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Dokumentenidentifikation DE102006055407A1 31.05.2007
Titel OLED-Schutzvorrichtung
Anmelder INGLAS Innovative Glassysteme GmbH & Co. KG, 88048 Friedrichshafen, DE
Erfinder Meisel, Thomas, Dr., 88697 Bermatingen, DE;
Braun, Rüdiger, Dr., 88048 Friedrichshafen, DE;
Arnold, Manfred, Dr., 88074 Meckenbeuren, DE
Vertreter Patentanwälte Eisele, Dr. Otten, Dr. Roth & Dr. Dobler, 88212 Ravensburg
DE-Anmeldedatum 22.11.2006
DE-Aktenzeichen 102006055407
Offenlegungstag 31.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2007
IPC-Hauptklasse H01L 51/52(2006.01)A, F, I, 20061122, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H01L 27/32(2006.01)A, L, I, 20061122, B, H, DE   G09F 13/22(2006.01)A, L, I, 20061122, B, H, DE   F21K 2/00(2006.01)A, L, I, 20061122, B, H, DE   G09F 9/33(2006.01)A, L, I, 20061122, B, H, DE   
Zusammenfassung Es wird eine OLED-Schutzvorrichtung vorgeschlagen, die mechanisch robust ist, ohne auf die Eigenschaften wie transparent und flächiges Erscheinungsbild der OLED-Elemente zu verzichten. Eine erfindungsgemäße Schutzvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass das OLED-Element (5) im Zwischenraum (4) zwischen zwei Scheiben (1, 2) angeordnet ist, von denen wenigstens eine lichttransparent ist, und dass der Zwischenraum (4) zwischen den beiden Scheiben (1, 2) versiegelt ist.

Beschreibung[de]

Flächige Leuchtelemente sind beispielsweise zu Beleuchtungszwecken als Leuchte oder für Anzeigen, beispielsweise als Flachmonitore, bekannt. Bei Monitoren besteht in der Regel ein Schichtaufbau, wobei eine LCD-Scheibe vor einer zugehörigen Leuchte angeordnet ist.

Weiterhin sind mittlerweile sog. organische Leuchtdioden, sog. OLED, bekannt geworden. Derartige OLED bestehen in der Regel aus einem dünnen Glassubstrat, auf dem die. Funktionsschichten der OLED liegen. Diese Funktionsschichten werden mit einem dünnen Abdeckglas oder transparenten Deckschichten überdeckt und hermetisch verschlossen. Dabei können auch mehrere transparente Schichten vorgesehen werden, so dass ein OLED-Verbundelement vorliegt, wie z.B. in der WO 2004/114429 A1 beschrieben.

Derartige OLED-Elemente sind mechanisch sehr empfindlich. Auch der Schutz auf der Funktionsschicht, die sehr empfindlich gegenüber Sauerstoff und Feuchtigkeit ist, ist auf die begrenzten Eigenschaften der Versiegelung des Deckglases beschränkt.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine OLED-Schutzvorrichtung vorzuschlagen, die mechanisch robust ist, ohne auf die Eigenschaften wie Transparenz und flächiges Erscheinungsbild der OLED-Element zu verzichten.

Dementsprechend zeichnet sich eine erfindungsgemäße Schutzvorrichtung mit wenigstens einem OLED-Element als Funktionsmittel, z.B. als Leuchtmittel oder Sensorelement dadurch aus, dass das OLED-Element, das, wie oben angeführt, selbst ein Verbundelement ist, in einem Zwischenraum zwischen zwei Scheiben angeordnet ist, von denen wenigstens eine transparent ist. Ein OLED-Element im Sinne der vorliegenden Erfindung ist eine komplette hermetisch versiegelte Einheit umfassend wenigstens eine Substratschicht, eine Funktionsschicht, wenigstens eine Deckscheibe oder wenigstens eine Deckschicht sowie wenigstens ein elektrisches Anschlusselement. Diese als OLED-Element bezeichnete, ohne weitere Schutzmaßnahme für die Funktionsschicht handhabbare Einheit wird nunmehr erfindungsgemäß zwischen zwei zusätzlichen mechanisch belastbaren Scheiben angeordnet.

