PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202006004430U1 31.05.2007
Titel Rauchabzugseinrichtung für eine an einem Rahmen anscharnierte Klappe
Anmelder JET Tageslicht & RWA GmbH, 32609 Hüllhorst, DE
Vertreter Patentanwälte Meldau - Strauß - Flötotto, 33330 Gütersloh
DE-Aktenzeichen 202006004430
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.05.2007
Registration date 26.04.2007
Application date from patent application 21.03.2006
IPC-Hauptklasse F24F 7/02(2006.01)A, F, I, 20060321, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E05F 15/04(2006.01)A, L, I, 20060321, B, H, DE   E06B 5/00(2006.01)A, L, I, 20060321, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Rauchabzugseinrichtung für eine an einem Rahmen anscharnierte Klappe, beispielsweise einer Lichtkuppel oder einer Lichtklappe, die an einem auf einem Flachdach angesetzten Rahmen angeordnet ist, und die im Brandfall aus einer Klappenstellung "Geschlossen" in eine Klappenstellung "Offen" mit einem mittels Druckluft ansteuerbaren Element schwenkbar ist, wobei das Element mit einem Rauch- oder Brandmelder in Wirkverbindung steht, und das Element die Klappe in eine Winkellage von vorzugsweise mehr als 90° zum Rahmen verschwenkt.

Antriebsvorrichtungen zum Bewegen einer Klappe sind an sich bekannt. Die DE 33 38 092 beschreibt eine Antriebsvorrichtung zum Rauch- bzw. Wärmeabzug mit einer an einem Rahmen anscharnierten Klappe, sowie einer dem Scharnier gegenüberliegend angeordneten Verriegelung für die Schließung, bei der die Klappe mit einem Druckluftzylinder als Hubelement von einer Schließ- in eine Offenstellung und umgekehrt überführt werden kann. Das Hubelement ist an einer Schwinge angelenkt, die mittels eines zweiten Hubelementes um einen Festpunkt am Rahmen schwenkbar ist, so dass der Schwenkpunkt der Klappe über die durch seine Anscharnierung gehende Vertikalebene hinaus wandern kann. Dabei ist das zweite Hubelement so ausgebildet, dass es auch als Dämpfungsglied wirken kann. Um nun bei geringem baulichen Aufwand in Bezug auf Öffnungshubdämpfung und Zugänglichkeit bestmöglichste Verhältnisse zu erreichen, sind Schwinge und Dämpfungselement in vertikalem Abstand voneinander an Stellen eines an dem Rahmen nahe der Anscharnierung befestigten Lagerstückes angelenkt.

Ähnliche Antriebe zum Bewegen einer als eine Rauchabführvorrichtung ausgebildeten Klappe sind ebenfalls aus der EP 0 885 341 B1 sowie aus der EP 1 103 690 bekannt.

Bei diesen nach dem Stand der Technik bekannten Rauchabzugseinrichtungen wird es als nachteilig angesehen, dass insbesondere die mechanischen Mittel zum Aufschwenken der Klappe im Brandfall äußerst aufwendig bauen. Die so genannte Antriebseinrichtung besteht hierbei aus einem Druckzylinder, aus einem Gestänge und einer Schwinge, die im Brandfall das Aufschwenken der Klappe bewerkstelligen. Zu dem ist bei den bekannten Einrichtungen insbesondere die Lage des Hubzylinders, was die Krafteinleitung. Kraftaufwendung in den Klappenrahmen betrifft, äußerst ungünstig, da er unter einer spitzen Winkellage an die aufzuschwenkende Klappe angreift, wie dies auch beispielsweise in der DE 102 20 840.9 beschrieben wird.

Somit stellt sich die Aufgabe eine gattungsgemäße Rauchabzugseinrichtung so weiter zu bilden, die insbesondere die Klappe aus dem geschlossenen Zustand in eine Klappenstellung "Offen" verschwenkt, wobei einerseits das Hubelement eine günstige Winkellage in Bezug zum Klappenrahmen einnehmen soll, und wobei andererseits das Hubelement mit seinen erforderlichen Mitteln wesentlich einfacher baut und auch kostengünstiger herzustellen ist.

