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Dokumentenidentifikation DE202007001929U1 31.05.2007
Titel Reaktanz-Zweipolschaltung für Nichtlineare Verbraucher
Anmelder ELTROPLAN-REVCON Elektrotechnische Anlagen GmbH, 59199 Bönen, DE
Vertreter Zeitler, Volpert, Kandlbinder, 80539 München
DE-Aktenzeichen 202007001929
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.05.2007
Registration date 26.04.2007
Application date from patent application 09.02.2007
IPC-Hauptklasse H02M 1/12(2006.01)A, F, I, 20070209, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H01F 27/38(2006.01)A, L, I, 20070209, B, H, DE   H01F 38/06(2006.01)A, L, I, 20070209, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Oberschwingungskompensation für nichtlineare Verbraucher, insbesondere Gleichrichter oder Wechselrichter, an wenigstens zweiphasigen, insbesondere dreiphasigen, Versorgungsnetzen mit sinusförmiger Netzspannung, wobei jede Phase mit einer ersten Induktivität verbunden ist, wobei jede erste Induktivität mit ihrem von der jeweiligen Phase abgewandten Ende wiederum mit wenigstens einer ersten Kapazität verbunden ist, wobei die ersten Induktivitäten jeweils von einer ersten und einer zweiten Drosselspule ausgebildet sind, die in Reihe geschaltet sind, wobei zwischen erster und zweiter Drosselspule jeder Phase jeweils wenigstens eine zweite Kapazität angeschlossen ist, wobei in jeder Phase eine dritte Drosselspule vor dem Verbraucher eingeschleift ist, wobei jeweils die erste Drosselspule der ersten Induktivitäten zwischen der dritten Drosselspule und dem Verbraucher mit der jeweiligen Phase verbunden ist und jeweils die zweite Drosselspule der ersten Induktivitäten mit dem jeweils von der ersten Drosselspule dieser ersten Induktivität abgewandten Ende mit wenigstens einer der ersten Kapazitäten verbunden ist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Nichtlineare Verbraucher beziehen aus einem Versorgungsnetz mit sinusförmigen Versorgungsspannungen bzw. -strömen nichtsinusförmige Verbraucherspannungen bzw. -ströme. Diese Abweichungen des Stromes von der Sinusform führen in Versorgungsnetzen zu Verzerrungen der Netzspannung. Die Verzerrungen der Netzspannung verursachen zusätzliche Verluste und Funktionsstörungen bei anderen Verbrauchern, die an diesem Versorgungsnetz betrieben werden. Einen hohen Anteil an nichtlinearen Verbrauchern in den Versorgungsnetzen stellen dreiphasige Gleichrichter- und Wechselrichterschaltungen dar. Die am häufigsten eingesetzte Gleichrichterschaltung ist der ungesteuerte Gleichrichter in B6-Schaltung.

Die nicht sinusförmigen Spannungen bzw. Ströme können mittels Fourier-Reihen in sinusförmige Größen zerlegt werden, die aus einer Grundschwingung, wie z.B. f = 50 Hz, und Oberschwingungen der Frequenz n·f bestehen. Ein Bewertungskriterium für die Abweichungen einer verzerrten Stromform von der Sinusform stellt der "THD" dar. Der Wert THD (Total Hannonic Distortion) beschreibt ein Gesamt-Oberschwingungsverhältnis v und ist definiert als ist, mit

Un
= Effektivwert jeder Oberschwingung n und
U1
= Effektivwert der Grundschwingung.

Die durch die Stromoberschwingungen der Verbraucherspannung bzw. des Verbraucherstroms verursachten Auswirkungen auf das speisende Netz werden als Netzrückwirkungen bezeichnet. Typische Netzrückwirkungen sind: Erhöhung der Verlustleistung im Versorgungsnetz und bei anderen Verbrauchern; Spannungsabfälle und Kommutierungseinbrüche; Verformung der Netzspannung; Resonanzerscheinungen im Netz; Störungen bei benachbarten Baugruppen und Verbrauchern, ggf. durch die vorgenannten Resonanzerscheinungen.

