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Dokumentenidentifikation DE102006056453A1 31.05.2007
Titel Optische Verbindung zum Übertragen von Daten aus mehreren Empfängerspulen in einem Magnetresonanz-Bildgebungssystem durch Luft
Anmelder General Electric Company, Schenectady, N.Y., US
Erfinder Bulumulla, Selaka Bandara, Niskayuna, N.Y., US;
Forman, Glenn Alan, Niskayuna, N.Y., US
Vertreter Rüger und Kollegen, 73728 Esslingen
DE-Anmeldedatum 28.11.2006
DE-Aktenzeichen 102006056453
Offenlegungstag 31.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2007
IPC-Hauptklasse G01R 33/36(2006.01)A, F, I, 20061128, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01R 33/48(2006.01)A, L, I, 20061128, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine optische Datenverbindung (14) ist zum optischen Übertragen im freien Raum von Daten aus mehreren Empfängerspulen (12) in einem Magnetresonanz-(MR)-bildgebungssystem (10) vorgesehen. Diese optische Datenverbindung durch den freien Raum (zum Beispiel durch Luft) stellt eine kabellose (ohne Bündel physikalischer Drähte oder optischer Fasern) im Wesentlichen elektromagnetisch immune (keine Interferenz wie bei drahtloser Funkfrequenzübertragung) und skalierbare Lösung zum Übertragen von Daten bereit, die zum Erzeugen eines MR-Bildes verwendbar sind.

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft im Wesentlichen die Magnetresonanz-Bildgebung und insbesondere eine optische Datenverbindung zum optischen Übertragen von Daten im freien Raum aus mehreren Empfängerspulen in einem Magnetresonanz-Bildgebungssystem.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

In einem Magnetresonanz-Bildgebungs-(MRI)-System können mehrere hochempfindliche Empfängerspulen, so genannte Oberflächenspulen vorhanden sein. Wie im Fachgebiet bekannt, werden diese Spulen im Allgemeinen als Antennen zum Empfangen von MR-Antwortsignalen aus einem Bereich eines Patienten, der einer diagnostischen MR-Prozedur unterzogen wird, genutzt, um ein MR-Bild dieses Bereiches zu erzeugen. Beispielsweise können acht oder sechzehn Empfängerspulen in einem typischen MRI-System vorhanden sein. Es sei jedoch angemerkt, dass diese Anzahl möglicherweise auf eine größere Anzahl (zum Beispiel 32, 64, 128 Spulen oder mehr) ansteigen kann, wenn neuere MRI-Systeme mit ständig zunehmender Bildauflösung in den Markt eingeführt werden.

Da die Anzahl von Empfängerspulen steigt, wird die Bereitstellung effektiver elektrischer Verbindungen über ein Bündel von Kabeln, zum Beispiel Koaxialkabeln, zwischen diesen Spulen und einem Empfänger problematisch. Beispielsweise könnte eine große Anzahl von Kabeln in der Umgebung des starken magnetischen Feldes des MR-Systems einen gefährlichen Zustand mit sich bringen. Zusätzlich trägt eine große Anzahl von Kabeln zu der Stellfläche und dem Gewicht bei, die der Spulensignalempfänger annimmt. Ferner ist, da die Empfängerspulen auf dem Patienten platziert werden können, zusätzliches Gewicht aufgrund physikalischer Zwischenverbindungen unerwünscht.

