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Dokumentenidentifikation DE60029154T2 31.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001039088
Titel Türaufbau- und Montagemechanismus zum Türöffnen bzw. -schliessen mit Bewegungen in rechten Winkeln
Anmelder Giovannetti, Antonio, Segrate, Milano/Mailand, IT
Erfinder Giovannetti, Antonio, 20090 Segrate (MI), IT
Vertreter TBK-Patent, 80336 München
DE-Aktenzeichen 60029154
Vertragsstaaten DE, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 25.01.2000
EP-Aktenzeichen 001014208
EP-Offenlegungsdatum 27.09.2000
EP date of grant 05.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2007
IPC-Hauptklasse E06B 3/50(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse E06B 3/46(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   E05D 15/10(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft das Gebiet von Möbeln.

So genannte koplanare Türeinheiten sind gut bekannt und weit verbreitet, um Öffnungen bei Möbeln zu schließen, oder um als Türen in verschiedenen Wohnumgebungen verwendet zu werden. In einer geschlossenen Position weisen koplanare Türen ihre Hauptflächen allgemein auf einer gleichen vertikalen Ebene liegend auf, und das Öffnen eines durch die Türen verschlossenen Durchtrittswegs wird durch das Zurückschieben von einer der Türen ausgeführt, die deswegen hinter eine zweite, stationär bleibende Tür gleitet, oder umgekehrt durch das Ziehen oder Herausziehen von einer der Türen und Gleiten von dieser über die andere Tür, die vorübergehend stationär verbleibt. Die Bewegung kann auf jede der koplanaren Türen angewendet werden. Aus ästhetischen und praktischen Gründen ist es erwünscht, dass jede Tür in ihrer geschlossenen Position in ihrer mittleren zurückgezogenen oder ausgefahrenen Position und in ihrer offenen Position parallel bleibt, wenn sie eine zweite Tür überlappt.

Ein koplanarer Türbewegungsmechanismus einer Art mit vierstängigem Gestänge ist bereits bekannt. Dieser Mechanismus hat einen Schlitten, der parallel zu der Türebene horizontal quer bewegbar ist, und zwei parallele Verbindungsstangen oder Gelenke, die auf dem Schlitten zusammengebaut sind und eine Tür stützen. Zum Öffnen der Tür schiebt der Benutzer sie von ihrer festen, geschlossenen Position zu ihrer zurückgezogenen (bzw. ausgefahrenen) Zwischenposition, und lässt sie dann hinter bzw. vor eine zweite stationär gehaltene Tür gleiten. Da der Schlitten während eines ersten Bewegungsschritts stillsteht, bewegt sich die erste Tür, während sie sich von ihrer beständig geschlossenen Position zu ihrer zurückgezogenen oder bzw. ausgefahrenen Position bewegt, entlang eines Kreisbogens um die Verbindungsstangendrehpunkte auf dem Schlitten. Eine solche Bogenbewegung ist nicht erwünscht, obwohl sie ein beschränktes Ausmaß aufweist, das hier bedeutet, dass ein relativ breiter Zwischenraum zwischen einer vertikalen Kante der Tür und einer festen ihr gegenüber ihr gerichteten Struktur notwendig ist, und da es bedeutet, dass eine Tür abgefast sein muss, um nicht mit einer angrenzenden Türe zusammenzustoßen.

FR-A-2 369 405 offenbart einen Bewegungsmechanismus zum Öffnen/Schließen eines gleitenden Fensters, das durch eine Gleitbewegung einer Stange betätigt wird, die wiederum durch eine Bewegungseinrichtung betätigt wird; ein Zapfen, der einstückig mit der Stange ausgebildet ist und durch eine Schraubeinrichtung oder eine elastische Einrichtung gegen einen Nocken gedrückt wird, der zu einer kleinen Platte gehört, die an dem Fensterrahmen drehgelenkig angebracht ist, gerät gegen eine Seite des Nockens in Anlage, so dass die kleine Platte sich um einen festen Bolzen dreht, um den Fensterrahmen parallel zu sich zu bewegen.

