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Dokumentenidentifikation DE102006048405A1 31.05.2007
Titel Ausschaltbare Führungs- und Vertikal-Rückhaltevorrichtung für ein Luftfrachtsystem
Anmelder Goodrich Corp., Charlotte, N.C., US
Erfinder Schulze, Gregory James, Jamestown, N.D., US;
Huseby, Wayne Vernon, Jamestown, N.D., US
Vertreter Andrae Flach Haug, 81541 München
DE-Anmeldedatum 12.10.2006
DE-Aktenzeichen 102006048405
Offenlegungstag 31.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2007
IPC-Hauptklasse B64D 9/00(2006.01)A, F, I, 20061110, B, H, DE
Zusammenfassung Eine Mittellinie-Rückhaltevorrichtung (100) enthält eine herkömmliche mittlere Führungs-/Rückhaltevorrichtung (500) und ein Paar ausschaltbarer Führungs-/Rückhaltevorrichtungen (300a, 300b) an jedem Ende. Jede ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung (300a, 300b) ist in einer von drei Drehstellungen um eine gemeinsame Achse (A, B) blockierbar: eine eingefahrene Stellung, eine aufgerichtete Stellung und eine ausgeschaltete Stellung. Die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung (300a, 300b) hat einen jochförmigen Körper (308) mit einem Paar Schenkel (310, 312), die auf einer Achse gelagert sind, die ihrerseits an einem Unterteil (200) der Mittellinie-Rückhaltevorrichtung (100) angeordnet ist. Hubgriffe (302b, 304b, 302a, 304a), die jeweils mit einem federbelasteten Tauchkolben wirkmäßig verbunden sind, werden dazu verwendet, die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung zwischen den drei Stellungen zu schalten. Ein Kopf des federbelasteten Tauchkolbens liegt an einem oder an mehreren Anschlägen an, die an den Schenkeln der ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtung gebildet sind, um die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung in verschiedenen vorbestimmten Stellungen zu blockieren. Die wirksam mit den Tauchkolben verbundenen Hubgriffe bewirken, dass, wenn sie betätigt werden, die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung zwischen den Stellungen umschaltet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine ausschaltbare Führungs- und Vertikal-Rückhaltevorrichtung für ein Luftfrachtsystem. Die Vorrichtung eignet sich zur Montage auf einer Mittellinie eines Luftfrachtdecks.

Fracht wird in Verkehrsflugzeugen in großen Containern und auf Paletten transportiert, die ULDs als Abkürzung für Unit Load Devices (Lasttransporteinheiten) genannt werden. ULDs gibt es in verschiedenen Ausführungen mit unterschiedlichen Längen und Breiten. Alle ULDs müssen während des Fluges gehalten werden, um Schäden am Flugzeug und an der Fracht zu vermeiden.

Normalerweise transportieren Frachtflugzeuge ULDs, die entweder 96 oder 88 Zoll breit sind. Um beide Breiten aufnehmen zu können, sind Mittellinie-Rückhaltevorrichtungen entlang der Mittellinie des Flugzeugs angebracht. Die Mittellinie-Rückhaltevorrichtungen enthalten eine mittlere Doppelkopf-Führungs-/Rückhaltevorrichtung, die in der Mitte der Mittellinie-Rückhaltevorrichtung angeordnet ist, um 96 Zoll breite ULDs aufnehmen zu können, und ein Paar ausschaltbarer Führungs-/Rückhaltevorrichtungen an den entgegengesetzten Enden der Mittellinie-Rückhaltevorrichtung, um 88 Zoll breite ULDs aufnehmen zu können.

Die ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtungen sind in dem Sinne ausschaltbar, dass sie nach unten weg bewegt werden können, um eine ULD über sie hinweg bewegen zu können.

Auf jedem Flug kann ein Verkehrsflugzeug 96 Zoll breite ULDs zusammen mit 88 Zoll breiten ULDs transportieren.

Bei 96 Zoll breiten ULDs werden die ULDs auf einer Seite durch ein feststehendes Führungs-/Rückhaltesystem, das nahe der Seitenwand des Flugzeugs angeordnet ist, und auf der gegenüberliegenden Seite durch einen Kopf der mittleren Führungs-/Rückhaltevorrichtung festgehalten. Wenn eine 96 Zoll breite ULD in den Flugzeugrumpf eingeladen und nach vorne oder nach hinten an ihren Bestimmungsort bewegt wird, kann die ULD aufgerichtete ausschaltbare Endführungs-/Rückhaltevorrichtungen für 88 Zoll breite ULDs berühren und darüber hinweggehen, wobei sie sie nach unten drücken.

Bei 88 Zoll breiten ULDs werden die ULDs auf der einen Seite durch das feststehende Führungs-/Rückhaltesystem, das nahe der Seitenwand des Flugzeugs angeordnet ist, zurückgehalten. Auf der gegenüberliegenden Seite werden die ULDs jedoch durch den Kopf einer ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtung festgehalten, die zu der Mittellinie-/Rückhaltevorrichtung gehört.

Die US-Patentschrift Nr. 5 011 348 zeigt in ihren 2 und 3 eine Mittellinie-/Rückhaltevorrichtung, die eine 88 Zoll breite ULD und eine 96 Zoll breite ULD jeweils festhält. Der Inhalt des vorgenannten US-Patents wird durch Verweis insoweit hier miteinbezogen, als er zum Verständnis der vorliegenden Erfindung notwendig ist.

Gemäß einem Aspekt ist die Erfindung auf eine ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung für ein Luftfrachtsystem gerichtet. Die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung umfasst einen Führungskörper, der um eine erste Drehachse drehbar ist, wobei der Führungskörper eine erste Seite und eine zweite Seite hat, die entlang der ersten Drehachse axial voneinander beabstandet sind, und eine Vertikal-Rückhaltevorrichtung, die an dem Führungskörper befestigt ist. Bei dieser Vorrichtung umfasst die erste Seite einen ersten Kanal, der einen ersten und einen zweiten Anschlag hat, die voneinander beabstandet sind, und die zweite Seite umfasst einen zweiten Kanal, der einen dritten Anschlag hat.