Zu den nichtlinearen Verbrauchern zählen z.B. Drosseln, Transformatoren und leistungselektronische Baugruppen, wie Gleichrichter, Wechselrichter, Drehstromsteller usw. Der vermehrte Einsatz und die immer größeren Leistungen von leistungselektronischen Baugruppen haben dazu geführt, dass Normen erarbeitet wurden oder in Vorbereitung sind, die die zulässigen Stromoberschwingungen in Bezug auf bestimmte Versorgungsnetze spezifizieren, mit dem Ziel, die Netzrückwirkungen zu begrenzen.

Bei der Reduzierung von Stromoberschwingungen unterscheidet man prinzipiell netzseitige und gerätetechnische Maßnahmen. Zu den netzseitigen Maßnahmen zählen z.B. Saugdrosselkreise und aktive Oberschwingungskompensation. Bei den gerätetechnischen Maßnahmen ist beispielsweise die Erhöhung der Pulszahl von Gleich- und Wechselrichterschaltungen bekannt (12-pulsige Gleichrichterschaltungen).

WO-A-0062396 offenbart eine Vorrichtung zum Vermindern von harmonischen Schwingungen, welches zwischen ein Energieversorgungssystem und einen Verbraucher geschaltet ist. Die Vorrichtung umfasst eine den Fluss umschaltende Drosselspule mit mehreren Leitungswicklungen, wobei eine Kondensatorbank zwischen den Leitungswicklungen der Drosselspule vorgesehen ist. Wenigstens eine Leitungswicklung ist auf einem Kern in eine erste Polarität orientiert und wenigstens eine Kompensationswicklung ist auf dem Kern in die entgegengesetzte Polarität orientiert und zwischen den Ausgang der ersten Wicklung und der Last geschaltet. Die von der Leitungswicklung und der Kompensationswicklung erzeugten entgegengesetzten Flüsse heben sich auf und vermindern dadurch die Durchgangsreaktanz der Vorrichtung zwischen der Last und dem Versorgungssystem. Der Eingang einer querverbindenen Schaltung mit einem Kondensator ist zwischen die Leitungswicklung und die Kompensationswicklung geschaltet. Die Reaktanz über die querverbindende Schaltung zum Mittelleiter (oder einer Phase) ist niedriger als die Reaktanz über die Leitungswicklung. Ströme von harmonischen Schwingungen fließen daher über die querverbindende Schaltung ab und sind in erhöhtem Maße daran gehindert, in das Energieversorgungssystem einzudringen.

DE 42 19 214 A1 offenbart eine Schaltung zur Oberschwingungskompensation, welche zwischen einen Stromrichter und ein Wechselspannungsnetz geschaltet ist. Diese Schaltung umfasst eine Duplexdrossel, die eine an den Stromrichter angeschlossene Primärwicklung und eine an das Wechselspannungsnetz angeschlossene, antiparallel zur Primärwicklung geschaltete Sekundärwicklung aufweist. Dabei sind die beiden Wicklungen der Duplexdrossel an einem Anzapfungspunkt zusammengeschaltet, an dem ein auf die zu dämpfende Oberwellen im Wesentlichen abgestimmter L-C-Filter angeschlossen ist, das im einphasigen System gegen Masse, im mehrphasigen System gegen dessen Mittelpunkt oder im dreiphasigen System im Dreieck geschaltet ist.

Beide vorgenannten System beruhen in erster Linie auf dem Effekt von einer in die Leitung einer Phase eingeschleiften Spule mit zwei entgegengesetzten Wicklungen die in Serie geschaltet auf einem gemeinsamen Kern angeordnet entgegengesetzte, einander aufhebende Flüsse erzeugen, so dass es jeweils zu einer Verminderung der Reaktanz kommt. Ausgehend von dieser reaktanzvermindernden Spule werden über einen L-C-Filter in jeder Phase jeweilige Ströme von Oberschwingungen abgeleitet. Die Leistungsfähigkeit dieser Systeme ist jedoch nicht für alle Anwendungen ausreichend. Außerdem ist die Spule mit entgegengesetzten, in Serie geschalteten Wicklungen kostenintensiv und aufwändig in der Herstellung.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Oberschwingungskompensation zur Verfügung zu stellen, welche hinsichtlich Bauraumbedarf und Herstellungskosten optimiert ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Schaltungsanordnung der o.g. Art mit den in Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.

