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Dokumentenidentifikation DE60120547T2 31.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001147868
Titel Vorrichtung zur Herstellung von weichen Bausteinen
Anmelder Fr. Petersen Maskinfabrik af 1978 A/S, Broager, DK
Erfinder Nielsen, Niels, 6400 Sonderborg, DK
Vertreter Busse & Busse Patentanwälte, 49084 Osnabrück
DE-Aktenzeichen 60120547
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.04.2001
EP-Aktenzeichen 016100398
EP-Offenlegungsdatum 24.10.2001
EP date of grant 14.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2007
IPC-Hauptklasse B28B 5/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B28B 13/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von weichen Bausteinen, umfassend einen ebenen Formtisch mit einer Anzahl von sich quer durch den Formtisch hindurch erstreckenden Formhöhlungen, welcher Formtisch in seiner Ebene wechselseitig verschiebbar ist, eine Füllkammer für Ton oberhalb des Formtisches bei einer Füllposition für die Formhöhlungen, ein Widerlager für den Formtisch unterhalb diesem bei der Füllposition, welches Widerlager die Formhöhlungen nach unten schließt, eine Auspressvorrichtung oberhalb des Formtisches bei einer Auspressposition für die Formhöhlungen, und einen Förderer unterhalb des Formtisches bei der genannten Auspressposition, wobei der Formtisch mindestens zwei parallele Reihen von Formhöhlungen enthält, eine Auspressposition mit einer Auspressvorrichtung und einem an jeder Seite der Füllposition vorgesehenen Förderer, wodurch jede Reihe von Formhöhlungen ihre eigene Auspressposition aufweist, und wobei eine Reihe von Formhöhlungen sich in ihrer Auspressposition befindet, während eine andere Reihe sich in ihrer Füllposition befindet, und die Füllkammer länglich ist, um die ganze Reihe von Formhöhlungen in der Füllposition zu decken.

Die Herstellung von Bausteinen der oben genannten Art wird mit Ton mit einem hohen Wassergehalt durchgeführt, und der Ton weist deshalb während des Formens des Tons zu bausteinförmigen Tonklumpen eine sehr weiche Konsistenz auf. Nach Formen der Tonklumpen zu Bausteinen können sie somit ihre Form beibehalten, wenn sie auf ihrer langen, schmalen Oberfläche platziert werden, wohingegen sie nicht manuell hantiert werden können, da der Ton keine ausreichende Festigkeit aufweist, um dem Druck von den Fingern widerstehen zu können.

Bausteine mit einer Struktur und Oberfläche wie die handgefertigten Bausteine sind sehr nachgefragt. Deswegen ist im Hinblick auf die Herstellung zu einem günstigen Preis wünschenswert, solche Bausteine in automatisierten Anlagen herstellen zu können.

Bei einer bekannten Vorrichtung der eingangs erwähnten Art umfasst der Formtisch eine oder zwei Formhöhlungen und können durch horizontales, wechselseitiges Verschieben zu einer Seite der Füllkammer, wo ein Auspressmechanismus angeordnet ist, von einer Füllposition in eine Auspressposition verschoben werden. Diese bekannte Vorrichtung weist jedoch eine relativ beschränkte Kapazität auf und ist nur für besondere Aufgaben und nicht für die großtechnische Herstellung von Standardbausteinen vorgesehen. Die Formhöhlungen sind innerhalb eines kleinen Bereichs platziert, und die Füllkammer verwendet zwei gegenläufig drehende vertikale Schrauben zum Pressen des Tons nach unten zu den Formhöhlungen in der Füllposition.

Es ist eine andere Vorrichtung bekannt, bei welcher der Formtisch ein Karussell ist, welches von einer Füllsektion in einen Auspressmechanismus und nach vorn zum erneuten Füllen kontinuierlich dreht. Diese Vorrichtung weist eine größere Kapazität auf, nachteilig dabei ist jedoch, dass der Auspressmechanismus mit dem drehenden Formtisch synchronisiert werden und ihm während des Auspressens folgen muss, welches die Ausbildung kompliziert und auch die Herstellungsrate reduziert. Auch in dieser Vorrichtung ist die Füllposition auf einen kleinen Bereich konzentriert, und die Füllkammer verwendet einen einzigen vertikalen Rotor mit geneigten hervorstehenden Platten, welche den Ton nach unten gegen den Formtisch in die Füllposition verdrehen.

