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Dokumentenidentifikation DE202005020267U1 31.05.2007
Titel Verkaufswagen
Anmelder Alf Fahrzeugbau GmbH & Co KG, 59368 Werne, DE
Vertreter Loesenbeck und Kollegen, 33602 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 202005020267
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.05.2007
Registration date 26.04.2007
Application date from patent application 23.12.2005
IPC-Hauptklasse B60P 3/025(2006.01)A, F, I, 20051223, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Verkaufswagen mit einem ortsfesten Dachelement, an dem zumindest an einer Längsseite ein oder mehrere Seitenwände schwenkbar gelagert sind, mit wenigstens einem Dacheckteil und bei dem zumindest aus der Dachfläche des ortsfesten Dachelementes, der schwenkbaren Seitenwand bzw. den schwenkbaren Seitenwänden und dem Dacheckteil bzw. den Dacheckteilen in der Verkaufsstellung des Verkaufswagens eine Gesamtdachfläche bildbar ist.

Ein in Rede stehender Verkaufswagen kann als selbstfahrendes Fahrzeug oder bevorzugt jedoch als Verkaufsanhänger ausgelegt sein. Bevorzugt wird der Verkaufswagen zur Präsentation von Waren auf Märkten benutzt. Solche Märkte finden häufig auf den Straßen von Innenstädten statt, wobei jedem Anbieter ein genauer Platz zugeteilt ist. In der Fahrstellung des Verkaufswagens ist dieser rundum geschlossen. Nach Erreichen des angewiesenen Platzes werden die Seitenwände, die Dacheckteile und die Rückwand und bei einem Verkaufsanhänger auch die Vorderwand von einer vertikalen Stellung in eine annähernd horizontale Stellung geschwenkt. Es wird jedoch bei dem in Rede stehenden Verkaufswagen eine viereckige Gesamtdachfläche angestrebt, sodass die Dacheckteile von der seitlichen und vertikalen Stellung in die Eckbereiche der Gesamtdachfläche geschwenkt werden müssen. Dazu sind spezielle Führungsschienensysteme notwendig. Die Größe der ortsfesten Dachfläche stimmt im Wesentlichen mit der Grundfläche des Verkaufswagens in der Fahrstellung überein. Der in Rede stehende Verkaufswagen hat sich in der Praxis bestens bewährt.

Üblicherweise bietet der Betreiber eines Verkaufswagens seine Ware auf verschiedenen Märkten bzw. an wechselnden Standorten an. Es wird nun als Nachteil empfunden, dass die Größe des Verkaufswagens auf den Stand ausgelegt werden muss, dessen Länge am geringsten ist. Daraus ergibt sich, dass bei den anderen Ständen die vorhandene, angewiesene Fläche nicht voll ausgenutzt werden kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verkaufswagen der eingangs näher beschriebenen Art so zu gestalten, dass die Länge der Gesamtdachfläche variabel ist, so dass diese an die jeweiligen Gegebenheiten des Verkaufsstandortes angepasst werden kann.

Die gestellte Aufgabe wird gelöst, indem dem ortsfesten Dachelement wenigstens ein Schiebeelement zugeordnet ist, und dass das ortsfeste Dachelement eine Führung für jedes Schiebeelement derart bildet, dass jedes Schiebeelement in Richtung der Längskanten des ortsfesten Dachelementes verfahrbar ist.

Durch das Schiebeelement bzw. durch die Schiebeelemente ist es nunmehr möglich, dass die Länge der Gesamtdachfläche den örtliche Gegebenheiten angepasst werden kann, das heißt von Standort zu Standort kann die Länge geändert werden. In Abkehr von den bisherigen Ausführungen kann nunmehr der Wagen für die größte Länge des angewiesenen Standortes ausgelegt werden. Wird ein Standort benutzt, dessen Länge geringer ist, wird das Schiebeelement bzw. werden die Schiebeelemente gegenüber dem ortsfesten Dachelement nicht in die äußere Endstellung verfahren, sondern sie verbleiben in einer Zwischenstellung. Daher kann der Anbieter die Länge jedes ihm zugewiesenen Standortes voll nutzen. Ferner ist besonders vorteilhaft, dass zur Bildung der Gesamtdachfläche keine Gelenke notwendig sind, die einem Verschleiß unterlegen sind. Die erfindungsgemäße Ausführung kann als verschleißfrei angesehen werden. Darüber hinaus ist vorteilhaft, dass auf Stützen für die Dacheckteile zumindest zum Teil verzichtet werden kann. Sofern Stützen notwendig sind, sind diese nur in den äußeren Eckbereichen der Gesamtdachfläche notwendig. Durch die Schiebeelemente ist die Handhabung des Verkaufswagens beim Auf- und Abbau wesentlich verbessert.

