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Dokumentenidentifikation DE60032265T2 31.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001626156
Titel RÜCKGEWINNUNG VON PRODUKTIONSFLÜSSIGKEITEN AUS ERDÖL- BZW. ERDGASBOHRLÖCHERN
Anmelder Des Enhanced Recovery Ltd., Aberdeen, GB
Erfinder Donald, Ian, Aberdeenshire AB51 7TS, GB;
Steele, James, Kingswells Aberdeen AB 15 8TL, GB
Vertreter Murgitroyd & Company, 48149 Münster
DE-Aktenzeichen 60032265
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 15.05.2000
EP-Aktenzeichen 050214170
EP-Offenlegungsdatum 15.02.2006
EP date of grant 06.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2007
IPC-Hauptklasse E21B 33/076(2006.01)A, F, I, 20060213, B, H, EP
IPC-Nebenklasse E21B 34/04(2006.01)A, L, I, 20060213, B, H, EP   E21B 33/035(2006.01)A, L, I, 20060213, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Wiedergewinnung von Förderfluiden aus einem Öl- oder Gasbohrloch mit einem E-Kreuz.

E-Kreuze sind im Fach der Öl- und Gasbohrlöcher wohl bekannt (siehe zum Beispiel GB 2319795) und beinhalten im Allgemeinen eine Anordnung von Rohren, Ventilen und Zubehörteilen, die nach der Vervollständigung des Bohrens und der Installation des Steigrohrstrangs in einem Bohrlochkopf installiert werden, um den Durchfluss von Öl und Gas von dem Bohrloch zu steuern. Unterwasser-E-Kreuze weisen typischerweise mindestens zwei Bohrungen auf, von denen eine mit dem Steigrohrstrang (der Förderbohrung) kommuniziert, und die andere mit dem Ringraum (der Ringraumbohrung) kommuniziert. Die Ringraumbohrung und die Förderbohrung liegen typischerweise Seite an Seite, aber verschiedene unterschiedliche Entwürfe von E-Kreuzen weisen unterschiedliche Konfigurationen auf (d.h. konzentrische Bohrungen, Seite-an-Seite-Bohrungen und mehr als zwei Bohrungen etc.).

Typische E-Kreuz-Entwürfe weisen einen seitlichen Auslass zur Förderbohrung hin auf, der durch einen Förderseitenschieber zum Entfernen der Förderfluide aus der Förderbohrung geschlossen ist. Die Oberseite der Förderbohrung und die Oberseite der Ringraumbohrung sind üblicherweise mit einer E-Kreuz-Kappe bedeckt, die typischerweise die verschiedenen Bohrungen in dem E-Kreuz abdichtet, und stellt hydraulische Kanäle für den Betrieb der verschiedenen Ventile in dem E-Kreuz durch eine Eingriffsausrüstung oder entfernt durch eine Offshore-Plattform bereit.

In Bohrlöchern unter niedrigem Druck ist es im Allgemeinen wünschenswert, den Druck der Förderfluide, die durch die Förderbohrung fließen, aufzubauen, und dies wird typischerweise getan, indem eine Pumpe oder eine ähnliche Vorrichtung nach dem Förderseitenschieber in einer Pipeline oder einer ähnlichen Leitung von dem seitlichen Auslass des E-Kreuzes installiert wird. Das Installieren einer solchen Pumpe in einem aktiven Bohrloch, bei dem die Förderung für einige Zeit eingestellt werden muss, bis die Pipeline geschnitten, die Pumpe installiert und die Pipeline erneut abgedichtet und auf Integrität getestet ist, ist jedoch schwierig.

Eine weitere Alternative besteht darin, die Förderfluide durch das Installieren einer Pumpe von einer Bohranlage unter Druck aufzubauen, dies erfordert aber einen Eingriff in das Bohrloch von der Bohranlage, was teurer sein kann als das Zerbrechen der Rohrleitungen Unterwasser oder auf dem Meeresboden.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Wiedergewinnen von Förderfluiden aus einem Bohrloch mit einem Eruptionskreuz bereitgestellt, wobei das Eruptionskreuz einen ersten Durchflussweg mit einem Auslass und einen zweiten Durchflussweg aufweist, wobei das Verfahren das Umleiten von Fluiden aus einem ersten Abschnitt des ersten Durchflusswegs in den zweiten Durchflussweg und das Umleiten der Fluide aus dem zweiten Durchflussweg zurück in einen zweiten Abschnitt des ersten Durchflusswegs und danach das Wiedergewinnen von Fluiden von dem Auslass des ersten Durchflusswegs beinhaltet.