Ein Ziel der Erfindung ist es, eine Öffnung/Schließkoplanare-Türbewegung zu erreichen, die ein gerades Verschieben der Tür zwischen ihrer geschlossenen Position und ihrer mittleren zurückgezogenen oder ausgefahrenen Position und umgekehrt ermöglicht, d. h. in der jede vertikale Türkante im Wesentlichen in einer Ebene bewegt wird.

Ein zusätzliches Ziel ist es, solch ein Gerät zu realisieren, das die Tür in jeder Position parallel zu sich hält.

Ein zusätzliches Ziel der Erfindung ist es, ein Gerät von begrenzter Schwerfälligkeit zu realisieren, das durch Möbelabschnitte aus der Sicht versteckt sein kann, auf denen es zusammengebaut ist, und das leicht als einzelnes Teil zusammenzubauen ist.

Solche Ziele wurden mit einem Mechanismus wie in Anspruch 1 definiert und einer Baugruppe wie in Anspruch 9 definiert erreicht. Zusätzliche neue und nützliche Merkmale werden in den darauf folgenden Ansprüchen definiert.

Der Mechanismus der Erfindung hat ein Paar von Hebeln oder Verbindungsstangen, die als vierstängiges Gestänge angeordnet sind, wobei jede durch einen Drehpunkt auf einem Gleitschlitten zusammengebaut ist, und eine Kompensatoreinheit, um den Schlitten jedes Mal zum Gleiten zu bringen, wenn die Verbindungsstangen gedreht werden, um die auf diesen auf einer Schlittenschiene getragenen Tür um ein Ausmaß zurücktreten zu lassen oder ausfahren zu lassen, das gleich dem Ausmaß eines Bogens ist, der durch die Tür befahren wird, und gegenüber von dem Vorsprung liegt. Die Kompensatoreinheit ist allgemein von einer Nockenart. Noch genauer hat die Kompensatoreinheit zumindest einen Schieber, der durch eine Zunge bewegt wird, die sich von einer Verbindungsstange des Vierstangengelenks erstreckt, wobei jede Verbindungsstange einen Hebel erster Klasse ausbildet. Der Schieber ist in Längsrichtung entlang der Schlitten für eine Länge bewegbar und weist bei einem seiner Enden einen Bewegungssteuerungshebel auf, der eine Nockenrille in einem Mechanismus einer stationären Struktur mit einer Nockenrolle in Eingriff bringt. Eine Feder zwischen dem Schieber und dem Schlitten spannt den Mechanismus in seinen stabilen Zustand vor, wobei die Verbindungsstangen oder Gelenke in einem Zustand sind, in dem die Tür sich in einer geschlossenen Position befindet. Der Mechanismus kann in ein dünnes Gehäuse eingeschlossen sein, das in seinem Inneren ein Nockenteil und die Gleitschienen für die Schlitten ausbildet.

Jede Tür ist bevorzugt auf einem besagten Mechanismus bei seiner oberen Kante und einem anderen besagten Mechanismus bei ihrer unteren Kante zusammengebaut, wobei die Schlitteneinheit des Mechanismus bevorzugt eine längsweise Erstreckung von nicht mehr als der halben Türbreite einnimmt. Bevorzugt sind die oberen und unteren Mechanismen mit zumindest einer Stange zwischenverbunden, die steif an einer Verbindungsstange des oberen Mechanismus gesichert und einer entsprechenden Verbindungsstange des unteren Mechanismus gesichert ist, um ein konsistentes Verschieben von beiden Mechanismen und eine Türbewegung sicherzustellen, wobei die Tür jederzeit parallel zu vertikalen Ebenen liegt.

Das neue Gerät erreicht die voranstehend erwähnten Ziele und gestattet insbesondere jeder Tür eines Satzes koplanerer Türen sich parallel zu sich selbst entlang rechtwinkliger Achsen zu bewegen. Darüber hinaus ist es von einer kompakten Konstruktion. Es könnte insgesamt in einer Fabrik hergestellt werden, wobei nur ein einfacher Montagevorgang für den Zusammenbau einer Tür und dem Möbelstück oder der Struktur erforderlich ist, von der die Türe ein Teil bildet.