Eine konstruktiv einfache Lösung wird erreicht, wenn jedes Schiebeelement aus einem verschiebbaren Dachelement und wenigstens einem daran schwenkbar gelagerten Dacheckteil besteht. Demzufolge besteht jedes Schiebeelement aus dem verschiebbaren Dachelement und ein oder zwei Dacheckteilen und einer Stirnwand. Vorteilhaft ist bei dieser Ausführung, dass alle Teile des Schiebeelementes gleichzeitig ein oder ausgefahren werden können.

Damit die Verfahrbarkeit jedes Schiebeelementes gewährleistet ist, ist vorgesehen, daß jedes verschiebbare Dachelement in einer zum ortsfesten Dachelement angrenzenden Ebene verfahrbar ist. Dabei könnten die einander zugewandt liegenden Flächen des ortsfesten Dachelementes und des Schiebeelementes aufeinander gleiten oder in einem geringen Abstand zueinander stehen. Dadurch wird ein geringstmöglicher Versatz zwischen dem ortsfesten Dachelement und dem zu verschiebenden Dachelement bzw. den verschiebenden Dachelementen erreicht. Darüber hinaus wird die Breite jedes Schiebeelementes an die Breite des ortsfesten Dachelementes angepaßt.

Es ist ferner vorgesehen, daß jedes zu verschiebende Dachelement gegenüber dem ortsfesten Dachelement, bezogen auf den Querschnitt nach außen versetzt ist, und daß in den Zwischenraum Führungselemente für das zu verschiebende Dachelement vorgesehen sind.

In einer bevorzugten Ausführung ist vorgesehen, daß das ortsfeste Dachelement und jedes zu verschiebende Dachelement im Querschnitt U-förmig ausgebildet ist, wobei die Höhen der parallelen, äußeren Schenkel wesentlich geringer sind als die Breite des ortsfesten Dachelementes bzw. jedes zu verschiebenden Dachelementes. Das ortsfeste Dachelement und jedes zu verschiebende Dachelement sind nach unten offen, d.h. die Querschnitte sind umgekehrt U-förmig. Daraus ergibt sich der große Vorteil, daß das ortsfeste Dachelement und jedes zu verschiebende Dachelement fugenfrei ist, so daß keine Feuchtigkeit eindringen kann. Durch die umgekehrt U-förmige Gestaltung des ortsfesten Dachelementes und jedes zu verschiebenden Dachelementes werden ebene Flächen gebildet.

Alternativ ist es jedoch auch möglich, daß das ortsfeste Dachelement und jedes zu verschiebende Dachelement im Querschnitt bogenförmig gestaltet sind. Es ist ferner vorgesehen, daß die parallelen Schenkel jedes zu verschiebenden Dachelementes in Abstand zu den Längskanten des ortsfesten Dachelementes stehen, und daß am ortsfesten Dachelement Führungselemente für jedes Schiebeelement angeordnet sind. Diese Führungselemente sind in bevorzugter Ausführung Führungsrollen, die auf Bolzen frei drehbar gelagert sind, die fest am ortsfesten Dachelement angebracht sind. Damit jedes Schiebeelement exakt geführt ist, ist es vorgesehen, daß an den parallelen Schenkeln jedes zu verschiebenden Dachelementes an der Innenseite sowie im Abstand zum Mittelteil stehende Führungsstege angesetzt oder angeformt sind. Die Führungsrollen stehen bei dieser Ausführung zwischen dem Mittelteil und den Führungsstegen.

