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Dokumentenidentifikation DE602004004094T2 31.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001613781
Titel OFENWAND MIT KÜHLPLATTEN FÜR EINEN METALLURGISCHEN OFEN
Anmelder Paul Wurth S.A., Luxemburg/Luxembourg, LU
Erfinder SCHMELER, Robert, L-3592 DUDELANGE, LU
Vertreter OFFICE ERNEST T. FREYLINGER S.A., Strassen, LU
DE-Aktenzeichen 602004004094
Vertragsstaaten AT, DE, GB, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.04.2004
EP-Aktenzeichen 047273016
WO-Anmeldetag 14.04.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/EP2004/050518
WO-Veröffentlichungsnummer 2004090172
WO-Veröffentlichungsdatum 21.10.2004
EP-Offenlegungsdatum 11.01.2006
EP date of grant 03.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2007
IPC-Hauptklasse C21B 7/10(2006.01)A, F, I, 20061205, B, H, EP

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein eine gekühlte Ofenwand und insbesondere eine Ofenwand, die einen Ofenmantel mit einer Innenseite und einer Außenseite sowie Kühlplatten umfasst, die die Innenseite des Ofenmantels auskleiden. Jede dieser Kühlplatten hat einen Plattenkörper mit vorstehenden Anschlussstücken für ein Kühlmittel. Im Ofenmantel sind Anschlussöffnungen angeordnet, die das Verbinden der vorstehenden Anschlussstücke benachbarter Kühlplatten von der Außenseite des Ofenmantels aus ermöglichen.

Bisheriger Stand der Technik

Es ist bekannt, dass die Innenseite des Ofenmantels eines metallurgischen Ofens – insbesondere eines Hochofens – mit Kühlplatten ausgekleidet wird. Eine solche Kühlplatte, die auch als „Plattenkühler" bezeichnet wird, umfasst einen rechteckigen, massiven Plattenkörper mit Kühlkanälen darin. Anschlussstücke, die von der Rückseite der Kühlplatte vorstehen, münden in die Kühlmittelkanäle der Kühlplatte. Diese Anschlussstücke führen in abgedichteter Weise durch Anschlussöffnungen im Ofenmantel. An der Außenseite des Ofenmantels werden flexible Metallrohre verwendet, um die Anschlussstücke benachbarter Kühlplatten miteinander zu verbinden und die Kühlplatten an einen Kühlwasser-Verteilungskreislauf anzuschließen.

Der Plattenkörper einer solchen Kühlplatte besteht aus Gusseisen (insbesondere Gusseisen mit Kugelgraphit), aus Kupfer oder einer Kupferlegierung, oder in letzter Zeit auch aus Stahl. Bei Kühlplatten aus Gusseisen sind die Kühlkanäle normalerweise als eingegossene, U-förmige Stahlrohre ausgebildet, wobei die Enden eines eingegossenen Rohrs von der Rückseite des Plattenkörpers als Anschlussstücke vorstehen. Bei praktisch allen Kühlplatten aus Kupfer oder Stahl sind die Kühlkanäle jedoch direkt im massiven Kühlplattenkörper ausgebildet.

DE 2 907 511 offenbart eine Kühlplatte, die aus einem geschmiedeten oder gewalzten Kupferblock besteht. Die Kühlkanäle im Kupferblock sind Sackbohrungen, die durch mechanisches Tiefbohren eingebracht sind. Die Öffnungen dieser Sackbohrungen werden abgedichtet, indem Stopfen darin eingelötet oder eingeschweißt werden. Von der Rückseite der Platte aus sind Anschlussbohrungen in die Sackbohrungen eingebohrt; ferner sind Anschlussstücke für den Kühlmittelzulauf oder -rücklauf in diese Anschlussbohrungen eingesetzt und an der Stelle verlötet oder verschweißt.

WO 98/30345 beschreibt ein Verfahren zur Fertigung einer Kühlplatte, bei dem ein Rohling der Kühlplatte durch Stranggießen hergestellt wird. Einsatzstücke in der Stranggießkokille erzeugen in Gießrichtung verlaufende Kanäle, die die Kühlkanäle in der fertigen Kühlplatte bilden. Eine Platte wird durch zwei quer zur Gießrichtung liegende Schnitte von dem stranggegossenen Rohling abgetrennt, wodurch zwei Stirnseiten gebildet werden, wobei der Abstand zwischen diesen zwei Stirnseiten der gewünschten Länge der Kühlplatte entspricht. Im nächsten Fertigungsschritt werden Anschlussbohrungen in den Plattenkörper senkrecht zu dessen Hinterfläche eingebohrt, um so in die Durchlasskanäle zu öffnen. Danach werden Anschlussstücke in die Anschlussbohrungen eingesetzt und an der Stelle verlötet oder verschweißt; ferner werden die endseitigen Öffnungen der Kanäle dadurch abgedichtet, dass Stopfen darin eingelötet oder eingeschweißt werden.

Die in DE A 2907511 und WO 98/30345 beschriebenen Verfahren ermöglichen beide die Herstellung von hochwertigen Kühlplattenkörpern aus Kupfer oder Kupferlegierungen. Die nach beiden Verfahren hergestellten fertigen Kühlplatten haben im Vergleich zu Kühlplatten mit eingegossenen Kühlrohren oder zu in Kokillen gegossenen Kühlplatten aber den Nachteil, dass sie relativ hohe Druckverluste in den Übergangsbereichen zwischen den Anschlussstücken und den Kühlkanälen haben.

WO 00/36154 schlägt vor, die Druckverluste in mit gegossenen oder gebohrten Kühlkanälen versehenen Kupferkühlplatten zu reduzieren, indem ein Formstück in einen Ausschnitt im Kühlplattenkörper eingesetzt wird, um so einen Umlenkkanal mit optimierten Strömungsbedingungen für das Kühlmedium zu bilden. Diese Lösung ist allerdings relativ arbeitsintensiv und führt demnach bei den Kühlplatten zu höheren Produktionskosten.

Offenbarung der Erfindung Technisches Problem

Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Verbindungen zwischen den Kühlplatten in einer Ofenwand zu optimieren, die im Oberbegriff definiert ist.

