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Dokumentenidentifikation DE69934172T2 24.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0000972870
Titel Verfahren zum Stricken von Doppeltjersey-Strickwaren mit Rippen und nach diesem Verfahren gestrickte Ware
Anmelder Shima Seiki Mfg. Ltd., Wakayama, JP
Erfinder Okuno, Masao, Wakayama-shi, Wakayama, JP
Vertreter Säger und Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69934172
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 15.07.1999
EP-Aktenzeichen 993056084
EP-Offenlegungsdatum 19.01.2000
EP date of grant 29.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.2007
IPC-Hauptklasse D04B 1/22(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Stricken einer Doppeltjersey-Strickware mit Rippenstricken, wie zum Beispiel Milano-Rippen, unter Verwendung einer Flachstrickmaschine, die zumindest ein Paar vordere und hintere Nadelbetten und eine Garnzuführung umfasst, und eine durch das Verfahren gestrickte Strickware. Insbesondere betrifft die Erfindung Verbesserungen der Schönheit von Seitenrändern oder Säumen der Strickware sowie der Produktivität.

Milano-Rippen bzw. Milano-Ripp („Milano rib") ist als eine Doppeltjersey-Strickware mit Rippenstricken bekannt. Das Milano-Ripp hat eine Grundstrickstruktur, die durch das Stricken von drei Reihen aus einem hinteren Glattstricken, einem vorderen Glattstricken und einem Rippenstricken gebildet ist, und besitzt den Vorteil, dass durch Wiederholen des Grundstrickens eine übermäßige horizontale Streckbarkeit der Strickware, die durch den ausschließlichen Einsatz des Rippenstrickens verursacht würde, durch das Glattstricken verhindert werden kann, um die Formstabilität der Ware sicherzustellen. Die Strickwaren mit diesem Vorteil werden als Material für Kragen und Strickanzüge verwendet.

In 6 ist ein bekannter Strickschritt des Milano-Ripps gezeigt. Dieser Strickschritt ist das so genannte einfache Stricken, bei dem bei jeder Vorwärtsbewegung oder Rückwärtsbewegung eines Schlittens ein Garn verwendet wird, so dass nur eine einzige Reihe gestrickt wird. Das Grundstricken des Milano-Ripps ist mit drei Bewegungen des Schlittens vollendet. Wie dargestellt, wird in Schritt 1 ein Garn (eine Garnzuführung) zur Außenseite der Strickware auf der rechten Seite bewegt und zum Stricken einer ersten hinteren Glattstrickreihe 101 des Milano-Ripps den Nadeln a-n eines hinteren Nadelbetts zugeführt. In Schritt 2 wird der Schlitten gewendet, um das Garn zur Außenseite der Strickware auf der linken Seite zu bewegen, um das Garn den Nadeln M-A eines vorderen Nadelbetts zum Stricken der nächsten vorderen Glattstrickreihe 102 zuzuführen. In Schritt 3 wird der Schlitten wieder gewendet, um das Garn zur Außenseite der Strickware auf der rechten Seite zu bewegen, um das Garn den Nadeln A-M des vorderen Nadelbetts und den Nadeln a-n des hinteren Nadelbetts zum Stricken der Rippenstrickreihe 103 im Zickzack zuzuführen. Das in den Schritten 1-3 gezeigte Stricken wird wiederholt, um die nachfolgenden Reihen 104, 105, 106 ... zu stricken, so dass die Strickware mit dem Milano-Ripp als Strickstruktur hergestellt wird. Bei diesem bekannten Verfahren ist den Seitenrändern der Strickware kein besonderer Vorgang zugewiesen.

Die Struktur der gestrickten Maschen des so gestrickten Milano-Ripps ist in 7, von oberhalb der Nadelbetten der Flachstrickmaschine gesehen, gezeigt.