Der erste Durchflussweg ist vorzugsweise eine Förderbohrung, und der erste Abschnitt davon ist typischerweise ein unterer Teil in der Nähe des Bohrlochkopfs. Der zweite Abschnitt des ersten Durchflusswegs ist typischerweise ein oberer Abschnitt der Bohrung anliegend an einen Abzweigungsauslass, obwohl der zweite Abschnitt in der Abzweigung oder dem Auslass des ersten Durchflusswegs sein kann.

Die Ableitung von Fluiden von dem ersten Durchflussweg ermöglicht die Behandlung der Fluide (z.B. mit Chemikalien) oder das Aufbauen unter Druck zur wirksameren Wiedergewinnung vor dem Wiedereintritt in den ersten Durchflussweg.

Der zweite Durchflussweg ist optional eine Ringraumbohrung oder eine Leitung, die in den ersten Durchflussweg eingefügt wird. Andere Arten von Bohrung können optional für den zweiten Durchflussweg anstelle einer Ringraumbohrung verwendet werden.

Die Ableitung des Durchflusses von dem ersten Durchflussweg zu dem zweiten Durchflussweg wird typischerweise durch eine Kappe auf dem Eruptionskreuz erreicht. Die Kappe enthält optional eine Pumpe oder eine Behandlungsvorrichtung, aber diese kann vorzugsweise getrennt oder in einem anderen Teil der Vorrichtung bereitgestellt werden, und in den meisten Ausführungsformen wird der Durchfluss über die Kappe zu der Pumpe etc. umgeleitet und zu der Kappe durch das Steigrohr zurückgeleitet. Eine Verbindung, typischerweise in der Form einer Leitung wird typischerweise bereitgestellt, um Fluide zwischen dem ersten und dem zweiten Durchflussweg zu transferieren.

Die Erfindung stellt ebenfalls eine Durchflussdiverteranordnung für ein Eruptionskreuz bereit, wobei die Durchflussdiverteranordnung Durchflussdivertermittel zum Umleiten von Fluiden von einem ersten Abschnitt des ersten Durchflusswegs zu einem zweiten Durchflussweg und Mittel zum Umleiten von Fluiden von dem zweiten Durchflussweg zurück zu einem zweiten Abschnitt des ersten Durchflusswegs zur Wiedergewinnung davon über den Auslass des ersten Durchflusswegs beinhaltet.

Die Diverteranordnung kann typischerweise aus Qualitätsstahl oder anderen Metallen unter Verwendung von z.B. elastischen oder aufpumpbaren Abdichtungsmitteln, wie erforderlich, gebildet werden.

Die Anordnung kann Auslässe für den ersten und zweiten Durchflussweg zur Ableitung der Fluide zu einer Pumpe oder einer Behandlungsanordnung umfassen.

Die Anordnung beinhaltet vorzugsweise eine Leitung, die in den ersten Durchflussweg eingefügt werden kann, wobei die Anordnung Abdichtungsmittel aufweist, die die Leitung gegen die Wand der Förderbohrung abdichten können. Die Leitung kann einen Durchflussdiverter durch ihre Mittelbohrung aufweisen, die typischerweise zu einer E-Kreuz-Kappe und der vorher erwähnten Pumpe führt. Die zwischen der Leitung und dem ersten Durchflussweg erwirkte Abdichtung verhindert, dass Fluid von dem ersten Durchflussweg in den Ringraum zwischen der Leitung und der Förderbohrung eintritt, außer wie hiernach beschrieben. Nach dem Laufen durch eine typische Druckerhöhungspumpe, Verdichtungs- oder Vorrichtung zur chemischen Skalierbehandlung wird das Fluid in den zweiten Durchflussweg umgeleitet und von dort zu einem Übergang zurück zu dem ersten Durchflussweg und dem ersten Durchflusswegauslass.

Die Anordnung und das Verfahren sind typischerweise für Unterwasserförderbohrlöcher im normalen Modus oder während des Bohrlochtestens geeignet, können aber ebenfalls bei Unterwasser-Injektionsbohrungen, landbasierten Ölförderinjektionsbohrungen und Geothermik-Bohrungen verwendet werden.