Gemäß einem weiteren Aspekt ist die Erfindung auf eine Mittellinie-/Rückhaltevorrichtung für ein Luftfrachtsystem gerichtet. Das Mittellinie-System umfasst ein Unterteil und eine erste ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung, die entlang einer ersten Drehachse drehbar gelagert ist, wobei die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung um die erste Drehachse zwischen einer eingefahrenen Stellung, einer aufgerichteten Stellung und einer ausgeschalteten Stellung drehbar ist. Wenn die Mittellinie-/Rückhaltevorrichtung auf einem Frachtdeckboden montiert ist, hat die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung ein genügend niedriges Profil, um die Bewegung einer Lasttransporteinheit über sie hinweg nicht zu stören, wenn die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung entweder in der eingefahrenen Stellung oder der ausgeschalteten Stellung ist.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen gezeigt und wird im Folgenden näher beschrieben. Es zeigt:

1 eine perspektivische Darstellung einer Mittellinie-/Rückhaltevorrichtung nach der Erfindung, wobei die mittlere Führungs-/Rückhaltevorrichtung und die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung in der aufgerichteten Stellung sind,

2 eine Seitenansicht der in 1 gezeigten Rückhaltevorrichtung,

3 eine perspektivische Ansicht der in 1 gezeigten Rückhaltevorrichtung, wobei aber die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung in der ausgeschalteten Stellung ist,

4 eine perspektivische Ansicht der in 1 gezeigten Rückhaltevorrichtung, wobei aber die mittlere Führungs-/Rückhaltevorrichtung und die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung jeweils in der ausgeschalteten Stellung sind,

5 eine perspektivische Ansicht des Unterteils der Mittellinie-/Rückhaltevorrichtung der 1,

6 eine Detailansicht der Rastengruppe, die ein Tauchbolzenloch in einer Seite des Unterteils umgibt,

7 eine auseinandergezogene Ansicht einer ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtung,

7A eine auseinandergezogene Ansicht einer Hubgriffbaugruppe, die in 7 ersichtlich ist,

8 eine zweite perspektivische Ansicht einer zusammengebauten ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtung, wobei der zweite Schenkel gezeigt ist, der den Kanal mit zwei Tiefen hat,

9 eine erste perspektivische Ansicht einer zusammengebauten ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtung, wobei der erste Schenkel gezeigt ist, der den Kanal mit einer Tiefe hat,

10 ein Ende der Mittellinie-/Rückhaltevorrichtung der 1, wobei die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung in der eingefahrenen Stellung ist,

11 nur die Tauchkolbenbaugruppe und die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung in der eingefahrenen Stellung, wobei der zweite Schenkel sichtbar ist,

12 nur die Tauchkolbenbaugruppe und die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung in der eingefahrenen Stellung, wobei der erste Schenkel sichtbar ist,

13 ein Ende der Mittellinie-Rückhaltevorrichtung der 1, wobei die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung in der aufgerichteten Stellung ist,

14 nur die Tauchkolbenbaugruppe und die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung in der aufgerichteten Stellung, wobei der zweite Schenkel sichtbar ist,

15 nur die Tauchkolbenbaugruppe und die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung in der aufgerichteten Stellung, wobei der erste Schenkel sichtbar ist,

16 ein Ende der Mittellinie-Rückhaltevorrichtung von 1, wobei die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung in der ausgeschalteten Stellung ist,

17 nur die Tauchkolbenbaugruppe und die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung in der ausgeschalteten Stellung, wobei der zweite Schenkel sichtbar ist,

18 nur die Tauchkolbenbaugruppe und die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung in der ausgeschalteten Stellung, wobei der erste Schenkel sichtbar ist,

19 eine auseinandergezogene Ansicht der Mittellinie-Rückhaltevorrichtung von 1,

20 eine Zusammenstellungsansicht einer Form von mittleren Führungs-/Rückhaltevorrichtungsbaugruppe, wie sie in der Mittellinie-Rückhaltevorrichtung der 1 verwendet wird, und

21 eine auseinandergezogene Ansicht der mittleren Führungs-/Rückhaltevorrichtungsbaugruppe der 20.

Wie in den 1 bis 4 im großen und ganzen gezeigt ist, hat eine Mittellinie-Rückhaltevorrichtung 100 nach der Erfindung eine Längsachse L, die sich an einem Unterteil 200 entlang erstreckt, das Seitenwände 202, 204 und eine obere Oberfläche 206 hat.

In dem Unterteil 200 ist eine mittlere Führungs-/Rückhaltevorrichtung 500 zum Aufnehmen von 96-Zoll-ULDs montiert. Die mittlere Führungs-/Rückhaltevorrichtung 500 enthält zwei flossenförmige Vertikal-Rückhaltevorrichtungen 319, die in entgegengesetzte Richtungen weisen. Die flossenförmigen Vertikal-Rückhaltevorrichtungen 319, die zu der mittleren Führungs-/Rückhaltevorrichtung 500 gehören, führen eine 96-Zoll-ULD in horizontaler Richtung und halten die 96-Zoll-ULD in vertikaler Richtung zurück.

Der Aufbau und der Betrieb der mittleren Führungs-/Rückhaltevorrichtung 500 sollten dem Fachmann bekannt sein. 19 zeigt eine auseinandergezogene Ansicht einer Mittellinie-Führungsvorrichtung 100 nach der Erfindung, zu der das Unterteil 200 die ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtungen 300a, 300b, die unten näher beschrieben sind und die an sich bekannte mittlere Führungs-/Rückhaltevorrichtung 500 gehören. 20 zeigt die mittlere Führungs-/Rückhaltevorrichtung 500 zusammen mit ihrem Betätigungsgriff 502 in zusammengebauter Form, und 21 zeigt eine auseinandergezogene Ansicht der Baugruppe der 20.