In den Endstellungen überlappen sich das ortsfeste Dachelement und jedes Schiebeelement nur geringfügig. Damit jedoch eine hinreichende Führung für jedes Schiebeelement gegeben ist, ist vorgesehen, daß in den Eckbereichen des ortsfesten Dachelementes an der Innenseite in Längsrichtung sich erstreckende Führungsprofile festgelegt sind, in die an jedem Stirnende Stützprofile verschiebbar geführt sind. Beim Ausfahren jedes Schiebeelementes aus der Fahrstellung heraus verbleibt jedes Stützprofil zunächst in der ursprünglichen, in die Führungsprofile eingeschobenen Lage. Ist beispielsweise das Schiebeelement um seine halbe Länge gegenüber dem ortsfesten Dachelement verfahren, wird durch einen Mitnehmer jedes Stützprofil synchron mit dem Schiebeelement verfahren. Das Stützprofil stellt demzufolge eine Verbindung zwischen dem ortsfesten Dachelement und dem Schiebeelement dar. Jedes Stützprofil ist, in der Projektion gesehen, U-förmig ausgebildet, wobei die parallelen Schenkel in den Führungsprofilen geführt sind. Der Mitnehmer schlägt dann beim Ausfahren des Schiebeelementes in einer bestimmten Stellung gegen den Mittelsteg, so daß das Stützprofil dann mitgenommen wird.

Gemäß einer anderen Ausführung ist vorgesehen, daß im mittleren Bereich des ortsfesten Dachelementes an der Innenseite ein sich in Längsrichtung erstreckendes Führungsprofil festgelegt ist, in dem ein Stützprofil verschiebbar geführt ist. Auch dieses Stützprofil stellt in der ausgefahrenen Stellung jedes Schiebeelementes die Verbindung zwischen dem ortsfesten Dachelement und dem Schiebeelement her.

In einer bevorzugten Ausführung ist der Verkaufswagen als Verkaufsanhänger ausgebildet. Es ist dann vorgesehen, daß dem ortsfesten Dachelement zwei verschiebbare Dachelemente zugeordnet sind. Dabei entspricht die Länge jedes verschiebbaren Dachelementes der halben Länge des ortsfesten Dachelementes. Bei dieser Ausführung ist es möglich, daß die maximale Länge der Gesamtdachfläche in etwa der doppelten Länge des ortsfesten Dachelementes entspricht. Bei dieser Ausführung werden die beiden Schiebeelemente beim Ein- und Ausfahren in entgegengesetzten Richtungen bewegt. Sofern es sich bei dem Verkaufswagen um ein selbstfahrendes Fahrzeug handelt, ist dem ortsfesten Dachelement nur ein verschiebbares Dachelement zugeordnet. Die Länge könnte mit der Länge des ortsfesten Dachelementes übereinstimmen. In der ausgefahrenen Endstellung würde dann jedoch das verschiebbare Dachelement relativ weit auskragen, so daß dann Stützen erforderlich sind. Darüber hinaus wäre die Führung äußerst ungenau. Es ist deshalb bei einer solchen Ausführung vorgesehen, daß die Länge des verschiebbaren Dachelementes der halben Länge des ortsfesten Dachelementes entspricht oder annähernd entspricht.

Der Verkaufswagen wird auch bei Dunkelheit benutzt. Es ist deshalb vorgesehen, daß innenseitig am ortsfesten Dachelement eine oder mehrere Leuchten angeordnet sind. Sofern am ortsfesten Dachelement in der Mitte ein Führungsprofil festgelegt ist, könnten diese Leuchten am Führungsprofil festgelegt oder integriert sein. Als Leuchten kommen bevorzugt Leuchtstoffröhren in Betracht. Der Auf- und Abbau eines in Rede stehenden Verkaufswagens erfolgt häufig unter Zeitdruck. Um das Handling zu erleichtern, ist in weiterer Ausgestaltung noch vorgesehen, daß jedem Schiebeelement ein Verstellantrieb zugeordnet ist. Dabei kommen die unterschiedlichsten, jedoch allgemein bekannten Antriebe in Betracht, beispielsweise elektromotorische Linearantriebe, Kolben-Zylinder-Einheiten in Form von Langhubzylindern u.dgl.

Damit die Käufer von den Witterungseinflüssen geschützt sind, ist vorgesehen, daß zumindest an einer Seite des ortsfesten Dachelements eine schwenkbare Seitenwand und zumindest an einer Seite jedes verschiebbaren Dachelementes ein schwenkbares Dacheckteil angelenkt ist, die um horizontale Achsen schwenkbar sind. Werden diese Seitenwände und die Dacheckteile in eine Horizontallage oder in eine leicht gegen die Horizontale geneigte Stellung gebracht, entsteht eine viereckige Gesamtdachfläche.

