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Dokumentenidentifikation DE202005019520U1 31.05.2007
Titel Golfschläger
Anmelder Kwasny, Siegfried, 33334 Gütersloh, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 202005019520
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.05.2007
Registration date 26.04.2007
Application date from patent application 14.12.2005
IPC-Hauptklasse A63B 53/00(2006.01)A, F, I, 20051214, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Golfschläger, insbesondere einen sogenannten Putter, also einen Schläger, der zum Einlochen des Balles dient.

Beim Putten ist es wichtig, daß der Kopf des Schlägers so gehalten wird, daß der Ball exakt die gewünschte Richtung erhält. Zur Erleichterung dieses Vorgangs ist es bekannt, verschiedene Zielhilfen auf dem Kopf des Schlägers anzubringen.

Aufgabe der Erfindung es ist, einen Putter zu schaffen, bei dem sich die richtige Haltung des Schlägers beim Einlochen noch genauer kontrollieren läßt.

Diese Aufgabe wird bei einem Golfschläger mit einem Griff, einem Stiel und einem Kopf dadurch gelöst, daß der Stiel auf mindestens einer Seite derart abgeflacht ist, daß er eine ebene Visierfläche bildet.

Während des Einlochens führt der Golfspieler mit dem Schläger eine pendelnde Bewegung aus, und er muß dabei den Kopf des Schlägers so halten, daß die Schlagfläche exakt die richtige Orientierung hat. Da der Kopf während des Schlages jedoch eine relativ hohe Geschwindigkeit in Bezug auf das Gras des Grüns hat, ist es schwierig, den Kopf während des Schlages so mit dem Blick zu fixieren, daß die Orientierung der Schlagfläche kontrolliert werden kann. Bei dem erfindungsgemäßen Schläger wird dies durch die Visierfläche, die sich längs des Stiels erstreckt, wesentlich erleichtert. Zur Vorbereitung des Schlages wird der Kopf des Schlägers so in unmittelbarer Nähe des Balls positioniert, daß die Schlagfläche die richtige Orientierung in Bezug auf das Loch aufweist. Während des Ausholens und während des Schlages muß der Spieler dann darauf achten, daß die Orientierung des Kopfes nicht verändert wird, d.h., daß der Stiel nicht verdreht wird. Dies läßt sich mit Hilfe der Visierfläche, die dem Auge des Spielers wesentlich näher liegt und bei der pendelnden Schlagbewegung auch nur eine relativ niedrige Geschwindigkeit hat, wesentlich leichter und sicherer kontrollieren als anhand der Schlagfläche am Kopf selbst. Es kommt hinzu, daß der Spieler während des Schlages auf die Visierfläche am Stiel fokussieren kann, so daß er die Oberfläche des Grüns eher unscharf wahrnimmt und somit durch die Relativbewegung zwischen Kopf und Grün weniger irritiert wird. Außerdem kann der Spieler während des Schlages einen Teil des Stiels und damit auch einen Teil der Visierfläche mit der Hand umfassen, so daß er durch die Visierfläche auch eine haptische Rückmeldung über die Orientierung des Schlägers erhält.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Bevorzugt erstreckt sich die Visierfläche über die gesamte Länge des Stiels vom Griff bis zum Kopf. Die Visierfläche oder mindestens eine der Visierflächen sollte vorzugsweise parallel zur Schlagfläche des Kopfes orientiert sein. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform geht diese Visierfläche bündig in die Schlagfläche am Kopf über.

Besonders zweckmäßig ist eine rechteckige Querschnittsform des Stiels, so daß der Spieler während des Schlages zwei parallel zur Schlagfläche verlaufende und eine rechtwinklig dazu verlaufende Visierfläche im Blick hat.

Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung weist der Stiel wenigstens ein durchgehendes, rechtwinklig zur Schlagfläche verlaufendes Visierloch auf. Der Durchmesser dieses Visierloches sollte so dimensioniert sein, daß der Spieler das Ziel durch das Visierloch anvisieren kann, wobei eine gewisse Blendenwirkung des Visierloches dazu beiträgt, daß der Spieler das Ziel scharf wahrnimmt. Zur Vorbereitung des Schlages kann der Spieler dann den Schläger mit dem Kopf auf den Boden aufsetzen und durch das Visierloch das Ziel anvisieren, wodurch sichergestellt ist, daß der Kopf die richtige Orientierung hat. Anschließend nimmt der Spieler die Schlagposition ein, wobei die Orientierung des auf den Boden aufgesetzten Kopfes erhalten bleibt. Beim Ausholen und bei eigentlichen Schlag kann der Spieler dann die Orientierung mit Hilfe der Visierfläche kontrollieren. Vorzugsweise sind mehrere Visierlöcher in unterschiedlichen Höhen längs des Stieles angeordnet. Gegebenenfalls können die Visierlöcher auch als in Längsrichtung des Stiels verlaufende Schlitze ausgebildet sein.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutet.

Es zeigen:

1 eine Seitenansicht eines Golfschlägers;

2 eine Stirnansicht des Golfschlägers; und

3 einen Schnitt längs der Linie III-III in 1.

Der in der Zeichnung dargestellte Golfschläger weist wie üblich einen Griff 10, einen Stiel 12 und einen Kopf 14 am unteren Ende des Stiels auf. Der Kopf hat eine Schlagfläche 16, mit der der Ball geschlagen wird. Der Siel 12 hat einen rechteckigen, an den Kanten leicht verrundeten Querschnitt, und die längere Seite des Querschnitts verläuft in Längsrichtung des Kopfes 14. Somit können mindestens drei der vier Oberflächen des Stiels 12 als ebene Visierflächen 18, 20 und 22 dienen, die es dem Spieler erleichtern, während des Schlages die Orientierung des Schlägers zu kontrollieren und beizubehalten. Die Visierflächen 18 und 22 sind exakt parallel zur Schlagfläche 16 ausgerichtet, wobei die Visierfläche 18 mit der Schlagfläche 16 bündig ist. Die dritte Visierfläche 20 ist rechtwinklig zu den Visierflächen 18 und 22 orientiert.

Die Visierflächen erstrecken sich durchgehend vom Kopf 14 bis zum Griff 10. Der Griff 10 hat ebenfalls einen rechteckigen Querschnitt. Abweichend vom gezeigten Ausführungsbeispiel kann der Querschnitt des Griffes 10 auch mit dem des Stiels 12 identisch sein, so daß der Griff einfach durch den oberen Endabschnitt des Stiels gebildet wird.

Im Stiel 12 sind auf der Länge verteilt mehrere durchgehende Visierlöcher 24 ausgebildet, deren Achsen genau rechtwinklig zur Schlagfläche 16 orientiert sind.

Es versteht sich, daß der Stiel 12 abweichend vom gezeigten Ausführungsbeispiel auch eine andere Querschnittsform, beispielsweise einen D-förmigen Querschnitt haben kann, sofern er mindestens eine Abflachung aufweist, die eine entweder parallel oder rechtwinklig zur Schlagfläche 16 orientierte Visierfläche bildet.


Anspruch[de]
Golfschläger mit einem Griff (10), einem Stiel (12) und einem Kopf (14), dadurch gekennzeichnet, daß der Stiel (12) auf mindestens einer Seite derart abgeflacht ist, daß er eine ebene Visierfläche (18, 20, 22) bildet. Golfschläger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Visierfläche (18, 22) parallel zur Schlagfläche (16) des Kopfes (14) verläuft. Golfschläger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Visierfläche (18) mit der Schlagfläche (16) bündig ist. Golfschläger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stiel (12) eine rechteckige Querschnittsform aufweist. Golfschläger nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens ein durchgehend im Stiel (12) ausgebildetes Visierloch (24), dessen Achse rechtwinklig zur Schlagfläche (16) des Kopfes (16) orientiert ist. Golfschläger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Visierfläche (18, 20, 22) durchgehend vom Griff (10) bis zum Kopf (14) erstreckt.






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