Bei einer Schaltungsanordnung der o.g. Art ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass die ersten und zweiten Drosselspulen sowie die dritten Drosselspulen auf einem mechanisch gemeinsamen Kernbauteil derart angeordnet sind, dass die dritten Drosselspulen magnetisch von den ersten und zweiten Drosselspulen entkoppelt sind, wobei jeweils die erste und zweite Drosselspule einer ersten Induktivität einer Phase aus einer einzigen Wicklung mit einer mittleren Anzapfung auf einem Abschnitt des Kernbauteils derart ausgebildet sind, dass diese erste und zweite Drosselspule magnetisch miteinander gekoppelt sind.

Dies hat den Vorteil, dass ein wesentlich geringerer Materialaufwand erforderlich ist, wobei insbesondere weniger Trafoblech erforderlich ist. Weiterhin ergibt sich ein stark reduziertes Bauvolumen. Die Kapazitätswerte der Kapazitäten können gegenüber herkömmlichen Ausführungsformen halbiert werden, wodurch sich eine Reduzierung der kapazitiven Netzbelastung im Teillastbetrieb ergibt. Insgesamt führen die vorgenannten Vorteile auch zu geringeren Herstellungskosten.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Schaltungsanordnung drei dritte Drosselspulen auf, die jeweils auf einem Schenkel eines E-förmigen ersten Teiles des Kernbauteils angeordnet sind.

In vorteilhafter Weise weist die Schaltungsanordnung drei erste Induktivitäten auf, wobei die jeweiligen einzigen Wicklungen der ersten und zweiten Drosselspulen einer ersten Induktivität jeweils auf einem Schenkel eines E-förmigen zweiten Teiles des Kernbauteils angeordnet sind.

Das erste und zweite E-förmige Teil des Kernbauteils sind bevorzugt über ein gemeinsames Joch miteinander verbunden, welches alle freie Enden der Schenkel der E-förmigen Teile des Kernbauteils miteinander verbindet.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind entweder alle ersten Kapazitäten an ihren jeweiligen von der zweiten Drosselspule abgewandten Enden miteinander verbunden. Alternativ sind drei erste Kapazitäten vorgesehen, wobei eine der ersten Kapazitäten eine zweite Drosselspule einer ersten Phase mit einer zweiten Drosselspule einer dritten Phase, eine der ersten Kapazitäten eine zweite Drosselspule der ersten Phase mit einer zweiten Drosselspule einer zweiten Phase und eine der ersten Kapazitäten eine zweite Drosselspule der dritten Phase mit einer zweiten Drosselspule der zweiten Phase verbindet.

In besonders vorteilhafte Weise sind alle zweiten Kapazitäten an ihren jeweils von den ersten und zweiten Drosselspulen abgewandten Enden miteinander verbunden. Alternativ sind drei zweite Kapazitäten vorgesehen, wobei eine der zweiten Kapazitäten erste und zweite Drosselspule einer ersten Phase mit erster und zweiter Drosselspule einer dritten Phase, eine der zweiten Kapazitäten erste und zweite Drosselspule der ersten Phase mit erster und zweiter Drosselspule einer zweiten Phase und eine der zweiten Kapazitäten erste und zweite Drosselspule der dritten Phase mit erster und zweiter Drosselspule der zweiten Phase verbindet.

Der Verbraucher ist beispielsweise ein gesteuerter oder ungesteuerte Wechselrichter oder ein gesteuerter oder ungesteuerte einphasiger Gleichrichter, insbesondere ein B2-Gleichrichter, ein gesteuerter oder ungesteuerte dreiphasiger Gleichrichter, insbesondere ein M6-, M3- oder B6-Gleichrichter, ein gesteuerter oder ungesteuerte höherphasiger Gleichrichter, insbesondere ein M12-, M18-, B12-Gleichrichter, oder ein Wechselrichter.

Dem Verbraucher ist in besonders vorteilhafter Weise ein Siebkondensator nachgeschaltet.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt in:

1 ein schematisches Schaltbild einer bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung und

2 eine schematische Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform eines Kernbauteils mit den darauf angeordneten Drosselspulen für die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung gemäß 1.

