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Dokumentenidentifikation DE202007001567U1 24.05.2007
Titel Schutzring für Pfosten-Freimäher
Anmelder Mulag Fahrzeugwerk Heinz Wössner GmbH u. Co KG, 77728 Oppenau, DE
Vertreter Hansmann & Vogeser, 81369 München
DE-Aktenzeichen 202007001567
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.05.2007
Registration date 19.04.2007
Application date from patent application 02.02.2007
IPC-Hauptklasse A01D 34/416(2006.01)A, F, I, 20070202, B, H, DE

Beschreibung[de]
I. Anwendungsgebiet

Die Erfindung betrifft eine Mähvorrichtung mit rotierendem Schneidmittel, insbesondere horizontal rotierendem Schneidmittel.

II. Technischer Hintergrund

Derartige Mähvorrichtungen werden zum Mähen von Gras und anderem Bewuchs benutzt, beispielsweise auch des Bewuchses der Grünflächen neben einer Straße oder einem Parkplatz.

Wenn in diesen zu mähenden Flächen Hindernisse, beispielsweise pfostenförmige Hindernisse, vorhanden sind, werden spezielle Pfostenfreimäher verwendet, die automatisch um dieses Hindernis herum mähen, und mindestens eine Mähvorrichtung mit rotierendem Schneidmittel enthalten.

Eine Mähvorrichtung mit einem horizontal rotierenden Schneidmittel wird üblicherweise als Kreiselmäher bezeichnet, da dort ein oder mehrere Schneidmittel in einer etwa horizontalen Ebene um eine etwa vertikale Achse rotieren, beispielsweise massive, an einer vertikalen Welle radial abstrebend befestigte Messer, aber auch flexible Schneidmittel wie ein Stahldraht, ein Kunststofffaden oder ähnliches.

In diesem Zusammenhang soll klargestellt werden, dass diese Schneidmittel trotz der Bezeichnung „horizontal rotierend" nicht immer in einer exakt horizontalen Ebene rotieren, und dementsprechend die lotrecht dazu stehende so genannte vertikale Achse nicht immer exakt vertikal steht, denn abhängig von der Neigung des Untergrundes wird ja dabei ein solcher Kreiselmäher schräg gehalten, beispielsweise wenn ein üblicher Kreiselmäher für den privaten Einsatzzweck eine schräge Fläche entlanggeschoben wird.

Somit soll mit horizontal und vertikal jede ähnliche Orientierung verstanden werden, die horizontale bzw. vertikale Komponenten enthält.

Bei derartigen Mähvorrichtungen besteht ein wesentliches Problem darin, dass harte Gegenstände wie Steine, Flaschen etc. im zu mähenden Gras liegen, und von den sehr schnell rotierenden Schneidmitteln erfasst und weggeschleudert werden, und dabei Personen oder Gegenstände, insbesondere fahrende Autos, beschädigen können.

Dieses Problem stellt sich besonders bei horizontal rotierenden Schneidmitteln, da in diesem Fall Gegenstände in jede radiale Richtung davonfliegen können. Bei in einer vertikalen Ebene rotierenden Schneidmitteln, beispielsweise einer liegenden Messerwalze, dagegen werden Gegenstände im Wesentlichen nur nach vorn oder nur nach hinten weggeschleudert, so dass das Gestalten der Schutzeinrichtungen etwas weniger Probleme macht.

Dieses Problem kann prinzipiell durch Schutzeinrichtungen, die radial um den Flugkreis des Schneidmittels herum angeordnet sind, und bis auf eine Höhe unterhalb des rotierenden Schneidmittels herabreichen, gelöst werden, allerdings gibt es dabei zwei Detailprobleme:

  • – zum einen können diese Schutzeinrichtungen auf der in Bewegungsrichtung der Mähvorrichtung gerichteten Vorderseite nicht angeordnet werden, da sie dann das noch hohe, ungemähte Gras vor der Mähvorrichtung niederdrücken würden und damit das Mähergebnis drastisch verschlechtern bzw. verhindern würden und
  • – des weiteren stimmt diese Vorwärtsrichtung der Mähvorrichtung nicht immer mit der Fahrtrichtung des Trägerfahrzeuges überein, an dem die Mähvorrichtung befestigt ist, da die Mähvorrichtung auch mit Bewegungskomponenten quer zum Fahrzeug oder schräg hierzu bewegt werden kann.

