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Dokumentenidentifikation DE69737269T2 24.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001025432
Titel VERRIEGELBARES FASEROPTISCHES HOCHLEISTUNGSSYSTEM MIT ZEITBEREICHSREFLEKTOMETER
Anmelder Tyco Telecommunications (US) Inc., Eatontown, N.J., US
Erfinder JANDER, B., Ralph, Coopersburg, PA 18036, US
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69737269
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 08.10.1997
EP-Aktenzeichen 979545159
WO-Anmeldetag 08.10.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/US97/18149
WO-Veröffentlichungsnummer 1998016017
WO-Veröffentlichungsdatum 16.04.1998
EP-Offenlegungsdatum 09.08.2000
EP date of grant 17.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.2007
IPC-Hauptklasse G01N 21/88(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
Hintergrund

Die vorliegende Erfindung betrifft optische Faserkommunikationssysteme und insbesondere ein sicherheitsverriegeltes Hochleistungsfasersystem, das ein OTDR verwendet.

Die Faseroptiktechnologie hat sich seit der Erfindung des Lasers bedeutend entwickelt. Halbleiterlaser, Fasern und Vorrichtungen sind in der Unterstützung zunehmend hochentwickelter Faserkommunikationssysteme kontinuierlich verbessert worden. Eine Zeitlang entwickelten brauchbare Faserkommunikationssysteme optische Leistungspegel von weniger als 10 mW. Eine neue Generation von Lasern und Vorrichtungen ist nun imstande, eine sehr viel größere Leistung zu erzeugen.

Halbleiterlaserdioden, die einst imstande waren, nur ein Milliwatt optischer Leistung zu erzeugen, können nun mehrere hundert Milliwatt liefern. Diese Hochleistungs-Klasse-IV-Laser können einzeln oder in Kombination verwendet werden, um seltenerddotierte Faserverstärker und Faserlaser zu pumpen, die mehr als ein Watt kohärenter Infrarotfaserkopplungsleistung liefern.

Um Hochleistungsfaserübertragungssysteme praktisch zu realisieren, ist ein Problem, dem man sich zuwenden muß, der sichere Einsatz von hochleistungsführenden Fasern. Industriestandards und Gesetze bestimmter Ländern verbieten den Betrieb oder die Installation von Klasse-IV-Lasersystemen ohne eine gewisse Art eines Sicherheitsverriegelungssystems, um, die unabsichtliche Freisetzung von optischen Hochenergiepegeln aus dem Laser zu verhindern. Nach Kenntnis des Anmelders existiert keine spezifische Ausnahme für geschlossene Faserübertragungssysteme. Im Fall eines Faserbruchs in einem Hochleistungsfaserübertragungssystem stellen die schädliche Laseremissionen aus der gebrochenen Faser eine extreme Gefahr dar und können ernste Verletzungen, wie verbrannte Netzhäute oder eine Schädigung anderer lebender Gewebe verursachen und können Feuer oder andere Sachschäden verursachen. Zusätzlich kann das Pumpen eines Hochleistungslasers in einem System mit einer Faser das optische Fasersystem infolge eines Faserschmelzens ernstlich beschädigen. Es ist daher aus vielen Gründen wichtig, einen Hochleistungslaser abzuschalten, nachdem ein Bruch oder Defekt im ausgedehnten Fasersystem auftritt. Es existieren keine Sicherheitssysteme zur Verwendung in einem ausgedehnten Fasersystem zur automatischen Abschaltung des Hochleistungslasers, wenn es einen Bruch in der Faser gibt.

Daher existiert ein Bedarf nach einem Sicherheitsverriegelungssystem, das mit dem Hochleistungslaser zur automatischen Abschaltung oder Sperrung des Lasers verblockt ist, wenn ein Defekt oder Bruch in einem ausgedehnten Fasersystem detektiert wird.

Der technologische Hintergrund von optischen Fasertestsystemen wird in US-A-5 251 001 und US-A-5 270 537 offenbart.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Anmeldung beansprucht ein faserinternes Sicherheitsverriegelungssystem gemäß Anspruch 1.

Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung überträgt ein Hochleistungs-(Klasse-IV)Laser optische Hochleistungssignale über ein Fasersystem, das einen (lokalen und zugänglichen, z.B. an Land gelegenen) Abschlußabschnitt und einen ausgedehnten (entfernten und unzugänglichen, z.B. unter Wasser gelegenen) Abschnitt aufweist. Es können mehrere WDM-Datensignale über das Fasersystem übertragen werden. Der Abschlußabschnitt weist einen lokalen optischen Verstärker auf, und der ausgedehnte Abschnitt kann einen entfernten optischen Verstärker aufweisen. Der Laser liefert Pumpenergie für die optische Verstärkung.

Der Laser ist mit einem optischen Zeitbereichsreflektometer (OTDR) verblockt, das die Integrität der Fasersystems überwacht, das sowohl den Abschlußabschnitt als auch den ausgedehnten Abschnitt umfaßt. Das OTDR überwacht die Integrität des Lichtwegs durch Übertragen eines periodischen oder kontinuierlichen optischen Impulszugs mit niedriger Leistung (Klasse I) und überwacht das Rücksignal. Auf diese Weise kann das OTDR die Wegintegrität und das Vorhandensein irgendwelcher Defekte im Fasersystem detektieren, wie Faserbrüche oder Probleme mit Komponenten.

Es ist eine Steuerschaltung sowohl mit dem Laser als auch mit dem OTDR verbunden. Wenn das OTDR die Wegintegrität abtastet, ist die Hochleistungslaserquelle freigegeben. Wenn das OTDR einen Defekt im optischen Übertragungsweg detektiert, arbeiten das OTDR und die Steuerschaltung, um den Laser automatisch zu sperren (nicht mehr freizugeben) oder abzuschalten. Auf diese Weise stellt die vorliegende Erfindung ein faserinternes Verriegelungssystem bereit, das ein OTDR verwendet, das kontinuierlich die Integrität des ausgedehnten Fasersystems abtastet, so daß der Hochleistungslaser sicher eingesetzt werden kann.

In einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind mehrere Hochleistungslaser, die jeweils auf einer anderen Wellenlänge arbeiten, mit einem einzelnen Fasersystem verbunden, das einen entfernten optischen Verstärker aufweisen kann. Jeder Laser ist getrennt mit seinem eigenen Abtastungs-OTDR verblockt, das eine eindeutige Wellenlänge aufweist. Jedes OTDR ist mit einem Diskriminierungsbandpaßfilter verbunden, so daß jedes OTDR nur sein eigenes Rücksignal überwacht.

In noch einer anderen Ausführungsform sind mehrere redundante Hochleistungslaser mit einem lokalen Verstärker verbunden, der hohe Signalleistungen in einem einzelnen Fasersystem erzeugt.

Jeder Laser ist mit seinem eigenen OTDR verblockt. Der Weg, der durch die OTDRs überwacht wird, umfaßt einen ausgedehnten Abschnitt des Faserwegs, der verstärkte Hochleistungssignale befördert. Die Laser können zusammen oder getrennt arbeiten. Der Betrieb der Laser kann beruhend auf den Leistungsanforderungen des Fasersystems und darauf, ob irgendeiner der Laser gesperrt worden ist, automatisch eingestellt oder koordiniert werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 stellt ein Blockdiagramm eines faserinternen Sicherheitsverriegelungssystems gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar.

2 stellt ein Blockdiagramm eines faserinternen Sicherheitsverriegelungssystems gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar.

3 stellt ein Blockdiagramm eines faserinternen Sicherheitsverriegelungssystems gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar.

Detaillierte Beschreibung

Im Detail auf die Zeichnungen bezugnehmend, worin gleiche Ziffern gleiche Elemente bezeichnen, stellt 1 ein Blockdiagramm eines faserinternen Sicherheitsverriegelungssystems gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar. Das Sicherheitsverriegelungssystem 10 weist ein optisches Fasersystem 12 auf, das einen Abschlußabschnitt 14 und einen ausgedehnten Abschnitt 16 zum Transport oder zur Übertragung mehrere optischer Signale aufweist. Der Abschlußabschnitt 14 kann einen lokalen optischen Verstärker 15 aufweisen, während der ausgedehnte Abschnitt 16 einen entfernten optischen Verstärker 17 aufweisen kann. Die Verstärker 15 und 17 können zum Beispiel dotierte Faserverstärker oder angeregte Raman-Verstärker aufweisen. Das Fasersystem 12 kann zum Beispiel in einem unter Wasser gelegenen faseroptischen Langstreckenübertragungssystem verwendet werden, in dem sich der Abschlußabschnitt 14 an Land befindet und der ausgedehnte Abschnitt 16 sich unter Wasser befindet. Der ausgedehnte Abschnitt 16 des Fasersystems 12 kann sich über 40-60 km oder mehr unter Wasser erstrecken.

Es können ein oder mehrere optische Signale, die jeweils auf einer anderen Wellenlänge arbeiten, gleichzeitig über das Fasersystem 12 unter Verwendung eines Wellenlängen-Multiplex-Verfahrens (WDM) übertragen werden.

Es werden mehrere WDM-Datensignale 18 mit den Wellenlängen &lgr;1, &lgr;2 ... &lgr;n über den Datensignalweg 20 transportiert. Die Datensignale 18 sind mit dem Fasersystem 12 durch einen Optokoppler 22 verbunden. Der Signalweg 20 und das Fasersystem 12 können bidirektional sein. Die vorliegende Erfindung kann auch mit alternativen optischen Faseranordnungen arbeiten.

Das Sicherheitsverriegelungssystem 10 weist außerdem einen Hochleistungs-(Klasse IV)-Laser 24 auf, der Hochleistung bei einer Wellenlänge &lgr;p überträgt. Der Laser 24 kann als Pumplaser verwendet werden, um optische Energie zu den optischen Verstärkern 15 und/oder 17 im Fasersystem 12 zu pumpen, um die Datensignale 18 zu verstärken. Ein optisches Zeitbereichsreflektometer (OTDR) 26 überwacht die Kontinuität oder Integrität eines Lichtwegs, der die Faser, die sich vom Ausgang des OTDR 26 erstreckt, und das Fasersystem 12 umfassen kann (das den Abschlußabschnitt 14 und den ausgedehnten Abschnitt 16 umfaßt). Das OTDR 26 überwacht die Kontinuität oder Integrität des Lichtwegs durch Übertragen eines periodischen oder kontinuierlichen optischen Impulszugs mit niedriger Leistung mit der Wellenlänge &lgr;s und Überwachen des kleinen Bruchteils des Lichts mit der Wellenlänge &lgr;s, der zum OTDR 26 zurückgestreut wird. Insbesondere detektieren ein Detektions-, Schwellen- und/oder Vergleichsschaltungskomplex im OTDR 26 die Kontinuität oder Integrität des optischen Faserwegs des Systems und/oder bedeutsame Änderungen der Wegkontinuität, oder eine bestimmte Länge des optischen Faserwegs. Das OTDR 26 kann die Kontinuität oder Integrität und/oder Änderungen der Kontinuität des Lichtwegs detektieren, der sich bis zum Endpunkt 38 erstreckt. Folglich erstreckt sich der Schutzbereich des Verriegelungssystems 10 nur bis zum Endpunkt 38.

Das OTDR 26 kann ein vereinfachtes OTDR mit nur einer Teilmenge der Merkmale oder Fähigkeiten aufweisen, die an den meisten serienmäßigen OTDRs vorhanden sind, um die Kosten des Systems zu reduzieren. Obwohl kommerziell erhältliche OTDRs typischerweise viele Merkmale und Fähigkeiten aufweisen, kann die vorliegende Erfindung nur ein OTDR benötigen, das die Fähigkeit besitzt, die Integrität eines Lichtwegs einer spezifizierten Distanz zu bestimmen. Einige Aspekte der vorliegenden Erfindung können auch das OTDR benötigen (oder davon profitieren), um auch den Ort irgendwelcher Defekte oder Faserbrüche festzustellen, die im System detektiert werden.

Es ist ein Optokoppler 28 durch eine Faser mit dem Laser 24, dem OTDR 26 und dem Koppler 22 verbunden und kombiniert die optischen Signale, die durch den Laser 24 (&lgr;p) und das OTDR 26 (&lgr;s) übertragen werden. Der Koppler 22 kombiniert das OTDR-Ausgangssignal (&lgr;s), das Laserausgangssignal (&lgr;p) und die Datensignale 18 (&lgr;1, &lgr;2 ... &lgr;n) zur Übertragung über das Fasersystem 12. Jedes dieser Signale weist eine andere Wellenlänge auf.

