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Dokumentenidentifikation DE102005005071B4 31.05.2007
Titel Stossdämpfer
Anmelder Kayaba Industry Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Nagai, Takayuki, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Anmeldedatum 03.02.2005
DE-Aktenzeichen 102005005071
Offenlegungstag 25.08.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 31.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2007
IPC-Hauptklasse F16F 9/49(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Stoß- oder Schwingungsdämpfer, und insbesondere einen Stoßdämpfer mit eingebauter Dämpfung, der mit einer Ölsperranordnung versehen ist, die einen gewünschten Ölsperreffekt erzielen kann, und Defekte einer Öldichtung verhindern kann, hervorgerufen durch hohen Druck.

Beispielsweise in der japanischen Veröffentlichung eines ungeprüften Patents JP 6-173999 A ist eine Technologie in Bezug auf einen herkömmlichen Stoßdämpfer mit eingebauter Dämpfung beschrieben, der mit einer Ölsperranordnung versehen ist.

Der herkömmliche Stoßdämpfer weist ein äußeres Rohr auf, und ein innerhalb des äußeren Rohrs angeordnetes inneres Rohr, das an einem unteren Endteil des Stoßdämpfers befestigt ist, wobei das äußere Rohr und das innere Rohr so angeordnet sind, dass sie in Bezug aufeinander gleiten, und eine Dämpfung in ihrem Inneren vorgesehen ist. Die Dämpfung gleitet, während das innere Rohr auf einer inneren Oberfläche des äußeren Rohrs gleitet, um eine Dämpfungskraft zu erzeugen. Wenn sich der Stoßdämpfer in dem maximal komprimierten Zustand befindet, gelangt ein Ölsperrteil, das in einem Zylinder der Dämpfung vorgesehen ist, in ein Ölsperrgehäuse, das sich in einem Ende des inneren Rohrs befindet. Das Eindringen des Ölsperrteils in das Ölsperrgehäuse führt dazu, dass das Volumen innerhalb des Ölsperrgehäuses verkleinert wird, wodurch darin der Druck ansteigt. Auf Grundlage dieses Druckanstiegs wird ein vorbestimmter Ölsperreffekt erzielt.

Weiterhin ist bei dieser Technik eine Ölkammer zwischen dem Ölsperrteil und einer Stangenführung vorgesehen. Unter hohem Druck stehendes Betriebsöl im Ölsperrzustand wirkt nicht auf die Ölkammer ein, infolge der Wirkung des Ölsperrteils. Daher wirkt der hohe Druck nicht auf eine Öldichtung ein, die in der Sperrführung vorgesehen ist. Weiterhin ist eine Verbindungsbohrung, die eine Verbindung zwischen der Ölkammer und deren Außenseite zur Verfügung stellt, in dem Zylinder vorgesehen. Falls das unter hohem Druck stehende Betriebsöl in die Ölkammer hineingelangt, verursacht durch Verschleiß des Ölsperrteils oder dergleichen, ist die Verbindungsbohrung zu dem Zweck vorgesehen, das unter hohem Druck stehende Betriebsöl von der Ölkammer nach deren Außenseite abzugeben, wodurch die Stangenführung, die mit der Öldichtung versehen ist, gegen das unter hohem Druck stehende Betriebsöl geschützt wird.

Wenn bei der herkömmlichen Technik das unter hohem Druck stehende Betriebsöl in die Ölkammer hineingelangt, wird das unter hohem Druck stehende Betriebsöl nach deren Außenseite abgegeben, wodurch die Öldichtung geschützt wird. Das Ölsperrteil lässt jedoch einen vorbestimmten Spalt zur Sicherstellung der Gleiteigenschaften der Kolbenstange zu.

Bei der herkömmlichen Ölsperranordnung ist daher die Konstruktion so, dass ein Fließen des unter hohem Druck stehenden Betriebsöls, das durch den in dem Ölsperrteilabschnitt vorgesehenen Spalt hindurchgelangt, ermöglicht wird. Ein Ölsperreffekt wird jedoch dadurch erzielt, dass das Betriebsöl im Inneren der Ölsperrkammer eingeschlossen wird, die zwischen dem Ölsperrteil und dem Ölsperrgehäuse vorgesehen ist. Da bei der herkömmlichen Ölsperranordnung ein Leck des unter hohem Druck stehenden Betriebsöls von der Ölsperrkammer zugelassen wird, führt die herkömmliche Ölsperranordnung dazu, dass ein vorbestimmter Ölsperreffekt nicht erreicht werden kann.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen mit einer Ölsperranordnung versehenen Stoßdämpfer zu schaffen, der einen Ölsperreffekt auch über einen längeren Zeitraum beibehalten kann.

Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung eines Stoßdämpfers mit einer Ölsperranordnung, die einen gewünschten Ölsperreffekt aufrechterhalten kann, und Defekte einer Öldichtung verhindert, hervorgerufen durch hohen Druck.

Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung weist ein Stoßdämpfer ein äußeres Rohr auf, ein gleitbeweglich innerhalb des äußeren Rohrs angeordnetes inneres Rohr, einen im Inneren des inneren Rohres angeordneten Zylinder, eine ins Innere des inneren Rohrs eindringende Stange, einen an einem Vorderende der Stange so angeordneten Kolben, dass er auf einer äußeren Oberfläche des Zylinders gleitet, wobei der Kolben zwei Kammern mit dem Zylinder zur Erzeugung einer Dämpfungskraft festlegt, einen Stangenführungsabschnitt, dessen eines Ende an einem Ende des Zylinders befestigt ist, gleitbeweglich die Stange haltert, ein Ölsperrgehäuse, das in einem Ende des inneren Rohrs angeordnet ist, und ein Ölsperrteil, das in dem anderen Ende des Stangenführungsabschnitts vorgesehen ist, wobei eine Ölsperrkammer durch das Ölsperrteil und das Ölsperrgehäuse ausgebildet wird, die mit einem Betriebsöl gefüllt ist, wenn sich der Stoßdämpfer im maximal komprimierten Zustand befindet, um den Hub des Stoßdämpfers zu begrenzen, wobei der Stangenführungsabschnitt eine Öldichtung aufweist, die auf einer Seite der Stange angeordnet ist, um einen Fluss des Betriebsöls von dem Zylinder zu verhindern, und einen Dichtungsring zum Abmildern des Einflusses des Betriebsöls auf hohem Druck in der Ölkammer auf das Betriebsöl innerhalb des Zylinders entsprechend dem Druck des Betriebsöls in der Ölsperrkammer, wobei dann, wenn sich der Stoßdämpfer im maximal komprimierten Zustand befindet, das Betriebsöl auf dem hohen Druck in der Ölsperrkammer durch den Dichtungsring abgedichtet wird, um zu verhindern, dass das Betriebsöl auf dem hohen Druck in der Ölsperrkammer auf die Öldichtung einwirkt.

Der Stangenführungsabschnitt kann eine konkavförmige, kreisförmige Nut aufweisen, die in einer Seite der Stange vorgesehen ist, um den Dichtungsring aufzunehmen, wobei der Durchmesser der kreisförmigen Nut größer ist als der Außendurchmesser des Dichtungsrings.

Ein Gehäuse kann auf einer inneren Oberfläche des Stangenführungsabschnitts vorgesehen sein, um die Öldichtung zwischen der Stange und dem Gehäuse anzuordnen, wobei der Dichtungsring unter einem unteren Ende des Gehäuses angeordnet ist, und der Dichtungsring gegen eine untere Endoberfläche des Gehäuses gedrückt wird, wenn sich der Stoßdämpfer im maximal komprimierten Zustand befindet, so dass das Betriebsöl auf hohem Druck in der Ölsperrkammer nicht auf die Öldichtung einwirkt.

Ein Lager kann zwischen dem Gehäuse und der Stange und zwischen der Öldichtung und dem Dichtungsring vorgesehen sein, wobei das Gehäuse eine Wand aufweist, um zu verhindern, dass die Öldichtung das Lager berührt.

Ein Positionierungsteil kann auf einer äußeren Oberfläche des Stangenführungsabschnitts angeordnet sein, um eine Aufwärtsbewegung des Ölsperrteils zu begrenzen, und ein Anschlagring kann an einer unteren Seite des Stangenführungsabschnitts auf dessen äußerer Oberfläche vorgesehen sein, um eine Abwärtsbewegung des Ölsperrteils zu verhindern.

Das Positionierungsteil kann durch eine Schulter des Stangenführungsabschnitts und einen Anschlagring positioniert werden, der im Eingriff mit dem Stangenführungsabschnitt steht.