Die Pumpe kann durch Wasser unter hohem Druck angetrieben werden, oder durch Elektrizität, die direkt von einer fixierten oder schwimmenden Offshore-Plattform geliefert werden kann, oder von einer angebundenen Bojenanordnung oder durch Gas unter hohem Druck aus einer lokalen Quelle.

Die Kappe dichtet vorzugsweise innerhalb der E-Kreuz-Bohrungen über dem oberen Hauptschieber ab. Die Abdichtungen zwischen der Kappe und den Bohrungen des Eruptionskreuzes sind optional O-Ringe, aufpumpbare oder vorzugsweise metallische Abdichtungen. Die Kappe kann sehr kostengünstig ohne Störung der vorhandenen Rohrleitungen und minimaler Belastung der bereits vorhandenen Steuersysteme nachgerüstet werden.

Der typische Entwurf der Durchflussdiverter innerhalb der Kappe kann je nach Entwurf des Eruptionskreuzes, der Anzahl, der Größe und der Konfiguration der Diverterkanäle, die mit der Förder- und der Ringraumbohrung und gegebenenfalls mit anderen zusammenpassen, variieren. Dies stellt einen Weg bereit, die Pumpe nach Bedarf von der Förderbohrung zu isolieren, und stellt ebenfalls eine Umgehungsrohrschleife bereit.

Die Kappe ist typischerweise fähig, existierende Eruptionskreuz-Kappen nachzurüsten, und zahlreiche umfassen gleichwertige hydraulische Fluidleitungen zur Steuerung von Eruptionskreuz-Ventilen, die mit Leitungen oder anderen Steuerelementen des Eruptionskreuzes, an das die Kappe gepasst ist, zusammenpassen oder zusammenwirken.

In den am meisten bevorzugten Ausführungsformen weist die Kappe Auslässe für Förder- und Ringraum-Durchflusswege zur Ableitung von Fluiden weg von der Kappe auf.

Ausführungsformen der Erfindung werden nun beispielhaft und unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, in denen:

1 eine Seitenansicht im Schnitt eines typischen Fördereruptionskreuzes ist;

2 eine Seitenansicht des Eruptionskreuzes aus 1 mit einer Diverterkappe an der Stelle ist;

3a eine Ansicht des Eruptionskreuzes aus 1 mit einer zweiten Ausführungsform einer Kappe an der Stelle ist;

3b eine Ansicht des Eruptionskreuzes aus 1 mit einer dritten Ausführungsform einer Kappe an der Stelle ist;

4a eine Ansicht des Eruptionskreuzes aus 1 mit einer vierten Ausführungsform einer Kappe an der Stelle ist; und

4b eine Seitenansicht des Eruptionskreuzes aus 1 mit einer fünften Ausführungsform einer Kappe an der Stelle ist.

Nun beinhaltet unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ein typisches Fördereruptionskreuz auf einem Offshore-Öl- oder Gasbohrlochkopf eine Förderbohrung 1, die von einem Steigrohrstrang (nicht gezeigt) führt und Förderfluide von einem perforierten Bereich der Förderverrohrung in einem Träger (nicht gezeigt) trägt. Eine Ringraumbohrung 2 führt zu dem Ringraum zwischen der Verrohrung und dem Steigrohrstrang und einer E-Kreuz-Kappe 4, die die Förder- und Ringraumbohrung 1 bzw. 2 abdichtet und zahlreiche hydraulische Steuerkanäle 3 bereitstellt, durch die eine entfernte Plattform oder ein Eingriffsbehälter mit den Ventilen in dem E-Kreuz kommunizieren und diese betreiben kann. Die Kappe 4 ist von dem E-Kreuz entfernbar, um die Förder- und Ringraumbohrungen für den Fall freizulegen, dass Eingreifen erforderlich ist und Werkzeuge in die Förder- oder Ringraumbohrung 1 bzw. 2 eingefügt werden müssen.

