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Dokumentenidentifikation DE202006019283U1 31.05.2007
Titel Airbaganordnung für ein Kraftfahrzeug
Anmelder TAKATA-PETRI AG, 63743 Aschaffenburg, DE
Vertreter Maikowski & Ninnemann, Pat.-Anw., 10707 Berlin
DE-Aktenzeichen 202006019283
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.05.2007
Registration date 26.04.2007
Application date from patent application 19.12.2006
IPC-Hauptklasse B60R 21/23(2006.01)A, F, I, 20061219, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Airbaganordnung für ein Kraftfahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine derartige Airbaganordnung umfasst einen Gassack, der zusammengestaucht, d. h. insbesondere zusammengefaltet oder zusammengerafft, als Gassackpaket in einem Kraftfahrzeug unterzubringen ist und der zum Schutz mindestens eines Kraftfahrzeuginsassen in einem Crash-Fall mit Gas befüllbar ist, so dass der Gassack sich entfaltet und ausdehnt und dabei ein Gaskissen zum Schutz des besagten Fahrzeuginsassen bildet. Der Gassack ist so dimensioniert, dass er sich bei einem freien Entfalten entlang einer ersten Raumrichtung auf eine erste Länge ausdehnen kann, wobei dies jedoch durch ein außerhalb des Gassackes angeordnetes und im wesentlichen vollständig dort verlaufendes, dem Gassack zugeordnetes Spannelement verhindert wird, welches derart mit dem Gassack zusammenwirkt, dass es die Ausdehnung des Gassackes entlang der ersten Raumrichtung auf einen Wert begrenzt, der kleiner als die erste Länge ist, wodurch der Gassack auf eine gekrümmte Bahnkurve gezwungen wird.

Die erste Länge bezieht sich hier auf eine Ausdehnung, die der Gassack im bestimmungsgemäß in ein Kraftfahrzeug eingebauten Zustand entlang einer ersten Raumrichtung einnähme, wenn er sich beim Aufblasen mit Gas im Kraftfahrzeug frei, d.h. ohne Einwirkung des Spannelementes, entfalten könnte. Das Spannelement ist derart am Gassack festgelegt, dass es das Ausmaß der Ausdehnung des Gassackes entlang der ersten Raumrichtung begrenzt, so dass sich der Gassack (vom Spannelement weg) krümmt, um hinreichend Volumen für das einströmende Gas zur Verfügung zu stellen. Jene Krümmung des Gassackes erfolgt bevorzugt in der Weise, dass der Gassack beim Aufblasen zusätzlich in Richtung auf den zu schützenden Fahrzeuginsassen, insbesondere hin zu dessen Kopf, bewegt wird und sich der Gassack möglichst dicht bei dem Fahrzeuginsassen befindet. Hierdurch wird das Ausmaß der Bewegung des Fahrzeuginsassen relativ zu dem Gassack vor dem Aufprall des Fahrzeuginsassen auf dem Gassack minimiert und somit auch die Geschwindigkeit bzw. Beschleunigung, mit der der Aufprall erfolgt.

Eine solche Airbaganordnung ist beispielsweise aus der EP 1 577 172 A2 bekannt. Das Spannelement ist dabei an zwei – entlang der ersten Raumrichtung betrachtet – voneinander beabstandeten Enden des Gassackes angebracht und weist in dieser Richtung eine geringere Länge auf als die erste Länge des Gassackes.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Airbaganordnung für ein Kraftfahrzeug der eingangs genannten Art weiterzuentwickeln.

Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die Schaffung einer Airbaganordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 4 gelöst.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den von Anspruch 1 und Anspruch 4 abhängigen Ansprüchen angegeben.

Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung ist das die Entfaltung des Gassackes entlang einer ersten Raumrichtung begrenzende Spannelement einerseits am Gassack und andererseits an einem vom Gassack verschiedenen Kraftfahrzeugteil festgelegt, und zwar bevorzugt an Befestigungsstellen, die gleichzeitig auch zur Fixierung des Gassackes an jenem Kraftfahrzeug dienen, wobei das Spannelement im aufgeblasenen Zustand des Gassackes zwischen den kraftfahrzeugseitigen und gassackseitigen Befestigungsstellen verspannt ist. Mit anderen Worten ausgedrückt, werden bevorzugt im Kraftfahrzeug bzw. an mindestens einem Kraftfahrzeugteil ohnehin vorgesehene Befestigungsstellen, über die der Gassack am Kraftfahrzeug fixiert wird, gleichzeitig auch dazu genutzt, um das Spannelement kraftfahrzeugseitig festzulegen. Hierdurch wird die Anzahl der erforderlichen Befestigungsstellen reduziert und der Aufbau der Anordnung vereinfacht.

