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Dokumentenidentifikation DE202007002530U1 31.05.2007
Titel Automatische Abschmiereinrichtung
Anmelder Lincoln GmbH, 69190 Walldorf, DE
Vertreter Keil & Schaafhausen Patentanwälte, 60322 Frankfurt
DE-Aktenzeichen 202007002530
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.05.2007
Registration date 26.04.2007
Application date from patent application 19.02.2007
IPC-Hauptklasse F16N 7/38(2006.01)A, F, I, 20070219, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine automatische Abschmiereinrichtung zum Abschmieren wenigstens einer Schmierstelle eines Gerätes sowie eine Ramme mit einer derartigen Abschmiereinrichtung.

Bei insbesondere dieselbetriebenen Rammen oder dergleichen Geräten werden die Schmierstellen bisher über Schmiernippel manuell abgeschmiert. Dies ist mit einem großen Aufwand verbunden und führt dazu, dass Schmierstellen nicht ausreichend mit Schmierstoff versorgt werden, wenn die Wartungsinterwalle nicht eingehalten werden. Der Einsatz automatischer Abschmiereinrichtungen bei derartigen Geräten ist bisher aufgrund der hohen dynamischen Beanspruchungen im Betrieb einer Ramme oder dergleichen und aufgrund eines fehlenden Antriebs für eine Abschmiereinrichtung nicht möglich gewesen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Abschmiereinrichtung bereitzustellen, welche zuverlässig ein automatisches Abschmieren wenigstens einer Schmierstelle während des Betriebes einer Ramme oder dergleichen ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß im Wesentlichen dadurch gelöst, dass eine automatische Abschmiereinrichtung eine Antriebseinheit und eine dieser zugeordnete Pumpeneinheit aufweist, welche Schmierstoff aus einem Schmierstoffbehälter zu wenigstens einer Schmierstelle fördert, wobei die Antriebseinheit einen in einem Antriebszylinder geführten Antriebskolben aufweist, der bei Betrieb des Gerätes durch einen Pumpenhebel oder dergleichen derart betätigt wird, dass ein Steuerfluid über eine Leitung in die Pumpeneinheit gefördert wird, in welcher ein Steuerkolben derart ausgebildet und angeordnet ist, dass der Steuerkolben bei Beaufschlagung mit dem Steuerfluid auf einen Förderkolben zum Fördern von Schmierstoff zu der wenigstens einen Schmierstelle wirkt.

Die Antriebseinheit ermöglicht es, Schmierstellen einer Ramme oder dergleichen im Betrieb automatisch abzuschmieren. Hierzu wird der der Antriebseinheit zugeordnete Pumpenhebel, der Bestandteil einer separaten Schmierstoffpumpe einer Ramme sein kann, durch den Betrieb des Gerätes, insbesondere durch die Bewegung des Schlaggewichtes einer Ramme, betätigt, so dass eine Abschmierung der Schmierstellen immer dann erfolgt, wenn durch den Betrieb des Gerätes auch eine Abschmierung erforderlich ist. Das Aufteilen der Abschmiereinrichtung in eine Antriebseinheit und eine Pumpeneinheit hat den Vorteil, dass die Pumpeneinheit an einem Ort vorgesehen werden kann, der beispielsweise geringeren Belastungen ausgesetzt, näher an den Schmierstellen angeordnet und/oder besser zugänglich ist. Durch die Ausgestaltung der Antriebseinheit mit dem Pumpenhebel oder dergleichen kann der Hub des Gerätes auf die optimale Hubhöhe der Abschmiereinrichtung über- oder untersetzt werden.

In Weiterbildung des Erfindungsgedankens ist es vorgesehen, dass die Antriebseinheit mit einem Pumpenhebel zusammenwirkt, der einem bei Betrieb des Gerätes betätigbaren Kolben, insbesondere dem Schlaggewicht einer Ramme, derart zugeordnet ist, dass der Pumpenhebel bei einem Hub und/oder Rückhub des Kolbens zum Antrieb des Antriebskolbens verschwenkt wird. Dies bewirkt, dass beispielsweise bei jedem Schlag einer Ramme eine definierte Menge Schmierstoff an die Schmierstellen abgegeben wird. Der Pumpenhebel kann schwenkbar bspw. an einer Pumpe der Ramme gelagert sein.

Um die Betätigung des Antriebskolbens der Antriebseinheit auf den Steuerkolben der Pumpeneinheit übertragen zu können, wird als Steuerfluid erfindungsgemäß ein zumindest im Wesentlichen inkompressibles Medium, beispielsweise (Hydraulik-)Öl eingesetzt.