Es sei noch erwähnt, daß die an dem ortsfesten Dachelement und jedem verschiebbaren Dachelement angelenkten Seitenwände und Dacheckteile an der gleichen Seite angeordnet sind. Im Bedarfsfall können jedoch an beiden Längsseiten des ortsfesten Dachelementes und jedes verschiebbaren Dachelementes schwenkbare Seitenwände und Dacheckteile angelenkt sein.

Damit die Käufer gegen Witterungseinflüsse, insbesondere bei regnerischem Wetter optimal geschützt sind, ist vorgesehen, daß an den freien Rändern jeder Seitenwand und jedes Dacheckteiles Profilschienen festgelegt sind, in die Röllchen eingeschoben werden, die Planen tragen. Diese Planen können aus einem durchsichtigen Material bestehen. Damit je nach Gestaltung des Verkaufswagens das Verkaufspersonal ebenfalls vor den Witterungseinflüssen optimal geschützt wird, ist vorgesehen, daß bei einem Verkaufsanhänger zusätzlich an den äußeren Stirnendbereichen ebenfalls Profilschienen festgelegt sind. Sofern es sich um ein selbstfahrendes Fahrzeug handelt, sind diese Profilschienen an den Seitenwänden, den Dacheckteilen und der Rückwand angeordnet, so dass rundum Planen angehängt werden können.

Wird der Verkaufswagen in der Fahrstellung abgestellt, muß dafür Sorge getragen werden, daß der Innenraum von unbefugten Personen nicht betreten werden kann. Es ist deshalb vorgesehen, daß bei einem Verkaufsanhänger die vordere und hintere Stirnfläche durch jeweils eine schwenkbare Tür oder eine Klappe verschlossen ist. Diese Tür ist um eine vertikale Achse um einen Winkel von 270° schwenkbar. Sie ist zweckmäßigerweise an dem Randbereich des schwenkbaren Dacheckteiles angelenkt, das wiederum schwenkbar am verschiebbaren Dachelement gelagert ist. Zunächst wird dann diese Tür bzw. Klappe von der Schießstellung um einen Winkel von 270° geschwenkt. Anschließend wird das Dacheckteil in die Horizontallage bzw. in die leicht dagegen geneigte Lage gebracht. Die Tür oder die Klappe liegt dann auf dem Dacheckteil auf.

Anhang der beiliegenden Zeichnungen wird die Erfindung noch näher erläutert. Es zeigen:

1 einen erfindungsgemäßen Verkaufswagen in Form eines Verkaufsanhängers in perspektivischer Darstellung, rein schematisch,

2 eine Teildraufsicht des einen Endes mit dem eingefahrenen Dachflächenteil in einer ersten Ausführung,

3 das Ende eines Verkaufsanhängers mit ausgefahrenem Dachflächenteil und

4 das Ende eines Verkaufsanhängers mit ausgefahrenem Dachflächenteil in einer zweiten Ausführung.

