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Dokumentenidentifikation DE202007002458U1 24.05.2007
Titel Leiste für Holzböden
Anmelder ARDESIA S.r.l., Follina, IT
Vertreter Rechtsanw. und Pat.-Anw. Dr.-Ing. Dr.jur. Volkmar Tetzner, Pat.-Anw. Dipl.-Ing. Michael Tetzner, 81479 München
DE-Aktenzeichen 202007002458
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.05.2007
Registration date 19.04.2007
Application date from patent application 20.02.2007
IPC-Hauptklasse E04F 15/04(2006.01)A, F, I, 20070220, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Leiste für Holzböden, insbesondere ein Parkett, mit einem aus Nut und Feder bestehenden Verzapfungssystem, wobei zum Verbinden benachbarter Leisten die Feder der einen Leiste in die Nut der benachbarten Leiste eingeführt wird.

In der Praxis sind verschiedene Verzapfungssysteme bekannt. Im einfachsten Fall sind Nut und Feder gerade ausgebildet, sodass benachbarte Leisten auf einfache Art und Weise ineinander geschoben werden können. Um ein dauerhaftes Zusammenhalten benachbarte Leisten zu gewährleisten, wird üblicherweise Kleber verwendet, der vor dem Zusammenfügen in die Nut eingebracht wird.

Bei diesem Verzapfungssystem entsteht oftmals ein kleiner Höhenunterschied bzw. ein Spalt zwischen benachbarten Leisten. Die Verwendung des Klebstoffes ist darüber hinaus relativ zeitaufwendig.

Es sind daher seit einiger Zeit auch Verzapfungssysteme bekannt, die ohne Klebstoff eine feste, spaltfreie und absolut plane Verbindung ermöglichen. Diese Systeme sind insbesondere unter dem Begriff „Klickparkett" auf dem Markt erhältlich. Die Nuten und Federn bei diesem System sind wesentlich komplizierter ausgebildet. Beim Verbinden benachbarter Leisten wird die neu hinzuzufügende Leiste mit ihrer Feder schräg in die Nut der schon verlegten Leiste eingeführt und mit einem „Klick" nach unten gedrückt. Dieses System erfordert jedoch ein gewisses Geschick beim Verbinden benachbarter Leisten. Auch lässt sich ein einmal eingeklickte Leiste in Ihrer Lager nur schwer korrigieren.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Leiste für Holzböden, insbesondere ein Parkett, anzugeben, die sich auf einfache Art und Weise verlegen lässt und eine einwandfreie Verbindung benachbarter Leisten ermöglicht.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.

Die erfindungsgemäße Leiste für Holzböden, insbesondere für ein Parkett weist ein aus Nut und Feder bestehendes Verzapfungssystem auf, wobei zum Verbinden benachbarter Leisten die Feder der einen Leiste in die Nut der benachbarten Leiste eingeführt wird. Die Feder weist dabei einen Hacken auf und die Nut sieht eine entsprechend komplementär ausgebildete Ausnehmung vor.

Weitere Vorteile der Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Hacken der Feder im verlegten Zustand der Leiste nach unten ausgerichtet. Außerdem ist die Nut zweckmäßigerweise spreizfähig, um ein Zusammenschieben zweier Leisten in einer Ebene zu ermöglichen.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Tiefe der Nut größer als die Breite der einzuführenden Feder. Die Tiefe der Nut kann dabei insbesondere durch eine zusätzliche Ausnehmung verlängert sein, um das Aufspreizen der Nut zu erleichtern. Diese zusätzliche Nut hat dabei insbesondere einen rechteckigen Querschnitt.

Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung werden anhand der Beschreibung eines Ausführungsbeispieles und der Zeichnung näher erläutert.

Die Zeichnung zeigt eine teilweise geschnittene Seitenansicht zweier miteinander verbundener Leisten 1, 1'.

Jede Leiste weist ein aus einer Nut 2, 2' und einer Feder 3, 3' bestehendes Verzapfungssystem auf, wobei zum Verbinden benachbarter Leisten 1, 1' die Feder 3 der einen Leiste 1 in die Nut 2' der benachbarten Leiste 1' eingeführt wird.

Die Nuten und Federn aller zusammenzufügenden Leisten sind identisch ausgebildet, sodass im Folgenden die Nut anhand der Nut 2 der Leiste 1 und die Feder anhand der Feder 3' der Leiste 1' näher beschrieben werden. Die Feder weist im am Boden verlegten Zustand der Leiste einen nach unten ausgerichteten Haken 4' auf, der mit einer entsprechend komplementär ausgebildeten Ausnehmung 5 der Nut 2 zusammenwirkt. Die Tiefe der Nut 2 ist durch eine zusätzliche Ausnehmung 6 verlängert und ermöglicht dadurch ein einfacheres Aufspreizen der Nut in Richtung des Doppelpfeils 7 beim Zusammenfügen zweier Leisten. Die zusätzliche Nut 6 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel rechteckig ausgebildet.

Nut und Feder sind so dimensioniert, dass benachbarte Leisten 1, 1' auf einfache Art und Weise in einer Ebene zusammengeschoben werden können, wobei sich der Haken 4' im zusammengeschobenen Zustand in der komplementären Ausnehmung 5 verhakt.

Das Verzapfungssystem ist derart ausgebildet, dass sich im zusammengefügten Zustand zweier Leisten eine spaltfreie und plane Verbindung ergibt.

Das oben beschriebene Verzapfungssystem ermöglicht eine sichere Verbindung ohne Verwendung eines Klebstoffes. Auch das Zusammenfügen zweier Leisten erfolgt auf denkbar einfache Art und Weise, indem die neu hinzuzufügende Leiste neben die bereits verlegte Leiste auf dem Boden gelegt wird und dann nur noch zusammengeschoben werden muss. Dieses Verzapfungssystem ermöglicht außerdem auch eine nachträgliche Verschiebung der eingefügten Leiste in Längsrichtung der Nut.

Üblicherweise wird Leiste aus Vollholz oder Schichtholz hergestellt. Es wäre aber auch denkbar, dass die gesamte Leiste oder ein Mittelschicht der Leiste aus Kunststoff, Gummi oder Metall gefertigt ist.


Anspruch[de]
Leiste für Holzböden, insbesondere Parkett, mit einem aus Nut und Feder bestehenden Verzapfungssystem, wobei zum Verbinden benachbarter Leisten die Feder der einen Leiste in die Nut der benachbarten Leiste eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder einen Haken und die Nut eine entsprechend komplementär ausgebildete Ausnehmung aufweist. Leiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Haken der Feder im verlegten Zustand der Leiste nach unten ausgerichtet ist. Leiste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut spreizfähig ist, um ein Zusammenschieben zweier Leisten in eine Ebene zu ermöglichen. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der Nut größer als die Breite der Feder ist. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der Nut durch eine zusätzliche Ausnehmung verlängert ist, um ein Spreizen der Nut zu ermöglichen. Leiste nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Nut im Querschnitt rechteckig ist. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut und die Feder derart ausgebildet sind, dass sie sich beim Zusammenfügen zweier Leisten ineinander verhaken. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste und/oder die Nut und/oder die Feder aus Holz besteht. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Leiste und/oder die Nut und/oder die Feder aus Kunststoff besteht. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Leiste und/oder die Nut und/oder die Feder aus Gummi besteht. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Leiste und/oder die Nut und/oder die Feder aus Metall besteht.






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