Die Aufgabenlösung beschreiben die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruchs; vorteilhafte Weiterbildungen und bevorzugte Ausführungsformen beschreiben die Unteransprüche.

Der wesentliche Vorteil bei der erfindungsgemäßen Lösung ergibt sich dadurch, dass das Hubelement seine Kraftausrichtung in der Phase der größten erforderlichen Krafteinleitung in einem stumpfen Winkel zum Klappenrahmen ausübt. Dadurch kann eine direkte Krafteinleitung in die geschlossene Klappe, Lichtkuppel oder dergleichen eingeleitet werden, so dass die Klappenstellung "Geschlossen" in eine Klappenstellung "Offen" überführt werden kann. Weiter ergibt sich dadurch ein baulicher Vorteil, der insbesondere darin zu sehen ist, dass das Element als solches in seiner Nichtaktivstellung klein bauend ausgeführt werden kann, so dass das Element einfach und Platz sparend im Bereich des auf dem Flachdach angesetzten Rahmens angebracht werden kann. Erfindungsgemäß besteht hierbei das Element aus einem Schlauch, der durch ein Führungsmittel geführt ist, und wobei der Schlauch sich unter Druckbeaufschlagung selbsttätig durch das Führungsmittel hindurch fädelt, und sich der Schlauch oberhalb des Führungsmittels derart verfestigt: dass er gegen die Wirkung des Führungsmittels ein Hubelement zum Verschwenken der Klappe bildet. Es versteht sich nun von selbst, dass, wenn der Schlauch mit Druck beaufschlagt wird, das Ende des Schlauchs, welches auch gleichzeitig mit der Lichtkuppel befestigt ist, sich selbsttätig durch das Führungsmittel hindurch fädelt und den entsprechenden Druck auf die Lichtkuppelklappe ausübt, um sie zu öffnen.

Hierbei besteht das Führungsmittel aus zwei einen Spalt bildenden, zueinander parallel angeordneten schalenförmigen Elementen oder Rollen. Dadurch wird ein möglichst reibungsarmer Spanneffekt des Schlauches ermöglicht. Der Schlauch als solches kann hier aus Gewebematerial, aber auch aus anderen hochfesten flexibel gehaltenen Kunststoffen oder anderen Schlauchmaterialien gefertigt sein.

In Weiterbildung der Erfindung sind die schalenförmigen Elemente oder Rollen in einer Halterung angeordnet, die vorzugsweise im oberen Randbereich des Rahmens befestigt ist. Die Halterung als solches kann hierbei als Gehäuse zur Aufnahme des drucklosen Schlauches ausgebildet sein. Somit kann unterhalb des Führungsmittels der aufgerollte drucklose Schlauch vorgehalten werden, wobei bei Beaufschlagung des Schlauches mit Druck, er sich selbsttätig unterhalb des Führungsmittels entrollt, so dass die gesamte Schlauchlänge zur Verfügung steht, um die Lichtkuppelklappe aufzuschwenken.

Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung erfolgt klappenseitig am freien Ende des Schlauches die Druckbeaufschlagung. Hierzu ist am freien Schlauchende ein zylinderförmiger Stutzen angeordnet, an dessen Oberfläche ein Gelenkpunkt angeordnet ist, der mit einem am Klappenrahmen angeordneten Gelenkpunkt korrespondiert. Dadurch wird die mechanische Verbindung zwischen dem Klappenrahmen und dem feststehenden Rahmen auf dem Flachdach und dem Hubelement herbeigeführt. Dabei kann der einachsige Gelenkpunkt auch als Kugelgelenk ausgebildet sein.

