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Dokumentenidentifikation DE202005019941U1 31.05.2007
Titel Schutzfolie und Kraftfahrzeug mit Schutzfolie
Anmelder fischer automotive systems GmbH, 72160 Horb, DE
DE-Aktenzeichen 202005019941
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.05.2007
Registration date 26.04.2007
Application date from patent application 21.12.2005
IPC-Hauptklasse B60J 11/00(2006.01)A, F, I, 20051221, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schutzfolie und ein Kraftfahrzeug mit Schutzfolie.

Zum Schutz von Kraftfahrzeugen gegen Frost und Sonneneinstrahlung sind Folien unterschiedlichster Art bekannt. So sind beispielsweise Folien in Größe der Windschutzscheibe bekannt, die durch Klemmen unter den Scheibenwischer am Kraftfahrzeug befestigbar sind. Weiterhin sind beispielsweise Folien bekannt, die das Kraftfahrzeug mit Ausnahme des Unterbodens im Wesentlichen ganz umhüllen und die mit Gummizügen, Haken oder Schnüren am Kraftfahrzeug befestigbar sind. Alle diese Schutzfolien haben jedoch den Nachteil, dass für sie bei Nichtbenutzung kein Platz im Kraftfahrzeug vorgesehen ist und sie daher häufig lose im Kofferraum liegen. Weiterhin besteht das Problem, dass die Folien bei Frost oder Regen nach Abnahme vom Kraftfahrzeug feucht sind und damit beim Verstauen in das Kraftfahrzeug relativ viel Feuchtigkeit in den Innenraum gelangt.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schutzfolie zur Verwendung bei einem Kraftfahrzeug zu schaffen, deren Aufbewahrung gegenüber dem Stand der Technik verbessert ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 und des Anspruchs 5 gelöst. Die Erfindung schlägt vor, dass die Schutzfolie wie ein Rollo fest am Kraftfahrzeug angeordnet ist. Im Nichtgebrauchszustand kann sie wie ein Rollo aufgewickelt sein und benötigt somit wenig Platz. Bei einem abgestellten Kraftfahrzeug kann die Schutzfolie wie ein Vorhangrollo über die zu schützenden Teile des Kraftfahrzeugs ausgezogen werden. Dabei kann mit „gezogen" gemeint sein, dass das Ausziehen gegen die Kraft einer Feder im Rollo erfolgt, wie dies bei Rollos als Vorhängen häufig auch üblich ist. Allerdings ist eine derartige Feder nicht zwingend notwendig, wenn das Aufrollen beispielsweise manuell oder motorisch erfolgen soll. Erfindungsgemäß ist die Schutzfolie mit ihrer Rolle fest am Kraftfahrzeug angeordnet und damit insbesondere an der Außenseite des Kraftfahrzeugs befestigt. Hierdurch erhält die Schutzfolie einen festen Aufbewahrungsort und kann keine Feuchtigkeit in das Innere des Kraftfahrzeugs bringen.

Für die Platzierung der Rolle der Schutzfolie kommen unterschiedliche Stellen am Fahrzeug in Frage. Vorzugsweise ist die Rolle in einem Stoßfänger oder darunter angeordnet. In einer weiteren Ausführungsform ist die Rolle auf einem Dachträger oder einer Dachreling des Kraftfahrzeugs angeordnet. Dabei können beispielsweise auch zwei Schutzfolien zum Ausrollen in Richtung der Front bzw. des Hecks des Kraftfahrzeugs vorgesehen sein.

Zur Fixierung der Folie in der ausgezogenen Gebrauchsposition schlägt die Erfindung vor, dass die Schutzfolie und/oder das Kraftfahrzeug eine Einhängevorrichtung, beispielsweise in Form von Haken und Ösen, zum Halten eines freien Endes der Schutzfolie aufweist. Hierdurch ergibt sich eine einfache Handhabung.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier Ausführungsbeispiele erläutert.

Es zeigen:

1 ein erstes Ausführungsbeispiel; und

2 ein zweites Ausführungsbeispiel.

Das in 1 dargestellte Kraftfahrzeug 1 weist einen vorderen Stoßfänger 2 auf, in dem eine Rolle 3 angeordnet ist, auf welche die ausgerollt dargestellte Schutzfolie 4 im Nichtgebrauchszustand nach Art eines Rollos aufgerollt werden kann. Das Rollo könnte gleichermaßen im hinteren Stoßfänger 5 oder, sollte dies aus Gründen der Crashsicherheit nicht möglich sein, auch unterhalb des Stoßfängers angeordnet sein. Die Schutzfolie 4 wird von einer nicht dargestellten Torsionsfeder an der Rolle 3 in Richtung des vorderen Stoßfängers 2 gezogen und im ausgerollten Zustand gegen die Wirkung der Torsionsfeder am Heck 6 des Kraftfahrzeugs 1 von einer Einhängeeinrichtung 7 gehalten. Die Einhängeeinrichtung 7, hier schematisch dargestellt, kann beispielsweise aus einem Haken am Kraftfahrzeug 1 sowie Ösen an der Schutzfolie 4 gebildet werden. Zur besseren Handhabung der Schutzfolie 4 weist diese an ihrem freien Ende eine Bedienleiste 8 zur manuellen Betätigung auf. Die Schutzfolie 4 kann gleichermaßen gegen Sonneneinstrahlung, Regen, Frost oder Hagel verwendbar sein und hierzu beispielsweise mit einer reflektierenden und/oder wasserabweisenden Beschichtung versehen sein.

Im Gegensatz zu dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel weist das in 2 dargestellte Ausführungsbeispiel zwei Schutzfolien 9, 10 mit je einer Rolle 11, 12 auf, welche an einer Dachreling 13 des Kraftfahrzeugs 1 befestigt sind. Die beiden Schutzfolien 9, 10 sind im ausgerollten Zustand durch die beiden Einhängeeinrichtungen 14, 15 fixierbar, während sie im Nichtgebrauchszustand auf die beiden Rollen 11, 12 aufgerollt sind. Die Schutzfolien 9, 10 sind im eingerollten Zustand durch ein Gehäuse 16 geschützt.


Anspruch[de]
Kraftfahrzeug mit Schutzfolie (4, 9, 10), dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzfolie (4, 9, 10) mit einer Rolle (3, 11, 12) nach Art eines Rollos fest am Kraftfahrzeug (1) angeordnet ist. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle (3) in einem Stoßfänger (2) angeordnet ist. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle (11, 12) auf einem Dachträger oder einer Dachreling (13) angeordnet ist. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzfolie (4, 9, 10) und/oder das Kraftfahrzeug eine Einhängeeinrichtung (7, 14, 15) zum Halten eines freien Endes der Schutzfolie (4, 9, 10) aufweist. Schutzfolie zur Verwendung bei einem Kraftfahrzeug (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzfolie (4, 9, 10) eine Rolle (3, 11, 12) nach Art eines Rollos aufweist und an einem Kraftfahrzeug (1) befestigbar ist.






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