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Dokumentenidentifikation DE202007000750U1 31.05.2007
Titel Möbel mit in einer Nutzposition geneigt zur Horizontalen ausgerichteten Möbelplatte
Anmelder Konrad Merkt GmbH, 78549 Spaichingen, DE
Vertreter Patentanwälte Eisele, Dr. Otten, Dr. Roth & Dr. Dobler, 88212 Ravensburg
DE-Aktenzeichen 202007000750
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.05.2007
Registration date 26.04.2007
Application date from patent application 12.01.2007
IPC-Hauptklasse A47B 17/02(2006.01)A, F, I, 20070112, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47B 19/06(2006.01)A, L, I, 20070112, B, H, DE   A47B 13/16(2006.01)A, L, I, 20070112, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Möbel, insbesondere Schreibtisch, Stehpult oder dergleichen, mit wenigstens einer eine Nutzfläche aufweisenden Möbelplatte nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Stand der Technik

Schreibtische, Stehpulte oder dergleichen sind in unterschiedlichster Art und Weise bereits seit Längerem gebräuchlich. Gegenüber einfachen Schreibtischen oder Stehpulten mit starrer Schreibtischplatte sind jedoch auch bereits Schreibtische bzw. Stehpulte bekannt, wobei die Arbeitsplatte schräg bzw. geneigt angeordnet ist oder von einer horizontalen Anordnung nach Belieben auch in eine geneigte Arbeitsposition gebracht werden kann.

Schreibtische mit einer in einer Nutzposition geneigten Tischplatte sind beispielsweise aus den Druckschriften DE 3 101 628 A1 oder DE 2 828 788 bekannt. Diese Schreibtische weisen zudem eine Ablagerinne bzw. Aufnahme für Schreibutensilien oder dergleichen auf, die an der oberen oder unteren Kante der Tischplatte fest fixiert ist.

Darüber hinaus ist gemäß der DE 1 960 838 A1 bereits ein Stehpult mit einer Ablageschale für Utensilien unterschiedlichster Art bekannt, wobei die Ablageschale eine nach unten abgeknickte obere Kante aufweist, um ein Abrutschen auf der geneigten Arbeitsplatte zu vermeiden.

Nachteilig bei den bislang bekannten Ablageschalen bzw. Aufnahmen für Utensilien ist jedoch, dass diese gemäß den beiden zuerst genannten Druckschriften fest an der Platte angeordnet sind bzw. gemäß der letztgenannten Druckschrift lediglich entlang der oberen Kante der Tischplatte anordenbar ist.

Bei vergleichsweise großen Tischplatten und/oder für kleine Personen wie Kinder ist jedoch eine Anordnung an der oberen Tischplattenkante von Nachteil, da entsprechend kleine Personen die Ablageschale nicht mehr erreichen und somit nutzen können.

Aufgabe und Vorteile der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, ein Möbel mit einer an der Möbelplatte lösbar angeordneten Aufnahmevorrichtung vorzuschlagen, wobei die Aufnahmevorrichtung flexibel bzw. nach Belieben an der Möbelplatte anordenbar ist, so dass diese insbesondere auch für kleinere Personen leicht zugänglich ist.

Diese Aufgabe wird, ausgehend von einem Möbel der einleitend genannten Art, durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Durch die in den Unteransprüchen genannten Maßnahmen sind vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung möglich.

Dementsprechend zeichnet sich ein erfindungsgemäßes Möbel dadurch aus, dass die Aufnahmevorrichtung wenigstens ein Klemmelement zum Festklemmen mit der Möbelplatte aufweist. Mit Hilfe des vorteilhaften Klemmelementes kann die Aufnahmevorrichtung auch in geneigter Position an der schräg ausgerichteten bzw. geneigten Möbelplatte an beliebiger Stelle angeklemmt bzw. gehalten werden. Hierdurch wird im Gegensatz zum Stand der Technik ein Abrutschen der Aufnahmevorrichtung vor allem auch an schrägen Seitenkanten vermieden. Dementsprechend können auch kleinere Personen bzw. Kinder die Aufnahmevorrichtung beispielsweise im unteren Bereich bzw. im tieferliegenden Bereich der geneigten Möbelplatte anordnen, so dass diese auch für kleinere Personen leicht zugänglich und somit in vorteilhafter Weise nutzbar ist.