Ein beispielhaftes nicht einschränkendes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden mit Bezug auf die anhängenden Figuren beschrieben, in denen:

1 eine vordere Elevationsansicht einer koplanaren Tür eines Möbelstücks ist, die in einem reduzierten Maßstab gezeichnet ist;

2 eine weggeschnittene Draufsicht des Möbelstücks aus 1 ist, bei dem eine Abdeckplatte teilweise entfernt ist, und die mit Bezug auf 1 vergrößert gezeigt ist; die Türen davon mit einer durchgehenden Linie in ihrer koplanaren geschlossenen Position gezeichnet sind, eine Tür in gestrichelten Linien in ihrer mittleren zurückgezogenen Position gezeichnet ist, und bereit ist seitwärts bewegt zu werden, um zu öffnen;

3 eine vertikale Schnittansicht entlang 3-3 in 2 ist; in der die Türen in einer offenen Position gezeigt sind, in der eine der Türen hinter die andere bewegt ist;

4 eine Draufsicht des Mechanismus gemäß der Erfindung ist; der Mechanismus in einem seiner Ausführungsbeispiele gezeigt ist, der geeignet zum Zusammenbau einer linken Türe eines koplanaren Türpaars geeignet ist und in seiner stabilen, geschlossenen Position gezeigt ist; eine obere Platte des Mechanismusgehäuses entfernt wurde, um die darunter liegenden Teile zu zeigen;

5 eine Darstellung ist, die der 4 ähnlich ist, aber der Mechanismus in einer zurückgezogenen Türposition bereit zum Gleiten zum Öffnen gezeigt ist; und eine geschlossene Türposition durch die gestrichelten Linien gezeigt ist;

6 eine Explosions-Draufsicht des Mechanismus ist.

Mit Bezug auf 1 ist zuerst ein Paar koplanarer Türen gezeigt, die an einem Möbelstück oder an einer Garderobe angepasst sind. Das Möbelstück wird insgesamt mit 1 bezeichnet, und die Türen weisen die Bezugszeichen 2 und 4 auf. Die freigelegten Flächen der Türen 2 und 4 liegen auf einer gleichen vertikalen Ebene, wenn die Türen in einer Position sind, in der sie zusammenwirken, um eine vordere Öffnung des Möbelstücks oder der Garderobe zu schließen.

Obwohl die hier gegebene Erklärung als Beispiel Bezug auf Garderobentüren nimmt, ist die Verwendung von koplanaren Türpaaren zum Schließen von Öffnungen oder Durchgangswegen verschiedener Arten bekannt.

Die Garderobe 1 hat grundsätzlich seitliche, aufrechte Platten 5, 6, eine Grundplatte 7, eine abdeckende oder obere Platte 8. Die koplanaren Türen 2 und 4 werden zusammengebaut, um eine durch Platten 5, 6, 7 und 8 definierte vordere Öffnung zu schließen. Ein Bewegungsmechanismus oder Gerät für die Türen gemäß der Erfindung wird in den Figuren mit 10 bezeichnet. Wie aus 3 ersichtlich ist, ist ein Mechanismus 10 auf dem oberen und ein Mechanismus 10 bei dem Boden der Platte 8 bzw. Platte 7 zusammengebaut.

Das Gerät oder der Mechanismus 10 wird mit Bezug auf 4, 5 und 6 detailliert erläutert. Mit Bezug auf 4 ist zuerst eine Tür 2 gezeigt, die in ihrer geschlossenen Position unterbrochen ist. Die Tür hat einen Umfangsrahmen 21 und auf einem ausgesetzten Teil davon eine Platte 22. Jedoch ist die Erfindung ebenfalls auf feste Holztüren anwendbar. Der Mechanismus 10 hat eine feste kastenartige Struktur oder Gehäuse 12, dessen Schnittansicht C-förmig ist, wie aus 3 ersichtlich ist, und im Inneren eine erste und zweite Gleitschiene 14 und 17 ausbildet, die sich horizontal und parallel entlang der Breite der Öffnung erstreckt, die durch die Türen zu schließen ist. Die Schiene 14 ist durch Wände 15, 16 definiert, von denen die Wand 16 von reduzierter Höhe ist. Eine zweite Schiene 17 ist zwischen den Wänden 18 und 19 von reduzierter Höhe definiert. Die Schienen können in der inneren, unteren Oberfläche der kastenartigen Struktur 12 oder in deren oberer Oberfläche oder in beiden definiert sein.

