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Dokumentenidentifikation DE202007002337U1 31.05.2007
Titel Anlege-Vorrichtung für Tapetenbahnen
Anmelder Golz, Siegfried, 90491 Nürnberg, DE
DE-Aktenzeichen 202007002337
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.05.2007
Registration date 26.04.2007
Application date from patent application 16.02.2007
IPC-Hauptklasse B44C 7/02(2006.01)A, F, I, 20070216, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum genauen Anlegen einer Tapetenbahn an einer benachbarten, bereits an einer Mauer angebrachten Tapetenbahn.

Beim Tapezieren eines Mauerwerks, d.h. einer Wand eines Gebäudes, wird wie folgt vorgegangen: Die Tapetenbahnen werden an ihrer Rückseite mit einem Tapetenkleber eingestrichen. Nach einer bestimmten Einwirkzeit werden die Tapetenbahnen aufeinander folgend am Mauerwerk festgeklebt. Dabei wird die jeweilige Tapetenbahn an der bereits am Mauerwerk angebrachten Tapetenbahn genau positioniert angeordnet. Zu diesem Zwecke wird die anzubringende Tapetenbahn mit ihrem oberseitigen Abschnitt an die bereits am Mauerwerk angebrachte Tapetenbahn mit ihren Rand stoß- und fugenfrei angelegt. Anschließend wird die besagte Tapetenbahn am Mauerwerk von oben nach unten an die bereits am Mauerwerg festgelegte Tapetenbahn mit ihrem zugehörigen Rand unmittelbar angrenzend angebracht. Dabei kann es jedoch geschehen, dass der anzulegende Rand nicht genau an den Rand der bereits am Mauerwerk angebrachten Tapetenbahn spalt- d.h. fugenfrei zur Anlage kommt, so dass es erforderlich ist, die jeweils letzte Tapetenbahn seitlich zu verschieben, bis die aneinander angrenzenden Längsränder der Tapetenbahnen stoß- und fugenfrei aneinander anliegen. Dieses Ausrichten der jeweils letzten Tapetenbahn bedingt einen nicht zu vernachlässigenden Arbeits- und Zeitaufwand.

In Kenntnis dieser Gegebenheiten liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die einfach ausgebildet ist, und mit der es einfach und zeitsparend präzise möglich ist, aufeinander folgende, d.h. jeweils benachbarte Tapetenbahnen stoß- und fugenfrei mit ihren Längsrändern aneinander anzulegen und somit zeitsparend eine exakte Tapezierarbeit durchzuführen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1, d.h. dadurch gelöst, dass die Vorrichtung einen zum Einstecken zwischen die bereits an der Mauer angebrachten Tapetenbahn und die Mauer vorgesehenen Einsteckflächenabschnitt und einen von diesem senkrecht wegstehenden Anlageflächenabschnitt zum genauen Anlegen der jeweils nächsten Tapetenbahn aufweist, wobei von der Anschlagfläche des Anschlagflächenelementes ein die jeweils nächste Tapetenbahn vorübergehend von der Mauer beabstandendes Abstandselement wegsteht.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird mit ihrem Einsteckflächenabschnitt zwischen die bereits am Mauerwerk angebrachte Tapetenbahn und dem Mauerwerk eingesteckt, bis der vom Einsteckflächenabschnitt senkrecht wegstehende Anschlagflächenabschnitt am Längsrand der bereits am Mauerwerk angebrachten Tapetenbahn anliegt. Anschließend kann dann die nächste Tapetenbahn mit ihrem oberseitigen Endabschnitt am Mauerwerk angebracht werden, wobei der Anschlagflächenabschnitt dazu dient, die besagte nächste Tapetenbahn mit ihrem entsprechenden Längsrand an der Anschlagfläche des Anschlagflächenabschnittes zu positionieren. Diese Positionierung ist einfach möglich, weil die jeweilige nachfolgende Tapetenbahn durch das vom Anschlagflächenabschnitt wegstehende Abstandselement vom zu tapezierenden Mauerwerk passend beabstandet ist. Nach dieser genauen Anschlag-Positionierung der jeweiligen, am Mauerwerk anzubringenden Tapetenbahn wird dann der Einsteckflächenabschnitt der Vorrichtung aus dem Zwischenraum zwischen dem Mauerwerk und der bereits am Mauerwerk angebrachten Tapetenbahn herausgezogen, wonach dann die besagte nachfolgende Tapetenbahn am Mauerwerk, d.h. zu der bereits am Mauerwerk angebrachten Tapetenbahn, genau positioniert stoß- und fugenfrei angebracht werden kann. Dieser Vorgang des Einsteckens der Vorrichtung mit ihrem Einsteckflächenabschnitt und des wieder Herausziehens derselben wird entsprechend der Anzahl Tapetenbahnen wiederholt durchgeführt.

Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn der Einsteckflächenabschnitt und der Anschlagflächenabschnitt materialeinstückig ausgebildet sind. Desgleichen ist es bevorzugt, wenn das Abstandselement und der Anschlagflächenabschnitt materialeinstückig ausgebildet sind.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann aus einem dünnen formstabilen Blechmaterial bestehen. Dieses Blechmaterial kann bspw. eine Wanddicke von 0,1 mm bis 0,5 mm besitzen. Desgleichen ist es möglich, dass die Vorrichtung aus einem dünnen formstabilen Kunststoffmaterial besteht.

Um das Einstecken der Vorrichtung mit ihrem Einsteckflächenabschnitt zwischen der jeweiligen, bereits am Mauerwerk angebrachten Tapetenbahn und dem Mauerwerk zu erleichtern, ohne die besagte Tapetenbahn zu beschädigen, kann es zweckmäßig sein, wenn der Einsteckflächenabschnitt einen Einsteckrand aufweist, der mit einer Schneide ausgebildet ist.

Nachdem die erfindungsgemäße Vorrichtung eine endliche- wenn auch kleine – Wanddicke besitzt, ist es bevorzugt, wenn die Anschlagfläche des Anschlagflächenabschnittes mit dem Innenrand der Kante zwischen dem Einsteckflächenabschnitt und dem Anschlagflächenabschnitt deckungsgleich vorgesehen ist. Durch eine solche Ausbildung ergibt sich eine fugen- und stoßfreie Anlage der jeweils benachbarten, am Mauerwerk anzubringenden Tapetenbahnen an den jeweils bereits am Mauerwerk angebrachten Tapetenbahnen ohne unerwünschte Fuge zwischen ihnen.

Als zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn das Abstandselement in Höhenrichtung der Vorrichtung von einem mittleren Abschnitt des Anschlagflächenabschnittes, über den Außenrand der Kante zwischen dem Einsteckflächenabschnitt und dem Anschlagflächenabschnitt überstehend, wegsteht.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist einfach ausgebildet und preisgünstig herstellbar. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass es mit ihr auch ungeübten Personen bzw. Laien einfach möglich ist, zeitsparend eine exakte Tapezierarbeit durchzuführen, um benachbarte Tapetenbahnen stoß- und fugenfrei aneinander angrenzend an einem Mauerwerk anzubringen.

Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sowie wesentlicher Einzelheiten derselben, wobei es sich versteht, dass die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt ist.

Es zeigen:

1 eine erste Ausführungsform der Vorrichtung in einer perspektivischen Ansicht,

2 eine zweite Ausführungsform der Vorrichtung in einer der 1 ähnlichen perspektivischen Darstellung,

3 eine den 1 und 2 prinzipiell ähnliche perspektivische Ansicht einer dritten Ausführungsform der Vorrichtung,

4 einen Schnitt entlang der Schnittlinie IV-IV in 3, und

5 eine vergrößerte Darstellung des Details V in 1 in einer Ansicht von oben.

1 zeigt eine erste Ausführungsform der Vorrichtung 10, die zum genauen Anlegen einer Tapetenbahn an eine benachbarte, bereits an einem Mauerwerk angebrachten Tapetenbahn vorgesehen ist. Die Vorrichtung 10 weist einen Einsteckflächenabschnitt 12 und einen Anschlagflächenabschnitt 14 auf, der vom Einsteckflächenabschnitt 12 senkrecht wegsteht. Der Anschlagflächenabschnitt 14 weist eine Anschlagfläche 16 auf, von welcher ein Abstandselement 18 wegsteht. Das Abstandselement 18 steht von der Anschlagfläche 16 senkrecht weg, d.h. es ist zum Einsteckflächenabschnitt 12 parallel orientiert.

Das Abstandselement 18 ist bspw. als Stift ausgebildet, der am Anschlagflächenabschnitt 14 festgelötet, festgeschweißt oder festgeklebt ist.

2 zeigt eine Ausbildung der Vorrichtung 10, bei welcher der Anschlagflächenabschnitt 14 mit einem Einschnitt 20 ausgebildet ist. Der Einschnitt 20 bestimmt das Abstandselement 18, das aus dem eingeschnittenen Anschlagflächenabschnitt 14 herausgebogen ist und zum Anschlagflächenabschnitt 14 senkrecht orientiert ist.