Die mittlere Führungs-/Rückhaltevorrichtung 500 nimmt entweder eine aufgerichtete Stellung, wie in den 1 bis 3 gezeigt, oder eine eingefahrene Stellung, wie in 4 gezeigt, ein. Ein mittlerer Auslösegriff 502 wird dazu verwendet, die mittlere Führungs-/Rückhaltevorrichtung 500 zwischen den beiden Stellungen umzuschalten. Durch Niederdrücken des mittleren Auslösegriffes 502 wird ein Mechanismus freigegeben, der die Drehung der mittleren Führungs-/Rückhaltevorrichtung 500 um ihre Wellenachse gestattet, die parallel zu der Längsachse L ist. Um die mittlere Führungs-/Rückhaltevorrichtung 500 von der aufgerichteten Stellung in die eingefahrene Stellung zu bewegen, drückt eine Bedienungsperson den mittleren Auslösegriff 502 und dreht die mittlere Führungs-/Rückhaltevorrichtung 500, bis ihr oberer Teil in die in der oberen Oberfläche 206 des Unterteils 200 gebildete Vertiefung 504 für die mittlere Führungs-/Rückhaltevorrichtung eintritt. Um die mittlere Führungs-/Rückhaltevorrichtung 500 aus der eingefahrenen Stellung in die aufgerichtete Stellung zu bewegen, drückt eine Bedienungsperson wieder den mittleren Auslösegriff 502, und dies dreht die mittlere Führungs-/Rückhaltevorrichtung 500 unter Federkraft nach oben, bis sie in der aufgerichteten Stellung blockiert.

Die Mittellinie-Rückhaltevorrichtung nach der Erfindung enthält auch ein Paar ausschaltbarer Führungs-/Rückhaltevorrichtungen 300a, 300b, die gemäß der Erfindung ausgeführt sind.

Wie in den 2 und 4 ersichtlich ist, hat eine ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a eine erste Achse 306a, die sich um eine erste Drehachse A dreht, während die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300b eine zweite Achse 306b hat, die sich um eine zweite Drehachse B dreht. Beide Drehachsen A und B sind senkrecht zu der Längsachse L der Mittellinie-Rückhaltevorrichtung. Wie in 5 zu sehen ist, gehen die Drehachsen A und B durch Löcher 212, die in den Seitenwänden, 202, 204 des Unterteils 200 gebildet sind, wobei die Löcher 212 gestaltet sind, um Teile aufzunehmen und zu lagern, die die Achsen der ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtungen bilden. Jede der ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtungen 300a, 300b kann wahlweise jeweils eine von drei Drehstellungen einnehmen: eine eingefahrene Stellung, eine aufgerichtete Stellung und eine ausgeschaltete Stellung, und kann in den beiden letzteren blockiert werden.

Die 1 und 2 zeigen beide ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtungen 300a, 300b in blockierter Form in der aufgerichteten Stellung.

Jede ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a, 300b enthält eine flossenförmige Vertikal-Rückhaltevorrichtung 320, die zu der flossenförmigen Vertikal-Rückhaltevorrichtung 319 an der mittleren Führungs-/Rückhaltevorrichtung 500 gleich oder nicht gleich sein kann. Wenn die Mittellinie-Rückhaltevorrichtung 100 auf der Mittellinie des Frachtdecks montiert ist, haben die flossenförmigen Vertikal-Rückhaltevorrichtungen 320 der ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtungen 300a, 300b in der aufgerichteten Stellung die Aufgabe, eine 88 Zoll breite ULD in horizontaler Richtung quer zu der Längsachse L zu führen und die 88 Zoll breite ULD in vertikaler Richtung zurückzuhalten.

3 zeigt beide ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtungen 300a, 300b in blockierter Form in der ausgeschalteten (oder "Außen"-)Stellung. In dieser Stellung tritt ein Endabschnitt des Flossenkopfes 322 der flossenförmigen Vertikal-Rückhaltevorrichtung 320 in einen in dem Unterteil 200 gebildeten Ausschnitt 106a, 106b ein. Dadurch können die ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtungen 300a, 300b innerhalb der Aufstandsfläche des Unterteils 200 bleiben, selbst wenn sie in einer Auswärtsrichtung ausgeschaltet sind.

4 zeigt beide ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtungen 300a, 300b in der eingefahrenen (oder "Innen"-) Stellung. In dieser Stellung dreht sich jede der ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtungen 300a, 300b nach hinten um ihre jeweilige Achse A, B, bis sie in ihrer innenliegenden Vertiefung 104 liegt, die in der oberen Oberfläche 206 des Unterteils 200 gebildet ist.

Wenn die Mittellinie-Rückhaltevorrichtung 100 auf einem Frachtboden montiert ist, haben die ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtungen 300a, 300b ein genügend niedriges Profil, um nicht die Bewegung einer Lasttransporteinheit über sie hinweg zu stören, wenn die ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtungen 300a, 300b entweder in der eingefahrenen Stellung oder niedergehalten in der ausgeschalteten Stellung sind.

Es sollte aus der vorhergehenden Beschreibung in Verbindung mit den 1 bis 4 deutlich geworden sein, dass die mittlere Führungs-/Rückhaltevorrichtung 500 und jede der ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtungen 300a, 300b unabhängig voneinander in ihre verschiedenen Stellungen bewegt werden können.

Die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a wird aus der blockierten, ausgeschalteten Stellung der 3 in die blockierte, aufgerichtete Stellung der 1 und 2 nur durch Ziehen an dem Hubgriff 302a in einer Auswärtsrichtung in einer zu der Längsrichtung L entgegengesetzten Richtung gedreht. Nur durch Ziehen des Hubgriffes 302a dreht sich die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a in Richtung der mittleren Führungs-/Rückhaltevorrichtung 500 unter einer Verdrehfederkraft und kommt in der aufgerichteten Stellung zum Stillstand.

