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Dokumentenidentifikation DE202007001759U1 31.05.2007
Titel Körperpflegemittelbehälter mit Vorverdünnungs-Kammer
Anmelder Maibom, Frank, 24558 Henstedt-Ulzburg, DE
DE-Aktenzeichen 202007001759
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.05.2007
Registration date 26.04.2007
Application date from patent application 07.02.2007
IPC-Hauptklasse B65D 35/22(2006.01)A, F, I, 20070207, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65D 35/40(2006.01)A, L, I, 20070207, B, H, DE   B65D 25/04(2006.01)A, L, I, 20070207, B, H, DE   B65D 83/00(2006.01)A, L, I, 20070207, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Anwendungsgebiet:

Verkaufsverpackung von Körperpflegemitteln wie z.B. Duschmittel, Bodylotions oder Flüssigseifen

Mängel bisheriger Ausführungen:

Die nachfolgende Mängelbeschreibung erfolgt, stellvertretend für alle zähflüssigen Pflegemittel, am Beispiel eines Duschmittels.

Üblicherweise werden Duschmittel in Plastikflaschen (ca. 250–400 ml Volumen) abgepackt, die am oberen Ende eine Klappe zu öffnen enthalten, hinter der eine Öffnung zum Durchlass des Duschmittels liegt. Wenn das Mittel entnommen werden soll, dreht man die Flasche um, und durch die Schwerkraft sowie Druck mit der Hand auf die Flasche fließt das Duschmittel heraus. Es wird mit der anderen Hand aufgefangen und auf dem Körper verteilt oder aber man lässt es gleich auf einzelne Körperteile fließen, wo es dann verteilt wird. Bei diesem Vorgang ergeben sich folgende Nachteile:

  • – solange die Flasche noch gut gefüllt ist, tritt das Duschmittel schnell genug aus. Wird die Flasche leerer, so dauert es immer länger, bis das dickflüssige Mittel die Austrittsöffnung erreicht hat. Bei relativ leerem Behälter hat man dann die Wahl:

    entweder man schüttelt die Flasche, um den Rest schneller herauszubekommen (funktioniert aber nicht wirklich)

    oder man wartet geduldig, bis das Mittel die Behälterwand entlang läuft und dann endlich aus der Flasche tritt

    oder man wirft die Flasche mit der Restmenge weg und nimmt eine Neue.

    Man hat also die Wahl zwischen Zeitverlust und unnötiger Umweltbelastung durch Restmengen. Außerdem hat man im Fall des vorzeitigen Entsorgens einen, wenn auch kleinen, finanziellen Verlust erlitten, da ja der volle Inhalt bezahlt wurde und vielleicht 5–10% nicht genutzt werden
  • – das zähflüssige Duschmittel muss durch mehrfaches Verreiben mit der Hand auf die vorgesehene Körperfläche verteilt werden. Der Grad der Zähflüssigkeit bestimmt die Zeit, die man zum Verteilen benötigt. Die marktüblichen Duschmittel sind meist zu zähflüssig, um mit optimaler Leichtigkeit verrieben zu werden. Sie können aber herstellerseitig auch nicht so stark verdünnt werden, wie es für den optimalen Verteilungskomfort erforderlich wäre, weil das Mittel sonst viel zu schnell aus der Flaschenöffnung fließen würde. Der Anwender hätte das Gefühl, dass er wesentlich mehr verbrauchen würde, als bei Produkten anderer Hersteller, und eventuell das Produkt meiden.

Problemlösung:

Die genannten Probleme lassen sich vermeiden, indem das Duschmittel nicht direkt unverdünnt auf die Haut aufgetragen wird, sondern in einer Vorverdünnungs-Kammer des Duschmittel-Behälters mit Wasser verdünnt wird und dann erst auf die Haut aufgetragen wird.

Ausführungsbeispiel:

Die nachfolgende Beschreibung einer möglichen Bauform eines Körperpflegemittel-Behälters mit Verdünnungskammer bezieht sich auf die beigefügte Zeichnung. Sie stellt lediglich eine mögliche prinzipielle Bauform dar, stellvertretend für viele andere mögliche Bauformen, die demselben Zweck dienen können.

Der Flaschenkörper (10) ist durch eine Trennwand (9) in 2 Kammern aufgeteilt: den Behälter für das Pflegemittel (1) und die kleinere Vorverdünnungs-Kammer (2). Am oberen Ende der Pflegemittel-Kammer ist ein Ventil (3) angebracht, das 3 Funktionen hat: 1.) Öffnung für das herstellerseitige Befüllen der Flasche mit dem Pflegemittel, 2.) Belüftungsöffnung zum Einlass von Luft in die Pflegemittel- Kammer, 3.) Sperren der Öffnung gegen austretende Luft für den Fall, dass die Flasche zusammengedrückt wird.

Am unteren Ende der Pflegemittelkammer sitzt ein Auslassventil (4), das 3 Funktionen hat: 1.) Durchlass von Pflegemittel für den Fall, dass die Flasche gedrückt wird, 2.) Sperrung gegen Durchfluss des Pflegemittels in die Vorspülkammer im Ruhezustand, 3.) Sperrung gegen Rückfluss von Wasser aus der Vorverdünnungskammer in die pflegemittelkammer.

Es können Plastikventile verwendet werden, wie sie beispielsweise von kopfstehenden Senf- oder Honigbehältern bekannt sind.