Es wurden einige bekannte Techniken versucht, um die vorgenannten Schwierigkeiten durch die Verwendung von faseroptischen Kabeln oder drahtlosen Funkfrequenzübertragungen zum Kommunizieren der von den Empfängerspulen erfassten Signale anzugehen. Mit faseroptischen Kabeln werden die Gefahren, die durch Koaxialkabel, wenn sie magnetischen Feldern ausgesetzt werden, einhergehen können, deutlich reduziert oder eliminiert. Jedoch bleibt eine kosteneffektive, skalierbare Lösung, die für hoch auflösende MRI-Anwendungen geeignet ist, ein Problem, da die Anzahl der faseroptischen Verbindungen als eine direkte Funktion der Anzahl der von dem MRI-System verwendeten Empfängerspulen ansteigt. In dem Falle von drahtlosen Funkfrequenzübertragungen kann dieser Verbindungstyp mühsame Genehmigungsprozeduren mit Genehmigungsbehörden mit sich bringen, welche die Zuweisung und Nutzen von Funkspektralfrequenzen regeln. Zusätzlich kann diese Art von Verbindung eine unerwünschte elektromagnetische Interferenz an dem hoch empfindlichen Empfängereingangsende erzeugen. Ferner können drahtlose Sender eine relativ hohe Leistung für ihren Betrieb erfordern.

Demzufolge ist es erwünscht, ein MRI-System und Techniken bereitzustellen, welche die vorstehend beschriebenen Schwierigkeiten vermeiden oder erheblich reduzieren, wie sie beispielsweise mit einer optischen Datenverbindung über die Luft (d.h., kabellos) erzielt werden, welche die Notwendigkeit für physische Kabel beseitigt und eine skalierbare und kosteneffektive Lösung bereitstellt, die ohne weiteres speziell angepasst werden kann, wenn das MRI-System eine große Anzahl von Empfängerspulen verwendet.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Diese und weitere Vorteile der Erfindung werden aus der nachstehenden Beschreibung angesichts der Zeichnungen deutlicher ersichtlich, von denen:

1 eine aufgeschnittene perspektivische Ansicht eines Magnetresonanz-Bildgebungs-(MRI)-Systems ist, das Aspekte der vorliegenden Erfindung verkörpert.

2 ein Blockdarstellungsschaltbild einer exemplarischen Senderschaltung ist, wie sie zur Ausführung einer gerichteten optischen Übertragung verwendet kann.

3 eine Blockdarstellung eines exemplarischen Senders mit einer optischen Linsenanordnung ist, die für eine räumliche Erweiterung eines übertragenen optischen Strahles verwendet werden kann.

4 eine Blockdarstellung einer exemplarischen Ausführungsform ist, die eine Anordnung von optischen Empfängern bereitstellt, die zum Erfassen des übertragenen Strahls verwendet werden können.

5 eine schematische Repräsentation einer weiteren exemplarischen Ausführungsform einer optischen Datenverbindung ist, die eine direkt in die Empfängerspule integrierte optische Quelle enthält, um einen optisch modulierten Lichtstrahl zu senden, um Empfängerspulensignalinformation über die Luft zu transportieren.

6 eine schematische Repräsentation einer exemplarischen Ausführungsform einer optischen Datenverbindung ist, die eine abgesetzte optische Quelle in Bezug auf eine Empfängerspule enthält, um einen Lichtstrahl zu erzeugen, der optisch mit einer in die Empfängerspule integrierte Modulationsschaltung zu modulieren ist, um Empfängerspulensignalinformation über die Luft zu transportieren.

7 ein Blockdarstellungsschaltbild einer exemplarischen Empfängerschaltung ist, wie sie konfiguriert sein kann, um Empfängerspulendaten mit einer Anordnung von optischen Detektoren zu erfassen.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

1 stellt eine aufgeschnittene, perspektivische Ansicht eines Magnetresonanz-Bildgebungs-(MRI)-Systems dar, das Aspekte des vorliegenden Systems verkörpert. Das MRI-System 10 weist mehrere Empfängerspulen, zum Beispiel Oberflächenspulen 12 auf, die auf einem Patienten positioniert sein können, der einer MRI-Diagnoseabtastung unterzogen wird. Jede Empfängerspule ist dafür konfiguriert, ein entsprechendes Spulenausgangssignal auf der Basis eines Magnetresonanzantwortsignals zu liefern, das von der Empfängerspule erfasst wird. Unter Anwendung dem Fachmann auf diesem Gebiet bekannter Techniken wird jedes von den Spulensignalen digitalisiert und verarbeitet, um ein MR-Bild eines interessierenden Bereiches zu erzeugen.

Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben eine innovative optische Datenverbindung 14 gefunden, die dafür konfiguriert werden kann, dass sie digitalisierte Daten aus den Empfängerspulen 12 an einen abgesetzten optischen Empfänger 16 sendet. Diese optische Datenverbindung über dem freien Raum (zum Beispiel über die Luft) stellt eine kabellose (ohne Bündel von physikalischen Drähten oder optischen Fasern) elektromagnetisch immune (keine Interferenz wie bei der drahtlosen Funkfrequenzübertragung) und skalierbare Lösung bereit, um zum Erzeugen des MRI-Bildes verwendbare Daten zu übertragen.

Es wird in Betracht gezogen, dass in einer exemplarischen Ausführungsform, die eine gerichtete optische Übertragung anwendet, eine Senderschaltung 20 mit den Empfängerspulen 121-12n gemäß Darstellung in 2 zu einer Baugruppe zusammengefasst sein kann. Beispielsweise kann jedes Signal aus einer Empfängerspule 12 durch einen Vorverstärker 24 verstärkt, in der Frequenz durch einen Frequenzwandler heruntergemischt, durch einen Analog/Digital-Wandler 28 digitalisiert, durch einen Multiplexer 30 multiplexiert und mit einer optischen Quelle 32 verbunden werden, die mit den Empfängerspulen und der Senderschaltung zu einer Baugruppe zusammengefasst sein kann.

Man wird erkennen, dass das verstärkte Signal auch direkt ohne Frequenzheruntermischung (das heißt, durch Direktabtastung) digitalisiert werden kann. Die optische Quelle 32, die einen optischen Quellentreiber 34 und eine Lichtquelle 36 aufweisen kann, wird durch die Sendeschaltung gesteuert und ermöglicht es, optisch die Empfängerspulendaten über den freien Raum zu übertragen. Die Lichtquelle kann eine lichtemittierende Dioden-(LED)-Quelle oder eine Laserquelle (z.B. ein Vertical "Cavity Surface Emitting Laser"-(VCSEL)-, ein "Distributed Feedback Laser"-(DFB)- oder ein Fabry-Perot-Laser) sein. 2 stellt eine exemplarische Ausführungsform dar, in welcher Signale von mehreren Empfängerspulen auf nur eine schnelle optische Quelle multiplexiert werden können. Es ist vorauszusehen, dass diese Implementation einen inkrementellen Verbrauch elektrischer Leistung an der Empfängerspulenschaltung benötigt, um die Senderschaltung und optische Quelle zu versorgen.

Um diese optische Übertragung zu empfangen können einer oder mehrere Empfänger 16 (1) an irgendeiner von verschiedenen Stellen wie zum Beispiel innerhalb der Magnetbohrung positioniert sein. In diesem Falle wäre der optische Pfad relativ kurz (zum Beispiel in der Größenordnung von etwa 30 cm (1 foot). Dieses könnte jedoch die Empfängerkomponenten den relativ hohen magnetischen Feldern unterwerfen, die an oder in der Nähe des Bildgebungsvolumens erzeugt werden. In einem weiteren Beispiel können einer oder mehrere Empfänger 16 an der Decke des Raums positioniert sein, in welchen sich das MRI-System befindet. In diesem Falle wäre die Übertragungsstrecke im Vergleich zu dem vorherigen Beispiel relativ länger. Jedoch würden die Empfängerkomponenten weiter weg von dem Bildgebungsvolumen liegen. In noch einem weiteren Beispiel kann eine passive reflektierende Oberfläche oder andere reflektierende Elemente auf der Magnetbohrungsoberfläche angeordnet sein, um die optischen Signale zu einem oder mehreren Empfängern außerhalb des Bildgebungsvolumens zu reflektieren.

Um eine zuverlässige optische Datenverbindung aufrecht zu erhalten, sollte eine Ausrichtung zwischen dem optischen Sender und dem Empfänger mit einem relativ hohen Genauigkeitsgrad eingehalten werden. Diese Ausrichtung kann jedoch beeinträchtigt sein, da sich der Sender aufgrund einer Bewegung des Patienten während des Scans bewegen kann.