Das Ölsperrteil kann konkave Abschnitte aufweisen, die in seiner inneren Oberfläche vorgesehen sind, wobei jeder konkave Abschnitt in Gleitrichtung um einen vorbestimmten Abstand beabstandet ist, für dem Fluss des Betriebsöls, sowie halbkreisförmige Kerbenabschnitte, die ein Radialrichtung in einer unteren Endoberfläche des Ölsperrteils vorgesehen sind, wobei die Kerbenabschnitte in Verbindung mit den konkaven Abschnitten stehen, wobei im maximal komprimierten Zustand des Stoßdämpfers das Ölsperrteil zur oberen Seite infolge des Drucks in der Ölsperrkammer gleitet, um in Berührung mit dem Positionierungsteil zu gelangen, damit die konkaven Abschnitte verschlossen werden, um einen Fluss von Öl von der Ölsperrkammer zu verhindern.

Eine Öffnung kann in dem Stangenführungsabschnitt vorgesehen sein, und das Betriebsöl gelangt in die Ölsperrkammer durch die Öffnung hinein, um einen glatten Hub des Stoßdämpfers von dem maximal komprimierten Zustand zum ausgefahrenen Zustand zu ermöglichen.

Bei einem Stoßdämpfer gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine solche Ölsperranordnung vorgesehen, dass dann, wenn sich der Stoßdämpfer im maximal komprimierten Zustand befindet, ein gewünschter Ölsperreffekt erzielt werden kann, während der Verschleiß einer Öldichtung, hervorgerufen durch hohen Druck, verhindert werden kann.

Diese und weitere Ziele, Merkmale, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden Fachleuten auf diesem Gebiet aus der folgenden, ins Einzelne gehenden Beschreibung deutlich werden, die zusammen mit den beigefügten Zeichnungen eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigen.

Die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert. Es zeigt:

1 eine Ansicht eines gesamten Stoßdämpfers mit einer Ölsperranordnung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

2 eine Querschnittsansicht eines Betriebszustandes der Ölsperranordnung bei der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

3 eine Querschnittsansicht der Ölsperranordnung, wenn sich ein Stoßdämpfer in dem maximal komprimierten Zustand befindet, bei der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und

4 eine Ansicht mit Einzelheiten der Form eines Ölsperrteils bei der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Die bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nunmehr unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert. Fachleuten auf diesem Gebiet wird aus dieser Beschreibung deutlich werden, dass die folgende Beschreibung der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung nur zur Erläuterung dient, und nicht zu dem Zweck, die Erfindung einzuschränken, deren Umfang sich aus der Gesamtheit der Anmeldeunterlagen ergibt, und von den beigefügten Patentansprüchen umfasst sein soll.

1 ist eine Konstruktionszeichnung, die einen Stoßdämpfer mit eingebauter Dämpfung zeigt, bei welchem die vorliegende Erfindung eingesetzt wird. Dieser Stoßdämpfer ist ein Stoßdämpfer des sogenannten auf dem Kopf stehenden Typs.

Bei dem Stoßdämpfer ist ein äußeres Rohr 101, das von einem oberen Endteil 100 umschlossen wird, an einer Seite einer Fahrzeugkarosserie befestigt, und ist andererseits ein unteres Endteil 102 an einer Seite einer Achse befestigt. Der Stoßdämpfer ist mit dem äußeren Rohr 101, das an dem oberen Endteil 100 befestigt ist, und einem inneren Rohr 1 versehen, das an dem unteren Endteil 102 befestigt ist. Das innere Rohr 1 ist gleitbeweglich innerhalb des äußeren Rohrs 101 angeordnet. Ein Betriebsöl und ein Gas sind in das innere Rohr 1 und das äußere Rohr 101 eingefüllt. Eine Öldichtung 101b ist in einem unteren Ende des äußeren Rohrs 101 vorgesehen, um ein Leck des Betriebsöls aus einem Spalt zwischen dem äußeren Rohr 101 und dem inneren Rohr 1 zu verhindern.

Das obere Endteil 100 weist einen zylindrischen Abschnitt 100a auf, der im Inneren des äußeren Rohrs 101 angeordnet ist, und sich zu dessen Unterseite erstreckt. Ein Zylinder 3 ist an einem Ende an der Spitze des zylindrischen Abschnitts 100a angeordnet. Hierbei sind der Zylinder 3, das innere Rohr 1, und das äußere Rohr 101 koaxial angeordnet. Eine Feder 110 ist zwischen dem Zylinder 3 und dem inneren Rohr 1 angeordnet.

