobei durch die Vertiefung 5 die Tragkraftspritze 6 aufnehmbar ist. Der Boden 5a der Vertiefung verläuft in etwa auf der gleichen Höhe wie die Plattform 7. Auf der Plattform 7 befindet sich der mit 8 bezeichnete Monitor.

Neben der Tragkraftspritze 6 ist an der Stirnseite des Löschtanks 2 die Wasserverteileinrichtung 10 befestigt, die von der Tragkraftspritze 6 (Motorpumpe) mit Wasser versorgt wird. Hieraus wird deutlich, dass die auf der Plattform 7 befindliche Person sowohl den Monitor als auch die Tragkraftspritze und auch die Verteileinrichtung bedienen kann. Mithin entfällt die nach dem Stand der Technik erforderliche zweite Person zur Bedienung der Motorpumpe 6 (Tragkraftspritze), die nach dem Stand der Technik im Geräteraum unterhalb der Plattform 7 angeordnet ist.

Der Löschmitteltank 2 besitzt eine Abdeckung 2a, die zwei verschließbare Mannlöcher 2b und 2c aufweist, durch die der Zugang zum Wassertank und auch zum Schaumtank ermöglicht wird.

Zur Schlauchführung ist auszuführen, dass von der Motorpumpe zwei Schlauchleitungen 11 abgehen, die durch den Tank geführt der Verteileinrichtung 10 zugeführt werden. Von der Verteileinrichtung 10 geht eine Schlauchleitung zum Monitor 8 ab, wobei im Bereich des Monitors auf der Plattform 7 ein weiterer Anschlussstutzen 12 für eine weitere Tragkraftspritze vorgesehen ist.


Anspruch[de]
Als Löschmitteltank (2) ausgebildeter Abrollbehälter (1) für ein Wechselladergestell, wobei der Löschmitteltank (2) auf einem Gestell (3) angeordnet ist, wobei das Gestell (3) eine begehbare Plattform (7) aufweist, wobei auf dem Löschtank (2) oder der Plattform eine Motorpumpe (6) angeordnet ist, die von der Plattform (7) aus bedienbar ist, wobei auf der Plattform (7) ein Monitor (8) angeordnet ist Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Löschmitteltank (2) eine Vertiefung (5) zur Aufnahme der Motorpumpe (6) aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (5) derart gewählt ist, dass der Boden (5a) der Vertiefung (5) in etwa in einer Ebene mit der Plattform (7) liegt. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorpumpe (6) als Tragkraftspritze ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unter der Plattform (7) ein Geräteraum zur Aufnahme von Feuerwehrausrüstung vorgesehen ist. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Plattform (7) eine zentrale Wasserverteilung (10) vorgesehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Wasserverteilung (10) an dem Löschmitteltank (2) angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Löschmitteltank (2) zwei Kammern aufweist, nämlich eine Kammer zur Aufnahme von Wasser und eine zweite Kammer zur Aufnahme von Schaummittel. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer zur Aufnahme von Schaummittel als Einsatzkammer ausgebildet ist, die lösbar in dem Löschmitteltank (2) angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Löschmitteltank (2) zur Erzielung eines niedrigen Schwerpunktes quaderförmig ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlauchleitungen (11) zumindest teilweise im Inneren des Löschmitteltanks (2) verlaufen. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Plattform (7) ein weiterer Anschlussstutzen (12) vorgesehen ist, um bei ausgefallener Tragkraftspritze das Löschmittel durch eine gesonderte Motorpumpe dem Monitor zuführen zu können.






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