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Dokumentenidentifikation DE202005019909U1 31.05.2007
Titel Gewickelter Filterkörper
Anmelder Mann + Hummel GmbH, 71638 Ludwigsburg, DE
DE-Aktenzeichen 202005019909
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.05.2007
Registration date 26.04.2007
Application date from patent application 19.12.2005
IPC-Hauptklasse B01D 29/21(2006.01)A, F, I, 20051219, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B01D 46/10(2006.01)A, L, I, 20051219, B, H, DE   B01D 46/52(2006.01)A, L, I, 20051219, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft einen aus mehreren Filterlagen gewickelten Filterkörper.

Stand der Technik

Insbesondere aus Papier gewickelte Filterkörper sind hinreichend bekannt. Die EP 0 900 118 B1 offenbar zylinderförmige Filterkörper, deren Querschnittsflächen eine kreisförmige Umfangskontur aufweisen. Ferner offenbart die Druckschrift Filterkörper mit im Wesentlichen rechteckiger Umfangskontur, wobei jedoch die Ecken der Filterkörperquerschnittsflächen fertigungsbedingt abgerundet ausgebildet sind. Ferner ist es aus der EP 0 900 118 B1 bekannt, Filterkörper mit ovaler Umfangskontur zu fertigen. Allen bekannten Filterkörpern ist gemeinsam, dass sie eine positive, nach außen gewölbte Umfangskontur aufweisen.

Offenbarung der Erfindung Technische Aufgabe

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine alternative Bauform für einen Filterkörper vorzuschlagen, durch die der mögliche Einsatzbereich von Filterkörpern erweitert wird. Weiterhin besteht die Aufgabe darin, eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Filterkörpers mit alternativer Bauform bereitzustellen.

Technische Lösung

Diese Aufgabe wird durch einen Filterkörper mit den Merkmalen des Anspruchs 1, mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 8 sowie mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 15 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, dass der in der Regel säulenförmige Filterkörper eine von der Hüllkontur eines Filterkörperquerschnitts abweichende Umfangskontur aufweist, wobei die Umfangskontur mindestens einen eingezogenen Bereich umfasst. Anders ausgedrückt ist die Umfangskontur eines Filterkörperquerschnitts des Filterkörpers in einem Bereich negativ bzw. nach innen weisend ausgebildet. Die Umfangskontur weist erfindungsgemäß einen konkaven, d.h. nach innen gewölbten Umfangskonturabschnitt auf. Bei der Hüllkontur handelt es sich nicht um die tatsächliche Umfangskontur eines Filterkörperquerschnitts. Die Hüllkontur wird erhalten, wenn der Filterkörper mit einem flexiblen Element, beispielsweise mit einer Schnur umspannt wird. Der Schnurverlauf entspricht dann der Hüllkontur. Hinterschneidungen werden von der Hüllkontur mit geradlinigen Abschnitten ausgespart. Beispielsweise entspricht die Hüllkontur bei einem Kreis dessen Umfangskontur. Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass die tatsächliche Umfangskontur der Filterkörperquerschnittsfläche von dessen Hüllkontur abweicht und diese hinterschneidet, also wie erwähnt, einen negativen oder konkaven Umfangskonturabschnitt aufweist. Der negative Konturbereich kann als Anström- oder Verdichtungskammer für das zu filternde Medium dienen.

