PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006053502A1 31.05.2007
Titel Elektrowerkzeug, insbesondere Akku-Elektrowerkzeug
Anmelder Marquardt GmbH, 78604 Rietheim-Weilheim, DE
Erfinder Bachmann, Peter, 78647 Trossingen, DE;
Broghammer, Peter, 78573 Wurmlingen, DE;
Hügli, Roger, Bronschhofen, CH
DE-Anmeldedatum 14.11.2006
DE-Aktenzeichen 102006053502
Offenlegungstag 31.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2007
IPC-Hauptklasse H02J 7/00(2006.01)A, F, I, 20061114, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H02P 7/29(2006.01)A, L, I, 20061114, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Elektrowerkzeug (1) mit einem Elektrowerkzeug-Gehäuse (2), mit einem im Elektrowerkzeug-Gehäuse (2) befindlichen Elektromotor (3) und mit einem Energiespeicher (4), insbesondere in der Art eines Akkus, für die Energieversorgung des Elektromotors (3). Der Energiespeicher (4) kann ein Energiespeicher-Gehäuse (5) aufweisen, das im und/oder am Elektrowerkzeug-Gehäuse (2) befestigbar ist. Das Elektrowerkzeug (1) besitzt weiter ein mittels eines Betätigungsorgans (7) betätigbares Schaltmittel (8) zum Schalten der Energieversorgung des Elektromotors (3) durch den Energiespeicher (4). Der Energiespeicher (4) ist mittels einer Ladeelektronik (13) aufladbar, wobei die Ladeelektronik (13) im und/oder am Elektrowerkzeug-Gehäuse (2) angeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Elektrowerkzeug nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Bei solchen, insbesondere als Akku-Elektrowerkzeug, ausgestalteten Elektrowerkzeugen handelt es sich um Bohrmaschinen, Schraubmaschinen, Winkelschleifer, Hobel, Fräsen oder dergleichen.

Ein solches, aus der DE 196 04 346 A1 bekanntes Elektrowerkzeug besitzt ein Elektrowerkzeug-Gehäuse, in dem sich ein Elektromotor befindet. Zur Energieversorgung des Elektromotors dient ein Energiespeicher, und zwar ein Akku, der wiederum ein Energiespeicher-Gehäuse aufweist. Mit Hilfe eines manuell betätigbaren Betätigungsorgans ist ein Schaltmittel für die Energieversorgung des Elektromotors schaltbar.

In herkömmlicher Weise ist das Energiespeicher-Gehäuse im und/oder am Elektrowerkzeug-Gehäuse befestigbar. Zum Aufladen des Energiespeichers wird das Energiespeicher-Gehäuse aus dem Elektrowerkzeuggehäuse entnommen und in einer separaten Ladestation mittels einer Ladeelektronik aufgeladen. Die Verwendung einer zusätzlichen Ladestation ist aufwendig und wenig flexibel.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Elektrowerkzeug, insbesondere im Hinblick auf das Aufladen des Energiespeichers, zu vereinfachen.

Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Elektrowerkzeug durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Beim erfindungsgemäßen Elektrowerkzeug ist die Ladeelektronik im und/oder am Elektrowerkzeug-Gehäuse angeordnet. Vorteilhafterweise entfällt damit die bisher benötigte separate Ladestation. Eine Schalteranordnung für ein solcherart ausgestaltetes Elektrowerkzeug besteht somit aus einem im und/oder am Schaltergehäuse befindlichen Betätigungsorgan und/oder Schaltmittel sowie einer Ladeelektronik für den Energiespeicher. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Zweckmäßigerweise ist das Energiespeicher-Gehäuse im und/oder am Elektrowerkzeug-Gehäuse, und zwar bevorzugterweise an dessen Handgriff durch Einschieben, Einstecken o. dgl. befestigbar. Dadurch läßt sich bei Bedarf ein leichtes Auswechseln des Energiespeichers bewerkstelligen. Genausogut ist jedoch auch eine feste und folglich nicht auswechselbare Anordnung des Energiespeichers im Elektrowerkzeug-Gehäuse möglich. Diese Anordnung wird von der im und/oder am Elektrowerkzeug-Gehäuse befindlichen Ladeelektronik unterstützt.