Der Flaschenkopf (11) enthält eine Drucktaste mit Schiebeplatte (5), die eine Öffnung (6) hat. Durch diese Öffnung kann die Vorspülkammer (2) mit Wasser befüllt werden, wenn die Taste gedrückt ist und dann die Öffnung (6) über der zweiten Öffnung (7) des feststehenden Teils des Flaschenkopfes liegt. Bei gedrückter Taste (5) ist also die Vorverdünnungskammer (2) oben offen, im Ruhezustand ist sie oben geschlossen.

Die Lösung mittels Drucktaste ist nur eine von vielen möglichen Ausführungsformen. Es wäre ebenfalls denkbar, einen aufklappbaren Deckel zu verwenden, der gleichzeitig die Auffangfläche für das einzufüllende Wasser vergrößert etc.

Arbeitsweise:

Der Anwender drückt die Flasche zusammen, ohne sie auf den Kopf zu stellen. Der Druck innerhalb des Duschpflegemittel-Raums kann sich nur durch das untere Ventil (4) in die Vorverdünnungskammer (2) entladen, indem Pflegemittel in diese Kammer eintritt. Je länger oder stärker der Anwender drückt, desto mehr Pflegemittel wird verbraucht. So kann die gewünschte Dosierung bzw. Pflegemittel-Verdünnung erreicht werden.

Nun öffnet der Anwender durch Druck auf die Taste (5) die Flasche so, dass die Öffnung in der Schiebeplatte mit der Öffnung im Flaschenkopf übereinander liegt. Nun hält man die Flasche in das laufende Wasser vom Duschkopf oder Wasserhahn, bis die gewünschte Verdünnung erreicht ist.

Anschließend wird die Taste losgelassen, um die Kammer zu schließen, und die Flasche kurz geschüttelt (1–2 Sekunden reichen schon): die Vorverdünnungkammer ist jetzt mit leichtflüssigem, verdünnten Pflegemittel gefüllt.

Zur Anwendung kann man nun wieder durch Druck auf die Taste das Pflegemittel aus der Flasche ausgießen und auf dem Körper verteilen.

Da die Flasche nicht mehr auf den Kopf gestellt werden muss, um das Pflegemittel zu entnehmen, liegt das Pflegemittel immer direkt am unteren Ventil an. Bis zum letzten Tropfen wird es sofort beim Druck auf die Flasche in die Vorverdünnungskammer gedrückt. Das obere Ventil lässt durch den Rückformungsdruck der Flasche genügend Luft in den Pflegemittelbehälter nachströmen, um immer Druck aufbauen zu können.

Vorteile/Verkaufsargumente Vorteile für den Anwender:

  • – Das Pflegemittel ist, individuell definierbar, deutlich dünnflüssiger und lässt sich leichter auf dem Körper verteilen
  • – Keine Wartezeiten oder Schüttel-Aktionen mehr, um bei relativ leerer Flasche das Pflegemittel zu entnehmen
  • – Weniger Fehldosierungen, daher geringere Umweltbelastung
  • – Restlose Flaschenentleerung, daher ebenfalls geringere Umweltbelastung durch unverbrauchte Restmengen

Vorteile für den Hersteller des Pflegemittels:

  • – Es muss weniger Pflegemittel abgefüllt werden, da die Flasche 10–20% Luft für den Vorverdünnungsraum enthält (bei gleich bleibender Flaschendimensionierung/Außenform)
  • – Die Mischung des Pflegemittels kann unverändert beibehalten werden
  • – alternativ können höher konzentrierte Wirkstoffe verwendet werden und so die Anzahl der Anwendungen pro Flasche bei gleichem Rauminhalt weiter gesteigert werden. Dies würde gleichzeitig einen höheren Produktpreis rechtfertigen.
  • – Es sind nur minimale Änderungen des herkömmlichen Flaschendesigns und ein neu konstruierter Flaschenkopf notwendig
  • – Er erhält Alleinstellungsmerkmale gegenüber dem Wettbewerb und damit die Chance auf höhere Marktanteile/Umsätze

Agenda zu Zeichnung (Bezugszeichenliste)

1
Raum für Duschpflegemittel
2
Raum für Wasser
3
Luft- Einlassventil/Befüllungsöffnung
4
Duschpflegemittel-Austrittsventil
5
Drucktaste mit Schiebeplatte
6
Wassereinfüll-/Austritts-Öffnung in Schiebeplatte
7
Wassereinfüll-/Austritts-Öffnung in Flaschenkopf, feststehend
8
Darstellungspfeil für den Weg des Wassers beim Befüllen bzw. den Austrittsweg des Wasser-Pflegemittel-Gemischs beim Ausgiessen
9
Trennwand innerhalb der Flasche zwischen Wasser-Füllraum und Pflegemittel-Füllraum
10
Außenkörper der Flasche
11
Flaschenkopf/Träger für Verschluss
X
Querschnittslinie für Zeichnungsteil B


Anspruch[de]
Körperpflegemittelbehälter mit Verdünnungs-Kammer

gekennzeichnet durch:

die Kombination eines Pflegemittel-Behälters mit einer Verdünnungskammer
Körperpflegemittelbehälter mit Verdünnungs-Kammer

gekennzeichnet durch:

die Anbringung eines Auslassventils am Boden oder am untersten Teil der Trennwand zwischen Pflegemittelbehälter und Verdünnungskammer, das den Austritt des Pflegemittels in die Verdünnungskammer ermöglicht
Körperpflegemittelbehälter mit Verdünnungs-Kammer

gekennzeichnet durch:

die Ausformung des Behälter-Kopfteils in der Weise, dass durch Knopfdruck eine Öffnung mit einem Durchmesser von ca. 1–3 cm im Deckel freigegeben wird, die das schnelle Einfüllen von Wasser als Verdünnungsmittel sowie das Ausgießen des verdünnten Pflegemittels ermöglicht.






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