In einer in 3 dargestellten exemplarischen Ausführungsform kann eine optisch divergente Linse 42 angeordnet sein, dass sie den Laserstrahl 44 aus der Laserquelle 36 empfängt, so dass der gesendete Strahl 46 räumlich aufgeweitet werden kann. In dieser Ausführungsform können ein Empfänger 43 mit einer Lichtsammellinse 45 mit einer Strahlverfolgungsmöglichkeit konfiguriert sein, wie sie von einer Strahlverfolgungsvorrichtung 48 bereitgestellt werden kann, die dafür konfiguriert ist, beispielsweise eine Senderbewegung zu verfolgen.

In einer in 4 dargstellten alternativen exemplarischen Ausführungsform kann eine Anordnung 49 optischer Empfänger verwendet werden, um den gesendeten Strahl zu erfassen. Beispielsweise können aufgrund der relativ größeren Oberfläche der Empfängeranordnung im Vergleich zu nur einem Empfangselement wenigstens einer oder mehrere von den Empfängern dem gesendeten Strahl wahrscheinlich selbst während einer Bewegung durch den Patienten ausgesetzt sein. Die Anordnung 49 kann eine aus einem flexiblen Material wie zum Beispiel Kapton-Polyimid oder irgendeinem geeigneten Polymer bestehende zweidimensionale Anordnung sein. Ein für die Unterscheidung der von der optischen Quelle übertragenen Daten konfigurierter Prozessor kann zum Verarbeiten der von der Anordnung der Empfänger gelieferten Signale verwendet werden.

7 stellt eine Blockdarstellung einer exemplarischen Empfängerschaltung 80 dar, die eine Anordnung von Empfängern 82 aufweist. Beispielsweise kann jedes entsprechende Signal aus einem Photodiodendetektor 84 durch einen Verstärker 86 (zum Beispiel einen Transimpedanzverstärker) verstärkt werden kann durch einen Begrenzungsverstärker 88 begrenzt werden, der eine zusätzliche Signalverlust-(LOS)-Information liefern kann, kann von einem Prozessor 89 verarbeitet werden, der zur Unterscheidung der Anordnungsdaten konfiguriert ist, die von einem Demultiplexer 90 demultiplexiert werden sollen, der mit einem (nicht dargstellten) Bildgebungsprozessor verbunden ist, der dafür konfiguriert ist, ein Bild unter Anwendung dem Fachmann auf diesem Gebiet bekannter Techniken zu erzeugen.

In einer weiteren in 5 dargstellten exemplarischen Ausführungsform ist ein optischer Sensor 50 in eine entsprechende Empfängerspule 52 integriert. Das heißt, der Sender kann, statt dass er zum Übertragen eines multiplexierten Datenstroms aus allen Empfängerspulen verwendet wird, zum Übertragen von Daten aus nur einer Empfängerspule verwendet werden (d.h., jede Empfängerspule hat einen optischen Sender). In dieser Ausführungsform reagiert jede bei der Empfängerspulenschaltung befindliche Lichtquelle direkt auf das digitalisierte Spulenausgangssignal, um optisch den optischen Strahl zu modulieren, der über die Luft an einen oder mehrere entfernt angeordnete optische Detektoren 54 zu übertragen ist.

Man wird erkennen, dass eine exemplarische Technik zum Ausführen der optischen Übertragung eine gerichtete (Sichtlinien)-Übertragung sein kann, wobei ein optischer Sender und ein entsprechender optischer Empfänger eine optische Verbindung über nur einen optischen Pfad (Sichtlinienpfad) aufbauen. Diese Technik kann beispielsweise eine spezielle räumlithe Ausrichtung zwischen dem Sender und Empfänger erfordern. Man wird erkennen, dass, wenn die Strahlfleckgröße des gesendeten Strahls relativ groß ist, dann die Ausrichtungsanforderungen weniger anspruchsvoll sind. Beispielsweise kann unter der Annahme der "Infrared Data Association"-(IrDa)-Standards die Strahlfleckgröße 50 cm bei einem Abstand von 1 m sein und in diesem Beispiel wäre die Bereitstellung einer Ausrichtung auf Mikrometerebene bereitzustellen nicht erforderlich. Dieses kann ferner durch die Verwendung von Empfängeranordnungen wie vorstehend erwähnt erleichtert werden.