Durch diese beiden Scheiben wird das OLED-Element vor mechanischer Belastung geschützt. Dadurch, dass wenigstens eine Scheibe transparent ist, bleibt die Leucht- oder Sensorfunktion des hinter dieser transparenten Scheibe angeordneten OLED-Elementes erhalten. Bei entsprechender Dimensionierung und Materialauswahl für die genannten Scheiben kann somit eine OLED-Schutzvorrichtung geschaffen werden, die universell einsetzbar ist, insbesondere begehbar oder befahrbar sein kann.

Dabei kann diese mechanische Stabilität durch eine besonders starke oder durch Zusammenwirkung beider Scheiben bewerkstelligt werden.

Weiterhin wird der Zwischenraum zwischen den zwei erfindungsgemäßen Scheiben hermetisch versiegelt. Auf diese Weise wird das OLED-Element nicht nur mechanisch geschützt, sondern erhält einen zusätzlichen Schutz gegen den Einfluss von Sauerstoff und Feuchtigkeit. Die Lebensdauer des OLED-Elementes wird hierdurch beträchtlich verlängert.

Um den Zwischenraum zwischen den beiden Scheiben gut hermetisch zu versiegeln, werden daher die beiden Scheiben vorzugsweise so dimensioniert, dass sie randseitig so deutlich über das OLED-Element hinausstehen, dass diese hermetische, randseitige Versiegelung im Randbereich des Zwischenraums zwischen den beiden Scheiben erfolgen kann.

In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird das OLED-Element auf einer der Scheiben verklebt. Durch eine Verklebung ist eine zuverlässige Befestigung des OLED-Elementes im Zwischenraum zwischen den beiden Scheiben gewährleistet. Das OLED-Element ist fest fixiert und somit zuverlässig vor allen mechanischen Belastungen, vor allem auch gegen Erschütterungen der gesamten Schutzvorrichtung geschützt.

Vorzugsweise wird das OLED-Element in eine wenigstens den Bereich der OLED flächig ausfüllende Klebeschicht eingebettet. Eine flächige, einbettende Klebeschicht sorgt für eine flächig verteilte Bindung und somit eine gleichmäßige, flächige Kraftübertragung zwischen der mechanisch stabilen Scheibe und dem OLED-Element und verbessert die Schutzwirkung auf das OLED-Element. Je nach Kleber kann auch ein permanenter Formschluss zwischen der mechanisch stabilen Schutzscheibe und dem OLED-Element bewirkt werden, so dass das OLED-Element mechanisch nicht stärker verformbar ist als die Schutzscheibe.

Darüber hinaus kann durch eine solche, das OLED-Element einbettende Klebeschicht bereits eine Versiegelung des OLED-Elementes gegenüber der Außenumgebung und somit einen Schutz gegenüber Sauerstoff bzw. Luft und Feuchtigkeit bilden.

In einer Weiterbildung dieser Ausführung wird nun im Bereich des OLED-Elementes der Zwischenraum zwischen den beiden Scheiben vollständig mit Kleber gefüllt, um die mechanische Belastbarkeit wie bei einem Laminat weiter zu erhöhen.

Der oben angeführte Überstand der Platten über das OLED-Element bewirkt bei der vollständigen Füllung des Zwischenraums zwischen den beiden Scheiben mit Kleber eine entsprechend große Diffusionsbarriere gegen Luft und somit Sauerstoff.