Das Schaltmittel mitsamt dem Betätigungsorgan kann in kostengünstiger Weise als elektrischer Schalter ausgestaltet sein. Der elektrische Schalter weist üblicherweise ein Schaltergehäuse auf, so daß der Schalter als vormontierbare Baueinheit ausgestaltet ist. Dadurch ist eine einfache Montage im Elektrowerkzeug-Gehäuse ermöglicht. Es bietet sich dann weiterhin an, die Ladeelektronik dem Schalter zuzuordnen, womit eine weitere Vereinfachung der Montage gegeben ist. Kosteneinsparungen sowie ein verbesserter Schutz der Ladeelektronik vor Beschädigung sind dadurch erzielbar, daß die Ladeelektronik im Schaltergehäuse befindlich ist.

In herkömmlicher Weise kann der Schalter ein elektromechanisches Kontaktsystem als Schaltmittel aufweisen. Das Betätigungsorgan wirkt mittels eines Übertragungsmittels, bei dem es sich beispielsweise um einen in das Schaltergehäuse hineinreichenden Stößel handeln kann, auf das elektromechanische Kontaktsystem ein. Dadurch überträgt das Übertragungsmittel die Bewegung des Betätigungsorgans auf das elektromechanische Kontaktsystem, wobei das Kontaktsystem dementsprechend geschaltet wird.

Ebensogut kann es sich bei dem Schaltmittel des Schalters auch um einen in vorteilhafter Weise verschleißfrei arbeitenden Sensor, wie einen Kraftsensor, einen Hallsensor, einen magnetoresistiven Sensor o. dgl., handeln. Ein derartiger Sensorschalter gestattet darüber hinaus eine kompakte, platzsparende Anordnung im Elektrowerkzeug-Gehäuse. Die Einwirkung des Betätigungsorgans auf das Schaltmittel kann entsprechend den Gegebenheiten im Elektrowerkzeug-Gehäuse durch ein sowohl mit dem Betätigungsorgan als auch mit dem Schaltmittel zusammenwirkendes und/oder in Wirkverbindung bringbares Übertragungsmittel erfolgen, das die Bewegung des Betätigungsorgans beispielsweise über ein elastisches Element auf den Sensor überträgt. Vorteilhafterweise läßt sich dadurch das Betätigungsorgan weitgehend ohne Restriktionen an der gewünschten Stelle im und/oder am Elektrowerkzeug-Gehäuse anordnen, so daß die Ergonomie für den Benutzer verbessert wird.

In bekannter Weise kann das Schaltmittel mit einer Elektronik zur Steuerung und/oder Regelung der Energieversorgung für den Elektromotor in Verbindung stehen. Diese Elektronik kann in der Art einer Pulsweitenmodulation, einer Phasenanschnittsteuerung, einer Phasenabschnittsteuerung o. dgl. arbeiten. Mit Hilfe der Elektronik wird dann der Elektromotor mit einer dem Bewegungsweg des Betätigungsorgans zugeordneten Drehzahl, einem dem Bewegungsweg des Betätigungsorgans zugeordneten Drehmoment o. dgl. betrieben. Es bietet sich nun zur Vereinfachung an, die Elektronik ebenfalls im und/oder am Elektrowerkzeug-Gehäuse, und zwar insbesondere im Schaltergehäuse anzuordnen. Gleichzeitig kann die Elektronik zusätzlich wenigstens als Teil der Ladeelektronik zum Aufladen des Energiespeichers dienen, so daß mit einer derartigen Ausgestaltung eine Kosteneinsparung erzielbar ist.

Es bietet sich an, daß wenigstens Teile der Elektronik und/oder der Ladeelektronik dazu verwendet werden, daß wenigstens eine zusätzliche Funktion für den Betrieb und/oder den Schutz des Energiespeichers ausgeübt wird. Bei dieser zusätzlichen Funktion kann es sich um die Abschaltung, Leistungsbegrenzung o. dgl. des Elektromotors und/oder weiterer elektrischer Verbraucher des Elektrowerkzeugs handeln. Vorteilhafterweise erhält man eine derartige Schutzfunktion zu geringen Kosten, erzielt dabei jedoch eine beträchtliche Verbesserung in der Funktions- sowie Betriebssicherheit des Elektrowerkzeugs. Bei solchen zusätzlichen, die Sicherheit steigernden sowie den Betrieb optimierenden Funktionen kann es sich um die Abschaltung des Elektromotors im Falle einer Unterschreitung der Spannung des Energiespeichers, im Falle einer Unter- und/oder Überschreitung der Temperatur des Energiespeichers, im Falle einer Überschreitung eines Maximalwertes für den Strom des Energiespeichers o. dgl. handeln.