Darüber hinaus kann gerade ein Festklemmen der Aufnahmevorrichtung auch von Kindern und/oder ohne zusätzliches Werkzeug verwirklicht werden. Beim Stand der Technik sind Schraubverbindungen vorgesehen, für die einerseits Werkzeug notwendig ist und andererseits können Schrauben von kleineren Kindern nicht montiert bzw. demontiert werden. Das bedeutet, dass die vorliegende Erfindung, im Gegensatz zum Stand der Technik, im wahrsten Sinn des Wortes „kinderleicht" zu montieren bzw. zu demontieren und somit zu nutzen ist.

Möglicherweise kann die Aufnahmevorrichtung außerhalb der Kontur der Möbelplatte angeordnet werden, so dass eine zusätzliche Nutzfläche entsteht. Vorzugsweise ist die Aufnahmevorrichtung innerhalb der Kontur der Möbelplatte angeordnet. Hierdurch wird die Umsetzung der Klemmung vereinfacht. Beispielsweise kann die Unterseite bzw. die Abstellfläche der Aufnahmevorrichtung und eine weitere Klemmfläche zum Verklemmen der Möbelplatte herangezogen werden. Entsprechend kann in vorteilhafter Weise die Möbelplatte zwischen diese beiden Flächen eingeklemmt werden.

Vorteilhafterweise weist die Aufnahmevorrichtung wenigstens ein Schraubelement zum Festschrauben mit der Möbelplatte auf. Beispielsweise ist das Schraubelement als Rändelschraube, Flügelmutter oder dergleichen ausgebildet, so dass die Verschraubung auch ohne Werkzeug verwirklicht werden kann.

Das Anschrauben der Aufnahmevorrichtung, zusätzlich zum Verklemmen mit der Möbelplatte, erhöht die Sicherheit bezüglich der Vermeidung des Abrutschens in geneigter Position der Möbelplatte. Diese Variante ist gerade für Personen von Vorteil, die beispielsweise im Gegensatz zu sehr jungen Kindern wie Kindergartenkindern, bereits mit dem Verschrauben vertraut sind.

In einer vorteilhaften Variante der Erfindung umfasst die Aufnahmevorrichtung wenigstens eine Erhebung und/oder Versenkung zum Anschlagen der Nutzgegenstände in der geneigten, insbesondere spitzwinklig ausgerichteten Nutzposition der Möbelplatte. Entsprechende Erhebungen und/oder Versenkungen sind somit als Anschlag für die Nutzgegenstände ausgebildet, so dass diese Gegenstände in der geneigten Position vor dem Abgleiten bzw. Herausrutschen aus der Aufnahmevorrichtung gehindert werden. Hierdurch wird die Verwendbarkeit der erfindungsgemäßen Aufnahmevorrichtung auch bei vergleichsweise stark geneigter Position deutlich verbessert.

Vorzugsweise umfasst die Aufnahmevorrichtung wenigstens eine Ablageschale zum Einlegen der Nutzgegenstände. In der Praxis hat sich gezeigt, dass eine Ablageschale besonders flexibel für unterschiedlichste Nutzgegenstände wie Stifte, Radierer, Zettel, Büroklammern oder dergleichen einsetzbar ist.

In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung weist die Aufnahmevorrichtung wenigstens eine runde Öffnung zur Aufnahme eines runden Behältnisses auf, insbesondere eines Bechers oder eines Trinkgefässes wie Trinkbecher, Getränkedose, Getränkeflasche oder dergleichen. Entsprechend runde Behältnisse wie Becher sind beispielsweise beim Wasserfarbenmalen vielfach im Einsatz bzw. Personen haben häufig den Wunsch, auch während der Arbeit ein Getränk zu sich zu nehmen, so dass entsprechende Trinkbehältnisse in vorteilhafter Weise von der Aufnahmevorrichtung gemäß der Erfindung aufgenommen bzw. auch in der geneigten Position sicher gehalten werden.

