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Dokumentenidentifikation DE202007001866U1 31.05.2007
Titel Mausvorrichtung mit einem Gleitdeckel
Anmelder Sysgration Ltd., Chung Ho, Taipeh, TW
Vertreter Viering, Jentschura & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 202007001866
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.05.2007
Registration date 26.04.2007
Application date from patent application 08.02.2007
IPC-Hauptklasse G06F 3/033(2006.01)A, F, I, 20070208, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Mausvorrichtung mit einem Gleitdeckel, insbesondere eine Mausvorrichtung, welche sowohl als normale Maus benutzt werden kann, als auch durch Öffnen des Gleitdeckels über mehrere zusätzliche Steuertasten verfügt. Die Mausvorrichtung ist schön im Aussehen und benutzerfreundlich.

Heutzutage sind Elektrogeräte üblicherweise mit einer Anzeigevorrichtung ausgestattet, um die Handhabung zu erleichtern. Beispielsweise hat ein Computer häufig ein graphisches Betriebssystem, wobei die vom Computer ausgeführten Funktionen in Form von Bildern auf der Anzeigevorrichtung gezeigt werden. Der Benutzer verbindet eine Maus mit dem Computer, so dass der Cursor der Maus ebenfalls auf der Anzeigevorrichtung erscheinen kann. Durch Bewegung der Maus wählt der Benutzer Funktionen aus und klickt dann auf die entsprechenden Stellen der Funktionssymbole auf der Anzeigevorrichtung. Dadurch kann der Computer die entsprechenden Funktionen auf der Anzeigevorrichtung erkennen und die Tätigkeiten durchführen. Durch die Steuerung der Maus erspart der Benutzer sich die Unbequemlichkeit des Drückens von Tasten.

Die oben genannte Maus ist ursprünglich mit einer einzigen Steuertaste ausgestattet. Mit der Verkomplizierung der Betriebssysteme wurden die Mäuse mit zwei bzw. drei Tasten ausgestattet, wobei die dritte Taste später noch als Scrollrad ausgebildet wurden, so dass durch Drücken des Scrollrads die Funktion der dritten Taste erhalten wird. Danach wurde eine Maus mit mehreren Steuertasten entwickelt. Doch hat der Mensch nur fünf Finger, und die Maus muss von Fingern gehalten werden. Aufgrund dessen erweist sich eine Maus mit mehreren Steuertasten als nicht ergonomisch und ist daher vom Markt nicht akzeptiert worden.

Die Funktionen der Hard- und Software für elektronische Geräte sind so weit entwickelt, und der Zeittrend der gegenseitigen Integration ist so weit fortgeschritten, dass der Benutzer mit dem Computer sowohl grundlegende Tätigkeiten erledigen als auch eine Präsentation halten kann. Sogar als ein Unterhaltungszentrum für Haushalte kann der Computer zur Verfügung stehen. Zur Erfüllung des o.g. vielfältigen Bedarfs muss der Benutzer jedoch zusätzlich die entsprechenden Eingabeeinrichtungen anschaffen, z.B. einen Präsentationsstift für die Präsentation, einen Steuerhebel für Spiele oder eine Fernbedienung beim Multimedia-Abspielen.

Es sind bereits multifunktionale Mäuse hervorgebracht worden, bei denen die hinzugefügten Steuertasten jedoch Nachteilhafterweise die gesamte Ästhetik des Produkts beeinträchtigen; außerdem haben die Steuertasten verschiedener Funktionen nicht alle die gleiche Form, was die Handhabung grundlegender Funktionen behindert oder leicht dazu führt, dass der Benutzer eine unerwünschte Taste drückt. Somit erweist sich eine derartige Ausführungsform der Maus als nicht benutzerfreundlich und also nicht nützlich.

Angesichts der oben genannten Mängel bei den herkömmlichen Ausführungsformen hat der Erfinder sich der Verbesserung gewidmet und letztendlich die vorliegende Erfindung hervorgebracht.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Mausvorrichtung mit einem Gleitdeckel zu schaffen, wobei mehr zusätzliche Steuertasten durch die Anordnung des Gleitdeckels versteckt werden, so dass die Maus über mehr Steuerfunktionen verfügt und allein für verschiedene Zwecke anwendbar ist.

Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, eine Mausvorrichtung mit einem Gleitdeckel zu schaffen, wobei die Ausgestaltung mit einem Gleitdeckel das Volumen oder das Profil der ursprünglichen Maus nicht beeinträchtigt, so dass der Benutzer nicht seine Bediengewohnheiten verändern oder eine neue Bedienung lernen muss. Somit erweist sich die Erfindung als benutzerfreundlich.

