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Dokumentenidentifikation DE102006009962B3 31.05.2007
Titel Verfahren und Einrichtung zum Überwachen eines Gleises
Anmelder AREVA NP GmbH, 91058 Erlangen, DE
Erfinder Kutzer, Heinz, 63477 Maintal, DE
Vertreter Mörtel, A., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 90491 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 03.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006009962
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 31.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2007
IPC-Hauptklasse B61L 23/04(2006.01)A, F, I, 20060303, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B61L 1/18(2006.01)A, L, I, 20060303, B, H, DE   B61K 9/08(2006.01)A, L, I, 20060303, B, H, DE   
Zusammenfassung Bei einem Verfahren und einer Einrichtung zur Überwachung eines Gleises (6) auf einen Bruch einer seiner Schienen (6a, b) wird ein in jeder der Schienen (6a, b) bei Überfahrt eines elektrisch angetriebenen Schienenfahrzeuges (2) von diesem zu einem Erdungspunkt (14) fließender Betriebsstrom (Ia,v, Ib,v) erfasst, und es werden die in beiden Schienen (6a, b) fließenden Betriebsströme (Ia,v, Ib,v) miteinander verglichen, und es wird für den Fall, dass die Differenz der Betriebsströme (Ia,v, Ib,v) einen vorgegebenen Grenzwert überschreitet, auf einen Bruch einer der Schienen (6a, b) geschlossen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung zum Überwachen eines Gleises auf einen Bruch einer seiner Schienen.

Bei einem Eisenbahngleis, dessen Schienen miteinander verschweißt sind, kann es durch äußere Einflüsse, wie z.B. durch Temperatureinfluss zu einem Bruch der Schienen kommen. Auf Grund der auf die Schienen wirkenden hohen mechanischen Spannung entsteht ein relativ großer Spalt, der eine erhebliche Gefahrenquelle darstellen kann. Um derartige Gleisbrüche erkennen zu können, ist es beispielsweise aus der DE 199 54 760 A1 bekannt, die sich in den Schienen bei Überfahren eines Eisenbahnzuges ausbreitenden akustischen Signale mit einem an die Schienen angekoppelten Empfänger zu erfassen und auszuwerten. Alternativ hierzu ist es bei dem aus der DE 199 29 570 A1 vorgeschlagenen Verfahren vorgesehen, in einen Schienen- oder Gleisabschnitt akustische Schwingungen einzukoppeln und mit einem am Ende des Schienenabschnittes angeordneten Empfänger aufzunehmen, so dass eine Überwachung des Gleisabschnittes auch dann möglich ist, wenn dieser nicht von einem Eisenbahnzug überfahren wird. Auch bei dem in der DE 41 16 650 A1 offenbarten Verfahren zum Erkennen von Schienenunterbrechungen werden in die Schiene akustische Signale eingekoppelt, die am Ende einer Messstrecke von einem Körperschallaufnehmer empfangen werden.

Neben solchen, auf der Ausbreitung von akustischen Signalen in der Schiene beruhenden Verfahren zum Erkennen eines Bruchs der Schiene sind auch, beispielsweise aus der DE 37 38 696 C2, Verfahren bekannt, bei denen am Ende eines Gleisabschnittes ein Gleisstrom eingespeist wird und überwacht wird, ob am anderen Ende des Gleisabschnittes ein Gleisstrom fließt. Solche Gleisstromkreise werden auch dazu benutzt, um festzustellen, ob in einem Gleisabschnitt ein Zugfahrt stattfindet. Dies erfolgt mit Hilfe eines sogenannten Gleisrelais, das abfällt, wenn die Schienen durch die Überfahrt eines Zuges kurzgeschlossen sind. Spricht das Gleisrelais nicht wieder an, wenn der Eisenbahnzug den Gleisabschnitt verlassen hat, oder wird ein Abfall des Gleisrelais festgestellt, ohne dass eine Zugfahrt stattfindet, kann daraus auf einen Bruch der Schienen geschlossen werden.