Es wird in Betracht gezogen, dass sich mit relativ großen Strahlfleckgrößen mehrere optische Übertragungen wahrscheinlich überlappen, und dass man in diesem Falle eine Codierung der Übertragungen unter Verwendung eines geeigneten Codierungsverfahrens (zum Beispiel Orthogonalcodierung, Spreizspektrum usw.) benötigen kann, um Interferenzeffekte aufgrund einer derartigen Überlappung zu reduzieren, wie es der Fachmann auf dem Gebiet von Kommunikationssystemen mit mehreren Benutzern kennt. Man wird erkennen, dass viele unterschiedliche Techniken eingesetzt werden können um den Interferenzeffekt abzumildern, wie zum Beispiel das "Direct-Sequence"-(DS)-Spreizspektrum.

In einer in 6 dargstellten exemplarischen Ausführungsform ist eine optische Lichtquelle 70 von einer Empfängerspulenschaltung 70 entfernt angeordnet, die eine oder mehrere Empfängerspulen 74, einen oder mehrere Vorverstärker 76, einen oder mehrere Analog/Digital-(A/D)-Wandler 78, einen Datenmultiplexer 80 und einen optischen Modulator 82 enthalten kann. Die optische Lichtquelle 70 kann eine lichtemittierende Diode (LED), oder ein Laser (zum Beispiel VCSEL, DFB oder Fabry-Perot) sein. Im Betrieb wird ein Lichtstrahl 84 von der entfernten optischen Quelle 70 auf den optischen Modulator 82 gerichtet, der um das von dem Multiplexer 80 gelieferte Signal zu empfangen in die Empfängerspule(n) 74 integriert sein kann, um ein moduliertes optisches Signal 88 zu erzeugen, das von einem optischen Detektor 90, wie zum Beispiel einer Photodiode zu empfangen ist. Beispielsweise kann die Photodiode ein PIN-TYP, oder ein Avalanche-Photodiodentyp sein. Der Detektor 90 ist von der Empfängerspulenschaltung 72 entfernt angeordnet und kann so konfiguriert sein, dass er als ein Direktdetektionsempfänger arbeitet. Es wird erwartet, dass diese Ausführungsform einen relativ niedrigen Leistungsverbrauch bei der Empfängerspulschaltung 72 ermöglichen kann, da die optische Quelle 70 nicht Teil einer derartigen Schaltung ist.

Beispielsweise kann der optische Modulator 82 die Form eines "Micro-Electro-Mechanical Systems"-(MEMS)-Spiegels (zum Beispiel den eines optischen Modulationsschalters annehmen, der zur Erzeugung einer Intensitätsmodulation konfiguriert ist). Beispielsweise kann der MEMS-Spiegel in einen ersten Modulationszustand versetzt werden, um den Lichtstrahl 84 zu reflektieren und dadurch eine digitale "1" zu erzeugen, und kann in einen zweiten Modulationszustand versetzt werden, um den Lichtstrahl nicht zu reflektieren um dadurch eine digitale "0" zu erzeugen. In einem weiteren Beispiel kann der optische Modulator 82 die Form eines retroreflektierenden Modulators annehmen, der in einem ersten Modulationszustand konfigurierbar ist, dass er den Lichtstrahl 84 reflektiert und dadurch eine digitale "1" erzeugt und weiter in einem zweiten Modulationszustand konfigurierbar ist, um den einfallenden Lichtstrahl zu absorbieren und dadurch eine digitale "0" zu erzeugen. Für Leser, die zusätzliche Hintergrundinformation in Verbindung mit retroreflektierenden Modulatoren wünschen, sei auf das US Patent Nr. 6,154,299 verwiesen, das ein Beispiel eines modulierenden Retroreflektors beschreibt, der eine Mehrfachquantenmulden-Technologie verwendet.