Eine Nadel n des hinteren Nadelbetts wird bei Beginn des Strickens der hinteren Glattstrickreihe 104 im Anschluss an die Rippenstrickreihe 103 verwendet, und die Nadel ist dieselbe wie diejenige Nadel, die beim Stricken der Rippenstrickreihe 103 als letzte verwendet wurde. Deshalb steht eine Verlängerung 110 aus einer am Ende des Rippenstrickens ausgebildeten gestrickten Masche 103n zu der in demselben Maschenstäbchen ausgebildeten nachfolgenden gestrickten Masche 104n vor. Dasselbe Phänomen zeigt sich in Form einer Verlängerung 111 zwischen der anschließenden Rippenstrickreihe 106 und der anschließenden Rippenstrickreihe 107. Wenn die Doppeltjersey-Strickware einschließlich des Rippenstrickens, das nicht auf das Milano-Ripp beschränkt ist, gestrickt wird, ist es unvermeidlich, dass dieselbe Nadel in das Stricken einer Aufeinanderfolge von Reihen, wie vorstehend angegeben, eingeführt wird. Dies bewirkt, dass die Verlängerung an den Seitenrändern des Strickware nach außen vorsteht, wodurch sie zur Ursache dafür wird, dass die Schönheit der Strickware an ihren Seitenrändern verdorben wird. Auch ist die Produktivität aufgrund des Strickens durch das einfache Stricken beträchtlich vermindert.

Es kann ein praktischer Weg für eine verbesserte Produktivität sein, dass das doppelte Stricken unter Verwendung von zwei Garnen oder das dreifache Stricken unter Verwendung von drei Garnen als Ersatz für das oben angegebene einfache Stricken angewendet wird. Jedoch beinhaltet ein solcher Weg das Auftreten der Verlängerung in Kombination mit dem Phänomen, dass sich die Garne an den Seitenrändern der Strickware ineinander verwickeln, wodurch sie den Nachteil verursachen, dass sie die Schönheit der Strickware weiter verderben.

In Anbetracht der Nachteile, die der Stand der Technik mit sich bringt, ist die vorliegende Erfindung gemacht worden. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Strickverfahrens, um eine verbesserte Schönheit der Seitenränder der Doppeltjersey-Strickware mit Rippenstricken, wie zum Beispiel Milano-Ripp, zu ermöglichen und eine verbesserte Produktivität vorzusehen, sowie die Bereitstellung der durch das Verfahren gestrickten Strickware.

Zur Lösung der vorstehenden Aufgabe stellt die vorliegende Erfindung ein neuartiges Verfahren zum Stricken einer Doppeltjersey-Strickware mit Rippenstricken, wie zum Beispiel Milano-Ripp, durch ein Stricken zur Verfügung, das äquivalent einem oder höher als ein Stricken unter Verwendung von zwei Garnen durch Einsatz einer Flachstrickmaschine ist, die zumindest ein Paar einander gegenüberliegend angeordnete vordere und hintere Nadelbetten und zwei oder mehrere Garnzuführungen umfasst, die auf Bahnen von Garnführungsschienen auf den Nadelbetten angeordnet sind, um sich über die Nadelbetten zu bewegen, um den Nadeln auf den Nadelbetten Garne zuzuführen, wobei ein Schlauch für zumindest einen Seitenrandbereich der Strickware durch die folgenden Schritte vorgesehen wird:

  • (a) dass eine oder mehrere Nadeln von jedem der vorderen und hinteren Nadelbetten so eingeführt werden, dass das Stricken des Seitenrandbereichs der Strickware auf einer Endungsseite eines Reihenstrickens mit der/den Nadel(n) von einem der Nadelbetten beendet werden kann und das Stricken des Seitenrandbereichs der Strickware auf einer Anfangsseite des nachfolgenden Reihenstrickens mit der/den Nadel(n) des anderen der Nadelbetten begonnen werden kann; und
  • (b) dass das Reihenstricken von der auf einer vorwärts positionierten Bahn angeordneten Garnzuführung geordnet durchgeführt wird, wenn das Stricken des Seitenrandbereichs mit der/den Nadel(n) des hinteren Nadelbetts beendet wird, während dagegen das Reihenstricken von der auf einer rückwärts positionierten Bahn angeordneten Garnzuführung geordnet durchgeführt wird, wenn das Stricken des Seitenrandbereichs mit der/den Nadel(n) des vorderen Nadelbetts beendet wird.

Vorzugsweise wird anschließend an den am Seitenrandbereich ausgebildeten Schlauch ein zweiter Schlauch durch einen Kettelvorgang an einem oberen Bereich der Strickware ausgebildet.

Außerdem stellt die vorliegende Erfindung eine neuartige Strickware zur Verfügung, bei der ein Schlauch mit mindestens zwei Maschenstäbchen an einem Seitenrandbereich einer Doppeltjersey-Strickware mit Rippenstricken, wie zum Beispiel Milano-Ripp, ausgebildet ist, die durch ein Strickverfahren wie vorstehend beschrieben gestrickt ist, die äquivalent einem oder höher als ein Stricken unter Verwendung von zwei Garnen durch Einsatz von zwei oder mehreren verschiedenen Garnen ist, die von Garnführungen aufeinander folgenden Schlosssystemen eines Schlittens zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch so ausgebildet ist, dass die Garne sich kontinuierlich entlang der Richtung ihrer Reihen erstrecken und sich nicht am Seitenrand der Strickware mit einer nach außen vorstehenden Garnverlängerung verwickeln, die aus einer rippengestrickten Masche am Ende einer gestrickten Reihe zu der nachfolgenden gestrickten Masche vorsteht, die in demselben Maschenstäbchen ausgebildet ist.

