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Dokumentenidentifikation DE202007002610U1 31.05.2007
Titel Beleuchtungsvorrichtung
Anmelder Niepenberg, Lynn, 57539 Roth, DE
Vertreter Kutzenberger & Wolff, 56244 Helferskirchen
DE-Aktenzeichen 202007002610
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.05.2007
Registration date 26.04.2007
Application date from patent application 20.02.2007
IPC-Hauptklasse F21S 8/02(2006.01)A, F, I, 20070220, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F21V 19/00(2006.01)A, L, I, 20070220, B, H, DE   
IPC additional class F21Y 101/02  (2006.01)  A,  L,  N,  20070220,  B,  H,  DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Beleuchtung von insbesondere Innenräumen, bestehend aus einem auf einem Untergrund anbringbaren Tragkörper und daran gesicherten und mit einer elektrischen Anschlussleitung verbundenen Leuchtdioden.

Die Wände der Innenräume von Wohn- und Bürohäusern werden vielfach, besonders an den Wänden, mit sogenannten Bordüren versehen. Diese Bordüren sind meist farblich abgesetzte bzw. farblich besonders geprägte Streifen, die in Wohnräumen meist tapetenartig ausgebildet und auf der Wand vorteilhaft durch Klebung befestigt sind. In sanitären Räumen, aber auch in Gemeinschaftsräumen, Treppenhäusern und Fluren können diese Bordüren aus verhältnismäßig schmalen Fliesen gebildet sein, die in einer nutartigen Aussparung der Wand beispielsweise durch Klebung gehalten sind und die zusammen mit der Wand meist eine weitgehend ebene Oberfläche bilden. Bei einem platten- bzw. fliesenartigen Wandbelag befinden sich solche Bordüren in dem platten- bzw. fliesenartigen Wandbelag und werden vorteilhaft zusammen mit dem Aufbringen des Wandbelages auf dem Untergrund mit aufgebracht. Derartige, in der Wand befindliche Bordüren, ergeben, in Abhängigkeit von der gewählten Muster- und/oder Farbgestaltung, einen besonders hervortretenden optischen Eindruck. Teilweise werden solche Bordüren auch in mit Fliesen oder Platten belegten Böden verwendet.

Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Beleuchtung von insbesondere Innenräumen zu schaffen, mit der der optische Eindruck solcher bordürenartiger Elemente erheblich verbessert wird.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung vorgeschlagen, dass der Tragkörper aus zwei getrennten und getrennt befestigbaren und mit Abstand voneinander angeordneten, profilierten Leisten gebildet ist, dass die Leuchtdioden mit geringem Abstand voneinander in einem nutartigen Bereich zumindest einer profilierten Leiste angeordnet und dort zusammen mit der Anschlussleitung in einer aushärtbaren, klaren Kunststoffmasse eingebettet sind und dass sich an diese klare Kunststoffmasse eine bordürenartige Abdeckung aus durchscheinendem Werkstoff anschließt.

Es sind zwar schon Beleuchtungsvorrichtungen bekannt, die aus einem auf einem Untergrund befestigbaren Tragkörper bestehen, der zur Aufnahme von mehreren mit einer elektrischen Anschlussleitung verbundenen Leuchtdioden, kurz LED's geeignet ist. Solche Beleuchtungsvorrichtungen sind jedoch für den vorgesehenen Zweck ungeeignet.

Durch die erfindungsgemäß ausgebildete Beleuchtungsvorrichtung, die aufgrund ihrer Formgebung beispielsweise auch als sogenannte Bordüre eingesetzt werden kann, wird ein Art indirekter Beleuchtung erreicht, die einen besonders guten optischen Eindruck eines Innenraumes, insbesondere eines Wohn- oder Sanitärraumes bewirkt. Dieser gute optische Eindruck kann nun ohne großen Aufwand durch eine entsprechende Auswahl der Abdeckung verbessert werden. Die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung kann selbstverständliche auch an Decken oder aus Böden eingesetzt werden. Sie ist auch gut für die Beleuchtung von Fluren, Treppenhäusern aber auch nur von Treppen oder Treppenabsätzen verwendbar.

Weitere Merkmale einer Beleuchtungsvorrichtung gemäß der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 13 offenbart.

Die Erfindung sowie weitere Vorteile derselben werden nachfolgend anhand eines in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Dabei zeigen

1 eine ausschnittsweise Draufsicht eine Wandbelag mit einer Beleuchtungsvorrichtung gemäß der Erfindung und

2 einen teilweise geschnittenen und um 90° gedrehte Querschnitt des Bodenbelages der 1.