Der in der 1 dargestellte Verkaufswagen in Form eines Verkaufsanhängers 10 besteht aus einem nicht näher erläuterten Fahrgestell 11 und einem in der Fahrstellung allseitig geschlossenen Aufbau. Dieser Aufbau weist ein ortsfestes Dachelement 12 auf, welches über nicht näher dargestellte Pfosten mit dem Fahrgestell 11 verbunden ist. Das ortsfeste Dachelement 12 ist im Querschnitt umgekehrt U-förmig gestaltet, wobei die beiden parallelen Schenkel eine Höhe aufweisen, die wesentlich geringer ist als die Breite des ortsfesten Dachelements 12. Aus der 1 ist erkennbar, daß an den freien unteren Rändern der parallelen Schenkel Seitenwände 13, 14 schwenkbar angelenkt sind. Dies kann beispielsweise durch entsprechend ausgelegte Scharniere erfolgen. Die Schwenkachse ist durch das Bezugszeichen 15 gekennzeichnet. Die Seitenwände 13, 14 können in nicht näher dargestellter Weise von der hängenden Fahrstellung in eine schützende Verkaufsstellung geschwenkt werden. Dabei sollte der Winkel knapp unter 90° liegen, damit die Seitenwände 13, 14 ein klein wenig gegen die Horizontale geneigt sind, damit Regenwasser abfließen kann. Wie die 1 zeigt, ist der Verkaufsanhänger 10 mit zwei dem ortfesten Dachelement 12 zugeordneten Schiebeelementen 16 ausgestattet, wobei aus Gründen einer vereinfachten Darstellung nur ein Schiebeelement 16 dargestellt ist. Dieses erstreckt sich in der Fahrstellung über die rechte Hälfte des ortsfesten Dachelementes 12. Ein gleichartiges Schiebeelement würde sich auch über die linke Hälfte des ortsfesten Dachelementes 12 erstrecken. Das Schiebeelement 16 ist im Querschnitt ebenfalls umgekehrt U-förmig ausgebildet und übergreift in der Fahrstellung das ortsfeste Dachelement 12. Die parallelen Schenkel des Schiebeelementes 16 stehen im Versatz zu den parallelen Schenkeln des ortsfesten Dachelementes 12. An den freien Rändern der parallelen Schenkel sind ebenfalls Seitenwände 17 schwenkbar gelagert, so daß die Seitenwände 17 ebenfalls von der hängenden Stellung in eine schützendes Stellung geschwenkt werden können. Die Schwenkachse ist durch das Bezugszeichen 18 gekennzeichnet.

Es ergibt sich aus der 1, daß in der Verkaufsstellung aus dem ortsfesten Dachelement 12, dem verschiebbaren Dachelement 16, den Seitenwänden 13, 14 und dem Dacheckteil 17 bzw. den Dacheckteilen 17 eine Gesamtdachfläche gebildet wird, die viereckig ist. Damit der Verkaufsanhänger von beiden Stirnseiten aus zugänglich ist, sind die Vorderwand 19 und die Rückwand als schwenkbare Türen ausgebildet. Dazu sind sie mittels Scharniere an den Rändern der Seitenwände 13 oder 14 bzw. an einem Dacheckteil 17 angeschlagen. Sie können demzufolge um eine vertikale Achse um einen Winkel von 270° geschwenkt werden. Dies erfolgt beim Aufstellen des Verkaufsanhängers bevor die Seitenwände 13, 14 oder das Dacheckteil 17 in die annähernd horizontale Stellung geschwenkt werden. Demzufolge liegen die Türen im ausgeschwenkten Zustand der Seitenwände 13, 14, und des Dacheckteils 17 oben auf den Seitenwänden 13, 14 oder auf dem Dacheckteil 17. Bei der Ausführung nach der 1 kann die gesamte Dachfläche um die Länge des Verkaufsanhängers 10 vergrößert werden, sofern dieser mit zwei Schiebeelementen ausgestattet ist. Es ergibt sich aus der Figur, daß das Schiebeelement 29 zwischen der eingefahrenen und der ausgefahrenen Stellung stufenlos in jeder Stellung verbleiben kann. Dadurch läßt sich die Länge der Gesamtdachfläche an die örtlichen Gegebenheiten anpassen. Aus der 1 ergibt sich noch, daß außenseitig an den parallelen Schenkeln des ortsfesten Dachelementes 12 Führungsrollen 20, 21 gelagert sind. In den Eckbereichen des ortsfesten Dachelementes 12 sind gemäß der Ausführung der 2 und 3 zwei Führungsprofile 22, 23 befestigt, die sich über die gesamte Länge des ortsfesten Dachelementes erstrecken. Diese Führungsprofile 22, 23 haben einen geschlossenen Querschnitt und sind in bevorzugter Ausführung Rohre mit quadratischen Querschnitten. In diesen Führungsprofilen 22, 23 ist ein Stützprofil 24 verschiebbar geführt. Das Stützprofil 24 ist in der Projektion gesehen, U-förmig gestaltet, wobei die beiden parallelen Schenkel in die Führungsprofile 22, 23 eingreifen. Wird das Schiebeelement 29 zunächst ausgefahren, übernehmen die Führungsrollen 20, 21 die Führungsposition. Das Stützprofil 24 verbleibt zunächst in der in der 2 dargestellten, eingeschobenen Stellung. Durch einen nicht dargestellten Anschlag am Schiebeelement 29 schlägt dieser nach dem Ausfahren des Schiebeelementes 29 um die halbe Länge gegen die Quertraverse des Stützprofils 24, so beim weiteren Ausfahren des Schiebeelementes 16 dieses Stützprofil 24 synchron mitgenommen wird. Das Stützprofil 24 stellt in der in der 3 dargestellten ausgefahrenen Stellung des Schiebeelementes 29 die Verbindung zu dem ortsfesten Dachelement 12 her. Dadurch wird auch in der vollständig ausgefahrenen Stellung jedes Schiebeelementes 29 eine ausreichende Eigenstabilität hergestellt, so daß auf zusätzliche vertikale Stützen für die Dacheckteile 17 verzichtet werden kann. Beim Einfahren des Schiebeelementes 29 verbleibt zunächst das Stützprofil 24 in der in der 3 darstellten Stellung. Ist das Schiebeelement 29 um seine halbe Länge eingefahren, wird es mitgenommen und in die in der 2 dargestellten Stellung eingefahren. Wie die 2 und 3 zeigen, sind auch an den äußeren und seitlichen Bereichen des Stützprofils 24 Führungsrollen 25, 26 gelagert.