Bestimmte Ausführungsformen der Erfindung werden nun rein exemplarisch und unter Bezugnahme auf die folgenden Zeichnungen beschrieben:

1 ist eine Ansicht, die einen Kragen der Ausführungsform 1 zeigt;

2 ist eine Ansicht, die die Strickschritte des Kragens zeigt;

3 ist eine Ansicht, die eine Anwendung des erfinderischen Verfahrens auf das Stricken eines Strickanzugs zeigt, wobei 3-a eine rechte Hälfte des Strickanzugs nach Beendigung des Strickens zeigt; und 3-b einen tatsächlichen Benutzungszustand derselben zeigt, die längs einer gestrichelten Linie in 3-a zum Ausbilden des Kragens gefaltet ist;

4 ist eine Ansicht, die die erste Hälfte der Strickschritte der Anwendung zeigt;

5 ist eine Ansicht, die die zweite Hälfte der Strickschritte der Anwendung zeigt;

6 ist eine Ansicht, die die Strickschritte des Milano-Ripps durch ein bekanntes Verfahren zeigt;

7 ist eine Ansicht der Struktur der gestrickten Milano-Ripp-Maschen, die durch das bekannte Verfahren ausgebildet sind, gesehen von oberhalb der Nadelbetten der Flachstrickmaschine.

Die vorliegende Ausführungsform ist ein Beispiel für das Strickverfahren der vorliegenden Erfindung, das auf einen Kragen angewendet wird, bei dem Milano-Ripp als Doppeltjersey-Strickwarenstruktur mit Rippenstricken verwendet wird.

1 zeigt eine zu einem Kragen zu strickende Strickware 1 und 2 zeigt die Schritte zum Stricken des Kragens 1. Eine zum Stricken der Ausführungsform verwendete Flachstrickmaschine umfasst zumindest ein Paar einander gegenüberliegend angebrachter Nadelbetten, zwei oder mehr Garnzuführungen, die auf Bahnen von Garnführungsschienen auf den Nadelbetten angebracht sind, so dass sie sich über den Nadelbetten bewegen, um den Nadeln auf den Nadelbetten Garne zuzuführen; und einen Schlitten mit drei Schlosssystemen zur Ermöglichung eines dreifachen Strickens. Dies bewirkt das Ergebnis, dass das Grundstricken des Milano-Ripps mit drei Reihen aus einem Rippenstricken, einem vorderen Glattstricken und einem hinteren Glattstricken mit jeder Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung des Schlittens vollendet wird.

In 2 bezeichnen die Buchstaben A-M Nadeln des vorderen Nadelbetts FB der einander gegenüberliegend vorne und hinten angebrachten Nadelbetten bzw. bezeichnen die Buchstaben a-n Nadeln des hinteren Nadelbetts BB. Die auf der linken Seite des Diagramms gezeigten Ordnungszahlen „1.", „2." und „3." bezeichnen Schlosssysteme, die von der führenden Seite der Richtung für den Schlitten zum Vorwärtsbewegen auftreten. Die auf der rechten Seite des Diagramms gezeigten Pfeile bezeichnen die Richtung für den Schlitten zum Vorwärtsbewegen und die Zahlen 1, 2 und 3 in Klammern bezeichnen die Bahnnummern der Garne (Garnzuführungen), die sich über die auf den Nadelbetten vorgesehenen (nicht gezeigten) Garnführungsschienen hin- und herbewegen. Von den Bahnnummern der Garne bezeichnet 1 ein Garn an einer vorderen Seite der Strickmaschine und eine höhere Zahl bezeichnet ein Garn auf der hinteren Seite der Strickmaschine. Von den in dem Diagramm gezeigten Symbolen bezeichnet O eine gestrickte Masche eines Körpers 3 des Kragens und &jocir; bezeichnet gestrickte Maschen an Seitenrandbereichen 5r, 5l des Körpers 3 des Kragens an dessen entgegengesetzten Enden. Die Seitenrandbereiche 5r, 5l werden, wie später angegeben, in Form eines hohlen Schlauchs ausgebildet. Zum Zweck der bequemeren Erläuterung ist in dem Diagramm eine kleinere Anzahl von Nadeln als diejenigen gezeigt, die tatsächlich beim Stricken des Kragens verwendet werden.