Bei dem in der WO 01/76927 A1 offenbarten Verfahren wird in die Schienen eines Gleisabschnittes mit einer ortsfesten Stromquelle ein Strom eingespeist und es werden die in beiden Schienen fließenden Ströme gemessen und miteinander verglichen. Überschreitet die Differenz dieser Ströme einen Schwellwert so ist dies ein Indiz dafür, dass ein Bruch in einer der Schienen vorliegt. Aus der DE-PS 88634 und der nicht vorveröffentlichten WO 2006/065730 A2 sind Verfahren zum Überwachen eines Gleises auf einen Schienenbruch bekannt, bei denen ein vom Schienenfahrzeug ausgehender Test- oder Prüfstrom in die Schienen eines Gleisabschnittes eingespeist und der in den Schienen fließende Kreisstrom erfasst wird.

Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren zum Überwachen eines Gleises anzugeben, mit dem ein Bruch einer seiner Schienen auf einfache Weise erkannt werden kann.

Außerdem liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens anzugeben.

Hinsichtlich des Verfahrens wird die genannte Aufgabe gemäß der Erfindung gelöst mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruches 1. Bei dem Verfahren zum Überwachen eines Gleises auf einen Bruch einer seiner Schienen wird ein in jeder der Schienen bei der Überfahrt eines elektrisch angetriebenen Schienenfahrzeuges von diesem zu einem Erdungspunkt fließender Betriebsstrom erfasst, und es werden die in beiden Schienen fließenden Betriebsströme miteinander verglichen, wobei für den Fall, dass die Differenz der Betriebsströme einen vorgegebenen Grenzwert überschreitet, auf einen Bruch einer seiner Schienen geschlossen wird. Auf diese Weise ist es möglich, den Bruch einer Schiene zu erfassen, während sich das Schienenfahrzeug zwischen zwei Erdungspunkten auf der Schiene befindet, noch bevor das Schienenfahrzeug den Bruch erreicht.

Erfassen des Betriebsstromes im Sinne der vorliegenden Erfindung ist dabei so zu verstehen, dass eine physikalische Größe gemessen wird, die vom Betriebsstrom abhängt, und somit ein Maß für den Betriebsstrom ist. Hierzu genügt es auch, eine physikalische Größe zu messen, die unmittelbar nur von einem Teil des Betriebsstromes, d. h. von einem in einem Teil der Schiene, beispielsweise im Fußbereich der Schiene fließenden Teilstrom abhängt. Dieser Teilstrom ist dann ebenfalls ein Maß für den gesamten Betriebstrom.

Wenn der jeweils in einer Schiene fließende Betriebsstrom berührungslos mit einem Stromsensor erfasst wird, ist eine besonders einfache Nachrüstung der Gleisanlagen möglich. Als Stromsensor wird vorzugsweise ein induktiver Stromwandler oder ein Magnetfeldsensor, insbesondere eine Hall-Sonde verwendet.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens wird den Stromsensoren ein Signal aufgeprägt, das auch in Abwesenheit eines in den Schienen fließenden Betriebsstromes, d.h. unabhängig von dem in den Schienen fließenden Betriebsstrom ein von Null verschiedenes Messsignal erzeugt. Durch diese Maßnahme ist es möglich, die Funktionsbereitschaft der zum Erfassen des Betriebsstromes verwendeten Einrichtung permanent zu überprüfen.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sind in den weiteren Unteransprüchen angegeben.

Hinsichtlich der Einrichtung wird die genannte Aufgabe gemäß der Erfindung gelöst mit den Merkmalen des Patentanspruches 8, deren Vorteile sich ebenso wie die Vorteile der diesem Patentanspruch nachangeordneten Unteransprüche aus den Vorteilen der ihnen jeweils zugeordneten Verfahrensansprüche ergeben.

Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Ausführungsbeispiele der Zeichnungen verweisen. Es zeigen:

1 und 2 jeweils in einem Prinzipbild eine an die Schienen eines Gleises angekoppelte Einrichtung gemäß der Erfindung in einer Betriebssituation mit intakten Schienen bzw. mit einer gebrochenen Schiene,

3 und 4 jeweils Ausgestaltungen der Einrichtung in einem Prinzipschaltbild,

5 und 6 eine erfindungsgemäße Ausführungsform eines Stromsensors in einer seitlichen Draufsicht auf die Schiene bzw. in einer Draufsicht in Längsrichtung der Schiene,

7 und 8 eine weitere Ausführungsform eines Stromsensors, bei der der Betriebsstrom dadurch erfasst wird, dass nur ein Teil des in der Schiene fließenden Stromes gemessen wird (Teilstrommessung),

9 und 10 eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung eines zur Teilstrommessung geeigneten Stromsensors.