Die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a wird von der aufgerichteten Stellung der 1 in die eingefahrene Stellung der 4 durch gleichzeitiges Ziehen beider Hubgriffe 302a, 304a in einer Auswärtsrichtung in einer zu der Längsachse L entgegengesetzten Richtung gedreht. Wenn beide Hubgriffe 302a, 304a gezogen werden, dreht sich die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a nach hinten in Richtung der mittleren Führungs-/Rückhaltevorrichtung 500 aus der aufgerichteten Stellung unter der Verdrehfederkraft und kommt in der innenliegenden Vertiefung 104 zum Stillstand. Es ist hervorzuheben, dass das Ziehen von beiden Hubgriffen 302a, 304a aus der ausgeschalteten Stellung auch dazu führt, dass die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a in der eingefahrenen Stellung zum Stillstand kommt.

Ähnlich wird die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300b aus der blockierten, ausgeschalteten Stellung der 3 in die aufgerichtete Stellung der 1 und 2 nur durch Ziehen an dem Hubgriff 304b angehoben; und die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300b wird von der aufgerichteten Stellung der 1 in die eingefahrene Stellung der 4 durch gleichzeitiges Ziehen an beiden Hubgriffen 302b, 304b gedreht.

Wie unten näher mit Bezug auf die 7 bis 18 beschrieben ist, sind die Hubgriffe 302a, 302b wirksam mit einem federbelasteten Tauchkolben 382 verbunden, der nach innen in Richtung der Längsachse L vorgespannt ist. Durch Ziehen an einem Hubgriff wird ein Kopf 384 des Tauchkolbens 382 aus der Anlage an einem Anschlag 372, 377, 379, der an einer entsprechenden ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtung gebildet ist, zurückgezogen. Hierdurch wird die entsprechende ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung unter der Kraft von einer oder mehreren Verdrehfedern 334, 336 freigegeben, um sich in Richtung der eingefahrenen Stellung zu drehen.

In der entgegengesetzten Richtung wird die Drehung aus der eingefahrenen Stellung in die aufgerichtete Stellung für beide ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtungen 300a, 300b manuell durchgeführt. Die Drehung von der aufgerichteten Stellung in die ausgeschaltete Stellung kann auch manuell erledigt werden, der typischere Fall ist jedoch der, dass sie stattfindet, wenn eine ULD sich über die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung hinwegbewegt.

Die ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtungen 300a, 300b haben einen identischen Aufbau und eine identische Wirkungsweise. Ab hier wird deshalb der Aufbau und die Wirkungsweise von nur einer 300a von diesen erläutert.

7 zeigt eine auseinandergezogene Ansicht einer Form von ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a, wie sie in den früheren Figuren zu sehen ist.

Die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung umfasst einen jochförmigen Führungskörper 308, der einen ersten Schenkel 310 und einen zweiten Schenkel 312 hat. Der Führungskörper ist um eine Drehachse (z.B. Drehachse A) drehbar, und die Schenkel 310, 312 sind axial voneinander entlang der Drehachse beabstandet. Ein Kanal 370, der unten näher beschrieben ist, ist in dem zweiten Schenkel 312 ersichtlich. Mit dem Körper 308 ist eine flossenartige Vertikal-Rückhaltevorrichtung 320 gepaart. Die flossenartige Vertikal-Rückhaltevorrichtung 320 umfasst einen Rückhaltekopf 322, an dem ein Rückhalteschaft 324 befestigt ist.

Eine Durchgangsbohrung 325 ist in dem Rückhalteschaft 324 gebildet, um einen Passstift 356 aufzunehmen. Eine Beilagscheibe 358 und eine Blattfeder 354 sind um einen unteren Teil des Rückhalteschaftes 324 innerhalb des Führungskörpers 308 angebracht. Die sich gegenüberliegenden Kanten der Blattfeder 354 sind durch ein Ende des Passstiftes 356 voneinander getrennt. Der Passstift 356, der sich mit dem Rückhalteschaft 324 dreht, wird als Betätigungsorgan verwendet, um an den sich gegenüberliegenden Kanten der Blattfeder 354 anzustoßen und sie zu drehen. Wenn sich somit der Rückhaltekopf 322 in eine erste Richtung dreht, dreht sich der Passstift 356 in der gleichen Richtung, wobei er die Blattfeder 355 zusammendrückt und eine Rückstellkraft erzeugt, die die Vertikal-Rückhaltevorrichtung 320 in Richtung auf ihre neutrale Stellung innerhalb des Führungskörpers 308 drängt. Die Fachleute sind mit der Verwendung von solchen Betätigungsorganen und Blattfedern auf dem Gebiet der Anwendung von Vertikal-Rückhaltevorrichtungen vertraut.

Das äußere Ende des Rückhalteschaftes 324 ist mit einem Gewinde 326 versehen. Eine Beilagscheibe 350 und eine Mutter 352 werden in Verbindung mit dem Gewindeteil 326 verwendet, um die Vertikal-Rückhaltevorrichtung 320 an dem Führungskörper 308 zu befestigen.

Ein Verschleißstreifen 327 ist an einer Verschleißstreifenbefestigungsfläche 328 des Führungskörpers 308 durch Schrauben 329 befestigt. Der Verschleißstreifen 327 trägt dazu bei, die obere Oberfläche der ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a vor ULDs und anderen Gegenständen, die an sie stoßen könnten, zu schützen. Der Verschleißstreifen 327 ist daher typischerweise aus einem härteren Werkstoff als der Führungskörper 308.

Die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a ist drehbar an dem Unterteil 200 angebracht. Ein Stift 330 ist gestaltet, um die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a abzustützen. Der Stift 330 wird durch ein Paar Öffnungen 212, die an den Seiten 202, 204 des Unterteils gegenüber voneinander gebildet sind, gefädelt. Ein Splint 333, der durch ein an einem Ende des Stiftes 330 gebildetes Durchgangsloch geht, sichert den Stift an dem Unterteil 200.