Das erste der beiden Probleme wird in der Praxis bisher dadurch gelöst, dass die Schutzeinrichtung in Vorwärtsrichtung aus zum Beispiel einem Stahlketten-Vorhang besteht, so dass sich zwischen den Kettensträngen das Mähgut hindurchbewegen kann, der Abstand jedoch nicht ausreicht, um größere Gegenstände in Gegenrichtung hinausfliegen zu lassen.

Dadurch werden viele, aber eben nicht alle weggeschleuderten Gegenstände im Inneren der Schutzeinrichtung gehalten.

Vor allem aber sind diese Lösungen ortsfest relativ zur Rotationsachse der Mähvorrichtung angeordnet, und können sich ohne aktive Nachstellung einer geänderten Vorwärtsrichtung nicht anpassen.

III. Darstellung der Erfindung a) Aufgabe der Erfindung

Es ist daher die Aufgabe gemäß der Erfindung, eine Schutzeinrichtung zum Zurückhalten wegfliegender Gegenstände zu schaffen, die solche Gegenstände auch in Vorwärtsrichtung nicht hindurchtreten lässt.

b) Lösung der Aufgabe

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Indem die Schutzeinrichtung sich sowohl radial um den Flugkreis herum erstreckt als auch auf dessen Oberseite, sind alle Richtungen, in die ein beschleunigter Fremdkörper wegfliegen könnte, verschlossen.

Indem die Schutzeinrichtung radial außerhalb des Schneidmittels bis unterhalb dessen Unterkante herabreicht, sind selbst solche wegfliegenden Gegenstände abgeschottet, die von den Schneidmitteln schräg nach unten gegen den Untergrund geschleudert werden und von dort wieder nach oben zurückprallen könnten.

Eine besonders dichte Abschottung ergibt sich, wenn die Abschottung der radialen Außenseite und der Oberseite des Flugkreises von ineinander übergehenden Schutzeinrichtungsteilen in Form einer Haube abgeschlossen werden.

Diese Haube kann ferner dazu verwendet werden – wenn sie ausreichend dicht ausgebildet ist – dass unter der Haube mittels Überdruck ein Luftpolster erzeugt wird, wodurch die Haube und damit die Mähvorrichtung insgesamt kontaktlos über dem Untergrund schwebt, in einer Höhe abhängig von der Größe des erzeugten Überdruckes.

Alternativ dazu kann die Haube kontaktlos in einer Sollhöhe über dem Untergrund gehalten werden, wenn mittels eines kontaktlos arbeitenden Detektionsmittels, welches an der Mähvorrichtung, insbesondere an der Schutzeinrichtung angeordnet ist, der Ist-Abstand zum Untergrund gemessen werden.

In beiden Fällen ist es vorteilhaft, dabei die Mähvorrichtung vom Eigengewicht möglichst weitgehend zu entlasten, insbesondere mittels einer Hydraulikeinrichtung, und die Mähvorrichtung nur mit einem geringen, definierten Auflagedruck in Richtung des Untergrundes drücken zu lassen, welcher vom Luftpolster kompensiert werden kann.

Auch das Gewicht der Schutzeinrichtung muss dabei mit kompensiert werden oder teilweise kompensiert werden.

Statt eines Überdrucks kann innerhalb der das Schneidmittel ringförmig umgebenden Teile auch ein Unterdruck erzeugt werden, wobei der Unterdruck vorzugsweise mittig oberhalb, also nahe der Rotationsachse, des Schneidmittels aufgebracht wird, um dadurch das in den Bereich innerhalb der Schutzeinrichtung sich hineinbewegende Schneidgut nach oben zu saugen, also aufzurichten, welches zuvor durch den vorderen Bereich der radial umgebenden Schutzeinrichtung möglicherweise niedergedrückt worden ist.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, den vorderen Bereich der Schutzeinrichtung, also das Vorwärtssegment, für das Mähgut durchgängig zu gestalten.

Eine Möglichkeit ist das vollständige Offenlassen des Vorwärtssegmentes, welches natürlich auch den Durchgang von weggeschleuderten Gegenständen nach außen ermöglicht und deshalb die schlechteste der Alternativmöglichkeiten darstellt.