Der Durchfluss von Fluiden durch die Förder- und Ringraumbohrungen wird durch verschiedene Ventile gelenkt, die in dem typischen Eruptionskreuz aus 1 gezeigt sind. Die Förderbohrung 1 weist eine Abzweigung 10 auf, die durch einen Förderseitenschieber (PWV) 12 geschlossen wird. Ein Förderswabschieber (PSV) 15 schließt die Förderbohrung 1 über der Abzweigung 10 und dem PWV 12. Zwei untere Ventile UPMV 17 und LPMV 18 (welches optional ist) schließen die Förderbohrung 1 unter der Abzweigung 10 und PWV 12. Zwischen UPMV 17 und PSV 15 ist eine Übergangsöffnung (XOV) 20 in der Förderbohrung 1 bereitgestellt, die mit der Übergangsöffnung (XOV) 21 in der Ringraumbohrung 2 verbunden werden kann.

Die Ringraumbohrung wird durch einen Ringraumhauptschieber (AMV) 25 unterhalb eines Ringraumauslasses 28, der durch einen Ringraumseitenschieber (AWV) 29, der sich selbst unterhalb der Übergangsöffnung 21 befindet, gesteuert wird, geschlossen. Die Übergangsöffnung 21 wird durch das Übergangsventil 30 geschlossen. Ein Ringraumswabschieber 32, der sich über der Übergangsöffnung 21 befindet, schließt das obere Ende der Ringraumbohrung 2.

Alle Ventile in dem Eruptionskreuz werden typischerweise hydraulisch gesteuert (mit Ausnahme von LPMV 18, das mechanisch gesteuert werden kann) durch hydraulische Steuerkanäle 3, die durch die Kappe 4 und den Körper des Werkzeugs oder nach Bedarf über Schläuche laufen, als Reaktion auf Signale, die von der Oberfläche oder von einem Eingriffsbehälter erzeugt werden.

Wenn Förderfluide aus der Förderbohrung 1 wiedergewonnen werden sollen, werden LPMV 18 und UPMV 17 geöffnet, PSV 15 geschlossen und PMV 12 geöffnet, um die Abzweigung 10 zu öffnen, die zu der Pipeline (nicht gezeigt) führt. PSV 15 und ASV 32 werden nur geöffnet, wenn ein Eingriff erforderlich ist.

Nun wird Bezug auf 2 genommen, in der eine Bohrlochkopfkappe 40 eine hohle Leitung 42 mit metallischen, aufpumpbaren oder elastischen Abdichtungen 43 an ihrem unteren Ende aufweist, die die Außenseite der Leitung 42 gegen die inneren Wände der Förderbohrung 1 abdichten können, wobei die Förderfluide, die die Förderbohrung 1 in Richtung von Pfeil 101 in die hohle Bohrung der Leitung 42 und von dort zu der Kappe 40 hochfließen, umgeleitet werden. Die Bohrung der Leitung 42 kann durch ein Kappenserviceventil (CSV) 45 geschlossen werden, das normalerweise offen ist, aber einen Auslass 44 der hohlen Bohrung der Leitung 42 abschließen kann. Der Auslass 44 führt über ein Steigrohr (nicht gezeigt) zu einer Bohrlochkopf-Druckerhöhungspumpe oder zu chemischer Behandlung etc., die auf die von der Bohrung der Leitung 42 fließenden Förderfluide angewendet werden soll. Die Druckerhöhungspumpe und die Vorrichtung zur chemischen Behandlung werden in dieser Ausführungsform nicht gezeigt. Nach der Anwendung von Druck von der Druckerhöhungspumpe oder der chemischen Behandlung wie angemessen werden die Förderfluide über das Steigrohr zu dem Fördereinlass 46 der Kappe 40, die über das Kappenförderleitungsventil (CFV) 48 zu dem Ringraum zwischen der Leitung 42 und der Förderbohrung 1 führt, zurückgeleitet. Die Förderfluide, die in den Einlass 46 und durch das Ventil 48 fließen, fließen den Ringraum 49 hinunter durch den offenen PSV 15 und werden durch die Abdichtungen 43 hinaus durch die Abzweigung 10 umgeleitet, da PWV 12 offen ist. Förderfluide können dadurch durch diese Ableitung wiedergewonnen werden. Die Leitungsbohrung und der Einlass 46 können ebenfalls ein optionales Übergangsventil (COV) aufweisen, das mit 50 bezeichnet ist, und einen Eruptionskreuz-Kappenadapter 51, um die Durchflussdiverterkanäle in der Eruptionskreuz-Kappe 40 für einen bestimmten Entwurf des Eruptionskreuz-Kopfes anzupassen. Die Steuerkanäle 3 werden mit einem Kappe steuernden Adapter 5 zusammengepasst, um die Kontinuität von elektrischen oder hydraulischen Steuerfunktionen von der Oberfläche oder einem Eingriffsbehälter zu ermöglichen.

