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Dokumentenidentifikation DE202007002807U1 31.05.2007
Titel Baueinheit zur Schaffung einer Manipulationserschwernis an Verbindungen
Anmelder AZ Gastechnik GmbH, 09526 Olbernhau, DE
Vertreter Thomas, M., Dipl.-Ing.(FH), Pat.-Anw., 09526 Olbernhau
DE-Aktenzeichen 202007002807
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.05.2007
Registration date 26.04.2007
Application date from patent application 23.02.2007
IPC-Hauptklasse F16B 41/00(2006.01)A, F, I, 20070223, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Baueinheit zur Schaffung einer Manipulationserschwernis an Verbindungen und/oder Anordnungen mit Verbindungselementen, insbesondere solchen, die in Leitungen von Versorgungssystemen integriert sind.

Ein Bedarf an der Schaffung von Manipulationserschwernissen besteht seit langem, insbesondere zur Sicherung von Behältnissen, Leitungen, Messeinrichtungen und dergleichen gegen unbefugtes Öffnen, Manipulieren von Messergebnissen, widerrechtliche Entnahme und Ähnlichem.

Lösungen zur Manipulationserschwernis sind bereits bekannt. Es existieren Plombenverbindungen, die üblicherweise zur Sicherung von Verschlüssen und Schraubenverbindungen eingesetzt werden. Gleiches gilt für die Markierung mit Lack- bzw. Kunststoffschichten. Weiterhin bekannt sind Lösungen mit Einlegebauteilen, die durch eine spezielle Formgebung beim Zusammenbau von Teilen ein Verhaken zwischen diesen bewirken und ein erneutes Zerlegen solcher Bauteile-Verbindungen damit unterbinden.

Die Herstellung der oben beschrieben Manipulationserschwernisse setzt im Falle der Plombierung geeignete Elemente und Werkzeuge voraus, während im Fall der Farb- oder Kunststoffplombierung artfremde Werkstoffe und Hilfsmittel mitgeführt werden müssen. Ferner sind beide Formen der Manipulationserschwernis aufwendig und nach Zerstörung leicht zu kaschieren. Die Verbindung von Bauteilen unter Verwendung innen liegender, einrastender Teile wird nur dort angewendet, wo eine Zerstörung der Sicherungsbauteile und zumeist der an der Verbindung beteiligten Bauteile bei unsachgemäßem Umgang in Kauf genommen wird, wie bei Heimelektrogeräten.

In Versorgungsnetzen (Gase; Wasser) ist es erforderlich, vorhandene Manipulationserschwernisse im Rahmen turnusmäßiger Überprüfungen bzw. turnusmäßigem Austausch von Messeinrichtungen durch Wartungspersonal aufheben zu lassen, wobei der bei den oben beschriebenen Lösungen geschilderte Aufwand die Produktivität der durchzuführenden Maßnahmen begrenzt. Hier hat sich der Einsatz verlierbarer Ringe durchgesetzt, die mit einem Verschlussmechanismus ausgestattet sind, der ein schnelles Schließen der Ringe ohne Hilfsmittel ermöglicht, die jedoch nur unter Zerstörung wieder entfernt werden können.

Ringe dieser Art werden zumeist so ausgeführt, dass sie lose um eine Muffen- oder Flanschverbindung gelegt sind und nach dem Schließen alle Möglichkeiten, die entsprechende Verbindung zu öffnen, unterbunden sind. Ein unberechtigter Zugriff auf die Verbindung führt in allen Fällen zunächst zur Zerstörung der darüber befindlichen Ringe. Dies ermöglicht eine schnelle Kontrolle durch Wartungspersonal, ob Manipulationen an Verbindungen vorgenommen wurden. Solche Ringe werden aus thermoplastischen Werkstoffen kostengünstig hergestellt, wobei das Spritzgussverfahren eingesetzt und leicht formbare Massen bevorzugt werden.

