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Dokumentenidentifikation DE69934047T2 31.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0000959162
Titel Vorrichtung zum Halten einer Maschenschlaufe für eine Flachstrickmaschine
Anmelder Shima Seiki Mfg. Ltd., Wakayama, JP
Erfinder Shima, Masahiro, Wakayama-shi, Wakayama-ken, JP
Vertreter Hansmann & Vogeser, 81369 München
DE-Aktenzeichen 69934047
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 13.05.1999
EP-Aktenzeichen 993037498
EP-Offenlegungsdatum 24.11.1999
EP date of grant 22.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2007
IPC-Hauptklasse D04B 15/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse D04B 15/36(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Hintergrund der vorliegenden Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Flachstrickmaschinen, die mit Schiebernadeln ausgerüstet sind und die es bei Bedarf möglich machen, unter den zum Stricken benutzen Nadeln eine leere Nadel bereitzustellen, während der Strickvorgang mit der Flachstrickmaschine fortgesetzt wird; die Bereitstellung dieser leeren Nadel erfolgt dadurch, dass die von dieser Nadel bislang gehaltene Masche von einer anderen Nadel übernommen wird oder von einer Übergabeplatine oder von einem sonstigen anderen Bauteil übernommen wird.

Eine herkömmliche Strickmaschine ist als so genannte Doppelbett-Flachstrickmaschine ausgebildet und hat zwei Nadelbetten; an jedem Nadelbett befindet sich eine große Anzahl von, in Reihen angeordneten Nadeln, die an den gegenüberliegenden Seiten einer Nadelbettlücke nach vorne und nach hinten ausgerichtet sind. Eine Flachstrickmaschine dieser Art ist so aufgebaut, dass die an den Nadelbetten befindlichen Nadeln dazu benutzt werden, Maschen zu stricken; die an jedem dieser Nadelbetten gebildeten Maschen können auf die gegenüberliegenden Nadeln des anderen Nadelbettes übertragen bzw. umgehängt werden; auf diese Weise kann jemand durch Kombinationen von Maschenbildung und Maschenumhängung verschiedene Strickstoffe stricken, wie das beispielsweise aus dem Dokument GB-A-2143855 bekannt ist.

Für die Anwendung als Nadeln bei einer solchen Flachstrickmaschine stehen Zungennadeln und Schiebernadeln zur Verfügung. Es ist bekannt, dass bei Anwendung von Schiebernadeln die Strickmaschine kleinere Abmessungen aufweisen kann, weil der Rücklauf und der Vorlauf einer Nadel auf etwa die Hälfte des Betrags vermindert werden kann, der für herkömmliche Zungennadeln erforderlich ist; dies liegt daran, dass der Schieber und der Nadelkörper einer Schiebernadel relativ zueinander bewegt werden, um den Haken zu öffnen und zu schließen; dies führt zu einer Steigerung der Produktivität. Es sind verschiedene Typen von Schiebernadeln entwickelt worden.

Werden zum Stricken eines Strickstoffs beispielsweise nur die Nadeln an dem vorderen Nadelbett zum Stricken verwendet, dann wird eine Maschenware gestrickt, die eine Rechts-Maschen-Struktur aufweist; wird dagegen ein Garn in einem Zick-Zack-Muster zugeführt, so dass sowohl die Nadeln des vorderen Nadelbettes als auch die Nadeln des hinteren Nadelbettes eingesetzt werden, dann wird eine Maschenware gestrickt, die eine Rippen-Maschen-Struktur aufweist. Wenn andererseits ein Rundstrickvorgang durchgeführt wird, wo ein Garn kontinuierlich zuerst den Nadeln des vorderen Nadelbettes zugeführt wird und anschließend den Nadeln des hinteren Nadelbettes zugeführt wird, dann wird eine schlauchförmige Maschenware erzeugt, die aus einem Vorderteil-Strickteil und aus einem Rückenteil-Strickteil zusammengesetzt ist, die je an den gegenüberliegenden Enden miteinander verbunden sind.

Sofern ein Strickvorgang mit Rechts-Maschen und Links-Maschen in gemischter Anordnung beim gleichen Maschenstäbchen durchgeführt werden soll, oder wenn ein solcher Strickvorgang durchgeführt werden soll, dass eine Masche verschoben und mit einer benachbarten Masche überlappt werden soll, dann wird eine leere Nadel am gegenüberliegenden Nadelbett benötigt. Sofern beispielsweise ein Links- und Links-Muster gestrickt werden soll, das Rechts-Maschen und Links-Maschen in gemischter Anordnung enthält, dann müssen die Rechts-Maschen zuerst an dem vorderen Nadelbett erzeugt werden, und diese Rechts-Maschen werden anschließend auf die Nadeln des gegenüberliegenden hinteren Nadelbetts umgehängt, und anschließend werden beim nächsten Durchgang Rechts-Maschen an dem hinteren Nadelbett erzeugt; beim Stricken der folgenden Maschenreihen werden fortlaufend Maschen von vorne nach hinten sowie von hinten nach vorne umgehängt, alternierend zwischen den beiden Nadelbetten, um die fortlaufenden Maschenreihen zu stricken. Sofern andererseits ein strukturiertes Muster gestrickt werden soll und ein fully-fashioned (an die Körperform abgepasstes) Strickteil gestrickt werden soll, dann werden die Maschen zuerst auf leere Nadeln am anderen Nadelbett umgehängt, und daraufhin werden die Nadelbetten relativ zueinander versetzt, wodurch die auf benachbarte Nadeln umgehängten Maschen erneut auf die Nadeln des ursprünglichen Nadelbetts umgehängt werden, so dass sie nunmehr mit Maschen der benachbarten Nadeln überlappen.