Gemäß 1 befindet sich ein elektrisch betriebenes Schienenfahrzeug 2 mit seinen Radsätzen 4 auf Schienen 6a, b eines Gleises 6. Der von einer Oberleitung 8 mit einem Stromabnehmer abgenommene Speisestrom I fließt über die symbolisch eingezeichneten Antriebsmotore 10 und über die Radsätze 4 auf die Schienen 6a, b ab. Das Gleis 6 ist in eine Vielzahl von Gleisabschnitten 12 unterteilt, die jeweils durch zwei benachbarte Erdungs- oder Einspeisepunkte 14 festgelegt sind. Der Speisestrom I teilt sich jeweils in Betriebsströme Ia,v und Ia,r bzw. Ib,v und Ib,r auf, die in den jeweiligen Schienen 6a, b zu den benachbarten Erdungspunkten 14 fließen. Ausgehend von diesen Erdungspunkten 14 fließen dann die Schienenströme Ia,v, Ia,r, Ib,v und Ib,r über einen gegebenenfalls im Erdreich verlegten Rückleiter zu einem Transformator ab.

Innerhalb eines Gleisabschnittes 12 befindet sich eine Messeinrichtung 20 zur Überwachung des Gleises 6 auf einen Bruch einer seiner Schienen 6a, b, wobei für jeden Gleisabschnitt 12 eine solche Messeinrichtung 20 vorgesehen ist. Jede dieser Messeinrichtungen 20 enthält eine Sensoreinheit 22 zum Erfassen des in den Schienen 6a bzw. 6b jeweils fließenden Betriebsstromes Ia,v bzw. Ib,v. Die Sensoreinheit 22 enthält hierzu zwei Stromsensoren 22a, b, die den in den Schienen 6a, b zu dem der Sensoreinheit 22 benachbarten Erdungspunkt 14 jeweils fließenden Betriebsstrom Ia,v bzw. Ib,v berührungslos erfassen. Die jeweiligen Messsignale Ma und Mb werden in einer lokalen Auswerteeinrichtung 24 beispielsweise nach vorheriger Tiefpassfilterung digitalisiert und über eine Busleitung 26 einer übergeordneten, zentralen Auswerteeinrichtung 28 einer Steuerwarte zugeführt, in der eine gegebenenfalls weitere Verarbeitung und Auswertung der von der Messeinrichtung 20 weitergegebenen Messsignale erfolgt.

Im Ausführungsbeispiel sind die Messeinrichtungen 20 in der Nähe eines Erdungspunktes 14 angeordnet. Grundsätzlich ist es jedoch möglich, die Messeinrichtungen 20 an beliebigen Orten zwischen den benachbarten Erdungspunkten 14 zu positionieren.

Bei intakten Schienen 6a, b sind die in ihnen fließenden Schienenströme Ia,v und Ib,v abgesehen von kurzfristigen Schwankungen durch unterschiedliche Kontaktverhältnisse zwischen dem Radsatz 4 und den Schienen 6a, b annähernd gleich groß.

Tritt nun, wie in 2 dargestellt, ein Bruch der Schiene 6b an einer Bruchstelle 30 auf, so wird von der im Gleisabschnitt 12 in der Nähe dieses Erdungspunktes 14 zwischen der Bruchstelle 30 und diesem Erdungspunkt 14 befindlichen Stromsensor 22b kein Schienenstrom Ib,v erfasst, während über die benachbarte Schiene 6a nach wie vor ein hoher bzw. größerer, vom Stromsensor 22a erfasster Betriebsstrom Ia,v fließt. Mit anderen Worten: Die von den Stromsensoren 22a, b erzeugten Messsignale Ma,b weisen einen signifikanten Unterschied auf. Übersteigt dieser Unterschied bzw. eine diesen Unterschied charakterisierende, aus den Messsignalen abgeleitete mathematische Größe, beispielsweise ein normierter Differenzwert einen vorgegebenen Schwellwert, so ist dies ein Indiz für das Vorliegen eines Bruches in einer der Schienen 6a, b, im Beispiel die Schiene 6b.