In Weiterbildung ist im Stutzen eine als Kanal ausgebildete Bohrung angeordnet, die in den Stutzen eintritt und am Ende des Stutzens zur Druckbeaufschlagung in den Schlauch austritt. Zur Druckbeaufschlagung des Schlauches mit einem Gas wird vorzugsweise CO2 oder Druckluft verwendet. Zur Auslösung der Druckbeaufschlagung ist die Rauchabzugseinrichtung mit einer thermischen oder elektrischen automatischen Auslöseeinrichtung und/oder manuellem Handauslösekasten verbunden, der insbesondere die Druckbeaufschlagung auslöst, wenn eine Rauch- oder Brandentwicklung in dem Gebäude sich ausbreitet.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der nachstehenden 1 bis 3 näher erläutert, dabei zeigen:

1: Eine geschnittene Ansicht einer anscharnierten Klappe an einem auf einem Flachdach angesetzten Rahmen;

2: Eine erste Ansicht der Rauchabzugseinrichtung in der geschlossenen Stellung; und

3: Eine weitere Ansicht der Rauchabzugseinrichtung in der offen gefahrenen Stellung.

Die Erfindung betrifft eine Rauchabzugseinrichtung, wie sie in der Gesamtheit mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet wird, und in der 1 dargestellt ist. Die Rauchabzugseinrichtung 1 ist dabei für eine an einem Rahmen 2 anscharnierte Klappe 3, beispielsweise einer Lichtkuppel oder einer Lichtklappe bestimmt. Dabei ist die Klappe 3 an einem zum Beispiel auf einem Flachdach 4 angesetzten Rahmen 5 angeordnet. Die Klappe 3 ist im Brandfall aus einer Klappenstellung "Geschlossen" (2) in eine Klappenstellung "Offen" (1) mit einem mittels Druckluft ansteuerbaren Element 6 schwenkbar. Das Element 6 steht mit einer nicht näher dargestellten thermischen oder elektrischen automatischen Auslöseeinrichtung und/oder manuellem Handauslösekasten in Wirkverbindung, wobei das Element 6 die Klappe 3 in eine Winkellage von vorzugsweise mehr als 90° zum Rahmen 5 verschwenkt, wie dies beispielsweise in der 1 dargestellt ist.

Wie aus der 1 bis 3 zu erkennen ist, besteht das Element 6 aus einem Schlauch 7, der durch ein Führungsmittel 8 geführt ist, und wobei der Schlauch 7 sich unter Druckbeaufschlagung selbsttätig durch das Führungsmittel 8 hindurch fädelt. Der Schlauch 7 verfestigt sich oberhalb des Führungsmittels 8 derart, insbesondere dargestellt in den 1 und 3, dass er gegen die Wirkung des Führungsmittels 8 entsprechend der Pfeilrichtung ein Hubelement zum Verschwenken der Klappe 3 bildet.

Wie aus der Zusammenschau der 1 bis 3 zu erkennen ist, besteht das Führungsmittel 8 aus zwei einen Spalt 9 bildenden, zueinander parallel angeordneten schalenförmigen Elementen oder Rollen 10.1 und 10.2, wobei die schalenförmigen Elemente oder Rollen 10.1 und 10.2 in einer Halterung 11 angeordnet sind, die vorzugsweise im oberen Randbereich des Rahmens 5 befestigt ist. Aufgrund dieser Lage ergibt sich für das erfindungsgemäße Hubelement 6 ein optimaler Angriffswinkel zum Verschwenken der Klappe 3. Wie insbesondere aus der 2 zu erkennen ist, und hier in der geschlossenen Stellung der Klappe 3, greift das Hubelement 6 gemäß der Pfeilrichtung unter einem Winkel von 90° in Bezug zum Klappenrand 12 bzw. Rahmenrand 13 an. Dadurch kann mit einer geringen Druckbeaufschlagung die Öffnung der Klappe 3 erfolgen, was gegenüber den im Stand der Technik bekannten Abzugseinrichtungen, die hinsichtlich ihrer Druckzylinder einen wesentlich ungünstigeren Angriffswinkel aufweisen, nicht möglich ist.

