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Dokumentenidentifikation DE202007001680U1 31.05.2007
Titel Gepäckanhänger
Anmelder Odin GmbH Design und Imagekonzepte, 68159 Mannheim, DE
DE-Aktenzeichen 202007001680
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.05.2007
Registration date 26.04.2007
Application date from patent application 06.02.2007
IPC-Hauptklasse A45C 13/42(2006.01)A, F, I, 20070206, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Gepäckanhänger zur Aufnahme eines Kennzeichnungsträgers und mit Mitteln zur Befestigung an einem Gepäckstück.

Gepäckanhänger sind in den verschiedensten Ausführungen bekannt. In der Regel bestehen diese aus einer Klarsichthülle, in der sich eine Karte mit der Adressangabe des Gepäckeigentümers befindet, um das Gepäckstück individuell einer Person zuordnen zu können. Mittels einem Band wird der Anhänger am jeweiligen Gepäckstück befestigt. Die dann voll sichtbare Adresse des Reisenden kann sich allerdings auch als Sicherheitsrisiko darstellen. Nicht selten sind Wohnungseinbrüche die Folge, da Kriminelle davon ausgehen könnten, dass die auf dem Gepäckanhänger befindliche Adresse für die Dauer der Reise unbewohnt ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde einen funktionellen Gepäckanhänger zu schaffen, der einerseits eine individuelle Zuordnung erlaubt und andererseits einen Missbrauch nicht zulässt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Gepäckanhänger mit den Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst.

Der erfindungsgemäße Gepäckanhänger bildet einen sicheren Kennzeichnungsträger und weist die dazu notwendige Mittel für eine Verliersicherung und zugleich gegen Missbrauch auf. Erfindungsgemäß besteht der Gepäckanhänger aus einer Kapsel, einem in der Kapsel einsetzbaren Informationsträger und einem zur Anbringung am Gepäckstück geeigneten Befestigungsmittel. Der Informationsträger ist dabei so innerhalb der Kapsel eingesetzt, dass nur die zur Identifikation prägnanten Informationen, z.B. der Name des Gepäckeigentümers sichtbar sind. Auch Signalfarben oder ein Strichcode können hierfür eingesetzt werden. Hierzu besitzt die Kapsel ein die Kapselwand durchbrechendes Sichtfenster. Weitere Informationen können nur dann in Erfahrung gebracht werden, wenn der Informationsträger aus der Kapsel genommen wird. Dies ist entweder nur durch gewaltsame Entnahme möglich, oder durch das Lösen des Befestigungselementes. Zumindest letztere Vorgehensweise erfordert Zeit und ist kaum unbeobachtbar möglich. Wird der Informationsträger ohne das Lösen des Befestigungselementes aus der Kapsel genommen, so weist dieser sichtbare Beschädigungen auf. Somit stellt der erfindungsgemäße Gepäckanhänger praktisch eine Originalitätsgarantie dar.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Kapsel an mindestens einer ihrer Stirnseiten eine Öffnung besitzt. Die Öffnungen können auch verschließbar ausgebildet sein. Durch die hülsenförmige Ausgestaltung wird in der Kapsel eine Aufnahmekammer zum Einsetzen des Informationsträgers geschaffen, der darin vor Beschädigung, Abreisen oder Wettereinflüssen geschützt ist. Bei einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Kapselwand von mindestens einem, zur Aufnahme des Befestigungsmittels geeigneten Loch durchsetzt ist. Durch dieses Loch kann ein Befestigungsmittel, z.B. eine Schnur oder ein Band, aber auch ein Ring oder ein gleichartiges Mittel hindurchgefädelt und aus einer Stirnseite der Kapsel herausgeführt werden. Bevorzugt ist bei einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass die Kapselwand von zwei sich gegenüberliegenden, bevorzugt koaxial zueinander positionierten Löchern durchsetzt ist. Dies ist besonders dann vorteilhaft, wenn auch der Informationsträger vom Befestigungsmittel durchsetzt wird.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass der Informationsträger aus einem beschriftbaren Material besteht. Bevorzugt wird hierfür Papier oder dünner Karton. Insbesondere besteht der Informationsträger aus einem rollbaren Material und weist beispielsweise randseitig eine Perforation auf. Bevorzugt ist diese Perforation aus Löchern gebildet, deren Lochmuster so gewählt ist, dass die Löcher im gerollten Zustand des Informationsträgers koaxial zueinander positioniert sind. Dadurch wird es möglich, das Befestigungsmittel durch das vordere Loch in der Kapselwand, durch die Löcher im Informationsträger und durch das hintere Loch in der Kapselwand hindurch zuführen. Dadurch wird der Informationsträger u.a. gegen Verlieren gesichert.

Bei einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Kapsel aus Edelstahl gebildet ist. Ebenso ist es im Sinne der Erfindung die Kapsel aus jedem anderen geeigneten Material, z.B. auch aus Kunststoff herzustellen.