Die dabei erreichten Fertigungs- und Kostenvorteile bringen jedoch als wesentlichen Nachteil eine zusätzliche Brandgefahr mit sich. Herkömmliche Formmassen sind häufig selbstbrennend, schmelzen bei Hitzeeinwirkung ab und können im Brandfall durch brennende Tropfen weitere Gegenstände in der Umgebung in Brand setzen. Somit ist eine Manipulationserschwernis unter Verwendung selbstbrennender oder beim Verbrennungsprozess tropfender, Formmassen ein hohes Sicherheitsrisiko. Derartige Ringe sind deshalb unter Berücksichtigung stetig steigender Sicherheitsanforderungen in Wohn- und Wirtschaftsgebäuden nicht vertretbar und können weder eine Bauteilzulassung nach geltenden Brandschutzstandards erhalten noch in Gebäuden und Anlagen eingesetzt werden, die von vornherein einen erhöhten Sicherheitsstandard haben müssen.

Es sind zwar im Stand der Technik Baueinheiten zur Schaffung einer Manipulationserschwernis aus metallischen Ringen bekannt, die alle Sicherheitsanforderungen erfüllen. Jedoch besteht wiederum ein für Anwender kaum zu tragender materieller Aufwand. Problematisch ist, dass bei solchen metallischen Ringen Einrichtungen zur Manipulationserschwernis mit vertretbarem Aufwand nicht direkt in die Ringe eingearbeitet werden können und deshalb unter weiterem materiellen Aufwand Zusatzeinrichtungen oder -arbeiten zur Herstellung der Manipulationserschwernis notwendig sind.

Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, Baueinheiten zur Schaffung einer Manipulationserschwernis an Verbindungen vorzuschlagen, die leicht und einfach herstellbar sind, erhöhten und künftig zu erwartenden Sicherheitsanforderungen genügen und die Nachteile der im Stand der Technik beschriebenen Lösungen nicht haben.

Das Wesen der Erfindung ergibt sich aus den Merkmalen des Schutzanspruches 1 für eine Baueinheit zur Schaffung einer Manipulationserschwernis an Verbindungen und/oder Anordnungen mit Verbindungselementen für ein einteiliges, materialeinheitlich erzeugtes Bauteil, aus den Merkmalen des Anspruches 2 für eine Baueinheit, die aus einer Mehrzahl jeweils materialeinheitlich gefertigter Bauteile erzeugt ist und aus den Merkmalen des Anspruches 3 für eine Baueinheit, die aus wenigstens einem Hüllkörper und wenigstens einem Verschlussapparat zusammengesetzt ist. Unteransprüche beschreiben in ihren Merkmalen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung. Ausführungsbeispiele und Zeichnungen geben am Anmeldetag bevorzugte Formen wieder und beschränken den Schutzbereich der Erfindung nicht.

Verbindung im Sinne dieser Erfindung ist jede Verbindung, die unter Verwendung von wenigstens zwei Bauteilen zustande kommt und bei der die erfindungsgemäße Baueinheit die an der Verbindung beteiligten Bauteile überdecken kann. Hüllkörper im Sinne der Erfindung ist ein Bauteil oder eine Bauteilgesamtheit, das/die geeignet ist, die an einer Verbindung beteiligten Hauptteile soweit zu überdecken, dass ein Zugriff auf die Teile der Verbindung oder dort zusätzlich vorhandener Verbindungselemente nicht möglich ist.

Verschlusseinrichtung im Sinne der Erfindung ist eine Anordnung von Elementen, die aus je einer Positiv- und einer Negativform und umhüllenden Bauteilen besteht und mit geringem Kraftaufwand geschlossen, aber nicht wieder geöffnet werden kann.

Die Erfindung berücksichtigt, dass die erfindungsgemäßen Bauteile zur Schaffung einer Manipulationserschwernis an Rohrleitungssystemen in oder außerhalb von Bauwerken eingesetzt werden und dort nichtsubstanzielle Bauteile der Baugruppen, an denen sie verwendet werden, im Sinne der Definitionen der DIN EN 13501 sind. Zugleich handelt es sich um außen liegende nichtsubstanzielle Bauteile, die einer Zündflamme direkt ausgesetzt sein können und infolge ihrer Werkstoffeigenschaften nicht nur selbst brennen, sondern auch zur Ausbreitung eines Brandes beitragen können. Insoweit werden durch diese Bauteile ursprünglich vorhandene Sicherheitsstandards nicht mehr eingehalten und bestehende Bauteilklassifizierungen herabgestuft.

