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Dokumentenidentifikation DE202007002533U1 31.05.2007
Titel Schraubenschlüssel mit arretierbarem Gelenk
Anmelder Eduard Wille GmbH & Co. KG, 42349 Wuppertal, DE
Vertreter Weisse und Kollegen, 42555 Velbert
DE-Aktenzeichen 202007002533
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.05.2007
Registration date 26.04.2007
Application date from patent application 19.02.2007
IPC-Hauptklasse B25B 13/46(2006.01)A, F, I, 20070219, B, H, DE

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Neuerung betrifft ein Betätigungswerkzeug zum Anziehen und/oder zum Lösen von Schraubverbindungen, enthaltend:

  • a) einen Hebelarm, an dessen einem Ende ein Betätigungsgriff vorgesehen ist,
  • b) ein Betätigungskopf am anderen Ende des Hebelarms,
  • c) ein um eine Achse schwenkbares Gelenk, welches zwischen Hebelarm und Betätigungskopf angeordnet ist,
  • d) der Betätigungskopf eine Verzahnung als Teil eines Arretiermechanismus für das Gelenk aufweist,
  • e) wenigstens ein Verriegelungszahn, welcher in die Verzahnung des Betätigungskopfes zur Arretierung greift und zum Entriegeln der Arretierung aus der Verzahnung bewegt wird,
  • f) ein u-förmiges Formteil zum Entriegeln der Arretierung, an dessen Stirnseite der Verriegelungszahn zur Arretierung angeordnet ist.

Stand der Technik

Betätigungswerkzeuge zum Anziehen und/oder zum Lösen von Schraubverbindungen bestehen üblicherweise aus einem Betätigungskopf, welcher fest und unbeweglich mit einem Hebelarm verbunden ist. Über den Hebelarm kann ein Benutzer ein Drehmoment am Betätigungskopf zum Anziehen oder Lösen von Schraubenverbindung aufgingen. Eine Nutzung solcher Betätigungswerkzeuge ist jedoch eingeschränkt, da am Ort einer Verschraubung ausreichend Arbeitsplatz zur Anwendung des Betätigungswerkzeugs vorhanden sein muss.

Um auch bei eingeschränktem Arbeitsplatz einen Schraubvorgang durchführen zu können, sind verschiedene Betätigungswerkzeuge mit einem gegenüber dem Hebelarm verschwenkbaren Betätigungskopf bekannt. Durch Verschwenken des Betätigungskopfes ist eine Anpassung des Betätigungswerkzeugs an den beschränkten Arbeitsplatz möglich. Ein zum Verschwenken vorgesehenes Gelenk wird bei den bekannten Betätigungswerkzeugen durch einen Arretiermechanismus in einer gewünschten Stellung arretiert. Dazu werden entweder fest verriegelbare oder nicht verriegelbare Arretierungen verwendet. Bei den nicht verriegelbaren Arretierungen wird mit einem gewissen Kraftaufwand eine Verschwenkung des Betätigungskopfes in verschiedene Stellungen vorgenommen.

Nachteilig bei den bekannten Betätigungswerkzeugen mit einer fest verriegelbaren Arretierung ist die aufwendige Konstruktion des Arretiermechanismus mit vielen, teilweise kompliziert aufgebauten Einzelteilen. Dies gilt besonders für Arretiermechanismen mit einem rohrförmigen Hebelarm, in dem der Mechanismus bis zum Handgriff durchgeführt wird und somit eine Ent- oder Verriegelung am Handgriff möglich ist. Solche Arretiermechanismen verursachen hohe Herstellungskosten und sind entsprechend verschleißanfällig. Weiterhin stehen bei anderen Arretierungsmechanismen Entriegelungselemente weit vor und behindern somit einen Schraubvorgang oder werden dabei versehentlich betätigt oder beschädigt. Bei den bekannten Betätigungswerkzeugen mit nicht verriegelbaren Arretierungen ist nachteilig während eines Schraubvorgangs eine unbeabsichtigte Verschwenkung des Betätigungskopfes möglich.