Die optische Lichtquelle 70 kann so konfiguriert sein, dass sie bei relativ langen Wellenlängen (zum Beispiel in der Größenordnung von angenähert 1550 nm) arbeitet, da Licht bei diesen längeren Wellenlängen dazu neigt, durch die menschliche Hornhaut und zugeordnete Linsen absorbiert zu werden, und nicht auf die Retina fokussiert wird. Somit können Übertragungen bei längeren Wellenlängen relativ hohe Leistungen (zum Beispiel in der Größenordnung von 10 mW für Punktquellen) ermöglichen, während gleichzeitig die Augensicherheit gewährleistet bleibt. Man wird erkennen, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die vorgenannte Lichtwellenlänge beschränkt ist, die lediglich ein Beispiel ist, und dass andere Wellenlängen verwendet werden unter der Voraussetzung verwendet können, dass die Leistungspegel geeignet eingestellt sind, um entsprechende Augensicherheitsstandards zu erfüllen. Somit kann im Allgemeinen Licht aus der optischen Quelle so gewählt werden, dass es eine Wellenlänge und/oder Leistungspegel aufweist, die geeignet sind, nachteilige Auswirkungen auf das menschliche Sehvermögen zu begrenzen.

Eine weitere exemplarische Technik zum Bewirken der optischen Übertragung kann eine nicht-gerichtete Übertragung wie zum Beispiel eine diffuse optische Übertragung sein, wobei das optische Signal von Objekten, Wänden und so weiter reflektiert würde, um anschließend an dem Empfänger gesammelt zu werden. In diesem Falle ist das Konzept eines Aufbaus eines einzelnen Sichtlinienpfades nicht anwendbar.

EXEMPLARISCHE DATENRATENANFORDERUNGEN

Es wird angenommen, dass für jede Empfängerspule das Signal bei 64 MHz und mit einer maximalen Bandbreite von 1 MHz zentriert ist.

Es wird ferner angenommen, dass das Empfängerspulensignal mit einer Abtastrate von 2 MSPS abgetastet und aus einer analogen in eine digitale Form umgewandelt wird, um 16 Bit an Information zu erzeugen.

Dann würde jede Empfängerspule 16 × 2 Mb/s Daten oder serielle 32 Mb/s Daten erzeugen.

Da sich die Gesamtdatenrate für MRI auf die Gesamtanzahl der Empfängerspulen in dem System aufsummiert, wäre die gesammelte Datenrate angenähert 128 × 32 Mb/s = 4,096 Gb/s).

Obwohl bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung hierin dargestellt und beschrieben wurden, dürfte es offensichtlich sein, dass derartige Ausführungsformen nur im Rahmen eines Beispiels bereitgestellt werden. Zahlreiche Varianten, Änderungen und Ersetzungen sind für den Fachmann auf diesem Gebiet ohne Abweichung von der Erfindung hierin möglich. Demzufolge soll die Erfindung nur durch den Erfindungsgedanken und den Schutzumfang der beigefügten Ansprüche begrenzt sein.

Eine optische Datenverbindung 14 ist zum optischen Übertragen im freien Raum von Daten aus mehreren Empfängerspulen 12 in einem Magnetresonanz-(MR)-bildgebungssystem 10 vorgesehen. Diese optische Datenverbindung durch den freien Raum (zum Beispiel durch Luft) stellt eine kabellose (ohne Bündel physikalischer Drähte oder optischer Fasern) im Wesentlichen elektromagnetisch immune (keine Interferenz wie bei drahtlosen Funkfrequenzübertragung) und skalierbare Lösung zum Übertragen von Daten bereit, die zum Erzeugen eines MR-Bildes verwendbar sind.