Bei der Ausführung nach der 4 ist innenseitig im mittleren Bereich des ortsfesten Dachelementes 12 ein Führungsprofil 27 festgelegt. Das Stützprofil 24 ist auch bei dieser Ausführung mit einer Quertraverse versehen, an der die Führungsrollen 25, 26 gelagert sind und mit einem Längsholm 28 ausgestattet, der in dem Führungsprofil 27 schließend eingreift. Das Führungsprofil 27 und der Längsholm 28 sind aus Rohren mit quadratischen Querschnitten gefertigt. Auch bei dieser Ausführung bildet im vollständig ausgefahrenen Zustand des Schiebeelementes 29 das Stützprofil 24 die Verbindung zwischen dem ortsfesten Dachelement 12 und dem Schiebeelement 29.

In nicht näher dargestellter Weise könnten Leuchten an dem Führungsprofil 27 angebracht sein. Diese könnten jedoch auch in das Führungsprofil 27 integriert werden, wenn ein entsprechendes Profil gewählt wird.

In nicht näher dargestellter Weise können an den äußeren freien Rändern der Seitenwände 13, 14 und an jedem Dacheckteil 17 Profilschienen befestigt werden, in denen die Rollen von Planen eingeschoben werden, so daß sinngemäß der Verkaufswagen in der Verkaufsstellung rundherum zugehängt wird. Dadurch ist ein optimaler Witterungsschutz gegeben, dies gilt insbesondere bei winterlichen Temperaturen.

Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Wesentlich ist, daß dem ortsfesten Dachelement 12 je nach Gestaltung als selbstfahrender Verkaufswagen oder als Verkaufsanhänger ein oder zwei Schiebeelemente 29 funktionell zugeordnet werden, so daß die Länge der Gesamtdachfläche verändert werden kann. Darüber hinaus ist von Bedeutung, daß mittels des Stützprofils 24 die Verbindung zwischen dem ortsfesten Dachelement 12 und dem verschiebbaren Dachelement 29 hergestellt werden kann, so daß auf seitliche Stützen verzichtet werden kann.