Die in der 1 beispielhaft dargestellte bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung für einen nichtlinearen Verbraucher 12 an einem Versorgungsnetz 14 mit drei Phasen 16, 18, 20 umfasst für jede Phase 16, 18, 20 eine erste Induktivität 24 und eine erste Kapazität 26. Die erste Induktivität 24 umfasst jeweils für jede Phase 16, 18, 20 eine erste Drosselspule 28 und eine zweite Drosselspule 30. Die Drosselspulen 28, 30 sind in Reihe geschaltet. Die jeweilige erste Drosselspule 28 ist mit der jeweiligen Phase 16, 18, 20 verbunden, die jeweilige zweite Drosselspule 30 ist an einer Seite mit der jeweiligen ersten Drosselspule 28 und an der anderen Seite mit der jeweiligen ersten Kapazität 26 verbunden. Es sind in der dargestellten Ausführungsform drei erste Kapazitäten 26 vorgesehen, wobei eine der ersten Kapazitäten 26 eine zweite Drosselspule 30 einer ersten Phase mit einer zweiten Drosselspule 30 einer dritten Phase, eine andere der ersten Kapazitäten 26 die zweite Drosselspule 30 der ersten Phase mit einer zweiten Drosselspule 30 einer zweiten Phase und eine weitere der ersten Kapazitäten 26 die zweite Drosselspule 30 der dritten Phase mit der zweiten Drosselspule 30 der zweiten Phase verbindet. Auf diese Weise sind die ersten Kapazitäten 26 deltaförmig angeordnet. Alternativ sind gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsform alle ersten Kapazitäten 26 an ihren jeweiligen von der zweiten Drosselspule 30 abgewandten Enden miteinander verbunden.

Zwischen den ersten und zweiten Drosselspulen 28, 30 ist jeweils eine zweite Kapazität 34 angeschlossen. Es sind in der dargestellten Ausführungsform drei zweite Kapazitäten 34 vorgesehen, wobei eine der zweiten Kapazitäten 34 erste und zweite Drosselspule 28, 30 einer ersten Phase mit erster und zweiter Drosselspule 28, 30 einer dritten Phase, eine andere der zweiten Kapazitäten 34 erste und zweite Drosselspule 30 der ersten Phase mit erster und zweiter Drosselspule 30 einer zweiten Phase und eine weitere der zweiten Kapazitäten 34 erste und zweite Drosselspule 30 der dritten Phase mit erster und zweiter Drosselspule 30 der zweiten Phase verbindet. Auf diese Weise sind die zweiten Kapazitäten 34 deltaförmig angeordnet. Alternativ sind gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsform die zweiten Kapazitäten 34 an ihren jeweiligen von den Drosselspulen 28, 30 abgewandten Enden an einem Punkt miteinander verbunden.

Eingeschleift in jede Phase 16, 18, 20 sind dritte Drosselspulen 38 zwischen dem Versorgungsnetz 14 und den Anschlusspunkten 40 der ersten Drosselspulen 28. Diese leisten ebenfalls einen Beitrag zur Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung.

Aus dem Versorgungsnetz fließt der Netzstrom IO und an den Verbraucher fließt der Verbraucherstrom IV. Diese Schaltungsanordnung bewirkt, dass den oberschwingungsbehafteten Strömen IV des nichtlinearen Verbrauchers 12 je Phase ein Kompensationsstrom bzw. Reaktanzzweipolstrom I1 addiert und subtrahiert wird. Dies führt dazu, dass die dem Versorgungsnetz 14 entnommenen Ströme IV nur noch einen geringen Oberschwingungsanteil aufweisen.

In der Ausführungsform von 1 ist beispielhaft als nichtlinearer Verbraucher eine ungesteuerte B6-Gleichrichterschaltung mit einem Phasennennstrom von 35A vorgesehen, wobei die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung dementsprechend dimensioniert ist. Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung umfasst einen Reaktanz-Zweipol, der pro Phase 16, 18, 20 aus drei Induktivitäten 28, 30, 38 und zwei Kapazitäten 30, 34 besteht. Daraus folgt, dass die Funktion des Blindwiderstandes in Abhängigkeit von der Frequenz sechs Pole und Nullstellen aufweist und dass der Blindwiderstand positive und negative Werte annimmt, was einer Energieaufnahme und einer Energieabgabe entspricht.