In der Druckschrift DE 20 2006 010 564 U1 wird ein Schraubenschlüssel mit einen gelenkig an einem Schlüsselarm befestigten Schlüsselkopf beschrieben. Der Schlüsselkopf weist eine verzahnte, bogenförmige Fläche auf, in welche ein auf der Oberseite eines u-förmigen Steuerelements vorgesehenes Zahnsegment eingreifen kann. Das Steuerelement wird zur Arretierung des -Schlüsselkopfs durch zwei Positionierungselemente so positioniert, dass das Zahnsegment in die verzahnte Fläche eingreift. Die Unterseite des Steuerelements weist eine Bogenfläche auf. Zur Veränderung der Position des Schlüsselkopfs schwenkt ein Benutzer das Steuerungselement entlang der Bogenfläche und entgegen der Positionierungselemente von dem Schlüsselkopf weg. Ein Nachteil dieses Arretiermechanismus ist, dass das Steuerelement bei einer Betätigung durch den Benutzer gekippt wird. Dadurch kann Schmutz in die Zwischenräume des Arretiermechanismus eindringen und die Funktionstüchtigkeit beeinträchtigen oder eine Beschädigung oder Zerstörung des Mechanismus verursachen.

Offenbarung der Neuerung

Aufgabe der Neuerung ist es daher, die Nachteile des Standes der Technik zu vermeiden und einen einfach aufgebauten und sicher verriegelnden Arretierungsmechanismus zu schaffen.

Neuerungsgemäß wird die Aufgabe bei einem Betätigungswerkzeug zum Anziehen und/oder zum Lösen von Schraubverbindungen der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass:

  • g) das u-förmige Formteil zum Entriegeln der Arretierung das eine Ende des Hebelarms formschlüssig umgreift, wobei das u-förmige Formteil zur Entriegelung gegen eine Feder verschiebbar ausgestaltet ist und wobei die Feder zwischen dem u-förmigen Formteil und dem Ende des Hebelarms angeordnet ist.

Die Neuerung beruht auf dem Prinzip, bei einem Gelenk zwischen einem Betätigungskopf und einem Hebelarm des Betätigungswerkzeugs zur Arretierung ein u-förmiges Formteil und eine Feder vorzusehen. Das Formteil wird formschlüssig von dem als Gelenk ausgebildeten, beispielsweise gabelförmigen Ende des Hebelarms geführt. Das Formstück besitzt an seiner Stirnseite mindestens einen Verriegelungszahn, welcher zur Verriegelung in eine Verzahnung des Betätigungskopfes eingreift. Durch die zwischen Hebelarm und Formstück vorgesehene Feder wird das Formstück mit dem Verriegelungszahn an den Betätigungskopf gedrückt. Ein Benutzer kann die Verriegelung des Betätigungskopfes durch Verschieben des Formstücks gegen die Feder und vom Betätigungskopf weg aufheben. Dabei wird der Verriegelungszahn aus der Verzahnung des Betätigungskopfes gerückt.

Durch den unkomplizierten Aufhau der Arretierung des neuerungsgemäßen Betätigungswerkzeugs lässt sich dieses besonders preiswert herstellen. Weiterhin liegt das u-förmige Formstück eng am Hebelarm an. Hierdurch lässt sich eine flache Bauweise verwirklichen, die es ermöglicht, das Werkzeug auch in beengten Verhältnissen zu nutzen. Vorteilhafterweise lassen sich die Schenkel bzw. Lappen des u-förmigen Formstücks in einer Nut des Hebels ganz oder teilweise versenken. Sie beanspruchen dann keinen zusätzlichen Raum während einer Montage mit diesem Betätigungswerkzeug. Zudem wird ein unbeabsichtigtes Lösen der Verriegelung oder eine Beschädigung während eines Schraubvorgangs durch die flache Bauweise vermieden. Mit dem formschlüssigen Anliegen des Formstücks am Hebelarm auch während einer Betätigung wird ferner eine Verschmutzung der Arretierung wirkungsvoll verhindert.