Die 2 der Zeichnung zeigt nur ausschnittsweise einen Schnitt durch eine Wand 1, beispielsweise eines Sanitärraumes, die mit einem Belag 2 versehen ist, der bei dem gewählten Ausführungsbeispiel der 1 und 2 aus dünnen keramischen Platten 3, sogenannten Fliesen, mit quadratischem Querschnitt gebildet ist. Diese keramischen Platten 3 sind in einer Schicht 4 aus Mörtel oder Klebstoff auf der Wand verlegt. Zwischen zwei an der Wand 1 horizontalen verlaufenden Reihen der Platten 3 befindet sich eine ebenfalls in horizontaler Richtung verlaufende, nutartige Aussparung 5, in die eine nach Art einer Bordüre verlaufende Beleuchtungsvorrichtung 6 eingesetzt ist.

Diese Beleuchtungsvorrichtung 6 besteht aus zwei getrennten und mit Abstand voneinander ebenfalls auf der Wand 1 befestigten, profilierten Leisten 7, 8, die in vorteilhafter Weise direkt mit dem Aufbringen der keramischen Platten 3 in der Schicht 4 aus Mörtel oder Klebstoff mit verlegt werden. Es ist jedoch auch möglich, diese Leisten 5, 6 erst zu einem späteren Zeitpunkt in der nutartigen Aussparung an der Wand zu befestigen. Dabei erfolgt diese spätere Befestigung vorteilhaft durch einen geeigneten Klebstoff.

Die profilierten Leisten 7, 8 bestehen entweder aus Metall oder aus Kunststoff. Als Metall wird ein korrosionsbeständiger Werkstoff verwendet, der später seine Oberflächenbeschaffenheit nicht verändert. Rostfreier Stahl, Aluminium oder Messing sind dazu besonders gut geeignet. Ferner weisen die profilierten Leisten 7, 8 einen genau vorgegebenen Abstand voneinander auf, auf den weiter unten noch näher eingegangen wird.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die beiden profilierten Leisten 7, 8 vollkommen gleich ausgebildet und spiegelbildlich zueinander in der nutartigen Aussparung 5 befestigt.

Jede profilierte Leiste 7, 8 besitzt einen U-förmigen Querschnitt, dessen Steg 9 einen geringen Abstand von der benachbarten Platte 3 aufweist. Die beiden Schenkel 10, 11 der Leisten 7, 8 sind ungleich lang ausgebildet. Dabei schließt der kürzere und sich in der 2 der Zeichnung oben befindliche Schenkel 10 in etwa mit der Oberfläche der auf der Wand 1 verlegten Platten 3 ab. Ferner ist der kürzere Schenkel 10 an seinem freien Ende mit einer kurzen Abkantung 12 versehen. Der untere Schenkel 11 der Leisten 7, 8 ist vorteilhaft erheblich länger als der obere Schenkel 10 ausgebildet und dient der Befestigung der Leisten 7, 8. Dazu weist der Schenkel 11 eine Vielzahl von Löchern 13 auf, die mit Abstand voneinander in einer oder mehreren Reihen angeordnet sein können. Durch diese Löcher 13 kann der bereits erwähnte Mörtel oder der Klebstoff dringen, so dass die Leisten 7, 8 sicher an der Wand gehalten sind.

Der Steg 9, die beiden Schenkel 10, 11 und die Abkantung 12 bilden eine Nut 14, in der eine Vielzahl von mit Abstand voneinander angeordneter Leuchtdioden 15 mit ihren Anschlusskabeln 16 verlegt ist. Diese Leuchtdioden 15 und die Anschlusskabel 16 sind in ihrer gezeichneten Lage mittels einer klaren Kunststoffmasse 17 in der Nut 14 eingebettet, so dass keinerlei Feuchtigkeit an die Dioden 15 und die Anschlusskabel 16 gelangen kann. Das Einbringen und Einbetten der Leuchtdioden 15 mit ihren Anschlussleitungen 16 erfolgt bereits vor der Befestigung der profilierten Leisten 7, 8 in der nutartigen Aussparung 5, das heißt, die Leisten 7, 8 sind mit den Leuchtdioden 15 und den Anschlussleitungen 16 vorgefertigt und meist auf eine vorgegebene Länge, die normalerweise zwischen 30cm und 120cm betragen kann.

Zwischen den beiden auf der Wand 1 befestigten Leisten 7, 8 befindet sich nach deren Anbringung zunächst ein ebenfalls nutartiger, freier Raum, der ebenfalls in horizontaler Richtung verläuft und in den jetzt eine bordürenartige Abdeckung 18 aus einem transparenten oder halbtransparenten Werkstoff eingesetzt wird. Dabei erfolgt die Befestigung der Abdeckung 18 in dem nutartigen, freien Raum und damit an dem freien Bereich der wand 1 zwischen den beiden Leisten 7, 8 vorteilhaft durch eine kittartige und vor allem durchscheinende Kunststoffmasse.