In einer besonders montagefreundlichen Ausgestaltung ist die Elektronik und/oder die Ladeelektronik auf einer Leiterplatte angeordnet. Bevorzugterweise ist die Leiterplatte im Schaltergehäuse befindlich. Dadurch ist die Elektronik und/oder die Ladeelektronik vor Beschädigungen im rauhen Betrieb des Elektrowerkzeugs weitgehend geschützt.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß aufgrund der Anordnung der Ladeelektronik im und/oder am Elektrowerkzeug-Gehäuse auf eine separate Ladestation verzichtet wird. Damit ist die Flexibilität in der Gestaltung des Elektrowerkzeugs erhöht und die Handhabung für den Benutzer vereinfacht. Außerdem ist eine Kosteneinsparung erzielbar.

Desweiteren kann die Ladeelektronik für den Energiespeicher im Schaltergehäuse befindlich sein. Es bietet sich dann an, die Elektronik für die Drehzahlsteuerung und/oder -regelung ebenfalls im Schaltergehäuse unterzubringen, so daß die Ladeelektronik in unmittelbarer Nähe der Elektronik angeordnet werden kann. Desweiteren kann die Ladeelektronik wenigstens zum Teil für die Elektronik zur Drehzahlsteuerung und/oder -regelung mitverwendet werden, so daß hierdurch zusätzliche Kosteneinsparungen erzielbar sind. Da nur eine Platine für die Elektronik beziehungsweise Elektroniken notwendig ist, können nochmals weitere Kosten gespart werden.

Schließlich wird auch der Verdrahtungsaufwand im Elektrowerkzeug durch die Integration der Ladeelektronik minimiert. So ist der Elektromotor über den Schalter mit dem Energiespeicher kontaktierbar, wodurch Zuleitungen eingespart werden sowie die Fehler- und Ausfallsicherheit gesteigert ist. Desweiteren sind Zusatzfunktionen für das Elektrowerkzeug in einfacher Weise auf der Platine implementierbar, beispielsweise kann eine zusätzliche Elektronik im Schalter zur Abschaltung der Akkuspannung bei Überlastung dienen. In kostengünstiger Weise lassen sich wenigstens Teile der Ladeelektronik und/oder Elektronik für diese zusätzlichen Funktionen mitverwenden, gegebenenfalls können diese zusätzlichen Funktionen sogar ohne weitere Kosten in die bereits vorhandene Elektronik für die Steuerung beziehungsweise Regelung des Elektromotors und/oder für die Steuerung der Ladefunktion integriert werden.

Zusammenfassend läßt sich zum erfindungsgemäßen Elektrowerkzeug sagen, daß sich anders als bei der bisherigen Anordnung die Ladeelektronik für den Akkupack komplett im Elektrowerkzeug-Gehäuse befindet. Diese Anordnung eignet sich besonders für neue Akkutechnologien, beispielsweise für Li-Ionen- oder Li-Polymer-Technologien, bei denen eine zusätzliche Elektronik für das Laden des Akkupacks notwendig ist. Diese Elektronikbaugruppe im Elektrowerkzeug-Gehäuse wird erfindungsgemäß auch zur Drehzahleinstellung des Elektromotors verwendet, so daß auf die bisher übliche separate Elektronik für die Drehzahlverstellung verzichtet werden kann. Dadurch wird sowohl die Wirtschaftlichkeit als auch die Ergonomie gesteigert.

Ausführungsbeispiele der Erfindung mit verschiedenen Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen

1 ein Elektrowerkzeug mit einem Energiespeicher in teilweiser aufgebrochener Darstellung,

2 den Schalter des Elektrowerkzeugs gemäß einer ersten Ausführung in schematischer Ansicht sowie in aufgebrochener Darstellung und

3 den Schalter gemäß einer zweiten Ausführung in schematischer Ansicht sowie in aufgebrochener Darstellung.