Um Maschenware mit einer Rechts-Masche, einer weiten Rippen-Masche oder dergleichen zu stricken, sollten die gegenüber angeordneten Nadeln verwendet werden, weil es sich hier um leere Nadeln handelt. Wenn jedoch eine 1 x 1-Rippen-Maschen-Ware oder ein schlauchförmiges Strickteil (Rundstrickware) gestrickt werden soll, wozu sämtliche Nadeln aus dem vorderen und dem hinteren Nadelbett benutzt werden, dann ist es unmöglich, einen solchen Strickvorgang in der oben beschriebenen Weise auszuführen, weil leere Nadeln nicht gewährleistet werden können, auf welche Maschen übergeben werden können. In diesem Falle müssen zusätzliche Maßnahmen getroffen werden, um zu ermöglichen, dass eine Flachstrickmaschine dieser Art verwendet werden kann. Dies erfordert neben einem Paar Nadelbetten, nämlich einem vorderen Nadelbett und einem hinteren Nadelbett zusätzlich ein Hilfsbett (Übergabeplatinenbett), in dem als Strickglieder ausgebildete Übergabeplatinen untergebracht sind, die ausschließlich zum Umhängen von Maschen dienen; oder ansonsten muss eine so genannte Vierbetten-Flachstrickmaschine vorgesehen werden, zu der zwei weitere Nadelbetten gehören, von denen eines oberhalb des vorderen Nadelbettes und das andere oberhalb des hinteren Nadelbettes vorgesehen sind, um so leere Nadeln bereitzustellen.

In dieser Hinsicht ist die Fachwelt bislang davon ausgegangen, dass eine wesentliche Anforderung darin besteht, dass – um Maschen zwischen verschiedenen Nadelbetten umzuhängen – leere Nadeln am anderen Nadelbett vorhanden sein müssen. Sofern Maschenware gestrickt werden soll, zu deren Erzeugung leere Nadeln als erforderlich angesehen werden, ist die Tatsache, dass das Vorhandensein solcher leerer Nadeln nicht gewährleistet werden kann, bislang als ernsthafte Beschränkung in der Entwicklung verschiedener Strickverfahren zur Erzeugung von Maschenware angesehen worden. Dies beruht darauf, dass dann, wenn eine andere Masche auf eine Nadel übergeben wird, auf der bereits eine Masche gehalten wird, diese beiden Maschen dann eine Doppelmasche bilden und überhaupt nicht mehr voneinander getrennt werden können. Im Ergebnis führt das dazu, dass selbst bei Anwendung eines Übergabeplatinenbettes oder einer Vierbetten-Flachstrickmaschine, wie oben beschrieben, das gleiche Problem auftritt, wie bei einer Doppelbett-Flachstrickmaschine.

Zusammenfassung der vorliegenden Erfindung

Davon ausgehend, besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Maschenhaltevorrichtung bereitzustellen, mit welcher in einem solchen Falle, wo es beim Stricken einer Maschenware erforderlich wird, eine andere Form von Maschenware zu stricken unter Anwendung jener Nadeln, mit denen die erste Maschenware gestrickt worden ist, auf den Nadeln gehaltene Maschen dazu gebracht werden können, von anderen Maschenhaltegliedern als Nadeln gehalten zu werden, so dass die bereits auf solchen Maschenhaltegliedern gehaltenen Maschen von denjenigen Maschen isoliert werden, die neuerlich auf den Maschenhaltegliedern zurückgelassen werden und – nachdem die oben dargelegte Notwendigkeit beendet ist – die so zurückgelassenen Maschen wieder auf die ursprünglichen Nadeln zurückgegeben werden können.