Insgesamt kann bei einem Vorgehen gemäß dem ersten Erfindungsaspekt die beim Aufblasen und entfalten des Gassackes am Gassack selbst sowie an dem mindestens einen zugeordneten Spannelement bestehende Kraftwirkungslinie optimiert werden, insbesondere durch geeignete Anpassung des Gassackzuschnittes.

Nach einem anderen Aspekt der Erfindung ist das mindestens eine Spannelement in dem Bereich, in dem es an dem zugeordneten Gassack festgelegt ist, in mindestens zwei voneinander beabstandete, durch jeweils einen Freiraum (Spalt) voneinander getrennte Befestigungsabschnitte unterteilt, die jeweils unabhängig voneinander an dem Gassack festgelegt sind. Eine solche Ausbildung des gassackseitigen Befestigungsbereiches eines Spannelementes ermöglicht eine gezielte Verteilung der einzelnen Befestigungsabschnitte über den Gassack, um einen definierten Kraftübergang zwischen Gassack und Spannelement zu gewährleisten und zu verhindern, dass sich der Gassack zusätzlich entlang von Raumrichtungen verformt, entlang derer dies nicht vorgesehen ist, z. B. indem eine ungewollte Einschnürung am Gassack entsteht.

Der zweite Erfindungsaspekt ist insbesondere vorteilhaft einsetzbar bei einem Gassack, der eine Mehrzahl – bevorzugt schlauchartiger und parallel zueinander erstreckter – Kammern aufweist, wobei die einzelnen Befestigungsabschnitte des Spannelementes jeweils einer der mehreren Kammern zugeordnet sind, d.h. die einzelnen Befestigungsabschnitte jeweils im Bereich unterschiedlicher Kammern an der Hülle des Gassackes festgelegt sind. Die Orte, an denen die einzelnen Befestigungsabschnitte eines Spannelementes am Gassack bzw. genauer an der Gassackhülle festgelegt werden, sind dabei vorteilhaft so gewählt, dass sie entlang einer vorgegebenen zweiten Raumrichtung, die im Wesentlichen vertikal zur Erstreckungsrichtung der einzelnen Kammern verläuft, mittig zwischen den Grenzen der jeweiligen Kammern liegen.

Das Spannelement wird vorliegend durch ein von dem Gassack verschiedenes Element gebildet, das durch geeignete Verbindungsmittel, z. B. in Form einer Naht, am Gassack festgelegt ist.

Bei der Airbaganordnung handelt es sich bevorzugt um einen Seitenairbag, insbesondere einem so genannten Kopf-Seitenairbag, dessen Gassack im zusammengestauchten Zustand (vor dem Entfalten) am seitlichen Dachkantenbereich eines Kraftfahrzeugs angebracht ist und der sich beim Aufblasen in einem Crash-Fall entlang der vertikalen Fahrzeugachse nach unten entfaltet, so dass er eine Art Vorhang vor der seitlichen Fahrzeugkarosserie, insbesondere vor den dortigen Seitenscheiben, bildet. In diesem Fall fällt die Entfaltungsrichtung des Gassackes entgegen der vertikalen Fahrzeugachse bevorzugt mit der ersten Raumrichtung zusammen, entlang der die Ausdehnung des Gassackes beim Entfalten durch das mindestens eine zugeordnete Spannelement begrenzt wird, so dass sich der Gassack krümmt, und zwar bevorzugt zum Fahrzeuginnenraum hin in Richtung auf den oder die zu schützenden Fahrzeuginsassen.

Zur gassackseitigen Festlegung des oder jedes Spannelementes eignet sich dabei insbesondere das entlang der vertikalen Fahrzeugachse untere Ende des entfalteten Gassackes.