In 1 ist ein Elektrowerkzeug 1, bei dem es sich um eine Akku-Bohrmaschine handelt, gezeigt. Das Elektrowerkzeug 1 besitzt ein Elektrowerkzeug-Gehäuse 2 mit einer Werkzeugaufnahme 21 für das Werkzeug 22, beispielsweise einen Bohrer. Im Elektrowerkzeug-Gehäuse 2 befindet sich ein in 1 schematisch angedeuteter Elektromotor 3 zum Antrieb der Werkzeugaufnahme 21. Für die Energieversorgung des Elektromotors 3 dient ein Energiespeicher 4, bei dem es sich insbesondere um eine Art von Akku für die Spannungsversorgung des Elektromotors 3 handelt. Der Energiespeicher 4 weist ein Energiespeicher-Gehäuse 5 auf, das im und/oder am Elektrowerkzeug-Gehäuse 2 wechselbar befestigbar ist, und zwar durch Einstecken in den Handgriff 6 am Elektrowerkzeug-Gehäuse 2.

Das Elektrowerkzeug 1 weist ein Betätigungsorgan 7 zum Betätigen eines Schaltmittels 8 für die Energieversorgung des Elektromotors 3 auf. Das Betätigungsorgan 7 ist vom Benutzer gegen die Kraft einer in 2 lediglich schematisch gezeigten Druckfeder 11 durch eine Druckbewegung manuell betätigbar, um so die Spannungsversorgung für den Elektromotor 3 ein- und/oder auszuschalten. Das Betätigungsorgan 7 wirkt über einen Stößel 9 auf das Schaltmittel 8 ein. Das Betätigungsorgan 7 ist zusammen mit dem Schaltmittel 8 als ein elektrischer Schalter 10 mit einem Schaltergehäuse 12 ausgestaltet, das wiederum in das Elektrowerkzeug-Gehäuse 2 eingesetzt wird. Bei dem in 2 schematisch angedeuteten Schaltmittel 8 handelt es sich um ein in herkömmlicher Art und Weise ausgebildetes elektromechanisches Kontaktsystem, auf das das Betätigungsorgan 7 mittels des in das Schaltergehäuse 12 hineinragenden Stößels 9 als Übertragungsmittel einwirkt. Der Stößel 9 überträgt dabei die Bewegung des Betätigungsorgans 7 auf das Kontaktsystem zum Ein- und/oder Ausschalten des Elektromotors 3. Mittels Steckkontakten 20, welche in 1 zu sehen sind, kontaktiert der im Handgriff 6 eingesteckte Energiespeicher 4 den Schalter 10 zur Spannungsversorgung des Elektromotors 3.

Im Verlaufe des Betriebs des Elektrowerkzeugs 1 entlädt sich der Energiespeicher 4. Der Energiespeicher 4 ist daher mittels einer Ladeelektronik 13 aufladbar. Entgegen der bisherigen Anordnung, bei der die Ladeelektronik in einer vom Elektrowerkzeug separaten Ladestation befindlich ist, ist erfindungsgemäß die Ladeelektronik 13 im und/oder am Elektrowerkzeug-Gehäuse 2 angeordnet, wie man der 1 entnimmt. Zweckmäßigerweise ist die Ladeelektronik 13 dem Schalter 10 zugeordnet. Um die Ladeelektronik 13 vor Beschädigungen zu schützen, kann es sich weiterhin anbieten, daß diese im Schaltergehäuse 12 befindlich ist, wie in 2 gezeigt ist. Selbstverständlich kann anstelle des einsteckbaren Energiespeichers 4 auch ein im Elektrowerkzeug-Gehäuse 2 fest angeordneter Energiespeicher Verwendung finden, was jedoch nicht näher gezeigt ist.