Die Kapazitätswerte der ersten und zweiten Kapazitäten 26, 34 sowie die Induktivitätswerte der ersten, zweiten und dritten Drosselspulen 28, 30, 38 sind derart dimensioniert, dass die Nullstellen und Pole der Funktion des Blindwiderstands auf das jeweilige Oberschwingungsspektrum des Verbraucherstromes IV abgestimmt sind. Nachfolgend sind lediglich beispielhaft konkrete Zahlenwerte für Induktivitäten und Kapazitäten angeben. Diese lediglich beispielhafte Dimensionierung gilt für einen Verbraucherstrom IV = 35A.

2 zeigt ein erfindungsgemäß ausgebildetes Kernbauteil 50, welches als mechanisch gemeinsamer Kern für alle Drosselspulen 28, 30 und 38 vorgesehen ist. Dieses Kernbauteil 50 umfasst ein erstes E-förmiges Teil 52, wobei jeweils eine der dritten Drosselspulen 38 an einem der Schenkel 54 des ersten E-förmigen Teils 52 angeordnet ist, ein zweites E-förmiges Teil 56, wobei jeweils eine erste und zweite Drosselspule 28, 30 einer Phase 16, 18, 20 an einem der Schenkel 58 des zweiten E-förmigen Teils 56 angeordnet ist, und ein Joch 60, welches alle freie Enden der Schenkel 54, 58 der E-förmigen Teile 52, 56 des Kernbauteils 50 miteinander verbindet. Auf diese Weise sind die ersten und zweiten Drosselspulen 28, 30 sowie die dritten Drosselspulen 38 aller Phasen 16, 19, 20 auf einem mechanisch gemeinsamen Kernbauteil 50 derart angeordnet, dass die dritten Drosselspulen 38 magnetisch von den ersten und zweiten Drosselspulen 28, 30 entkoppelt sind.

Die erste und zweite Drosselspule 28, 30 jeweils einer ersten Induktivität 24 einer Phase 16 bzw. 18 bzw. 20 sind aus einer einzigen, in sich gleichgerichteten Wicklung mit einer mittleren Anzapfung auf einem Schenkel 58 des zweiten E-förmigen Teils 56 des Kernbauteils 50 derart ausgebildet, dass diese erste und zweite Drosselspule 28, 30 einer ersten Induktivität 24 einer Phase 16 bzw. 18 bzw. 20 magnetisch miteinander gekoppelt sind.

Die eingangs genannten Gleichrichter und Wechselrichter werden beispielsweise in Frequenzumrichtern, USV-Anlagen, Batterieladegeräten, Netzteilen, Gleichspannungsversorgungen, Stromrichtern, Gleichstromantrieben, Servoantrieben u.v.m. eingesetzt.