Bei Verwendung nur eines Spannelementes ist dieses vorteilhaft als großflächiges Gewebeteil ausgebildet, das sich quer zur ersten Raumrichtung entlang des zugeordneten Gassackes erstreckt. Andererseits können auch mehrere separate Spannelemente in Form schmalerer Spannbänder vorgesehen sein, die jeweils quer zur ersten Raumrichtung voneinander beabstandet angeordnet sind.

In jedem Fall ist die effektive Ausdehnung des mindestens einen Spannelementes (zwischen seinen fahrzeugteilseitigen und seinen gassackseitigen Befestigungsstellen) entlang der ersten Raumrichtung bevorzugt geringer als die erste Länge des Gassackes, also als die maximal mögliche Ausdehnung des Gassackes entlang jener ersten Raumrichtung bei freier Entfaltung, ohne Zusammenwirken mit einem Spannelement.

Im Ergebnis soll mit der erfindungsgemäßen Airbaganordnung erreicht werden, dass sich zumindest eine Oberfläche des Gassackes bzw. der Gassackhülle unter der Einwirkung des mindestens einen Spannelementes derart krümmt, dass sie sich im aufgeblasenen Zustand des Gassackes entlang einer gekrümmten Bahnkurve erstreckt, während das mindestens eine Spannelement im aufgeblasenen Zustand des Gassackes im Wesentlichen geradlinig verläuft. Die Airbaganordnung insgesamt nimmt dann im Querschnitt eine im Wesentlichen D-förmige Gestalt an.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden bei der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Figuren deutlich werden.

Es zeigen:

1 einen schematischen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Airbaganordnung;

2 eine Airbaganordnung gemäß 1 in größerem Detail in einer Draufsicht;

3 eine Abwandlung der Airbaganordnung aus 2.

2 zeigt in einer Draufsicht einen Gassack 1 für ein Kopfairbagmodul, und zwar im frei entfalteten Zustand, in dem sich der Gassack zwischen einem oberen Ende 10o und einem unteren Ende 10u entlang der vertikalen Fahrzeugachse z – bezogen auf den in ein Kraftfahrzeug eingebauten Zustand – mit einer Länge l1 erstreckt.

Entlang der horizontalen Fahrzeugachse x ist die Länge des Gassackes 1 durch die Länge des seitlichen Karosseriebereichs des entsprechenden Kraftfahrzeugs bestimmt, der von dem Gassack überdeckt werden soll, um Fahrzeuginsassen in einem Crash-Fall vor einer Kollision mit dem entsprechenden seitlichen Karosseriebereich zu schützen.

Der Gassack 1 besteht aus zwei durch geeignete Verbindungsstellen, z.B. mittels Nähten 14, miteinander verbundenen Gassackteilen 11, 12, vergl. 1, die zwischen sich einen zum Aufblasen des Gassackes mit Gas befüllbaren Hohlraum bilden, und er ist im Bereich seines oberen Endes 10o mit Befestigungslaschen 15 versehen, über die der Gassack 1 mittels Befestigungselementen B – z. B. in Form von Bolzen, die zugeordnete Öffnungen in den Befestigungslaschen 15 durchgreifen – an einer Kraftfahrzeugstruktur, insbesondere am seitlichen Dachkantenbereich eines Kraftfahrzeugs fixiert ist.

Weiterhin ist der Gassack 1 mittels einer Mehrzahl im Wesentlichen entlang der vertikalen Fahrzeugachse z erstreckter Abnäher 17 in parallel zueinander erstreckte längliche Kammern bzw. Zellen 16 unterteilt, wie z. B. in der EP 1 577 172 A2 näher beschrieben.

Eine Besonderheit des in 2 gezeigten Gassackes liegt darin, dass dem Gassack 3 Spannelemente 2a, 2b, 2c in Form von Spannbändern zugeordnet sind, die sich jeweils entlang der Entfaltungsrichtung des Gassackes 1, also im Wesentlichen entlang der vertikalen Fahrzeugachse z erstrecken, und die quer zu dieser Richtung, also im Wesentlichen entlang der horizontalen Fahrzeugachse x, voneinander beabstandet sind.