Mit den herkömmlichen Fertigungstechniken zur Herstellung eines Filterkörpers ist der erfindungsgemäße Filterkörper mit einem nach innen gewölbten Umfangskonturabschnitt nicht herstellbar, da die Filterlagen bestrebt sind, die Hüllkontur des Filterkörpers bzw. eines Filterkörperquerschnitts des Filterkörpers anzunehmen bzw. dieser zu folgen. Mittels der noch zu erläuternden erfindungsgemäßen Vorrichtung und mittels des ebenfalls noch zu erläuternden erfindungsgemäßen Verfahrens ist es erstmals möglich, die beschriebene alternative Bauform zu fertigen. Durch die erfindungsgemäße neue Bauform des Filterkörpers wird der Einsatzbereich von gewickelten Filterkörpern, die in der Regel als Inline-Filter eingesetzt werden, erheblich erweitert, da der erfindungsgemäß ausgeformte Filterkörper auch in komplex ausgeformten Bauräumen eingesetzt werden kann. Die gewickelten Filterkörper sind in der Regel zylinderförmig ausgebildet, weisen also eine beliebig geformte Querschnittsfläche und eine Mantelfläche auf, wobei die Mantelfläche parallel zu einer gedachten, die Querschnittsfläche schneidenden Geraden verläuft. Die übereinander angeordneten Filterkörperquerschnittsflächen sind dabei identisch ausgeformt. Die erfindungsgemäßen Filterkörper sind aber nicht auf zylindrische Formen mit identischen Filterkörperquerschnittsflächen beschränkt. Es ist beispielsweise denkbar, dass die Filterkörper in irgendeiner Weise säulenförmig, beispielsweise mit einer hyperbolisch geformten Mantelfläche, gewickelt sind.

Für eine Vielzahl von denkbaren Einsatzbereichen der erfindungsgemäßen Filterkörper ist es von Vorteil, wenn die Hüllkontur symmetrisch ausgebildet ist. Hierunter fallen grundsätzlich alle möglichen Symmetrien. Die Hüllkontur kann beispielsweise punktsymmetrisch zu einer Längsmittelachse ausgebildet sein. Weiterhin ist es denkbar, dass die Hüllkontur einer Filterkörperquerschnittsfläche zusätzlich oder alternativ spiegelsymmetrisch zu einer Querschnittsachse ausgebildet ist. Besonders vorteilhaft hat sich eine kreisförmige oder ovale Hüllkontur herausgestellt, von der die tatsächliche Umfangskontur durch mindestens einen nach innen weisenden bzw. eingezogenen Umfangskonturabschnitt abweicht.

Aus anwendungstechnischer Sicht besonders interessant ist es, wenn die Umfangskontur bananenförmig oder sichelförmig ausgebildet ist. Bei einer derartigen Ausbildung der Umfangskontur ist der konkave Umfangskonturabschnitt im Verhältnis zu dem konvex ausgebildeten Umfangskonturabschnitt relativ groß. Die zugehörige Hüllkontur weist in der Regel einen konvexen und einen geradlinigen Umfangsabschnitt auf. Je nach Ausbildung der Bananen- oder Sicherform kann die Hüllkontur näherungsweise oval sein.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Hüllkontor als Polygon, insbesondere mit abgerundeten Ecken, auszubilden. Die zugehörige Umfangskontur weicht von der polygonen Hüllkontur durch einen nach innen weisenden Umfangskonturabschnitt ab.

Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Filterkörpers wird ein Stützkern benötigt, auf den die Filterlagen, insbesondere Filterpapier, aufgewickelt werden. Mit Vorteil entspricht die Form der Umfangskontur des Stützkerns zumindest im Wesentlichen der Form der Umfangskontur des fertigen Filterkörpers. In der Regel wird der Stützkern im Gegensatz zu dem fertigen Filterkörper spitze Ecken aufweisen. Durch das Umwickeln des Stützkerns mittels Filterlagen ergeben sich bei dem fertigen Filterkörper abgerundete Ecken.

Um den Zusammenhalt zwischen den Filterlagen zu gewährleisten, ist in Ausgestaltung vorgesehen, dass zwei benachbarte Filterlagen, vorzugsweise sämtliche benachbarte Filterlagen, miteinander verklebt sind. Wenn der Stützkern innerhalb des Filterkörpers verbleiben soll, kann die dem Stützkern benachbarte Filterlage ebenfalls mit diesem verleimt werden. Mit Vorteil erfolgt das Aufbringen von Klebstoff in Form von mindestens einer, vorzugsweise mindestens zwei Klebstoffspuren. In der Regel reicht es aus, wenn die Klebstoffspuren linienförmig und nicht großflächig ausgebildet sind.