Wenn der Steuerkolben in einem Zylinder der Pumpeneinheit geführt ist, der eine Entlastungsbohrung aufweist, welche über eine Rücklaufleitung mit einer Zuführbohrung in der Antriebseinheit verbunden ist, können die Hublängen der Kolben in der Antriebseinheit und der Pumpeneinheit definiert begrenzt werden und es ist gleichzeitig möglich, das Steuerfluid nach der Betätigung des Förderkolbens wieder zu der Antriebseinheit zurückzuleiten. Hierbei wird es bevorzugt, wenn die Entlastungsbohrung derart angeordnet ist, dass der Hub des Steuerkolbens begrenzt und nach jedem Hub des Steuerkolbens Steuerfluid aus der Pumpeneinheit zu der Antriebseinheit zurückgeführt wird.

Um der Antriebseinheit stets eine ausreichende Menge des Steuerfluids zuzuführen, ist die Zuführbohrung vorzugweise mit einem Vorratsbehälter für das Steuerfluid verbunden. Durch die Zuführbohrung wird somit einerseits das aus dem Pumpenelement zurückgeführte Steuerfluid und/oder Steuerfluid aus dem Vorratsbehälter in die Antriebseinheit eingebracht.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Pumpeneinheit mit wenigstens einem Verteiler verbunden, welcher mit der wenigstens einen Schmierstelle verbunden ist. So kann das Schmiermittel über eine Leitung zunächst dem Verteiler zugeführt werden und danach über mehrere, ggf. kürzere Leitungen an die einzelnen Schmierstellen abgegeben werden. In Abhängigkeit der Einsatzbedingungen und der Anzahl und Anordnung der Schmierstellen kann beispielsweise der Pumpeneinheit zunächst ein Progressiv-Hauptverteiler nachgeschaltet sein, dem wiederum ein Progressiv-Verteiler nachgeschaltet ist. Durch den Einsatz von Progressiv-Verteilern können exakt dosierbare Mengen des Schmierstoffes an die Schmierstellen geleitet werden.

Wenn die Pumpeneinheit derart ausgelegt ist, dass mit jedem Hub des Förderkolbens mehr Schmierstoff gefördert wird, als an die Schmierstellen abgegeben wird, kann überschüssiges Fett zurückgeführt werden und es kann ggf. auch eine Selbstentlüftung des Systems erreicht werden. Hierbei ist eine Rücklaufleitung derart vorgesehen, dass überschüssiger Schmierstoff über die Rücklaufleitung in den Schmierstoffbehälter und/oder die Pumpeneinheit zurückgeführt werden kann. Alternativ oder zusätzlich kann auch die Antriebseinheit selbstentlüftend arbeiten. Hierzu fördert die Antriebseinheit bei jedem Hub mehr Öl, als die Pumpeneinheit zu einem kompletten Hub benötigt. Die Selbstentlüftung ist notwendig, da aufgrund der Einsatz- und Transportlagen der Ramme oder dergleichen Luft in das System gelangen kann. Weiter wird die Selbstentlüftung auch dann bevorzugt, wenn der Schmierstofftank nicht rechtzeitig nachgefüllt wird oder aufgrund einer Erstbefüllung des Systems eine automatische Entlüftung bevorzugt wird.

Um die Abschmiereinrichtung nach einer Betätigung der Antriebseinheit und der Pumpeneinheit, d.h. nach der Abgabe von Schmierstoff an die Schmierstellen, wieder in eine Ausgangslage zurückzuversetzen, die eine erneute Betätigung ermöglicht, wird es bevorzugt, wenn in der Antriebseinheit und/oder in der Pumpeneinheit wenigstens eine Feder oder dergleichen derart vorgesehen ist, dass der Antriebskolben bzw. der Förderkolben und der Steuerkolben nach jedem Hub in ihrer Ausgangsposition zurückgeschoben werden. Mit anderen Worten werden der Antriebskolben und/oder der Förderkolben erfindungsgemäß im Betrieb gegen die Kraft eines elastischen Elements verschoben und durch die Rückstellkraft des jeweiligen elastischen Elements wieder zurückverschoben.

Durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Abschmiereinrichtung an einer Ramme oder dergleichen Gerät werden die Komponenten der Abschmiereinrichtung starken Belastungen, beispielsweise durch die Schläge der Ramme, ausgesetzt. Es wird daher bevorzugt, wenn zumindest die Antriebseinheit, die erfindungsgemäß in der Nähe des Schlaggewichtes einer Ramme oder dergleichen angeordnet ist, gegen Schwingbruch gesichert an dem Gerät gelagert ist. Dies erfolgt vorzugsweise durch die Lagerung der Antriebseinheit in einem Einstelllager mit Silenteffekt. Weiter wird es erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die Verbindung zwischen der Antriebseinheit und dem Pumpenelement mittels flexibler Schläuche erfolgt.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird weiter durch eine Ramme, insbesondere eine Diesel-Ramme, gelöst, die ein kolbenartiges Schlaggewicht und eine automatische Abschmiereinrichtung der oben genannten Art aufweist, wobei der Pumpenhebel der Ramme durch eine Bewegung des Schlaggewichtes betätigbar ist. Dabei ist die Antriebseinheit vorzugsweise unmittelbar an dem Zylinder, in welchem das Schlaggewicht geführt ist, vorgesehen, während die Pumpeneinheit von der Antriebseinheit entfernt angeordnet sein kann.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels und unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.

Es zeigen schematisch:

1 in Seitenansicht die erfindungsgemäße Abschmiereinrichtung,

2 eine Draufsicht auf die Pumpeneinheit der Abschmiereinrichtung nach 1 und

3 ein Detail der Befestigung der Antriebseinheit der Abschmiereinrichtung nach 1.

In 1 ist eine automatische Abschmiereinrichtung zum Abschmieren von Schmierstellen einer nicht im Detail dargestellten Ramme oder dergleichen Gerät dargestellt. Die automatische Abschmiereinrichtung 1 besteht dabei im Wesentlichen aus einer Pumpeneinheit 2 und einer mit dieser über Leitungen verbundenen Antriebseinheit 3.

Die Antriebseinheit 3 ist, wie in 2 angedeutet, durch ein Einstelllager 4 mit Silenteffekt an einem Zylinder 5 der Ramme befestigt. Hierzu ist die Antriebseinheit 3 mit einem Gummischlauch 6 oder dergleichen elastischen Element in dem Einstelllager 4 gelagert. Hierdurch wird die Antriebseinheit vor Erschütterungen und Schwingungen im Betrieb der Ramme geschützt.

Die Antriebseinheit 3 weist einen Antriebszylinder 7 auf, in dem ein Antriebskolben 8 verschiebbar geführt ist. Die Antriebseinheit 3 ist dabei derart ausgebildet, dass sie ein Steuerfluid, insbesondere ein Hydrauliköl, aus einer Zuführbohrung 9 zu einem Antriebsauslass 10 fördert, wenn der Antriebskolben 8 gegen die Kraft einer nicht dargestellten Feder oder dergleichen in der Figur nach unten bewegt wird. Hierzu ist ein Pumpenhebel 11 vorgesehen, welcher an der Ramme schwenkbar gelagert ist und mit dem Antriebskolben 8 zusammenwirkt.

Der in 1 obere Schenkel des Pumpenhebels 11 ragt in den Zylinder 5 der Ramme derart hinein, dass der Pumpenhebel 11 durch das in den Figuren nicht gezeigte Schlaggewicht der Ramme aus der mit durchgezogenen Linien gezeigten Position in die mit unterbrochenen Linien gezeigte Position der 1 verschwenkt wird. Mit anderen Worten wird der obere Schenkel des Pumpenhebels 11 im Betrieb der Ramme nach rechts in 1 gedrängt, wenn das Schlaggewicht die Stelle in dem Zylinder passiert, an welcher der Pumpenhebel 11 in den Zylinder 5 ragt. Hierdurch wird der in 1 seitliche Schenkel des Pumpenhebels 11, der mit dem Antriebskolben 8 in Kontakt steht, nach unten gedrängt, wodurch der Antriebskolben 8 gegen die Kraft der Feder nach unten bewegt wird. Umgekehrt drängt die Feder der Antriebseinheit 3 den Antriebskolben 8 wieder in 1 nach oben, wenn das Schlaggewicht der Ramme die Stelle passiert hat, an welcher der Pumpenhebel 11 in den Zylinder 5 ragt. Die Bewegung des Schlaggewichtes der Ramme dient somit zum Antrieb der Antriebseinheit 3 über den Pumpenhebel 11.

Dieser Zuführbohrung 9 sind ein erster Anschluss 12, der mit einem Ölbehälter oder dergleichen in Verbindung steht, und ein zweiter Anschluss 13, der mit einer Rücklaufleitung 14 verbunden ist, zugeordnet. Hierdurch füllt sich nach jedem Abwärtshub des Antriebskolbens 8 die Ölsäule wieder auf, so dass bei einem erneuten Abwärtshub des Antriebskolbens 8 Öl durch den Antriebsauslass 10 in eine Vorlaufleitung 15 gefördert wird; die die Pumpeneinheit 2 mit der Antriebseinheit 3 verbindet. Zum Schutz gegen die Erschütterungen, die im Betrieb der Ramme auftreten, können sowohl die Vorlaufleitung 15 als auch die Rücklaufleitung 14 als flexible Schläuche ausgebildet sein.