Andere bekannte Vorrichtungen umfassen, beispielsweise, Vorrichtungen der Firma De-Boer, wobei ein Basismodul von Formkästen mit einer Anzahl von Formhöhlungen an einer endlosen Förderkette befestigt ist. Oberhalb der Kette ist ein Füllsystem zum Füllen von Ton in die Formen vorgesehen, welches einen beweglichen Boden zum Pressen der geformten Bausteine aus der Form hinaus aufweist. Das Füllsystem kann aus einem Behälter mit Ton bestehen, welcher durch mehrere parallele, vertikale Rotoren durch den Behälter durch Düsen heraus nach unten gepresst und in entsprechende Klumpen geschnitten wird. Diese Vorrichtungen benutzen häufig ein Sprühverfahren mit trockenem Sand, um das Entleeren der Formen zu erleichtern und um zu sichern, dass die Bausteine nicht zu Förderbändern usw. kleben. Die sich ergebenden Bausteine weisen deshalb eine sandige Oberfläche auf, welches nicht zum Geschmack der Verbraucher in u.a. den nordischen Ländern passt.

Ferner beschreibt die EP 0 523 286 A1 eine Vorrichtung zur Herstellung von keramischen Ziegeln durch Hochdruckpressen. Die Vorrichtung umfasst eine Presse mit einer vertikal beweglichen Querstrebe, die an ihrer unteren Fläche den oberen Teil eines Formwerkzeuges trägt, und zwei an entgegengesetzten Seiten der Querstrebe angeordnete und mit identischen unteren Formteilen versehenen Wagen, welche in Richtung einer Pressposition aus jeweiligen, symmetrisch um die Pressposition herum vorgesehenen Entleerungspositionen wechselweise bewegt werden. Die unteren Formteile werden mittels an beiden Seiten der Presse angeordneter Füllschachten gefüllt und mit Ventilorganen versehen, so dass die unteren Formteile gefüllt werden, während sich die Wagen aus den jeweiligen Entleerungspositionen in die Pressposition bewegen.

Wie erwähnt, ist diese Vorrichtung zur Herstellung von keramischen Ziegeln durch Hochdruckpressen vorgesehen, und die Vorrichtung ist für die Herstellung von weichen Bausteinen nicht geeignet. Dies ist u.a. darauf zurückzuführen, dass die Formhöhlungen sich nicht durch die Form hindurch erstrecken, weil das Entfernen von weichen Bausteinen aus der Form praktisch unmöglich wäre, da diese Bausteine, wie oben erwähnt, eine sehr weiche Konsistenz aufweisen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine leistungsfähige Vorrichtung vorzusehen, die weiche Bausteine herstellen kann, die in Bezug auf sowohl Erscheinungsbild als auch die physikalischen Eigenschaften handgefertigten Bausteinen ähnlich sind.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie vor- und rückwärts bewegliche Pressorgane zum Niederpressen des Tons gegen die Formhöhlungen in der Füllposition aufweist. Solche Pressorgane stellen sicher, dass die Formhöhlungen mit einer entsprechenden Menge von Ton schnell gefüllt werden.