Es ist eine Steuerschaltung 30 mit dem Laser 24 und dem OTDR 26 verbunden, um den Laser 24 beruhend auf Informationen selektiv freizugeben oder zu sperren, die vom OTDR 26 empfangen werden. Die Steuerschaltung 30 kann einen Mikroprozessor und/oder einen anderen Schaltungskomplex aufweisen. Ein „Prüfdistanz"-Eingang 32 von der Steuerschaltung 30 zeigt dem OTDR 26 die Distanz des Lichtwegs an, die überwacht werden sollte. Das OTDR 26 kann einen eingebauten Selbsttest durchführen und gibt ein „OTDR OK"-Signal über einen Ausgang 34 aus, um anzuzeigen, daß das OTDR richtig arbeitet. Der Detektions- und Schwellenschaltungskomplex des OTDR 26 detektiert das Vorhandensein oder Fehlen der Kontinuität oder Integrität und/oder bedeutsame Änderungen der Lichtwegverluste des Lichtwegs, der sich vom OTDR 26 über eine Distanz erstreckt, die durch den „Prüfdistanz"-Eingang 32 angegeben wird, und gibt ein „freier Weg vorhanden/fehlt"-Signal am Ausgang 34 aus. Die Steuerschaltung 30 gibt den Laser 24 durch Ausgeben eines „Laserfreigabe"-Signals über den Ausgang 36 nur dann frei, wenn das OTDR 26 (beruhend auf dem Zustand des „OTDR OK"-Signals) richtig arbeitet und das OTDR 26 die Integrität oder Kontinuität des Lichtwegs (beruhend auf dem Zustand des „freier Weg vorhanden/fehlt"-Signals) bestätigt hat. Andernfalls sperrt die Steuerschaltung 30 den Laser 24 oder schaltet ihn ab, indem sie ein „Lasersperr"-Signal über den Ausgang 36 ausgibt.

Die Arbeitsweise des faserinternen Sicherheitsverriegelungssystems 10 gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann durch Bezugnahme auf 1 verstanden werden. Der Hochleistungslaser 24 ist mit dem OTDR 26 über die Steuerschaltung 30 verblockt. Vor der Aktivierung des Lasers 24 muß das OTDR selbstgetestet werden, und die Integrität des Faserwegs des Systems muß bestätigt werden, um schädliche Laseremissionen aus einer gebrochenen Faser oder andere Defekte im System zu vermeiden.

Vor dem Betrieb und/oder während seines Betriebs führt das OTDR 26 einen eingebauten Selbsttest durch. Wenn das OTDR seinen eingebauten Selbsttest nicht besteht, wird über den Ausgang 34 aus dem OTDR 26 an die Steuerschaltung 30 ein Signal ausgegeben, um anzuzeigen, daß das OTDR 26 nicht richtig arbeitet. Die Steuerschaltung gibt dann ein „freier Weg fehlt"-Signal auf dem Ausgang 34 an den Laser 24 aus, wodurch der Laser 24 gesperrt (oder nicht freigegeben) wird, da man sich nicht auf das defekte OTDR 26 verlassen kann, um die Integrität des Systemlichtwegs genau zu überwachen. Alternativ kann die Steuerschaltung 30 beseitigt werden, und das „freier Weg vorhanden/fehlt"-Signal am Ausgang 34 kann direkt in den Laser 24 eingegeben werden.

Wenn das OTDR 26 seinen eingebauten Selbsttest besteht, gibt das OTDR 26 ein „OTDR OK"-Signal über den Ausgang 34 an die Steuerschaltung 30 aus, um anzuzeigen, daß das OTDR 26 richtig arbeitet. Danach wird die „Prüfdistanz"-Eingabe 32 durch das OTDR 26 von der Steuerschaltung 30 empfangen. Wie oben erläutert, gibt die „Prüfdistanz"-Eingabe 32 eine spezifische Lichtwegdistanz an, die das OTDR 26 überwachen sollte.

Danach bestätigt das OTDR 26 die anfängliche Integrität der spezifizierten Distanz des Lichtwegs des Systems, d.h. des Lichtwegs, der sich vom OTDR 26 durch die Koppler 28 und 22 und das Fasersystem 12 erstreckt. Um die Integrität des Lichtwegs des Systems zu bestätigen, überträgt das OTDR 26 mehrere optische Impulse mit der Wellenlänge &lgr;s längs des Lichtwegs. Der Detektions- und Schwellenschaltungskomplex im OTDR 26 stellt die Integrität des optischen Faserwegs beruhend auf der Rückstreuung des Lichts mit der Wellenlänge &lgr;s fest.

Im Fall, daß das OTDR 26 einen Faserbruch oder anderen Defekt im Lichtweg detektiert, gibt das OTDR 26 ein „freier Weg fehlt"-Signal auf dem Ausgang 34 an die Steuerschaltung 30 aus.

Als Reaktion auf das „freier Weg fehlt"-Signal gibt die Steuerschaltung 30 ein „Lasersperr"-Signal auf dem Ausgang 36 aus, um den Laser 24 zu sperren.

Im Fall, daß das OTDR 26 die Integrität des Lichtwegs bestätigt (d.h. es werden keine Brüche oder Defekte im Weg detektiert), gibt das OTDR 26 ein „freier Weg vorhanden"-Signal am Ausgang 34 an die Steuerschaltung 30 aus. Als Reaktion auf das „freier Weg vorhanden"-Signal gibt die Steuerschaltung 30 ein „Laserfreigabe"-Signal am Ausgang 36 aus, um den Laser 24 freizugeben oder zu aktivieren.

Sobald der Laser 24 freigegeben worden ist, überwacht das OTDR 26 kontinuierlich die Integrität des Lichtwegs durch Übertragen mehrerer optischer Impulse und Überwachen der Rücksignale. Wenn irgendwann das OTDR 26 einen Faserbruch oder anderen Defekt irgendwo im Lichtweg (einschließlich des ausgedehnten Abschnitts 16) detektiert, gibt das OTDR 26 sofort ein „freier Weg fehlt"-Signal über den Ausgang 34 aus. Als Reaktion gibt die Steuerschaltung 30 ein „Lasersperr"-Signal über den Ausgang 36 aus, um den Laser 24 zu sperren. Auf diese Weise ist der Hochleistungslaser 24 mit einer Lichtwegüberwachungs-OTDR 26 und der Steuerschaltung 30 verblockt, um unmittelbar nachdem ein Faserbruch oder anderer Defekt im Lichtweg detektiert wird, den Laser 24 automatisch abzuschalten oder zu sperren.