Anstelle eines herkömmlichen elektromechanischen Schalters kann es sich auch um einen Sensorschalter handeln, der mit einem Sensor 14, wie einen Kraftsensor, einen Hallsensor, einen magnetoresistiven Sensor, einen kapazitiven Drucksensor o. dgl., als Schaltmittel 8 arbeitet, wie in 3 zu sehen ist. Das einen Stößel 9 aufweisende Betätigungsorgan 7 ist wiederum gegen die Kraft einer Druckfeder 11 bewegbar. Ein sowohl mit dem Betätigungsorgan 7 als auch mit dem Schaltmittel 8 zusammenwirkendes und/oder in Wirkverbindung bringbares Übertagungsmittel 15 überträgt die Bewegung des Betätigungsorgans 7 auf das Schaltmittel 8. Als Übertagungsmittel 15 dient eine Blattfeder, die in etwa mittig an einer Einspannstelle 16 befestigt ist. Ein Ende der Blattfeder 15 steht mit dem Stößel 9 in Verbindung, während das andere Ende der Blattfeder 15 über ein elastisches Element 17 auf den Sensor 14 einwirkt. Der Sensor 14 ist in etwa senkrecht abstehend auf einer Leiterplatte 18 angebracht. Auch hier kann das Schaltmittel 8 mitsamt dem Sensor 14 und gegebenenfalls der Leiterplatte 18 in einem Schaltergehäuse 12 des Schalters 10 angeordnet sein.

Falls gewünscht kann die Drehzahl des Elektromotors 3 steuer- und/oder regelbar sein, so daß die Drehzahl entsprechend dem Verstellweg des Betätigungsorgans 7, der vom Benutzer durch Drücken am Betätigungsorgan 7 erzeugt wird, eingestellt wird. Das Schaltmittel 8 steht dann mit einer in 1 schematisch angedeuteten Elektronik 19 zur Steuerung und/oder Regelung der Spannungsversorgung für den Elektromotor 3 in Verbindung. Die Elektronik 19 kann in der An einer Pulsweitenmodulation-Schaltung ausgestaltet sein, falls der Elektromotor 3 mit Gleichspannung betrieben wird. Bei einem mit Wechselspannung betriebenen Elektromotor 3 eignet sich eine Phasenanschnittsteuerung, eine Phasenabschnittsteuerung o. dgl. als Elektronik 19. Selbstverständlich kann der Elektromotor 3 auch mit einem dem Verstellweg des Betätigungsorgans 7 zugeordneten Drehmoment o. dgl. mittels der Elektronik 19 betreibbar sein.

Die Elektronik 19 ist im und/oder am Elektrowerkzeug-Gehäuse 2 befindlich, bevorzugterweise ist diese jedoch im Schaltergehäuse 12 angeordnet, wie der 2 oder

3 zu entnehmen ist. Es bietet sich dann an, daß die Elektronik 19 und/oder die zum Aufladen des Energiespeichers 4 dienende Ladeelektronik 13 auf der Leiterplatte 18 angeordnet ist, wobei die Leiterplatte 18 ebenfalls im Schaltergehäuse 12 befindlich ist. Gegebenenfalls können elektrische und/oder elektrische Bauteile sowohl für die Elektronik 19 als auch für die Ladeelektronik 13 gleichzeitig verwendet werden, so daß sich die Elektronik 19 zusätzlich wenigstens als Teil der Ladeelektronik 13 zum Aufladen des Energiespeichers 4 mitverwenden läßt.

Weiter lassen sich wenigstens Teile der Elektronik 19 und/oder der Ladeeelektronik 13 zur Ausübung wenigstens einer zusätzlichen Funktion für den Betrieb und/oder den Schutz des Energiespeichers 4 verwenden. Der Energiespeicher 4 läßt sich vor Funktionsausfall wirksam schützen, indem die Abschaltung, die Leistungsbegrenzung o. dgl. des Elektromotors 3 und/oder weiterer elektrischer Verbraucher des Elektrowerkzeugs 1 bei Auftreten einer Überlastung vorgenommen wird. Bei dieser der Betriebssicherheit des Elektrowerkzeugs 1 förderlichen sowie dessen Lebensdauer steigernden zusätzlichen Funktion kann es sich um die Abschaltung beziehungsweise Leistungsbegrenzung des Elektromotors 3 im Falle einer Unterschreitung der Spannung des Energiespeichers 4, einer Unter- und/oder Überschreitung der Temperatur des Energiespeichers 4, einer Überschreitung eines Maximalwertes für den Strom des Energiespeichers 4 o. dgl. handeln.

Um eine Unterschreitung der Spannung des Energiespeichers 4 zu detektieren, kann die Spannung des Energiespeichers 4 mit geeigneten Mitteln auf die Spannung der Steuereinheit, beispielsweise der Elektronik 19 und/oder Ladeelektronik 13 normiert werden. Beispielsweise läßt sich dafür ein Widerstandsteiler verwenden. Um eine Unter- und/oder Überschreitung der Temperatur des Energiespeichers 4 festzustellen, kann die Temperatur des Energiespeichers 4 mit geeigneten Mitteln gemessen werden. Beispielsweise eignet sich hierzu ein NTC-Widerstand.