Die bordürenartige Abdeckung 18 kann aus einzelnen, aneinandergereihten Streifen aus Glas oder einem ähnlichen Werkstoff bestehen, wobei die Streifen eine gleich oder eine ungleiche Einfärbung besitzen. Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Abdeckung 18 in vorteilhafter Weise aus einzelnen Teilstücken 19 gebildet, die gemäß der 1 der Zeichnung eine quadratische Grundfläche besitzen und die beispielsweise mit Abstand voneinander auf einer gitterartigen Struktur aus Papier oder einem ähnlichen Werkstoff aufgebracht und damit vorgefertigt sind. Die einzelnen, hier in zwei horizontalen Reihen angeordneten Teilstücke 19 der Abdeckung 18 können ebenfalls eine unterschiedliche Färbung bzw. Einfärbung besitzen.

Nachdem die Abdeckung 18 ein- bzw. aufgebracht wurde, werden die Fugen, die sich zwischen der Abdeckung 18 und den Leisten 7, 8 und gegebenenfalls noch zwischen den Teilstücken 19 befinden dieselbe mit einer transparenten oder halbtransparenten Fugenmasse ausgefüllt.

In Abhängigkeit von den gewählten Farben der Abdeckung 18 bzw. der Teilstücke derselben lassen sich mit der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 6 nach deren Einschaltung sehr eindrucksvolle und imposante und vor allem auch die unterschiedlichsten Leuchteffekte erzielen.

In Abänderung des erläuterten Ausführungsbeispieles ist es möglich, nur eine der Leisten 7 oder 8 mit Leuchtdioden 15 und den dazugehörigen elektrischen Anschlussleitungen 16 zu bestücken. Ferner kann die Nut, die die Leuchtdioden 15 mit den Anschlussleitungen 16 und der klaren Kunststoffmasse 17 aufnimmt, anders als dargestellt, ausgebildet sein. Entscheidend dabei ist immer, dass bei dem Einsatz der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung, insbesondere in sanitären Bereichen, keinerlei Feuchtigkeit an die Leuchtdioden 15 und die Anschlussleitungen 16 gelangt.

Während das Ausführungsbeispiel auf die Anordnung der Beleuchtungseinrichtung 6 innerhalb der keramischen Platten 3 einer Wand 1 gerichtet ist, kann die erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung 6 auch auf einer Wand 1 befestigt sein. Auch andere Wandbeläge als keramische Platten sind denkbar. Ferner kann die Beleuchtungsvorrichtung auch auf oder in Böden mit beliebigen Belägen oder Decken angebracht sein. Ferner kann die Abdeckung 18 auch anders ausgebildet und deren Teilstücke 19 können anders geformt sein.


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Beleuchtung von insbesondere Innenräumen, bestehend aus einem auf einem Untergrund anbringbaren Tragkörper und daran gesicherten und mit einer elektrischen Anschlussleitung verbundenen Leuchtdioden, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper aus zwei getrennten und getrennt befestigbaren und mit Abstand voneinander angeordneten, profilierten Leisten (7, 8) gebildet ist, dass die Leuchtdioden (15) mit geringem Abstand voneinander in einem nutartigen Bereich zumindest einer profilierten Leiste (7, 8) angeordnet und dort zusammen mit den Anschlussleitungen (16) in einer aushärtbaren, klaren Kunststoffmasse (17) eingebettet sind und dass sich an diese klare Kunststoffmasse (17) eine bordürenartige Abdeckung (18) aus durchscheinendem Werkstoff anschließt. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdioden (15) in beiden profilierten Leisten (7, 8) des Tragkörpers einbettet sind. Vorrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper mittels eines Klebers auf dem Untergrund befestigt ist. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (18) leistenartig ausgebildet ist. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (18) aus einzelnen und mit geringem Abstand voneinander auf einer gitterartigen Struktur gesicherten Teilstücken (19) gebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilstücke (19) eine quadratische Grundfläche aufweisen. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (18) aus Glas gebildet ist. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (18) zwischen den Leisten (7, 8) auf dem Untergrund durch Klebung befestigt ist. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (18) sowohl zwischen den Leisten (7, 8) auf dem Untergrund als auch auf den Schenkeln (10, 11) der Leisten (7, 8) durch Klebung befestigt ist. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fugen zwischen den Leisten (7, 8) und der Abdeckung (18) mit einer aushärtbaren Fugenmasse ausgefüllt sind. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fugen zwischen den einzelnen Teilstücken (19) der Abdeckung (18) mit einer aushärtbaren Fugenmasse ausgefüllt sind. Vorrichtung nach Anspruch 10 und/oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die aushärtbare Fugenmasse aus einem transparenten oder halbtransparenten Werkstoff gebildet ist. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper mit der Abdeckung (18) in einer nutartigen Aussparung (14) des Untergrundes eingesetzt ist.






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