Nun folgt nachstehend die Beschreibung, wie der Kragen gestrickt wird. Zuerst wird in Schritt 1 das Stricken von der linken Seite der Strickware längs der Reihe begonnen, entlang welcher der Schlitten nach rechts bewegt wird. In einem Führungsschlosssystem (oder 1. Schlosssystem) wird das Garn 1 zum Stricken verwendet. Die gebildete Reihe ist eine hintere Glattstrickreihe des Milano-Ripps. Das Garn wird den Nadeln A-C des vorderen Nadelbetts zum vorderen Stricken des linken Seitenrandbereichs 5l der Strickware zugeführt und danach wird das Garn den Nadeln d-n des hinteren Nadelbetts zum hinteren Stricken des Körpers 3 und des rechten Seitenrandbereichs 5r der Strickware zugeführt. In einem Zwischenschlosssystem (2. Schlosssystem) wird das Garn 2 zum Stricken eingesetzt. Die gebildete Reihe ist eine vordere Glattstrickreihe für den Körper 3. Das Garn wird den Nadeln A-J des vorderen Nadelbetts zum vorderen Stricken des linken Seitenrandbereichs 5l der Strickware und des Körpers 3 zugeführt und danach wird das Garn den Nadeln l-n des hinteren Nadelbetts zum hinteren Stricken des rechten Seitenrandbereichs 5r der Strickware zugeführt. In einem nachgeführten Schlosssystem (3. Schlosssystem) wird das Garn 3 zum Stricken verwendet. Die gebildete Reihe ist eine Rippenstrickreihe für den Körper 3. Das Garn wird den Nadeln A-C des vorderen Nadelbetts zum vorderen Stricken des linken Seitenrandbereichs 5l der Strickware zugeführt und danach werden die Garne den Nadeln d-k des hinteren Nadelbetts und den Nadeln D-J des vorderen Nadelbetts zum Rippenstricken des Körpers 3 der Strickware zugeführt. Danach wird das Garn den Nadeln l-n des hinteren Nadelbetts zum hinteren Stricken des rechten Seitenrandbereichs 5r der Strickware zugeführt. Diese Art des Strickens erzeugt die Strickstruktur des Milano-Ripps für den Körper 3 und liefert auch eine Folge von durch das vordere Stricken für den linken Seitenrandbereich 5l der Strickware ausgebildeten Strickreihen und eine Folge von durch das hintere Stricken für den rechten Seitenrandbereich 5r der Strickware ausgebildeten Strickreihen.

In Schritt 2 wird das Stricken von der rechten Seite des Kragens 1 entlang der Reihe begonnen, längs welcher der Schlitten nach links bewegt wird. In Schritt 2 werden auch die Schlosssysteme, Garne und Strickstrukturen des Milano-Ripps in dem Körper 3 des Kragens 1, die bezugsmäßig identisch mit denjenigen in Schritt 1 sind, verwendet. Das Führungsschlosssystem verwendet das Garn 1 für das hintere Glattstricken, das Zwischenschlosssystem verwendet das Garn 2 für das vorderes Glattstricken und das nachgeführte Schlosssystem verwendet das Garn 3 für das Rippenstricken.

Im Führungs- (1.) Schlosssystem wird das Garn den Nadeln M-K des vorderen Nadelbetts zugeführt, um das vordere Stricken des rechten Seitenrandbereichs 5r der Strickware auszuführen, und danach wird das Garn den Nadeln k-d des hinteren Nadelbetts zugeführt, um den Körper 3 zu stricken, und dann wird das Garn den Nadeln c-a des hinteren Nadelbetts zugeführt, um das hintere Stricken des linken Seitenrandbereichs 5l der Strickware vorzusehen. Im Zwischen- (2.) Schlosssystem wird das Garn den Nadeln M-D des vorderen Nadelbetts zugeführt, um das vordere Stricken des rechten Seitenrandbereichs 5r der Strickware und des Körpers 3 auszuführen, und danach wird das Garn den Nadeln c-a des hinteren Nadelbetts zugeführt, um das hintere Stricken des linken Seitenrandbereichs 5l der Strickware auszuführen. Im nachgeführten (3.) Schlosssystem wird das Garn den Nadeln M-K des vorderen Nadelbetts zugeführt, um das vordere Stricken des rechten Seitenrandbereichs 5r der Strickware auszuführen, und danach werden die Garne den Nadeln k-d des hinteren Nadelbetts und den Nadeln J-D des vorderen Nadelbetts zugeführt, um das Rippenstricken des Körpers 3 der Strickware auszuführen. Danach wird das Garn den Nadeln c-a des hinteren Nadelbetts zugeführt, um das hintere Stricken des linken Seitenrandbereichs 5l der Strickware auszuführen. Diese Strickart erzeugt den Körper 3 der Milano-Ripp-Strickware und liefert auch eine Folge von Strickreihen, die durch das hintere Stricken für den linken Seitenrandbereich 5l der Strickware ausgebildet sind, und eine Folge von Strickreihen, die durch das vordere Stricken für den rechten Seitenrandbereich 5r der Strickware ausgebildet sind.