Im Rahmen der vorliegenden Unterlagen muss zwischen "Halten" einer Masche und "Übergabe bzw. Umhängen" einer Masche unterschieden werden. Das "Halten" einer Masche bedeutet nicht "Umhängen" der Masche im ursprünglichen Sinne; das heißt, ein ledigliches Umhängen einer Masche in den Haken einer anderen Nadel (sofern in diesem Falle die übernehmende Nadel bereits eine Masche hält, dann werden im Haken dieser Nadel überlappende Maschen (Doppelmaschen) gebildet) bedeutet hier, dass die übernehmende Nadel bereits eine, von der Nadel selbst gehaltenen Masche hält, die während die neuerlich übernommene Masche in einem wechselseitig davon getrennten Zustand gehalten wird. Mit anderen Worten ausgedrückt: im Rahmen der Beschreibung der erfindungsgemäßen Maschenhaltevorrichtung bedeutet "Halten" einer Masche, dass eine bereits von der Nadel selbst gehaltene Masche im Haken des Nadelkörper dieser Nadel gehalten wird, während eine neuerlich von dieser Nadel übernommene Masche auf der Zunge des Schiebers dieser Nadel gehalten wird. Im Rahmen der nachfolgenden Beschreibung und der Ansprüche werden die Begriffe "Übergabe bzw. Umhängen" und "Halten" im Sinne der vorstehend angegebenen Bedeutungen dieser Begriffe verwendet.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird eine Maschenhaltevorrichtung für eine Flachstrickmaschine bereitgestellt, mit/wobei

  • – Schiebernadeln, die nachfolgend kurz als "Nadeln" bezeichnet werden;
  • – diese Nadeln je einen, relativ zueinander beweglichen Nadelkörper und einen Schieber aufweisen;
  • – diese Nadeln in Reihen an wenigstens zwei Nadelbetten angeordnet sind, nämlich an einem vorderen Nadelbett und an einem hinteren Nadelbett, die gegenüber zueinander angeordnet sind;
  • – der, an jeder Nadel befindliche Schieber mit einer Zunge versehen ist, die als ein, aus zwei dünnen biegsamen Blechelementen bestehender Schichtkörper ausgebildet ist;
  • – diese Zunge betätigbar ist, um eine Hakenöffnung zu öffnen und zu schließen, die an einem Haken ausgebildet ist, der an einem Nadelkörperende vorgesehen ist;
  • – diese Zunge weiter vorlaufen kann als der Haken, und dann, wenn die Zunge weiter vorgelaufen ist, als der Haken, dann ein Ende der Zunge von dem Haken seitlich geöffnet werden kann, so dass die Zunge in eine Nadelbettlücke vorstoßen kann, in einem Zustand, wo die auf der Nadel selbst gehaltene Masche auf der Zunge angeordnet ist;
  • – je der Nadelkörper von einer Nadelkörperbetätigungseinrichtung, sowie der Schieber von einer Schieberbetätigungseinrichtung vorlaufend und zurücklaufend betätigbar ist, die zu einer, an einem Schlitten befindlichen Nadelbetätigungseinrichtung gehören;

    dadurch gekennzeichnet, dass

    diese Maschenhaltevorrichtung neben der zum Maschenstricken dienenden Nadelbetätigungseinrichtung zusätzlich aufweist:
  • – um eine gestrickte Masche auf der Zunge des Schiebers einer anderen Nadel zu halten ohne eine Doppelmasche zu bilden –

    den Nadelkörper und den Schieber so betätigende Halteschlossteile, damit der Haken und die Zunge der Nadel in eine zu haltende Masche vorlaufen, und damit die Masche auf der Zunge des Schiebers gehalten wird; und

    zusätzlich eine Schieberfußbahn vorhanden ist, um die Zunge in einer vorgelaufenen Position so zu halten, damit sich die gehaltene Masche nicht von der Zunge entfernen kann.

Um eine gestrickte Masche auf der Zunge eines Schiebers einer anderen Nadel zu halten, ohne dabei eine Doppelmasche zu bilden, sind an dem Schlitten vorzugsweise Halteschlossteile vorgesehen, die den Nadelkörper und den Schieber so betätigen, damit der Haken und die Zunge der Nadel in eine zu haltende Masche eingeführt werden, und damit die Masche an der Zunge des Schiebers gehalten wird; diese Halteschlossteile sind an dem Schlitten getrennt und in einer versetzten Phase zu der zu Maschenstricken dienenden Nadelbetätigungseinrichtung vorgesehen.

Bei einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Maschenhaltevorrichtung für eine Flachstrickmaschine ist vorgesehen dass:

  • – zu der Nadelkörperbetätigungseinrichtung ein Nadelheber gehört, der paarweise Giebel aufweist, die gegenüber zueinander auf der linken und auf der rechten Seite angeordnet sind;
  • – jeder Giebel mit paarweisen, als Fußauflaufflächen dienenden Flanken versehen ist;
  • – zwischen diesen paarweisen Giebeln je ein niedriger Gipfelabschnitt der Fanghöhe und ein hoher Gipfelabschnitt der höher ist, als der niedrige Gipfelabschntitt, sowie ein Nadelumhängeschloss vorhanden ist;
  • – dieser Nadelheber zwei sich kreuzende Bahnen aufweist, die je an den Sockelabschnitten dieser paarweisen linken und rechten Giebel so ausgespart sind, dass diese sich kreuzenden Bahnen an ihren Mittenabschnitten mit Fußführungsnuten verbunden sind, die an den Flanken dieser hohen linken und rechten Giebel, sowie an den Flanken dieser niedrigen, linken und rechten Giebel ausgespart sind;
  • – an den gegenüberliegenden Seiten des Nadelhebers zwei Strickschlösser vorhanden sind;
  • – oberhalb des Nadelhebers ein Sperrschlossteil angeordnet ist;
  • – zu dieser Schieberbetätigungseinrichtung ein Übergabeschieber-Vorschubschlossteil gehört, an dem eine Übergabeschieber-Anhebenute ausgespart ist; und
  • – weiterhin ein Übernahmeschieber-Halteschlossteil vorhanden ist, das eine Übernahmeschieber-Anhebenut bildet;

    wobei beide Schlossteile an der Seite eines Schieberumhängeschlossteils angeordnet sind, das auf der gleichen Mittelachse wie der Nadelheber angeordnet ist; und
  • – an diesem Schieberschlossteil eine Schieberfußbahn ausgespart ist, um die Zunge in einer vorgeschobenen Position so zu halten, damit sich die an der Zunge gehaltene Masche nicht von der Zunge entfernen kann.

Die Zeichnungen zeigen:

1 anhand einer Schnittdarstellung einen Kopfabschnitt eines Nadelbettes, an dem sich Übergabeplatinen befinden;

2 anhand einer Schnittdarstellung den Kopfabschnitt des Nadelbettes, in das Schiebernadeln eingesetzt sind;

3A anhand einer perspektivischen Darstellung eine Schiebernadel in ausgebautem Zustand;

3B anhand einer Draufsicht die Schiebernadel nach 3A mit einem offenen Haken;

4 – je von unten betrachtet – eine Nadelbetätigungseinrichtung NC und einen Satz von Übergabeplatinen-Betätigungsschlossteilen TC, die – bei einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung – an einer Schlittenschlossplatte angeordnet sind;

5A vier Positionen 5B bis 5E einer Nadel an einem Schlitten; zusätzlich zeigen die Teildarstellungen 5B bis 5E die relativen Positionen der Nadel und einer Übergabeplatine an dem Nadelbett, je entsprechend den Positionen 5B bis 5E;

6A vier Positionen 6B bis 6E der Nadel an dem Schlitten; zusätzlich zeigen die Teildarstellungen 6B bis 6E die relativen Positionen der Nadel und der Übergabeplatine des an dem Nadelbett, je entsprechend den Positionen 6B bis 6E;

7A zwei Positionen 7B und 7C der Nadel an dem Schlitten; zusätzlich zeigen die Teildarstellungen 7B und 7C die relativen Positionen der Nadel und der Übergabeplatine an dem Nadelbett je entsprechend den Positionen 7B und 7C;

8A zwei Positionen 8B und 8C der Nadel an dem Schlitten; zusätzlich zeigen die Teildarstellungen 8B und 8C die relativen Positionen der Nadel und der Übergabeplatine an dem Nadelbett, je entsprechend den Positionen 8B und 8C;

9A zwei Positionen 9B und 9C der Nadel an dem Schlitten; zusätzlich zeigen die 9B und 9C die relativen Positionen der Nadel und der Übergabeplatine an dem Nadelbett, je entsprechend den Positionen 9B und 9C;

10 – von unten betrachtet – eine zweite Ausführungsform der Nadelbetätigungseinrichtung NC;

11 sechs Positionen 12A bis 12F der Nadel, die sich an dem Schlitten entsprechend der zweiten Ausführungsform befindet;

12A bis 12F die Positionen eines Nadelbettes und der Nadel entsprechend den Positionen der 11;

13 vier Positionen 14A bis 14D der Nadel an dem Schlitten entsprechend der zweiten Ausführungsform;

14A bis 14D die Positionen des Nadelbettes und der Nadel entsprechend den Positionen der 13;

15A bis 15G verschiedene Schritte beim Stricken eines Taillenbandes an einem Strickteil; und

16A bis 16G verschiedene Schritte beim Stricken eines schlauchförmigen Strickteils (Rundstuhlware), das eine Maschenstruktur aus 1 x 1-Rippen-Maschen aufweist.

Nachstehend werden Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Maschenhaltevorrichtung beschrieben. Die erfindungsgemäße Vorrichtung führt den Vorgang des Maschenhaltens aus, soweit das beim Stricken erforderlich wird, wenn:

  • – mit Nadeln eine erste Maschenware gestrickt wird;
  • – eine zweite Maschenware gestrickt wird, die sich von der ersten Maschenware unterscheidet;
  • – Maschen der ersten Maschenware auf Nadeln an Maschenhaltegliedern gehalten werden;
  • – anschließend werden, nachdem die zweite Maschenware mit solchen Nadeln gestrickt worden ist, die auf diese Weise leer bzw. maschenfrei gemacht worden sind, werden Maschen dieser zweiten Maschenware auf andere Nadeln oder Maschenhalteglieder übergeben bzw. umgehängt; und
  • – daraufhin werden die gehaltenen Maschen auf die so leer gemachten Nadeln, auf andere Nadeln oder auf andere Maschenhalteglieder zurückgegeben.