Die kastenartige Struktur 12 weist weiter eine Kopplungseinrichtung 12' in einer beliebigen Form auf, um mit der Platte gekoppelt zu werden.

Der Mechanismus 10 hat eine Schlitteneinheit 20, die ein Paar Schlitten 22, 22a umfasst, die miteinander durch eine Stange 23 einstÜckig gemacht sind. Die Länge der Schlitteneinheit überschreitet bevorzugt nicht die halbe Türbreite. Da die zwei Schlitten 22, 22a bevorzugt identisch ausgeführt sind, wird nur eine Beschreibung von einem von diesen folgen, da solch eine Beschreibung ebenfalls auf den Anderen anwendbar ist (die Teile von diesem werden durch Bezugszeichen entsprechend denen der entsprechenden Teile des ersten Schlittens mit dem Buchstaben a bezeichnet und werden nicht beschrieben).

Der Schlitten 22 weist ein Paar Bewegungsführungsräder 24, 24 vertikaler Achse und Bewegungsführungsräder 25, 25 horizontaler Achse auf einer Seite und 26 auf der anderen Seite auf. Das Rad 26 ist bevorzugt zwischen zwei Rädern 24 angeordnet. Diese Anordnung dient zum Bewegen des Schlittens 22 entlang der Längsrichtung (der Richtung der Öffnungsbreite), wobei Räder 24, 26 mit der Schiene 14 in Eingriff sind, Räder 25 mit der Schiene 17 in Eingriff sind. Der Schlitten weist einen Sitz 28 auf, der eine Achse 29 definiert, auf der eine Verbindungsstange oder ein Hebelelement 30 drehbar mit einer Öse oder einem Lager 31 von diesem zusammengebaut ist. Der Hebel 30 und der Hebel 30a werden mit ihren anderen entsprechenden distalen Drehpunkten 32, 32a von Armen 33, 33a auf dem Türrahmen 21 gedreht. Jeder Schlitten kann mit einer Abdeckplatte 34, 34a vervollständigt werden, die an der Abdeckung des entsprechenden Schlittensitzes 28, 28a zusammengebaut ist.

Von dem Hebel 30 bzw. 30a erstreckt sich in einer gegenüberliegenden Position zu dem Arm 33 bzw. 33a mit Bezug auf den Hebel 31 (31a) eine Zunge 36, 36a, die später behandelt wird.

Eine mit 40 bezeichnete Kompensatoreinheit hat als Ganzes ein Paar von Schiebern 42 bzw. 42a. Die Schieber 42, 42a sind bevorzugt identisch und aus einem ausgeschnittenen Metallblatt hergestellt, und sind symmetrisch mit Bezug auf eine vertikale Ebene (6) angeordnet. Nur der Schieber 42 wird beschrieben, und dessen Beschreibung ist ebenfalls auf den Schieber 42a anwendbar, dessen Elemente dem Schieber 42 entsprechende Bezugszeichen haben, allerdings mit dem Buchstaben a. Der Schieber 42 (42a) ist stangenförmig und weist zwei Endanschlüsse 45 (45a) und 46 (46a) auf. Der Anschluss 45 (bzw. 45a) weist einen länglichen Schlitz 47 bzw. 47a auf, der Anschluss 46 bzw. 46a weist ein Durchgangsloch 48 bzw. 48a auf. Ein linkes Ende (in den Figuren) des Schiebers 42 (42a) weist einen Längsschlitz 50 (50a) auf. In dessen mittlerer Position weist der Schieber ein Durchgangsloch 51 (51a) und einen zusätzlichen Längsschlitz 52 (52a) und weitere Durchgangslöcher 53 (53a) auf. Die zwei Schieber 42 (42a) sind miteinander durch eine Stange 55 einstückig gemacht, die an den Löchern 53, 53a befestigt ist.