Ein Basisventil 103 ist an einer Innenseite des zylindrischen Abschnitts 100a des oberen Endteils 100 befestigt. Ein freier Kolben 104 ist gleitbeweglich oberhalb des Basisventils 103 angeordnet, und eine Gaskammer 104a ist mit einem Raum zwischen dem freien Kolben 104 und dem oberen Endteil 100 vorhanden. Eine Feder 111 ist in der Gaskammer 104a angeordnet, und zwingt den freien Kolben 104 in Richtung nach unten. Ein Raum A zwischen dem Basisventil 103 und dem freien Kolben 104 ist mit einem Betriebsöl gefüllt, das durch das Basisventil 103 hindurchgeht. Die Position des freien Kolbens 104 wird durch den Ausgleich zwischen dem Druck des Betriebsöls in dem Raum A und die Beaufschlagungskraft der Feder 111 festgelegt.

Eine Basis einer Stange 2 ist an dem unteren Endteil 102 befestigt, und ein Ende an der Spitze der Stange 2 erstreckt sich ins Innere des Zylinders 3. Ein Kolben 105 ist an dem Ende der Spitze der Stange 2 befestigt, und der Kolben 105 steht in Gleitberührung mit einer inneren Oberfläche des Zylinders 3. Der Kolben 105 unterteilt das Innere des Zylinders 3 in eine untere Ölkammer R1 und eine obere Ölkammer R2. Ein Betriebsöl ist in die zwei Ölkammern R1 und R2 des Zylinders 3 eingefüllt. Das Betriebsöl in der oberen Ölkammer R2 dringt durch das Basisventil 103 in den Raum A ein. Der Kolben 105 bewegt sich, hervorgerufen durch eine Relativbewegung zwischen dem inneren Rohr 1 und dem äußeren Rohr 101. Die Bewegung des Kolbens 105 führt zum Auftreten einer vorbestimmten Dämpfungskraft. Ein Stangenführungsabschnitt 3a ist an einem unteren Ende des Zylinders 3 vorgesehen. Der Stangenführungsabschnitt 3a haltert gleitbeweglich die Stange 2, und begrenzt auch den Fluss des Betriebsöls, wie dies nachstehend genauer erläutert wird.

Die Bewegung des Kolbens 105 führt auch zu einer Änderung des Volumens im Inneren des Zylinders 3. Wenn sich beispielsweise der Kolben 105 in Richtung nach oben bewegt, wird das Volumen der oberen Ölkammer R2 verkleinert, entsprechend dem Ausmaß des Anstiegs des eindringenden Volumens der Stange 2 in die obere Ölkammer R2 des Zylinders 3. Das Ausmaß dieser Volumenänderung wird so weit zugelassen, dass das Betriebsöl in der oberen Ölkammer R2 durch das Basisventil 103 in den Raum A zwischen dem Basisventil 103 und dem freien Kolben 104 hindurchgeht, so dass sich der freie Kolben 104 zur Seite nach oben bewegt, wodurch das Volumen des Raums A vergrößert wird.

Eine Ölsperranordnung gemäß der vorliegenden Erfindung wird unter Bezugnahme auf die 2 und 3 erläutert.

Die Ölsperranordnung gemäß der vorliegenden Erfindung ist mit dem Stangenführungsabschnitt 3a versehen, der an dem unteren Ende des Zylinders 3 befestigt ist, und mit einem Ölsperrgehäuse 5, das einstückig oder vereinigt mit dem unteren Endteil 102 ausgebildet ist. Das Ölsperrteil 4 ist zwischen der Stange 2 und dem inneren Rohr 1 angeordnet. Der Stangenführungsabschnitt 3a ist hohl ausgebildet, damit er gleitbeweglich die Stange 2 haltern kann, und es ist ein Raum S2 zwischen der Stange 2 und dem Stangenführungsabschnitt 3a vorgesehen. Eine kreisförmige Trennwand 3c, die von einer Innenwand des Stangenführungsabschnitts 3a zur Seite der Stange 2 verläuft, ist in dem Stangenführungsabschnitt 3a vorgesehen. Weiterhin sind eine Öldichtung 7, ein Lager 8, und ein Dichtungsring 9 in dem Raum 52 zwischen der Stange 2 und dem Stangenführungsabschnitt 3a vorgesehen. Sie sind in folgender Reihenfolge angeordnet: Öldichtung 7, Lager 8, und Dichtungsring 9, und zwar von der Seite des Kolbens 105 bis zur Trennwand 3c. Es wird darauf hingewiesen, dass das Lager 8 und die Öldichtung 7 vorher durch ein Gehäuse 6 gehaltert und zusammengebaut werden, wodurch der Arbeitsaufwand beim Zusammenbau des Stoßdämpfers verringert wird. Weiterhin werden die Öldichtung 7, das Lager 8, und der Dichtungsring 9 gegen die Trennwand 3c durch einen Anschlag 32 angedrückt, und werden durch den Stangenführungsabschnitt 3a gehaltert.