Als Maschenhalteglieder, welche die zu haltenden Maschen übernehmen, können hier Übergabeplatinen, sowie Schiebernadeln verwendet werden, die je eine Zunge zur Übernahme einer Masche an einem Nadelende aufweisen, oder es können einige andere Glieder oder Bauteile verwendet werden.

Als erste Ausführungsform wird eine solche Maschenhaltevorrichtung beschrieben, bei welcher als Maschenhalteglieder Übergabeplatinen verwendet werden. Zu dieser ersten Ausführungsform gehört ein Übergabeglied bzw. Umhängeglied TR zu dem wiederum Übergabeplatinen 11 gehören, die oberhalb von wenigstens einem Nadelbett der beiden Nadelbetten angeordnet sind, das heißt oberhalb des vorderen Nadelbettes FB oder oberhalb des hinteren Nadelbettes BB; diese beiden Nadelbetten sind in einer vorwärts und rückwärts gerichteten dachartigen Anordnung vorgesehen, wobei die Kopfabschnitte der Nadelbetten über eine Nadelbettlücke 1 hinweg gegenüber zueinander angeordnet sind. In dem dargestellten Beispiel ist das Übergabeglied TR oberhalb des vorderen Nadelbettes FB angeordnet.

Sowohl bei dem vorderen Nadelbett FB als auch bei dem hinteren Nadelbett BB handelt es sich je um ein bekanntes Nadelbett; je eine Schiebernadel 4 ist in jeden Nadelkanal 3 eingesetzt, der in diesen Nadelbetten ausgebildet ist. Teile in der Nähe der Oberseitenabschnitte von einigen Nadelplatten oder von allen Nadelplatten (am vorderen Nadelbett), mit denen die Nadelkanäle 3 begrenzt sind, ragen nach oben. Ein Bolzen 7 erstreckt sich durch einen Ansatz 6, und ein Übergabeplatinenbett 9 ist an einem Block 8 vorgesehen, der an diesem Bolzen 7 abgestützt ist. Übergabeplatinen 11 sind in Kanäle 10 eingesetzt und dort gehalten, die in einer je gegenüberbefindlichen Anordnung an dem Übergabeplatinenbett 9 ausgespart sind. Die Übergabeplatinen 11 werden mit Hilfe eines Metallbandes 12 gehalten und daran gehindert, aus den Kanälen 10 entfernt zu werden. Jede Übergabeplatine 11 hat einen Übergabeplatinenfuß 13, der von der Oberkante der Übergabeplatine 11 absteht; ferner ist an jeder Übergabeplatine 11 ein Übergabeplatinen-Endabschnitt 14 U-förmig ausgebildet, so dass zwei Vorsprünge gebildet werden, nämlich ein Vorsprung 14a, der sich in einer Position nahe an der Oberkante befindet, sowie ein anderer Vorsprung 14b, der sich nahe zu der Unterkante der Übergabeplatine 11 befindet.

An der Spitze von jeder Übergabeplatine 11 ist ein nachstehend beschriebenes Haltestück 15 zum Halten einer Masche von Maschenware ausgebildet. Weiterhin sind Kipphebel 16 zur Kontaktierung der Vorsprünge 14a, 14b zum Vorschieben der Übergabeplatine 11 vorgesehen; diese Kipphebel 16 sind gegenüber zu den Vorsprüngen 14a, 14b angeordnet. Es sind zwei, L-förmig ausgebildete Kipphebel 16 vorgesehen, die je an einem Stift 17, 17 so angelenkt sind, dass sie eine Pendelbewegung um die Stiftachse herum ausführen können. Der eine Kipphebel 16 hat einen abstehenden Schenkel 16a, der den Vorsprung 14a verstellen kann; der andere Kipphebel 16 hat einen abstehenden Schenkel 16b, der den Vorsprung 14b verstellen kann.

1 zeigt jeden Kipphebel 16 in einer Seitenansicht; wie dargestellt ist jeder Kipphebel 16, 16 L-förmig ausgebildet und schwenkbar an einem Stift 17, 17 gelagert. Zusätzlich zu dem auf den Übergabelatinen-Endabschnitt zu gerichteten Schenkel 16a, bzw. 16b weist jeder Kipphebel einen nach oben gerichteten Schenkel auf, der von einem Stellglied 19 einer Übergabeplatinen-Auswahleinrichtung (Solenoid) 18 verstellbar ist. Für jeden Kipphebelschenkel 16a, 16b ist je eine Übergabeplatinen-Auswahleinrichtung 18 vorgesehen. Wie in 5A dargestellt, haben diese Kipphebelschenkel 16a, 16b einen dreieckigen Endabschnitt.