Der Schieber 42 wird auf den Schlitten 22 mit der Möglichkeit angewendet, dass er entlang von diesem mittels der Schlitze 50, 52, die mit Haltestiften 27, 27' im Eingriff sind, in Längsrichtung gleitet. „In Längsrichtung" bedeutet die längsweise Richtung der Schienen 14, 17, die der Richtung der Türbreite entspricht. Der Schieber 22 ist mit der Zunge 36 der Verbindungsstange oder dem Hebel 30 bei dem Loch 51 gebunden, und der Schieber 42a ist mit der Zunge 36a der Verbindungsstange/-hebel 30a gebunden. Die Zungen 36, 36a bewirken, dass die Kompensatoreinheit sich nach rechts bewegt, wie aus den Figuren ersichtlich ist, um die Hebel 30, 30a im Uhrzeigersinn zu drehen.

Eine Feder 60 zwischen einer Zunge 21 des Schlittens 22 und einer Zunge 46 des Schiebers zwingt die Schiebereinheit 20 und die Kompensatoreinheit 40 zu einem zurückgezogenen Zustand.

Die Kompensatoreinheit 40 hat außerdem einen Steuer-/Bewegungshebel 70, der eine dreieckige Platte 71 mit einer leer laufenden Rolle 72 hat. Die Platte 71 ist drehbar mit einem Stift 27' des Schlittens 22 in Eingriff und weist ihren Stift 73 in einem Schlitz 47 des Schiebers 42 aufgenommen auf. Die Achsen der Rolle 72, der Stift 27' und der Stift 73 sind an den Eckpunkten eines Dreiecks angeordnet.

Wenn der Mechanismus zusammengebaut ist, gerät die Rolle 72 mit einer Nockenrille oder Nut 74 der Struktur 12 für eine gleitende Bewegung in Eingriff. Die Nockenrille 74 ist in Verbindung mit der Schiene 14 und weist ihre Achse zum Zurückziehen der Tür von der Schiene 14 zu der Vorderseite und der Seite des Mechanismus hin geneigt auf. Falls es erwünscht ist, die Tür 2 für eine Ausfahröffnungsbewegung zusammengebaut aufzuweisen, so dass sie aufgleiten kann, bevor sie mit der Tür 4 gefügt wird, wird die Neigung der Nockenrille 74 mit Bezug auf die in den Zeichnungen gezeigte Position 90° sein, d. h. von der Schiene 14 in einer seitlichen Richtung und zu dem rückwärtigen Abschnitt der Garderobe hin ausgefahren. Die Form der Nockenrille 74 ist konstruiert, genau versetzt zu sein, falls dies möglich ist, der Vorsprung der Bewegung des Drehpunkts 32 des Hebels 30 in der Türebene bei der Drehung der Hebel 30, 30a, und falls möglich, während jeder Zeit der Bewegung.

Es ist festzustellen: Unter der Annahme, dass l33 der Abstand zwischen den Achsen a31, a32 von den Drehpunkten 31 und 32 des Verbindungsstangenhebels 30 ist, und eine gerade Linie, die bei den Achsen in der Ebene der 4 und 5 fügt, mit einer vertikalen Ebene durch die Achse 31 in dem Zustand offener Tür einen Winkel &agr; und in dem Zustand der zurückgezogenen Tür einen Winkel &bgr; ausbildet; sollten die Schlitten stationär gehalten werden, würde die Tür 2, die von ihrem koplanaren Zustand in ihren zurückgezogenen Zustand tritt, einer Verschiebung nach links unterzogen werden von: l33 cos &bgr; – l33 cos &agr;, und in jedem Zwischenmoment wäre eine Verschiebung gleich wie l33 cos &ggr; – l33 cos &agr; mit &bgr; < &ggr; < &agr;. Das Zusammenarbeiten des Nockensystems der Rolle 72 und der Aussparung 74 dient, um zu jeder Zeit eine Bewegung nach rechts oder Bewegung x = l33 cos &ggr; – l33 cos &agr; mit einem zwischen &agr; und &bgr; variierenden &ggr; sicherzustellen.