Jedes dieser Spannbänder 2a, 2b, 2c ist mit seinem oberen Ende 20o jeweils an der Kraftfahrzeugkarosserie festgelegt, und zwar unter Verwendung der Befestigungsstellen bzw. Befestigungselemente B, die auch zur Fixierung des Gassackes 1 an der Kraftfahrzeugkarosserie dienen. Im Bereich seines jeweiligen – entlang der vertikalen Fahrzeugachse – unteren Endes 20u ist ein jedes Spannband 2a, 2b, 2c demgegenüber am Gassack 1 festgelegt, und zwar in der Umgebung des unteren Endes 10u des Gassackes 1. Hierzu können Verbindungsmittel in Form einer Naht oder eines Klebemittels dienen, wobei insbesondere unmittelbar die zur Verbindung der beiden Gassackteile des Gassackteile des Gassackes 1 verwendeten Verbindungsstellen in Form mindestens einer Naht 14 gleichzeitig auch zur Festlegung der Spannbänder 2a, 2b, 2c am Gassack 1 vorgesehen sein kann.

Die Funktion der Spannbänder 2a, 2b, 2c liegt darin, eine freie Entfaltung des Gassackes 1 entlang der vertikalen Fahrzeugachse z als einer ersten Raumrichtung bis zu seiner maximalen Länge l, wie sie in 2 dargestellt ist, zu verhindern. Dies ist in 2 deshalb nicht erkennbar, weil hier die Spannbänder 2a, 2b, 2c in einem – in praxe nicht auftretenden – aufgerissenen Zustand dargestellt sind, in dem sie ihre Spannwirkung nicht entfalten können. Diese Darstellung der Spannbänder 2a, 2b, 2c in aufgerissenem Zustand dient hier lediglich der Illustration des frei entfalteten Zustandes des Gassackes 1 mit einer ersten Länge l1 entlang der vertikalen Fahrzeugachse z – ohne den Einfluss der Spannbänder 2a, 2b, 2c.

Der Einfluss der Spannbänder 2a, 2b, 2c ist demgegenüber in dem in 1 gezeigten schematischen Querschnitt der Gassackanordnung aus 2 erkennbar. Die Spannbänder 2a, 2b, 2c, die im aufgeblasenen Zustand des Gassackes 1 jeweils zwischen den kraftfahrzeugseitigen und den gassackseitigen Befestigungs- bzw. Verbindungsstellen B, 14 verspannt sind, weisen zwischen den fahrzeugseitigen Befestigungsstellen B einerseits und dem unteren Ende/Rand 10u des Gassackes 1 bzw. den dortigen Verbindungsstellen 14 eine gegenüber der ersten Länge l1 des Gassackes 1 um den Betrag &Dgr;l (siehe 2) geringere Länge l2 entlang der vertikalen Fahrzeugachse z auf, die die Entfaltung des Gassackes 1 entlang der vertikalen Fahrzeugachse z beim Befüllen mit Gas auf jene zweite Länge l2 begrenzt und hierdurch den Gassack 1 auf eine gekrümmte Bahn zwingt.

Anhand 1 ist weiterhin erkennbar, dass der Gassack 1 aus einem ersten Gassackteil 11 und einem gegenüberliegenden zweiten Gassackteil 12 besteht, die entlang der so genannten horizontalen Fahrzeugquerachse y, also quer zu der durch die vertikale Fahrzeugachse z und die horizontale Fahrzeuglängsachse x aufgespannten seitlichen Karosserieebene (xy-Ebene) nebeneinander liegen und die zwischen sich einen mit Gas zu befüllenden Hohlraum bilden.

In dem in 1 gezeigten, mit Gas befüllten Zustand des Gassackes 1 erstreckt sich dieser von seiner Befestigungsstelle B am Dachkantenbereich D einer seitlichen Fahrzeugkarosserie S ausgehend und in Richtung auf den Fahrzeuginnenraum gekrümmt von seinem oberen Ende 10o zu seinem unteren Ende 10u, während auf der der seitlichen Fahrzeugkarosserie S zugewandten Seite der Airbaganordnung ein im Querschnitt der 1 erkennbares Spannelement 2b mit einer zweiten Länge l2 (< l1) vom unteren Ende 10u des Gassackes 1 zur Befestigungsstelle B des Gassackes 1 am Dachkantenbereich D verläuft und dort mittels derselben Befestigungsmittel B wie der Gassack 1 am Dachkantenbereich festgelegt ist.