10
Magnetresonanz-Bildgebungs-(MRI)-System
12
Oberflächenspulen
121, 12N
Empfängerspulen
14
Optische Datenverbindung
16
Entfernt angeordneter optischer Empfänger
20
Senderschaltung
24i, 24N
Verstärker
26i, 26N
Frequenzumsetzer
28, 281, 28N, 78, 781, 78N
Analog/Digital-(A/D)-Wandler
30
Multiplexer
32
Optische Quelle
34
Optischer Quellentreiber
36
Lichtquelle
42
Optisch divergente Linse
43
Empfänger
44
Laserstrahl
45
Lichtsammellinse
46
Übertragener Strahl
47
Lichtdetektor
48
Strahlverfolgunsvorrichtung
49
Anordnung
50
Optischer Sender
52
Empfängerspule
54
Optische Detektoren
70
Optische Lichtquelle
72
Empfängerspulenschaltung
741, 74N
Empfängerspulen
761, 76N
Vorverstärker
80
Datenmultiplexer
82, 821, 82M
Optischer Modulator
84, 841, 84M
Lichtstrahl
861, 86M
Verstärker
88, 881, 88M
Moduliertes optisches Signal
89
Prozessor
90
Optischer Detektor


Anspruch[de]
Magnetresonanz-(MR)-Bildgebungssystem (10) aufweisend:

mehrere Empfängerspulen (12), die dafür konfiguriert sind, entsprechende Spulenausgangssignale auf der Basis von mehreren von den Empfängerspulen erfassen Magnetresonanzantwortsignalen zu liefern; und