Die andere Möglichkeit besteht darin, das Mähgut durch vertikal stehende und nach unten offene Schlitze in dem radialen vorderen Teil der Schutzeinrichtung hindurchtreten zu lassen, wobei diese Schlitze von möglichst weit in radialer Richtung oder Vorwärtsrichtung verlaufenden Zwischenwänden voneinander getrennt sind. Die Zwischenwände sind schmal auszubilden, so dass sie das Mähgut leicht zur Seite in die Schlitze hin ablenken können, verhindern aber dennoch weitgehend ein Herausschleudern von beschleunigten Teilen, die ja in der Regel tangential weggeschleudert werden und damit schräg gegen diese Seitenwände prallen.

Entweder sind die weggeschleuderten Teile zu breit, um durch die Schlitze zu passen, oder die weggeschleuderten Teile prallen schräg auf eine der Zwischenwände auf und werden zwischen zwei Zwischenwänden hin- und herreflektiert, so dass sie entweder gar nicht aus dem Bereich der Zwischenwände nach außen hinausgelangen oder nur noch mit so geringer Restenergie, dass sie nicht mehr weit von der Mähvorrichtung weggeschleudert werden.

Das Vorwärtssegment der radial umgebenden Schutzvorrichtung kann auch offen sein, und die Öffnung durch eine horizontal liegende Haspel verdeckt werden, deren um eine horizontale Achse rotierende Haspelarme so angetrieben werden, dass sie das Mähgut in den Bereich der Mähvorrichtung hineintransportieren, aber die Haspelarme ausreichend hoch sind, dass sie den Durchgang für herausfliegende Gegenstände nach vorne in jeder Stellung der Haspel zuverlässig verschließen, indem sie wie ein Zell-Schleusenrad wirken.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einen kontaktlos arbeitenden Struktursensor an der Mähvorrichtung anzuordnen, der dazu geeignet ist, innerhalb der Struktur des Mähgutes liegende feste Gegenstände, die durch die rotierenden Schneidmittel weggeschleudert werden könnten, zu erkennen und abhängig davon die Mähvorrichtung rechtzeitig soweit anzuheben, dass über diesen Gegenstand hinweggemäht wird, also der Gegenstand nicht von den rotierenden Schneidmitteln erfasst werden kann.

Durch einen Ring an ihrem Außenumfang miteinander verbundene rotierende Schneidmittel, insbesondere Schneidmesser, der sich nach oben über die Oberkante der Schneidmittel hinweg erstreckt, kann ebenfalls vermieden werden, dass feste Gegenstände mit den radialen Schneiden der Schneidmittel in Berührung kommen. Stattdessen werden sie von diesem Außenring zur Seite geschoben, während das flexible Mähgut nach dem Niederdrücken durch den Außenring wieder nach oben aufsteigt oder wie vorbeschrieben durch Unterdruck nach oben gesaugt wird.

Sofern sich die Mähvorrichtung am freien Ende eines Tragarmes befindet, kann die Schutzeinrichtung drehfest am Ende des Tragarms angeordnet sein, oder auch drehbar, und dann eine Ausrichteeinrichtung besitzen, die die Schutzeinrichtung immer automatisch auf die Fahrtrichtung des Trägerfahrzeuges und/oder die momentane Vorwärtsrichtung der Mähvorrichtung einstellt.

Die beschriebene Mähvorrichtung, insbesondere wenn sie am vorderen Ende eines verschwenkbaren, horizontalen Auslegerarm angeordnet ist, kann insbesondere Bestandteil eines Pfostenfreimähers sein.

c) Ausführungsbeispiele

Ausführungsformen gemäß der Erfindung sind im folgenden beispielhaft näher beschrieben. Es zeigen:

1: einen Querschnitt durch eine erste Bauform einer Mähvorrichtung,

2 eine Schnittdarstellung durch eine zweite Bauform der Mähvorrichtung,

3: eine dritte Bauform von oben in der Aufsicht,

4: eine Schnittdarstellung einer weiteren Bauform, und

5: einen Pfostenfreimäher.