Ein Teil des Stiftes 330 wird von einem kurzen Rohr 332 verdeckt. Das kurze Rohr 332 ist gestaltet, um sich auf einem ersten Paar Hülsen 314, die in kreisförmige Öffnungen, die in den Schenkeln 310, 312 gebildet sind, eingesetzt sind, und einem zweiten Paar Hülsen 316, die in den Löchern 312 angeordnet sind, zu drehen. Ein Paar Verdrehungsfedern 334, 336 sind auf dem kurzen Rohr 332 angebracht. Ein erstes Verdrehungsfederende 338 hält die Feder 334, 336 an einem in dem Unterteil 200 gebildeten Loch fest, während ein zweites Verdrehungsfederende an einem Loch festgehalten wird, das an einer Oberfläche der ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtung selbst gebildet ist. Wenn somit die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung gedreht wird, liefern die Federn 334, 336eine Verdrehfederkraft, die die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung A zurück in die eingefahrene Stellung drängt.

7A zeigt eine auseinandergezogene Ansicht der in 7 ersichtlichen Hubgriffbaugruppe 380. Die Hubgriffbaugruppe 380 enthält einen Hubgriff 302a, einen Tauchbolzen 382, eine Schraubenfeder 390 und einen Tauchkolbenstift 392.

Der Hubgriff 302a hat den gleichen Aufbau wie die anderen in den Figuren ersichtlichen Hubgriffe 304a, 302b, 304b. Der Hubgriff 302a umfasst einen napfförmigen Hohlkörper 395 mit einem Rand 397 und einem Paar axial verlaufender Vorsprünge 396, die an dem Rand 397 gebildet sind und diametral zueinander sind. Der Hubgriff 302a enthält auch ein Paar Griffdurchgangsbohrungen 394, die in dem Körper gebildet sind, um einen Raststift 392 aufzunehmen.

Der Tauchkolben 382 umfasst einen vergrößerten Kopfteil 384, der mit einem zylindrischen Schaft 386 verbunden ist. Der Kopfteil 384 ist gestaltet und bemessen, um sich in einem Kanal entlang zu bewegen, der in der ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtung gebildet ist. Am anderen Ende des Schaftes 386, gegenüber von dem Kopf 384, sind ein Paar Schaftdurchgangsbohrungen 388.

Wenn die Hubgriffbaugruppe 380 zusammengebaut wird, wird die Schraubenfeder 390 auf dem Tauchkolbenschaft 386 angeordnet und der Tauchkolbenschaft durch eine Öffnung 210 (siehe 6) geführt, die in einer Seitenwand 202 des Unterteils 200 gebildet ist. Das andere Ende des Schaftes 386 wird dann in den Hohlkörper 395 des Hubgriffes 302a eingeführt, wobei die Griffdurchgangsbohrungen 394 und die Tauchkolbendurchgangsbohrungen 388 zueinander ausgerichtet sind. Letztendlich wird der Raststift 392 in die Durchgangsbohrungen eingeführt, um den Hubgriff 302a an dem Tauchkolben 382 zu sichern.

Wenn der Zusammenbau so erfolgt ist, spannt die Schraubenfeder 390 den Hubgriff 302a und den Tauchkolben 382 auseinander. Durch Ziehen an dem Hubgriff 302a in einer Auswärtsrichtung wird der Tauchkolben 382 in einer Richtung weg von der Längsachse L und in Richtung auf die Seitenwand 202 des Unterteils 200 gezogen. Es bewirkt auch, dass die Schraubenfeder 390 gegen eine innere Oberfläche der Seitenwand 202 zusammengedrückt wird, wodurch eine Rückstellkraft erzeugt wird, die den Tauchkolben 382 zurück in Richtung auf die Längsachse L drängt.

8 zeigt eine perspektivische Ansicht der ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a in der aufgerichteten Stellung, wobei der erste Schenkel oder die Seite 310 des Körpers 308 sichtbar ist. Ein erster Kanal 374 ist entlang dieser ersten Seite 310 gebildet. Der erste Kanal 374 enthält eine erste Bahn 376 geringer Tiefe, die in einem ersten Tauchbolzenanschlag 377 endet. Mit der Bahn 376 geringer Tiefe steht eine zweite Bahn 378 größerer Tiefe in Verbindung, die in einem zweiten Tauchkolbenanschlag 379 endet. Der zweite Tauchbolzenanschlag 379 ist, an der Drehachse A entlang, weiter innen als der erste Tauchkolbenanschlag 377. Somit ist die erste Seite 310 des Körpers 308 mit zwei Drehanschlägen 377, 379 versehen, die auf verschiedenen axialen Tiefen und an verschiedenen Teilen des ersten Kanals 374 angeordnet und somit sowohl in Drehrichtung als auch axial voneinander beabstandet sind.

9 zeigt eine perspektivische Ansicht der ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a in der aufgerichteten Stellung, wobei der zweite Schenkel oder die zweite Seite 312 des Körpers 308 sichtbar ist. Ein zweiter Kanal 370 ist entlang dieser zweiten Seite 312 gebildet. Der zweite Kanal 370 umfasst eine dritte Bahn 371 geringer Tiefe, die in einem dritten Tauchbolzenanschlag 372 endet. Die dritte Bahn 371 geringer Tiefe und die erste Bahn 376 geringer Tiefe haben annähernd die gleiche Tiefe. Ebenso liegen der dritte Tauchbolzenanschlag 372 und der erste Tauchbolzenanschlag 377 ungefähr um die gleiche Strecke nach innen entlang der Drehachse A von den jeweiligen Seiten entfernt. Somit ist die zweite Seite 312 des Körpers 308mit einem einzelnen Drehanschlag 372 auf der gleichen axialen Tiefe wie der erste Tauchbolzenanschlag 377 versehen, Ferner sind die beiden Seiten des Führungskörpers entlang der Drehachse A axial voneinander getrennt.