Als vorteilhafte Ausgestaltung des neuerungsgemäßen. Betätigungswerkzeugs zum Anziehen und/oder zum Lösen von Schraubverbindungen hat sich erwiesen, wenn die Verzahnung des Arretiermechanismusses kranzförmig um die Achse des schwenkbaren Gelenks am Betätigungskopf vorgesehen ist. Mit einer solchen kranzförmigen Verzahnung greift ein Verriegelungszahn in jede Zahnlücke der Verzahnung gleichermaßen gut ein und ermöglicht so eine sichere Arretierung des Betätigungskopfes in vielen verschiedenen Stellungen zum Hebelarm.

Die kranzförmige Verzahnung des Arretiermechanismusses überstreicht in einer Ausgestaltung der Neuerung einen Winkel von wenigstens 150°. Dies hat den Vorteil, dass der Betätigungskopf gegenüber des Hebelarms nach beiden Seiten um mindestens 75° verschwenkt werden kann. Das neuerungsgemäße Betätigungswerkzeug ist dadurch optimal an einen eingeschränkten Arbeitsbereich einer Verschraubung anpassbar und kann vielseitig verwendet werden.

In einer bevorzugten Ausbildung des neuerungsgemäßen Betätigungswerkzeugs zum Anziehen und/oder zum Lösen von Schraubverbindungen liegt der Winkel der Zahnlücken der Verzahnung zwischen 10° und 30°. Bei einem solchen Winkel wird eine Selbsthemmung der Arretierung wirksam, d. h. bei einer Belastung wird der Verriegelungszahn nicht aus der Verzahnung gedrückt, sondern sicher von der Verzahnung gehalten. Damit wird eine sehr unkomplizierte und effektive Arretierung des Betätigungskopfes erreicht und ein selbstständiges Entriegeln der Arretierung verhindert.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des neuerungsgemäßen Betätigungswerkzeugs zum Anziehen und/oder zum Lösen von Schraubverbindungen ist der Betätigungskopf als Einsteck- oder Aufsteckwerkzeug ausgebildet. Der Betätigungskopf wird so, beispielsweise durch Auf- oder Einstecken eines Bithalters, in dem wiederum Bits eingesteckt werden können, eines Maul- oder Ringschlüssels oder eines anderen Steckschlüssels für eine Vielzahl verschiedener Schrauben oder Muttern universell einsetzbar.

Ferner ist bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Neuerung ein Knarrenmechanismus in dem Betätigungskopf angeordnet. Ein Knarrenmechanismus überträgt in einer Drehrichtung ein aufgebrachtes Drehmoment und erlaubt in der anderen Drehrichtung ein freies Zurückdrehen des Hebelarms ohne Drehmomentübertragung. Somit wird ein Umsetzen des Betätigungswerkzeugs während eines Schraubvorgangs vermieden. Eine Verschraubung erfolgt wesentlich schneller und unkomplizierter für einen Benutzer.

Vorzugsweise ist der Betätigungskopf als Ringschlüssel, Maulschlüssel oder als Innen- bzw. Außenmehrkant ausgebildet. Damit lässt sich das Betätigungswerkzeug mit standardisierten Werkzeugen ausrüsten und verwenden. Es ist damit grundsätzlich für jede vergleichbare Werkzeugvariante leicht zu realisieren und bei der Montage einsetzbar.

Weitere Ausgestaltungen und Vorteile ergeben sich aus dem Gegenstand der Unteransprüche, sowie den Zeichnungen mit den dazugehörigen Beschreibungen.

Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen näher erläutert.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

1 zeigt in einer Seitenansicht ein erstes Ausführungsbeispiel eines Betätigungswerkzeugs zum Anziehen und/oder zum Lösen von Schraubverbindungen, welches als Knarrenwerkzeug mit einem arretierbaren Gelenk ausgebildet ist.

2 zeigt das Ausführungsbeispiel eines, als Knarrenwerkzeug ausgebildeten Betätigungswerkzeugs gemäß 1 in einer Aufsicht.

3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Betätigungswerkzeugs mit einem arretierbaren Gelenk und einer Aufnahme für Wechselwerkzeuge mit einem Knarrenkopf in einer Seitenansicht.

4 zeigt das Ausführungsbeispiel eines Betätigungswerkzeugs mit einer Aufnahme für Wechselwerkzeuge und einem Knarrenkopf nach 3 in einer Aufsicht.