Die Wellenlänge &lgr;s des OTDR 26 sollte so gewählt werden, daß sie beträchtlich kleiner als die Wellenlänge (&lgr;p) des Hochleistungslasers 24 ist, um ein Raman-Übersprechen und eine nichtlineare Kopplung im ausgedehnten Abschnitt 16 des Fasersystems 12 zu minimieren, Zum Beispiel kann bei einer Wellenlänge (&lgr;p) für den Laser 24 von 1480 nm eine Wellenlänge (&lgr;s) für den OTDR 26 von 1310 nm oder 1360 nm gewählt werden, um die nichtlineare Kopplung zu minimieren.

2 stellt ein Blockdiagramm eines faserinternen Sicherheitsverriegelungssystems gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar. Das in 2 dargestellte faserinterne Verriegelungssystem 40 weist mehrere Hochleistungs-(Klasse IV)-Laserquellen 24a, 24b auf, die über ein Fasersystem 12 senden. Das Fasersystem umfaßt einen Abschlußabschnitt 14 und einen ausgedehnten Abschnitt 16. Ein erster Laser 24a arbeitet bei einer Wellenlänge &lgr;p1, während der zweite Laser 24b bei einer Wellenlänge &lgr;p2 arbeitet. Jeder der Laser 24a und 24b ist mit seinem eigenen Lichtwegüberwachungs-OTDR, den OTDRs 26a bzw. 26b verblockt. Das erste OTDR 26a arbeitet bei einer Wellenlänge &lgr;s1 und der zweite OTDR 26b arbeitet bei einer Wellenlänge &lgr;s2.

Ähnlich zur Steuerschaltung 30 in der ersten Ausführungsform (1) ist eine erste Steuerschaltung 30a mit dem ersten OTDR 26a und dem ersten Laser 24a verbunden, um den ersten Laser 24a beruhend auf Informationen, die von der ersten OTDR 26a empfangen werden, selektiv freizugeben oder zu sperren. Eine zweite Steuerschaltung 30b ist entsprechend mit einem zweiten OTDR 26b und dem zweiten Laser 24b verbunden, um den zweiten Laser 24b beruhend auf Informationen, die vom zweiten OTDR 26b empfangen werden, selektiv freizugeben oder zu sperren.

Es ist ein optischer Bandpaßfilter 42a mit dem Ausgangsweg des ersten OTDR 26a verbunden, und läßt nur die Wellenlänge (&lgr;s1) durch, die durch das erste OTDR 26a ausgegeben wird, und sperrt andere Wellenlängen. Der Bandpaßfilter 42a stellt sicher, daß das erste OTDR 26a nur sein eigenes Rücksignal (&lgr;s1) abtasten wird, indem er alle anderen Wellenlängen einschließlich des Rücksignals vom zweiten OTDR 26b (&lgr;s2) sperrt. Ein zweiter Bandpaßfilter 42b ist mit dem zweiten OTDR 26b verbunden und läßt entsprechend nur die Wellenlänge (&lgr;s2) des zweiten OTDR 26b durch. Der Bandpaßfilter 42b stellt sicher, daß der zweite OTDR 26b nur sein eigenes Rücksignal (&lgr;2) abtasten wird. Auf diese Weise ermöglichen es die Bandpaßfilter 42a und 42b, daß mehrere OTDRs 26a und 26b, die bei unterschiedlichen Wellenlängen arbeiten, denselben (oder einen gemeinsamen) Lichtweg überwachen, ohne sich gegenseitig zu stören.

Ein Optokoppler 28a kombiniert das Signal &lgr;p1, das durch den ersten Laser 24a ausgegeben wird, und das Signal &lgr;s1, das durch das erste OTDR 26a ausgegeben wird. Entsprechend kombiniert der Optokoppler 28b die Ausgabe des zweiten Lasers 24b und die Ausgabe des zweiten OTDR 26b. Obwohl nur zwei Laser und OTDRs in 1 dargestellt werden, können zusätzliche Hochleistungslaser, OTDRs und zugehörige Steuerschaltungen und Bandpaßfilter mit dem faserinternen Verriegelungssystem 40 der 2 verbunden werden.

Ein Optokoppler 44 kombiniert das Signal (&lgr;p1 &lgr;s2) aus dem ersten Laser 24a und dem ersten OTDR 26a mit dem Signal (&lgr;p2 &lgr;s2). Ein Optokoppler 46 kombiniert die Signale aus den mehreren OTDRs und Lasern (&lgr;p &lgr;s) mit dem einen oder mehreren WDM-Datensignalen 18 mit den Wellenlängen &lgr;1, &lgr;2 ... &lgr;n die über den Signalweg 20 zur Übertragung über das Fasersystem 12 transportiert werden.

Die Arbeitsweise des faserinternen Sicherheitsverriegelungssystems 40 gemäß der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann durch Bezugnahme auf 2 verstanden werden. Das erste OTDR 26a und der erste Laser 24a arbeiten in einer Weise, die ähnlich zum OTDR 26 und zum Laser 24 ist, die oben in der ersten Ausführungsform beschrieben werden. Das erste OTDR 26a überwacht kontinuierlich die Integrität eines ersten Lichtwegs, der den Bandpaßfilter 42a, den Weg 48a, die Koppler 28a, 44 und 46, den Abschlußabschnitt 14 und den ausgedehnten Abschnitt 16 des Fasersystems 12 umfaßt. Im Fall, daß das erste OTDR 26a einen Faserbruch oder anderen Defekt im ersten Lichtweg detektiert, arbeiten das OTDR 26a und die Steuerschaltung 30a, um den ersten Laser 24a zu sperren.

Entsprechend überwacht der zweite OTDR 26b kontinuierlich die Integrität eines zweiten Lichtwegs, der den Bandpaßfilter 42b, den Weg 48b, die Koppler 28b, 44 und 46, den Abschlußabschnitt 14 und den ausgedehnten Abschnitt 16. des Fasersystems 12 umfaßt. Im Fall, daß das zweite OTDR 26b einen Faserbruch oder anderen Defekt im zweiten Lichtweg detektiert, arbeiten das zweite OTDR 26b und die Steuerschaltung 30b, um den zweiten Laser 24b zu sperren.