Der Gassack 1 und insbesondere das dem Innenraum und damit einem zu schützenden Fahrzeuginsassen I zugewandte erste, innere Gassackteil 11 des Gassackes 1 bilden dabei im Querschnitt zusammen mit dem in 1 sichtbaren Spannelement 2b eine im Wesentlichen D-förmige Kontur. Dadurch liegt der Gassack 1 mit dem innenraumseitigen Gassackteil 11 sehr dicht bei dem Kopf K sowie der Schulter des zu schützenden Fahrzeuginsassen I, so dass dieser ohne größere Bewegungen entlang der horizontalen Fahrzeugquerachse y von dem Gassack 1 aufgefangen wird. So werden das Ausmaß, die Geschwindigkeit und die Beschleunigung einer Bewegung des Oberkörpers und insbesondere des Kopfes K des zu schützenden Fahrzeuginsassen I vor dem Auftreffen auf den aufgeblasenen Gassack 1 minimiert und somit die Verletzungsgefahr des Fahrzeuginsassen I in einem Crash-Fall weiter reduziert.

Dadurch, dass die Spannbänder 2a, 2b, 2c mit ihren oberen Enden 20o unter Verwendung derselben Befestigungsstellen/Befestigungselemente B an der Kraftfahrzeugkarosserie festgelegt sind, die auch zur Fixierung des oberen Endes 10o des Gassackes 1 an der Kraftfahrzeugkarosserie dienen, wird der Aufwand, der mit der zusätzlichen Anordnung der Spannbänder 2a, 2b, 2c verbunden ist, minimiert. Gleichzeitig wird der Kraftfluss, der beim Zusammenwirken der Spannbänder 2a, 2b, 2c mit dem Gassack 1 während des Aufblasens des Gassackes 1 auftritt, im Hinblick auf die gewünschte Krümmung des Luftsackes optimiert.

Die Fixierung des Gassackes 1 im Bereich seines oberen Endes 10o sowie die Fixierung der Spannbänder 2a, 2b, 2c mit ihren oberen Enden 20o am Kraftfahrzeug über gemeinsame Befestigungsmittel B muss dabei nicht unmittelbar an einem Karosserieteil, wie der oberen seitlichen Dachkante D erfolgen, sondern es kann auch eine Fixierung an einem im Bereich der Dachkante D angebrachten, zur Aufnahme des Gassackes 1 und der Spannbänder 2a, 2b, 2c vorgesehenen Gehäuse oder an einem sonstigen Kraftfahrzeugteil erfolgen. Selbstverständlich können die Befestigungsstellen B auch über mehrere Kraftfahrzeugteile verteilt sein.

Eine weitere Reduzierung des mit den zusätzlichen Spannbändern 2a, 2b, 2c verbundenen Aufwandes wird dadurch erreicht, dass die Verbindungslinie (Naht 14), über die die beiden Gassackteile 11, 12 miteinander verbunden sind, gleichzeitig auch zur Anbindung der unteren Enden 20u der Spannbänder 2a, 2b, 2c am Gassack 1 bzw. an der aus den Gassackteilen 11, 12 bestehenden Gassackhülle genutzt wird. Selbstverständlich können aber auch separate Verbindungsmittel, etwa in Form einer separaten Naht oder in Form eines Klebemittels, verwendet werden, um die Spannbänder 2a, 2b, 2c gassackseitig festzulegen.

Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn auch der Zuschnitt des Gassackes 1 bzw. der zur Bildung der Gassackhülle verwendeten Gassackteile 11, 12 sowie der Zuschnitt der Spannbänder 2a, 2b, 2c im Hinblick auf die gewünschte Krümmung des Gassackes 1, wie in 1 dargestellt, optimiert werden.