Die Öldichtung 7 weist einen U-förmigen Querschnitt auf, und ist so angeordnet, dass sich ein Lippenabschnitt 7a der Öldichtung, der nach oben gerichtet ist, eine äußere Oberfläche der Stange 2 berührt, und auf dieser gleitet. Der Öldruck in der unteren Ölkammer R1 im Inneren des Zylinders 3 wirkt auf den Lippenabschnitt 7a ein, und die Öldichtung 7 verhindert, dass das Öl in der unteren Ölkammer R1 zur Seite des Lagers 8 hinausfließt.

Das Lager 8, das in Gleitberührung mit der Stange 2 steht, ist mit einer Buchse 81 versehen, die aus einem Material mit guten Schmiereigenschaften besteht. Die Buchse 81 besteht aus Teflon (eingetragene Marke) oder dergleichen. Die Buchse 81 haltert die Stange 2 über einen Ölfilm des Betriebsöls, und verringert den Reibungswiderstand gegenüber der Stange 2, wenn die Stange 2 gleitet. Es wird darauf hingewiesen, dass das Gehäuse 6 mit einer Trennwand 6a zwischen der Öldichtung 7 und dem Lager 8 versehen ist. Daher verhindert, selbst wenn das Lager 8 in Richtung der Öldichtung 7 gleitet, die Trennwand 6a konstruktiv, dass das Lager 8 die Öldichtung 7 berührt. Daher können Defekte der Öldichtung 7 infolge einer Berührung des Lagers 8 mit der Öldichtung 7 verhindert werden.

Der Dichtungsring 9 ist gleitbeweglich auf der Stange 2 angebracht. Der Außendurchmesser des Dichtungsringes 9 ist kleiner als der Durchmesser einer konkavförmigen, kreisförmigen Nut 3d zum Anordnen des Dichtungsringes 9, so dass ein vorbestimmter Spalt S1 vorhanden ist.

Daher gleitet der Dichtungsring 9 in Berührung mit der Stange 2, und ist der Außendurchmesserabschnitt des Dichtungsringes 9 so gewählt, dass der vorbestimmte Spalt S1 zwischen dem Außendurchmesserabschnitt des Dichtungsrings 9 und dem Stangenführungsabschnitt 3a vorhanden ist. Dieser Spalt S1 ermöglicht die Bewegung des Dichtungsringes 9 in Radialrichtung. Beispielsweise in einem Fall, in welchem das Zentrum in Axialrichtung der Stange 2 nicht mit dem Zentrum in Axialrichtung des Stangenführungsabschnitts 3a übereinstimmt, kann daher ein glatter Gleitzustand zwischen der Stange 2 und dem Stangenführungsabschnitt 3a aufrechterhalten werden. Wenn ein hoher Druck auf den Dichtungsring 9 einwirkt, berührt daher eine obere Endoberfläche des Dichtungsringes 9 eine untere Endoberfläche des Gehäuses 6, um zu verhindern, dass das durch den Spalt S1 fließende Betriebsöl auf die rückwärtige Oberfläche der Öldichtung 7 einwirkt.

Ein Ölsperrteil mit Ringform 4 ist gleitbeweglich in einer Außenseite des unteren Endes des Stangenführungsabschnitts 3a vorgesehen. Das Ausmaß des Gleitens des Ölsperrteils 4 wird durch einen Anschlagring 31 eingestellt, der auf einem äußeren Abschnitt des Stangenführungsabschnitts 3a befestigt ist, und durch ein Positionierungsteil 106. Das Positionierungsteil 106 wird durch eine Schulter 3b des Stangenführungsabschnitts 3a und einen Anschlagring 33 positioniert, der im Eingriff mit dem Stangenführungsabschnitt 3a steht.

Der Innendurchmesser des Ölsperrteils 4 ist so gewählt, dass er um ein vorbestimmtes Ausmaß größer ist als der Außendurchmesser des Stangenführungsabschnitts 3a, wobei das Betriebsöl durch den Spalt S fließt, der auf Grundlage des Abmessungsunterschieds vorhanden ist.