Technische Lösung

Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird dieses Ziel durch die Tatsache erreicht, dass ein Anschlussstück einer Kühlplatte als ein Rohrbogen ausgebildet ist, der von einer Kantenseite (d.h. einer schmalen Seitenfläche) des Plattenkörpers vorsteht und ein Anschlussende aufweist, das durch eine der Anschlussöffnungen des Ofenmantels verläuft. Ein Anschlussstück dieses Typs kann beispielsweise als ein 90°-Rohrbogen ausgebildet sein, dessen erstes Ende in eine Öffnung eines Kühlkanals in der Kantenseite des Plattenkörpers eingesetzt ist. Mit anderen Worten: das Anschlussstück öffnet nicht mehr senkrecht durch die Rückseite des Kühlplattenkörpers in den Kühlkanal, sondern statt dessen als axiale Verlängerung des Kühlkanals durch eine Kantenseite des Kühlplattenkörpers. Das Kühlfluid wird demzufolge in dem Rohrbogen-Anschlussstück selbst umgelenkt, was zu relativ geringen Druckverlusten führt.

Es versteht sich auch, dass die vorliegende Erfindung die Herstellung einer Kühlplatte mit direkt in einem massiven Plattenkörper ausgebildeten Kühlplatten wesentlich vereinfacht. Die Öffnungen der Kühlkanäle in den Kantenseiten des Kühlplattenkörpers müssen in der Tat nicht mehr dadurch abgedichtet werden, dass Stopfen in sie eingelötet oder eingeschweißt werden, und es müssen auch keine separaten Anschlusskanäle für die Anschlussstücke von der Rückseite der Kühlplatte aus eingebohrt werden. Bei dem aus DE-A-2907511 bekannten Verfahren kann man die Sackbohrungen durch Durchgangsbohrungen ersetzen, was die Reinigung der eingebohrten Kühlkanäle vereinfacht. Darüber hinaus werden tot abschließende Abschnitte (d.h. Kanalendabschnitte, durch die nichts strömt) vermieden, in denen sich normalerweise Sand, Schweißraupen und Rußpartikel sammeln und/oder Lufttaschen oder Dampfblasen bilden; daraus resultiert eine bessere Kühlleistung und Standzeit der Kühlplatten. Ferner wird die Kühlung der unteren und oberen Enden der Kühlplatten wesentlich verbessert, da das Kühlmedium nun direkt durch diese oberen und unteren Enden fließt.

Kühlplatten mit direkt in einem massiven Plattenkörper ausgebildeten Kühlkanälen können beispielsweise Folgendes umfassen: einen aus Kupfer oder einer Kupferlegierung bestehenden stranggegossenen Kühlplattenkörper mit eingegossenen Kühlkanälen; einen aus Kupfer oder einer Kupferlegierung bestehenden geschmiedeten oder gewalzten Kühlplattenkörper mit eingebohrten oder eingefrästen Kühlkanälen; oder einen aus Stahl bestehenden Kühlplattenkörper mit eingebohrten oder eingefrästen Kühlkanälen. Bei einem Kühlplattenkörper aus Kupfer oder einer Kupferlegierung werden normalerweise Rohrbogen verwendet, die aus Kupfer, einer Kupferlegierung oder Edelstahl bestehen. Bei einem Kühlplattenkörper aus Stahl werden Rohrbogen aus Stahl bevorzugt.

Generell werden vertikale Kühlplatten, d.h. Kühlplatten mit vertikal verlaufenden Kühlkanälen, im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung verwendet. Man kann jedoch auch horizontale Kühlplatten verwenden, d.h. Kühlplatten mit horizontal verlaufenden Kühlkanälen. Bei vertikalen Kühlplatten bildet ein Kühlkanal eine Öffnung in einer oberen oder unteren Kantenseite des Kühlplattenkörpers. Bei horizontalen Kühlplatten bildet ein Kühlkanal eine Öffnung in einer linken oder rechten Kantenseite des Kühlplattenkörpers.

Erfindungsgemäß liegen die Rohrbogen-Anschlussstücke zweier hintereinander angeschlossener, benachbarter Kühlplatten relativ nahe zusammen. Dies ist in Bezug auf die Anordnung der Anschlussöffnungen im Ofenmantel und die Verbindung der Anschlussstücke miteinander von Vorteil.

Die Rohrbogen-Anschlussstücke von zwei Kühlplatten sind vorzugsweise durch ein flexibles Anschlussmittel miteinander verbunden. Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung ist dieses flexible Anschlussmittel in einem abgedichteten Anschlusskasten untergebracht, der an der Außenseite des Ofenmantels angeordnet und vorzugsweise durch einen abnehmbaren Blindflansch verschlossen ist. Dadurch sind keine teuren, abgedichteten Rohrkanäle durch den Ofenmantel erforderlich und wird beträchtliche Zeit bei der Montage der Kühlplatten eingespart. Darüber hinaus versteht sich, dass ein Anschlusskasten dieser Typs auch in einer solchen Weise dimensioniert werden kann, dass man eine Kühlplatte aus dem Ofen entfernen und durch den Anschlusskasten in den Ofen einführen kann.

Das flexible Anschlussmittel umfasst vorteilhafterweise einen Kompensationsrohrbogen, der die Rohrbogenenden der zwei Kühlplatten im Anschlusskasten verbindet und Differentialbewegungen der Kühlplatten ausgleicht. Ein Kompensationsrohrbogen dieses Typs erzeugt im Vergleich zu einem herkömmlichen Metallschlauch wesentlich niedrigere Druckverluste und hat zudem eine längere Standzeit.

Zur Verringerung des Abstands zwischen den Kantenseiten zweier benachbarter Kühlplatten können die zweiten Enden der Rohrbogen der ersten Kühlplatte und die zweiten Enden der Rohrbogen der zweiten Kühlplatte in einer Reihe angeordnet sein. In diesem Fall kann das flexible Anschlussmittel beispielsweise ein Rohrbogensegment umfassen, das im Anschlusskasten angeordnet ist und im Wesentlichen die Form von Rennradlenkern aufweist. Eine derartige Form gewährleistet die erforderliche Elastizität zur Absorption von Differentialbewegungen der Kühlplatten.

Als alternative Lösung zu einem Anschlusskasten kann die Anschlussöffnung im Ofenmantel beispielsweise durch ein Stutzenstück abgedeckt sein. Letzteres hat für jedes Anschlussende eine separate Durchlassöffnung, und jedes dieser Anschlussenden ist durch einen Rohrkompensator abgedichtet mit dem Stutzenstück verbunden.

Zum Schutz der Rohrbogen relativ zum Innenraum des Ofens kann vor den Rohrbogen an der Kantenseite der Kühlplatte eine Plattenverlängerung angeordnet sein.

Falls zwei Reihen von Kühlplatten direkt vertikal übereinander angeordnet sind, können die vertikalen Verbindungen zwischen den Kühlplatten, die zur oberen Reihe gehören, relativ zu den vertikalen Verbindungen zwischen den Kühlplatten versetzt sein, die zur unteren Reihe gehören. Bei dieser Anordnung können die Rohrbogen einer zur unteren Reihe gehörenden Kühlplatte mit den Rohrbogen von zwei zur oberen Reihe gehörenden, benachbarten Kühlplatten verbunden sein.