Anspruch[de]
Verkaufswagen (10) mit einem ortsfesten Dachelement (12), an den zumindest an einer Längsseite eine oder mehrere Seitenwände (13, 14) schwenkbar gelagert sind, mit wenigstens einem Dacheckteil und bei dem zumindest aus der Dachfläche des ortsfesten Dachelements (12), der schwenkbaren Seitenwand bzw. den schwenkbaren Seitenwänden (13, 14) und dem Dacheckteil (17) bzw. dem Dacheckteilen (17) in der Verkaufsstellung des Verkaufswagens eine Gesamtdachfläche bildbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß dem ortsfesten Dachelement (12) wenigstens ein Schiebeelement (29) zugeordnet ist, und daß das ortsfeste Dachelement (12) eine Führung für jedes Schiebeelement (29) derart bildet, daß jedes Schiebeelement (29) in Richtung der Längskanten des ortsfesten Dachelementes (12) verfahrbar ist. Verkaufswagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Schiebelement (29) aus einem verschiebbaren Dachelement (16) und wenigstens einem daran schwenkbar gelagerten Dacheckteil (17) besteht. Verkaufswagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes verschiebbare Dachelement (16) in einer zum ortsfesten Dachelement (12) angrenzenden Ebene verfahrbar ist. Verkaufswagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Schiebelement (29) der Breite des ortsfesten Dachelementes (12) angepaßt ist. Verkaufswagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes verschiebbare Dachelement (16) gegenüber dem ortsfesten Dachelement (12) nach außen versetzt ist, und daß in dem Zwischenraum Führungselemente (20, 21, 24, 25, 26) für das jeweilige zu verschiebende Dachelement (16) angeordnet sind. Verkaufswagen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das ortsfeste Dachelement (12) und jedes verschiebbare Dachelement (16) im Querschnitt umgekehrt U-förmig ausgebildet sind, wobei die Höhen der parallelen äußeren Schenkel wesentlich geringer sind als die Breite des ortsfesten Dachelementes (12) bzw. des zu verschiebenden Dachelementes (16). Verkaufswagen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die parallelen Schenkel jedes zu verschiebenden Dachelementes (16) im Abstand zu den Längskanten des ortsfesten Dachelementes (12) stehen und daß die Führungselemente (20, 21, 25, 26) in dem Abstandsraum angeordnet sind. Verkaufswagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Eckbereichen des ortsfesten Dachelementes (12) innenseitig und sich in Längsrichtung erstreckende Führungsprofile (22, 23) festgelegt sind, in die ein Stützprofil (24) geführt ist. Verkaufswagen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützprofil (24) U-förmig ausgebildet ist, und daß die parallelen Schenkel in den Führungsprofilen (22, 23) geführt sind. Verkaufswagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im mittleren Bereich des ortsfesten Dachelementes (12) an der Innenseite ein sich in Längsrichtung erstreckendes Führungsprofil (27) festgelegt ist, in dem Stützprofil (24) verschiebbar geführt ist. Verkaufswagen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützprofil auf einer Quertraverse und einem in dem Führungsprofil (27) verschiebbar geführten Längsholm (28) besteht. Verkaufwagen nach Anspruch 1 und 2, der als Verkaufsanhänger (10) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß dem ortsfesten Dachelement (12) zwei verschiebbare Dachelemente (16) zugeordnet sind. Verkaufswagen nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge jedes Schiebeelementes (16) der halben Länge des ortsfesten Dachelementes (12) entspricht oder annähernd entspricht. Verkaufswagen nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiebbaren Dachelemente (16) in entgegengesetzten Richtungen verfahrbar sind. Verkaufswagen nach Anspruch 1, der als selbstfahrendes Fahrzeug ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß dem ortsfesten Dachelement (12) ein verschiebbares Dachelement (16) zugeordnet ist, und daß die Länge des verschiebbaren Dachelementes (16) der halben Länge des Aufbaus entspricht oder annähernd entspricht. Verkaufswagen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß innenseitig am ortsfesten Dachelement (12) eine oder mehrere Leuchten angeordnet sind, die vorzugsweise an dem mittleren Führungsprofil (27) angeordnet oder in dieses Führungsprofil (27) integriert sind. Verkaufswagen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Schiebeelement (29) ein Verstellantrieb zugeordnet ist. Verkaufswagen nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellantrieb als elektromotorischer Linearantrieb oder als pneumatisch betriebene Kolben-Zylinder-Einheit ausgebildet ist. Verkaufswagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest an einer Seite des ortsfesten Dachelements (12) und zumindest an einer Seite jedes zu verschiebenden Dachelementes (16) um horizontale Achsen (15, 18) schwenkbare Seitenwände (13, 14) und ein Dacheckteil (17) angelenkt sind. Verkaufswagen nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest an den freien Längskanten der schwenkbaren Seitenwände (13, 14) und jedes Dacheckteiles (17) innenseitig Profilschienen zur Halterung einer Plane festgelegt sind. Verlaufswagen nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß an den äußeren, quer zur Verschieberichtung der Schiebeelemente (29) stehenden Kanten Profilschienen zur Aufnahme von Planen festgelegt sind. Verkaufswagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den schwenkbaren Dacheckteilen (17) jedes Schiebeelementes (29) ein die Rückwand und ggf. die Vorderwand (19) bildende Tür schwenkbar gelagert ist, wobei die Schwenkachse eine vertikale Achse ist und der Schwenkwinkel 270° beträgt.






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