3 zeigt einen Zustand in der Nähe des Ölsperrteils 4, wenn sich der Stoßdämpfer 1 im maximal komprimierten oder eingefahrenen Zustand befindet. In diesem Zustand bewegt sich eine äußere Oberfläche 4b des Ölsperrteils 4 innerhalb der inneren Oberfläche des Ölsperrgehäuses 5, das an dem unteren Endteil 102 befestigt ist, um einen kreisförmigen Spalt zwischen dem Ölsperrgehäuse 5 und dem Ölsperrteil 4 zu erzeugen. Dies führt dazu, dass eine Ölsperrkammer R zwischen dem Ölsperrgehäuse 5 und dem Ölsperrteil 4 ausgebildet wird, um darin das Betriebsöl einzuschließen.

Das Ölsperrgehäuse 5 ist ein kreisförmiges Teil, das sich nach oben erstreckt, so dass dann, wenn sich das Ölsperrteil 4 nach unten innerhalb der inneren Oberfläche des Ölsperrgehäuses 5 bewegt, eine Öffnung als kreisförmiger Spalt zwischen der inneren Oberfläche des Ölsperrgehäuses 5 und der äußeren Oberfläche des Ölsperrteils 4 entsteht.

Das Ölsperrgehäuse 5 ist so ausgebildet, dass sein Innendurchmesser zur Oberseite hin allmählich größer wird. Der Außendurchmesser der äußeren Oberfläche 4b des Ölsperrteils 4 ist so gewählt, dass er kleiner ist als der Innendurchmesser an der Oberseite des Ölsperrgehäuses 5. Wenn das Ölsperrteil 4 in das Ölsperrgehäuse 5 hinein zu gelangen beginnt, fließt nämlich das Betriebsöl in der Ölsperrkammer R aus dem kreisförmigen Spalt heraus, der sich durch den Unterschied zwischen dem Außendurchmesser des Ölsperrteils 4 und dem Innendurchmesser des Ölsperrgehäuses 5 ergibt. Da der Spalt allmählich kleiner wird, wenn das Ölsperrteil 4 weiter nach unten ins Innere des Ölsperrgehäuses 5 gelangt, steigt der Druck in der Ölsperrkammer R allmählich an, wodurch dort ein schneller Druckanstieg verhindert werden kann.

Wie in 4 gezeigt, sind konkave Abschnitte 4d an einer Innenoberfläche 4c des Ölsperrteils 4 vorgesehen, jeweils in Gleitrichtung um einen vorbestimmten Abstand beabstandet. Daher fließt das Betriebsöl durch die konkaven Abschnitte 4d. Halbkreisförmige Kerbenabschnitte 4a sind in Radialrichtung auf der unteren Endoberfläche 4e des Ölsperrteils 4 vorgesehen. Die Kerbenabschnitte 4a stehen in Verbindung mit den konkaven Abschnitten 4d.

Als nächstes wird der Fluss des Betriebsöls zum Zeitpunkt des maximal komprimierten Zustands des in 3 dargestellten Stoßdämpfers 1 erläutert. Zum Zeitpunkt des maximal komprimierten Zustand des Stoßdämpfers 1 gleitet das Ölsperrteil 4 zur Oberseite hin, infolge des Drucks in der Ölsperrkammer R, so dass es in Berührung mit dem Positionierungsteil 106 gelangt. Dies führt dazu, dass die konkaven Abschnitte 4d durch das Positionierungsteil 106 verschlossen werden, um den Fluss von Öl von der Ölsperrkammer R zu verhindern. Weiterhin wird der Spalt zwischen der Außenoberfläche des Ölsperrteils 4 und der Innenoberfläche des Ölsperrgehäuses 5 klein, so dass der Fluss des Betriebsöls begrenzt wird. Auf diese Weise wird die Gleitbewegung des Stoßdämpfers 1 in Kompressionsrichtung unterbrochen. Wenn sich der Stoßdämpfer 1 in Ausfahrrichtung aus dem maximal komprimierten Zustand bewegt, bewegt sich der Stangenführungsabschnitt 3a nach oben relativ zum Ölsperrteil 4, und berührt dann das Ölsperrteil 4 den Anschlagring 31. Demzufolge wird der Spalt zwischen dem Ölsperrteil 4 und dem Positionierungsteil 106 hervorgerufen. Das Betriebsöl fließt in die Ölsperrkammer R durch diesen Spalt, die konkaven Abschnitte 4d, die Kerbenabschnitte 4a, und Öffnungen 34, die in dem Stangenführungsabschnitt 3a vorgesehen sind, wodurch aus dem maximalen Kompressionszustand des Stoßdämpfers 1 ein glatter Hub ermöglicht wird.