Diese Ausführungsform stellt daher einen Fluiddiverter zur Verwendung mit einem Bohrlochkopf-Eruptionskreuz bereit, das eine dünnwandige Diverterleitung und ein Abdichtungseinlagerungselement beinhaltet, das mit einer modifizierten E-Kreuz-Kappe verbunden ist, die innerhalb der Förderbohrung des E-Kreuzes typischerweise über dem hydraulischen Hauptschieber abdichtet, wobei der Durchfluss durch die Diverterleitung und die Oberseite der E-Kreuz-Kappe und Eruptionskreuz-Kappenventile typischerweise zu einer Druckaufbauvorrichtung oder einer Vorrichtung zur chemischen Behandlung umgeleitet wird, wobei der Rückfluss über die Eruptionskreuz-Kappe zu dem ringförmigen Raum zwischen der Diverterleitung und der existierenden Eruptionskreuz-Bohrung durch den Seitenschieber zu der Flussleitung zurückgeleitet wird.

Unter Bezugnahme auf 3a weist eine weitere Ausführungsform einer Kappe 40a eine Leitung 42a mit großem Durchmesser auf, die sich durch den offenen PSV 15 erstreckt und in der Förderbohrung 1 endet, die ein Einlagerungselement 43a unter der Abzweigung 10 aufweist, und ein weiteres Einlagerungselement 43b, das die Bohrung der Leitung 42a zur Innenseite der Förderbohrung 1 über der Abzweigung 10 abdichtet, was einen Ringraum zwischen der Leitung 42a und der Bohrung 1 zurückläßt. Die Abdichtungen 43a und 43b sind auf einem Bereich der Leitung 42a mit reduziertem Durchmesser in dem Bereich der Abzweigung 10 angeordnet. Die Abdichtungen 43a und 43b sind ebenfalls auf beiden Seiten der Übergangsöffnung 20 angeordnet und kommunizieren über den Kanal 21c mit der Übergangsöffnung 21 der Ringraumbohrung 2. In der Kappe 40a wird die Leitung 42a durch ein Kappenserviceventil (CSV) 60 geschlossen, das normalerweise offen ist, um den Durchfluss von Förderfluiden von der Förderbohrung 1 über die Mittelbohrung der Leitung 42 durch den Auslass 61 zu der Pumpe oder der Vorrichtung zur chemischen Behandlung zu ermöglichen. Das behandelte oder unter Druck gesetzte Förderfluid wird von der Pumpe oder der Behandlungsvorrichtung zu dem Einlass 62 in der Ringraumbohrung 2, der durch ein Kappenförderleitungsventil (CFV) 63 gesteuert wird, zurückgeleitet. Der Ringraumswabschieber 32 wird normalerweise offen gehalten, der Ringraumhauptschieber 25 und der Ringraumseitenschieber 29 sind normalerweise geschlossen, und das Übergangsventil 30 ist normalerweise offen, um es den Förderfluiden zu ermöglichen, durch den Übergangskanal 21c in die Übergangsöffnung 20 zwischen den Abdichtungen 43a und 43b in der Förderbohrung 1 zu laufen, und danach durch den offenen PWV 12 in die Bohrung 10 zwecks Wiedergewinnung zur Pipeline. Ein Übergangsventil 65 ist zwischen der Leitungsbohrung 42a und der ringförmigen Bohrung 2 bereitgestellt, um, falls gewünscht, die Pumpe oder die Behandlungsvorrichtung zu umgehen. Das Übergangsventil 65 wird normalerweise geschlossen gehalten.

Diese Ausführungsform behält eine recht weite Bohrung zur effizienteren Wiedergewinnung von Fluiden bei relativ hohem Druck bereit, wodurch Druckabfall in der Vorrichtung reduziert wird.