5 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Betätigungswerkzeugs mit einer Aufnahme für Wechselwerkzeuge und einem Ringschlüsseleinsatz entsprechend 3 in einer Aufsicht.

6 zeigt das Ausführungsbeispiel eines Betätigungswerkzeugs mit einer Aufnahme für Wechselwerkzeuge und einem Ringschlüsseleinsatz nach 5 in einer Seitenansicht.

Bevorzugtes Ausführungsbeispiel

In 1 wird beispielhaft und nicht einschränkend als Betätigungswerkzeug zum Anziehen oder Lösen von Schraubverbindungen ein Knarrenwerkzeug 10 dargestellt. Das Knarrenwerkzeug 10 verfügt über einen Hebelarm 12 mit einem Betätigungsgriff 14 und einem Betätigungskopf 16. Der Betätigungskopf 16 ist über ein Gelenk 18 mit einer Achse 20 verschwenkbar mit dem Hebelarm 12 verbunden und wird durch einen Arretiermechanismus 22 ver- oder entriegelt. In 1 wird der Betätigungskopf 16 zur Veranschaulichung in drei verschiedenen Winkelpositionen zum Hebelarm 12 verriegelt dargestellt.

Der Betätigungskopf 16 enthält eine Vierkantkupplung 24 zum Ankuppeln verschiedener Steckwerkzeuge, welche je nach Schraubverbindung ausgewählt werden. Weiterhin beinhaltet der Betätigungskopf 16 ein Knarrengelenk 26 zur Übertragung eines Drehmoments auf die Vierkantkupplung 24 in einer Drehrichtung und Freigabe der Vierkantkupplung 24 in der anderen Drehrichtung. Mit einem Umschaltelement 28 wird die Drehrichtung festgelegt, in der ein Drehmoment übertragen wird.

An dem zum Gelenk 18 ausgestalteten Teil des Betätigungskopfes 16 ist eine kranzförmige Verzahnung 30 vorgesehen, welche in dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel einen Winkel von 180° überstreicht. In weiteren Ausführungsformen sind auch ein Winkel von über 180° und/oder eine nicht kranzförmige Verzahnung 30 vorgesehen. In die kranzförmige Verzahnung 30 greift zur Verriegelung ein Verriegelungszahn 32 ein. Alternativ sind auch mehrere Verriegelungszähne möglich. Der Verriegelungszahn 32 ist auf der Stirnseite eines u-förmigen Formteils 34 angeordnet. Das u-förmige Formteil 34 wird formschlüssig von dem zum Gelenk 18 ausgebildeten Ende des Hebelarms 12 geführt. Dadurch stützt sich das u-förmige Formteil 34 zum Arretieren mit seinen Schenkeln auf den Hebelarm 12 ab. Mit einer Feder 36 zwischen dem Hebelarm 12 und dem Formteil 34 wird das Formteil 34 mit dem Verriegelungszahn 32 zum Betätigungskopf 16 hingehalten. Dabei wird der Betätigungskopf 16 durch Eingreifen des Verriegelungszahns 32 in die Verzahnung 30 arretiert.

Durch einen Zahnlücken- bzw. Zahnspitzenwinkel von 10° bis 30° bei dem Verriegelungszahn 32 und der Verzahnung 30 wird eine Selbsthemmung erreicht. Dadurch wird bei einer Belastung der Verriegelungszahn 32 nicht gegen die Feder 36 aus der Verzahnung 32 gedrückt, sondern verbleibt in der Verzahnung 32 und arretiert den Betätigungskopf 16 sicher in einer eingestellten Position.

Zum Einstellen einer bestimmten Winkelposition zwischen Betätigungskopf 16 und Hebelarm 12 betätigt ein Benutzer den Arretiermechanismus 22, indem er das u-förmige Formstück 34 in Richtung des Betätigungsgriffes 14 gegen die Feder 36 verschiebt (Pfeil 38). Dabei wird der Verriegelungszahn 32 aus der Verzahnung 30 ausgerückt und gibt den Betätigungskopf 16 frei. Der Benutzer wählt während der Betätigung des Formstücks 34 eine gewünschte Winkelposition zwischen Betätigungskopf 16 und Hebelarm 12 aus und gibt anschließend seinerseits das Formteil 34 frei. Durch die Feder 36 wird das Formteil 34 an den Betätigungskopf 16 geführt. Der Verriegelungszahn 32 greift in die Verzahnung 30 ein und arretiert den Betätigungskopf 16 sicher in der, vom Benutzer gewünschten Winkelposition.