1 zeigt in einem Vertikalschnitt die um die vertikale Achse 132 rotierend angetriebenen Schneidmesser 129, die zu diesem Zweck mit einer horizontal liegenden, drehfest mit der vertikalen Achse 133 verbundenen Tragscheibe 132 verbunden sind.

An der vertikalen Achse ist eine Haube 181 befestigt, die den Flugkreis der rotierenden Schneidmittel 129 auf der Oberseite sowie den radialen Außenseiten bis herab knapp unterhalb der Unterkante der Schneidmittel 129 dicht umgibt, den Untergrund U jedoch nicht vollständig erreicht, da die Schneidmittel 129 ausreichend weit über dem Untergrund geführt werden durch, z.B. nicht dargestellte Führungsmittel.

In der Haube 181 ist ein Druckluftanschluss angeordnet, so dass sich unterhalb der Haube 181 ein Luftpolster 182 ausbilden kann, mittels dessen beispielsweise die Höhensteuerung der Mähvorrichtung 127 über dem Untergrund U durch Variation des Überdrucks gesteuert werden kann.

Nachteilig ist dabei, dass bei entsprechend hohem Mähgut M dabei die Haube 181 auch in Wirkrichtung 121 der Mähvorrichtung 127 bis weit nach unten reicht und das Mähgut M umdrückt, was das effiziente Mähen stark beeinträchtigt.

In 1 ist in Wirkrichtung 121 vor der Mähvorrichtung 127 auch ein Gegenstand G in Form eines Steines eingezeichnet, der höher aufragt als der Abstand zwischen Untergrund und den Schneidmitteln 129 und von diesen erfasst würde, wenn er in den Bereich der Schneidmittel 129 gelangen würde.

Auf der Oberseite der Haube 181 ist in Vorwärtsrichtung weisend jedoch ein Struktursensor 186 angeordnet, der in Wirkrichtung 121 schräg nach vorne gerichtet ist und diesen Gegenstand G erkennt und rechtzeitig ein Anheben der Mähvorrichtung, beispielsweise durch starke Erhöhung des Überdruckes oder durch andere aktive Mittel veranlasst.

Vor allem bei einem scharfkantigen Übergang zwischen der Oberseite und dem ringförmigen Teil 180a der Haube 181 kann die Oberseite als Tastscheibe 130 benutzt werden, um die Mähvorrichtung 127 so nah wie möglich an ein zu ummähendes Hindernis, beispielsweise einen Pfosten, heranzuführen.

2 zeigt eine andere Lösung. Auch hier ist eine auf der Oberseite und axial ringförmigen Außenseite umgreifende dichte Haube 181 als Schutzvorrichtung 180 vorhanden.

Das in Wirkrichtung 121 niedergedrückte Mähgut M wird – sobald es in den Innenbereich der Haube 181 gelangt, jedoch durch einen dort herrschenden Unterdruck von einem Unterdruckanschluss 183, der sich in der Oberseite der Haube 181 befindet, nach oben gesaugt und damit aufgerichtet, so dass es auf einfache Art und Weise abgeschnitten werden kann.

Die Höhensteuerung erfolgt in diesem Fall konventionell über z. B. eine Gleitkufe 125, die an der Mähvorrichtung 127, insbesondere an dessen Schutzeinrichtung 180, angeordnet ist.

Alternativ dazu kann die Höheneinstellung auch durch ein berührungslos den Abstand zum Untergrund U abtastendes Detektionsmittel 124 ermittelt werden, welches sich beispielsweise exakt unterhalb der vertikalen Achse 133 befinden kann, welches aktiv die die Mähvorrichtung 127 in der Höhe haltende Vorrichtung ansteuert.

In der linken Hälfte der 2 sind die Schneidmittel 129 um vertikale Achsen schwenkbar und damit ausweichfähig, falls sie gegen ein Hindernis stoßen, gegenüber der Tragscheibe 132 dargestellt, wie anhand der 1 beschrieben.

In der rechten Hälfte der 2 sind die Schneidmittel 129 dagegen drehfest an der vertikalen Achse 133 angeordnet und zusätzlich an ihrem äußeren Ende über einen umlaufenden, nach oben aufragenden Außenring 131 miteinander verbunden, durch den von unten aufragende Gegenstände G weggeschoben werden und dadurch nicht in den Bereich der rotierenden Schneidkanten der Schneidmesser 129 geraten.

