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Dokumentenidentifikation DE202005019691U1 31.05.2007
Titel Einlegesohle
Anmelder Bauerfeind AG, 07937 Zeulenroda, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Bardehle, Pagenberg, Dost, Altenburg, Geissler, 81679 München
DE-Aktenzeichen 202005019691
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.05.2007
Registration date 26.04.2007
Application date from patent application 16.12.2005
IPC-Hauptklasse A43B 17/00(2006.01)A, F, I, 20051216, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A43B 17/14(2006.01)A, L, I, 20051216, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine aus Kunststoff geformte Einlegesohle mit einer Stützwölbung für den Mittelfuß.

Eine derartige Einlegesohle ist in der US-PS 4,441,499 beschrieben und dargestellt. Diese Einlegesohle besteht aus in Fußlängsrichtung verlaufenden Streifen, die aus einer Schlaufe durch parallele Schnitte herausgeschnitten sind, so dass die Schlaufe geschwächt ist und damit eine größere Elastizität besitzt. Die dabei auf der Fußseite gegebenen geraden Streifen verlaufen vom Bereich hinter den Zehen bis hinter den Mittelfuß und stützen damit nur den Mittelfuß ab. Eine Verbesserung dieser Gestaltung ist in der US-PS 5,311,680 offenbart, gemäß der die einzelnen geraden Streifen vom Zehenbereich ab durch parallele Schnitte von einander getrennt sind, die in einem Bereich etwa bei der höchsten Wölbung enden auf einer Linie liegen, die etwa unter 45° zur Längsrichtung des Fußes verläuft. Diese Schnitte können zur Versteifung über Brücken miteinander verbunden werden, die jedoch die Gleichmäßigkeit der Einlegesohle stören.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine aus Kunststoff geformte Einlegesohle zu schaffen, bei der die Gestaltung der Stützwölbung für den Mittelfuß dem Verlauf des Druckes des Fußes auf die Einlegesohle folgt und die hinsichtlich ihrer Stützfunktion an die jeweilige Fußwölbung des Trägers individuell anpassbar ist. Erfindungsgemäß geschieht dies dadurch, dass im Bereich der größten Höhe der Stützwölbung auf der Unterseite der Einlage mehrere in Längsrichtung verlaufende Versteifungsrippen und vom Zehenbereich in Richtung Ferse bis über den Mittelfuß reichende Nuten vorgesehen sind, die derart im Bereich des Mittelfußes zur Lateralseite der Einlegesohle umbiegen und in diesem Bereich auslaufen, dass zwischen den Nuten von der jeweiligen Zehe ausgehende Federstreifen verlaufen, wobei die Federstreifen und die Versteifungsrippen individuell hinsichtlich ihrer Stärke abtragbar sind.

Bei dieser Einlegesohle dienen sowohl die Versteifungsrippen als auch die Federstreifen zur Abstützung des Fußes, die je nach Fußform individuell abtragbar sind, so dass mit stärkerer Abtragung an der betreffenden Stelle der Fuß mit entsprechend geringerem Druck auf die Stützwölbung drückt. Dabei lässt sich in bekannter Weise mit heute üblichen orthopädischen Messgeräten zur Feststellung des Druckes an der Fußsohle, aufgeteilt in eng aneinander liegende Bereiche, über einzelne Drucksensoren die Druckverteilung genau ermitteln, die dann für die jeweils notwendige Abtragung der Versteifungsrippen bzw. der Federstreifen zur Verfügung steht. Dabei sorgen die zur Lateralseite der Einlegesohle umbiegenden Nuten dafür, dass sich entsprechend bogenförmig verlaufende Federstreifen ergeben, die der üblichen Belastung des Fußes beim Gehen folgen, wie diese Belastung z.B. in der US-PS 5,394,626 in 7b dargestellt ist.

Mit den gebogenen Federstreifen und den Versteifungsrippen sind dem Orthopäden für die Anpassung der Einlegesohle an die jeweilige Fußform einfach zu behandelnde Teile der Einlegesohle gegeben, die sich ohne großen Aufwand hinsichtlich ihrer Stärke durch Abtragen verringern lassen, was z.B. durch Abschleifen mit einem Handschleifgerät geschehen kann. Die so gestaltete Einlegesohle bildet somit für den Orthopäden eine leicht anpassbare Gestaltung, die sich nach der vorstehend erwähnten Messung der Druckwerte über den Fuß schnell und ohne großen Aufwand herstellen lässt.

Um die Einlegesohle auch außerhalb ihres Stützbereichs als angenehmen Bereich zu gestalten, verwendet man für den Stützbereich zweckmäßig einen harten Kunststoff im Fersen- und Zehenbereich, wogegen ein weicher Kunststoff die von der Stützwölbung offen gelassenen Bereiche ausfüllt und außerdem im Zehenbereich die dort getrennten Federstreifen überbrückt. Durch die somit weich gestalteten Stellen in der Einlegesohle ergibt sich für den Anwender eine angenehme Benutzung, bei der durch den Zusammenhalt der Federstreifen im Zehenbereich ein Druckausgleich quer über den Zehenbereich erfolgt. Den weichen Kunststoff kann man darüber hinaus auch als Überzug über die Stützwölbung verwenden, was der Bequemlichkeit der Benutzung der Einlegesohle weiterhin förderlich ist.

In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:

1 eine Draufsicht auf die dem Fuß abgewandten Seite einer Einlegesohle für den linken Fuß;

2 eine Seitensicht der Einlegesohle gemäß 1;

3 einen Schnitt längs der Linie III-III aus 1.