In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird eine Filterfunktion zur Beeinflussung der auf die OLED – einfallenden Strahlung aus der Umgebung vorgesehen. Eine solche Filterfunktion kann frequenzspezifisch ausgebildet werden. So kann beispielsweise ein UV-Blocker vorgesehen werden, um schädliches UV-Licht von dem OLED-Element und somit auch der dort vorhandenen OLED-Funktionsschicht fernzuhalten. Diese Filterfunktion kann dabei in einer oder beiden Scheiben verwirklicht werden. Auch der verwendete Kleber im Zwischenraum zwischen den beiden Scheiben kann als Filter, beispielsweise als UV-Blocker ausgebildet sein.

In einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird der das OLED-Element beinhaltende Zwischenraum zwischen den erfindungsgemäßen Scheiben nur durch eine randseitige Versiegelung der beiden Scheiben hermetisch verschlossen. Eine solche Ausgestaltung entspricht beispielsweise einem bekannten Isolierglas, bei dem ebenfalls der Randbereich zwischen zwei Scheiben hermetisch versiegelt wird.

Ähnlich wie bei einem solchen Isolierglas kann zusätzlich ein Funktionsgas im Zwischenraum vorgesehen werden. Als Funktionsgas kommt beispielsweise ein Edelgas in Frage, das die Funktionsschicht des OLED-Elementes nicht beeinträchtigt.

Auf diese Weise kann in der Umgebung des OLED-Elementes ein Gasdruck realisiert werden, der einem Eindringen von Luft aus der Umgebung in den Zwischenraum durch die Versiegelung entgegenwirkt.

Ein einem Isolierglas nachempfundenes Schutzelement für die Aufnahme eines OLED-Elementes kann neben der Schutzfunktion für das OLED-Element auch die anderen vorteilhaften Eigenschaften von Isolierglas aufweisen. Dies betrifft insbesondere die thermischen Eigenschaften.

Ein solches Funktionsgas kann beispielsweise wenigstens teilweise aus Argon bestehen. Grundsätzlich kommen jedoch auch andere Schutz- oder Funktionsgase, beispielsweise Stickstoff oder dergleichen, oder auch Gasgemische in Frage.

In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung werden von dem OLED-Element beleuchtbare Markierungen an der transparenten Scheibe und/oder im Zwischenraum zwischen den beiden Scheiben vorgesehen. Eine solche Ausführungsform kann als Anzeigetafel bzw. als Monitor verwendet werden, die beim Beleuchten der Markierung einen entsprechenden Informationsgehalt vermittelt. Eine erfindungsgemäße Schutzvorrichtung kann auch als LED-Display mit OLED-Beleuchtung ausgebildet werden. Hierbei wird sowohl eine LED-Scheibe als auch das OLED-Element im Zwischenraum zwischen den beiden Platten angebracht. Auf diese Weise ergibt sich eine äußerst robuste, belastbare und dazu nach wie vor flächige LED-Anzeige bzw. ein LED-Monitor.

In einer anderen Ausführungsform der Erfindung werden zusätzlich Fotozellen zur Energieversorgung des OLED-Elementes im Zwischenraum angeordnet. Bei dieser Anordnung kann demnach von außen einfallendes Licht genutzt werden, um das OLED-Element zum Leuchten zu bringen. Eine solche Anordnung macht eine externe Stromzuführung wenigstens zeit- und/oder teilweise entbehrlich. Eine Weiterbildung dieser Ausführungsform kann zusätzlich einen Energiespeicher, beispielsweise eine Kapazität oder einen Akku beinhalten, um das OLED-Element auch in Zwischenzeiten ohne einfallendes Außenlicht mit elektrischer Energie zu versorgen.

Um das OLED-Element extern mit Energie zu versorgen, wird vorteilhafterweise eine elektrische Durchführung in den Zwischenraum zwischen den beiden Scheiben vorgesehen. Eine solche elektrische Durchführung kann beispielsweise durch eine randseitige Versiegelung hindurchgeführt werden. Es können jedoch auch ohne weiteres Bohrungen in einer oder beiden Scheiben vorgenommen werden, um die elektrische Leitungsführung durchzuführen.

Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform mit externer Energieversorgung beinhaltet Leiterbahnen auf wenigstens einer der beiden Scheiben. Auch eine flächige, strukturierte, leitfähige Folie kann für die externe Energiezufuhr verwendet werden, ohne die Versiegelung zu beeinträchtigen.

Schließlich können im Zwischenraum selbst durchaus Drähte verlegt werden, die beispielsweise wie oben angeführt, durch die randseitige Versiegelung oder aber durch eine oder mehrere Bohrungen in den Scheiben nach außen geführt werden. Im Zwischenraum verlegte Drähte können jedoch auch mit flächigen Durchführungen verbunden werden, beispielsweise wiederum Leiterbahnen oder leitfähigen Folien, die die Abdichtung des Zwischenraums nicht beeinträchtigen.

Vorzugsweise ist die transparente Scheibe und/oder auch die zweite Scheibe als Glasscheibe ausgebildet. Eine erfindungsgemäße Schutzvorrichtung kann dabei in ähnlicher Technik wie ein Isolierglas oder im Falle einer Einbettung in einer Klebeschicht nach Art eines Verbundglases hergestellt werden. Insbesondere ist auf diese Weise auch eine Schutzvorrichtung mit hoher mechanischer Belastbarkeit, z.B. mit den Eigenschaften eines Panzerglases realisierbar.

Insbesondere bei der Verwendung von Glas oder transparenten Kunststoffscheiben ergibt sich durch die flächige, in alle Raumrichtungen abgegebene Strahlung des OLED-Elementes bei Strombeaufschlagung eine verstärkte Randbeleuchtung der Schmalseiten der beleuchteten Scheiben. Diese Randbeleuchtung kann in einer besonderen Ausführungsform durch ein Reflexionselement verstärkt werden, so dass sich in der entsprechenden Scheibe ein Lichtleiteffekt ergibt. Ein solcher Effekt kann beispielsweise durch das Anbringen eines Spiegels oder einer Streuscheibe auf der Außenseite einer oder beider Scheiben erzielt werden, mittels dem ansonsten aus der Frontalseite der Scheibe austretendes Licht zurückgeworfen wird.

Bei Verwendung eines OLED-Element, das eine reflektierende Elektrode, beispielsweise eine Aluminiumelektrode aufweist, wird auf diese Weise nur eine der beiden Scheiben randseitig beleuchtet, da das OLED-Element nur in eine Richtung abstrahlt und durch die spiegelnde Elektrode das in Gegenrichtung abgestrahlte Licht zurückreflektiert wird.

Bei Verwendung einer Diffusionsscheibe oder Streuscheibe als Reflexionselement wird das reflektierte Licht zusätzlich zur Randseite der entsprechenden Scheibe hin gelenkt.

Eine erfindungsgemäße OLED-Schutzvorrichtung kann auf unterschiedlichste Art verwendet werden.

So kann die Schutzvorrichtung als begehbare oder befahrbare Glasfläche ausgebildet werden. Die Vorrichtung kann z.B. als Verbundglasscheibe mit integriertem OLED-Element ausgeführt sein und dabei eine Belastbarkeit von über 200 kg/m2 aufweisen. Die einzelnen Scheiben, die auf der Vorderseite und der Rückseite der erfindungsgemäßen Vorrichtung Verwendung finden, weisen dabei in einer solchen Ausführung eine Belastbarkeit über 50 kg/m2 auf. Die Schutzvorrichtung kann auch als Hinweistafel, beispielsweise als beleuchtbares Verkehrsschild oder als Informationsschild Verwendung finden. Eine weitere Anwendung der Erfindung besteht darin, sie als Leuchtelement zum Ausleuchten von Räumen zu verwenden.

Wie bereits erwähnt, kann eine erfindungsgemäße Schutzvorrichtung hinaus eignet sich eine erfindungsgemäße OLED-Schutzvorrichtung auch als Werbefläche. Insbesondere kann der Inhalt der Werbefläche unter entsprechender Anordnung und Ansteuerung einer strukturierten OLED oder bei Verwendung beispielsweise einer zusätzlichen LED variabel, d.h. mit bewegten Bildern oder mit wechselnden Inhalten gestaltet werden.