Eine erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht ein gleichzeitiges Füllen und Entleeren von Formen, da der Formtisch, wenn er zu einer Seite in die Auspress- bzw. die Entleerungsposition für eine Reihe von Formen verschoben wird, gleichzeitig eine andere Reihe von Formen in die Füllposition unterhalb der Füllkammer geführt hat. Dadurch wird ein vorteilhaftes kontinuierliches Arbeitsverfahren für die Vorrichtung sowie eine hohe Kapazität gewährleistet.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass die Füllkammer als Verteilungsmittel eine drehangetriebene Walze aufweist, die sich parallel zu den Reihen von Formhöhlungen erstreckt. Dies gewährleistet eine gleichmäßige Verteilung von Ton in der Füllkammer über die gesamte Länge der Reihen von Formhöhlungen.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilungsmittel zwei sich parallel nebeneinander erstreckende Walzen mit einem dazwischen befindlichen Walzenspalt aufweist, welche beide Walzen in gegenseitig entgegengesetzten Drehrichtungen angetrieben sind. Zwei Walzen dieser Art gewährleisten in einem sogar höheren Maße als nur eine Walze, dass der Ton in der Füllkammer über die gesamte Länge der Reihen von Formhöhlungen gleichmäßig verteilt wird.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass die Pressorgane durch die Walze oder Walzen gebildet sind, die auf- und abwärts beweglich sind. Die Walze oder die Walzen können somit die doppelte Funktion als sowohl Verteilungsmittel als auch Pressorgane aufweisen, wodurch sich die Anzahl von Bauteilen für die Vorrichtung in vorteilhafter Weise reduziert.

Falls erforderlich oder wünschenswert, kann die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet sein, dass sie zwei übereinander angeordnete parallele Paare von sich drehenden Walzen aufweist, wobei das obere Paar ortsfest ist und das untere Paar auf- und abwärts beweglich ist.

Nach einer weiteren Ausführungsform ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass die Pressorgane schwenkbare Elemente mit einer den Formhöhlungen in ihrer Füllposition zugewandten Pressfläche aufweisen.

Die Erfindung wird im nachfolgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Hier zeigen:

1 eine Draufsicht eines Formtisches,

2 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit beweglichen Walzen,

3 eine teilweise Darstellung einer Vorrichtung gemäß der 2, vom Ende gesehen,

4 einen teilweisen Querschnitt der Vorrichtung gemäß der 2,

5 einen Längsschnitt eines Teils der Vorrichtung gemäß der 2,

6 eine Seitenansicht entsprechend der Darstellung der 2, jedoch von einer Vorrichtung mit einer alternativen Ausgestaltung mit schwenkbaren Elementen statt mit beweglichen Walzen,

7 eine Darstellung der Vorrichtung gemäß der 6, vom Ende gesehen,

8 einen teilweisen Querschnitt der Vorrichtung gemäß der 6, und

9 einen Querschnitt einer Schabe- und Glättungsvorrichtung.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung von weichen Bausteinen ist im allgemeinen mit 1 bezeichnet. Die Vorrichtung 1 umfasst einen Formtisch 2, welcher eine reckteckige Platte mit zwei, eventuell doppelten oder mehrfachen Reihen von durchgehenden, vorzugsweise rechteckigen Formhöhlungen 3. Der gesamte Formtisch 2 ist in der Querrichtung verschiebbar, beispielsweise mittels eines hydraulischen Zylinders 13, welcher den Formtisch 2 in seiner Ebene verschieben kann. Der Formtisch 2 umfasst somit zwei Endpositionen, in denen eine bzw. die andere Reihe von Formhöhlungen 3 eine Füllposition aufweist, wobei die Reihe von Formhöhlungen 3 zum Ausfüllen der Formhöhlungen 3 mit Ton unmittelbar unterhalb einer Füllkammer 4 angeordnet ist, und eine Auspressposition, in welcher die Reihe um einen maximalen Abstand zur Füllposition verschoben wird, so dass sich die Formhöhlungen 3 jeweils in einer Auspressposition unterhalb eines Auspressmechanismus 6 befinden.

Oberhalb des Formtisches 2 ist eine Füllkammer 4 für Ton vorgesehen, welche sich über die gesamte Länge einer Reihe von Formhöhlungen 3 erstreckt. Die Füllkammer 4 erhält Ton aus einem Speicher durch einen mit einem Flansch 14' oben auf der Füllkammer 4 verbundenen Förderer 14, und die Füllkammer 4 ist mit Mitteln zum Verteilen des Tons und zum Füllen der Formhöhlungen 3 in den Formtisch 2 versehen, welche, wenn sich diese Formhöhlungen 3 in der Füllposition befinden, den Boden der Füllkammer 4 bilden.