Beide OTDRs 26a, 26b überwachen gleichzeitig sowohl einen getrennten (nicht gemeinsamen) Faserabschnitt (den Weg 48a bzw. den Weg 48b) und einen gemeinsamen Abschnitt ihrer jeweiligen Lichtwege (die sich durch den Koppler 46, den Abschlußabschnitt 14 und den ausgedehnten Abschnitt 16 des Fasersystems 12 erstrecken). Im Fall, daß durch das erste OTDR 26a nur im Weg 48a ein Faserbruch detektiert wird, arbeiten das erste OTDR 26a und die erste Steuerschaltung 30a, um sofort den ersten Laser 24a zu sperren oder abzuschalten. In einem solchen Fall arbeitet jedoch der zweite Laser 24b weiter, da es keinen Bruch oder Defekt im zweiten Lichtweg gibt.

Ebenso arbeiten im Fall, daß durch das zweite OTDR 26b ein Faserbruch im Weg 48b detektiert wird, das zweite OTDR 26b und die zweite Steuerschaltung 30b, um sofort den zweiten Laser 24b zu sperren oder abzuschalten, während der erste Laser 24a normal weiter arbeitet.

Wenn ein Faserbruch in irgendeinem Abschnitt der Lichtwege detektiert wird, die den Lasern 24a, 24b gemeinsam sind, müssen alle Laser gesperrt oder abgeschaltet werden. Wenn ein Bruch in einem gemeinsamen Abschnitt von zwei oder mehreren Lichtwegen vorhanden ist, sollten alle OTDRs, die den gemeinsamen Abschnitt überwachen, den Bruch detektieren und sofort ihre jeweiligen Laser sperren oder abschalten. Zur zusätzlichen Sicherheit kann eine (nicht gezeigte) getrennte Steuereinrichtung oder ein getrennter Schaltungskomplex mit allen Steuerschaltungen und OTDRs verbunden sein, um sicherzustellen, daß alle Laser gesperrt werden, wenn durch irgendeines der Abtastungs-OTDRs ein Bruch an einem gemeinsamen Abschnitt der Wege detektiert wird. Diese getrennte Steuereinrichtung kann daher arbeiten, um eine gestörte OTDR oder anderen Schaltungskomplex zu detektieren.

Die Wellenlängen (&lgr;s1 &lgr;s2) der OTDRs 26a und 26b sollten so gewählt werden, daß sie beträchtlich kleiner als beide Wellenlängen (&lgr;p1 &lgr;p2) der Hochleistungslaser 24a und 24b sind, um eine Raman-Streuung und nichtlineare Kopplung im ausgedehnten Abschnitt 16 des Fasersystems 12 zu minimieren. Zum Beispiel können bei den Wellenlängen &lgr;p1 &lgr;p2 der Laser 24a bzw. 24b von 1475 nm bzw. 1495 nm, die Wellenlängen &lgr;s1 &lgr;s2 für die OTDRs 26a und 26b als 1310 nm und 1360 nm gewählt werden. Außerdem kann zum Beispiel die Wellenlänge eines der Datensignale 18 als 1555 nm gewählt werden.

3 stellt ein Blockdiagramm eines faserinternen Sicherheitsverriegelungssystems 50 gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar. Das in 2 dargestellte faserinterne Verriegelungssystem 50 umfaßt mehrere Hochleistungs-(Klasse IV)-Laserquellen 24a, 24b, die über ein lokales Fasersystem senden, das einen Abschlußabschnitt 14 und einen ausgedehnten Abschnitt 16 umfaßt. Beide Laser 24a und 24b arbeiten mit derselben oder einer ähnlichen Wellenlänge &lgr;p. Jeder der Laser 24a und 24b ist mit seinem eigenen Lichtwegüberwachungs-OTDR, den OTDRs 26a bzw. 26b verblockt. Das erste OTDR 26a arbeitet bei einer Wellenlänge &lgr;s1, und das zweite OTDR 26barbeitet bei einer Wellenlänge &lgr;s2. Steuerschaltungen 30a und 30b geben die Laser 24a bzw. 24b beruhend auf Informationen, die von den OTDRs 26a bzw. 26b empfangen werden, selektiv frei oder sperren sie. Obwohl dies nicht erforderlich ist, kann das Verriegelungssystem 50 auch eine Überwachungsschaltung 70 aufweisen, die mit den Lasern 24a und 24b und den Steuerschaltungen 30a und 30b zur Überwachung und Koordination des Betriebs der Laser 24a und 24b verbunden ist.

Ein Koppler 28a kombiniert die Ausgangs-&lgr;p aus dem ersten Laser 24a mit der Ausgangs-&lgr;s1 aus dem ersten OTDR 26a.

Ein Koppler 28b kombiniert die Ausgangs-&lgr;p aus dem zweiten Laser 24b mit der Ausgangs-&lgr;s2 aus dem zweiten OTDR 26b. Da die Laser 24a und 24b zusammen oder getrennt arbeiten können, arbeitet ein Optokoppler 60 als ein optischer Verteiler/Kombinator und kombiniert beide Ausgänge &lgr;p aus den Lasern 24a und 24b zu einem einzelnen Signal und verteilt dann dieses kombinierte &lgr;p-Signal über beide Wege 62 und 63. Der Koppler 60 kombiniert außerdem die Ausgangs-&lgr;s1 aus dem ersten OTDR 26a und die Ausgangs-&lgr;s2 aus dem zweiten OTDR 26b und gibt dieses kombinierte Signal auf dem Weg 62 aus.

Ein Optokoppler 52 arbeitet als ein Verteiler/Kombinator und verteilt das kombinierte Signal &lgr;s1 &lgr;s2 &lgr;p aus dem Ausgang 62, wobei die Signale &lgr;p, &lgr;s1 und &lgr;s2 auf dem Weg 64 ausgegeben werden und das Signal &lgr;p auf dem Weg 65 ausgegeben wird. Folglich arbeitet der Optokoppler 52, um Abtastsignale &lgr;s1 und &lgr;s2 um den lokalen Verstärker 15 zu leiten, um es den OTDRs 26a und 26b zu ermöglichen, eine größere Distanz des ausgedehnten Abschnitts 16 zu überwachen.