Die 10, 11 und 12 zeigen alle die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a in der eingefahrenen Stellung. 10 zeigt dies im Zusammenhang mit der Mittellinie-Rückhaltevorrichtung der 1. Die 11 und 12 zeigen die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a, wobei das Unterteil 200 entfernt ist und die Hubgriffe 302a, 304a und die Hubgriffbaugruppen 380 an Ort und Stelle gelassen sind, um ihre Beziehung zum ersten Kanal 374 (11) und zum zweiten Kanal 370 (12) zu zeigen. 11 zeigt die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a aus der gleichen Perspektive wie 10. Wie in den 11 und 12 zu sehen ist, sind, wenn die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a in der eingefahrenen Stellung ist, die Hubgriffbaugruppen 380 (und somit die Tauchkolbenköpfe 384) auf jeder Seite frei und entfernt von dem ersten Kanal 374 und dem zweiten Kanal 370. Da kein Tauchkolbenkopf 384 an irgendeinem der Anschläge 372, 377 oder 379 anliegt, liegt die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a unter der Wirkung einer Verdrehungsfederspannung, die sie in Richtung der eingefahrenen Stellung drängt, in dem Hohlraum 104.

13, 14 und 15 zeigen alle die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a in der aufgerichteten Stellung. 13 zeigt dies im Zusammenhang mit der Mittellinie-Rückhaltevorrichtung der 1. Die 14 und 15 zeigen die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a, wobei das Unterteil 200 entfernt ist und die Hubgriffe 302a, 304a und die Hubgriffbaugruppen 380 an Ort und Stelle gelassen sind, um ihre Beziehung zu dem ersten Kanal 374 (14) und dem zweiten Kanal 370 (15) zu zeigen. 14 zeigt die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a aus der gleichen Perspektive wie 13. Wie in 14 zu sehen ist, ist der dem Hubgriff 302a zugeordnete Tauchkolbenkopf 384 in der ersten Bahn 376 geringer Tiefe des ersten Kanal 374 angeordnet und stößt an den ersten Tauchkolbenanschlag 377 des ersten Kanals 374. Wie in 15 zu sehen ist, ist der dem Hubgriff 304a zugeordnete Tauchkolbenkopf 384 in dem zweiten Kanal 370 angeordnet und stößt an den dritten Anschlag 372 (nicht gezeigt). Da beide den Hubgriffen 302a, 304a zugeordnete Tauchkolbenköpfe 384 an die Anschläge 377, 372 stoßen, bleibt die ausschaltbare Rückhalte-/Führungsvorrichtung 300a trotz der Verdrehfederspannung, die sie in die eingefahrene Stellung drängt, aufgerichtet.

Die 16, 17 und 18 zeigen alle die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a in der ausgeschalteten Stellung. 16 zeigt dies im Zusammenhang mit der Mittellinie-Rückhaltevorrichtung von 1. 17 und 18 zeigen die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a, wobei das Unterteil 200 entfernt ist und die Hubgriffe 302a, 304a und die Hubgriffbaugruppen 380 an Ort und Stelle gelassen sind, um ihre Beziehung zu dem ersten Kanal 374 (17) und dem zweiten Kanal 370 (18) zu zeigen. Die 17 zeigt die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung 300a aus der gleichen Perspektive wie 16. Wie in 17 zu sehen ist, ist der dem Hubgriff 302a zugeordnete Tauchkolbenkopf 384 in der zweiten Bahn 378 größerer Tiefe des ersten Kanals 374 angeordnet und stößt an den zweiten Tauchkolbenanschlag 379 des ersten Kanals 374. Wie in 18 zu sehen ist, ist der dem Hubgriff 304a zugeordnete Tauchkolbenkopf 384 in der Mitte des zweiten Kanals 370 angeordnet und stößt nicht an den dritten Anschlag 372. Da der dem Hubgriff 302a zugeordnete Tauchkolbenkopf 384 an dem Anschlag 379 liegt, bleibt die ausschaltbare Rückhalte-/Führungsvorrichtung 300a trotz der Verdrehfederspannung, die sie in die eingefahrene Stellung drängt, in der ausgeschalteten Stellung.

Die ausgeschaltete Stellung kann verwirklicht werden, wenn eine ULD über eine ausschaltbare Rückhalte-/Führungsvorrichtung 300avon hinten hinweggeht, wenn sie in der aufgerichteten Stellung ist. Bei der vorhergehenden Beschreibung wird die ausschaltbare Rückhalte-/Führungsvorrichtung 300a in der ausgeschalteten Stellung blockiert, wenn der dem Hubgriff 302a zugeordnete Tauchkolbenkopf 384 an den axial einwärts liegenden Anschlag 379 stößt, der der zweiten Bahn 378 größerer Tiefe zugeordnet ist.

Diese "Blockier"-Funktion kann wahlweise ausgeschaltet werden, wodurch der ausschaltbaren Rückhalte-/Führungsvorrichtung 300a erlaubt wird, in die aufgerichtete Stellung zurückzuspringen, jedes Mal wenn sie vorübergehend in die ausgeschaltete Stellung gezwungen wird. Das wahlweise Ausschalten wird durch eine Rastengruppe 220 (siehe 5 und 6), die um das Loch 210 herum gebildet ist, das dem Hubgriff 302a zugeordnet ist, erleichtert.

Wie am besten in 6 zu sehen ist, umfasst die Rastengruppe 220 zwei Paar Rasten 222, 224. In Drehrichtung um das Loch 210 herum sind die Teile eines jeden Paares um 180° und benachbarte Rasten um 90° voneinander entfernt. Das erste Paar Rasten 222 hat eine erste Tiefe in der Seitenwand 202 und das zweite Paar Rasten 224 hat eine zweite Tiefe in der Seitenwand, wobei die zweite Tiefe größer als die erste Tiefe ist.

Wie oben in Bezug auf 7A erläutert, hat der napfförmige Hohlkörper 395 des Hubgriffes 302a einen Rand 397, der mit einem Paar axial verlaufender Vorsprünge 396 versehen ist. Der Durchmesser des Randes 397 ist ungefähr der gleiche wie der Abstand zwischen den Teilen von jedem Paar Rasten. Die axial verlaufenden Vorsprünge 396 haben ebenso im wesentlichen den gleichen Abstand und können somit in jedes Paar Rasten 222, 224 eingeführt werden.