Diese Ausführungsform stellt daher einen Fluiddiverter zur Verwendung mit einem Bohrlochkopf-Eruptionskreuz bereit, das einen dünnwandigen Diverter mit zwei Abdichtungseinlagerungselementen beinhaltet, die mit einer Eruptionskreuz-Kappe verbunden sind, die den Übergangsventilauslass und den Durchflusslinienauslass (die sich ungefähr in der gleichen horizontalen Ebene befinden) überspannt, wobei der Durchfluss durch das Zentrum der Diverterleitung und die Oberseite der Eruptionskreuz-Kappe zur Druckaufbauvorrichtung oder zur Vorrichtung zur chemischen Behandlung etc. umgeleitet wird, wobei der Rückfluss über die Eruptionskreuz-Kappe und die Ringraumbohrung (oder den Ringraum-Durchflussweg bei konzentrischen Eruptionskreuzen) und die Übergangsrohrschleife und den Übergangsauslass zu dem ringförmigen Raum zwischen der Überspannung und der existierenden E-Kreuz-Bohrung durch den Seitenschieber zu der Flusslinie geführt wird.

3b zeigt eine vereinfachte Version einer ähnlichen Ausführungsform, in der die Leitung 42a durch eine Förderbohrungsüberspannung 70, die Abdichtungen 73a und 73b aufweist, die die gleiche Stellung und Funktion wie die unter Bezugnahme auf die Ausführungsform aus 3a beschriebenen Abdichtungen 43a und 43b aufweist, ersetzt wird. In der Ausführungsform aus 3b werden die durch den offenen LPMV 18 und UPMV 17 verlaufenden Förderfluide durch die Überspannung 70 und durch den offenen PSV 11 und den Auslass 61a umgeleitet. Von dort werden die Förderfluide je nach Fall behandelt oder unter Druck gesetzt und zu dem Einlass 62a zurückgeleitet, wo sie wie zuvor beschrieben durch den Kanal 21c und die Übergangsöffnung 20 in den Ringraum zwischen der Überspannung 70 und der Förderbohrung 1 umgeleitet werden, von wo sie durch das offene Ventil PWV 12 in die Abzweigung 10 zwecks Wiedergewinnung zu einer Pipeline verlaufen können.

Diese Ausführungsform stellt daher einen Fluiddiverter zur Verwendung mit einem Bohrlochkopf-Eruptionskreuz bereit, der nicht durch eine dünnwandige Leitung mit der Eruptionskreuz-Kappe verbunden ist, aber in der Eruptionskreuz-Bohrung verankert ist, und der einen vollen Bohrungsdurchfluss über dem „Überspannungs"-Abschnitt ermöglicht, aber Durchfluss durch den Übergang führt und die normale Funktion eines Swabschiebers (PSV) ermöglicht.

Die Ausführungsform aus 4a weist einen anderen Entwurf der Kappe 40c mit einer breiten Bohrungsleitung 42c auf, die sich wie vorher beschrieben die Förderbohrung 1 hinunter erstreckt. Die Leitung 42c füllt im Wesentlichen die Förderbohrung 1, und an ihrem distalen Ende dichtet die Förderbohrung bei 83 genau über der Übergangsöffnung 20 und unter der Abzweigung 10 ab. Der PSV 15 wird wie vorher durch die Leitung 42c offen gehalten, und Perforationen 84 an dem unteren Ende der Leitung werden in der Nähe der Abzweigung 10 bereitgestellt. In der Ausführungsform aus 4a werden LPMV 18 und UPMV 17 offen gehalten, und Förderfluide in der Förderbohrung 1 werden durch die Abdichtung 83 durch die XOV-Öffnung 20 und den Kanal 21c in die XOV-Öffnung 21 der Ringraumbohrung 2 umgeleitet. Das XOV-Ventil 30 in die Ringraumbohrung ist offen, AMV 25 ist ebenso wie AWV 29 geschlossen. ASV 32 wird geöffnet, und Förderfluide, die durch den Übergang in die Ringraumbohrung 2 verlaufen, werden nach oben durch die Ringraumbohrung 2 durch das offene Serviceventil (CSV) 63a durch die chemische Behandlung oder Pumpe wie erforderlich und zurück in den Einlass 62b der Förderbohrung 1 umgeleitet. Das Kappenförderleitungsventil (CFV) 60a ist offen, was ermöglicht, dass die Förderfluide in die Bohrung der Leitung 42c und aus den Durchlässen 84 durch den offenen PWV 12 und in die Abzweigung 10 zwecks Wiedergewinnung zu der Pipeline fließen. Das Übergangsventil 65b ist zwischen der Förderbohrung 1 und der Ringraumbohrung 2 bereitgestellt, um die chemische Behandlung oder Pumpe wie erforderlich zu umgehen.