3 zeigt in der Aufsicht von oben eine abwandelte Haube 181, bzw. zumindest deren ringförmig umgebenden Teil 180a, bei der das in Wirkrichtung 121 nach vorn gerichtete Vorwärtssegment 184 nicht geschlossen ist, sondern in Vorwärtsrichtung 121 bzw. radialer Richtung der Mähvorrichtung 127 offene Schlitze 34 aufweist mit in der gleichen Richtung dazwischen verlaufenden Zwischenwände 135.

Die Zwischenwände 135 sind vorzugsweise an der Schutzvorrichtung 180, insbesondere der Haube 181', fest angeordnet und die Schlitze 134 sind nach unten offen, so dass das Mähgut M hindurchtreten kann.

Tangential nach außen geschleuderte Gegenstände wie Steine werden schräg an die Zwischenwände 135 prallen und zwischen diesen reflektiert werden und damit nicht oder nur mit verminderter Energie nach außen dringen, weshalb die radiale Erstreckung der Zwischenwände möglichst groß sein soll, mindestens jedoch 5 cm, besser 10 cm oder mehr in radialer Richtung betragen soll.

4 zeigt im Schnitt eine Schutzvorrichtung 180, bei der wiederum im Vorwärtssegment 184 eine Haspel 136 angeordnet ist, deren Haspelarme 136a, b, die um eine horizontale Haspelachse rotierend angetrieben sind, den Durchlass in der Haube 180 nach vorne, in dem die Haspel 136 angeordnet ist, in jeder Drehlage der Haspel zuverlässig verschließen und dadurch wie ein Zellschleusenrad wirken.

Die Haspel 136 ist so angetrieben, dass sie das Mähgut M in den Wirkbereich der Mähvorrichtung 127 und deren Schneidmesser 129 hinein befördert.

5 zeigt die Anordnung einer erfindungsgemäßen Mähvorrichtung am freien Ende eines Auslegerarms 126, der von einem Trägerfahrzeug 7 schräg nach außen ragt und in seiner Schwenkstellung veränderbar ist, wodurch die Wirkrichtung 121 der Mähvorrichtung 127 nicht immer mit der Fahrtrichtung 128 des Trägerfahrzeuges 7 übereinstimmt.

Die Schutzvorrichtung 180 der Mähvorrichtung 127 mit einer im Vorwärtssegment 184 spezifisch ausgebildeten Gestaltung, etwa den Schlitzen 134, wird dadurch immer in die Wirkrichtung 121 ausgerichtet, indem sie eine Ausrichteeinrichtung 185 besitzt, in diesem Fall durch einfache auf der Rückseite an der Schutzvorrichtung 180 angeordnete Nachlauf-Räder, und drehbar um die vertikale Achse beispielsweise am Grundkörper 160 der Mähvorrichtung angeordnet ist, durch den die vertikale Achse 133 der rotierenden Schneidmittel 129 verläuft und der seinerseits am freien Ende des Tragarms 126 befestigt ist.

Auch wenn der Grundkörper 160 und damit die gesamte Mähvorrichtung 127 relativ zum Tragarm 126 um eine horizontal liegende Kippachse 123 kippbar ist zwecks Anpassung an die Seitenneigung des Untergrundes U, wird dadurch zuverlässig die Schutzeinrichtung 180 immer der momentanen Wirkrichtung 121 angepasst.

120
Pfosten-Freimäher
121
Wirkrichtung
122
Knick
123
Kippachse
124
Detektionsmittel
125
Gleitkufe
126
Tragarm
127
Mähvorrichtung
128
Fahrtrichtung
129
Schneidmittel
130
Tastscheibe
131
Außenring
132
Tragscheibe
133
Vertikale Achse
134
Schlitz
135
Zwischenwand
136
Haspel
180
Schutzeinrichtung
180a
ringförmiger Teil
160
Grundkörper
181
Haube
182
Luftpolster
183
Unterdruck-Anschluss
184
Vorwärtssegment
185
Ausrichteinrichtung
186
Struktursensor
G
Gegenstand
M
Mähgut
U
Untergrund