Die Betätigung des Mechanismus wird nun genauer beschrieben. Die Tür 2 ist mit ihrem Rahmen 21 auf Drehpunkten 32, 32a eines oberen Mechanismus 10 und auf ähnlichen Drehpunkten eines ähnlichen unteren Mechanismus zusammengebaut. Eine feste Stange (nicht gezeigt) verbindet entsprechende Drehpunkte, z. B. 32 der zwei Mechanismen. Die Stange ist fest an den entsprechenden Verbindungsstangen 30, 30a nahe der Hebelpunkte 32 so gesichert, dass die Verbindungsstangen in einem gleichen Winkel drehen. Eine steife Verbindung von Stange und Verbindungsstange liegt innerhalb des Wissens eines Fachmanns und wird deshalb nicht weiter erklärt. Die Feder 60 hält in ihrem aus 4 ersichtlichen Ruhezustand die Kompensatoreinheit in einem zurückgezogenen Zustand auf der Schlitteneinheit; der Hebel 30 und der Hebel 30a des vierstängigen Gestänges sind in einem ausgefahrenen Zustand, in dem die Tür 2 sich koplanar an die angrenzende Tür 4 in ihrer geschlossenen Position befindet; die Rolle 72 befindet sich bei einem Ende der Aussparung 74. Um die Tür 2 zu öffnen, schiebt sie der Benutzer, und verursacht, dass sie parallel zu sich selbst nach rückwärts gleitet bis der aus 5 ersichtliche Zustand erreicht ist, und somit verursacht, dass die Hebel 30, 30a sich um ihre entsprechenden Drehpunkte drehen, und somit die Zungen 36, 36a die Kompensatoreinheit gegen die Kraft der Feder 60 zwingen, nach rechts zu gleiten, wie aus den Figuren ersichtlich ist. Das Gleiten der Kompensatoreinheit nach rechts zieht die dreieckige Platte 71 des Bewegungssteuerungshebels 70, und zwingt die gleiche sich um den Drehpunkt 27' zu drehen. Das Rad 72 bewegt sich entlang der Nockenrille 74 und folgt einem Weg, der durch die Aussparungswände definiert ist, und zwingt die Schiebereinheiten, die daran gebunden sind, sich nach rechts zu verschieben. Die Verschiebung wird durch die Zungen 36, 36a zu der Schlitteneinheit 20 übertragen. In dem aus 5 ersichtlichen zurückgezogenen Zustand kann die Tür 2 hinter die Tür 4 gleiten. Der zurückgezogene Zustand der Tür 2 wird für seine gesamte Bewegungslänge mittels Rollen 72 gehalten, die mit der Schiene 14 in Eingriff sind.

Für die Schließbewegung wird die Tür 2 dazu gebracht, nach links zu gleiten, bis die Rolle 72 die Aussparung oder Nut 74 betritt, was unter der Kraft der Feder 60 wieder eine Drehung der Hebel 30 um die entsprechenden Drehpunkte gestattet, in diesem Fall gegen den Uhrzeigersinn.

Es wird bemerkt, dass das Gerät einfach für Türen von verschiedener Breite angepasst werden kann, indem einfach Stangen 23 und 55 geeigneter Größe gewählt werden.

Obwohl das Gerät mit besonderem Bezug auf eine linke Tür von sich zurückziehenden koplanaren Türen beschrieben wurde, kann es leicht mit den gleichen, auf identische Weise angeordneten Teilen für eine rechte Tür angepasst werden. Nebenbei kann das Gerät mit geeigneten Modifikationen der Nut 74 zu einer ausfahrenden Öffnung von koplanaren Türen angepasst werden.


Anspruch[de]
Bewegungsmechanismus (10) für koplanare Schiebetüren (2, 4), der Mechanismus umfassend: eine Struktur (12), Verbindungsstangen (33, 33a), die als vierstängige Gestänge angeordnet sind, wobei jede Verbindungsstange (33, 33a) eine distale Drehachse (32, 32a) zur Montage an einer Schiebetür (2, 4) der Türen (2, 4) und einen anderen Verbindungsstangenhebelpunkt (29, 29a) aufweist, der drehbar mit einem Schlitten (22, 22a) verbunden ist, wobei der Schlitten (22, 22a) auf Schienen (14, 17) der Struktur (12) beweglich und zum Schieben der Tür (2, 4) hinter oder vor die andere Tür (4, 2) fähig ist,

dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Schlitten (22, 22a) ferner eine Kompensatoreinheit (40) beinhaltet, die eine Kompensationslaufbahn des Schlittens (22, 22a) die Schienen (14, 17) entlang vorsieht, wobei die Laufbahn gleich und gegenüber der Projektion auf eine Ebene, die parallel zu der Tür (2, 4) liegt, eines Bogens ist, der durch die distale Drehachse (32, 32a) der Verbindungsstangen (33, 33a) auf das Ausfahren oder Einfahren der Tür (2, 4) hin vervollständigt ist; ferner dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensatoreinheit (40) folgendes beinhaltet:

– eine Zungenverlängerung (36, 36a) an zumindest einer der Verbindungsstangen (30, 30a), wobei die Verlängerung gegenüber der distalen Achse (32, 32a) bezüglich eines Verbindungsstangenhebelpunkts (29, 29a) liegt;

– zumindest einen Schieber (42, 42a), der den Schlitten (22, 22a) entlang beweglich und drehbar mit den Zungenverlängerungen (36, 36a) in Eingriff gebracht ist, wobei der Schieber (42, 42a) durch eine Feder in einem eingefahrenen Zustand bezüglich des Schlittens (22, 22a) vorgespannt ist;

– Nockenmittel (70), die zur Bewegung mit dem Schlitten (22, 22a) und mit dem Schieber (42, 42a) in Eingriff gebracht sind und mit einer Nockenrille (74) in der Struktur (12) des Mechanismus zusammenwirken.
Bewegungsmechanismus (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nockenmittel (70) eine Platte (71) beinhalten, die drehbar an einen Schlitten (22, 22a) montiert ist und eine Mitläuferwalze (72) trägt, die die Nockenrille (74) in der Struktur (12) des Mechanismus (10) in Eingriff nimmt, wobei die Platte (71) drehend um einen Drehpunkt (27') des Schlittens (22, 22a) durch Ineingriffnahme mit dem Schieber (42, 42a) bewegt ist. Bewegungsmechanismus (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schlitten (22, 22a) Vertikalachsenräder (24) und Horizontalachsenräder (25) zur Ineingriffnahme der Schienen (14, 17) beinhaltet. Bewegungsmechanismus (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schieber (42, 42a) mithilfe von Längsschlitzen (74) des Schiebers (42, 42a), die auf Schlittenstiften (73) in Eingriff genommen sind, auf dem Schlitten (22, 22a) in Eingriff genommen ist. Bewegungsmechanismus (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nockenrille (74) in der Struktur (12) mit einer Gleitschiene (14) in Verbindung steht und parallele Führungswände aufweist, die zum Einfahren einer Tür (2, 4) seitwärts und zur Tür (2, 4) hin geneigt sind. Bewegungsmechanismus (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nockenrille (74) mit einer Gleitschiene (14) in Verbindung steht und zum Ausfahren einer Tür (2, 4) schräg davon seitwärts von der Tür (2, 4) weg verläuft. Bewegungsmechanismus (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er unter Ausnahme der Hebel (30, 30a), die die Tür (2, 4) stützen, in der Struktur (12) enthalten ist. Bewegungsmechanismus (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausmaß der Schlittenlaufbahn, das durch das Einfahren und Ausfahren der Tür bewirkt ist, im Grunde gleich der Projektion auf eine Türebene eines Bogens ist, der durch eine distale Drehachse (32, 32a) der Schlitten zurückgelegt ist. Bewegungszusammenbau zum Verschieben koplanarer Türen (2, 4), dadurch gekennzeichnet, dass er für zumindest eine Tür (2, 4) ein Paar Bewegungsmechanismen (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und eine Verbindungsstange (55) für den Bewegungszusammenbau beinhaltet, die starr an entsprechenden Verbindungsstangen (33, 33a) des einen und des anderen Bewegungsmechanismus (10) befestigt sind. Zusammenbau nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange (55) starr an distalen Drehachsen (32, 32a) von entsprechenden Verbindungsstangen (33, 33a) befestigt ist.






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