Nach der Erfindung wird eine Baueinheit zur Schaffung einer Manipulationserschwernis an Verbindungen und/oder Anordnungen mit Verbindungselementen so ausgeführt, dass sie in der Gesamtheit ihrer Bauteile und der verwendeten Werkstoffe wenigstens die Brandschutzklasse B1 gemäß DIN 4102, Teil 1, erreicht. Demnach soll die Baueinheit den Vorgaben dieses Standards entsprechend die Eigenschaft „schwer entflammbar" haben. Ferner soll die Baueinheit in weiterer Ausgestaltung der Erfindung Eigenschaften aufweisen, die gemäß DIN EN 13501 die Eigenschaften „kein brennendes Abtropfen" (Merkmal d1 bzw. d2), „kein andauerndes Brennen mit (eigener) Flamme", eine geringe Wärmefreisetzungsrate und eine nur geringe Rauchentwicklungsrate (Merkmal s1 oder s2) haben. Das Bauteil soll keinen potenziellen Beitrag zu einem sich entwickelnden Brand leisten. Ferner soll das Bauteil bei eventuell auftretenden Zersetzungsprozessen keine toxischen, ätzenden oder verbrennungsfördernden Abbauprodukte freisetzen.

Um die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe lösen zu können, genügt kein einfacher Austausch des bisher verwendeten thermoplastischen Werkstoffes durch einen anderen. Vielmehr wurde festgestellt, dass die Erfüllung der oben aufgeführten Zielstellungen nur durch einen Komplex von Maßnahmen zu erfüllen sind, wenn gleichzeitig die bei solchen Bauteilen zu berücksichtigenden allgemeinen Aufgaben der kostengünstigen Herstellung unter vorzugsweisem Einsatz von Kunststoff sowie der Spritzgusstechnologie erfüllt werden sollen. Dabei war zu berücksichtigen, dass thermoplastische Formmassen in ihrem Eigenschaftsbild durch Zusätze, z. B. Füllstoffe, durch chemische und/oder physikalische Veränderung und chemische und/oder physikalische Nachbehandlung in ihren Eigenschaften stark verändert werden können. Dies gilt insbesondere auch im Hinblick auf ein ursprüngliches Brennverhalten, die Entflammbarkeit und auch der für ein Abtropfen maßgeblichen Erweichungstemperatur.

Es wurde gefunden, dass der temperaturbeständige Werkstoff, sofern er nicht von vornherein unbrennbar ist, auch ein Kunststoff oder ein gefüllter Kunststoff sein kann, sofern er eine Zersetzungstemperatur T = 550° K, eine Zündtemperatur T = 550° K hat und dessen untere Gebrauchstemperatur bei T = 223° K liegt. Da es sich bei den Baueinheiten zur Schaffung einer Manipulationserschwernis um ruhende Bauteile handelt, ist die minimale Gebrauchstemperatur nur im Hinblick auf eventuelle innere Spannungen und versehentlich auftretende Schlagwirkungen, die zu Brüchen führen können, von Bedeutung.

Um den geltenden und künftigen Sicherheitsanforderungen gerecht werden zu können, müssen die Baueinheiten so ausgelegt werden, dass sie eine Brutto-Verbrennungswärme (Brennwert) PCS = 4,0 MJ/kg und/oder eine Rauchentwicklungsrate SMOGRA = 180 m2/s2 nicht überschreiten. Hinsichtlich der Klassifizierung des Brandverhaltens muss der Kunststoff bei einem Prüfverfahren mit horizontaler Probenanordnung der Klasse HB gemäß UL 94 der Underwriter Laboratories Inc. entsprechen. Um die Sicherheitsanforderungen in Gebäuden erfüllen zu können, muss ein Kunststoff verwendet werden, der nicht andauernd mit (eigener) Flamme brennt und/oder nicht brennend abtropft. Der Werkstoff darf ferner keinen potenziellen Beitrag zu einem sich entwickelnden Brand leisten und insbesondere keiner Brandausbreitung Vorschub leisten.

Überraschenderweise wurde gefunden, dass Polyolefine, wie Polypropylen, diese Anforderungen unter bestimmten Voraussetzungen erfüllen können. Erfindungsgemäß wird deshalb ein Polypropylen mit Glasfaserfüllung zur Erhöhung der Gestaltfestigkeit und einer zusätzlichen Beimengung eines Brenn-Retarders (Brennverzögerer) diesen Anforderungen gerecht. Der Anteil des Brenn-Retarders sollte bei wenigstens 3 % liegen.