Bei der Ausbildung der Vorrichtung 10 gemäß 2 geht der Einschnitt 20 vom vertikalen Außenrand 22 des Anschlagflächenabschnittes 14 aus. Demgegenüber verdeutlicht die 3 eine Ausbildung der Vorrichtung 10 mit einem Einschnitt 20 zur Ausbildung des Abstandselementes 18, der vom Unterrand 24 des Anschlagflächenabschnittes 14 ausgeht.

Um die Vorrichtung 10 mit ihrem Einsteckflächenabschnitt 12 problemlos zwischen der jeweiligen, bereits an einem Mauerwerk angebrachten Tapetenbahn und dem Mauerwerk temporär als Tapetenbahn-Positionierhilfe einfügen zu können, bis die Vorrichtung 10 mit ihrer Kante 26 zwischen dem Einsteckflächenabschnitt 12 und dem Anschlagflächenabschnitt 14 am Längsrang der bereits am Mauerwerk angebrachten Tapetenbahn anliegt, kann der vom Anschlagflächenabschnitt 14 abgewandte Einsteckrand 28 des Einsteckflächenabschnittes 12 mit einer Schneide 30 (siehe 4) ausgebildet sein.

Infolge der endlichen, wenn auch geringen Wanddicke der Vorrichtung 10 ist die Anschlagfläche 16 des Anschlagflächenabschnittes 14, von dem das Abstandselement 18 wegsteht, mit dem Innenrand 32 der Kante 26 zwischen dem Einsteckflächenabschnitt 12 und dem Anschlagflächenabschnitt 14 deckungsgleich vorgesehen. Diese Deckungsgleichheit ist in 5 durch die dünne strichlierte Linie 34 verdeutlicht.

Das Abstandselement 18 steht in Höhenrichtung der Vorrichtung 10 zweckmäßigerweise von eine mittleren Abschnitt des Anschlagflächenabschnittes 14 weg und über den Außenrand 36 der zwischen dem Einsteckflächenabschnitt 12 und dem Anschlagflächenabschnitt 14 befindlichen Kante 26 über.

Gleiche Einzelheiten sind in den 1 bis 5 jeweils mit denselben Bezugsziffern bezeichnet, so dass es sich erübrigt, in Verbindung mit allen Figuren alle Einzelheiten jeweils detailliert zu beschreiben.

10
Vorrichtung
12
Einsteckflächenabschnitt (von 10)
14
Anschlagflächenabschnitt (von 10)
16
Anschlagfläche (von 14)
18
Abstandselement (an 16)
20
Einschnitt (in 14 für 18)
22
vertikaler Außenrand (von 14)
24
Unterrand (von 14)
26
Kante (zwischen 12 und 14)
28
Einsteckrand (von 12)
30
Schneide (an 28)
32
Innenrand (von 26)
34
strichpunktierte Linie (zwischen 32 und 16)
36
Außenrand (von 26)


Anspruch[de]
Vorrichtung zum genauen Anlegen einer Tapetenbahn an eine benachbarte, bereits an einem Mauerwerk angebrachten Tapetenbahn, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) einen zum Einstecken zwischen die bereits am Mauerwerk angebrachten Tapetenbahn und dem Mauerwerk vorgesehenen Einsteckflächenabschnitt (12) und einen vom Einsteckflächenabschnitt (12) senkrecht wegstehenden Anschlagflächenabschnitt (14) zum genauen Anlegen der nächsten, am Mauerwerk anzubringenden Tapetenbahn aufweist, wobei von der Anschlagfläche (16) des Anschlagflächenabschnittes (14) ein die nächste Tapetenbahn temporär vom Mauerwerk beabstandetes Abstandselement (18) wegsteht. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsteckflächenabschnitt (12) und der Anschlagflächenabschnitt (14) materialeinstückig ausgebildet sind. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Abstandselement (18) und der Anschlagflächenabschnitt (14) materialeinstückig ausgebildet sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) aus einem dünnen formstabilen Blechmaterial besteht. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) aus einem dünnen formstabilen Kunststoffmaterial besteht. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsteckflächenabschnitt (12) einen Einsteckrand (28) aufweist, der mit einer Schneide (30) ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagfläche (16) des Anschlagflächenabschnittes (14) mit dem Innenrand (32) der Kante (26) zwischen dem Einsteckflächenabschnitt (12) und dem Anschlagflächenabschnitt (14) deckungsgleich ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstandselement (18) in Höhenrichtung der Vorrichtung (10) von einem mittleren Abschnitt des Anschlagflächenabschnittes (14), über den Außenrand (36) der Kante (26) zwischen dem Einsteckflächenabschnitt (12) und dem Anschlagflächenabschnitt (14) überstehend, wegsteht.






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