Um eine Überschreitung eines Maximalwertes für den Strom des Energiespeichers 4 zu bestimmen, kann der Strom über den Spannungsabfall eines elektronischen Leistungsschalters in der Elektronik 19 und/oder in der Ladeelektronik 13 gemessen und ausgewertet werden. Da der Spannungsabfall des elektronischen Leistungsschalters eine Funktion des Stromes, der Temperatur und/oder der Ansteuerung darstellt, bietet es sich an, die Temperaturabhängigkeit zu kompensieren, um den Strom in angemessener Genauigkeit zu erfassen. Die Temperatur wird mit einem geeigneten Temperatursensor, beispielsweise einem NTC-Widerstand, erfaßt, der unmittelbar am elektronischen Leistungsschalter angeordnet ist. Alternativ kann der Strom über einen Shunt-Widerstand oder einen berührungslosen Stromsensor erfaßt werden. Auch der Innenwiderstand des Energiespeichers 4 kann für eine Strommessung herangezogen werden, indem die Spannung des Energiespeichers 4 bei Leerlauf und unter Last gemessen wird. Mittels des bekannten Innenwiderstands des Energiespeichers 4 kann dann der Strom berechnet werden.

Der mittels der Temperatur- und/oder Strommessung am elektronischen Leistungsschalter ermittelte Meßwert kann verwendet werden, um den elektronischen Leistungsschalter vor Zerstörung aufgrund von Überlastung zu schützen. Dies kann durch Ausschalten oder Begrenzung der Ausgangsleistung des Elektromotors 3 erreicht werden, wenn der Meßwert einen vorgegebenen Maximalwert übersteigt.

Die Schalteranordnung für ein Elektrowerkzeug 1 gemäß der vorstehenden Beschreibung besteht somit aus dem im und/oder am Schaltergehäuse 12 befindlichen Betätigungsorgan 7 und/oder dem im Schaltergehäuse 12 befindlichen Schaltmittel 8 sowie einer zugeordneten Ladeelektronik 13 für ein Elektrowerkzeug 1. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die beschriebenen und dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Sie umfaßt vielmehr auch alle fachmännischen Weiterbildungen im Rahmen der durch die Patentansprüche definierten Erfindung. So kann die Erfindung, insbesondere die beschriebene Schalteranordnung, nicht nur bei Akku-Elektrowerkzeugen sondern auch bei sonstigen Elektrogeräten, die mit einem Energiespeicher versehen sind, wie Elektrohaushaltsgeräten, Elektrogartengeräten, Werkzeugmaschinen o. dgl., Verwendung finden.

1
Elektrowerkzeug
2
Elektrowerkzeug-Gehäuse
3
Elektromotor
4
Energiespeicher
5
Energiespeicher-Gehäuse
6
Handgriff
7
Betätigungsorgan
8
Schaltmittel
9
Stößel
10
elektrischer Schalter
11
Druckfeder
12
Schaltergehäuse
13
Ladeelektronik
14
Sensor
15
Übertragungsmittel/Blattfeder
16
Einspannstelle
17
elastisches Element
18
Leiterplatte
19
Elektronik (für die Drehzahl)
20
Steckkontakt
21
Werkzeugaufnahme
22
Werkzeug