In der Pumpeneinheit sind in einem zylindrischen Gehäuse ein Steuerkolben 16 und ein Förderkolben 17 derart angeordnet, dass der Steuerkolben 16 durch das aus der Vorlaufleitung 15 bei jeder Bewegung des Schlaggewichtes der Ramme zugeführte Hydrauliköl oder dergleichen Steuerfluid in 1 nach rechts verschoben wird. Hierdurch betätigt der Steuerkolben 16 den Förderkolben 17, welcher gegen die Kraft einer Feder ebenfalls nach rechts verschoben wird. Der Pumpeneinheit 2 ist ein Schmierstoffbehälter 18 zugeordnet, der durch eine Kanalbohrung Schmierstoff an die Pumpeneinheit 2 abgibt.

Bei jedem Hub des Förderkolbens 17 in 1 nach rechts wird somit Schmierstoff durch einen Auslass 19 der Pumpeneinheit 2 abgegeben. Wie in 3 dargestellt, wird der Schmierstoff von dem Auslass 19 an einen ersten Progressiv-Hauptverteiler 20 und einen diesem nachgeschalteten, zweiten Progressiv-Verteiler 21 geleitet, welche genau dosierbare Mengen des Schmierstoffes an die in den Figuren nicht dargestellten Schmierstellen abgeben. Fährt nun der Förderkolben 17 durch die Rückstellkraft der Feder in der Pumpeneinheit 2 zurück, d.h. in 1 nach links, füllt er aus dem Schmierstoffbehälter 18 eine Fettkammer in der Pumpeneinheit 2 mit angesaugtem Schmierstoff. Gleichzeitig fährt auch der Steuerkolben 16 zurück und schließt eine Entlastungsbohrung 22 der Pumpeneinheit 2. In diesem Zustand steht die Pumpeneinheit 2 für einen neuen Förderhub bereit.

Die Entlastungsbohrung 22 ist derart in der Pumpeneinheit 2 angeordnet, dass diese einerseits die Bewegung des Steuerkolbens 16 bei einem Hub, d.h. in 1 nach rechts, begrenzt und gleichzeitig einen Rücklauf des Hydrauliköls über die Rücklaufleitung 15 zu der Antriebseinheit 3 bewirkt.

Die Antriebseinheit 3 fördert bei jedem Hub mehr Öl, als die Pumpeneinheit 2 zu einem kompletten Hub benötigt. Damit wird gewährleistet, dass sich das System selbst entlüftet. Diese Selbstentlüftung ist beispielsweise notwendig, da aufgrund der Einsatz- und Transportlagen der Ramme Luft in das System gelangen kann. Auch bei einer Erstbefüllung der automatischen Abschmiereinrichtung 1 kann die Entlüftung folglich automatisch erfolgen.

Gleichzeitig kann auch das der Pumpeneinheit 2 nachgeschaltete System zur Förderung von Schmierstoff selbstentlüftend arbeiten, indem bei jedem Hub des Förderkolbens 17 mehr Schmierstoff befördert wird, als über die Verteiler 20 bzw. 21 an die Schmierstellen abgegeben wird. Überschüssiger Schmierstoff kann beispielsweise von dem Hauptverteiler 20 über entsprechende Leitungen 23 zu dem Schmierstoffbehälter 18 bzw. zu der Pumpeneinheit 2 zurückgeleitet werden.

Die erfindungsgemäße automatische Abschmiereinrichtung ist nicht nur für den oben beschriebenen Einsatz an einer Ramme geeignet. Vielmehr kann die automatische Abschmiereinrichtung auch an anderen Geräten mit einem sich hin und her bewegenden Kolben oder dergleichen eingesetzt werden.