Durch Wiederholen der Strickschritte 1 und 2 werden hohle Schlauchbereiche an gegenüberliegenden Randbereichen des Strickwarenkörpers 3 des Milano-Ripps ausgebildet. Obwohl der Schlauch in der Darstellung mit drei vorderen Nadeln und drei hinteren Nadeln von jedem der linken und rechten Seitenränder der Strickware oder mit einer Gesamtzahl von insgesamt sechs Nadeln ausgebildet ist, kann der Schlauch unter Verwendung von zumindest einer vorne und hinten angeordneten Nadel vorgesehen werden. Es ist wünschenswert, dass die gestrickten Maschen der Randbereiche 5 in der Größe so angepasst sind, dass sie bei Bedarf zu Texturen des Körpers 3 der Strickware passen. In dem Schlauch sind die Reihen im Seitenrandbereich 5l der Strickware unter Verwendung der Garne 1, des Garns 2 und des Garns 3 der Reihe nach in Form einer Folge gestrickter Maschen ausgebildet, die in einer Reihe in Form eines C entlang der Richtung der Reihen im linken Seitenrandbereich 5l unter Verwendung der Nadeln c-a des hinteren Nadelbetts, an dem das Stricken der Reihen beendet wird, und der Nadeln A-C des vorderen Nadelbetts, von dem das Stricken der nachfolgenden Reihen begonnen wird, angeordnet sind. Dies ermöglicht es, zu verhindern, dass sich die Garne am Randbereich 5l der Strickware ineinander Randbereich 5l der Strickware ineinander verwickeln, was zu einer Strickware von ästhetisch guter Qualität an dieser Stelle beiträgt. Gleichermaßen werden im rechten Seitenrandbereich 5r die Reihen in Form einer Folge von Reihen unter Verwendung der Nadeln l-m des hinteren Nadelbetts und der Nadeln M-K des vorderen Nadelbetts anschließend an die Nadel n ausgebildet, was zu einer Strickware von ästhetisch guter Qualität an dieser Stelle beiträgt. Es ist zu beachten, dass in einem Fall, in dem die Nadeln des vorderen Nadelbetts als diejenigen für das zu beendende Stricken verwendet werden und der Schlauch durch Zuführen der Garne zu den Nadeln in der Reihenfolge K-M bis n-l am rechten Seitenrandbereich 5r und in der Reihenfolge C-A bis a-c am linken Seitenrandbereich 5l ausgebildet ist, die Garne 1, 2 und 3 den nachgeführten Schlosssystem bzw. dem Zwischenschlosssystem bzw. dem Führungsschlosssystem zugeordnet werden, um zu verhindern, dass sich die Garne ineinander verwickeln.

Ein Beispiel des Strickverfahrens der vorliegenden Erfindung, das auf einen Strickanzug 11 angewendet wird, ist nachstehend unter Bezugnahme auf 3, die die rechte Hälfte des Strickanzugs 11 zeigt; 3-a, die den Strickanzug nach beendetem Stricken zeigt, und 3-b, die einen tatsächlichen Benutzungszustand derselben zeigt, beschrieben, wobei sie längs einer Bügelfalte 13, die durch eine gestrichelte Linie in 3-a angezeigt ist, zum Bilden des Kragens 17 gefaltet ist. Ein rechtes Vorderteil 15 wird mit einem separat gestrickten Rückenteil und (nicht gezeigten) Ärmeln durch Säumen verbunden, erhält aber keinen Schlauch an seinen Teilen, einschließlich des linken Seitenrandbereichs der Strickware, die für ein fertiges Produkt zu säumen ist (eine Schulterlinie 19, ein Ärmelloch 21 und eine Seitenlinie 23), da diese Teile auf der Rückseite des Produkts versteckt sind, wenn sie in ein fertiges Produkt gebracht werden. Andererseits erhält die Öffnungsseite (rechter Seitenrandbereich) 25 des rechten Vorderteils 15 einschließlich des Kragens 17 den Schlauch, da die Öffnungsseite selbst in Form des Endprodukts beendet wird.