Vorteilhafterweise weist die Aufnahmevorrichtung wenigstens eine im Wesentlichen in Fallrichtung ausgerichtete Anschlagsleiste mit mehreren Erhebungen und Versenkungen auf. Mit Hilfe einer derart vorteilhaften Anschlagsleiste können beispielsweise mehrere Stifte in die entsprechenden Versenkungen und insbesondere quer zur Fallrichtung eingelegt bzw. auch in geneigter Position sicher gehalten werden. Diese Anschlagsleiste kann darüber hinaus auch zur Vereinzelung von entsprechenden Stiften dienen, was die Zugriffsmöglichkeit für einzelne Stifte für eine Person deutlich verbessert.

Vorzugsweise ist die Anschlagsleiste als ein Rand der Ablageschale ausgebildet. Hiermit wird eine Doppelfunktion einer Wandung der Ablageschale bzw. des Rands verwirklicht, so dass der Aufwand zur Realisierung einer vorteilhaften Anschlagsleiste minimiert wird. Darüber hinaus wird hiermit das Einlegen von Stiften oder dergleichen in die Versenkungen und teilweise in die Ablageschale besonders einfach verwirklicht.

Möglicherweise kann die Aufnahmevorrichtung als Spritzgussteil oder dergleichen, insbesondere als Kunststoffspritzgussteil realisiert werden.

Vorzugsweise umfasst die Aufnahmevorrichtung wenigstens ein gebogenes und/oder tiefgezogenes Blechelement. Ein entsprechend gebogenes bzw. tiefgezogenes Blechelement ist einerseits einfach herstellbar und andererseits weist dieses eine sehr hohe Festigkeit auf. Gerade für den Einsatz bei Kinderschreibtischen oder dergleichen ist es auch von Vorteil, dass beispielsweise bei unsachgemäßer Verwendung Bereiche der Aufnahmevorrichtung verbogen werden, was bei einem Blechelement wieder leicht zu beheben ist.

Vorteilhafterweise ist die Aufnahmevorrichtung als Blecheinheit ausgebildet. Beispielsweise wird die Aufnahmevorrichtung aus einem einzigen Blechstück gefertigt, dass mehrere Biege- bzw. Tiefziehbereiche aufweist.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Aufnahmevorrichtung an einer in Fallrichtung ausgerichteten Seite bzw. Stirnseite der Möbelplatte angeordnet. Hierdurch wird es auch für kleine Personen sehr einfach, die erfindungsgemäße Aufnahmevorrichtung zu verwenden.

Ausführungsbeispiel

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand der Figuren nachfolgend näher erläutert.

Im Einzelnen zeigt:

1 eine schematische, perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Aufnahmevorrichtung mit zwei Bechern,

2 eine schematische Draufsicht der Aufnahmevorrichtung gemäß 1,

3 eine schematische Seitenansicht der Aufnahmevorrichtung gemäß 1 und

4 eine schematische, stirnseitige Ansicht der Aufnahmevorrichtung gemäß 1.

In den Figuren ist eine Aufnahmevorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt, die in einer bevorzugten Metall-Blechausführung realisiert ist.

Die Aufnahmevorrichtung weist eine Stift- bzw. Ablageschale 1 auf, deren Rand an einer Seite als Anschlagsleiste 2 realisiert ist. Die Anschlagsleiste 2 weist zahlreiche Erhebungen bzw. Versenkungen auf, in die beispielsweise Stifte oder dergleichen quer zur Längsrichtung der Aufnahmevorrichtung gemäß der Erfindung eingelegt werden können. Selbst im geneigten Zustand der Aufnahmevorrichtung werden mit Hilfe der vorteilhaften Anschlagsleiste 2 die entsprechend quer zur Fallrichtung ausgerichteten Stifte sicher vor dem Abrutschen bzw. Abgleiten gehalten.

Darüber hinaus weist die Aufnahmevorrichtung zwei runde Öffnungen 3 mit gegebenenfalls einem Standard-Durchmesser auf, in die z.B. Becher 4 eingebracht werden können. Bei den Bechern 4 kann es sich einerseits um Becher für Wasser, z.B. beim Malen mit Wasserfarben oder dergleichen oder um Trinkbecher bzw. auch um Getränkedosen, Getränkeflaschen oder dergleichen handeln.