Eine erfindungsgemäße Schutzvorrichtung kann als Bestandteil von Fenstern verwendet werden und dabei zusätzlich thermisch isolierende Funktionen ausüben. Es kann sich dabei um Gebäudefenster, aber auch um Fenster von Geräten oder Behältnissen oder Raumabtrennungen handeln. In diesem Zusammenhang kann eine erfindungsgemäße Schutzvorrichtung auch als variabler, schaltbarer Einblickschutz verwendet werden, da bei eingeschalteter OLED durch die daraus hervorgerufene Lichtstrahlung die Durchsicht verhindert wird.

Eine erfindungsgemäße Schutzvorrichtung ermöglicht darüber hinaus die Beleuchtung oder Beschilderung von Umgebungen, die bislang nur schwer einer Beleuchtung zugänglich waren. Dies ist beispielsweise bei explosionsgefährdeten Umgebungen der Fall. Auch in feuchter Umgebung, z. B. innerhalb eines Skigebietes oder von Schwimmbädern, kann mit einer erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung eine Beleuchtung und/oder auch die Hinweisfunktion mit Leuchttafeln realisiert werden.

Eine erfindungsgemäße Schutzvorrichtung kann beispielsweise als Bestandteil von Möbeln, Spiegeln und/oder Glaswandabtrennungen Verwendung finden. In Frage kommen hierbei beispielsweise Duschkabinen, Verkaufsschalter, und insbesondere auch Bankschalter.

Grundsätzlich kann eine erfindungsgemäße Schutzvorrichtung überall dort verwendet werden, wo eine flächige Beleuchtung, eine Display- und/oder Hinweisfunktion gewünscht wird. Als weiteres Beispiel kann hierbei der Einsatz in Ceran-Kochfeldern genannt werden, bei denen alle der genannten Funktionen, d. h. Beleuchtungs-, Hinweis- und Displayfunktion eines OLED-Elementes vorteilhaft einsetzbar sind.

Eine weitere vorteilhafte Verwendung besteht darin, eine OLED innerhalb einer erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung als Sensor zu verwenden. Eine OLED gibt ebenso wie herkömmliche Leuchtdioden im Falle eines Lichteinfalls eine elektrische Spannung ab, die als Sensorsignal verwertbar ist. Durch die transparente Sichtscheibe der Schutzvorrichtung kann Licht auf die im Zwischenraum befindliche OLED des OLED-Elementes gelangen, so dass eine erfindungsgemäße OLED-Schutzvorrichtung auch als Lichtsensor verwendbar ist. Innerhalb einer erfindungsgemäßen OLED-Schutzvorrichtung können ein oder mehrere OLED-Elemente angeordnet werden, die sowohl als Leuchtmittel als auch als Sensor Verwendung finden. Hierbei kann die Funktion des Leuchtmittels bzw. dieses Sensors auf unterschiedliche OLEDS verteilt sein. Es ist jedoch auch eine zeitliche Abfolge der Nutzung der gleichen OLED als Leuchtmittel und Sensorelement denkbar.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand der Figuren nachfolgend näher erläutert.

Im Einzelnen zeigen:

1 einen schematischen Querschnitt durch ein erfindungsgemäße OLED-Schutzvorrichtung;

2 einen schematischen Querschnitt durch eine zweite Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen OLED-Schutzvorrichtung;

3 einen schematischen Querschnitt einer dritten Variante einer erfindungsgemäßen OLED-Schutzvorrichtung und

4 einen schematischen Querschnitt einer vierten Variante mit Reflektions- bzw. Streuscheibe.