Diese Ausführungsform stellt daher einen Fluiddiverter zur Verwendung mit einem Bohrlochkopf-Eruptionskreuz bereit, der eine dünnwandige Leitung beinhaltet, die mit einer Eruptionskreuz-Kappe verbunden ist, mit einem Abdichtungseinlagerungselement, das an der Unterseite angebracht ist, das in der Förderbohrung über dem hydraulischen Hauptschieber und Übergangsauslass (wo sich der Übergangsauslass unter der horizontalen Ebene des Fluidlinienauslasses befindet) abdichtet, wobei der Durchfluss durch den Übergangsauslass und die Ringraumbohrung (oder der ringförmige Durchflussweg bei konzentrischen Eruptionskreuzen) durch die Oberseite der Eruptionskreuz-Kappe zu einer Behandlung oder Druckerhöhung umgeleitet wird, wobei der Rückfluss über die Eruptionskreuz-Kappe durch die Bohrung der Leitung 42 geführt wird und davon durch Perforationen 84 nahe des verstopften Endes austritt und durch den ringförmigen Raum zwischen dem perforierten Ende der Leitung und der existierenden Eruptionskreuz-Bohrung zu der Förderflusslinie austritt.

Unter Bezugnahme auf 4b entbehrt eine modifizierte Ausführungsform die Leitung 42c der Ausführungsform aus 4a, und stellt einfach eine Abdichtung 83a über der XOV-Öffnung 20 und unter der Abzweigung 10 bereit. LPMV 18 und UPMV 17 werden geöffnet, und die Abdichtung 83a leitet Förderfluide in die Förderbohrung 1 durch die Übergangsöffnung 20, den Übergangskanal 21c, das Übergangsventil 30 und die Übergangsöffnung 21 in die Ringraumbohrung 2 um. AMV 25 und AWV 29 werden geschlossen, ASV 32 wird geöffnet, was ermöglicht, dass die Förderfluide die Ringraumbohrung 2 hoch durch den Auslass 61b zu der Vorrichtung zur chemischen Behandlung oder zu der Pumpe (oder beiden) wie erforderlich fließen, und zu dem Einlass 62b des Steigrohrstrangs 1 zurückgeleitet werden, von wo sie durch den offenen PSV 15 fließen, und durch die Abdichtung 83a in die Abzweigung 10 und durch den offenen PWV 12 in die Pipeline zwecks Wiedergewinnung umgeleitet werden.

Diese Ausführungsform stellt daher einen Fluiddiverter zur Verwendung mit einem Bohrlochkopf-Eruptionskreuz bereit, der nicht durch eine dünnwandige Leitung mit der Eruptionskreuz-Kappe verbunden ist, aber in der Eruptionskreuz-Bohrung verankert ist, und der den Fluss durch den Übergang führt und dem Bohrungsdurchfluss den Rückfluss ermöglicht und die normale Funktion des Swabschiebers ermöglicht.

Ausführungsformen der Erfindung können an zahlreichen verschiedenen existierenden Entwürfen des Bohrlochkopf-Eruptionskreuzes nachträglich eingebaut werden, indem einfach Stellungen und Formen der hydraulischen Steuerkanäle 3 in der Kappe angeglichen werden, und mit der Kappe verbundene Durchflussdivertierungskanäle, die in der Stellung (und vorzugsweise Größe) mit den Förder-, Ringraum- und anderen Bohrungen in dem Eruptionskreuz zusammenpassen, bereitgestellt werden.