2 stellt das Betätigungswerkzeug nach 1 in einer Aufsicht dar. Gleiche Bestandteile werden daher auch mit entsprechenden Bezugszeichen bezeichnet. Das Gelenk 18 wird durch ein gabelförmig ausgestaltetes Ende des Hebelarms 12, in den ein Teil des Betätigungskopfes 16 einragt, ausgebildet. Hebelarm 12 und Betätigungskopf 16 werden durch eine als Schraube ausgebildete Achse 20 verschwenkbar miteinander verbunden. Alternativ ist als Achse beispielsweise auch ein Pressbolzen möglich. Das u-förmige Formteil 34 wird formschlüssig in dem gabelförmigen Ende des Hebelarms 12 geführt und ist in Richtung des Betätigungsgriffs 14 zur Entriegelung des Betätigungskopfes 16 verschiebbar (Pfeil 38).

3 bis 6 zeigen ein zweites, ähnliches Ausführungsbeispiel eines Betätigungswerkzeugs 40 zum Anziehen oder Lösen von Schraubverbindungen mit verschiedenen Wechselwerkzeugen und in unterschiedlichen Ansichten. Soweit die Bestandteile dem vorherigen Ausführungsbeispiel von 1 und 2 entsprechen, werden identische Bezugszeichen verwendet. Ausgestaltung und Funktion des Hebelarms 12, des Gelenks 18 und des Arretiermechanismus 22 entsprechen denen des ersten Ausführungsbeispiels.

In 3 wird ein zweites Ausführungsbeispiel eines Betätigungswerkzeugs 40 in einer Seitenansicht dargestellt. Ein Hebelarm 12 ist durch ein Gelenk 18 mit einem Betätigungskopf 42 verbunden. Das Gelenk 18 ist mit einem Arretiermechanismus 22 verriegelbar ausgebildet. Der Arretiermechanismus 22 entspricht dem des ersten Ausführungsbeispiels. Der Betätigungskopf 42 verfügt über eine Werkzeugaufnahme 44 mit einem Sicherungsmechanismus 46. In die Werkzeugaufnahme 44 ist ein Knarrenkopf 48 eingesteckt. Durch den Sicherungsmechanismus 46 wird der Knarrenkopf 48 sicher und leicht lösbar von der Werkzeugaufnahme 44 gehalten. Mit Hilfe des Gelenks 18 und des Arretiermechanismus 22 ist der Betätigungskopf 42 in verschiedenen Winkeln zum Hebelarm 12 positionierbar. In 3 werden drei verschiedene Winkelstellungen des Betätigungskopfes 42 dargestellt.

4 zeigt das Ausführungsbeispiel nach 3 in einer Aufsicht. Deutlich ist das u-förmige Formteil 34 zu erkennen, welches in Richtung des Pfeils 38 verschoben werden kann. Dadurch wird der Arretiermechanismus 22 mit dem Verriegelungszahn 32 (s. 3) entriegelt und der Betätigungskopf 42 kann von einem Benutzer in einen gewünschten Winkel zum Hebelarm 12 verschwenkt werden.

5 stellt das Ausführungsbeispiel aus 3 und 4 mit einem Ringschlüsseleinsatz 50 dar. Der Ringschlüsseleinsatz 50 wird mit dem Gelenk 18 und dem Arretiermechanismus 22 ebenfalls in verschiedene Winkel zum Hebelarm 12 eingestellt. Die Werkzeugaufnahme 44 ermöglicht auch eine Verwendung von anderen Wechselwerkzeugen, wie z. B. einen Maulschlüsseleinsatz oder eine einsetzbare Bitaufnahme.

6 zeigt das Ausführungsbeispiel eines Betätigungswerkzeugs mit einem arretierbaren Gelenk und einer Wechselkopfaufnahme aus 5 in einer Seitenansicht.