Die Strickschritte für das rechte Vorderteil 15, die in der vorstehend beschriebenen Weise gestrickt sind, werden unter Bezugnahme auf 4 und 5 beschrieben. Die in 4 gezeigten Strickschritte 1 und 2 sind mit den Schritten 1 und 2 der 2 der vorgenannten Ausführungsform 1 identisch, ausgenommen die Auslassung des Schlauchs am linken Seitenrandbereich der Strickware. Durch Wiederholen des Strickens geht das Stricken zu einem Seitensaumbereich 24 des Körpers weiter. Zwischen dem Strickschritt 1 und dem Strickschritt 2 wird der Schritt zum Verengen der Strickbreite von dem Seitensaumbereich 24 eingefügt, um das Ärmelloch 21 zu bilden und die Reihe vor dem gefalteten Bereich des Kragens am oberen Ende 17a zu stricken. Im nachfolgenden Schritt 3 wird die nach rechts gehende Reihe gestrickt und die Garne 1-3 werden an der rechten Seite der Strickware 15 gestoppt.

Als Schritte 4-9 sind die Strickschritte für die Reihe des Endbereichs des Kragens 17a und für den Kettelvorgang zum Verhindern, dass sich die Reihe des Endbereichs des Kragens 17a auftrennt, gezeigt. Zuerst werden in Schritt 4 die Garne 1, 2 genommen, um die Reihen durch das Führungsschlosssystem und das Zwischenschlosssystem zu stricken, während sie zur linken Seite der Strickware bewegt werden. Gleichzeitig wird das Garn 3 eingesetzt und den Nadeln M-K des vorderen Nadelbetts zugeführt, um das vordere Stricken durch das nachgeführte Schlosssystem auszuführen.

Der Kettelvorgang wird mit dem einfachen Stricken durchgeführt, das vom dreifachen Stricken umgeschaltet wird, während das Garn 3 verwendet wird. Für den vorliegenden Kettelvorgang wird ein zweiter Schlauch 25b anschließend an einen Schlauch 25a, der zuerst in dem rechten Randbereich des rechten Vorderteils 15 ausgebildet wurde, am oberen Ende 17a des Kragens ausgebildet, um den Kettelvorgang für den gesamten Rand des Kragens vorzusehen. In Schritt 5 wird das Garn den Nadeln l-n des hinteren Nadelbetts zum Ausführen des hinteren Strickens zugeführt. Im nächsten Schritt 6 werden die gestrickten Maschen, die durch die Nadeln K, L, M des vorderen Nadelbetts gehalten werden, für die das vordere Stricken in Schritt 4 vorgesehen ist, auf die innerhalb der Strickware platzierten Nadeln J, K, L des vorderen Nadelbetts umgesetzt. In Schritt 7 wird das Garn den Nadeln L-J des vorderen Nadelbetts zugeführt, um gestrickte Maschen anschließend an die umgesetzten Maschen zu bilden. In Schritt 8 werden die gestrickten Maschen, die durch die Nadeln l, m, n des hinteren Nadelbetts gehalten werden, für die das hintere Stricken in Schritt 5 vorgesehen ist, auf die innerhalb der Strickware platzierten Nadeln k, l, m des hinteren Nadelbetts umgesetzt.