Gegenstand der Erfindung ist, wie erläutert, auch eine Vorrichtung zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Filterkörpers. Diese Vorrichtung weist eine Halteeinrichtung für einen Stützkern sowie eine Wickeleinrichtung zum Umwickeln des Stützkerns mit Filtermaterial auf. Der Stützkern muss relativ zu der Wickeleinrichtung drehbar sein. Dies kann entweder dadurch gewährleistet werden, dass der Stützkern, oder die Wickeleinrichtung drehbar angeordnet sind. Es ist auch denkbar, dass sowohl der Stützkern, als auch die Wickeleinrichtung gegeneinander verdrehbar angeordnet sind. Zur Herstellung bekannter Filterelemente mit ausschließlich positiver Umfangskontur reicht es aus, wenn das aufzuwickelnde Filtermaterial beim Wickelprozess unter einer gewissen Vorspannung gehalten wird, sodass es sich lagenweise gleichmäßig an den Stützkern anlegt. Da der zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Filterkörpers zu verwendende Stützkern ebenfalls zumindest einen negativen Umfangskonturabschnitt aufweist, würde sich das Filtermaterial bei herkömmlichen Wickelvorrichtungen an die Hüllkontur des Stützkerns anlegen und nicht dem negativen Konturabschnitt folgen. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Vorrichtung zur Herstellung des Filterkörpers mindestens eine Anpresseinrichtung, zum zumindest abschnittsweisen Andrücken des Filtermaterials an den Stützkern während des Wickelprozesses aufweist. Mit Hilfe der Anpresseinrichtung wird die oberste Lage des Filtermaterials an die darunter befindlichen Lagen angedrückt, sodass das Filtermaterial dem Umfangskonturverlauf des Stützkerns beim Aufwickelprozess folgt.

Um eine dauerhafte Verbindung zwischen den Filterlagen zu gewährleisten, ist mindestens eine Klebstoffaufbringeinrichtung vorgesehen, die Klebstoff, insbesondere Klebstoffbahnen, auf die Filterlagen aufbringt.

In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Anpresseinrichtung mindestens einen auf der jeweils obersten Filterlage abrollenden Walzkörper umfasst. In der Regel dreht sich der Stützkern an dem senkrecht zum Stützkern verstellbaren Walzenkörper entlang. Es ist auch denkbar, dass der Stützkern drehfest angeordnet ist und der Walzenkörper zusammen mit der Wickeleinrichtung den Stützkern umfährt. Wesentlich ist, dass der Walzenkörper neben seiner Abrollbewegung eine Relativbewegung senkrecht zur Stützkernoberfläche vollführen kann. Dies kann selbstverständlich auch dadurch gewährleistet werden, dass der Stützkern senkrecht zum Walzenkörper bewegbar ist.

Um den Walzenkörper gegen den Stützkörper bzw. gegen die bereits aufgewickelten Filterlagen zu drücken, ist mindestens eine Feder vorgesehen, die den Walzenkörper in Richtung Stützkern kraftbeaufschlagt.

Zusätzlich oder alternativ zu der Federkraftbeaufschlagung kann ein Antrieb für den Walzenkörper zur Realisierung der senkrechten Relativbewegung zwischen Stützkern und Walzenkörper vorgesehen werden. Mit Vorteil ist dieser Antrieb dem Walzenkörper zugeordnet. Denkbar ist jedoch auch eine Verstellung des Stützkörpers mittels des Antriebs. Insbesondere eignet sich eine Kolben-Zylinder-Einheit oder ein elektromotorischer Antrieb zur Gewährleistung der senkrechten Relativbewegung.

