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Dokumentenidentifikation DE102005057121A1 31.05.2007
Titel Einbau eines schweren Gerätes, insbesondere eines Haupttransformators, in die Tragstruktur eines Schienenfahrzeuges
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Mrugalla, Harry, 90547 Stein, DE;
Nickl, Thomas, 91757 Treuchtlingen, DE;
Renner, Anton, 86685 Huisheim, DE
DE-Anmeldedatum 30.11.2005
DE-Aktenzeichen 102005057121
Offenlegungstag 31.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2007
IPC-Hauptklasse B61D 17/00(2006.01)A, F, I, 20051130, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B61C 17/00(2006.01)A, L, I, 20051130, B, H, DE   B61F 1/00(2006.01)A, L, I, 20051130, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf den Einbau eines schweren Gerätes (1), insbesondere eines Haupttransformators, in die Tragstruktur (2) eines Schienenfahrzeuges. Das schwere Gerät (1) ist über Elastomerlagerungen (3) mit einem Montagerahmen (4) verbunden, wobei der Montagerahmen (3) durch in Fahrzeugquerrichtung verlaufende Schrauben (5) an Halfenschienen (6) gehalten ist, die der Tragstruktur (2) seitlich zugeordnet und an dieser starr befestigt sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft den Einbau eines schweren Gerätes, insbesondere eines Haupttransformators, in die Tragstruktur eines Schienenfahrzeuges.

Bei aus der Praxis bekannten Bauweisen von Schienenfahrzeugen sind zwischen dem einzubauenden Gerät und der Tragstruktur, die in der Regel durch das Gerippe des Wagenkastens bzw. dessen Untergestell gebildet ist, Elastomerlager eingebaut, die neben ihrer federnden Funktion auch eine gewisse dämpfende Wirkung haben. Die Elastomerlager sind am Gerät vormontiert. Falls der Einbau des Gerätes in das Fahrzeug (beispielsweise in eine Lokomotive) von oben durch dessen Dach erfolgen soll, ist stets eine entsprechende Krananlage erforderlich. Für den Fall einer Montage von der Fahrzeugunterseite ist ebenfalls eine spezielle Hubvorrichtung notwendig; übliche Flurförderer reichen dafür nicht aus.

Im Hinblick auf Fertigungstoleranzen und Setzerscheinungen der Elastomerlager ist es bei den bekannten Bauweisen zwingend, speziell auf die jeweilige Lagerung des schweren Gerätes angepasste Unterlegbleche als Beilagen einzubauen, was erheblichen Zeitaufwand bei der Montage verursacht. Denn das Gerät muss unter Umständen mehrmals angehoben werden, um durch Einlegen von Beilagen unterschiedlicher Dicke exakt den richtigen Lagerungsabstand herzustellen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Einbau für das schwere Gerät in die Tragstruktur zu schaffen, bei dem insbesondere die Anforderungen nach hoher Festigkeit, Fahrkomfort und Fahrsicherheit als auch wirtschaftliche Gesichtspunkte, wie einfache, schnelle Montage- und Tauschzeiten, berücksichtigt sind. Dabei sollen der Einbau des schweren Gerätes von der Fahrzeugseite her und dessen spannungsfreie Anbringung möglich sein.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das schwere Gerät über Elastomerlagerungen mit einem Montagerahmen verbunden ist, wobei der Montagerahmen durch in Fahrzeugquerrichtung verlaufende Schrauben an Halfenschienen gehalten ist, die der Tragstruktur seitlich zugeordnet und an dieser starr befestigt sind.

Die mit dem Gegenstand nach der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere in der vereinfachten Gestaltung der wagenkastenseitigen Halterungen für das schwere Gerät durch die Halfenschienen als vorgefertigte Halbzeuge. Weiter vorteilhaft ergeben sich aufgrund der durch das Halfensystem geschaffenen seitlichen Zugänglichkeit deutlich kürzere Montagezeiten für das schwere Gerät als bei dem früher üblichen Einbau durch eine Dachöffnung oder von der Fahrzeugunterseite her. Alle Verschraubungen können von der Seite aus angezogen werden; es sind also keine Durchbrüche (Handlöcher) im Innenraum notwendig, die im Hinblick auf Brandschutzbestimmungen im Nachhinein aufwändig verschlossen werden müssten. Günstig ist auch, dass alle Einstellarbeiten, speziell der Elastomerlager durch Beilagen, zeitsparend vor dem Einbau des Gerätes durchgeführt werden können. Im Übrigen ergeben sich durch die Positionierung der Elastomerlager bzw. der Dämpfer an der Schnittstelle zwischen dem schweren Gerät und dem Montagerahmen gute schwingungstechnische Eigenschaften der gesamten Einheit.

Im Weiteren wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben, das in der Zeichnung prinzipartig dargestellt ist. Es zeigen

1 ein schweres Gerät und einen Teilbereich einer Tragstruktur eines Schienenfahrzeuges, in einer Seitenansicht,

2 den unteren Bereich der im Uhrzeigersinn um 90° gedrehten 1, in vergrößertem Maßstab.

Ein schweres Gerät 1, das an einer Tragstruktur 2 eines Schienenfahrzeuges angebunden werden soll, ist über hier als Konuslager ausführten Elastomerlagerungen 3 mit einem Montagerahmen 4 verbunden, um eine schwingungstechnische Entkopplung des Gerätes 1 zu erreichen. Anstelle der Elastomerlagerungen 3 können auch Federn (z.B. Stahlfedern) ohne Eigendämpfung in Kombination mit separaten Dämpfern eingesetzt werden. Im Seitenbereich der Tragstruktur 2 sind mehrere der in 2 gezeigten, in Fahrzeuglängsrichtung verlaufenden Halfenschienen 6 angebracht, an denen der Montagerahmen 4 mittels der zum Halfensystem gehörenden, in Fahrzeugquerrichtung verlaufenden Halfenschrauben 5 mit in 2 links dargestellten Muttern 7 gehalten ist. Mit dem Einsatz des Montagerahmens 4 ist eine stabile und belastbare Verbindung zwischen dem einzubauenden Gerät 1, beispielsweise einem Haupttransformator, und der Tragstruktur 2 geschaffen.

Die vollständig vormontierte Einheit (Montagerahmen 4 mitsamt dem elastisch gelagerten schweren Gerät 1) wird von der Fahrzeugseite her in die Tragstruktur 2 eingeschoben und einfach angeschraubt. Dieses Einschieben der vormontierten Einheit erfolgt also in die Zeichnungsebene der 1 hinein bzw. gemäß 2 von links nach rechts. Ein derartiger Einbau von der Fahrzeugseite her war bei bislang ausgeführten Schienenfahrzeugen, insbesondere bei Triebzügen, nicht üblich.


Anspruch[de]
Einbau eines schweren Gerätes (1), insbesondere eines Haupttransformators, in die Tragstruktur (2) eines Schienenfahrzeuges, dadurch gekennzeichnet, dass das schwere Gerät (1) über Elastomerlagerungen (3) mit einem Montagerahmen (4) verbunden ist, wobei der Montagerahmen (3) durch in Fahrzeugquerrichtung verlaufende Schrauben (5) an Halfenschienen (6) gehalten ist, die der Tragstruktur (2) seitlich zugeordnet und an dieser starr befestigt sind.






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