Zum Umsetzen der gestrickten Maschen für den Kettelvorgang wird der Schritt eingeführt, bei dem die gestrickten Maschen auf einem nicht gezeigten Umsetzwippenbett eine Zeitlang gehalten werden, und danach wird dasselbe Bett zum Umsetzen der gestrickten Maschen auf die benachbarten Nadeln des ursprünglichen Nadelbetts weitergeschaltet. Auf die Darstellung dieses Schritts wird verzichtet. Das Umsetzwippenbett ist ein Hilfsbett mit Umsetzwippen, die zum Umsetzen der Maschen in Folge über den Nadelbetten angeordnet sind. Das Umsetzwippenbett ist in einer computerunterstützten Flachstrickmaschine angebracht, beispielsweise der von SHIMA SEIKI MFG., LTD. erhältlichen SES-122RT (Produktname). Im Fall einer Flachstrickmaschine mit nur einem Paar vorderer und hinterer Nadelbetten, wie in der veranschaulichten Ausführungsform, wird zum Beispiel das vordere Stricken unter Verwendung der ungeradzahligen Nadeln des vorderen Nadelbetts ausgeführt und das hintere Stricken unter Verwendung der geradzahligen Nadeln des hinteren Nadelbetts ausgeführt, wobei die abwechselnden Nadeln von jedem der vorderen und hinteren Nadelbetten zum Stricken der Strickware eingesetzt werden können. Dies ermöglicht es, dass die umsetzenden leeren Nadeln auf den gegenüberliegenden Betten bereitgestellt werden, so dass die gestrickten Maschen unter Verwendung jener umsetzenden leeren Nadeln umgesetzt werden können.

Durch diese Strickweise wird die Anzahl der Maschenstäbchen (oder die Anzahl der zugehörigen Nadeln) des Randbereichs des Kragens 17a geordnet um eins reduziert. Den vorgenannten Schritten 5-8 ähnliche Strickschritte werden für die Nadeln wiederholt, die weiterhin eingesetzt werden, bis alle Maschenstäbchen des Randbereichs 17a des Kragens dem Kettelvorgang unterzogen sind, bevor das Stricken für die Randeinfassung des Randbereichs 17a des Kragens beendet ist. Obwohl dies nicht veranschaulicht ist, wird danach das Garn 3 verwendet, um eine nach links gehende Reihe des Milano-Ripps anschließend an die führende Reihe und die Zwischenreihe in Schritt 4 herzustellen, und dann werden die Garne 1, 2, 3 alle auf der linken Seite der Strickware ausgerichtet. Danach geht das Stricken zur Schulterlinie 19 weiter, während das dreifache Stricken wieder ausgeführt wird, wodurch das Stricken des rechten Vorderteils 15 beendet ist.

Das Vorstehende erörtert den Kettelvorgang für das Kragenmuster mit einem Winkel P von 90°, das dem Kettelvorgang jedes Mal unterzogen wird, wenn jede Reihe des Schlauchs durch das einfache Einfassen gebildet wird. Andererseits wird für den oberen Randbereich des Kragens mit einem Kragenmuster, wie es durch eine gestrichelte Linie Q in 3 angegeben ist, der obere Randbereich des Kragens länger als 17a. In diesem Fall wird das „Biegungsstricken" („flechage knitting") durchgeführt, in dem die Nadeln geordnet von den Nadeln auf der Seite des Randbereichs des Kragens inaktiv gemacht werden, während die Reihen des Körperbereichs 15 und des Kragenbereichs 17 so ausgebildet werden, dass der Kragen eine solche Kontur haben kann, wie sie durch die gestrichelte Linie Q angegeben ist, und dann wird der Kettelvorgang durchgeführt. Da der obere Randbereich des Kragens wie oben angegeben länger als 17a wird, werden die Längen der gestrickten Maschen in dem Schlauchbereich solchermaßen länger angepasst. Wenn lediglich die Anpassung in der Länge der gestrickten Maschen nicht ausreichend ist, wird der Kettelvorgang jedes Mal, wenn zwei oder drei Reihen des Schlauchs ausgebildet sind, nach Maßgabe des Winkels der Kragenecke und der Länge des oberen Randbereichs des Kragens durchgeführt. In diesem Fall kann das doppelte Stricken oder das dreifache Stricken als Ersatz für das einfache Stricken verwendet werden, um den Schlauch in einem solchen Zustand zu bilden, dass verhindert werden kann, dass sich die Garne am Ende ineinander verwickeln, wie es der Fall bei der Form des ersten Schlauchs ist.

Obwohl in der vorstehend veranschaulichten Ausführungsform und in ihrer Anwendung die Beschreibung des Beispiels gegeben ist, dass das dreifache Stricken für die Doppeltjersey-Strickware des Milano-Ripps verwendet wird, so dass das Grundstricken des Milano-Ripps bei jeder Vorwärtsbewegung oder Rückwärtsbewegung des Schlittens vollendet werden kann, ist das Strickverfahren der vorliegenden Erfindung nicht auf die Anwendung des Milano-Ripps beschränkt, sondern ist auf anderes Rippenstricken, wie zum Beispiel halbes Milano-Ripp, Piqué und Ponti Rome, anwendbar. Außerdem ist das Strickverfahren der vorliegenden Erfindung auf den Fall anwendbar, in dem das durch die Verwendung aller Rippen gestrickte Rippenstricken das doppelte Stricken oder dreifache Stricken durchläuft.