Die Kantenseite des Plattenkörpers, von der die Anschlussstücke vorstehen, ist vorteilhafterweise zur Innenseite des Ofenmantels hin abgeschrägt. Dadurch können zwei Kühlplatten, die durch ihre Anschlussstücke miteinander zu verbinden sind, wesentlich näher zueinander angeordnet werden. Ferner befinden sich die gekrümmten Anschlussstücke im Schatten der abgeschrägten Kühlplattenkante, so dass sie zumindest teilweise vor der Wärmestrahlung aus dem Ofeninnenraum geschützt werden. Falls zwei Kühlplatten miteinander zu verbinden sind, sind die gegenüberliegenden Kantenseiten, von denen die Anschlussstücke vorstehen, vorteilhafterweise spiegelbildlich abgeschrägt, so dass sie einen keilförmigen Raum begrenzen, der zum Innenraum des Ofens hin enger wird.

Damit zwei Kühlplatten, die über ihre Anschlussstücke zu verbinden sind, noch näher zueinander angeordnet werden können, hat das Anschlussstück am Auslass von der Kantenseite des Plattenkörpers eine erste Krümmung in der Mittelebene des Plattenkörpers und danach eine zweite Krümmung in einer Ebene, die senkrecht zu dieser Mittelebene des Plattenkörpers steht. Das Anschlussstück kann vorteilhafterweise aus einem 30°-Rohrbogen und einem 90°-Rohrbogen bestehen, deren Mittellinien in zwei Ebenen liegen, die senkrecht zueinander stehen. Zwei benachbarte Kühlplatten können dann in einer solchen Weise über- oder nebeneinander angeordnet sein, dass der Auslass eines Anschlussstücks in einer Kantenseite der ersten Kühlplatte und der Auslass eines Anschlussstücks in einer gegenüberliegenden Kantenseite der zweiten Kühlplatte axial einander gegenüberliegen, wobei die erste Krümmung eines gekrümmten Anschlussstücks der ersten Kühlplatte in einer ersten Richtung und die erste Krümmung eines gekrümmten Anschlussstücks der zweiten Kühlplatte in der entgegengesetzten Richtung ausgerichtet ist. Bei dieser Ausführung definieren die zweiten Krümmungen der gekrümmten Anschlussstücke vorteilhafterweise parallele Krümmungsebenen, wobei der Abstand dazwischen dem 1,1- bis 1,5-fachen des Rohrdurchmessers der gekrümmten Anschlussstücke entspricht.

Ein aus einem elastischen Material bestehender Stopfen, in dem sich Durchlassöffnungen für die Anschlussenden befinden, ist vorteilhafterweise in eine im Ofenmantel angeordnete Anschlussöffnung eingesetzt. Dieser Stopfen hat vorteilhafterweise einen seitlichen Sicherungsflansch, der zwischen Kühlplatten und Ofenmantel eingeklemmt ist. Mindestens zwei Anschlussenden führen durch den Stopfen in einen Anschlusskasten an einer Außenseite des Ofenmantels, wo sie durch ein flexibles Anschlussmittel miteinander verbunden sind. Ein Abschnitt des Anschlusskastens zwischen dem Stopfen und dem flexiblen Anschlussmittel ist vorteilhafterweise mit einem Schaumstoff-Dichtmaterial abgedichtet, um die Abdichtung des Anschlusskastens relativ zum Innenraum des Ofens zu verbessern. Darüber hinaus kann der Anschlusskasten an seiner untersten Stelle ein Leckprüfventil aufweisen.

Die vorliegende Erfindung kann auch auf Kühlplatten angewendet werden, die mindestens einen Kühlkanal aufweisen, der als eingegossenes Rohr ausgebildet ist (dies ist beispielsweise bei den meisten Kühlplatten der Fall, die aus Gusseisen bestehen). Bei diesen Kühlplatten steht mindestens ein Ende des Rohrs von einer Kantenseite des Plattenkörpers vor und bildet das Rohrbogen-Anschlussstück.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Es werden nun bevorzugte Ausführungen der Erfindung anhand der begleitenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:

1: einen Längsschnitt durch eine erste Ausführung einer gekühlten Ofenwand;

2: einen Längsschnitt durch eine zweite Ausführung einer gekühlten Ofenwand;

3: eine Draufsicht einer ersten Kühlplattenanordnung bei einer Ausführung einer gekühlten Ofenwand;

4: eine Draufsicht einer zweiten Kühlplattenanordnung bei einer Ausführung einer gekühlten Ofenwand;

5: eine Draufsicht einer dritten Kühlplattenanordnung bei einer Ausführung einer gekühlten Ofenwand;

6: einen Längsschnitt durch eine dritte Ausführung einer gekühlten Ofenwand;

7: einen Längsschnitt durch eine erste Variante der in 6 dargestellten Ausführung;

8: einen Längsschnitt durch eine zweite Variante der in 6 dargestellten Ausführung;

9: einen Längsschnitt durch eine dritte Variante der in 6 dargestellten Ausführung;

10: einen Längsschnitt durch eine vierte Ausführung einer gekühlten Ofenwand;

11: einen Längsschnitt durch eine erste Variante der in 10 dargestellten Ausführung;

12: einen Längsschnitt durch eine fünfte Ausführung einer gekühlten Ofenwand;

13: einen Längsschnitt wie in 6 mit weiteren Details;

14: eine Draufsicht eines Anschlusskastens, in dem Anschlussstücke von zwei Kühlplatten miteinander verbunden sind;

15: eine Draufsicht einer Kühlplattenanordnung mit Anschlusskästen gemäß 14;

16: eine dreidimensionale Darstellung einer ersten Ausführung eines in einen Kühlkanal einer Kühlplatte einzusetzenden Turbulators; und

17: eine dreidimensionale Darstellung einer zweiten Ausführung eines in einen Kühlkanal einer Kühlplatte einzusetzenden Turbulators.