Anspruch[de]
Schaltungsanordnung zur Oberschwingungskompensation für nichtlineare Verbraucher (12), insbesondere Gleichrichter oder Wechselrichter, an wenigstens zweiphasigen, insbesondere dreiphasigen, Versorgungsnetzen (14) mit sinusförmiger Netzspannung, wobei jede Phase (16, 18, 20) mit einer ersten Induktivität (24) verbunden ist, wobei jede erste Induktivität (24) mit ihrem von der jeweiligen Phase (16, 18, 20) abgewandten Ende wiederum mit wenigstens einer ersten Kapazität (26) verbunden ist, wobei die ersten Induktivitäten (24) jeweils von einer ersten und einer zweiten Drosselspule (28, 30) ausgebildet sind, die in Reihe geschaltet sind, wobei zwischen erster und zweiter Drosselspule (28, 30) jeder Phase (16, 18, 20) jeweils wenigstens eine zweite Kapazität (34) angeschlossen ist, wobei in jeder Phase (16, 18, 20) eine dritte Drosselspule (38) vor dem Verbraucher (12) eingeschleift ist, wobei jeweils die erste Drosselspule (28) der ersten Induktivitäten (24) zwischen der dritten Drosselspule (38) und dem Verbraucher (12) mit der jeweiligen Phase (16, 18, 20) verbunden ist und jeweils die zweite Drosselspule (30) der ersten Induktivitäten (24) mit dem jeweils von der ersten Drosselspule (28) dieser ersten Induktivität (24) abgewandten Ende mit wenigstens einer der ersten Kapazitäten (26) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Drosselspulen (28, 30) sowie die dritten Drosselspulen (38) auf einem mechanisch gemeinsamen Kernbauteil (50) derart angeordnet sind, dass die dritten Drosselspulen (38) magnetisch von den ersten und zweiten Drosselspulen (28, 30) entkoppelt sind, wobei jeweils die erste und zweite Drosselspule (28, 30) einer ersten Induktivität (24) einer Phase aus einer einzigen Wicklung mit einer mittleren Anzapfung auf einem Abschnitt (58) des Kernbauteils (50) derart ausgebildet sind, dass diese erste und zweite Drosselspule (28, 30) magnetisch miteinander gekoppelt sind. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung drei dritte Drosselspulen (38) aufweist, die jeweils auf einem Schenkel (54) eines E-förmigen ersten Teiles (52) des Kernbauteils (50) angeordnet sind. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung drei erste Induktivitäten (24) aufweist, wobei die jeweiligen einzigen Wicklungen der ersten und zweiten Drosselspulen (28, 30) einer ersten Induktivität (24) jeweils auf einem Schenkel (58) eines E-förmigen zweiten Teiles (56) des Kernbauteils (50) angeordnet sind. Schaltungsanordnung nach Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und zweite E-förmige Teil (52, 56) des Kernbauteils (50) über ein gemeinsames Joch (60) miteinander verbunden sind, welches alle freie Enden der Schenkel (54, 58) der E-förmigen Teile (52, 56) des Kernbauteils (50) miteinander verbindet. Schaltungsanordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle ersten Kapazitäten (26) an ihren jeweiligen von der zweiten Drosselspule (30) abgewandten Enden (32) miteinander verbunden sind. Schaltungsanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass drei erste Kapazitäten (26) vorgesehen sind, wobei eine der ersten Kapazitäten (26) eine zweite Drosselspule (30) einer ersten Phase (16) mit einer zweiten Drosselspule (30) einer dritten Phase (20), eine der ersten Kapazitäten (26) eine zweite Drosselspule (30) der ersten Phase (16) mit einer zweiten Drosselspule (30) einer zweiten Phase (18) und eine der ersten Kapazitäten (26) eine zweite Drosselspule (30) der dritten Phase (20) mit einer zweiten Drosselspule (30) der zweiten Phase (18) verbindet. Schaltungsanordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle zweiten Kapazitäten (34) an ihren jeweils von den ersten und zweiten Drosselspulen (28, 30) abgewandten Enden (36) miteinander verbunden sind. Schaltungsanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass drei zweite Kapazitäten (34) vorgesehen sind, wobei eine der zweiten Kapazitäten (34) erste und zweite Drosselspule (28, 30) einer ersten Phase (16) mit erster und zweiter Drosselspule (28, 30) einer dritten Phase (20), eine der zweiten Kapazitäten (34) erste und zweite Drosselspule (30) der ersten Phase (16) mit erster und zweiter Drosselspule (30) einer zweiten Phase (18) und eine der zweiten Kapazitäten (34) erste und zweite Drosselspule (30) der dritten Phase (20) mit erster und zweiter Drosselspule (30) der zweiten Phase (18) verbindet. Schaltungsanordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbraucher (12) ein gesteuerter oder ungesteuerte Wechselrichter ist oder ein gesteuerter oder ungesteuerte einphasiger Gleichrichter ist, insbesondere ein B2-Gleichrichter, ein gesteuerter oder ungesteuerte dreiphasiger Gleichrichter, insbesondere ein M6-, M3- oder B6-Gleichrichter, ein gesteuerter oder ungesteuerter höherphasiger Gleichrichter, insbesondere ein M12-, M18-, B12-Gleichrichter ist. Schaltungsanordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Verbraucher (12) ein Siebkondensator (42) nachgeschaltet ist.






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