Wie aus dem Vorstehenden ersichtlich ist, kann gemäß der vorliegenden Erfindung das Auftreten der Verlängerung am Seitenrandbereich der Doppeltjersey-Strickware mit dem Rippenstricken vermieden werden und es kann auch verhindert werden, dass sich die Garne an dieser Stelle ineinander verwickeln, so dass eine verbesserte Schönheit der Strickware und eine verbesserte Produktivität erzeugt werden können.

Obwohl die bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung beschrieben worden sind, sollte verstanden werden, dass verschiedene Änderungen und Modifikationen in der Erfindung vorgenommen werden können. Der Umfang der Erfindung soll daher allein durch die folgenden Ansprüche bestimmt sein.


Anspruch[de]
Verfahren zum Stricken einer Doppeltjersey-Strickware (1, 11) mit Rippenstricken, wie zum Beispiel Milano-Rippen, durch ein Stricken, das äquivalent einem oder höher als ein Stricken unter Verwendung von zwei Garnen durch Einsatz einer Flachstrickmaschine ist, die zumindest ein Paar einander gegenüberliegend angeordnete vordere (FB) und hintere (BB) Nadelbetten und zwei oder mehrere Garnzuführungen umfasst, die auf Bahnen von Garnführungsschienen auf den Nadelbetten angeordnet sind, um sich über die Nadelbetten zu bewegen, um den Nadeln auf den Nadelbetten Garne (1, 2, 3) zuzuführen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schlauch (25a) für zumindest einen Seitenrandbereich (5l, 5r) der Strickware (1, 11) durch die folgenden Schritte vorgesehen wird:

(a) dass eine oder mehrere Nadeln (l, m, n, K, L, M) von jedem der vorderen und hinteren Nadelbetten so eingeführt werden, dass das Stricken des Seitenrandbereichs (5r) der Strickware auf einer Endungsseite eines Reihenstrickens mit der/den Nadel(n) (l, m, n) von einem der Nadelbetten (BB) beendet werden kann und das Stricken des Seitenrandbereichs (5r) der Strickware auf einer Anfangsseite des nachfolgenden Reihenstrickens mit der/den Nadel(n) (K, L, M) des anderen der Nadelbetten (FB) begonnen werden kann; und

(b) dass das Reihenstricken von der auf einer vorwärts positionierten Bahn angeordneten Garnzuführung geordnet durchgeführt wird, wenn das Stricken des Seitenrandbereichs (5r) mit der/den Nadel(n) (l, m, n) des hinteren Nadelbetts (BB) beendet wird, während dagegen das Reihenstricken von der auf einer rückwärts positionierten Bahn angeordneten Garnzuführung geordnet durchgeführt wird, wenn das Stricken des Seitenrandbereichs (5r) mit der/den Nadel(n) (K, L, M) des vorderen Nadelbetts (FB) beendet wird.
Verfahren zum Stricken einer Doppeltjersey-Strickware (1, 11) mit Rippenstricken nach Anspruch 1, wobei anschließend an den am Seitenrandbereich (5l, 5r) ausgebildeten Schlauch (25a) ein zweiter Schlauch (25b) durch einen Kettelvorgang an einem oberen Bereich (17a) der Strickware (1, 11) ausgebildet wird. Strickware (1, 11), bei der ein Schlauch (25a, 25b) mit mindestens zwei Maschenstäbchen an einem Seitenrandbereich (5l, 5r) einer Doppeltjersey-Strickware mit Rippenstricken, wie zum Beispiel Milano-Rippen, ausgebildet ist, die durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 gestrickt ist, die äquivalent einem oder höher als ein Stricken unter Verwendung von zwei Garnen durch Einsatz von zwei oder mehreren verschiedenen Garnen (1, 2, 3) ist, die von Garnführungen zu aufeinander folgenden Strickmaschinenschlössern eines Schlittens zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (25a, 25b) so ausgebildet ist, dass die Garne (1, 2, 3) sich kontinuierlich entlang der Richtung ihrer Reihen erstrecken und sich nicht am Seitenrand der Strickware (1, 11) mit einer eine nach außen vorstehenden Garnverlängerung verwickeln, die sich aus einer rippengestrickten Masche am Ende einer gestrickten Reihe zu der nachfolgenden gestrickten Masche erstreckt, die in demselben Maschenstäbchen ausgebildet ist.






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