Anstatt (unter Verwendung des Kopplers 52 und des Wegs 64) beide Abtastsignale &lgr;s1 und &lgr;s2 zusammen um die Verstärker 15 und 17 zu leiten, können die Signale &lgr;s1 und &lgr;s2 einzeln um die optischen Verstärker 15 und 17 geleitet werden, indem zwei Koppler in die Wege hinter (links vom) Koppler 60 eingefügt werden.

Ein Koppler 58 kombiniert die WDM-Datensignale 18 mit den Wellenlängen &lgr;1 &lgr;2 ... &lgr;n auf einem Signalweg 66 mit dem Signal &lgr;p auf dem Weg 63. Die Datensignale 18 werden durch den lokalen Verstärker 15 verstärkt, in dem das Signal &lgr;p als Pumpenergie für den Verstärker 15 dient. Ein Optokoppler 56 arbeitet als ein Verteiler, um die Signale, die durch den Verstärker 15 gehen, in die Datensignale 18 (&lgr;1 &lgr;2 ... &lgr;n) und das Signal &lgr;p auf dem Weg 65 aufzuspalten. Es sind zwei Wege zur Einspeisung des Verstärkungssignals &lgr;p in den Verstärker 15 ausgebildet. Ein erster Weg erstreckt sich vom Koppler 60, Weg 63 und Koppler 58. Ein zweiter Weg wird vom Koppler 60, Weg 62, Koppler 52, Weg 65 und Koppler 56 gebildet. Folglich kann das Verstärkungssignals &lgr;p dem Verstärker 15 aus beiden Richtungen zugeführt werden.

Ein Koppler 54 kombiniert die Datensignale 18 (&lgr;1 &lgr;2 ... &lgr;n) aus dem Koppler 56 mit den OTDR-Signalen &lgr;s1 und &lgr;s2 auf dem Weg 64. Das kombinierte Signal (&lgr;s1, &lgr;s2 und &lgr;1 &lgr;2 ... &lgr;n) wird dem ausgedehnten Abschnitt 16 zugeführt.

Da die OTDRs 26a und 26b die Integrität der Lichtwege durch Überwachen der Rückstreuung (Rücksignale) der übertragenen Signale &lgr;s1 und &lgr;s2 prüfen, sind die übertragenen Signale &lgr;s1 und &lgr;s2 bidirektional. Folglich arbeitet jeder Koppler 60, 52 und 54 abhängig von der Richtung des OTDR-Signalflusses sowohl als Verteiler als auch als Kombinator.

Die Arbeitsweise des faserinternen Sicherheitsverriegelungssystems 50 gemäß der dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann durch Bezugnahme auf 3 verstanden werden. Die Laser 24a und 24b sind mit den OTDRs 26a bzw. 26b verblockt. Das erste OTDR 26a überwacht einen ersten Lichtweg, der sich durch die Bandpaßfilter 42a, den Weg 48a, den Koppler 28a und einen gemeinsamen Weg für beide OTDRs erstreckt (der sich durch den Koppler 60, den Weg 62, den Koppler 52, den Weg 64, den Koppler 54 und den ausgedehnten Abschnitt 16 erstreckt). Entsprechend überwacht das zweite OTDR 26b die Integrität eines zweiten Wegs, der sich durch den Bandpaßfilter 42b, den Weg 48b, den Koppler 28b und den gemeinsamen Weg erstreckt.

Im Fall, daß das erste OTDR 26a einen Defekt im ersten Lichtweg (sogar im ausgedehnten Abschnitt 16) detektiert, arbeiten das OTDR 26a und die Steuerschaltung 30a, um sofort den Laser 24a zu sperren oder abzuschalten. Wenn der Defekt nicht im gemeinsamen Weg enthalten ist, muß der zweite Laser 24b nicht gesperrt werden und bleibt in Betrieb.

Im Fall, daß das zweite OTDR 26b einen Defekt im zweiten Lichtweg (sogar im ausgedehnten Abschnitt 16) detektiert, arbeiten das zweite OTDR 26b und die Steuerschaltung 30b, um den Laser 24b sofort zu sperren oder abzuschalten. In diesem Fall muß der erste Laser 24a nicht gesperrt werden und bleibt in Betrieb, wenn der Defekt nicht im gemeinsamen Weg enthalten ist.

Die Laser 24a und 24b können als redundante Laserpumpquellen arbeiten. Der Laser 24a und der Laser 24b sind jeweils getrennt imstande, gleichzeitig den lokalen Verstärker 15 zu pumpen. Folglich ist es notwendig, nur einen Laser auf einmal zu betreiben. Wenn nur einer der Laser 24a und 24b arbeitet, arbeitet der freigegebene Laser mit 100% Leistung. Wenn beide Laser arbeiten, können beide Laser zum Beispiel mit 50% Leistung arbeiten. Alternativ können beide Laser 24a und 24b gleichzeitig mit 100% Leistung arbeiten, um die Verstärkung des Verstärkers 15 zu erhöhen.

Eine Überwachungsschaltung 70, wie ein Mikroprozessor und/oder ein anderer Schaltungskomplex kann verwendet werden, um den Ausgangsleistungsprozentanteil jedes Lasers 24a und 24b zu überwachen und automatisch die Ausgangsleistung jedes Lasers 24a und 24b einzustellen oder zu koordinieren. Die Überwachungsschaltung 70 empfängt ein elektrisches Signal von beiden Lasern 24a und 24b, das anzeigt, ob jeder Laser eingeschaltet ist, und die Ausgangsleistung jedes Lasers anzeigt. Die Überwachungsschaltung 70 kann außerdem Signale von Schaltungen 30aund 30b empfangen, die anzeigen, ob ein Bruch oder Defekt detektiert worden ist, und den Ort des Defekts anzeigen.