Es wurde weiter gefunden, dass der Werkstoff SLOVALEN PH66 GF30 FRO04 mit Anteilen von 30 % Glasfaser und 4 % Brenn-Retarder ein geeigneter Werkstoff ist.

Alle vorgenannten Werkstoffe erlauben es, die Baueinheiten oder deren Teile kostengünstig in Spritzgussverfahren zu erzeugen.

Bei der Auswahl geeigneter Werkstoffe ist ferner zu beachten, dass diese im Fall eines unberechtigten Eingriffes nicht etwa durch Deformation beteiligter Elemente öffenbar sind. Vielmehr muss eine Zerstörung im Bereich beteiligter Verbindungselemente entstehen, die ein erneutes Schließen der Verbindung unmöglich macht. Die zu wählenden Formmassen müssen deshalb auch diesbezüglich nach ihrem Eigenschaftsbild ausgewählt werden.

Weiterhin ist bedeutsam, dass die verwendeten Formmassen eine Einfärbung entsprechend praxisüblichen Vorgaben mit Bezug auf das in den Versorgungsleitungen transportierte Medium möglich sein muss. Dabei ist vorzugsweise ein reiner, nicht durch Beimengungen der Formmassen verfälschter Farbton notwendig.

Erfindungsgemäß wird durch konstruktive Gestaltung der an den Baueinheiten vorhandenen Einzelteile dafür Sorge getragen, dass diese eine ausreichend große Stabilität gegenüber zeitweilig einwirkenden erhöhten Temperaturen haben. Insbesondere wird dies erreicht durch die Auslegung des Hüllkörpers der Baueinheiten in der Form eines U-Profiles, durch das sich die Form des Ringes von selbst stabilisiert. Die beiden Schenkel des U-Profiles können dabei entsprechend den Einbauverhältnissen am Verwendungsort eine maximale Länge haben.

Die notwendige Länge der Schenkel des U-Profiles wird insbesondere durch das Erfordernis, alle Verbindungselemente der zu schützenden Verbindung abzudecken, bestimmt.

Durch die Wahl der oben beschriebenen Werkstoffe wird erreicht, dass die Manipulationserschwernis der Baueinheit durch kurzzeitig einwirkende hohe Temperaturen nicht aufgehoben werden kann.

Es hat sich gezeigt, dass insbesondere die Zersetzungs- und die Schmelztemperatur des verwendeten Werkstoffes über 553 °K liegen müssen.

Eine erfindungsgemäße Baueinheit besteht aus einem Hüllkörper mit einem in etwa u-förmigen Querschnitt, der einseitig offen ist und aufgrund seiner Elastizität über eine Muffen- oder Flanschverbindung gezogen werden kann. Im Bereich der Öffnung ist eine Verschlusseinrichtung angeordnet, die mit formkompatiblen Elementen ein Schließen der Öffnung in der Weise ermöglicht, dass die formkompatiblen Elemente gegeneinander einrasten und zugleich verklemmen und ein nachträgliches Wiederöffnen nur noch unter Zerstörung der Baueinheit möglich ist.

Eine andere Ausführungsform eines einteiligen Hüllkörpers besitzt zusätzlich zu der oben beschriebenen Ausführungsform an einer Stelle des Umfangs eine Querschnittsverjüngung (Folienscharnier), durch die das Anlegen der Baueinheit an eine Muffen- oder Flanschverbindung erleichtert wird.

Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Baueinheit verwendet zwei weitgehend baugleiche Ringhälften, die an einem Ende Verschlusseinrichtungen mit jeweils positiven und am anderen Ende negativen Formen haben. Beide Ringhälften werden über eine Muffen- oder Flanschverbindung gelegt und die Baueinheit durch Zusammendrücken der Elemente des Verschlussapparats erzeugt.

Eine weitere Ausführungsform der Baueinheit verwendet zwei nicht brennbare Ringhälften zur Erzeugung des Hüllkörpers. An deren Enden sind jeweils nach außen gerichtete Laschen angeformt, die in ihrer Fläche je einen Durchbruch haben. Nach dem Anlegen der Hüllkörper werden in die Durchbrüche zu einander formkompatible Teile eingedrückt, die den Verschlussapparat bilden und wie oben beschrieben nach dem Zusammendrücken nur noch durch Zerstörung wieder getrennt werden können und auf diese Weise die Manipulationserschwernis der Baueinheit erzeugt.