Bei einer in 3 dargestellten Weiterbildung der Anordnung aus 2 teilen sich die Spannbänder 2a, 2b, 2c in dem Bereich, in dem sie am Gassack 1, insbesondere am unteren Ende 10u des Gassackes 1, festgelegt werden, in jeweils zwei Befestigungsabschnitte 21, 22, wobei jeder Abschnitt 21 bzw. 22 separat am Gassack 1, genauer an dessen unterem Ende 10u, festgelegt ist. Hierbei ist bevorzugt jeder der Befestigungsabschnitte 21, 22 eines Spannbandes 2a, 2b, 2c jeweils genau einer längserstreckten Kammer bzw. Zelle des Gassackes 1 zugeordnet, indem der jeweilige Befestigungsabschnitt 21, 22 des entsprechenden Spannbandes 2a, 2b, 2c an einem Teil der Hülle 11, 12 des Gassackes 1 festgelegt ist, der genau eine Kammer 16 des Gassackes 1 begrenzt. Mit anderen Worten ausgedrückt, ist jeder Befestigungsabschnitt 21, 22 der Spannbänder 2a, 2b, 2c an der gassackseitigen Begrenzungswand genau einer längserstreckten Kammer bzw. Zelle 16 des Gassackes 1 festgelegt. Dabei können auch mehr als zwei Befestigungsabschnitte pro Spannelement vorgesehen sein.

Die Befestigungsabschnitte 21, 22 je eines Spannbandes 2a, 2b oder 2c sind jeweils durch eine spaltartigen Freiraum F (hier beispielhaft gebildet durch einen einfachen Einschnitt des jeweiligen Spannbandes) voneinander getrennt und voneinander beabstandet. Gleiches gilt für die Befestigungsabschnitte 21, 22 benachbarter Spannbänder 2a, 2b bzw. 2b, 2c, so dass insgesamt alle nebeneinander liegenden Befestigungsabschnitte 21, 22 jeweils quer zur Erstreckungsrichtung der Gassackkammern 16 bzw. Spannbänder 2a, 2b, 2c, also entlang der Fahrzeuglängsachse x, voneinander beabstandet sind.

Bevorzugt ist dabei die Anordnung derart, dass die einzelnen Befestigungsabschnitte 16 jeweils – quer zur Erstreckungsrichtung der Gassackkammern 16 bzw. Spannbänder 2a, 2b, 2c und somit entlang der Fahrzeuglängsachse x – mittig an der durch die Gassackhülle 11, 12 gebildeten Begrenzungswand einer jeweiligen Gassackkammer bzw. Zelle 16 angeordnet ist.


Anspruch[de]
Airbaganordnung für ein Kraftfahrzeug, mit

– einem Gassack (1), der als Gassackpaket an einem Kraftfahrzeug unterzubringen ist und der zum Schutz mindestens eines Kraftfahrzeuginsassen (I) mit Gas befüllbar ist, so dass der Gassack (1) sich entfaltet, wobei der Gassack (1) so dimensioniert ist, dass er sich bei einem freien Entfalten entlang einer ersten Raumrichtung (z) auf eine erste Länge (l1) ausdehnen kann, und

– mindestens einem außerhalb des Gassackes (1) angeordneten Spannelement (2a, 2b, 2c), das derart mit dem Gassack (1) zusammenwirkt, dass es die Ausdehnung des Gassackes (1) entlang der ersten Raumrichtung (z) auf einen Wert (l2) begrenzt, der kleiner ist als die erste Länge (l1),

dadurch gekennzeichnet,

dass das Spannelement (2a, 2b, 2c) einerseits am Gassack (1) und andererseits an einem vom Gassack (1) verschiedenen Kraftfahrzeugteil (D) festgelegt ist und im aufgeblasenen Zustand des Gassackes (1) zwischen mindestens einer kraftfahrzeugteilseitigen und mindestens einer gassackseitigen Befestigungsstelle (B, 14) verspannt ist.
Airbaganordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Spannelement (2a, 2b, 2c) an dem Kraftfahrzeugteil (D) über Befestigungsstellen (B) festgelegt ist, die gleichzeitig auch zur Fixierung des Gassackes (1) am Kraftfahrzeug dienen. Airbaganordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Kraftfahrzeugteil (D) Befestigungsstellen (B) vorgesehen sind, an denen der Gassack (1) am Kraftfahrzeug fixiert ist und dass zumindest ein Teil dieser Befestigungsstellen (B) gleichzeitig zur Festlegung des Spannelementes (2a, 2b, 2c) an dem Kraftfahrzeugteil (D) dient. Airbaganordnung für ein Kraftfahrzeug, mit

– einem Gassack (1), der als Gassackpaket an einem Kraftfahrzeug unterzubringen ist und der zum Schutz mindestens eines Kraftfahrzeuginsassen (I) mit Gas befüllbar ist, so dass der Gassack (1) sich entfaltet, wobei der Gassack (1) so dimensioniert ist, dass er sich bei einem freien Entfalten entlang einer ersten Raumrichtung (z) auf eine erste Länge (l1) ausdehnen kann, und