Zur Steuerung des Antriebs ist in Ausgestaltung der Erfindung eine Steuereinheit vorgesehen.

Zur Steuerung der Relativbewegung zwischen Walzenkörper und Stützkörper gibt es mehrere Möglichkeiten. So ist es beispielsweise möglich, den Konturverlauf des Stützkerns in einem Speicher zu hinterlegen, sodass die Steuerung der Relativbewegung und des Anpressdrucks in Abhängigkeit vom Drehwinkel des Stützkerns sowie der Anzahl der erfolgten Umdrehungen und/oder des Abstandes zu dem Walzenkörper erfolgt.

Ebenso ist es denkbar, dass der Konturverlauf über einen Sensor, mit Vorteil kontinuierlich, erfasst wird und dass die Steuerung anhand des gemessenen Konturverlaufs und der Relativposition zwischen Walzenkörper und Stützkern erfolgt. Diese Relativposition wird ebenfalls über einen Sensor gemessen und die gemessene Information der Steuereinheit zugeführt.

Mittels der Steuereinheit kann sichergestellt werden, dass die von dem Walzenkörper auf die oberste Lage aufgebrachte Anpresskraft zumindest näherungsweise konstant bleibt.

Gegenstand der Erfindung ist auch ein Herstellungsverfahren. Das Herstellungsverfahren zeichnet sich dadurch aus, dass die Filterlagen während des Wickelprozesses, zumindest im Bereich des hinterschneidenden Umfangskonturabschnitts, an den Stützkörper angedrückt werden. Hierzu kann insbesondere eine Anpresseinrichtung mit Walzenkörper verwendet werden.

Wie zuvor erwähnt, ist es von Vorteil, wenn zumindest zwei benachbarte Filterlagen miteinander verklebt werden. Damit sich der fertig gewickelte und verklebte Filterkörper beim Aushärten des Klebstoffs nicht verzieht, ist erfindungsgemäß vorgesehen, den fertig gewickelten Filterkörper in eine zumindest annähernd starre Hülle zu überführen. Dabei ist es von Vorteil, wenn die Innenkontur der Hülle der Umfangskontur des fertig gewickelten Filterkörpers entspricht. Es ist jedoch auch denkbar, die Hülle derar auszubilden, dass die Innenkontur der Hülle von der Umfangskontur des fertig gewickelten Filterkörpers abweicht, um beispielsweise Formkorrekturen oder Formoptimierungen nach Beendigung des Wickelprozesses vor dem endgültigen Aushärten des Klebstoffs vornehmen zu können.

Es ist denkbar, den Stützkern nach dem Aushärten des Klebstoffs zu entfernen. Hierdurch kann das Gewicht des Filterkörpers reduziert werden.

Die Erfindung kann auch bereits darin gesehen werden, dass die Kontur einer Filterkörperquerschnittsfläche eines gewickelten Filterkörpers von der Umfangskontur eines Kreises, eines Ovals oder eines Rechtecks mit abgerundeten Ecken abweicht. Dabei kann die Hüllkontur der Umfangskontur entsprechen, oder die Umfangskontur kann die Hüllkontur hinterschneiden. In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Umfangskontur einer Filterkörperquerschnittsfläche eines in der Regel zylinderförmigen Filterkörpers dreieckig, insbesondere mit abgerundeten Ecken, ausgebildet ist. Insbesondere bietet sich eine gleichschenklige Dreiecksform der Umfangskontur der Filterkörperquerschnittsfläche an. Durch das Aneinanderreihen von beispielsweise zwei dreieckförmigen Filterkörpern kann ein rechteckförmiger Filterkörper erhalten werden. Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Umfangskontur einer Filterkörperquerschnittsfläche wabenförmig, in der Art einer Bienenwabe, ausgebildet ist. Durch das Aneinanderlegen mehrerer wabenförmig ausgebildeter Filterkörper kann ein Filterkörper nahezu beliebiger Form in Baukastenweise hergestellt werden. Erfindungswesentlich ist es, dass zur Herstellung derartiger Filterkörper ein Stützkern verwendet wird, welcher eine Umfangskontur aufweist, die zumindest näherungsweise der Umfangskontur des fertig gewickelten Filterkörpers entspricht.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Weitere Vorteile und zweckmäßige Ausführungen sind den weiteren Ansprüchen, der Figurenbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Es zeigen:

1 eine perspektivische Darstellung eines um einen Stützkern gewickelten Filterkörpers mit einer im Wesentlichen rechteckigen Hüllkontur sowie mit einer gegenüber der Hüllkontur in einem Bereich nach innen eingezogenen Umfangskontur,

2 eine Filterkörperquerschnittsfläche des Filterkörpers gemäß 1,

3 eine Filterkörperquerschnittsfläche eines Filterkörpers mit bananenförmiger Umfangskontur sowie einer Hüllkontur mit einem konvexen und einem geradlinigen Konturabschnitt und

4 einen noch nicht fertigen Filterkörper während des Wickelprozesses mit einem bananenförmigen Stützkern, wobei die oberste Filterlage mittels einer Anpresseinrichtung an die darunter befindlichen Filterlagen angedrückt wird.

Ausführungsform(en) der Erfindung

In den Figuren sind gleiche Bauteile und Bauteile mit gleicher Funktion mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.

In 1 ist ein gewickelter Filterkörper 1 dargestellt. Der gezeigte zylinderförmige Filterkörper weist zwei beabstandete Grundflächen 2 auf, die mittels einer senkrecht zu diesen angeordneten Mantelfläche 3 miteinander verbunden sind. Die Grundflächen 2 entsprechen der in 2 dargestellten Filterkörperquerschnittsfläche 4. Die Umfangskontur 5 der Grundflächen 2 sowie der Filterkörperquerschnittsfläche 4 ist im Wesentlichen U-förmig ausgebildet. Die Hüllkontur 6 des Filterkörpers 1 ist dagegen im Wesentlichen rechteckförmig ausgebildet. Der Umfangskonturabschnitt 5' der Umfangskontur 5 ist gegenüber der Hüllkontur 6 nach innen eingebogen. Anders ausgedrückt hinterschneidet die Umfangskontur 5 in dem Umfangskonturabschnitt 5' die Hüllkontur 6der Filterkörperquerschnittsfläche 4. Hierdurch wird ein Filterkörper mit einem negativen Umfangskonturabschnitt 5' erhalten. Der von dem Umfangskonturabschnitt 5' hinterschnittene, gestrichelt dargestellte Abschnitt 6' der Umfangskontur 6 weist einen geradlinigen Verlauf auf.

Innerhalb des mittels mehren nicht dargestellten Filterlagen gewickelten Wickelbereichs 7 des Filterkörpers 1 befindet sich ein starrer Stützkörper 8. Die Umfangskontur 9 des Stützkörpers 8 entspricht im Wesentlichen der maßstabsgetreu verkleinerten Umfangskontur 5 des fertig gewickelten Filterkörpers 1.

In 3 ist eine bananenförmige Filterkörperquerschnittsfläche 4 gezeigt. Die Umfangskontur 5 der Filterkörperquerschnittsfläche 4 hinterschneidet in dem konkaven Bereich 5' die in diesem Bereich 6' gerade Hüllkontur 6 der Filterkörperquerschnittsfläche 4.

Die Umfangskontur 9 des zentrisch angeordneten Stützkörpers 8 ist ebenfalls bananenförmig ausgebildet. Der Pfeil 10 gibt eine mögliche Anströmrichtung für das zu filternde Medium, insbesondere Luft, an. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel bildet der konkave Bereich 5' eine Anströmkammer für das anströmende Fluid.