Unterhalb des Formtisches 2, an der Füllposition unter der Füllkammer 4, ist ein Widerlager 5 zum Bilden des Bodens der Formhöhlungen 3 während des Füllens vorgesehen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Widerlager 5 mit kleinen, durchgehenden Löchern gegenüber den Formhöhlungen 3 in der Füllposition versehen, um eine Entwässerung von überschüssigem Wasser aus dem Ton in die Formhöhlungen 3 zu erlauben. Es können auch entsprechende Mittel zum Verschieben und Pressen des Widerlagers 5 gegen den Formtisch 2 nach oben während des Füllens der Formhöhlungen 3 und zum Verschieben in Richtung weg vom Formtisch 2 vorgesehen sein, um das seitliche Entfernen des Formtisches 2 zu erleichtern.

Bei den Auspresspositionen sind Auspressorgane 6 (siehe 3) vorgesehen, welche Auspressorgane Pressschuhe 16 umfassen, die z.B. mittels eines hydraulischen Zylinders 17 betätigt werden, es können jedoch auch andere Betätigungsformen verwendet werden, beispielsweise pneumatische Betätigung oder Betätigung mittels eines elektromagnetischen oder mechanischen Stellglieds. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die Auspressorgane 6 oben drehbar angebracht und gesteuert, wie in der 3 dargestellt ist, so dass die Auspressorgane 6 entsprechend der gegenwärtigen Position des Formtisches eingestellt werden, wobei die Auspressorgane 6 mit einem justierbaren Endanschlag 6' verbunden sind, gegen welchen der Formtisch 2 bei seinem maximalen seitlichen Verschieben in die Auspressposition stoßt. Die Auspressorgane 6 werden durch eine Feder 60a gegen eine justierbare, eine Ruheposition definierende feste Anlage 6b gezogen. Die Pressfläche an sich kann in geeigneter Weise durch eine auswechselbare Platte aus einem verschleißfesten Werkstoff gebildet sein, welche Platte einen der Formhöhlung 3 entsprechenden Umfang, jedoch ein bisschen kleiner als die Formhöhlung 3, aufweist. Alternativ dazu können, wie die 7 und 8 zeigen, die Auspressorgane fest montiert sein, ohne die Möglichkeit für seitliche Bewegung.

Nachdem die Tonklumpen, die die Form der Formhöhlungen 3 erhalten haben, ausgepresst worden sind, werden sie auf einem Förderer 7 und bis zu einem Sternrad 18 wegtransportiert, wo sie zu einer Seitenfläche angehoben werden, bevor sie zur weiteren Verarbeitung, z.B. Brennen, weiter transportiert werden. Dieser Transport und die weitere Verarbeitung wird in einer an sich bekannten Weise durchgeführt.

Die Füllkammer 4 für Ton erstreckt sich über die gesamte Länge einer Reihe von Formhöhlungen 3, und in den gezeigten Beispielen sind die Verteilungsmittel in der Füllkammer 4 angeordnet, indem sie durch zwei in entgegengesetzten Richtungen drehangetriebene Walzen 8 gebildet sind und sich parallel zu den Reihen von Formhöhlungen 3 erstrecken. Die Walzen werden durch hydraulische Antriebe oder Elektromotoren 21 mittels direkter Wellenverbindung an den Enden der Walzen angetrieben. In der in den 2 bis 5 gezeigten Ausführungsform sind die Walzen 8 auf- und abwärts beweglich, so dass sie, zusätzlich zu ihrer Funktion als Verteilungsmittel, bei einer Bewegung nach unten zum Füllen der Formhöhlungen 3 in ihrer Füllposition als Pressorgane dienen können. Die Bewegung in einer Richtung quer zur Drehachse der Walze oder der Walzen kann, wie die 5 zeigt, dadurch erreicht werden, dass die Walzen 8 in Paneelen 31 gelagert sind, welche in Führungen 32 an den Enden der Füllkammer gleiten, so dass die Walzen 8 mittels Stellgliedorgane, wie beispielsweise hydraulischer Zylinder 20, eines Elektromotors oder eines jeglichen anderen geeigneten Stellgliedorgans, bis zur Drehachse quer bewegt werden können.