Es ist für die Erfindung unerheblich, wie die zueinander formkompatiblen Elemente geformt sind. Es besteht allein das Erfordernis, ein leichtes und sicheres Schließen der Verschlusseinrichtung zu gewährleisten und zugleich sicherzustellen ist, dass ein nachträgliches Entriegeln der Verschlusseinrichtung unmöglich ist und nur unter Zerstörung der Verschlusseinrichtung bzw. der gesamten Baueinheit möglich ist.

Sofern die Teile des Hüllkörpers aus einem von vornherein feuerfesten Werkstoff gefertigt sind, wie beispielsweise aus metallischen Werkstoffen, besitzen diese an jeder zu öffnenden Seite zusätzliche Laschen, die mit einer Verschlusseinrichtung in Verbindung zu bringen sind. Dazu können in den Laschen Ausnehmungen vorgesehen sein. Ebenso können die Laschen an ihrem Umfang so ausgestaltet sein, dass sie in Verbindung mit den Verschlusseinrichtungen die zu schützende Verbindung sicher abdecken. Die Verschlusseinrichtung ist dabei wie oben beschrieben vorzugsweise in einem der geeigneten thermoplastischen Formmassen ausgeführt. Diese Ausführungsform der Erfindung hat den Vorteil, dass das Wärmepotenzial der Baueinheit gegenüber einer vollständig in thermoplastischen Werkstoff ausgeführten nochmals reduziert ist.

Die Erfindung hat also den Vorteil, dass sie durch den Einsatz gezielt ausgewählter, vor allem hochtemperaturbeständiger, thermoplastischer Werkstoffe die Möglichkeit eröffnet, Baueinheiten zur Schaffung einer Manipulationserschwernis an Verbindungen auch in Umgebungen einsetzen zu können, die zwingend einer Zertifizierung entsprechend DIN 4102 Teil 1 oder DIN EN 13501 entsprechen müssen.


Anspruch[de]
Baueinheit zur Schaffung einer Manipulationserschwernis an Verbindungen und/oder Anordnungen mit Verbindungselementen, wenigstens bestehend aus einem Hüllkörper und einer Verschlusseinrichtung,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Hüllkörper die Verbindung und/oder Anordnung mit Verbindungselementen überdeckt und einseitig offen oder öffenbar ist,

die mit dem Hüllkörper verbundene Verschlusseinrichtung im Bereich der offenen Enden des Hüllkörpers, angeordnet ist und gegenüberliegend zu einander formkompatible Elemente und eine Anordnung diese umschließender Elemente hat,

wobei der Hüllkörper durch Aufspreizen der Enden über die Verbindung und/oder die Anordnung von Verbindungselementen legbar ist und durch Schließen der freien Enden des Hüllkörpers bei gleichzeitigem Ineinandergreifen der dort angeordneten formkompatiblen Elemente der Verschlusseinrichtung und vollständigem Umschließen derselben durch die umschließenden Elemente geschlossen wird,

sodass nach dem Schließen des Bauteils ein erneutes Öffnen desselben nur durch Zerstörung möglich ist,

Hüllkörper und/oder formkompatible und/oder umschließende Elemente materialeinheitlich aus einem nicht brennbaren und/oder temperaturbeständigen und/oder temperaturbeständigen und schwer entflammbaren Werkstoff bestehen.
Baueinheit zur Schaffung einer Manipulationserschwernis an Verbindungen und/oder Anordnungen mit Verbindungselementen, wenigstens bestehend aus einem Hüllkörper und einer Verschlusseinrichtung,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Hüllkörper aus einem ersten Verschlussbauteil,

bestehend aus einem ersten Hüllkörper, der die Verbindung und/oder Anordnung mit Verbindungselementen teilweise überdeckt, einseitig offen ist und an einem Ende eine zu einer Verschlusseinrichtung gehörende, zu einer Positivform von Bauteilen kompatible Negativform, am anderen Ende eine zu einer Verschlusseinrichtung gehörende Positivform und beide Enden des Hüllkörpers die Verschlusseinrichtung umschließende Elemente haben,