Der beschriebene Arretierungsmechanismus 22 ist unkompliziert und sicher verriegelnd ausgestaltet und besteht im Wesentlichen nur aus einem u-förmigen Formteil 34 und einer Feder 36. Dies wirkt sich entsprechend günstig auf die Herstellungskosten aus. Da das u-förmige Formstück 34 eng am Hebelarm 12 anliegt, wird ein unbeabsichtigtes Lösen der Verriegelung oder eine Beschädigung während eines Schraubvorgangs vermieden. Das Betätigungswerkzeug 10 oder 40 ist universell bei einer Vielzahl von Schraubvorgängen einsetzbar und eignet sich besonders für Verschraubungen mit eingeschränkten Arbeitsplatzverhältnissen.

10
Knarrenwerkzeug
12
Hebelarm
14
Betätigungsgriff
16
Betätigungskopf
18
Gelenk
20
Achse
22
Arretiermechanismus
24
Vierkantkupplung
26
Knarrengelenk
28
Umschaltelement
30
kranzförmige Verzahnung
32
Verriegelungszahn
34
u-förmiges Formteil
36
Feder
38
Pfeil
40
Betätigungswerkzeug
42
Betätigungskopf
44
Werkzeugaufnahme
46
Sicherungsmechanismus
48
Knarrenkopf
50
Ringschlüsselkopf


Anspruch[de]
Betätigungswerkzeug (10, 40) zum Anziehen und/oder zum Lösen von Schraubverbindungen enthaltend

a) einen Hebelarm (12), an dessen einem Ende ein Betätigungsgriff (14) vorgesehen ist,

b) ein Betätigungskopf (16, 42) am anderen Ende des Hebelarms (12),

c) ein um eine Achse (20) schwenkbares Gelenk (18), welches zwischen Hebelarm (12) und Betätigungskopf (16, 42) angeordnet ist,

d) der Betätigungskopf (16, 42) eine Verzahnung (30) als Teil eines Arretiermechanismus (22) für das Gelenk (18) aufweist,

e) wenigstens ein Verriegelungszahn (32), welcher in die Verzahnung (30) des Betätigungskopfes (16, 42) zur Arretierung greift und zum Entriegeln der Arretierung aus der Verzahnung (30) bewegt wird,

f) ein u-förmiges Formteil (34) zum Entriegeln der Arretierung, an dessen Stirnseite der Verriegelungszahn (32) zur Arretierung angeordnet ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

g) das u-förmiges Formteil (34) zum Entriegeln der Arretierung das eine Ende des Hebelarms (12) formschlüssig umgreift, wobei das u-förmige Formteil (34) zur Entriegelung gegen eine Feder (36) verschiebbar ausgestaltet ist und wobei die Feder (36) zwischen dem u-förmigen Formteil (34) und dem Ende des Hebelarms (12) angeordnet ist.
Betätigungswerkzeug (10, 40) zum Anziehen und/oder zum Lösen von Schraubverbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnung (30) des Arretiermechanismus (22) kranzförmig um die Achse (20) des schwenkbaren Gelenks (18) am Betätigungskopf (16, 42) vorgesehen ist. Betätigungswerkzeug (10, 40) zum Anziehen und/oder zum Lösen von Schraubverbindungen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die kranzförmige Verzahnung (30) einen Winkel von wenigstens 150° überstreicht. Betätigungswerkzeug (10, 40) zum Anziehen und/oder zum Lösen von Schraubverbindungen nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel der Zahnlücken der Verzahnung (30) zwischen 10° und 30° liegt. Betätigungswerkzeug (10, 40) zum Anziehen und/oder zum Lösen von Schraubverbindungen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungskopf (16, 42) als Einsteck- oder Aufsteckwerkzeug (48, 50) ausgebildet ist. Betätigungswerkzeug (10, 40) zum Anziehen und/oder zum Lösen von Schraubverbindungen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen Knarrenmechanismus (26, 48), welcher im Betätigungskopf (16, 42) angeordnet ist. Betätigungswerkzeug (10, 40) zum Anziehen und/oder zum Lösen von Schraubverbindungen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungskopf (16, 42) als Ringschlüssel, Maulschlüssel oder als Innen- bzw. Außenmehrkant ausgebildet ist.






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