Im Ausführungsbeispiel gemäß 1 ist ein Aufbau nach Art eines Verbundglases dargestellt. Zwei Glasscheiben 1, 2 sind beabstandet voneinander angeordnet und randseitig mit einer Versiegelung 3 verbunden. Die Versiegelung 3 ist rundumlaufend ausgebildet, so dass sich ein Zwischenraum 4 ergibt, in dem ein OLED-Element 5 angeordnet ist, das einen Aufbau als Verbundelement wie im eingangs erwähnten Stand der Technik hat, d.h. das OLED-Element 5 stellt ein als Funktionseinheit handhabbares Element dar, bei dem die Funktionsschicht in einem Verbund aus Substrat- und Deckschicht bzw. -schichten hermetisch versiegelt ist, wobei lediglich ein oder mehrere elektrische Anschlusselemente von der Funktionsschicht nach außen geführt sind. Substrat- und/oder Deckschicht bzw. -schichten können dabei auch aus Glas als Trägerscheibe bzw. als abdeckende Schutzscheibe ausgebildet sein. Ein derartiges OLED-Element ist bereits randseitig versiegelt, z.B. verklebt.

Erfindungsgemäß wird nunmehr ein bereits so strukturiertes OLED-Element in ein Verbundglas integriert.

In der vorliegenden Ausführungsvariante ist das OLED-Element 5 mit einer Klebeschicht 6 an der Glasscheibe 2 befestigt. Die Klebeschicht 6 kann beispielsweise aus einem unter UV-Einstrahlung aushärtendem Kleber bestehen, so dass eine schnelle und effektive Befestigung des OLED-Elementes 5 an der Glasscheibe 2 erfolgen kann.

In der vorliegenden Ausführungsform ist auf der Rückseite, d.h. auf der dem Zwischenraum 4 gegenüberliegenden Seite der Glasscheibe 2 noch eine Beschriftungsschicht 7 angeordnet, die beispielsweise als Folie aufgeklebt oder in einem Druckverfahren aufgebracht werden kann.

Wie in 1 schematisch dargestellt ist, sind zwei Drahtverbindungen 8, 9 als Leitungsanschlüsse für das OLED-Element 5 vorgesehen.

Die dargestellte Ausführungsform ist mit Ausnahme der durch die Beschriftungsschicht 7 verdeckten Bereiche lichtdurchlässig. Sowohl die Glasscheiben 1, 2 als auch das auf einem Glassubstrat aufgebrachte OLED-Element 5 sowie die Klebeschicht 6 sind zumindest im stromlosen Zustand des OLED-Elementes 5 lichtdurchlässig. Bei Strombeaufschlagung des OLED-Elementes 5 bildet dieses ein flächiges Leuchtmittel, so dass durch das austretende Licht die Durchsicht durch das OLED-Trägerelement gemäß 1 verhindert wird. Auf Seiten der Beschriftungsschicht 7 werden die durch diese Schicht nicht verdeckten Bereiche der Rückseite der Glasscheibe 2 durch das leuchtende OLED-Element beleuchtet, so dass beispielsweise eine Leuchtschrift oder ein Leuchtbild, z.B. ein beleuchtetes Symbol auf der Rückseite der Glasscheibe 2 erscheint.

Die Ausführungsform gemäß Variante 2 entspricht in dem prinzipiellen Schichtaufbau Variante 1, wobei nunmehr der Zwischenraum 4 zwischen den Glasscheiben 1 und 2 vollständig mit einem Füllmaterial gefüllt ist. Der Zwischenraum wird hierbei vorzugsweise mit einer Klebeschicht 10 gefüllt, die zum einen die beiden Glasscheiben 1, 2 flächig miteinander verbindet und zum anderen die das OLED-Element 5 vollständig einschließt. Als Kleber für eine solche Klebeschicht kommen beispielsweise Schmelzkleber, Epoxide oder dergleichen in Frage.

Die Stromzuführung ist in dieser Ausführungsform durch eine Bohrung 11 in der Glasscheibe 2 realisiert, durch die Drahtleitungen 12, 13 geführt sind. Die Bohrung 11 kann hierbei nach Einbringen der Drahtleitungen 12, 13 wieder verschlossen werden, beispielsweise verklebt werden.