Wenn die axial verlaufenden Vorsprünge 396 in das zweite Paar Rasten 224 (das tiefere Paar) eingeführt werden, kann der Hubgriff 302a näher an dem ersten Kanal 374 der ausschaltbaren Rückhalte-/Führungsvorrichtung 300a angeordnet werden, und somit ist sein zugehöriger Tauchkolben 384 in der Lage, in die tiefere zweite Bahn 378 einzutreten und an den zweiten Tauchkolbenanschlag 379 zu stoßen. Wenn die ausschaltbare Rückhalte-/Führungsvorrichtung 300a aus der aufgerichteten Stellung in die ausgeschaltete Stellung gezwungen wird, stößt in einem solchen Fall der zugehörige Tauchkolben 384 an den zweiten Tauchkolbenanschlag 379 und blockiert die Vorrichtung in der ausgeschalteten Stellung.

Andererseits, wenn die axial verlaufenden Vorsprünge 396 in das erste Paar Rasten 222 (das flachere Paar) eingeführt werden, ist der Hubgriff 302a etwas weiter von dem ersten Kanal 374 der ausschaltbaren Rückhalte-/Führungsvorrichtung entfernt angeordnet, und somit ist sein zugehöriger Tauchkolben 384 nicht mehr in der Lage, in die tiefere zweite Bahn 378 einzutreten oder an den zweiten Tauchkolbenanschlag 379 zu stoßen. In einem solchen Fall, wenn die ausschaltbare Rückhalte-/Führungsvorrichtung 300a aus der aufgerichteten Stellung in die ausgeschaltete Stellung gezwungen wird, stößt der zugehörige Tauchkolben 384 nicht an den zweiten Tauchkolbenanschlag 379 und somit kehrt die Vorrichtung in die aufgerichtete Stellung aus der ausgeschalteten Stellung zurück, wenn die ULD oder ein anderer Gegenstand nicht mehr die ausschaltbare Rückhalte-/Führungsvorrichtung 300a nach unten drückt.

Es ist somit aus dem Vorstehenden ersichtlich, dass man das Blockieren in der ausgeschalteten Stellung wahlweise einschalten oder ausschalten kann, indem man einfach (a) den Hubgriff 302a leicht herauszieht, bis seine Vorsprünge 396 frei von dem Paar Rasten 222, 224, die sie besetzen, sind, (b) den Hubgriff um 90° dreht und (c) den Vorsprüngen 396 gestattet, in das andere Paar Rasten 224, 222 einzudringen.

Die Mittellinie-Rückhaltevorrichtung der vorliegenden Erfindung schafft einen seitlichen und vertikalen Rückhalt von 88 Zoll breiten ULDs und auch 96 Zoll breiten ULDs.

Wie aus der obigen Beschreibung ersichtlich ist, hat bei der Mittellinien-Rückhaltevorrichtung der vorliegenden Erfindung die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung eine konstante Drehachse, die sich nicht seitwärts entlang der Längsachse der Mittellinie-Rückhaltevorrichtung bewegt. Die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung ist somit in der Lage, sich an Ort und Stelle zwischen einer eingefahrenen Stellung, einer aufgerichteten Stellung und einer ausgeschalteten Stellung zu drehen. Dies unterscheidet sich von vorbekannten Konstruktionen, bei denen ein Gleitmechanismus benötigt wird, um die Achse der ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtung entlang der Längsachse seitwärts zu bewegen. Außerdem kann bei der Mittellinie-Rückhaltevorrichtung der vorliegenden Erfindung die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung wahlweise so gestaltet sein, dass sie entweder (a) an Ort und Stelle blockiert ist, wenn sie einmal in die ausgeschaltete äußere Stellung gezwungen ist, oder (b) nach oben zurückspringen kann, nachdem sie vorübergehend in die ausgeschaltete äußere Stellung gezwungen worden ist.

Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass, wenn die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung in der ausgeschalteten äußeren Stellung ist, kein Teil der ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtung über die Aufstandsfläche des Unterteils hinausragt. Dies unterscheidet sich von vorbekannten Konstruktionen, die einen zusätzlichen Spielraum zwischen den Teilen benötigen, der Bereiche mit verringerter Festigkeit in der Mittellinie-Rückhaltevorrichtung schaffen könnte.

Schließlich wird bei der Mittellinie-Rückhaltevorrichtung der vorliegenden Erfindung die Reaktionskraft der Fluglast in die vertikalen Wände des Unterteils über die zurückziehbaren Tauchkolben und Stiftbefestigungen geleitet. Dies unterscheidet sich von vorbekannten Konstruktionen, bei denen die Reaktionskraft der Lasten in den Boden des Unterteils geht, wobei oft ein dickeres Unterteil erforderlich ist.