Beschreibung bevorzugter Ausführungen der Erfindung anhand der Zeichnungen

Die Ofenwand 10, die in den Zeichnungen zur Veranschaulichung der Erfindung dargestellt ist, ist eine Hochofenwand, die durch Kühlplatten gekühlt wird. In 1 und 2 kennzeichnet das Bezugszeichen 12 einen Ofenmantel. Man sieht an der Innenseite des Ofenmantels 12 ein oberes Ende einer unteren Kühlplatte 14 und ein unteres Ende einer oberen Kühlplatte 14'. Diese Kühlplatten 14, 14' sind durch Gewindebolzen 16 am Ofenmantel 12 befestigt und bilden eine gekühlte Auskleidung der Innenseite des Ofenmantels 12. „D" kennzeichnet einen vertikalen Abstand zwischen der oberen Kantenseite 18 der unteren Kühlplatte 14 und der unteren Kantenseite 18' der oberen Kühlplatte 14'. Bei den in 1 und 2 dargestellten Ausführungen entspricht dieser Abstand „D" ungefähr dem Dreifachen der Dicke „E" der Kühlplatten 14, 14'.

Die in 1 und 2 dargestellten Kühlplatten 14, 14' haben einen massiven Kühlplattenkörper 20, 20', der aus Kupfer oder einer Kupferlegierung besteht. Vertikale Kühlkanäle 22, 22' sind direkt in diesem massiven Kühlplattenkörper 20, 20' angeordnet, d.h., dass sie beispielsweise in das Grundmaterial des Kühlplattenkörpers 20, 20' eingegossen, eingebohrt oder eingefräst wurden. Diese Kühlkanäle 22, 22' sind als vertikale Durchgangskanäle ausgebildet, die parallel durch den Kühlplattenkörper 20, 20' verlaufen. In 1 und 2 ist ersichtlich, dass der Kühlkanal 22 eine Öffnung 24 in der oberen Kantenseite 18 der unteren Kühlplatte 14 bildet und dass der Kühlkanal 22' eine Öffnung 24' in der unteren Kantenseite 18' der oberen Kühlplatte 14' bildet.

Die Bezugszeichen 26 und 26' kennzeichnen dickwandige 90°-Rohrbogen aus Kupfer, die Anschlussstücke der Kühlplatten 14, 14' bilden. Man sieht, dass ein Ende 28 des unteren Rohrbogens 26 in einer solchen Weise in die Öffnungen 24 eingeschweißt oder eingelötet ist, dass das zweite Ende 30 (auch als Anschlussende 30 bezeichnet) des unteren Rohrbogens 26 einer im Ofenmantel 12 angeordneten Anschlussöffnung 32 zugewandt ist; und dass ein Ende 28' des oberen Rohrbogens 26' in einer solchen Weise in die Öffnungen 24' eingeschweißt oder eingelötet ist, dass das zweite Ende 30' (auch als Anschlussende 30' bezeichnet) des oberen Rohrbogens 26' derselben im Ofenmantel 12 angeordneten Anschlussöffnung 32 zugewandt ist. Bei dieser Ausführung befinden sich die beiden Rohrbogen 26 und 26' vertikal übereinander im dem freien Raum, der zwischen der oberen Kantenseite 18 der unteren Kühlplatte 14 und der unteren Kantenseite 18' der oberen Kühlplatte 14' ausgebildet ist. Damit der freie Raum 34, in dem die Rohrbogen 26 und 26' positioniert sind, relativ zum Innenraum des Ofens abgeschirmt wird, ist eine Plattenverlängerung 36, 36' an der oberen Kantenseite 18 der unteren Kühlplatte 14 und an der unteren Kantenseite 18' der oberen Kühlplatte 14' – in beiden Fällen zum Innenraum des Ofens hin – angeordnet.

Bei der in 1 dargestellten Ausführung ist der untere Rohrbogen 26 durch einen Kompensationsrohrbogen 40 mit dem oberen Rohrbogen 26' verbunden, wobei der Kompensationsrohrbogen 40 an die freien Enden 30, 30' der Rohrbogen 26, 26' angeschweißt ist. Der Kompensationsrohrbogen 40 lässt das Kühlmedium (normalerweise Kühlwasser) aus dem Kühlkanal 20 in den Kühlkanal 20' laufen, wobei seine Elastizität in vertikaler Richtung temperaturbedingte Änderungen des Abstands „D" ausgleicht. Der Kompensationsrohrbogen 40 steht in einen Anschlusskasten 42 vor, der an der Außenseite des Ofenmantels 12 über der Anschlussöffnung 32 des Ofenmantels 12 angeordnet ist. Dieser Anschlusskasten 42 ist gasdicht mit dem Ofenmantel 12 verbunden und durch einen abnehmbaren Blindflansch 44 ebenso gasdicht verschlossen. Nach dem Abnehmen des Blindflansches 44 hat man von der Außenseite des Ofenmantels 12 aus direkten Zugang zum Kompensationsrohrbogen 40.

Bei der in 2 dargestellten Ausführung führen verlängerte Anschlussenden 46, 46' der Rohrbogen 26, 26' in abgedichteter Weise aus dem Ofenmantel 12 heraus. Zu diesem Zweck ist die Anschlussöffnung 32 des Ofenmantels 12 durch ein Stutzenstück 48 abgedeckt, das einen Durchlass 49, 49' für jedes Anschlussende 46, 46' bildet. Jedes Anschlussende 46, 46' ist in diesem Fall durch einen Rohrkompensator 50, 50' in abgedichteter Weise mit dem Stutzenstück 48 verbunden. Die Rohrkompensatoren 50, 50' (in 2 sind Balgkompensatoren dargestellt) müssen so konstruiert sein, dass sie Seiten- und Winkelbewegungen der Anschlussenden 46, 46' absorbieren können. Ein gemeinsames Schutzgehäuse 52 umgibt die zwei Rohrkompensatoren 50, 50'. Bei der in 2 dargestellten Ausführung sind die Anschlussenden 46, 46' beispielsweise durch eine Metallschlauchkupplung (wie in 13 dargestellt) miteinander verbunden (der Begriff „Metallschlauch" soll auch einen metallisch verstärkten Synthetikschlauch umfassen).

3 zeigt eine erste Kühlplattenanordnung an der Innenseite des Ofenmantels 12. Die Kühlplatten 14, 14' sind vertikal bündig übereinander angeordnet, doch die Kühlplatten zweier benachbarter Säulen sind vertikal um die halbe Höhe einer Kühlplatte versetzt. Daher sind die Anschlussöffnungen 32 im Ofenmantel 12 ebenso vertikal versetzt, so dass die Festigkeit des Ofenmantels 12 in geringerem Maße verringert wird. Dies ist insbesondere für die in der rechten Säule dargestellte Konstruktionsvariante wichtig. In diesem Fall sind die Anschlussöffnung 132 im Ofenmantel 12 und der Anschlusskasten 42 in einer solchen Weise dimensioniert, dass eine Kühlplatte 14 nach dem Abnehmen des Blindflansches 44 und Lösen der Rohranschlüsse vom Ofen entfernt oder durch den Anschlusskasten 42 in den Ofen eingeführt werden kann.