Der mit der Füllkammer 4 verbundene Förderer kann ein Knetmittel 22 aufweisen, beispielsweise in der Form von zwei Schnecken, die einen Teil des Drucks in der Füllkammer 4 erzeugen können.

Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Pressorgane, wie aus der 8 ersichtlich ist, können diese Pressorgane zwischen zwei Positionen a, b schwenkbare Elemente 9 umfassen, die eine den Formhöhlungen in ihrer Füllposition zugewandte Pressfläche 10 aufweisen. Im Beispiel sind die schwenkbaren Elemente 9 an ihrer gegenüber der Pressfläche 10 gewandten Seite mit einer geneigten, vorzugsweise firstförmigen Abgleitfläche 11 versehen. Mit solcher Abgleitfläche 11 wird die Rückbewegung der schwenkbaren Elemente 9 gegen den Ton in der Füllkammer 4 wesentlich erleichtert. Die Schwenkbewegung kann durch einen hydraulischen Zylinder 23 betätigt werden, welcher durch einen Hebel 24 eine Welle 25 dreht, an welcher die schwenkbaren Elemente 9 montiert sind.

Gerade an der Füllkammer 4, an der oberen Seite des Formtisches an beiden Seiten der Füllkammer 4, kann eine Schabe- und Glättungsvorrichtung 26 zum Wegschaben überschüssigen Tons vorgesehen sein, so dass der Ton in den Formhöhlungen eine ebene und glatte Oberfläche erhält. Die Schabe- und Glättungsvorrichtung 26 umfasst eine Reihe von geneigten Glättungsschuhen 27 und einen Schaber 28 an jeweils einer Seite. Die Schabe- und Glättungsvorrichtung 26 kann auch mit einer Wasserversorgung versehen sein, so dass Wasser zwischen den Glättungsschuhen 27 in Richtung der oberen Oberfläche des Formtisches 2 zugeführt wird.

Wie in der 8 skizziert ist, kann das Widerlager 5 für den Formtisch 2 bei der Füllposition für die Formhöhlungen 3 Teilbereiche 29 umfassen, die, mit länglichen Stäben 30 verbunden, über die Ebene des Widerlagers angehoben und bis zur Bündigkeit mit dieser Ebene gesenkt werden können, indem außerdem nicht gezeigte Mittel zum gesteuerten Anheben und Senken der Stäbe 30 und somit der Teilbereiche 29 vorgesehen sind, so dass sie während des Füllens der Formhöhlungen 3 angehoben und während des Verschiebens des Formtisches gesenkt werden. Dadurch wird die Herstellung von Bausteinen mit einer Vertiefung, einer sogenannten Mörteltasche, ermöglicht, was bis zu 10–15% des Tons erspart und außerdem Bausteine mit einer entsprechend kleineren Masse gewährleistet.

Der Arbeitszyklus der Vorrichtung ist wie folgt: Ton aus einem Speicher wird mittels des Förderers 14 in die Füllkammer 4 eingeleitet. Unterhalb der Füllkammer 4 wird der Formtisch 2 wechselweise zu jeweils einer Seite der Füllkammer 4 verschoben. Wenn eine Reihe von Formhöhlungen 3 in der Füllposition unter der Füllkammer 4 platziert wird, werden Walzen 8 in Richtung gegen die Formhöhlungen 3 bewegt, wodurch sie einen erhöhten Druck in der Tonmasse zwischen den Walzen 8 und den Formhöhlungen 3 erzeugen, und die Formhöhlungen 3 werden mit Ton gefüllt, wobei das unter dem Formtisch 2 angeordnete Widerlager 5 den Boden der Formhöhlungen 3 in der Füllposition bildet. Wenn die Reihe von Formhöhlungen 3 gefüllt wird, werden das Widerlager und eventuelle Teilbereiche 29 gesenkt, und der Formtisch 2 wird weg von der Füllkammer und dem darunter liegenden Widerlager 5 seitlich verschoben, so dass die Reihe von gefüllten Formhöhlungen 3 ihre Auspressposition dort erreicht, wo es keinen Boden unter den Formhöhlungen 3 gibt, während die andere Reihe von leeren Formhöhlungen 3 die Füllposition unter der Füllkammer 4 erreicht. In der Auspressposition wird die geformte Tonmasse durch Auspressorgane 6 zum Förderer 7 ausgepresst, welcher, wie oben beschrieben, die Tonklumpen bis zum Sternrad 18 transportiert. Gleichzeitig werden das Widerlager 5 und eventuelle Teilbereiche unter der anderen Reihe von Formhöhlungen 3 angehoben, wonach sich der oben genannte Arbeitszyklus wiederholt.