eine optische Verbindung (14), die mit den mehreren Empfängerspulen gekoppelt ist, um wenigstens einen optischen Strahl durch Luft zu übertragen, der dafür konfiguriert ist, Empfängerspulensignalinformation zu transportieren.
Magnetresonanz-(MR)-Bildgebungssystem (10) nach Anspruch 1, wobei die optische Verbindung wenigstens eine Empfängerspulenschaltung (72) aufweist, die einen elektrisch mit einer Empfängerspule gekoppelten Analog/Digitalwandler (78) aufweist, um ein digitalisiertes Spulensignal zu liefern, wobei die Empfängerspulenschaltung ferner einen auf das digitalisierte Spulensignal reagierenden optischen Modulator (82) aufweist, um ein Modulatorausgangssignal zu erzeugen, wobei das Modulatorausgangssignal einen optischen Strahl bildet, der durch Luft übertragen wird und dafür konfiguriert ist, die Spulensignalinformation zu transportieren. Magnetresonanz-(MR)-Bildgebungssystem (10) nach Anspruch 2, wobei die optische Verbindung eine optische Quelle (70) in Abstand von der Empfängerspulenschaltung angeordnet aufweist, wobei die optische Quelle so positioniert ist, dass sie durch Luft einen optischen Strahl überträgt, der durch den optischen Modulator in Reaktion auf das digitalisierte Spulensignal zu modulieren ist. Magnetresonanz-(MR)-Bildgebungssystem (10) nach Anspruch 2, wobei der optische Modulator einen "Micro-Electro-Mechanical Systems"-(MEMS)-Spiegel aufweist. Magnetresonanz-(MR)-Bildgebungssystem (10) nach Anspruch 2, wobei der optische Modulator einen modulierenden Retroreflektor aufweist. Magnetresonanz-(MR)-Bildgebungssystem (10) nach Anspruch 2, wobei die optische Verbindung ferner wenigstens einen optischen Detektor (90) in Abstand von der Empfängerspulenschaltung angeordnet und positioniert aufweist, um das durch Luft übertragene Modulatorausgangssignal zu empfangen. Magnetresonanz-(MR)-Bildgebungssystem (10) nach Anspruch 3, wobei Licht aus der optischen Quelle eine Wellenlänge und/oder Leistungspegel aufweist, die so gewählt sind, dass sie Auswirkungen auf das menschliche Sehvermögen begrenzen. Magnetresonanz-(MR)-Bildgebungssystem (10) nach Anspruch 1, wobei die optische Verbindung wenigstens eine Empfängerspulenschaltung (20) aufweist, die einen elektrisch mit einer Empfängerspule (12) gekoppelten Analog/Digital-Wandler (78) aufweist, um ein digitalisiertes Signal zu liefern, wobei die Empfängerspule ferner wenigstens eine an der Empfängerspulenschaltung angeordnete optische Quelle (32) aufweist, wobei die optische Quelle so positioniert ist, dass sie durch Luft einen optischen Strahl überträgt, der in Reaktion auf das digitalisierte Spulensignal moduliert ist, wobei der durch die optische Quelle übertragene optische Strahl einen optischen Strahl bildet, der dafür konfiguriert ist, die Spulensignalinformation zu transportieren. Magnetresonanz-(MR)-Bildgebungssystem (10) nach Anspruch 8, wobei die optische Verbindung ferner wenigstens einen optischen Detektor (54) in Abstand von der Empfängerspulenschaltung angeordnet und positioniert aufweist, dass er den von der optischen Quelle durch Luft übertragenen optischen Strahl empfängt. Magnetresonanz-(MR)-Bildgebungssystem (10) nach Anspruch 1, wobei die optische Verbindung eine Empfängerspulenschaltung (72) mit mehreren Analog/Digital-Wandlern (78) aufweist, die jeweils mit mehreren Empfängerspulen (74) gekoppelt sind, um mehrere digitalisierte Spulensignale zu übertragen, wobei die Empfängerspulenschaltung ferner einen Multiplexer (80) aufweist, der so geschaltet ist, dass er die mehreren digitalisierten Spulensignale an einen optischen Modulator weitergibt, um ein Modulatorausgangssignal zu erzeugen, wobei das Modulatorausgangssignal einen optischen Strahl bildet, der durch Luft übertragen wird und dafür konfiguriert ist, die Spulensignalinformation aus jeder einzelnen von den mehreren Empfängerspulen zu transportieren. Magnetresonanz-(MR)-Bildgebungssystem (10) nach Anspruch 1, wobei die optische Verbindung wenigstens eine Empfängerspulenschaltung (20) aufweist, die einen elektrisch mit einer Empfängerspule gekoppelten Analog/Digital-Wandler (28) aufweist, um ein digitalisiertes Spulensignal zu liefern, wobei die Empfängerspulenschaltung ferner wenigstens eine bei der Empfängerspulenschaltung angeordnete optische Quelle (32) aufweist, wobei die optische Quelle dafür konfiguriert ist, einen in Reaktion auf das digitalisierte Spulensignal modulierten optischen Strahl zu übertragen, wobei die optische Verbindung ferner eine Linsenoptik aufweist, die optisch mit der optischen Quelle verbunden und dafür konfiguriert ist, räumlich den durch die optische Quelle übertragenen optischen Strahl aufzuweiten. Magnetresonanz-(MR)-Bildgebungssystem (10) nach Anspruch 8, wobei die optische Verbindung (14) ferner einen optischen Detektor (90) in Abstand von der Empfängerspulenschaltung und so positioniert aufweist, dass er den durch die optische Quelle durch Luft übertragenen optischen Strahl empfängt, wobei der Detektor eine zweidimensionale Anordnung (49) von Empfängern aufweist, die so konfiguriert sind, dass wenigstens einer oder mehrere von den Empfängern in der Anordnung den optischen Strahl unabhängig von einer Bewegung der optischen Quelle aufgrund einer Patientenbewegung empfangen. Optische Verbindung (14) für ein Magnetresonanz-(MR)-Bildgebungssystem (10), das mehrere Empfängerspulen (12) aufweist, die dafür konfiguriert sind, entsprechende Spulenausgangssignale auf der Basis von mehreren von den Empfängerspulen erfassten Magnetresonanzantwortsignalen zu liefern, wobei die optische Verbindung wenigstens eine Empfängerspulenschaltung (20) aufweist, die mit den mehreren Empfängerspulen gekoppelt ist, um durch Luft mehrere optische Strahlen zu übertragen, die dafür konfiguriert sind, die Spulensignalinformation zu transportieren.






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