Im Ausführungsbeispiel gemäß 3 sind in der Sensoreinheit 22 als Stromsensoren 22a, b induktive Stromwandler vorgesehen, die schematisch durch eine Spule 40a bzw. b veranschaulicht sind. Die in den Spulen 40a, b durch den in den Schienen 6a, b fließenden Betriebsstrom Ia,v, Ib,v induzierten Spannungen werden als Messsignale Ma,b erfasst. Diese Messsignale Ma,b werden jeweils über ein Tiefpassfilter 42 einem A/D-Wandler 44 zugeführt und in einer lokalen Recheneinrichtung 46 einer weiteren Auswertung unterzogen. Die in dieser Recheneinrichtung 46 erzeugten Daten, beispielsweise eine dem Effektivwert der in den Schienen 6a, b jeweils fließenden Betriebsströme Ia,v, Ib,v entsprechende Größe, werden über einen Bustreiber 48 auf die Busleitung 26 gegeben und gelangen von da zur weiteren Auswertung in die zentrale Auswerteeinrichtung 28 einer Steuerwarte, die ein Statussignal S generiert, wenn die Differenz der Betriebsströme Ia,b einen vorgegebenen Schwellwert überschreitet.

Um zu vermeiden, dass ein Ausfall eines der Stromsensoren 22a, b das Vorhandensein einer Bruchstelle vortäuscht, ist außerdem den Stromsensoren 22a, b eine Hilfseinrichtung 50a bzw. b zugeordnet, mit der auch in Abwesenheit eines in den Schienen 6a, b fließenden Betriebsstromes Ia,v, Ib,v ein von Null verschiedenes Messsignal Ma,b erzeugt wird. Diese Hilfseinrichtung 50a, b ist im Beispiel der Figur, in dem als Stromsensoren 22a, b induktive Stromwandler vorgesehen sind, durch einen Hilfsstromkreis mit einer Wechselstromquelle 52 gebildet, die in den aus Spule 40a bzw. b und jeweils einem Widerstand 54 bestehenden Spulenkreis einen Wechselstrom einkoppelt. Auf diese Weise werden auch in Abwesenheit eines Schienenstromes in den beiden Messspulen 40a, b von Null verschiedene Messsignale Ma,b erzeugt. Durch diese aufgeprägte Nullpunktsverschiebung kann nun eine Überwachung der Stromsensoren 22a im Beispiel der Spulen 40a, b, auf Betriebsbereitschaft erfolgen.

Im Ausführungsbeispiel der 3 ist außerdem eine autarke Spannungsversorgung der lokalen Messeinrichtung 20 mit einer Batterie 60 vorgesehen, die mit Hilfe einer von den Messsignalen Ma,b gespeisten Ladeeinrichtung 62 bei jeder Überfahrt eines Schienenfahrzeuges im betreffenden Gleisabschnitt geladen wird.

Alternativ hierzu ist im Ausführungsbeispiel gemäß 4 eine Fremdversorgung der Messeinrichtung 20 über die Busleitung 26 vorgesehen. In diesem Ausführungsbeispiel sind als Stromsensoren 22a, b Magnetfeldsensoren, beispielsweise Hallsonden, vorgesehen. Die zur vorstehenden Figur erläuterte Nullpunktsverschiebung kann in diesem Fall durch einen in der Figur symbolisch veranschaulichten Permanentmagneten 64 erfolgen, der jeweils in der Nähe des Magnetfeldsensors angeordnet ist. Mit einer solchen Anordnung können auch gleichstromgespeiste Gleisanlagen überwacht werden.