1
automatische Abschmiereinrichtung
2
Pumpeneinheit
3
Antriebseinheit
4
Einstelllager
5
Zylinder der Ramme
6
Gummischlauch
7
Antriebszylinder
8
Antriebskolben
9
Zuführbohrung
10
Antriebsauslass
11
Pumpenhebel
12
erster Anschluss
13
zweiter Anschluss
14
Rücklaufleitung
15
Vorlaufleitung
16
Steuerkolben
17
Förderkolben
18
Schmierstoffbehälter
19
Auslass
20
erster Verteiler
21
zweiter Verteiler
22
Entlastungsbohrung
23
Leitung


Anspruch[de]
Automatische Abschmiereinrichtung zum Abschmieren wenigstens einer Schmierstelle eines Gerätes, insbesondere einer Ramme, mit einer Antriebseinheit (3) und einer dieser zugeordneten Pumpeneinheit (2), welche Schmierstoff aus einem Schmierstoffbehälter (18) zu der wenigstens einen Schmierstelle fördert, wobei die Antriebseinheit (3) einen in einem Antriebszylinder (7) geführten Antriebskolben (8) aufweist, der bei Betrieb des Gerätes durch einen Pumpenhebel (11) oder dergleichen derart betätigt wird, dass ein Steuerfluid über eine Leitung (15) in die Pumpeneinheit (2) gefördert wird, in welcher ein Steuerkolben (16) derart ausgebildet und angeordnet ist, dass der Steuerkolben (16) bei Beaufschlagung mit dem Steuerfluid auf einen Förderkolben (17) zum Fördern von Schmierstoff zu der wenigstens einen Schmierstelle wirkt. Automatische Abschmiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (3) mit einem Pumpenhebel (11) zusammenwirkt, der einem bei Betrieb des Gerätes betätigten Kolben, insbesondere dem Schlaggewicht einer Ramme, derart zugeordnet ist, dass der Pumpenhebel (11) bei einem Hub und/oder Rückhub des Kolbens zum Antrieb des Antriebskolbens (8) verschwenkt wird. Automatische Abschmiereinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Pumpenhebel (11) schwenkbar an einer Ramme oder dgl. gelagert ist. Automatische Abschmiereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerfluid ein inkompressibles Medium, beispielsweise Öl, ist. Automatische Abschmiereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerkolben (16) in einem Zylinder der Pumpeneinheit (2) geführt ist, der eine Entlastungsbohrung (22) aufweist, welche über eine Rücklaufleitung (14) mit einer Zuführbohrung (9) in der Antriebseinheit (3) verbunden ist. Automatische Abschmiereinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Entlastungsbohrung (22) derart angeordnet ist, dass der Hub des Steuerkolbens (16) begrenzt und nach jedem Hub des Steuerkolbens (16) Steuerfluid aus der Pumpeneinheit (2) zu der Antriebseinheit (3) zurückgeführt wird. Automatische Abschmiereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführbohrung (9) mit einem Vorratsbehälter für das Steuerfluid verbunden ist. Automatische Abschmiereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpeneinheit mit wenigstens einem Verteiler, insbesondere einem Progressiv-Hauptverteiler (20) und einem diesem nachgeschalteten Progressiv-Verteiler (21), verbunden ist, welcher mit der wenigstens einen Schmierstelle verbunden ist. Automatische Abschmiereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpeneinheit (2) derart ausgelegt ist, dass mit jedem Hub des Förderkolbens (17) mehr Schmierstoff gefördert wird, als an die Schmierstellen abgegeben wird, wobei wenigstens eine Rücklaufleitung (23) derart vorgesehen ist, dass überschüssiger Schmierstoff über diese in den Schmierstoffbehälter (18) und/oder die Pumpeneinheit (2) zurückgeführt wird. Automatische Abschmiereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (3) derart ausgelegt ist, dass mit jedem Hub des Antriebskolbens (8) mehr Steuerfluid gefördert wird, als die Pumpeneinheit (2) für einen Hub des Förderkolbens (17) benötigt, wobei wenigstens eine Rücklaufleitung (14) derart vorgesehen ist, dass überschüssiges Steuerfluid über diese zu der Antriebseinheit (2) zurückgeführt wird. Automatische Abschmiereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Antriebseinheit (3) und/oder der Pumpeneinheit (2) wenigstens eine Feder oder dergleichen derart vorgesehen ist, dass der Antriebskolben (8) bzw. der Förderkolben (17) und der Steuerkolben (16) nach jedem Hub in eine Ausgangsposition zurückgeschoben werden. Automatische Abschmiereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Antriebseinheit (3) gegen Schwingungsbruch gesichert an dem Gerät gelagert ist. Ramme, insbesondere Diesel-Ramme, mit einem kolbenartigen Schlaggewicht und mit einer automatische Abschmiereinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Ramme einen durch eine Bewegung des Schlaggewichtes betätigbaren Pumpenhebel (11) aufweist. Ramme nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (3) an einem Zylinder (5), in welchem das Schlaggewicht geführt ist, vorgesehen ist und die Pumpeneinheit (2) von der Antriebseinheit (3) entfernt angeordnet ist.






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