Jede Übergabeplatine 11 weist einen Übergabeplatinenfuß 13 auf, und jeder Übergabeplatinenfuß 13 ist zur Ausführung einer Verschiebebewegung in eine Führungsnut eines Übergabeplatinen-Führungsschlossteils 20 eingepasst, das sich an einem Übergabeplatinen-Betätigungs-Schlossteils TC befindet, das nachstehend beschrieben wird.

Mit den 2, 3A und 3B ist eine oben bereits angesprochene Schiebernadel 4 dargestellt. Zu dieser Schiebernadel 4 gehört ein Nadelkörper 21 und ein Schieber 24, der seinerseits ein Schieberbasisteil 22 und zwei biegsame Blechelemente 23, 23 aufweist. Am Nadelkörper 21 ist benachbart zu dessen hinterem Endabschnitt eine Ausnehmung 26 ausgespart, für den Eingriff eines Höckers, der sich an einer (in 2 dargestellten) Nadelplatine 25 befindet; ferner ist an einem Abschnitt des Nadelkörpers 21 ein Schlitz 29 ausgebildet, der sich von einem Kehlenabschnitt 28 des Hakens 27 an der Spitze des Nadelkörpers 21 bis zu einem Mittelabschnitt des Nadelkörpers 21 erstreckt. Am Schieberbasisteil 22 ist ein nach oben abstehender Schieberfuß 30 angeformt. Ferner ist benachbart zum hinteren Endabschnitt am Schieberbasisteil 22 ein nach oben abstehender Hilfsfuß 31 angeformt. Ferner ist am Rücken des Schieberbasisteils 22 ein, einen U-förmigen Querschnitt aufweisendes Blechelemente-Halteglied 32 so angeformt, dass es nach unten absteht. Jedes der beiden biegsamen Blechelemente 23, 23 hat im wesentlichen die gleiche Gestalt und weist an der Oberseite eines Mittelabschnitts einen Höcker 34 auf für einen Eingriff in die Ausnehmung 33 am Schieberbasisteil 22. Die beiden biegsamen Blechelemente 23, 23 sind vom Blechelemente-Halteglied 32 so gehalten, dass je der Blechelementehöcker 34 in die Schieberbasisteilausnehmung 33 eingepasst ist.

An jedem hinteren Endabschnitt der beiden Blechelemente 23, 23 befindet sich ein L-förmig abgewinkelter Abschnitt 35, der gegenüber der Blechelement-Längsachse ausgewölbt ist, so dass dann, wenn der Nadelkörper 21 in einen am Nadelbett ausgesparten, (in 1 dargestellten) Nadelkanal 3 eingesetzt ist, dann dieser gewölbte nach außen vorstehende Abschnitt 35 federnd an einer Seitenwand des Nadelkanals 3 anliegen kann, um ein unbeabsichtigtes Herausrutschen des Nadelkörpers 21 aus dem Nadelkanal 3 zu verhindern. Am jeweiligen Vorderende endet jedes Blechelement 23, 23 über eine stufenförmige Schulter 36 in einer Zunge 37. Jede Zunge 37 ist an ihrem freien Endabschnitt leicht schräg nach oben abgewinkelt, um sicher ein Garn zu halten.

Das Schieberbasisteil 22 ist über je den in die Schieberbasisteil-Ausnehmung 33 eingepassten Blechelementehöcker 34 an dem Blechelemente-Halteglied 32 abgestützt; ferner sind die beiden biegsamen Blechelemente 23, 23 im Schlitz 29 des Nadelkörpers 21 verschiebbar so gehalten, dass die beiden biegsamen Blechelemente 23, 23 durch Betätigung des Schieberfußes 30 auf den am Nadelkörper 21 befindlichen Haken 27 zu und von diesem weg bewegt werden können. Wenn die beiden biegsamen Blechelemente 23, 23 aus einer unterhalb des Hakens 27 befindlichen Position in Richtung auf den Haken 27 zu angehoben werden, dann werden die beiden biegsamen Blechelemente 23, 23 voneinander getrennt bzw. auseinandergespreizt, wie das in 3b dargestellt ist, und bewegen sich an den beiden gegenüberliegenden Seiten des Hakens 27 in einer solchen Weise nach oben, dass die beiden Zungen 37, 37 den Haken 27 von gegenüberliegenden Seiten her halten. Die Bezugsziffer 38 bezeichnet einen Nadelplatinenfuß 38; die Bezugsziffer 39 bezeichnet einen Auswahlplatinenfuß 39.

Nachfolgend wird für eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Maschenhaltevorrichtung eine am Schlitten befindliche Anordnung von Schlossteilen beschrieben. Die 4 zeigt – von unten betrachtet – eine Nadelbetätigungseinrichtung NC und einen Satz von Übergabeplatinen-Betätigungs-Schlossteilen TC, die an der Schlossplatte 50 des Schlittens angebracht sind.