Vor allem in 4 wird deutlich, wie die Verklemmung gemäß der Erfindung verwirklicht ist. Die Aufnahmevorrichtung weist eine Auflagefläche 5 auf, die zugleich die Unterseite der Ablageschale 1 darstellt und auf der nicht näher eingezeichneten Möbel- bzw. Tischplatte aufliegt.

Die Aufnahmevorrichtung weist darüber hinaus einen Steg 6 auf, der beispielsweise an die Stirnseite der entsprechenden Möbelplatte anzuordnen ist bzw. anschlägt. Hierdurch untergreift ein Abschnitt 7 die nicht näher dargestellte Möbelplatte, so dass die Möbelplatte zwischen der Fläche 5 und dem Abschnitt 7 angeordnet ist und insbesondere durch vorteilhafte Dimensionierung des Stegs 6 entsprechend gemäß der Erfindung eingeklemmt wird.

Zur Verbesserung der Fixierung der Aufnahmevorrichtung an der nicht näher dargestellten Möbelplatte ist darüber hinaus noch z.B. eine oder mehrere Schrauben 8 vorhanden, die als Rändelschraube ausgebildet ist und insbesondere eine Kappe 9 als Schutz für die Möbelplatte aufweist. Die Rändelschraube kann ohne Werkzeug bedient werden. Mit Hilfe der Rändelschraube 8 wird die Möbelplatte fest zwischen die Kappe 9 und die Fläche 5 eingeklemmt. Entsprechend sicher wird die Aufnahmevorrichtung gemäß der Erfindung auch an einer geneigten Möbelplatte vor dem Abrutschen gehalten.

Generell ist bei der Aufnahmevorrichtung gemäß der Erfindung von Vorteil, dass mit Hilfe des vorteilhaften Verklemmens der Aufnahmevorrichtung an der Möbelplatte ein seitliches Verrutschen auch in geneigter Position sicher verhindert wird. Gerade das Verklemmen gewährleistet auch das Kinder die Aufnahmevorrichtung nach eigenem Ermessen und insbesondere ohne Werkzeug an beliebiger Stelle, vorzugsweise an den Querseiten der Möbelplatte bzw. des Schreibtisches, Stehpultes etc., sicher fixieren können.


Anspruch[de]
Möbel, insbesondere Schreibtisch, Stehpult oder dergleichen, mit wenigstens einer eine Nutzfläche aufweisenden Möbelplatte, wobei die Möbelplatte in wenigstens einer Nutzposition geneigt zur Horizontalen ausgerichtet ist, wobei wenigstens eine Aufnahmevorrichtung zum Aufnehmen von Nutzgegenständen, insbesondere Stifte, Flüssigkeitsbehälter (4) oder dergleichen, vorgesehen ist, wobei die Aufnahmevorrichtung als von der Möbelplatte lösbare Aufnahmevorrichtung ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung wenigstens ein Klemmelement (7, 8) zum Festklemmen mit der Möbelplatte aufweist. Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung innerhalb der Kontur der Möbelplatte angeordnet ist. Möbel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung wenigstens ein Schraubelement (8) zum Festschrauben mit der Möbelplatte aufweist. Möbel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung wenigstens eine Erhebung (2) und/oder Versenkung (1, 2) zum Anschlagen der Nutzgegenstände in der geneigten Nutzposition der Möbelplatte umfasst. Möbel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung wenigstens eine Ablageschale (1) zum Einlegen der Nutzgegenstände umfasst. Möbel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung wenigstens eine runde Öffnung (3) zur Aufnahme eines runden Behältnisses (4) aufweist. Möbel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung wenigstens eine in Fallrichtung ausgerichtete Anschlagsleiste (2) mit mehreren Erhebungen und Versenkungen aufweist. Möbel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagsleiste (2) als ein Rand der Ablageschale (1) ausgebildet ist. Möbel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung wenigstens ein gebogenes und/oder tiefgezogenes Blechelement umfasst. Möbel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung als Blecheinheit ausgebildet ist. Möbel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung an einer in Fallrichtung ausgerichteten Seite der Möbelplatte angeordnet ist.






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