Dabei ist die Halterung 11 als Gehäuse zur Aufnahme des drucklosen Schlauches 7 ausgebildet, wie es sich unterhalb des Führungsmittels 8 darstellt. Aus den drei Figuren ist zu erkennen, dass klappenseitig am freien Ende 14 des Schlauches 7 die Druckbeaufschlagung erfolgt. Dabei ist am freien Schlauchende 14 ein zylinderförmiger Stutzen 15 angeordnet, an dessen Oberfläche 16 ein Gelenkpunkt 17 angeordnet ist, der mit einem am Klappenrand 12 angeordneten Gelenkpunkt 18 korrespondiert. Wie weiter aus den Figuren zu erkennen ist, ist der Gelenkpunkt 17/18 vorzugsweise als Gelenk oder Kugelgelenk 19 ausgebildet.

Wie insbesondere aus der Darstellung der 2 und 3 zu erkennen ist, ist im Stutzen 15 eine als Kanal 20 ausgebildete Bohrung angeordnet, die seitlich in den Stutzen 15 eintritt und am Boden 22 des Stutzens 15 zur Druckbeaufschlagung in den Schlauch 7 eintritt. Die Druckbeaufschlagung des Schlauches 7 erfolgt mit einem Gas, welches vorzugsweise CO2-Gas ist. Wie schon bereits einleitend erläutert, ist die Druckbeaufschlagung über eine nicht näher dargestellte thermische oder elektrische automatische Auslöseeinrichtung und/oder manuellem Handauslösekasten ansteuerbar.


Anspruch[de]
Rauchabzugseinrichtung für eine an einem Rahmen anscharnierte Klappe, beispielsweise einer Lichtkuppel oder einer Lichtklappe, die an einem auf einem Flachdach angesetzten Rahmen angeordnet ist, und die im Brandfall aus einer Klappenstellung "Geschlossen" in eine Klappenstellung "Offen" mit einem mittels Druckluft ansteuerbaren Element schwenkbar ist, wobei das Element mit einem Rauch- oder Brandmelder in Wirkverbindung steht, und das Element die Klappe in eine Winkellage von vorzugsweise mehr als 90° zum Rahmen verschwenkt, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (6) aus einem Schlauch (7) besteht, der durch ein Führungsmittel (8) geführt ist, und wobei der Schlauch (7) sich unter Druckbeaufschlagung selbsttätig durch das Führungsmittel (8) hindurchfädelt und sich der Schlauch (7) oberhalb des Führungsmittels (8) derart verfestigt, dass er gegen die Wirkung des Führungsmittels (8) ein Hubelement (6) zum Verschwenken der Klappe (3) bildet. Rauchabzugseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsmittel (8) aus zwei einen Spalt (9) bildenden zueinander parallel angeordneten schalenförmigen Elementen oder Rollen (10.1) und (10.2) besteht. Rauchabzugseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die schalenförmigen Elemente oder Rollen (10.1) und (10.2) in einer Halterung (11) angeordnet sind, die vorzugsweise im oberen Randbereich des Rahmens (5) befestigt ist. Rauchabzugseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (11) als Gehäuse zur Aufnahme des drucklosen Schlauches (7) ausgebildet ist. Rauchabzugseinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass klappenseitig am freien Ende (14) des Schlauches (7) die Druckbeaufschlagung erfolgt. Rauchabzugseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass am freien Schlauchende (14) ein zylinderförmiger Stutzen (15) angeordnet ist, an dessen Oberfläche (16) ein Gelenkpunkt (17) angeordnet ist, der mit einem am Klappenrahmen (12) angeordneten Gelenkpunkt (18) korrespondiert. Rauchabzugseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkpunkt (17/18) vorzugsweise als Gelenk oder Kugelgelenk (19) ausgebildet ist. Rauchabzugseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Stutzen (15) eine als Kanal (20) ausgebildet Bohrung angeordnet ist, die in den Stutzen (15) eintritt und am Boden (21) des Stutzens zur Duckbeaufschlagung in den Schlauch (7) austritt. Rauchabzugseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckbeaufschlagung des Schlauches (7) mit einem Gas, vorzugsweise CO2-Gas, erfolgt. Rauchabzugseinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckbeaufschlagung über eine thermische oder elektrische automatische Auslöseeinreichung und/oder manuellem Handauslösekasten ansteuerbar ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com