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Dokumentenidentifikation DE202007003701U1 31.05.2007
Titel Antriebsmechanik für Modellseilgreifer
Anmelder Leibelt, Arndt, 09456 Annaberg-Buchholz, DE
DE-Aktenzeichen 202007003701
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.05.2007
Registration date 26.04.2007
Application date from patent application 13.03.2007
IPC-Hauptklasse A63H 17/12(2006.01)A, F, I, 20070313, B, H, DE

Beschreibung[de]

Um im Modellbaubereich (z. B. Modelleisenbahn, Dioramen) realistische Be- und Entladevorgänge mittels eines sich öffnenden und schließenden Seilgreifers (Greiferschaufel oder Greifer mit Zinken) darstellen und simulieren zu können (z. B. Bekohlung eines Schlepptenders einer Modellbahndampflok, Modellstraßenbagger mit Seilgreifer) wurde eine Mechanik geschaffen, welche in 1 und 2 mit ihren Funktionselementen dargestellt ist (tragende Teile und Lagerstellen wurden teilweise zur besseren Verdeutlichung des Antriebprinzips der Mechanik weggelassen).

Durch 3 langsam sich drehende, auf einer Welle 1 sitzende, Exzenter (2 Hubexzenter 2a, 2b und 1 Drehexzenter 3) und darauf laufenden Exzenterhebel 4a, 4b, 5 werden die Bewegungen Heben und Senken, Öffnen und Schließen des Seilgreifers 10 sowie die Drehung des Auslegers 8 erreicht. In 1 ist die Mechanik mit geschlossenem Seilgreifer dargestellt, in 2 mit geöffnetem Seilgreifer, hier ist die Welle 1 180 Grad verdreht gegenüber 1. Die Mechanik ist unter dem Ausleger mit Seilgreifer verdeckt angebracht. Die Größe der Hubhöhen und der Drehwinkel werden durch die mechanische Form der Exzenter und der Hebelverhältnisse der Exzenterhebel festgelegt.

Die Drehbewegung des Auslegers wird durch ein mechanisches Verbindungsglied 12 (z. B. Stahlseil o. Gestänge) zwischen dem Exzenterhebel 5 des Drehexzenters 3 und der senkrechten Drehachse 7 des Auslegers 8 erreicht. Für die Rückdrehung des Auslegers ist ein an der Drehachse des Auslegers angelenktes elastisches Glied 13 (z. B. Zugfeder) verantwortlich. Die Achse 7 des Auslegers 8 ist als Hohlwelle ausgebildet, durch das die Seile 11 über Umlenkrollen 9 in der Hohlwelle und im Ausleger geführt werden. Damit bleiben die Seillängen auch bei einer Drehbewegung des Auslegers konstant.

Die Auf- und Abbewegung des geschlossenen Seilgreifers 10 ist durch 2 kongruente Hubexzenter (2a, 2b) gegeben. Zum Öffnen des Seilgreifers muss aber eine Differenz zwischen beiden Exzentern geschaffen werden, die über dem entsprechenden Hubbereich des Seilgreifers exakt gleich bleibt. Entweder wird in dem entsprechenden Drehbereich des Exzenters eine exakte Differenz eingearbeitet oder es senkt sich der Exzenterhebel 4b auf den anderen 4a ab, bis durch einen Bügel 6, befestigt an dem Exzenterhebel 4b, beide Exzenterhebel 4a und 4b mit der entsprechenden Hubdifferenz nur noch auf dem Exzenter 2a laufen (2). Am anderen Hubexzenter 2b muss entsprechend Material entfernt sein, um die Absenkung zu ermöglichen, jedoch muss hier keine genaue Differenz eingearbeitet werden. Durch eine entsprechende Gestaltung des Bügels 6 (z.B. mit Einstellschraube) ist sogar eine stufenlose Einstellung des Öffnungswinkels des Seilgreifers möglich. Zum leichten Justieren der Seillängen (waagerechtes Hängen und ordentliches Schließen des Seilgreifers) enden die Exzenterhebel 4a und 4b in biegsamen Drähten 14.

Ein vollkommener ruckfreier Lauf der Welle 1 (für einen an Seilen hängenden Greifer unabdingbare Voraussetzung) wird durch folgende Erfindungen erreicht:

  • – Bei einem Antrieb über ein Zahnradvorgelege wird das antreibende Zahnrad 15 (sitzt z.B. auf dem Wellenstumpf eines Getriebemotors) schwenkbar ausgeführt, so dass durch eine Kraft (z.B. Eigengewicht des Motors o. Federzug) die Zahnräder spielfrei ineinander gedrückt werden. Damit kann bei entsprechender Lage des Schwenkpunktes 16 des antreibenden Zahnrades und bei definierter Drehrichtung gleichzeitig eine Überlastsicherung realisiert werden, das schwenkbare Zahnrad hebt es bei blockierter Exzenterwelle aus (z.B. Sicherheit gegen Quetschung) und schnappt einen oder mehrere Zähne weiter).
  • – Durch die Vorspannung des Federelementes 13 zur Rückdrehung der Hohlwelle 7 mit Ausleger 8 wird in einem Drehbereich der Welle 1 (diese Situation gibt 2 wieder) über das Stahlseil 12, dem Exzenterhebel 5 und dem Drehexzenter 3 ein der Antriebsbewegung drehrichtungsgleiches Drehmoment auf die Welle 1 erzeugt, das zum Rucken der Welle 1 führen kann (möglich z.B. durch das Zahnradspiel innerhalb der Untersetzung eines Getriebemotors). Verhindert wird das durch die Anbringung eines Bremsklotzes 17 an entsprechender Stelle, der am Umfang oder seitlich am Drehexzenter 3 schleift (Bremswirkung ist somit drehwinkelabhängig).

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass durch die Summe der oben genannten Erfindungen ein vollkommener, ruckfreier realistischer Bewegungsablauf erzielt wird.


Anspruch[de]
Antriebsmechanik für Modellseilgreifer, dadurch gekennzeichnet, dass drei sich drehende Exzenter (2a, 2b, 3) über drei Exzenterhebel (4a, 4b, 5) und mechanische Verbindungselemente (12) die Hub- und Drehbewegungen erzeugen und die nötige Differenz in der Hubbewegung zum Öffnen und Schließen des Seilgreifers (10) durch eine entsprechend Gestaltung des einen Hubexzenters (2b) erreicht wird. Antriebsmechanik nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Exzenterhebel (4b) über den Bügel (6) auf den anderen Exzenterhebel (4a) auflegt. Antriebsmechanik nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb über ein Zahnradvorgelege erfolgt, bei dem das antreibende Zahnrad (15) um den Schwenkpunkt (16) schwenkbar ausgeführt ist. Antriebsmechanik nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine drehwinkelabhängige Bremse (17) an dem Drehexzenter (3) schleift. Antriebsmechanik nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beide Exzenterhebel der Hubbewegung (4a, 4b) in biegsamen Drähten (14) enden. Antriebsmechanik nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seile (11) des Seilgreifers (10) durch die senkrechte Hohlwelle (7) des Auslegers (8) laufen. Antriebsmechanik nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein funktionsfähiger Seilgreifer (10) an 3 Seilen (11) hängt und das mittlere Seil bei Zug den Seilgreifer öffnet.






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