Zur Nadelbetätigungseinrichtung NC gehört ein Satz von Nadelkörper-Betätigungs-Schlossteilen NCn und ein Satz von Schieber-Betätigungs-Schlossteilen NCs. Zum Satz von Nadelkörper-Schlossteilen NCn gehört ein Nadelheber 51, ein Sperrschlossteil 52, das oberhalb des Nadelhebers 51 angeordnet ist, ferner zwei Strickschlösser 53, wobei je ein Strickschloss 53 an je den gegenüberliegenden Seiten des Nadelhebers 51 angeordnet ist, ferner zwei A-Presser 54 und zwei Halbpresser 55, die je unterhalb des Nadelhebers 51 angeordnet sind und je für die Verstellung in eine vorstehende Position und aus dieser vorstehenden Position heraus ausgebildet sind, und ferner ein B-Presser 56, der feststehend in einem normal vorstehenden Zustand unterhalb des Halbpressers 55 angeordnet ist. Die Höhen (bezogen auf die Fußaustriebsmomente) der vorstehend genannten Presser sind so gewählt, dass die beiden A-Presser 54 und der B-Presser 56 je die volle oder maximale Höhe haben, und dass die beiden Halbpresser 55 je die halbe Höhe haben. Wenn der Schlitten bewegt wird, sind an einer tieferen Position auf der Vorderseite des B-Pressers 56 zwei Nadelauswahlelemente A, B vorgesehen, um einen Durchlass für einen der Presser auszuwählen.

Bezogen auf die Oberfläche der Schlittenschlossplatte haben die vorstehend genannten Schlösser und Schlossteile drei verschiedene Höhen. Die Schlossteile mit der maximalen oder vollen Höhe sind in den Zeichnungen mit feinen Punkten markiert; die Schlossteile mit der halben Höhe sind mit schräg verlaufenden, sich kreuzenden Linien markiert; und die restlichen, niedrigeren Schlossteile sind voll-schwarz markiert; nicht-markierte bzw. leere Abschnitte bezeichnen die Schlossplatte 50.

Der Nadelheber 51 hat paarweise, linke und rechte Giebel, einschließlich zwei dachförmigen hohen Gipfelabschnitten 60H und zwei dachförmigen niedrigen Gipfelabschnitten 60L, deren Höhe gleich den Schultern der hohen Gipfelabschnitte 60H ist. Die Außenwandseiten der Giebel bilden Fußauflaufflächen 61, und die gegenüberliegenden Innenwandseiten der Giebel bilden geneigte Flächen 62, so dass ein Überspringen der hohen Gipfelabschnitte 60H ermöglicht werden kann. Unterhalb der beiden hohen Gipfelabschnitte 60H sind zwei sich kreuzende Bahnen 63 vorgesehen, die mit der tiefsten Position zwischen den beiden hohen Gipfelabschnitten 60H, 60H verbunden sind. Ein Teil eines niedrigen Abschnitts des, zwischen den beiden hohen Gipfelabschnitten 60H, 60H positionierten Sperrschlossteils 52 ist für die Austriebsbewegung als ein Nadelumhängeschlossteil 64 vorgesehen und hat die Gestalt bzw. Form eines umgedrehten Dreiecks. An den Nadelfußbahnen 79 sind zwei Nadelhalteschlossteile 72 vorgesehen, die seitlich von den sich kreuzenden Bahnen 63 abstehen.

Der Satz von Schieber-Betätigungs-Schlossteilen NCs ist zentriert angeordnet gemeinsam mit dem Satz von Nadelkörper-Betätigungs-Schlossteilen NCn; zu diesem Satz von Schieber-Betätigungs-Schlossteilen NCs gehört ein Führungsschlossteil 70, das gegenüber zum Gipfelabschnitt des Sperrsschlossteils 52 angeordnet ist. Ferner ist ein Schieberumhängeschlossteil 65 vorgesehen für die Verstellung in eine Austriebsposition und aus der Austriebsposition heraus im Zentrum des Satzes der Übergabeplatinen-Betätigungs-Schlossteile NCs. Zwei den Schieber verstellende Schiebervorschubschlossteile 66, 66 sind an der Oberseite des Schieberumhängeschlossteils 65 vorgesehen; ferner ist längs der Oberkanten der Schiebervorschubschlossteile 66, 66 je eine Schieberfußanhebebahn 67 ausgebildet. Eine (in 4 mit einer aus Punkten und Strichen bestehenden Linie angedeutete) horizontale Bahn 68 ist auf gleichem Niveau wie das Schieberumhängeschlossteil 65 längs der Unterkanten der Schiebervorschubschlossteile 66, 66 ausgebildet. Diese horizontale Bahn 68 erstreckt sich seitlich von dem Schieberumhängeschlossteil 65 zwischen einem Führungsschlossteil 69 und den beiden Schiebervorschubschlossteilen 66, 66; ferner sind an dieser horizontalen Bahn 68 zwei Schieberhalteschlossteile 73 vorgesehen. Die horizontale Bahn 68 und die Schieberfußanhebebahn 67 sind über zwei Verbindungsbahnen 71 miteinander verbunden.

