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Dokumentenidentifikation DE102005055514A1 31.05.2007
Titel Entkoppelte Ausbauverstärkung
Anmelder Montan-Grundstücksges. mbH, 45141 Essen, DE;
Fa. Ecosoil Nordwest GmbH, 46149 Oberhausen, DE
Erfinder Quante, Horst, 59368 Werne, DE;
Hamann, Dieter, 48703 Stadtlohn, DE
Vertreter Schulte & Schulte, 45219 Essen
DE-Anmeldedatum 18.11.2005
DE-Aktenzeichen 102005055514
Offenlegungstag 31.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2007
IPC-Hauptklasse E21D 5/00(2006.01)A, F, I, 20051118, B, H, DE
Zusammenfassung Ein Verfahren dient zur Verstärkung von Tagesschächten, wobei die Ausbauverstärkung von der Schachtabdeckung entkoppelt ist, sodass zwischen Ausbauverstärkung und Schachtabdeckung keine statische Verbindung besteht.

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Derzeit wird bei der Sanierung alter Bergbauschächte, bei denen der Schachtausbau verstärkt werden muss, in den meisten Fällen der alte Ausbau mittels Stahlbeton verstärkt. Hierbei wird die Abdeckung des Schachtes sowie die Lockermassenfüllsäule entfernt. Da der Stand der Lockermassenfüllsäule nach der Sanierung noch gemessen werden muss, wird eine innere verlorene Schalung mittig im Schacht platziert. In dem verbliebenen Ringraum werden Bewehrungselemente eingebracht und der Ringraum wird mit Beton aufgefüllt.

Nachteile des Standes der Technik

Bei diesem Verfahren ist die Ausrichtung der inneren, verlorenen Schalung und das Einbringen der Bewehrung sicherheitstechnisch sehr aufwendig. Hierbei ist zu beachten, dass alle Lasten auf die vorhandene Füllsäule abgelegt werden. Kommt es nun zu Setzungen oder Füllsäulenabgängen, ist das Risiko für die Monteure innerhalb des Schachtes als sehr hoch anzusehen. Bei der statischen Bemessung der Schachtabdeckung ist die an diese Abdeckung eingehängte Stahlbetonausbauverstärkung zu berücksichtigen. Dies hat zur Folge, dass die Schachtabdeckung sehr massiv ausgelegt werden muss.

Aufgabe der Erfindung

Die Aufgabe dieser Erfindung ist es, die zusätzliche Belastung (Stahlbetonausbauverstärkung) von der Schachtabdeckung zu entkoppeln. Die Reduzierung der Belastung führt zu wirtschaftlicheren (weniger Material, geringere Herstellungszeiten) Schachtabdeckungen. Ferner ist eine deutliche Verbesserung der Arbeitssicherheit durch Vormontagen der Ausbauverstärkung außerhalb des Schachtes gewährleistet. Es finden keine Arbeiten mehr innerhalb des Schachtes statt.

Lösung der Aufgabe

Ist die alte Schachtabdeckung und die Lockermassenfüllsäule bis zur Sicherungstiefe aus dem Schacht entfernt, wird nun eine außerhalb des Schachtes vormontierte verlorene Schalung mit angebrachter Bewehrung in den Schacht eingebracht. Diese wird auf der Schachtwandung abgelegt (1). Der Ringraum zwischen der Verschalung und des Schachtausbaus wird mit einem Material verfüllt, welches allen Belastungszuständen standhält. Anschließend kann die neue Schachtabdeckung hergestellt werden.

Vorteile der Erfindung

Durch die Erfindung wird die Bauzeit erheblich verkürzt (Verbesserung der Wirtschaftlichkeit), kann die Schachtabdeckung auf Grund der verringerten statischen Belastungen kleiner dimensioniert werden (Verbesserung der Wirtschaftlichkeit) und alle Arbeitsschritte finden außerhalb des Schachtes statt (deutliche Verbesserung der Arbeitssicherheit).

Beschreibung von Ausführungsbeispielen

Als erstes wird die alte Schachtabdeckplatte entfernt und die Lockermassenfüllsäule (Pos. 7 1) bis zur Sicherungstiefe ausgehoben. Der Schachtausbau (Pos. 4 1) wird von Lockermassenresten befreit.

Nun wird die verlorene Schalung mit der vormontierten Bewehrung (Pos. 6 1) eingebracht. Der verbleibende Ringraum wird mit einem Material ausgefüllt, welches allen Belastungszuständen standhält. Nach der Abbindephase wird die neue Schachtabdeckung (Pos. 1 1) erstellt. Das Restvolumen wird mit einem gasdurchlässigen Material durch die Nachfüllöffnung (Pos. 2 1) wieder verfüllt.


Anspruch[de]
Verfahren zur Verstärkung des Schachtausbaus von Tagesschächten, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbauverstärkung von der Schachtabdeckung entkoppelt ist (keine statische Verbindung). Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbauverstärkung auf der Schachtwandung statisch abgelegt wird. Verfahren nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbauverstärkung über Reibung an der Schachtwandung gehalten wird. Verfahren nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Ringraumfläche der Ausbauverstärkung zu der Schachtfläche < 0,5 ist.






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