Anspruch[de]
Elektrowerkzeug, insbesondere Akku-Elektrowerkzeug, mit einem Elektrowerkzeug-Gehäuse (2), mit einem im Elektrowerkzeug-Gehäuse (2) befindlichen Elektromotor (3), mit einem Energiespeicher (4), insbesondere in der Art eines Akkus, für die Energieversorgung des Elektromotors (3), sowie mit einem mittels eines Betätigungsorgans (7) betätigbaren Schaltmittel (8) für die Energieversorgung des Elektromotors (3), wobei insbesondere der Energiespeicher (4) ein Energiespeicher-Gehäuse (5) aufweist, und wobei der Energiespeicher (4) mittels einer Ladeelektronik (13) aufladbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladeelektronik (13) im und/oder am Elektrowerkzeug-Gehäuse (2) angeordnet ist. Elektrowerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Energiespeicher-Gehäuse (5) im und/oder am Elektrowerkzeug-Gehäuse (2), bevorzugterweise an dessen Handgriff (6), insbesondere wechselbar, befestigbar ist. Elektrowerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Energiespeicher (4) im Elektrowerkzeug-Gehäuse (2) fest angeordnet ist. Elektrowerkzeug nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltmittel (8) mitsamt dem Betätigungsorgan (7) als elektrischer Schalter (10) ausgestaltet ist, daß vorzugsweise der elektrische Schalter (10) ein Schaltergehäuse (12) aufweist, daß weiter vorzugsweise die Ladeelektronik (13) dem Schalter (10) zugeordnet ist, und daß noch weiter vorzugsweise die Ladeelektronik (13) im Schaltergehäuse (12) befindlich ist. Elektrowerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (10) ein elektromechanisches Kontaktsystem als Schaltmittel (8) aufweist, daß vorzugsweise das Betätigungsorgan (7) mittels eines Übertragungsmittels, beispielsweise eines in das Schaltergehäuse (12) hineinreichenden Stößels (9), auf das elektromechanische Kontaktsystem einwirkt, und daß weiter vorzugsweise das Übertragungsmittel die Bewegung des Betätigungsorgans (7) auf das elektromechanische Kontaktsystem überträgt. Elektrowerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (10) einen Sensor (14), wie einen Kraftsensor, einen Hallsensor, einen magnetoresistiven Sensor o. dgl., als Schaltmittel (8) aufweist, daß vorzugsweise ein sowohl mit dem Betätigungsorgan (7) als auch mit dem Schaltmittel (8) zusammenwirkendes und/oder in Wirkverbindung bringbares Übertragungsmittel (15) die Bewegung des Betätigungsorgans (7) auf das Schaltmittel (8) überträgt, und daß weiter vorzugsweise das Übertragungsmittel (15) über ein elastisches Element (17) auf den Sensor (14) einwirkt. Elektrowerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltmittel (8) mit einer Elektronik (19) zur Steuerung und/oder Regelung der Energieversorgung, insbesondere in der Art einer Pulsweitenmodulation, einer Phasenanschnittsteuerung, einer Phasenabschnittsteuerung o. dgl., in Verbindung steht, und zwar bevorzugterweise derart daß der Elektromotor (3) mit einer dem Bewegungsweg des Betätigungsorgans (7) zugeordneten Drehzahl, einem dem Bewegungsweg des Betätigungsorgans (7) zugeordneten Drehmoment o. dgl. betreibbar ist, daß vorzugsweise die Elektronik (19) im und/oder am Elektrowerkzeugs-Gehäuse (2), insbesondere im Schaltergehäuse (12), angeordnet ist, und daß weiter vorzugsweise die Elektronik (19) zusätzlich wenigstens als Teil der Ladeelektronik (13) zum Aufladen des Energiespeichers (4) mitverwendet ist. Elektrowerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektronik (19) und/oder die Ladeelektronik (13) auf einer Leiterplatte (18) angeordnet ist, und daß vorzugsweise die Leiterplatte (18) im Schaltergehäuse (12) befindlich ist. Elektrowerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine zusätzliche Funktion für den Betrieb und/oder den Schutz des Energiespeichers (4) durch wenigstens Teile der Elektronik (19) und/oder der Ladeeelektronik (13) ausübbar ist, insbesondere durch die Abschaltung, die Leistungsbegrenzung o. dgl. des Elektromotors (3) und/oder weiterer elektrischer Verbraucher des Elektrowerkzeugs (1). Elektrowerkzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der zusätzlichen Funktion um die Abschaltung beziehungsweise Leistungsbegrenzung des Elektromotors (3) im Falle einer Unterschreitung der Spannung des Energiespeichers (4), einer Unter- und/oder Überschreitung der Temperatur des Energiespeichers (4), einer Überschreitung eines Maximalwertes für den Strom des Energiespeichers (4) o. dgl. handelt. Schalteranordnung bestehend aus einem im und/oder am Schaltergehäuse (12) befindlichen Betätigungsorgan (7) und/oder Schaltmittel (8) sowie einer Ladeelektronik (13) für ein Elektrowerkzeug (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com