Anspruch[de]
Ein Eruptionskreuz mit Durchflussdivertermittel (42), um Förderfluide zwecks Behandlung aus einer Förderbohrung (1) über einen zweiten Durchflussweg zu einer entfernten Vorrichtung umzuleiten und die Förderfluide zur Wiedergewinnung von dem Auslass des Eruptionskreuzes (10) zum Eruptionskreuz zurückzuleiten. Eruptionskreuz gemäß Anspruch 1, wobei die entfernte Vorrichtung eine Pumpe oder eine Vorrichtung zur chemischen Behandlung beinhaltet. Eruptionskreuz gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei das Durchflussdivertermittel (42) eine Leitung beinhaltet. Eruptionskreuz gemäß Anspruch 3, wobei die Leitung (42) mindestens einen weiteren Durchflussweg zum Umleiten der Förderfluide bereitstellt. Eruptionskreuz gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Durchflussdivertermittel (42) angepasst ist, um Förderfluide von einem ersten Durchflussweg (1) zu dem zweiten Durchflussweg umzuleiten. Eruptionskreuz gemäß Anspruch 5, wobei das Durchflussdivertermittel angepasst ist, um die Förderfluide von einem ersten Abschnitt des ersten Durchflusswegs (1) zu dem zweiten Durchflussweg und von dem zweiten Durchflussweg zurück zu einem zweiten Abschnitt des ersten Durchflusswegs (1) umzuleiten. Eruptionskreuz gemäß Anspruch 6, wobei der erste Abschnitt des ersten Durchflusswegs (1), der zweite Durchflussweg und der zweite Abschnitt des ersten Durchflusswegs (1) eine Leitung für den kontinuierlichen Durchlauf eines Fluids bilden. Eruptionskreuz gemäß einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei sich das Durchflussdivertermittel (42) in dem ersten Durchflussweg (1) befindet. Eruptionskreuz gemäß einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei der erste Durchflussweg (1) die Förderbohrung beinhaltet. Eruptionskreuz gemäß einem der Ansprüche 5 bis 9, wenn abhängig von Anspruch 3, einschließlich eines Abdichtungsmittels (43), das die Leitung (42) an der Wand des ersten Durchflusswegs (1) abdichtet, um zu verhindern, dass Fluid von dem ersten Durchflussweg (1) in einen Ringraum (49) zwischen der Leitung (42) und dem ersten Durchflussweg (1) eintritt. Eruptionskreuz gemäß Anspruch 10, wobei die Leitung (42) an dem ersten Durchflussweg (1) über einen Auslass (10) des Durchflusswegs (1) abgedichtet ist. Eruptionskreuz gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, das ebenfalls mit einer Übergangsleitung (65b) versehen ist, um das Umgehen der entfernten Vorrichtung zu ermöglichen. Eruptionskreuz gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, das eine Eruptionskreuzkappe (40) beinhaltet, in der das Durchflussdivertermittel (42) untergebracht ist. Eruptionskreuz gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der zweite Durchflussweg ein mit dem Eruptionskreuz verbundenes Steigrohr beinhaltet. Ein Verfahren zum Wiedergewinnen von Förderfluiden aus einem Bohrloch, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:

Umleiten von Förderfluiden aus einer Förderbohrung (1) über einen zweiten Durchflussweg zu einer entfernten Vorrichtung zwecks Behandlung;

Zurückleiten der Förderfluide zu dem Eruptionskreuz; und

Wiedergewinnen der Förderfluide aus einem Auslass (10) des Eruptionskreuzes.
Verfahren gemäß Anspruch 15, wobei die Förderfluide von einem ersten Durchflussweg (1) in den zweiten Durchflussweg umgeleitet werden. Verfahren gemäß Anspruch 16, wobei die Förderfluide von einem ersten Abschnitt eines ersten Durchflusswegs (1) in den zweiten Durchflussweg umgeleitet werden, und wobei die zurückgeleiteten Förderfluide in einen zweiten Abschnitt des ersten Durchflusswegs (1) umgeleitet werden. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 16 oder 17, wobei der erste Durchflussweg (1) die Förderbohrung beinhaltet. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 16 bis 18, wobei die Förderfluide durch eine in dem ersten Durchflussweg (1) angeordnete Leitung (42) umgeleitet werden und wobei die Fluide über einen zwischen der Leitung (42) und dem ersten Durchflussweg (1) befindlichen Ringraum (49) zurückgeleitet werden. Verfahren gemäß einem Ansprüche 16 bis 19, wobei die Förderfluide an einem oberen Abschnitt des ersten Durchflusswegs (1) zu dem ersten Durchflussweg (1) zurückgeleitet werden. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 15 bis 20, wobei die Förderfluide über eine mit dem Eruptionskreuz verbundene Kappe (40) in den zweiten Durchflussweg umgeleitet werden. Verfahren gemäß Anspruch 21, wobei die Förderfluide über die Kappe zu dem Eruptionskreuz zurückgeleitet werden. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 15 bis 22, wobei die entfernte Vorrichtung eine Pumpe oder eine Vorrichtung zur chemischen Behandlung beinhaltet und das Verfahren den Schritt des Pumpens oder chemischen Behandelns der geförderten Fluide vor ihrem Zurückleiten zu dem Eruptionskreuz umfasst.






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