4 zeigt eine zweite Anordnung der Kühlplatten 14, 14' an der Innenseite des Ofenmantels 12. Diese Kühlplatten 14, 14' sind in Reihen übereinander positioniert, doch die Kühlplatten zweier benachbarter Reihen sind um die halbe Breite einer Kühlplatte versetzt. Bei dieser Anordnung sind die oberen Rohrbogen 26, die zur unteren Kühlplatte 14 gehören, in jedem Fall mit den Rohrbogen 26' von zwei benachbarten oberen Kühlplatten 14' verbunden.

5 zeigt eine dritte Anordnung der Kühlplatten 14, 14' an der Innenseite des Ofenmantels 12. Diese Kühlplatten 14 sind ebenso in Reihen übereinander positioniert, wobei die Kühlplatten, die zu zwei benachbarten Reihen gehören, etwas versetzt sind. Man sieht, dass die Enden 30 der zu den unteren Kühlplatten 14 gehörenden Rohrbogen 26 und die Enden der zu den oberen Kühlplatten gehörenden Rohrbogen 26' in einer Reihe liegen. Demnach ist der vertikale Abstand „D" zwischen der oberen Kantenseite 18 einer unteren Kühlplatte 14 und der unteren Kantenseite 18' einer oberen Kühlplatte 14' kleiner (und entspricht nun ungefähr dem Zweifachen der Dicke „E" der Kühlplatten 14, 14'). Bei den Kühlplatten der linken Seite von 5 sind die Rohrbogen 26, 26' durch feste Rohrsegmente 60 verbunden, die im Wesentlichen die Form von Rennradlenkern aufweisen, um temperaturbedingte Bewegungen zwischen den Kühlplatten zu absorbieren. Bei den Kühlplatten der rechten Seite von 5 sind die Rohrbogen 26, 26' durch Metallschläuche 62 verbunden.

6 zeigt eine weitere Ausführung der gekühlten Ofenwand. Bei dieser Ausführung sind die zwei Kantenseiten 18, 18' der Kühlplatten 14, 14', aus denen die gekrümmten Anschlussstücke 26, 26' aus den Plattenkörpern 20, 20' herausführen, spiegelbildlich zur Innenseite des Ofenmantels 12 hin abgeschrägt, so dass sie einen keilförmigen Raum 69 begrenzen, der zum Innenraum des Ofens hin enger wird. Der Winkel &agr; zwischen der jeweiligen Rückseite der Kühlplatte 14, 14' und der entsprechenden Kantenseite 18, 18' liegt vorteilhafterweise im Bereich von 105° bis 150° und beträgt vorzugsweise 120°. Die gekrümmten Anschlussstücke 26, 26' werden im keilförmigen Raum 69 im Wesentlichen vor der Wärmestrahlung aus dem Innenraum des Ofens abgeschirmt. Sie befinden sich sozusagen im Schatten der Kanten der Kühlplatten 14, 14'. Ferner kann der keilförmige Raum 69 mit einem feuerfesten Material gefüllt sein, wobei in diesem Fall aber die Verlängerung der Kühlplatten 14, 14' und deren Anschlussstücke nicht übermäßig behindert werden dürfen. Da die gekrümmten Anschlussstücke 26, 26' jetzt relativ gut vor Wärmestrahlung geschützt sind, können sie beispielsweise auch aus Edelstahl bestehen. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass Rohrbogen aus Edelstahl bessere mechanische Eigenschaften und niedrigere Preise als dickwandige Rohrbogen aus Kupfer haben.

7 zeigt eine Modifikation der in 6 dargestellten Ausführung. Die zwei Plattenkörper 20, 20' sind vertikal übereinander an der Innenseite des Ofenmantels angeordnet. Die Kantenseite 18 des unteren Plattenkörpers 20 hat einen dem Innenraum des Ofens zugewandten nasenartigen Vorsprung 70, der parallel zur gegenüberliegenden Kantenseite 18' des oberen Plattenkörpers 20' abgeschrägt ist, so dass dieser nasenartige Vorsprung 70 und die Kantenseite 18' des oberen Plattenkörpers 20' einen Zwischenraum 72 bilden, der vom Innenraum des Ofens zur Innenseite des Ofenmantels 12 hin ansteigt. Durch diesen Zwischenraum 72, der vom Innenraum des Ofens zur Innenseite des Ofenmantels 12 hin ansteigt, ist es beispielsweise für sich absetzende Beschickung schwieriger, in den keilförmigen Raum 69 einzudringen.

8 zeigt eine Modifikation der in 7 dargestellten Ausführung. Die Kantenseite 18' des oberen Plattenkörpers 20' hat einen dem Innenraum des Ofens zugewandten nasenartigen Vorsprung 70', der parallel zur Kantenseite 18 des unteren Plattenkörpers 20 abgeschrägt ist, so dass dieser nasenartige Vorsprung 70' und die Kantenseite 18 des unteren Plattenkörpers 20 einen Zwischenraum 72 bilden, der vom Innenraum des Ofens zur Innenseite des Ofenmantels 12 hin abfällt. Durch diesen in Richtung der Innenseite des Ofenmantels 12 abfallenden Zwischenraum 72 ist es für heiße Gase schwieriger, in den keilförmigen Raum 69 einzudringen.

9 zeigt eine weitere Modifikation der in 7 dargestellten Ausführung. In diesem Fall haben die zwei abgeschrägten Kantenseiten 18, 18' jeweils einen dem Innenraum des Ofens zugewandten nasenartigen Vorsprung 70, 70', wobei die nasenartigen Vorsprünge einander überlappen. In diesem Fall sind die beiden nasenartigen Vorsprünge 70, 70' durch einen labyrinthartigen Zwischenraum 74 voneinander getrennt. Durch Letzteren ist es für heiße Gase und sich absetzende Beschickung schwieriger, in den keilförmigen Raum 69 einzudringen.

10 zeigt eine weitere Ausführung der gekühlten Ofenwand. Die untere Kühlplatte 14 umfasst einen Plattenkörper 20, der aus Kupfer oder Stahl besteht. Die obere Kühlplatte 14' umfasst jedoch einen Plattenkörper 20' aus Gusseisen, in dem die Kühlkanäle als eingegossene Rohre 76' ausgebildet sind. Das Ende eines Rohrs 76' dieses Typs führt aus der Kantenseite 18' des Plattenkörpers 20' heraus, wo es ein gekrümmtes Anschlussstück 26' mit einem Anschlussende 30' bildet, das durch die im Ofenmantel 12 angeordneten Anschlussöffnungen 32 verläuft. Es ist anzumerken, dass die Kantenseite 18' vorne und hinten abgeschrägt ist, wobei das gekrümmte Anschlussstück 26' aus der hinten abgeschrägten Kantenseite austritt. Die Abschrägung in Richtung des Innenraums des Ofens bewirkt einen besseren Übergang zwischen der aus Gusseisen bestehenden Kühlplatte 14' und der dünneren Kühlplatte 14, die aus Kupfer oder Stahl besteht.