Anspruch[de]
Mähvorrichtung (127) mit horizontal rotierendem Schneidmittel (129), dadurch gekennzeichnet, dass eine Schutzeinrichtung (180) wenigstens radial um den Flugkreis des Schneidmittels (129) herum angeordnet ist und insbesondere auch auf dessen Oberseite. Mähvorrichtung (127) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzeinrichtung (180) bis unterhalb der Unterkante des Schneidmittels (129) herabreicht. Mähvorrichtung (127) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die radiale Außenseite und Oberseite des Flugkreises des Schneidmittels (129) vollständig von einer geschlossenen Haube (181) abgeschlossen ist. Mähvorrichtung (127) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe der Mähvorrichtung (127) und/oder Seitenneigung der Mähvorrichtung (127) gegenüber dem Untergrund (U) durch den Abstand zum Untergrund (U) kontaktlos ermittelden Detektionsmittel (124) und/oder mittels eines unter der Haube (181) durch Überdruck erzeugten Luftpolsters (182) eingestellt wird. Mähvorrichtung (127) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mähvorrichtung (127) über eine insbesondere Hydraulikeinrichtung vom Eigengewicht entlastet mit nur einem geringen definierten Auflagegewicht gegen den Unterdruck (U) drückt. Mähvorrichtung (127) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die radial außerhalb des Schneidmittels (129) vorhandenen ringförmigen Teile (180a) und der Schutzeinrichtung (180) ringförmig geschlossen sind und im Bereich der Schneidmittel (129) ein nach oben saugender Unterdruck (-p) und zu diesem Zweck insbesondere in der Oberseite der Schutzeinrichtung (180) ein Unterdruck-Anschluss (183) vorhanden ist. Mähvorrichtung (127) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der ringförmige Teil (180a) der Schutzeinrichtung im Vorwärtssegment (184) für das Mähgut durchgängig ist, insbesondere vollständig offen ist oder vertikale Schlitze (134), die nach unten offen sind, aufweist, insbesondere voneinander getrennt durch in radialer Richtung verlaufenden Zwischenwänden (135). Mähvorrichtung (127) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorwärtssegment (184) geschlossen ist mittels einer horizontal liegenden Haspel (136), die angetrieben ist in Förderrichtung des Schneidgutes in den Wirkungsbereich des Schneidmittels (129) hinein. Mähvorrichtung (127) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Mähvorrichtung (127) wenigstens ein in horizontaler Richtung, insbesondere in Fahrtrichtung und/oder die momentane Bewegungsrichtung der Vorrichtung weisenden, kontaktlos arbeitenden Struktursensor (186) zum Erkennen von festen Gegenständen (G) und Hindernissen auf dem Untergrund aufweist, die abhängig von deren ermittelter Höhe ein Anheben der Mähvorrichtung (127) bewirkt. Mähvorrichtung (127) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere rotierende Schneidmittel (129a, b), insbesondere Schneidmesser, vorhanden sind, die über einen radial umlaufenden Außenring (132) an jedem freien Ende miteinander verbunden sind, der insbesondere sich nach oben über die Oberkante der Schneidmittel (129) hinaus erstreckt. Mähvorrichtung (127) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Mähvorrichtung (127) am freien Ende eines in einer Horizontalebene verschwenkbar angeordneten Tragarmes (126) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzeinrichtung (180) drehfest am freien Ende des Tragarmes (126) angeordnet ist. Mähvorrichtung (127) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Mähvorrichtung (127) am freien Ende eines in einer Horizontalebene verschwenkbar angeordneten Tragarmes (126) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzeinrichtung drehbar am vorderen Ende des Tragarmes (126) befestigt ist mit einem Vorwärts-Segment (184), welches über eine Ausrichteinrichtung (185) in Fahrtrichtung (10) des Trägerfahrzeuges (7) weisend gehalten wird oder in Richtung der momentanen Bewegungsrichtung der Mähvorrichtung. Pfosten-Freimäher (120) mit

wenigstens einem Tragarm (126),

– der in einer Horizontalebene verschwenkbar ist relativ zu einem Grundkörper (160) und

– an seinem freien Ende eine Mähvorrichtung (127) trägt,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Mähvorrichtung (127) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.






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