Anspruch[de]
Ausschaltbare Führungs- und Vertikal-Rückhaltevorrichtung für ein Luftfrachtsystem, gekennzeichnet durch einen Führungskörper (308), der um eine erste Drehachse (A) drehbar ist und eine erste Seite (310) und eine zweite Seite (312) hat, wobei die beiden Seiten (310, 312) axial entlang der ersten Drehachse (A) voneinander beabstandet sind, und durch eine Vertikal-Rückhaltevorrichtung (320), die an dem Führungskörper (308) befestigt ist, wobei die erste Seite (310) einen ersten Kanal (374) mit einem ersten und einem zweiten Anschlag (377, 379) aufweist, der erste und der zweite Anschlag (377, 379) voneinander beabstandet sind und die zweite Seite (312) einen zweiten Kanal (370) aufweist, der einen dritten Anschlag (372) hat. Ausschaltbare Führungs- und Vertikal-Rückhaltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Seite einen ersten Schenkel (310) und die zweite Seite einen zweiten Schenkel (312) aufweist. Ausschaltbare Führungs- und Vertikal-Rückhaltevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Anschlag (377, 379) auf unterschiedlichen axialen Tiefen und entlang des ersten Kanals (374) voneinander beabstandet sind. Ausschaltbare Führungs- und Vertikal-Rückhaltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kanal (374) eine erste Bahn (376) geringer Tiefe, die in dem ersten Anschlag (377) endet, und eine zweite Bahn (378) größerer Tiefe, die in dem zweiten Anschlag (379) endet, aufweist. Ausschaltbare Führungs- und Vertikal-Rückhaltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Anschlag (379), an der ersten Drehachse (A) entlang, weiter innen als der erste Anschlag (377) ist. Ausschaltbare Führungs- Vertikal-Rückhaltevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Kanal (370) eine dritte Bahn (371) geringer Tiefe, die in dem dritten Anschlag (372) endet, aufweist, und die dritte Bahn (371) geringer Tiefe und die erste Bahn (376) geringer Tiefe annähernd die gleiche Tiefe haben. Ausschaltbare Führungs- Vertikal-Rückhaltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Anschlag (372) und der erste Anschlag (377) annähernd um die gleiche Strecke nach innen entlang der ersten Drehachse (A) von ihren jeweiligen Seiten (310, 312) entfernt sind. Mittellinie-Rückhaltevorrichtung für ein Luftfrachtsystem, gekennzeichnet durch ein Unterteil (200) und mindestens eine ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung (300a), die an dem Unterteil (200) drehbar entlang einer ersten Drehachse (A) angeordnet ist, wobei die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung (300a) um die erste Drehachse (A) zwischen einer eingefahrenen Stellung, einer aufgerichteten Stellung und einer ausgeschalteten Stellung drehbar ist. Mittellinie-Rückhaltevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Endabschnitt einer Vertikal-Rückhaltevorrichtung (320), die zu der ausschaltbaren Führungs-/Rückhaltevorrichtung (300a) gehört, in einen in dem Unterteil (200) gebildeten Ausschnitt (106a) eintritt, wenn die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung (300a) in der ausgeschalteten Stellung ist. Mittellinie-Rückhaltevorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterteil (200) mindestens eine Seitenwand (202) aufweist, die mit zwei Paar Rastern (222, 224) versehen ist, die um ein Loch (210) herum angeordnet sind, wobei ein erstes Paar Rasten (222) eine erste Tiefe in der Seitenwand (202) hat und das zweite Paar Rasten (224) eine zweite Tiefe in der Seitenwand (202) hat. Mittellinie-Rückhaltevorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn die Mittellinie-Rückhaltevorrichtung (100) auf einem Frachtboden montiert ist, die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung (300a) ein genügend niedriges Profil hat, um die Bewegung einer Lasttransporteinheit (ULD) über sie hinweg nicht zu stören, wenn die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung (300a) entweder in der eingefahrenen Stellung oder in der ausgeschalteten Stellung ist. Mittellinie-Rückhaltevorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung (300a) folgendes aufweist: einen Führungskörper (308), der um die erste Drehachse (A) drehbar ist und eine erste Seite (310) und eine zweite Seite (312) hat, wobei die beiden Seiten axial entlang der ersten Drehachse (A) voneinander beabstandet sind; und eine Vertikal-Rückhaltevorrichtung (320), die an dem Führungskörper (308) befestigt ist, wobei die erste Seite (310) einen ersten Kanal (374) aufweist, der einen ersten und einen zweiten Anschlag (377, 379) hat, die beiden Anschläge voneinander beabstandet sind und die zweite Seite (312) einen zweiten Kanal (370) aufweist, der einen dritten Anschlag (372) hat. Mittellinie-Rückhaltevorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Seite einen ersten Schenkel (310) und die zweite Seite einen zweiten Schenkel (312) aufweist. Mittellinie-Rückhaltevorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Anschlag (377, 379) auf unterschiedlichen axialen Tiefen und entlang des ersten Kanals (374) voneinander beabstandet sind. Mittellinie-Rückhaltevorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kanal (374) eine erste Bahn (376) geringer Tiefe, die in dem ersten Anschlag (377) endet, und eine zweite Bahn (378) größerer Tiefe, die in dem zweiten Anschlag (379) endet, aufweist. Mittellinie-Rückhaltevorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Anschlag (379), an der ersten Drehachse (A) entlang, weiter innen als der erste Anschlag (377) ist. Mittellinie-Rückhaltevorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Kanal (370) eine dritte Bahn (371) geringer Tiefe, die in dem dritten Anschlag (372) endet, aufweist, und die dritte Bahn (371) geringer Tiefe und die erste Bahn (376) geringer Tiefe annähernd die gleiche Tiefe haben. Mittellinie-Rückhaltevorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Anschlag (372) und der erste Anschlag (377) annähernd um die gleiche Strecke nach innen entlang der ersten Drehachse (A) von ihren jeweiligen Seiten (310, 312) entfernt sind. Mittellinie-Rückhaltevorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 18, ferner gekennzeichnet durch

einen ersten Tauchkolben (382), der so gestaltet ist, dass er wahlweise an den ersten oder zweiten Anschlag (377, 379) stößt, je nachdem, in welcher Stellung die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung ist; und

einen zweiten Tauchkolben (382), der so gestaltet ist, dass er wahlweise an den dritten Anschlag (372) stößt, je nachdem, in welcher Stellung die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung ist.
Mittellinie-Rückhaltevorrichtung nach Anspruch 19, gekennzeichnet ferner durch einen ersten und einen zweiten Hubgriff (302a, 304a), die wirkmäßig mit dem ersten bzw. zweiten Tauchkolben (382) verbunden sind, wobei der erste und der zweite Hubgriff (302a, 304a) so gestaltet sind, dass sie, wenn sie betätigt werden, die Wirkung haben, dass die ausschaltbare Führungs-/Rückhaltevorrichtung (300a) zwischen einer Stellung und einer weiteren Stellung umschaltet.






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