Während des Zustands mit maximaler Kompression des Stoßdämpfers 1, wenn sich das Ölsperrteil 4 daher innerhalb des Ölsperrgehäuses 5 bewegt, wird der Fluss des Öls in der Ölsperrkammer R durch das Ölsperrteil 4 begrenzt. Daher steigt der Druck des Betriebsöls in der Ölsperrkammer R an. Der erhöhte Druck des Betriebsöls wirkt auf den Dichtungsring 9 so ein, dass der Dichtungsring 9 nach oben gleitet, um in Berührung mit dem Gehäuse 6 zu gelangen. Daher wirkt sich der hohe Druck des Betriebsöls in der Ölsperrkammer R nicht auf die rückwärtige Oberfläche der Öldichtung 7 aus.

Daher wird selbst dann, wenn der Öldruck in der Ölsperrkammer R zunimmt, der hohe Druck in der Ölsperrkammer R durch den Dichtungsring 9 verringert, um hierdurch zu verhindern, dass der hohe Druck auf die Öldichtung 7 einwirkt. Daher besteht keine Gefahr, dass eine Verformung oder Bewegung der Öldichtung 7 auftritt, hervorgerufen durch den hohen Druck des Betriebsöls, wodurch deren Dichtungseigenschaften beeinträchtigt werden könnten. Da der hohe Druck in der Ölsperrkammer R nicht auf die Öldichtung 7 einwirkt, gelangt der Lippenabschnitt 7a der Öldichtung 7 nicht in den Spalt zwischen dem Anschlag 32 und der Stange 2 hinein, um Beschädigungen des Lippenabschnitts 7a zu verhindern.

Die vorliegende Anmeldung beansprucht die Priorität der japanischen Patentanmeldung Nr. 2004-026186, deren Gesamtinhalt durch Bezugnahme in die vorliegende Anmeldung eingeschlossen wird.

Zwar wurden nur ausgewählte Ausführungsformen dazu ausgewählt, die vorliegende Erfindung zu erläutern, jedoch wird Fachleuten deutlich werden, aus dieser Beschreibung, dass sich insoweit verschiedene Änderungen und Modifikationen vornehmen lassen, ohne vom Umfang der Erfindung abzuweichen, der sich aus der Gesamtheit der Anmeldeunterlagen ergibt. Weiterhin soll die voranstehende Beschreibung der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung nur zur Erläuterung dienen, und nicht die Erfindung einschränken, deren Wesen und Umfang sich aus der Gesamtheit der Anmeldeunterlagen ergeben, und von den beigefügten Patentansprüchen umfasst sein sollen.


Anspruch[de]
Stoßdämpfer, welcher aufweist:

ein äußeres Rohr (101);

ein inneres Rohr (1), das gleitbeweglich im Inneren des äußeren Rohrs (101) angeordnet ist;

einen im Inneren des inneren Rohrs (1) angeordneten Zylinder (3);

eine Stange (2), die ins Innere des Zylinders (3) eindringt;

einen Kolben (105), der an einem Ende einer Spitze der Stange (2) angeordnet ist, damit er auf einer inneren Oberfläche des Zylinders (3) gleiten kann, wobei

der Kolben (105) mit dem Zylinder (3) zwei Kammern (R1, R2) festlegt, um eine Dämpfungskraft zu erzeugen;

ein Stangenführungsabschnitt (3a) vorgesehen ist, dessen eines Ende an einem Ende des Zylinders (3) befestigt ist, und der gleitbeweglich die Stange (2) haltert;

ein Ölsperrgehäuse (5), das in einem Ende des inneren Rohrs (1) angeordnet ist; und

ein Ölsperrteil (4), das in dem anderen Ende des Stangenführungsabschnitts (3a) angeordnet ist, wobei:

eine Ölsperrkammer (R) durch das Ölsperrteil (4) und das Ölsperrgehäuse (5) ausgebildet wird, die mit einem Betriebsöl gefüllt ist, wenn sich der Stoßdämpfer in dem maximal komprimierten Zustand befindet, um den Hub des Stoßdämpfers zu begrenzen, wobei:

der Stangenführungsabschnitt (3a) aufweist:

eine Öldichtung (7), die auf einer Seite der Stange (2) vorgesehen ist, um einen Fluss des Betriebsöls von dem Zylinder (3) zu verhindern; und