und einem zweiten baugleichen Verschlussbauteil,

wobei der Hüllkörper durch Anlegen des ersten Verschlussbauteils an die Verbindung und Anlegen des zweiten Verschlussbauteils in einer Stellung um 180° gegenüber dem ersten Verschlussbauteil um die Anordnung von Verbindungselementen legbar ist und durch Schließen der freien Enden beider Verschlussbauteile bei gleichzeitigem Ineinandergreifen der dort angeordneten formkompatiblen Elemente der Verschlusseinrichtungen und vollständigem Umschließen derselben durch die umschließenden Elemente geschlossen wird,

sodass nach dem Schließen des Bauteils ein erneutes Öffnen desselben nur durch Zerstörung möglich ist,

erstes und zweites Verschlussbauteil und/oder die formkompatiblen und/oder die umschließenden Elemente der Verschlusseinrichtung materialeinheitlich aus einem nicht brennbaren und/oder temperaturbeständigen und/oder temperaturbeständigen und schwer entflammbaren Werkstoff bestehen.
Baueinheit zur Schaffung einer Manipulationserschwernis an Verbindungen und/oder Anordnungen mit Verbindungselementen, wenigstens bestehend aus einem Hüllkörper und einer Verschlusseinrichtung,

dadurch gekennzeichnet, dass

einem ersten Verschlussbauteil, bestehend aus einem ersten Hüllkörper, der die Verbindung und/oder Anordnung mit Verbindungselementen teilweise überdeckt, einseitig offen ist und an beiden Enden eine Lasche und in der Lasche eine Ausnehmung hat,

einem zweiten Verschlussbauteil, das zum ersten Verschlussbauteil baugleich ist,

einer Verschlusseinrichtung, bestehend aus:

einem ersten Verschlusselement, enthaltend eine Anordnung von Bauelementen mit Positiv- und/oder Negativformen

und einem zweiten Verschlusselement mit einer zum ersten Verschlusselement formkompatiblen Anordnung,

wobei erstes und zweites Verschlusselement jeweils mit einer Lasche eines Hüllkörpers in Verbindung gebracht werden

und nach dem Schließen der Gesamtanordnung ein erneutes Öffnen desselben nur durch Zerstörung möglich ist,

erster und/oder zweiter Hüllkörper und/oder erstes und/oder zweites Verschlusselement jeweils materialeinheitlich aus einem nicht brennbaren und/oder temperaturbeständigen und/oder temperaturbeständigen und schwer entflammbaren Werkstoff bestehen.
Baueinheit zur Schaffung einer Manipulationserschwernis nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass erstes und zweites Verschlusselement gegenüber erstem und zweitem Verschlussbauteil verdrehgesichert sind. Baueinheit zur Schaffung einer Manipulationserschwernis nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

der temperaturbeständige Werkstoff ein Kunststoff und/oder ein gefüllter Kunststoff ist, der

eine Zersetzungstemperatur T ≥ 550 °K

und/oder eine Zündtemperatur T ≥ 550 °K

und/oder eine Gebrauchstemperatur T ≤ 223 °K

und/oder eine Brutto-Verbrennungswärme (Brennwert) PCS ≤ 4,0 MJ/kg gemäß DIN EN 13 501

und/oder eine Rauchentwicklungsrate SMOGRA ≤ 180 m2/s2 gemäß DIN EN 13 501

und/oder ein Brandverhalten der Klasse HB gemäß UL 94 (Underwriter Laboratories Inc.) bei einem Prüfverfahren mit horizontaler Probenanordnung hat

und/oder nicht andauernd mit Flamme brennt

und/oder nicht brennend abtropft

und/oder keinen potenziellen Beitrag zu einem sich entwickelnden Brand leistet.
Baueinheit zur Schaffung einer Manipulationserschwernis nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

der temperaturbeständige Werkstoff

ein Polyolefin

und/oder ein glasfaserverstärktes Polyolefin

und/oder ein mit einem Brenn-Retarder (Brennverzögerer) gefülltes Polyolefin

und/oder ein Polypropylen ist.
Baueinheit zur Schaffung einer Manipulationserschwernis nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet, dass

der temperaturbeständige Werkstoff

Polypropylen mit einem Glasfaseranteil von in etwa 30 % und einem Brenn-Retarder-Anteil von wenigstens 3 % ist.






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