Der Erfindung liegt ferner noch die Aufgabe zugrunde, eine Mausvorrichtung mit einem Gleitdeckel zu schaffen, wobei der Gleitdeckel bei Bedienung dem Benutzer ein gutes Berührungsgefühl bietet. Zudem gewährleistet die Ausgestaltung, dass der Gleitdeckel beim Öffnen entlang der bogenförmigen Form der Maus gleitet, einen visuellen Genuss und ein Erhebungsgefühl. Dies kann zur Popularität der erfindungsgemäßen Maus beitragen.

Zur Lösung der oben genannten Aufgaben stellt die Erfindung eine Mausvorrichtung mit einem Gleitdeckel zur Verfügung, die eine Maus umfasst, an deren Oberfläche ein Gleitdeckel angeordnet ist, und in deren Innerem eine zusätzliche Steuerplattform angeordnet ist, an der mehrere zusätzliche Steuertasten angeordnet sind. Die Maus und der Gleitdeckel sind durch Leitschienen und Gleitkanäle derart verbunden, dass der Gleitdeckel lediglich schiebbar an der Maus bewegt werden kann. Ferner ist ein Sensor am Rand der Leitschienen oder auf dem Gleitdeckel angeordnet, so dass die zusätzlichen Steuertasten beim Gleiten des Gleitdeckels durch das Abtasten der Stelle des Gleitdeckels geöffnet oder geschlossen werden. Bei der normalen Benutzung deckt der Gleitdeckel die zusätzliche Steuerplattform ab, wodurch sich das Profil der Maus hierbei nicht von den üblichen Mausvorrichtungen unterscheidet. Zusätzlich zu den üblichen grundlegenden Operationen bietet die erfindungsgemäße Mausvorrichtung zusätzliche Bedienungsmöglichkeit, wobei eine zusätzliche Steuerplattform nach dem rückwärtigen Schieben des Gleitdeckels erscheint, so dass der Benutzer die auf der Steuerplattform angeordneten zusätzlichen Steuertasten tätigen kann.

Im Folgenden werden die zur Lösung der oben dargestellten Aufgaben eingesetzten technischen Mittel und die Vorteile anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und der beigefügten Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:

1 eine dreidimensionale Explosionsdarstellung der Erfindung;

2 eine dreidimensionale perspektivische Ansicht einer geöffneten Maus gemäß der Erfindung;

3 eine dreidimensionale perspektivische Ansicht einer geschlossenen Maus gemäß der Erfindung;

4 eine Draufansicht einer geöffneten Maus gemäß der Erfindung;

5 eine Draufansicht einer geschlossenen Maus gemäß der Erfindung;

6 eine Seitenansicht einer geöffneten Maus gemäß der Erfindung;

7 eine Seitenansicht einer geschlossenen Maus gemäß der Erfindung; und

8 eine dreidimensionale Explosionsdarstellung der Erfindung aus einem weiteren Winkel.

1 bis 8 zeigen die erfindungsgemäße Mausvorrichtung mit einem Gleitdeckel, wobei die Maus 1 wahlweise kabelverbunden, kabellos, mit einem Srollrad, optisch, mit einer einzigen Taste oder mehreren Tasten ausgebildet werden kann. Die vorliegende Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberfläche der Maus 1 ein Gleitdeckel 2 zusätzlich angeordnet ist. Im Inneren des Gleitdeckels 2 ist eine zusätzliche Steuerplattform 3 angeordnet, an der mehrere zusätzliche Steuertasten 31 angeordnet sind. Nachdem der Gleitdeckel 2 geöffnet worden ist, kann der Benutzer die zusätzlichen Steuertasten 31 betätigen und die gewünschten Funktionen durchführen.

Wie aus 3, 5 und 7 ersichtlich, deckt der Gleitdeckel 2 bei normaler Benutzung die zusätzliche Steuerplattform 3 ab, wobei sich das Profil der Maus hierbei nicht von den üblichen Mausvorrichtungen unterscheidet. Zusätzlich zu den üblichen grundlegenden Operationen bietet die erfindungsgemäße Mausvorrichtung zusätzliche Bedienungsmöglichkeiten, wobei eine zusätzliche Steuerplattform nach dem rückwärtigen Schieben des Gleitdeckels erscheint, so dass der Benutzer die auf der Steuerplattform angeordneten zusätzlichen Steuertasten betätigen kann.