einen Dichtungsring (9) zum Abmildern des Einflusses des Betriebsöls auf hohem Druck in der Ölkammer auf das Betriebsöl im Inneren des Zylinders (3), entsprechend dem Druck des Betriebsöls in der Ölsperrkammer (R), wobei:

dann, wenn sich der Stoßdämpfer im maximal komprimierten Zustand befindet, das Betriebsöl auf dem hohen Druck in der Ölsperrkammer (R) durch den Dichtungsring (9) abgedichtet wird, um zu verhindern, dass das Betriebsöl auf dem hohen Druck in der Ölsperrkammer (R) auf die Öldichtung (7) einwirkt.
Stoßdämpfer nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass:

der Stangenführungsabschnitt (3a) aufweist:

eine konkavförmige, kreisförmige Nut (3d), die in einer Seite zur Aufnahme des Dichtungsrings (9) vorgesehen ist, wobei:

der Durchmesser der kreisförmigen Nut größer (3d) ist als der Außendurchmesser des Dichtungsrings (9).
Stoßdämpfer nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass:

ein Gehäuse (6) auf einer inneren Oberfläche des Stangenführungsabschnitts (3a) vorgesehen ist, um die Öldichtung (7) zwischen der Stange (2) und dem Gehäuse (6) anzuordnen, wobei:

der Dichtungsring (9) unter einem unteren Ende des Gehäuses (6) angeordnet ist, und

der Dichtungsring (9) gegen eine untere Endoberfläche des Gehäuses (6) gedrückt wird, wenn sich der Stoßdämpfer im maximal komprimierten Zustand befindet, so dass Betriebsöl auf hohem Druck in der Ölsperrkammer (R) nicht auf die Öldichtung (7) einwirkt.
Stoßdämpfer nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet, dass:

ein Lager (8) zwischen dem Gehäuse (6) und der Stange (2) und zwischen der Öldichtung (7) und dem Dichtungsring (9) vorgesehen ist, wobei:

das Gehäuse (6) eine Wand (6a) aufweist, um zu verhindern, dass die Öldichtung (7) das Lager (8) berührt.
Stoßdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet, dass:

ein Positionierungsteil (106) auf einer äußeren Oberfläche des Stangenführungsabschnitts (3a) vorgesehen ist, um eine Aufwärtsbewegung des Ölsperrteils (4) zu begrenzen, und

ein Anschlagring (31) an einer unteren Seite des Stangenführungsabschnitts (3a) auf dessen äußerer Oberfläche vorgesehen ist, um eine Abwärtsbewegung des Ölsperrteils (4) anzuhalten.
Stoßdämpfer nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet, dass:

das Positionierungsteil (106) durch eine Schulter (3b) des Stangenführungsabschnitts (3a) und einen Anschlagring (33) positioniert wird, der im Eingriff mit dem Stangenführungsabschnitt (3a) steht.
Stoßdämpfer nach Anspruch 5 oder 6,

dadurch gekennzeichnet, dass:

das Ölsperrteil (4) aufweist:

konkave Abschnitte (4d), die in seiner inneren Oberfläche vorgesehen sind, wobei jeder konkave Abschnitt (4d) in Gleitrichtung um einen vorbestimmten Abstand für den Fluss des Betriebsöls beabstandet ist; und

halbkreisförmige Kerbenabschnitte (4a), die in Radialrichtung in einer unteren Endoberfläche (4c) des Ölsperrteils (4) vorgesehen sind, wobei die Kerbenabschnitte (4a) mit den konkaven Abschnitten (4d) in Verbindung stehen, wobei:

im maximal komprimierten Zustand des Stoßdämpfers das Ölsperrteil (4) zur Seite nach oben infolge des Drucks in der Ölsperrkammer (R) gleitet, um in Berührung mit dem Positionierungsteil (106) zu gelangen, damit die konkaven Abschnitte (4d) geschlossen werden, um einen Fluss von Öl aus der Ölsperrkammer (R) zu verhindern.
Stoßdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

dadurch gekennzeichnet, dass:

eine Öffnung in dem Stangenführungsabschnitt (3a) vorgesehen ist; und

das Betriebsöl in die Ölsperrkammer (R) durch die Öffnung hindurch hineingelangt, um einen glatten Hub des Stoßdämpfers aus dem maximal komprimierten Zustand in den ausgefahrenen Zustand zu ermöglichen.






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