Zum Beispiel können anfänglich beide Laser 24a und 24b mit 50% Leistung arbeiten. Zu einer gewissen späteren Zeit detektiert das erste OTDR 26a einen Bruch oder Defekt im gemeinsamen Abschnitt des ersten Lichtwegs und schaltet den ersten Laser 26a sofort ab. Die Überwachungsschaltung 70 steuert dann den zweiten Laser 26b und die Steuerschaltung 30b, um die Leistungsabgabe des zweiten Lasers 26b auf 100% zu erhöhen, um den Verlust des ersten Lasers 26a auszugleichen. Auf diese Weise wird der Verstärker 15 trotz des Defekts im ersten Lichtweg und der Sperrung des ersten Lasers 26a mit ausreichend Pumpenergie versorgt. Die Verwendung der Überwachungsschaltung 70 zur Überwachung des Systems und automatischen Einstellung der Leistungsabgabe kann entsprechend auf das in 2 dargestellte System angewendet werden.

Es sollte sich natürlich verstehen, daß während die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf spezifische Hardwarekonfigurationen beschrieben worden ist, alternativer Konfigurationen möglich sind. Zum Beispiel können die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung anstelle der Verwendung der Koppler Kombinatoren, Verteiler, Wellenlängenmultiplixer, Polarisationsmultiplixer oder Verhältnisverteiler/Kombinatoren einsetzen, falls geeignet.


Anspruch[de]
Faserinternes Sicherheitsverriegelungssystem, das ein OTDR verwendet, das aufweist:

mindestens einen ersten Hochleistungslaser (24; 24a), der mit einem Fasersystem (12) gekoppelt ist, das einen Abschlußabschnitt (14) und einen ausgedehnten Abschnitt (16) aufweist;

mindestens ein erstes OTDR-System (26; 26a), das einen Lasersender mit einer Wellenlänge aufweist, die so ausgewählt ist, daß die nichtlineare Kopplung im ausgedehnten Abschnitt des Fasersystems minimiert wird;

mindestens einen ersten wellenlängenselektiven Koppler (28; 28a), der den Hochleistungslaser und das OTDR-System mit dem Fasersystem koppelt; und

mindestens eine erste Steuerschaltung (30; 30a), die mit dem Hochleistungslaser und dem OTDR-System gekoppelt ist, wobei die Steuerschaltung (30; 30a) eingerichtet ist, den Hochleistungslaser als Reaktion darauf freizugeben, daß das OTDR-System die Integrität eines ersten Lichtwegs des Systems detektiert, wobei der erste Lichtweg die Faser, die sich vom Ausgang des ersten OTDR-Systems (26; 26a) erstreckt, und das Fasersystem (12) aufweist.
System nach Anspruch 1, wobei der mindestens eine erste Hochleistungslaser (24; 24a) und das mindestens eine erste OTDR-System (26; 26a) mit dem Abschlußabschnitt des Fasersystems gekoppelt sind. System nach Anspruch 1 oder 2, das ferner aufweist:

einen zweiten Hochleistungslaser (24b), der mit dem Fasersystem (12) gekoppelt ist;

ein zweites OTDR-System (26b), das einen Lasersender mit einer zweiten Wellenlänge aufweist, die so ausgewählt ist, daß eine nichtlineare Kopplung im Fasersystem (12) minimiert wird, wobei sich die zweite Wellenlänge von der ersten Wellenlänge unterscheidet;

einen zweiten wellenlängenselektiven Koppler (28b), der eingerichtet ist, den zweiten Hochleistungslaser (24b) und das zweite OTDR-System (26b) mit dem Fasersystem (12) zu koppeln;

eine zweite Steuerschaltung (30b), die mit dem zweiten Hochleistungslaser (24b) und dem zweiten OTDR-System (26b) gekoppelt ist, wobei die zweite Steuerschaltung (30b) eingerichtet ist, den zweiten Hochleistungslaser (24b) als Reaktion darauf freizugeben, daß das zweite OTDR-System (26b) die Integrität eines zweiten Lichtwegs des Systems detektiert, wobei der zweite Lichtweg die Faser, die sich vom Ausgang des zweiten OTDR-Systems (26b) erstreckt, und das Fasersystem (12) aufweist.
System nach Anspruch 3, das ferner einen dritten wellenlängenselektiven Koppler (44) aufweist, der eingerichtet ist, Signale aus dem ersten wellenlängenselektiven Koppler (28; 28a) und Signale aus dem zweiten wellenlängenselektiven Koppler (28b) mit dem Fasersystem zu koppeln. System nach Anspruch 3 oder 4, das ferner aufweist:

einen ersten optischen Bandpaßfilter (42a), der mit dem ersten OTDR-System (26; 26a) und mit dem ersten wellenlängenselektiven Koppler (28; 28a) gekoppelt ist, wobei der erste optische Bandpaßfilter eingerichtet ist, optische Signale nur an annähernd der ersten Wellenlänge durchzulassen; und

einen zweiten optischen Bandpaßfilter (42b), der mit dem zweiten OTDR-System (26b) und dem zweiten wellenlängenselektiven Koppler (28b) gekoppelt ist, wobei der zweite optische Bandpaßfilter eingerichtet ist, optische Signale nur an annähernd der zweiten Wellenlänge durchzulassen.
System nach Anspruch 3, 4 oder 5, wobei das Fasersystem (12) einen ersten Lichtweg, der durch das erste OTDR-System überwacht werden soll, und einen zweiten Lichtweg aufweist, der durch das zweite OTDR-System überwacht werden soll, wobei mindestens ein Abschnitt des ersten Lichtwegs dem zweiten Lichtweg gemeinsam ist. System nach Anspruch 3, 4, 5 oder 6, das ferner eine Überwachungsschaltung (70) aufweist, die mit dem ersten und zweiten Hochleistungslasern (24a; 24b) und mit den ersten und zweiten Steuerschaltungen (30a; 30b) gekoppelt ist, wobei die Überwachungsschaltung (70) dazu dient, den Betrieb der ersten und zweiten Hochleistungslaser (24a; 24b) beruhend auf Signalen zu koordinieren, die aus den ersten und zweiten Steuerschaltungen (30a; 30b) bereitgestellt werden. System nach Anspruch 7, wobei die Überwachungsschaltung (70) eingerichtet ist, die Leistung des ersten Hochleistungslasers (24a) beruhend darauf einzustellen, ob der zweite Hochleistungslaser (24b) freigegeben ist oder nicht, und eingerichtet ist, die Leistung des zweiten Hochleistungslasers (24b) beruhend darauf einzustellen, ob der erste Hochleistungslaser (24a) freigegeben ist oder nicht. Verfahren zum Überwachen der Integrität eines Fasersystems (12) unter Verwendung eines OTDR (26; 26a), wobei das Fasersystem (12) einen Abschlußabschnitt (14) und einen ausgedehnten Abschnitt (16) aufweist, wobei das Verfahren die Schritte aufweist:

Übertragen mehrerer optischer Impulse mit niedriger Leistung auf dem Fasersystem (12), wobei die Wellenlänge der optischen Impulse mit niedriger Leistung so ausgewählt wird, daß eine nichtlineare Kopplung im ausgedehnten Abschnitt des Fasersystems minimiert wird;

Detektion der Integrität eines ersten Lichtwegs des Fasersystems (12) beruhend auf dem Rücksignal der optischen Impulse mit niedriger Leistung;

Übertragen eines Hochleistungslasersignals auf dem Fasersystem (12) unter Verwendung eines Hochleistungslasers (24; 24a), nur dann, wenn die Integrität des ersten Lichtwegs des Fasersystems (12) detektiert worden ist; und

Koppeln des Hochleistungslasersignals und der optischen Impulse mit niedriger Leistung auf dem Fasersystem (12);

wobei der erste Lichtweg die Faser, die sich vom OTDR (26; 26a) erstreckt, und das Fasersystem (12) umfaßt.
Verfahren nach Anspruch 9, das ferner die Schritte aufweist:

Durchführen eines eingebauten Selbsttests am OTDR (26; 26a) vor dem Freigeben des Hochleistungslasers (24; 24a); und

Freigeben des Hochleistungslasers, nur dann, wenn das OTDR (26; 26a) den eingebauten Selbsttest besteht und die Integrität des Lichtwegs detektiert worden ist.
Verfahren nach Anspruch 9, das ferner die Schritte aufweist:

Durchführen eines eingebauten Selbsttests am OTDR (26; 26a) während des Betriebs des Hochleistungslasers (24; 24a); und

Sperren des Hochleistungslasers (24; 24a), wenn das OTDR (26; 26a) den eingebauten Selbsttest nicht besteht.
Verfahren nach Anspruch 9, 10 oder 11, das ferner den Schritt des Empfangens eines Prüfdistanzwerts am OTDR (26; 26a) aufweist;

wobei der Detektionsschritt den Schritt der Detektion der Integrität des ersten Lichtwegs beruhend auf dem Rücksignal der optischen Impulse niedriger Leistung aufweist.
Verfahren nach Anspruch 9, 10, 11 oder 12, wobei die Wellenlänge des OTDR-Systems (26; 26a) so ausgewählt wird, daß sie beträchtlich kleiner als die Wellenlänge des Hochleistungslasers (24; 24a) ist, um eine nichtlineare Kopplung im Fasersystem (12) zu minimieren. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, wobei das Verfahren ferner die Schritte aufweist:

Verwenden eines ersten OTDR (26; 26a), um mehrere optische Impulse mit niedriger Leistung mit einer ersten Wellenlänge auf dem Fasersystem (12) zu übertragen, wobei das erste OTDR (26; 26a) den ersten Lichtweg des Fasersystems (12) überwacht;

Verwenden des ersten OTDR (26; 26a), um die Integrität des ersten Lichtwegs beruhend auf dem Rücksignal der optischen Impulse mit niedriger Leistung mit der ersten Wellenlänge zu detektieren;

Übertragen eines ersten Hochleistungslasersignals auf dem Fasersystem (12) unter Verwendung des ersten Hochleistungslasers (24; 24a), nur dann, wenn die Integrität des ersten Lichtwegs des Fasersystems (12) detektiert worden ist;

Koppeln des ersten Hochleistungslasersignals und der optischen Impulse mit niedriger Leistung der ersten Wellenlänge auf dem Fasersystem (12);

Verwenden eines zweiten OTDR (26b), um mehrere optische Impulse mit niedriger Leistung mit einer zweiten Wellenlänge auf dem Fasersystem (12) zu übertragen, wobei sich die zweite Wellenlänge von der ersten Wellenlänge unterscheidet, wobei das zweite OTDR (26b) einen zweiten Lichtweg des Fasersystems überwacht;

Verwenden des zweiten OTDR (26b), um die Integrität des zweiten Lichtwegs beruhend auf dem Rücksignal der optischen Impulse mit niedriger Leistung mit der zweiten Wellenlänge zu detektieren;

Übertragen eines zweiten Hochleistungslasersignals auf dem Fasersystem (12) unter Verwendung des zweiten Hochleistungslasers (24b), nur dann, wenn die Integrität des zweiten Lichtwegs des Fasersystems (12) detektiert worden ist;

Koppeln des zweiten Hochleistungslasersignals und der optischen Impulse mit niedriger Leistung der zweiten Wellenlänge auf dem Fasersystem (12);

wobei der erste Lichtweg einen ersten getrennten Abschnitt aufweist, der zweite Lichtweg einen zweiten getrennten Abschnitt aufweist, und die ersten und zweiten Lichtwege einen gemeinsamen Abschnitt gemeinsam nutzen.
Verfahren nach Anspruch 14, das ferner die Schritte aufweist:

Filtern aller Rücksignale, die in das erste OTDR (26; 26a) eingegeben werden, um nur die optischen Impulse mit niedriger Leistung mit der ersten Wellenlänge durchzulassen; und

Filtern aller Rücksignale, die in das zweite OTDR (26b) eingegeben werden, um nur die optischen Impulse mit niedriger Leistung mit der zweiten Wellenlänge durchzulassen.
Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, das ferner die Schritte aufweist:

Verwenden des ersten OTDR (26; 26a), um den Ort eines Defekts, falls vorhanden, im ersten Lichtweg zu detektieren; und

Verwenden des zweiten OTDR (26b), um den Ort eines Defekts, falls vorhanden, im zweiten Lichtweg zu detektieren.
Verfahren nach Anspruch 14, 15 oder 16, das ferner die Schritte aufweist:

Sperren nur des ersten Hochleistungslasers (24; 24a ), wenn nur im ersten getrennten Abschnitt ein Defekt detektiert wird;

Sperren nur des zweiten Hochleistungslasers (24b), wenn nur im zweiten getrennten Abschnitt ein Defekt detektiert wird; und

Sperren sowohl den ersten als auch den zweiten Hochleistungslaser (24; 24a, 24b), wenn im gemeinsamen Abschnitt ein Defekt detektiert wird.






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