Gemäß 5 und 6 umfasst jeder Stromsensor 22a, b einen offenen Eisenkern 70a, b, der eine angenäherte U-Form aufweist und mit seiner Basis 72a, b die Schiene 6a bzw. b untergreift und dessen Schenkel 74a, b an die umgekehrte T-Form der Schiene 6a, b angepasst sind, um einen möglichst geringen Abstand zu dieser aufzuweisen. Das Blechpaket des Eisenkerns 70a, b ist mit der Schiene 6a, b verschraubt. Hierzu ist in die Schiene 6a, b eine Durchgangsbohrung 80a, b eingebracht, durch die ein die Schenkel 74a, b miteinander kraftschlüssig verbindender den magnetischen Kreis nicht schließender, beispielsweise aus einem Isolator bestehender Schraubbolzen 82a, b geführt ist. Einer der Schenkel 72a, b durchsetzt die Spule 40a, b oder ist mit einer gestrichelt eingezeichneten Aussparung 76a, b versehen, in der in einer alternativen Ausführungsform der Magnetfeldsensor eingebracht ist. Zur Erleichterung der Montage ist der Eisenkern 70a, b zweigeteilt, so dass er ausgehend von beiden Seiten nachträglich an der Schiene 6a, b montiert werden kann. Im Ausführungsbeispiel bilden ein Schenkel 74a, b und die Basis 72a, b ein Teil, das unter die Schiene 6a, b geschoben wird. Im Montageendzustand wird dann der andere Schenkel 74a, b mit der Basis 72a, b verschraubt.

Der 6 ist außerdem zu entnehmen, dass die Schenkel 74a, b in ihrem von der Basis 72a, b abgewandten Bereich eine trapezähnliche Form aufweisen, um einen möglichst hohen magnetischen Fluss in den Innenraum der Spulen 40a, b bzw. in die Aussparung 76a, b einzuleiten.

Im Ausführungsbeispiel der 7 und 8 ist der Eisenkern 70a, b geschlossen. In die Schiene 6a, b ist hierzu eine Durchgangsöffnung 84a, b eingebracht, durch die das Blechpaket des Eisenkerns 70a, b geführt und mit einem der Schenkel 74a, b verschraubt ist. Einer der Schenkel 74a, b durchsetzt ebenso wie im Ausführungsbeispiel der 5 und 6 die Spule 40a, b oder ist mit einer gestrichelt eingezeichneten Aussparung 76a, b versehen, in der in einer alternativen Ausführungsform der Magnetfeldsensor eingebracht ist. In dieser Ausführungsform wird zum Erfassen des Betriebsstromes nur der innerhalb des geschlossenen Eisenkernes 70a, b in der Schiene 6a, b fließende Teilstrom und das von diesem erzeugte magnetische Feld genutzt. Obwohl dieser Teilstrom niedriger ist als der gesamte Betriebsstrom ist die Empfindlichkeit gegenüber der in 5 und 6 dargestellten Anordnung erhöht, da der große Luftspalt zwischen den Freienden der Schenkel 74a, b entfällt.

Anstelle eines starren geschlossenen Blechpaketes mit einer daran oder einem darin angeordneten Spule bzw. Magnetfeldsensor ist gemäß 9 und 10 als Stromsensor 22a, b ein unter dem Handelsnamen LEMflex bekannter Stromsensor vorgesehen, der einen flexiblen magnetischer Leiter 86a, b umfasst, dessen Enden lösbar miteinander durch einen Verschluss 88a, b verbunden werden, in dem je nach Ausführungsform ein Magnetfeldsensor (Hallsonde) oder ein induktiver Wandler integriert ist.

Wird im Ausführungsbeispiel der 5 und 6 ein den magnetischen Kreis schließender Schraubbolzen, beispielsweise ein Schraubbolzen aus Stahl verwendet, wird auch in diesem Fall in Analogie in den Ausführungsformen gemäß 710 nur der innerhalb dieses Kreises fließende Teilstrom erfasst.