11 zeigt eine Modifikation der in 10 dargestellten Ausführung. Bei dieser Ausführung hat der aus Gusseisen bestehende obere Plattenkörper 20' ebenso wie die aus Kupfer oder Stahl bestehende untere Kühlplatte 14 eine Kantenseite 18', die ausschließlich an der Rückseite abgeschrägt ist. Da die beiden Vorderseiten der Plattenkörper 20 und 20' bündig sind, ist der Zwischenraum zwischen der Rückseite des aus Kupfer oder Stahl bestehenden Plattenkörpers 20 und dem Ofenmantel 12 breiter als der Zwischenraum zwischen der Rückseite des aus Gusseisen bestehenden dickeren Plattenkörpers 20' und dem Ofenmantel 12. Der Zwischenraum zwischen der Rückseite des aus Kupfer oder Stahl bestehenden Plattenkörpers 20 und dem Ofenmantel 12 kann aber beispielsweise durch eine Verengung im Ofenmantel (nicht dargestellt) verkleinert werden.

12 zeigt eine weitere Ausführung der gekühlten Ofenwand. Die untere Kühlplatte 14 und die obere Kühlplatte 14' umfassen einen aus Gusseisen bestehenden Plattenkörper 20, 20', in dem die Kühlkanäle als eingegossene Rohre 76, 76' ausgebildet sind. Die Kantenseite 18, 18' ist in jedem Fall teilweise an der Rückseite abgeschrägt, wobei der Rohrbogen 26, 26' aus der nach hinten abgeschrägten Kantenseite austritt.

13 zeigt eine Kühlplattenanordnung wie in 6 mit weiteren Konstruktionsdetails. Man sieht, dass ein Stopfen 80 mit Durchlassöffnungen für die Anschlussenden 30, 30' der gekrümmten Anschlussstücke 26, 26' in die Anschlussöffnung 32 im Ofenmantel 12 eingesetzt wurde. Der Stopfen 80 besteht aus einem elastischen Material, so dass er die freie Ausdehnung der Anschlussstücke 26, 26' und Kühlplatten 14, 14' nicht wesentlich behindert. Er hat an seiner Kante einen umschließenden Sicherungsflansch 82, der zwischen den Kühlplatten 14, 14' und dem Ofenmantel 12 eingeklemmt ist. Die Anschlussenden 30, 30' führen durch die Durchlassöffnungen des Stopfens 80 in den Anschlusskasten 42, wo sie durch eine flexible Anschlussleitung 84 mit Schnellkupplungen 86, 86' miteinander verbunden sind. Unmittelbar hinter dem Stopfen 80 ist ein Teilabschnitt des Anschlusskastens 42 mit einem elastischen Schaumstoffmaterial 83 rings um die Anschlussenden 30, 30' gefüllt. Das hintere Ende des Anschlusskastens 42, das nicht mit Schaumstoff gefüllt ist und in dem die Anschlussleitung 84 angeordnet ist, ist an seiner untersten Stelle mit einem Leckprüfventil 88 versehen. Im Falle eines Lecks in den Verbindungen zwischen den Anschlussstücken 26, 26' sammelt sich Kühlwasser im hinteren Ende des Anschlusskastens 42. Das Leckprüfventil 88 kann dazu verwendet werden, den Anschlusskasten 42 auf Leckwasser zu prüfen, ohne dass der Blindflansch 44 des Anschlusskastens 42 geöffnet werden muss.

14 zeigt eine Draufsicht eines Anschlusskastens 42, in dem mehrere Anschlussstücke 26, 26' der zwei Kühlplatten 14, 14' miteinander verbunden sind. Man sieht, dass jedes der gekrümmten Anschlussstücke 26, 26' am Ausgang von der Kantenseite 18, 18' des Plattenkörpers 20, 20' zuerst eine erste Krümmung 102, 102' in der Mittelebene (= die Ebene, die parallel zur Zeichnungsebene liegt) des Plattenkörpers 20, 20' und dann eine zweite Krümmung 104, 104' in einer Ebene aufweist, die senkrecht zur Mittelebene des Plattenkörpers 20, 20' steht. Die dargestellten Anschlussstücke 26, 26' bestehen beispielsweise aus einem 30°-Rohrbogen und einem 90°-Rohrbogen, deren Mittellinien in zwei zueinander senkrechten Ebenen liegen.

In 14 sind die Kühlplatten 14, 14' in einer solchen Weise übereinander positioniert, dass der Auslasspunkt eines gekrümmten Anschlussstücks 26 in einer Kantenseite 18 der ersten Kühlplatte 14 und der Auslasspunkt eines gekrümmten Anschlussstücks 26' in einer gegenüberliegenden Kantenseite 18' der zweiten Kühlplatte 14' axial einander gegenüberliegen. Die erste Krümmung 102 eines gekrümmten Anschlussstücks 26 der ersten Kühlplatte 14 ist nach rechts ausgerichtet. Im Gegensatz dazu ist die erste Krümmung 102' eines gekrümmten Anschlussstücks 26' der zweiten Kühlplatte 14' nach links – d.h. in entgegengesetzter Richtung – ausgerichtet. Die Krümmungsebenen 106, 106' der zweiten Krümmungen 104, 104' liegen parallel zueinander und haben einen Abstand „d" zwischen sich, der dem 1,1-bis 1,5-fachen des Rohrdurchmessers der gekrümmten Anschlussstücke (26, 26') entspricht. Es ist anzumerken, dass die doppelte Krümmung der Anschlussstücke 26, 26' ermöglicht, dass die beiden Kühlplatten 14, 14' sehr nahe zusammen angeordnet werden können.

15 zeigt eine Kühlplattenanordnung mit Anschlusskästen 42 wie in 14. Jeder dieser Anschlusskästen 42 kann dazu verwendet werden, eine Kühlplatte 14, 14' einzubauen oder zu entfernen. Man sieht, wie die Anschlusskästen 42 in Bezug auf die Höhe versetzt sind, um die Festigkeit des Ofenmantels 12 nicht übermäßig zu verringern.