– mindestens einem außerhalb des Gassackes (1) angeordneten Spannelement (2a, 2b, 2c), das derart mit dem Gassack (1) zusammenwirkt, dass es die Ausdehnung des Gassackes (1) entlang der ersten Raumrichtung (z) auf einen Wert (l2) begrenzt, der kleiner ist als die erste Länge (l1),

insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass das mindestens eine Spannelement (2a, 2b, 2c) in dem Bereich (20u), in dem es an dem Gassack (1) festgelegt ist, mindestens zwei voneinander beabstandete, durch jeweils einen Freiraum (F) voneinander getrennte Befestigungsabschnitte (21, 22) aufweist, die jeweils unabhängig voneinander an dem Gassack (1) festgelegt sind.
Airbaganordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gassack (1) eine Mehrzahl Gassackkammern (16) aufweist. Airbaganordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gassackkammern (16) jeweils schlauchartig ausgebildet sind. Airbaganordnung nach Anspruch 5 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gassackkammern (16) jeweils entlang der ersten Raumrichtung (z) längserstreckt sind. Airbaganordnung nach Anspruch 4 und einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Befestigungsabschnitte (21, 22) des mindestens einen Spannelementes (2a, 2b, 2c) jeweils an genau einer der Gassackkammern (16) festgelegt sind, wobei jedem Befestigungsabschnitt (21, 22) eine andere Gassackkammer (16) zugeordnet ist. Airbaganordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Befestigungsabschnitte (21, 22) des mindestens eines Spannelementes (2a, 2b, 2c) an der jeweils zugeordneten Gassackkammer (16) – entlang einer senkrecht zur ersten Raumrichtung (z) verlaufenden Raumrichtung (x) – mittig bezüglich der Gassackkammer (16) festgelegt sind. Airbaganordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Spannelement (2a, 2b, 2c) ein von dem Gassack (1) separates Element ist, das durch Verbindungsmittel (14) an dem Gassack (1) festgelegt ist. Airbaganordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gassack (1) ein Bestandteil eines Seitenairbags für ein Kraftfahrzeug bildet. Airbaganordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Gassack (1) Bestandteil eines Kopf-Seitenairbags eines Kraftfahrzeugs bildet und sich beim Befüllen mit Gas im Wesentlichen entlang der vertikalen Fahrzeugachse (z) entfaltet und im aufgeblasenen Zustand einen seitlichen Vorhang zum Schutz des Kopfes (K) eines Fahrzeuginsassen (I) vor einem Aufprall auf die seitliche Fahrzeugkarosserie (S) bildet. Airbaganordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Raumrichtung parallel zur vertikalen Fahrzeugachse (z) verläuft. Airbaganordnung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Spannelement (2a, 2b, 2c) gassackseitig im Bereich eines entlang der vertikalen Fahrzeugachse (z) unteren Endes (10u) des Gassackes (1) – bezogen auf dessen entfalteten Zustand – festgelegt ist. Airbaganordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Spannelemente (2a, 2b, 2c) vorgesehen sind, die jeweils einerseits an einem Kraftfahrzeugteil (D) und andererseits am Gassack (1) festgelegt sind und die zur Begrenzung der Ausdehnung des Gassackes (1) entlang der ersten Raumrichtung (z) dienen. Airbaganordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Seite (11) des Gassackes (1) im aufgeblasenen Zustand entlang einer gekrümmten Linie verläuft und das mindestens eine Spannelement (2a, 2b, 2c) im aufgeblasenen Zustand des Gassackes (1) im Wesentlichen entlang einer Geraden verläuft. Airbaganordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die gekrümmte Seite (11) des Gassackes (1) und das mindestens eine Spannelement (2a, 2b, 2c) im aufgeblasenen Zustand des Gassackes (1) im Querschnitt eine im Wesentlichen D-förmige Kontur bilden. Airbaganordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (l2) zwischen den kraftfahrzeugteilseitigen Befestigungsstellen (B) und den gassackseitigen Befestigungsstellen (14) des Spannelementes (2a, 2b, 2c) entlang der ersten Raumrichtung (z) kleiner ist als die erste Länge (l1).






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