Das Befestigungsmittel kann ein Band oder eine Kordel sein. Auch metallische Ringe und gleichartige Mittel eignen sich hierfür. Bei Verwendung z.B. einer Kordel ist die Hinzunahme eines an sich bekannten Verschlussmittels sinnvoll.

Anhand den Zeichnungen, die ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigen, wird diese nun näher beschrieben.

Dabei zeigen:

1 eine Seitenansicht einer Kapsel

2 einen Informationsträger

3 ein Verschlussmittel

4 ein Befestigungsband

5 eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Gepäckanhängers

Der erfindungsgemäße Gepäckanhänger ist in seiner Gesamtheit mit 1 bezeichnet. Er besteht aus einer Kapsel 2, einem Informationsträger 4, einer Zugsicherung 13 und einem Befestigungsband 14. Die Kapsel 2 ist als Hülse ausgebildet und besitzt eine Aufnahmekammer 3, in welcher der mit 4 bezeichnete Informationsträger einsetzbar ist. Die Kapsel 2 besitzt an den Stirnseiten 5 und 6 jeweils eine Öffnung 8, 9. Es besteht auch die Möglichkeit eine Seite durch eine Klappe oder einen Stöpsel zu verschließen und nur eine Seite geöffnet zu lassen oder mit einem abnehmbaren Verschluss oder z.B. einer Klappe zu versehen. Die Kapsel 2 besitzt ein Sichtfenster 7, welches dadurch gebildet ist, indem die Hülsenwand der Kapsel 2 durchbrochen ist. Im Bild rechts ist zu erkennen, dass die Kapselwand von zwei sich gegenüberliegenden kreiszylindrischen Löchern 10, 11 durchsetzt ist.

Der Informationsträger 4 besteht bevorzugt aus einem beschreibbaren Papierabschnitt, auf dem Name und Adresse des Gepäckeigentümers auftragbar ist. Am rechten Rand des Informationsträgers 4 befindet sich eine Lochreihe 12, deren Lochdurchmesser in etwa denen der Löcher 10 und 11 in der Wand der Kapsel 2 entspricht. Nach der Beschriftung des Informationsträgers 4 wird dieser zusammengerollt auf einen solchen Durchmesser, der dazu geeignet ist, ihn durch eine der Öffnungen 8 oder 9 in die Aufnahmekammer 3 der Kapsel 2 einzuführen. Dabei kommen die Einzellöcher der Lochreihe 12 des Informationsträgers koaxial zu einander in Position und ebenso innerhalb der Kapsel 2 zu den Löchern 10 und 11 der Kapselwand. Erkennbar im Sichtfenster 7 ist lediglich der Name. Das Befestigungsband 14 wird durch alle Löcher hindurch gefädelt, beispielsweise um den Koffergriff umschlungen und die Enden mit der Zugsicherung 13 eingeschlossen.

Alle der Beschreibung, den Ansprüchen und der Zeichnung entnehmbaren Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.


Anspruch[de]
Gepäckanhänger zur Aufnahme eines Kennzeichnungsträgers und mit Mitteln zur Befestigung an einem Gepäckstück, dadurch gekennzeichnet, dass der Gepäckanhänger (1) aus einer Kapsel (2), einem in der Kapsel (2) einsetzbaren Informationsträger (4) und einem zur Anbringung am Gepäckstück geeigneten Befestigungsmittel (14) besteht. Gepäckanhänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapsel (2) an mindestens einer ihrer Stirnseiten eine Öffnung (8) und/oder (9) besitzt. Gepäckanhänger nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapsel (2) eine Aufnahmekammer (3) zum Einsetzen des Informationsträgers (4) besitzt. Gepäckanhänger nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapsel (2) ein die Kapselwand durchbrechendes Sichtfenster (7) besitzt. Gepäckanhänger nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapselwand von mindestens einem, zur Aufnahme des Befestigungsmittels (14) geeigneten Loch (10) und/oder (11) durchsetzt ist. Gepäckanhänger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Die Kapselwand von zwei sich gegenüberliegenden, bevorzugt koaxial zueinander positionierten Löchern (10) und (11) durchsetzt ist. Gepäckanhänger nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (4) aus einem beschriftbaren Material besteht. Gepäckanhänger nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (4) aus Papier besteht. Gepäckanhänger nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (4) aus einem rollbaren Material beschaffen ist. Gepäckanhänger nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (4) randseitig eine Perforation aufweist. Gepäckanhänger nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforation aus mindestens einem Loch (12) besteht. Gepäckanhänger nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforation aus einer Lochreihe gebildet ist. Gepäckanhänger nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lochmuster der Lochreihe so gewählt ist, dass die Löcher (12) der Lochreihe im gerollten Zustand des Informationsträgers (4) annähernd koaxial zueinander positioniert sind. Gepäckanhänger nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapsel (2) aus Edelstahl gebildet ist. Gepäckanhänger nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapsel (2) aus Kunststoff besteht. Gepäckanhänger nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (14) ein Band ist.






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