Wie aus 1 und 8 ersichtlich, sind die Maus 1 und der Gleitdeckel 2 durch Leitschienen 14 und Gleitkanäle 21 verbunden, so dass der Gleitdeckel 2 lediglich schiebbar an der Maus 1 bewegt werden kann. Die Leitschienen 14 und Gleitkanäle 21 sind gemäß der Bogenform der Maus 1 ausgebildet, womit eine angenehme visuelle Wirkung beim Öffnen des Gleitdeckels 2 entlang der bogenförmigen Oberfläche entsteht. Selbstverständlich sind die Maus 1 und der Gleitdeckel 2 durch andere Verbindungsweisen verbindbar, die die gleiche Gleitfunktion gewährleisten können. An den Leitschienen 14 und Gleitkanälen 21 sind Blockaden 15 angeordnet, um die Entfernung des abwärtigen Gleitens des Gleitdeckels 2 zu beschränken, damit sich der Gleitdeckel 2 nicht von der Maus 1 trennt.

Da die oben genannten zusätzlichen Steuertasten 31 nicht ständig benutzt werden, können sie bei der normalen Benutzung ausgeschaltet werden. Sobald der Gleitdeckel 2 geöffnet wird, können sie dann wieder angeschaltet werden, um Energie zu sparen und nicht den Vorgang der normalen Tätigkeiten unerwünscht zu stören. Zu diesem Zweck verfügen die zusätzlichen Steuertasten 31 über einen Startmechanismus. Grundsätzlich kann an der zusätzlichen Steuerplattform 3 ein Schalter 32 angeordnet werden, der die Funktionen der zusätzlichen Steuertasten 31 an- und ausschaltet. Alternativ kann ein Berührungsschalter (nicht in der Zeichnung dargestellt) am Kontaktrand der Maus 1 und des Gleitdeckels 2 oder am Gleitdeckel 2 angeordnet werden. Wenn sich der Gleitdeckel 2 verschiebt, drückt er gleichzeitig den Schalter, der dann die Funktionen der zusätzlichen Steuertasten 31 anschaltet. Selbstverständlich kann alternativ ein Sensor angeordnet werden, der die Stelle des vorbestimmten Ziels am Gleitdeckel 2 abtasten und so die Funktionen der zusätzlichen Steuertasten 31 aktivieren kann. Es gibt noch weitere Möglichkeiten zur Aktivierung der Funktionen der zusätzlichen Steuertasten 31. Alle Schaltungsmöglichkeiten mit einem Gleitdeckel 2 gehören zum Schutzbereich der vorliegenden Erfindung.

Die Aktivierungs-, Steuerfunktionen der o.g. zusätzlichen Steuertasten 31 sowie die Schnittstellen des Stroms und der Übertragung sind alle im Inneren der Maus 1 eingepackt. Diese Anordnung stellt eine Anwendung eines einfachen Schaltkreises und eine dem Fachmann naheliegende Ausgestaltung dar. Daher werden keine Details dazu hier weiter erläutert.

Die vorstehende Beschreibung stellt lediglich ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dar und soll zur Begrenzung des Anspruchsumfanges der Erfindung dienen. Alle auf Basis der technischen Bestimmungen der Erfindung vorgenommenen gleichwertigen Ausführungen und Modifikationen gehören zum Schutzbereich der vorliegenden Erfindung.


Anspruch[de]
Mausvorrichtung mit einem Gleitdeckel, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite der Maus (1) ein Gleitdeckel (2) angeordnet ist, unter dem eine zusätzliche Steuerplattform (3) angeordnet ist, an der je nach Bedarf verschiedene zusätzliche Steuertasten (31) angeordnet sind; bei der normalen Benutzung deckt der Gleitdeckel (2) die zusätzliche Steuerplattform (3) ab; wenn sich der Gleitdeckel (2) nach unten verschiebt, erscheint die zusätzliche Steuerplattform (3) und steht zu Bedienung zur Verfügung. Mausvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Maus (1) und dem Gleitdeckel (2) Gleitkanäle (14) und Leitschienen (21) zum Verschieben des Gleitdeckels (2 ) vorgesehen sind; am Ende der Maus (1) sind Blockaden (15) zur Beschränkung der Bewegungsentfernung des Gleitdeckels (2) vorgesehen. Mausvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitkanäle (14) oder die Leitschienen (21) auf der bogenförmigen Oberfläche der Maus (1) aufeinander abgestimmt ausgebildet sind, so dass sich der Gleitdeckel (2) entlang der bogenförmigen Oberfläche öffnen lässt. Mausvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Berührungsschalter oder ein Sensor am Rand der Maus (1) oder auf der Maus (1) angeordnet ist, der die Stelle des vorbestimmten Ziels am Gleitdeckel (2) abtasten und so die Funktionen der zusätzlichen Steuertasten (31) aktivieren kann. Mausvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der zusätzlichen Steuerplattform (3) ein Schalter (32) zur An- und Ausschaltung der Funktionen der zusätzlichen Steuertasten (31) vorgesehen ist.






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