Die Ausführungsform gemäß 3 entspricht der vorbeschriebenen Variante, wobei in diesem Fall durch eine anders ausgeführte Schraffur symbolisiert sein soll, dass der Zwischenraum 4 zwischen den Glasscheiben 1, 2 ebenso wie die Klebeschicht 6 zur Fixierung des OLED-Elementes aus einem UV-vernetzenden Klebstoff besteht.

Die Varianten gemäß den 2 und 3 entsprechen einem Verbundglas, während die Variante gemäß 1 einem Isolierglas im Aufbau entspricht, wobei jeweils im Zwischenraum ein OLED-Element fixiert ist. Die Fixierung des OLED-Elementes muss nicht zwangsweise mit einem UV-vernetzenden Klebstoff bewerkstelligt werden, auch hier können Schmelzkleber, Epoxide, Klebebänder, usw. zum Einsatz kommen.

Die elektrische Verbindung der OLED kann über zwischen den Platten geführte Drähte, Leiterbahnen aus Leitsilber oder strukturierte leitfähige Folien, die zwischen den Platten angeordnet und mit der OLED verbunden sind, erfolgen. Die Kontaktierung der OLED mit den elektrischen Leitern kann durch Verlöten oder mittels leitfähigem Klebstoff vorgenommen werden. Eine weitere fortgeschrittene Lösung ist das Verpressen der Anschlussfläche der OLED mit dem elektrischen Leiterpunkt. Der hierzu erforderliche Anpressdruck zwischen OLED und elektrischem Leiter wird dabei vor dem Verkleben erzeugt und solange aufrecht erhalten, bis die Klebung den Anpressdruck übernimmt. Zur Verbesserung der Kontaktierung können auf die Anschlussflächen der OLED z.B. Kontakte aus Zinn aufgebracht werden. Es können ohne weiteres zusätzlich zur OLED auch weitere elektrische und elektronische Komponenten in den Zwischenraum 4 zwischen den Platten 1 und 2 eingefügt werden, die beispielsweise auch mit der OLED elektrisch in Verbindung stehen können. Ein Beispiel wäre, wie oben angeführt, eine LCD-Anzeige, die von der OLED rückseitig beleuchtet wird, eine Solarzellen oder ein Akku, die Energie für den Betrieb der OLED bereitstellen.

Die Ausführungsvariante gemäß 4 entspricht im Wesentlichen der Ausführungsform gemäß 3. Nunmehr ist jedoch auf der Scheibe 2 zusätzlich außenseitig eine Reflexions- oder Streuschicht 15 angeordnet. In dieser Ausführungsform wird ein OLED-Element 5 verwendet, das eine reflektierende Elektrode auf Seiten der Scheibe 1 aufweist, so dass das von dem OLED-Element 5 abgegebene Licht ausschließlich in die Glasscheibe 2 gelangt. Dort wird es, wie mit Pfeilen angedeutet, an der Reflexions- oder Streuschicht 15 abgelenkt und zu einer der Randseiten 16, 17 geführt. Auf diese Weise ergibt sich eine Verstärkung der Randbeleuchtung der Randseiten 16, 17, die aufgrund der ohnehin vorhandenen Reflexionen an den planparallelen Grenzflächen der Scheibe 2 ohnehin, jedoch in verminderter Form auftreten kann.

Wesentlich bei einem erfindungsgemäßen OLED-Trägerelement ist die Anordnung der OLED-Elemente so zwischen zwei mechanisch stabilen Scheiben zu integrieren, von denen wenigstens eine lichttransparent ist, dass ein verbesserter Schutz gegen mechanische, chemische und physikalische Einwirkungen von außen realisiert wird und zugleich die elektrische Funktion, unter anderem auch im Zusammenwirken mit anderen elektrischen Komponenten erreicht wird.