Es versteht sich, dass man das Rohrbogen-Anschlussstück vorteilhafterweise dazu verwenden kann, einen Turbulator in einem Kühlkanal der Kühlplatte anzubringen. 16 und 17 zeigen mögliche Ausführungen eines solchen Turbulators 200, 200'. Letzterer umfasst einen Turbulatorkörper 202, 202' und einen ringförmigen Befestigungsflansch 204, 204'. Der Turbulatorkörper 202, 202' ist axial in den Kühlkanal eingesetzt. Der ringförmige Befestigungsflansch 204, 204' lagert auf einer Absatzfläche in der Öffnung des Kühlkanals in der Kantenseite der Kühlplatte. Er ist auf dieser Absatzfläche durch das Anschlussstück gesperrt, dessen Ende in diese Öffnung eingesetzt ist, und durch eine Schweiß- oder Hartlötverbindung abgedichtet mit der Kantenseite verbunden. Ein solcher Turbulator erhöht die Wirksamkeit der Wärmeübertragung, indem dem Kühlfluid im Kühlkanal eine Quergeschwindigkeits-Komponente hinzugefügt wird.


Anspruch[de]
Gekühlte Ofenwand, umfassend einen Ofenmantel mit einer Innenseite und einer Außenseite und Kühlplatten (14, 14'), die die Innenseite des Ofenmantels auskleiden; wobei jede der Kühlplatten (14, 14') einen Plattenkörper (20, 20') und vorstehende Anschlussstücke aufweist, um der Kühlplatte (14, 14') ein Kühlmittel zuzuführen, und der Ofenmantel Anschlussöffnungen darin aufweist, die es ermöglichen, dass die Anschlussstücke von benachbarten Kühlplatten (14, 14') von der Außenseite des Ofenmantels aus miteinander verbunden werden; dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Anschlussstücke als ein Rohrbogen (26, 26') ausgebildet ist, der von einer Kantenseite (18, 18') des Plattenkörpers (20, 20') vorsteht und der ein Anschlussende (30, 30') aufweist, das durch eine der Anschlussöffnungen im Ofenmantel verläuft. Ofenwand nach Anspruch 1, wobei ein Anschlussende eines Rohrbogen-Anschlussstücks einer ersten Kühlplatte durch ein flexibles Anschlussmittel mit einem Anschlussende eines Rohrbogen-Anschlussstücks einer benachbarten zweiten Kühlplatte verbunden ist. Ofenwand nach Anspruch 2, wobei: ein Anschlusskasten an der Außenseite des Ofenmantels über einer der Anschlussöffnungen angeordnet ist; und die Anschlussenden (30, 30') in den Anschlusskasten verlaufen, wo sie durch das flexible Anschlussmittel miteinander verbunden sind. Ofenwand nach Anspruch 3, wobei der Anschlusskasten durch einen abnehmbaren Blindflansch abgedichtet ist. Ofenwand nach Anspruch 4, wobei der Anschlusskasten so dimensioniert ist, dass eine der Kühlplatten (14, 14') von dem Ofen entfernt oder durch den Anschlusskasten in den Ofen eingeführt werden kann. Ofenwand nach Anspruch 5, wobei benachbarte Anschlussöffnungen im Ofenmantel vertikal versetzt sind. Ofenwand nach irgendeinem der Ansprüche 3 bis 6, wobei das flexible Anschlussmittel einen Kompensationsrohrbogen umfasst, der im Anschlusskasten angeordnet ist. Ofenwand nach irgendeinem der Ansprüche 3 bis 6, wobei das flexible Anschlussmittel ein Rohrbogensegment umfasst, das im Anschlusskasten angeordnet ist und im Wesentlichen die Form von Rennradlenkern hat. Ofenwand nach irgendeinem der Ansprüche 3 bis 6, wobei das flexible Anschlussmittel einen Metallschlauch umfasst, der im Anschlusskasten angeordnet ist, wo er an die Anschlussenden (30, 30') eines Paars von Rohrbogen-Anschlussstücken (26, 26') gekuppelt ist. Ofenwand nach Anspruch 2, wobei: die Anschlussöffnung im Ofenmantel durch ein Stutzenstück abgedeckt ist, das für jedes Anschlussende eine separate Durchlassöffnung (49, 49') aufweist; und jedes der Anschlussenden (46, 46') durch einen Rohrkompensator (50, 50') in abgedichteter Weise mit dem Stutzenstück verbunden ist. Ofenwand nach irgendeinem der Ansprüche 2 bis 10, wobei eine Plattenverlängerung (36, 36') an der Kantenseite (18, 18') der Kühlplatte (14, 14') vor den Anschlussstücken (26, 26') angeordnet ist, so dass sie die Anschlussstücke (26, 26') relativ zum Innenraum des Ofens abschirmt. Ofenwand nach irgendeinem der Ansprüche 2 bis 10, umfassend zwei Reihen von Kühlplatten, die vertikal direkt übereinander angeordnet sind, wobei die vertikalen Verbindungen zwischen den zur oberen Reihe gehörenden Kühlplatten relativ zu den vertikalen Verbindungen zwischen den zur unteren Reihe gehörenden Kühlplatten versetzt sind. Ofenwand nach Anspruch 12, wobei die Rohrbogen-Anschlussstücke von zur unteren Reihe gehörenden Kühlplatten mit den Rohrbogen-Anschlussstücken von zwei benachbarten, zur oberen Reihe gehörenden Kühlplatten verbunden sind. Ofenwand nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die Kantenseite (18, 18') des Plattenkörpers (20, 20'), von der das gekrümmte Anschlussstück (26, 26') vorsteht, zur Innenseite des Ofenmantels hin abgeschrägt ist. Ofenwand nach Anspruch 14, wobei die abgeschrägte Kantenseite (18, 18') einen Winkel zwischen 105° und 135° bezogen auf die Rückseite der Kühlplatte bildet. Ofenwand nach Anspruch 15, wobei die abgeschrägte Kantenseite (18, 18') einen Winkel von ungefähr 120° mit der Rückseite der Kühlplatte bildet. Ofenwand nach Anspruch 14, 15 oder 16, wobei für zwei Kühlplatten (14, 14'), die durch die Anschlussstücke (26, 26') miteinander zu verbinden sind, die gegenüberliegenden Kantenseiten (18, 18'), von denen die Anschlussstücke (26, 26') vorstehen, spiegelbildlich abgeschrägt sind, so dass sie einen keilförmigen Raum begrenzen, der zum Innenraum des Ofens hin enger wird. Ofenwand nach Anspruch 17, wobei: die Plattenkörper (20, 20') der zwei Kühlplatten (14, 14') vertikal direkt übereinander angeordnet sind, so dass eine obere Kantenseite des unteren Plattenkörpers direkt einer unteren Kantenseite des oberen Plattenkörpers zugewandt ist; und die obere Kantenseite des unteren Plattenkörpers einen nasenartigen Vorsprung aufweist, der parallel zur unteren Kantenseite des oberen Plattenkörpers abgeschrägt ist, so dass der nasenartige Vorsprung und die untere Kantenseite des oberen Plattenkörpers einen Zwischenraum bilden, der zur Innenseite des Ofenmantels hin ansteigt. Ofenwand nach Anspruch 17, wobei: die Plattenkörper (20, 20') der zwei Kühlplatten (14, 14') vertikal direkt übereinander angeordnet sind, so dass eine obere Kantenseite des unteren Plattenkörpers direkt einer unteren Kantenseite des oberen Plattenkörpers zugewandt ist; und die untere Kantenseite des oberen Plattenkörpers einen nasenartigen Vorsprung aufweist, der parallel zur oberen Kantenseite des unteren Plattenkörpers abgeschrägt ist, so dass der nasenartige Vorsprung und die obere Kantenseite des unteren Plattenkörpers einen Zwischenraum bilden, der zur Innenseite des Ofenmantels hin abfällt. Ofenwand nach Anspruch 17, wobei die zwei abgeschrägten Kantenseiten (18, 18') jeweils einen nasenartigen Vorsprung (70, 70') aufweisen, der dem Innenraum des Ofens zugewandt ist, und die zwei nasenartigen Vorsprünge (70, 70') einander überlappen. Ofenwand nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 20, wobei das Anschlussstück (26, 26') am Auslass der Kantenseite (18, 18') eine erste Krümmung in einer Mittelebene des Plattenkörpers (20, 20') und danach eine zweite Krümmung in einer Ebene aufweist, die senkrecht zur Mittelebene des Plattenkörpers (20, 20') steht. Ofenwand nach Anspruch 21, wobei das Anschlussstück (26, 26') aus einem 30°-Rohrbogen und einem 90°-Rohrbogen besteht, deren Mittellinien in zueinander senkrechten Ebenen liegen. Ofenwand nach Anspruch 21 oder 22, umfassend zwei benachbarte Kühlplatten (14, 14'), die über- oder nebeneinander in einer solchen Weise angeordnet sind, dass der Auslass eines Anschlussstücks in einer Kantenseite der ersten Kühlplatte und der Auslass eines Anschlussstücks in einer gegenüberliegenden Kantenseite der zweiten Kühlplatte axial einander gegenüberliegen; wobei: die erste Krümmung eines Anschlussstücks der ersten Kühlplatte in einer ersten Richtung ausgerichtet ist; und die erste Krümmung eines Anschlussstücks der zweiten Kühlplatte in der entgegengesetzten Richtung ausgerichtet ist. Ofenwand nach Anspruch 23, wobei die zweiten Krümmungen der Anschlussstücke parallele Krümmungsebenen definieren und der Abstand zwischen diesen parallelen Krümmungsebenen dem 1,1- bis 1,5-fachen des Rohrdurchmessers der gekrümmten Anschlussstücke (26, 26') entspricht. Ofenwand nach Anspruch 23 oder 24, wobei:

die gegenüberliegenden Kantenseiten (18, 18') der zwei Plattenkörper (20, 20') spiegelbildlich abgeschrägt sind, um so einen keilförmigen Raum zu begrenzen, der zum Innenraum des Ofens hin enger wird;

das Anschlussende eines Rohrbogen-Anschlussstücks der ersten Kühlplatte durch die Anschlussöffnungen hinter der abgeschrägten Kantenseite der zweiten Kühlplatte verläuft; und

das Anschlussende eines Rohrbogen-Anschlussstücks der zweiten Kühlplatte durch dieselbe Anschlussöffnung hinter der abgeschrägten Kantenseite der ersten Kühlplatte verläuft.
Ofenwand nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 25, umfassend einen aus einem elastischen Material bestehenden Stopfen, der in eine der Anschlussöffnungen im Ofenmantel eingesetzt ist. Ofenwand nach Anspruch 26, wobei der Stopfen einen seitlichen Sicherungsflansch aufweist, der zwischen den Kühlplatten (14, 14') und dem Ofenmantel eingeklemmt ist. Ofenwand nach Anspruch 26 oder 27, wobei:

an der Außenseite des Ofenmantels ein Anschlusskasten über der Anschlussöffnung angeordnet ist;

mindestens zwei Anschlussenden (30, 30') durch den Stopfen in diesen Anschlusskasten verlaufen, wo sie durch ein flexibles Anschlussmittel miteinander verbunden sind; und

ein Abschnitt des Anschlusskastens zwischen dem Stopfen und dem flexiblen Anschlussmittel mit einem Schaumstoff-Dichtmaterial abgedichtet ist.
Ofenwand nach Anspruch 27 oder 28, wobei der Anschlusskasten an seiner untersten Stelle ein Leckprüfventil aufweist. Ofenwand nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 29, wobei: eine Kühlplatte mindestens einen Kühlkanal (22, 22') aufweist, der direkt in einem massiven Plattenkörper (20, 20') ausgebildet ist; der Kühlkanal (22, 22') eine Öffnung (24, 24') in der Kantenseite (18, 18') des Plattenkörpers (20, 20') bildet; und

ein erstes Ende (28, 28') des Rohrbogens (26, 26') in die Öffnung (24, 24') in der Kantenseite (18, 18') eingesetzt ist.
Ofenwand nach Anspruch 30, ferner umfassend einen Turbulator (200, 200'), der im Kühlkanal (22, 22') angebracht ist, wobei:

der Turbulator einen Turbulatorkörper (202, 202') und einen ringförmigen Befestigungsflansch (204, 204') umfasst;

der Turbulatorkörper (202, 202') axial in den Kühlkanal (22, 22') eingesetzt ist;

der ringförmige Befestigungsflansch (204, 204') auf einer Absatzfläche in der Öffnung des Kühlkanals lagert; und

der ringförmige Befestigungsflansch (204, 204') durch das erste Ende (28, 28') des Rohrbogens (26, 26') auf der Absatzfläche gesperrt ist, das in die Öffnung (24, 24') in der Kantenseite (18, 18') eingesetzt ist.
Ofenwand nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 29, wobei:

eine Kühlplatte mindestens einen Kühlkanal (22, 22') aufweist, der als eingegossenes Rohr ausgebildet ist; und

mindestens ein Ende des Rohrs von einer Kantenseite (18, 18') des Plattenkörpers (20, 20') vorsteht und das Rohrbogen-Anschlussstück (26, 26') bildet.






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