Anspruch[de]
Vorrichtung (1) zur Herstellung von weichen Bausteinen, umfassend einen ebenen Formtisch (2) mit einer Anzahl von sich quer durch den Formtisch (2) hindurch erstreckenden Formhöhlungen (3), welcher Formtisch (2) in seiner Ebene wechselseitig verschiebbar ist, eine Füllkammer (4) für Ton oberhalb des Formtisches (2) bei einer Füllposition für die Formhöhlungen (3), ein Widerlager (5) für den Formtisch (2) unterhalb diesem bei der Füllposition, welches Widerlager (5) die Formhöhlungen (3) in der Füllposition nach unten schließt, eine Auspressvorrichtung (6) oberhalb des Formtisches (2) bei einer Auspressposition für die Formhöhlungen (3), und einen Förderer (7) unterhalb des Formtisches (2) bei der genannten Auspressposition, wobei der Formtisch (2) mindestens zwei parallele Reihen von Formhöhlungen (3) enthält, wobei eine Auspressposition mit einer Auspressvorrichtung (6) und einem an jeder Seite der Füllposition vorgesehenen Förderer (7) vorgesehen ist, wodurch jede Reihe von Formhöhlungen (3) ihre eigene Auspressposition aufweist, und wobei eine Reihe von Formhöhlungen (3) sich in ihrer Auspressposition befindet, während eine andere Reihe sich in ihrer Füllposition befindet, und die Füllkammer (4) zur Deckung der ganzen Reihe von Formhöhlungen (3) in der Füllposition länglich ist, dadurch gekennzeichnet, dass sie sich vor- und rückwärts bewegliche Pressorgane zum Niederpressen des Tons gegen die Formhöhlungen (3) in der Füllposition aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass, als ein Verteilungsmittel, die Füllkammer eine sich parallel zu den Formhöhlungsreihen (3) erstreckende, drehangetriebene Walze (8) aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilungsmittel zwei sich parallel nebeneinander erstreckende Walzen (8) mit einem Walzenspalt zwischen ihnen aufweist, welche (8) in gegenseitig entgegengesetzten Drehrichtungen angetrieben sind. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressorgane durch die Walze (8) oder Walzen (8) gebildet sind, die auf- und abwärts beweglich sind. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei übereinander angeordnete parallele Paare von sich drehenden Walzen aufweist, wobei das obere Paar ortsfest ist und das untere Paar auf- und abwärts beweglich ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass, dass die Pressorgane schwenkbare Elemente (9) mit einer den Formhöhlungen (3) in ihrer Füllposition zugewandten Pressfläche aufweisen. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die schwenkbaren Elemente (9) an ihren der Pressfläche (10) abgewandten Seite mit einer geneigten, vorzugsweise dachfirstartigen Abgleitfläche (11) versehen sind. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Widerlager (5) für den Formtisch (2) bei den Füllpositionen für die Formhöhlungen (3) Teilbereiche umfasst, die über die Ebene des Widerlagers aufgehoben und bündig mit dieser Ebene abgesenkt werden können, wobei Organe zum gesteuerten Heben und Senken dieser Teilbereiche so vorgesehen sind, dass sie während des Füllens der Formhöhlungen (3) aufgehoben und während des Versetzens des Formtisches (2) gesenkt werden. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1–8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reihe von Formhöhlungen durch eine Gruppe umfassend zwei oder mehrere Teilreihen von Formhöhlungen gebildet ist.






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