1
Glasscheibe
2
Glasscheibe
3
Versiegelung
4
Zwischenraum
5
OLED-Element
6
Klebeschicht
7
Beschriftungsschicht
8
Drahtverbindung
9
Drahtverbindung
10
Klebeschicht
11
Bohrung
12
Drahtleitung
13
Drahtleitung
14
UV-Klebeschicht
15
Reflexionsschicht
16
Randseite
17
Randseite


Anspruch[de]
OLED-Schutzvorrichtung mit wenigstens einem wenigstens eine Trägerschicht, wenigstens eine Funktionsschicht, wenigstens eine Deckschicht und wenigstens ein elektrisches Anschlusselement umfassenden OLED-Element, dadurch gekennzeichnet, dass das OLED-Element (5) im Zwischenraum (4) zwischen zwei Scheiben (1, 2) angeordnet ist, von denen wenigstens eine lichttransparent ist, und dass der Zwischenraum (4) zwischen den beiden Scheiben (1, 2) versiegelt ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das OLED-Element (5) auf einer der Scheiben (1, 2) verklebt ist. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das OLED-Element (5) in eine flächige Klebeschicht (6) eingebettet ist. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das OLED-Element (5) in eine den Zwischenraum (4) zwischen den Glasscheiben (1, 2) wenigstens im Bereich des OLED-Elementes (5) ausfüllende Klebeschicht (10) eingebettet ist. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Frequenzfilter zur Beeinflussung der auf das OLED-Element fallenden Strahlung aus der Umgebung vorgesehen ist. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der das OLED-Element (5) beinhaltende Zwischenraum (4) zwischen den Scheiben (1, 2) durch eine randseitige Versiegelung (3) der beiden Scheiben (1, 2) hermetisch verschlossen ist. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Funktionsgas im Zwischenraum (4) vorgesehen ist. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionsgas wenigstens teilweise aus Argon besteht. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass von dem OLED-Element (5) beleuchtbare Markierungen an der transparenten Scheibe (1, 2) und/oder im Zwischenraum vorgesehen sind. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein LED-Display mit OLED-Beleuchtung im Zwischenraum (4) zwischen den beiden Scheiben (1, 2) vorgesehen ist. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Solarzellen zur Energieversorgung im Zwischenraum (4) angeordnet sind. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektrische Durchführung (11, 12, 13) zur Stromversorgung des OLED-Elementes (5) in den Zwischenraum (4) vorgesehen ist. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Leiterbahnen auf einer Scheibe und/oder strukturierte leitfähige Folien und/oder Drähte im Zwischenraum (4) zur elektrischen Versorgung des OLED-Elementes (5) vorgesehen sind. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beide Scheiben (1, 2) Glasscheiben sind, die nach Art einer Isolierglases oder eines Verbundglases miteinander verbunden sind. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Scheiben 1, 2 ein Reflexions- und/oder Streuelement aufweist. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine OLED als Lichtsensor zwischen den beiden Scheiben angeordnet ist. Verwendung einer OLED-Schutzvorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche als begehbare oder befahrbare Glasfläche. Verwendung einer OLED-Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14 als Hinweistafel, insbesondere Verkehrsschild oder Informationsschild. Verwendung einer OLED-Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14 als Beleuchtungsquelle. Verwendung einers OLED-Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14 als Display bzw. Monitor. Verwendung einer OLED-Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14 als Werbefläche. Verwendung einer OLED-Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14 als Fenster und/oder Bestandteil von Fenstern in Gebäuden, Geräten oder Raumtrennelementen. Verwendung einer OLED-Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14 als Bestandteil von Möbeln, Spiegeln. Verwendung einer OLED-Schutzvorrichtung in Glaswänden, wie Glaswänden von Duschkabinen, Verkaufs- oder Serviceschaltern, usw. Verwendung einer OLED-Schutzvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14 als Markierungselement in einem Ceran-Kochfeld. Verwendung einer OLED-Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Verwendung in explosionsgefährdeter und/oder feuchter Umgebung vorgesehen ist.






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