In 4 ist schematisch eine Vorrichtung zur Herstellung eines Filterkörpers 1 mit einem zentralen Stützkern 8 und einem auf diesen aufgewickelten, mehrlagigen Wickelbereich 7 dargestellt. Der Stützkern 8 ist von einer nicht dargestellten Halteeinrichtung gehalten. Mittels der nicht dargestellten Halteeinrichtung ist der Stützkern 8 im Uhrzeigersinn drehbar. Mittels einer Anpresseinrichtung 11, umfassend einen Walzenkörper 12, der von einer Feder 13 in Richtung Walzenkörper 8 kraftbeaufschlagt ist, wird die oberste Filterlage 14 gegen die bereits aufgewickelten Filterlagen gedrückt. Hierdurch wird gewährleistet, dass die oberste Filterlage 14 nicht dem Hüllkonturverlauf folgt, sondern eine der Form des Stützkerns entsprechende, bananenförmige Umfangskontur 5 erhält. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Walzenkörper 12 relativ und senkrecht zur Oberfläche der obersten Filterlage 14 bewegbar. Die oberste Filterlage 14 wird von einer sich abwickelnden Filterlagenrolle 15 abgerollt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Anpresseinrichtung sowie die Filterlagenrolle ortsfest angeordnet. Die Relativbewegung findet allein durch Verdrehen des Stützkerns 8 im Uhrzeigersinn statt.

Gemäß einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel können mehrere Sensoren und eine Steuereinheit vorgesehen werden, wobei ein Sensor den vorherrschenden Anpressdruck misst. Ein weiterer Sensor bestimmt den Konturverlauf im Bereich vor der Walze 12, sodass die Steuereinrichtung die Bewegung der Walze 12 und/oder des Stützkörpers 8 über Antriebe in Abhängigkeit der gemessenen Parameter steuern kann.


Anspruch[de]
Aus mehreren Filterlagen gewickelter Filterkörper (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangskontur (5, 5') einer Filterkörperquerschnittsfläche (4) des Filterkörpers (1) mindestens einen die Hüllkontur (6, 6') der Filterkörperquerschnittsfläche (4) hinterschneidenden Umfangskonturabschnitt (5') aufweist. Filterkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hüllkontur (6, 6') einen geradelinigen Hüllkonturabschnitt (6') aufweist. Filterkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hüllkontur (6, 6') näherungsweise kreisförmig oder näherungsweise oval ist. Filterkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Umfangskontur (5, 5') bananenförmig ist. Filterkörper nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hüllkontur (5, 5') ein Polygon, insbesondere mit abgerundeten Ecken, ist. Filterkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Filterkörper (1) einen Stützkern (8) aufweist. Filterkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei benachbarte Filterlagen miteinander verklebt sind. Vorrichtung zur Herstellung eines Filterkörpers (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Halteeinrichtung für einen Stützkern (8), und mit einer Wickeleinrichtung zum Umwickeln des Stützkerns (8) mit Filtermaterial, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anpresseinrichtung (11) zum, zumindest abschnittsweisen, Andrücken des Filtermaterials (14) an den Stützkern (8) während des Wickelprozesses vorgesehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Klebstoffaufbringeinrichtung vorgesehen ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpresseinrichtung (11) mindestens einen auf der jeweils obersten Filterlage (14) abrollenden Walzenkörper (12) umfasst. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Walzenkörper (12) federkraftbeaufschlagt ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein aktiver Antrieb, insbesondere eine Kolben-Zylinder-Einheit oder ein elektromotorischer Antrieb, zum Verfahren des Walzenkörpers (12) relativ zur Stützkernoberfläche vorgesehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit zur Steuerung des aktiven Antriebs vorgesehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensor zur Bestimmung des Umfangskonturverlaufs des Stützkerns vorgesehen ist, und dass die Steuereinheit die Bewegung des aktiven Antriebs in Abhängigkeit von dem Umfangskonturverlauf (9) des Stützkern (8) steuernd ausgebildet ist.






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