Anspruch[de]
Verfahren zum Überwachen eines Gleises (6) auf einen Bruch einer seiner Schienen (6a, b), bei dem ein in jeder der Schienen (6a, b) bei Überfahrt eines elektrisch angetriebenen Schienenfahrzeuges (2) von diesem zu einem Erdungspunkt (14) fließender Betriebsstrom (Ia,v, Ib,v) erfasst wird, und die in beiden Schienen (6a, b) fließenden Betriebsströme (Ia,v, Ib,v) miteinander verglichen werden, und für den Fall, dass die Differenz der Betriebsströme (Ia,v, Ib,v) einen vorgegebenen Grenzwert überschreitet auf einen Bruch einer der Schienen (6a, b) geschlossen wird. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der jeweils in einer Schiene (6a, b) fließende Betriebsstrom (Ia,v, Ib,v) berührungslos mit einem Stromsensor (22a, b) erfasst wird. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem als Stromsensor (22a, b) ein induktiver Stromwandler verwendet wird. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem als Stromsensor (22a, b) ein Magnetfeldsensor verwendet wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei dem den Stromsensoren (22a, b) ein Signal aufgeprägt wird, das unabhängig von einem in den Schienen (6a, b) fließenden Betriebsstrom (Ia,v, Ib,v) ein von Null verschiedenes Messsignal (Ma,b) erzeugt. Verfahren nach Anspruch 5 in Verbindung mit Anspruch 3, bei dem in einen Spulenkreis des induktiven Stromwandlers (22a, b) ein Strom eingespeist wird. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5 in Verbindung mit Anspruch 4, bei dem am Ort des Magnetfeldsensors ein Magnetfeld erzeugt wird. Einrichtung zum Überwachen eines Gleises (6) auf einen Bruch einer seiner Schienen (6a, b), mit einer Messeinrichtung (20) zum Erfassen eines in jeder der Schienen (6a, b) bei Überfahrt eines elektrisch angetriebenen Schienenfahrzeuges (2) von diesem zu einem Erdungspunkt (14) fließenden Betriebsstromes (Ia,v, Ib,v), sowie mit einer Auswerteeinrichtung (24, 28) zum Vergleichen der in den beiden Schienen fließenden Betriebsströme (Ia,v, Ib,v) und zum Erzeugen eines den Bruch anzeigenden Statussignales (5) wenn die Differenz der beiden Betriebsströme (Ia,v, Ib,v) einen vorgegebenen Grenzwert (S) überschreitet. Einrichtung nach Anspruch 8, bei der die Messeinrichtung (20) einen an jeder Schiene (6a, b) angeordneten Stromsensor (22a, b) zum berührungslosen Erfassen des in dieser Schiene (6a, b) fließenden Betriebsstromes (Ia,v, Ib,v) umfasst. Einrichtung nach Anspruch 9, bei der der Stromsensor (22a, b) ein induktiver Stromwandler ist. Einrichtung nach Anspruch 10, bei der der induktive Stromwandler eine Spule (40a, b) umfasst, die um einen Schenkel (74) eines die Schiene (6a, b) umgreifenden u-förmigen Eisenkerns (70) angeordnet ist. Einrichtung nach Anspruch 9, bei der der Stromsensor (22a, b) ein Magnetfeldsensor ist. Einrichtung nach Anspruch 12, bei der der Magnetfeldsensor in einer Aussparung (76) eines die Schiene (6a, b) umgreifenden u-förmigen Eisenkerns (70) angeordnet ist. Einrichtung nach Anspruch 10, bei der der induktive Stromwandler eine Spule (40a, b) umfasst, die um einen Schenkel (74) eines geschlossenen Eisenkerns (70) angeordnet ist, der durch die Schiene (6) hindurchgeführt ist. Einrichtung nach Anspruch 12, bei der der Magnetfeldsensor in einer Aussparung (76) eines geschlossenen Eisenkerns (70) angeordnet ist, der durch die Schiene (6) hindurchgeführt ist. Einrichtung nach Anspruch 9, bei der der Stromsensor (22) einen flexiblen magnetischen Leiter (86) umfasst, der durch die Schiene (6) hindurchgeführt ist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 16, mit einer Hilfseinrichtung (50a, b) zum Erzeugen eines den Stromwandlern (22a, b) aufgeprägten Signals, das unabhängig von einem in den Schienen (6a, b) fließenden Betriebsstrom (Ia,v, Ib,v) ein von Null verschiedenes Messsignal (Ma,b) erzeugt. Einrichtung nach Anspruch 17 in Verbindung mit Anspruch 10 oder 11, bei der die Hilfseinrichtung (50a, b) eine Stromquelle (52) zum Einspeisen eines Stromes in einen Spulenkreis des induktiven Stromwandlers ist. Einrichtung nach Anspruch 17 in Verbindung mit Anspruch 12, bei der in der Nähe des Magnetfeldsensors ein Permanentmagnet (64) angeordnet ist, der am Ort des Magnetfeldsensors ein Magnetfeld erzeugt. Einrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 19, mit einer Batterie (60) zur Spannungsversorgung der Messeinrichtung (20) sowie mit einer an wenigstens einen der Stromwandler angeschlossenen Ladeeinrichtung (62) zum Laden der Batterie (60).






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