In der 1 ist die Einlegesohle in einer Sicht auf ihre dem Fuß abgewandte Seite dargestellt, die insgesamt aus Kunststoff besteht und im Bereich ihrer Stützwölbung 1 mit drei Versteifungsrippen 2, 3 und 4 versehen ist, die etwa einige Millimeter hoch sind und dem Kunststoffmaterial im Bereich der Sützwölbung 1 bei Belastung der Einlegesohle eine Unterstützung für den Mittelfuß bieten.

In der Schnittdarstellung längs der Linie III-III aus 1 ist deutlich zu erkennen, wie sich die Versteifungsrippen 2, 3 und 4 von dem Bereich der Sützwölbung 1 deutlich abheben.

Die Einlegesohle weist weiterhin vom Zehenbereich 5 in Richtung Mittelfußbereich 6 reichende Nuten 7, 8, 9 und 10 auf, die sich bis in den Zehenbereich 5 erstrecken und über den Mittelfußbereich 6 hinausragen, wo sie die in der 1 dargestellte Schnittlinie III-III durchlaufen. In der Schnittzeichnung gemäß 3 sind von diesen Nuten die Nuten 8, 9 und 10 zu erkennen. Die Nuten 7, 8, 9 und 10 setzen sich bis an den vorderen Rand 12 der Einlegesohle fort, und zwar in Form der Schlitze 13, 14, 15 und 16, die hier von einem weichen Kunststoff ausgefüllt sind und über die Stege 17, 18, 19 und 20 in die Nuten 7, 8, 9 und 10 übergehen. Das weiche Kunststoffmaterial in den Schlitzen 13, 14, 15 und 16 setzt sich in den Rand 12 der Einlegesohle fort und bildet hier einen weichen Abschluss, wobei sich zwischen den Schlitzen 13, 14, 15 und 16 die leicht schwenkbaren Teile der Federstreifen 23, 24, 25, 26 und 27 erstrecken.

Im Fersenbereich 21 der Einlegesohle weist diese das ebenfalls aus weichem Kunststoffmaterial bestehende Fersenkissen 22 auf.

Wie die 1 deutlich zeigt, werden durch die von den Nuten 7, 8, 9 und 10 bzw. Schlitzen 13, 14, 15 und 16 und dem Rand 12 der Einlegesohle Federstreifen 23, 24, 25, 26 und 27 gebildet, die im wesentlichen bogenförmig verlaufen, wobei der Bogen so gelegt ist, dass er der üblichen Belastung des Fußes beim Gehen folgt. Damit ist die Einlegesohle optimal an den Fuß, insbesondere beim Gehen, angepasst. Die Tiefe der vorstehend genannten Nuten lässt sich bei Anlegen der Einlegesohle an dem Fuß eines Trägers dadurch anpassen, dass die genannten Federstreifen 23, 24, 25, 26 und 27 hinsichtlich ihrer Stärke abgetragen werden, was am einfachsten durch Abschleifen erfolgt. Dabei nehmen dann die Nuten hinsichtlich ihrer Tiefe entsprechend ab, womit die Federungseigenschaften der genannten Federstreifen sich im Sinne einer größeren Elastizität ändern. Außerdem lassen sich die Versteifungsrippen 2, 3 und 4 jeweils gemäß der individuellen Gestaltung des Fußes eines späteren Trägers einregulieren, nämlich durch Abtragen ihrer Stärke, d.h. hier im Sinne der Abnahme ihrer Höhe in Bezug auf den Boden der Einlegesohle, womit sich die höchste Wölbung der Einlegesohle entsprechend verringern lässt, wenn dies von der Form des Fußes des späteren Trägers gefordert wird. Dieses Abtragen der Höhe geschieht hier ebenfalls zweckmäßig durch Abschleifen.

Damit ist die vorstehend beschriebene Einlegesohle optimal an die Fußform des späteren Trägers anpassbar, wobei es für diese Anpassung nur eines geringen Aufwandes bedarf, nämlich nur des entsprechenden Abschleifens von Kunststoffmaterial aus der Einlegesohle.

Die Einlegesohle für den jeweils anderen Fuß ist natürlich entsprechend spiegelbildlich umgekehrt gestaltet.


Anspruch[de]
Aus Kunststoff geformte Einlegesohle mit einer Stützwölbung (1) für den Mittelfuß, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der größten Höhe der Stützwölbung (1) auf der Unterseite der Einlage mehrere in Längsrichtung verlaufende Versteifungsrippen (2, 3, 4) und vom Zehenbereich (5) in Richtung Ferse (21) bis über den Mittelfußbereich (6) reichende Nuten (7, 8, 9, 10) vorgesehen sind, die derart im Mittelfußbereich (6) zur Lateralseite der Einlegesohle umbiegen und in diesem Bereich (6) auslaufen, dass zwischen den Nuten (7, 8, 9, 10) von der jeweiligen Zehe ausgehende Federstreifen (23, 24, 25, 26, 27) verlaufen, wobei die Federstreifen (23, 24, 25, 26, 27) und die Versteifungsrippen (2, 3, 4) individuell hinsichtlich ihrer Stärke abtragbar sind. Einlegesohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützwölbung (1) aus einem harten Kunststoff besteht und im Fersen- (21) und Zehenbereich (5) ein weicher Kunststoff die von der Stützwölbung (1) offen gelassenen Bereiche ausfüllt, wobei im Zehenbereich (5) der weiche Kunststoff die dort von Schlitzen (13, 14, 15, 16) getrennten Federstreifen (23, 24, 25, 26, 27) überbrückt. Einlegesohle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der weiche Kunststoff als Überzug über die Stützwölbung (1) diese zumindest teilweise abdeckt.






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