Zum Übergabeplatinen-Betätigungs-Schlossteil TC gehört ein Übergabeplatinen-Führungsschlossteil 20 zur Führung der Übergabeplatinen 11 welche von den Kipphebeln 16 ausgewählt worden sind, welche die Übergabeplatinen 11 in der oben beschriebenen Weise auswählen. Dieses Übergabeplatinen-Betätigungs-Schlossteil TC hat eine gerade Bahn 75, längs der die nicht ausgewählten Übergabeplatinen 11 gerade vorwärts vorgeschoben werden, wenn sie dazu bereit sind; ferner hat dieses Übergabeplatinen-Betätigungs-Schlossteil eine abzweigende Bahn 76, in welche die ausgewählten Übergabeplatinen 11 abgezweigt, eingebracht und vorgeschoben werden; weiterhin ist eine Rückführbahn 77 vorgesehen, längs der die abgezweigten und vorgeschobenen Übergabeplatinen 11 bis in ihre ursprüngliche Position zurückgeführt werden; schließlich ist eine Vorschubbahn 78 vorgesehen, längs der die abgezweigten Übergabeplatinen 11 ihre vorgeschobenen Positionen beibehalten. In dieser Vorschubbahn 78 ist ein Umhängeschlossteil 74 vorgesehen, das in eine hervorstehende Position verstellt und aus dieser hervorstehenden Position zurückgeführt werden kann, und zwar in einer solchen Weise, dass dann, wenn dieses Umhängeschlossteil 74 seine hervorstehende Position einnimmt, dann dieses Umhängeschlossteil 74 jede Übergabeplatine 11 an dieser Position zurückführt.

Hierbei ist folgendes zu beachten: Obwohl die vorliegende Beschreibung zur Bezeichnung einer Relativbewegung zwischen einerseits dem Schlitten oder irgendeinem an dem Schlitten befindlichen Element, wie etwa einem Schlossteil oder einer Bahn, und andererseits irgendeinem Element an den Nadelbetten manchmal einen Ausdruck von der Art verwendet, dass ein Element an einem Nadelbett bezüglich einem Element an dem Schlitten bewegt bzw. verstellt wird, dies natürlich auch bedeuten soll, dass das an dem Schlitten befindliche Element tatsächlich bezüglich dem an dem Nadelbett befindlichen Element bewegt bzw. verstellt wird. Der Ausdruck wird benutzt, um das Verständnis der relativen Bewegung bzw. Verstellung zu erleichtern, wenn Bezug genommen wird auf eine Figur, wie etwa 4, welche eine derartige Relativbewegung in einer Form darstellt, wie sie häufig und typisch in Strickmaschinen betreffenden Patentbeschreibungen verwendet wird. Zum Beispiel soll die Angabe, dass eine nicht ausgewählte Übergabeplatine längs einer geraden, vorwärts führenden Bahn gerade vorwärts verschoben wird (eine solche Angabe findet sich in dem unmittelbar vorausgegangenen Absatz) tatsächlich bedeuten, dass dann, wenn der Schlitten horizontal verschoben wird, dann diese Übergabeplatine an ihrer Position innerhalb der gerade vorwärts führenden Bahn steht.

Nachstehend wird mit Bezugnahme auf die 5A bis 9A sowie den dazu gehörigen Teildarstellungen 5B bis 5E bis 9B und 9C das Verfahren zum Halten einer Maschenschlinge beschrieben. Hier sind in den je auf der linken Seite befindlichen 5A bis 9A die Orte eines Auswahlplatinenfußes 39, eines Nadelplatinenfußes 38, eines Schieberplatinenfußes 30, eines Hilfsfußes 31 und eines Übergabeplatinenfußes 13 je auf der Schlossebene dargestellt; in den je auf der rechten Seite befindlichen, dazu gehörigen Teildarstellungen 5B bis 5E bis 9B und 9C sind dann die jeweiligen angehobenen oder abgesenkten (oder mit anderen Worten ausgedrückt: die vorgeschobenen bzw. ausgetriebenen oder zurückgezogenen) Positionen einer Nadel 4fa und einer Übergabeplatine 11 zusammen mit Querschnittsdarstellungen des vorderen Nadelbettes FB dargestellt, und zwar in denjenigen Positionen, die ihrerseits in den 5A bis 9A mit den vertikalen Linien angedeutet sind. Der in den 5A bis 9A dargestellte Pfeil zeigt jeweils die Vorschubrichtung des Schlittens an.

In dem dargestellten Beispiel wird eine, auf einer am vorderen Nadelbett FB befindlichen Nadel 4fa gehaltene Masche NL1 zuerst auf das Haltestück 15 der Übergabeplatine 11 umgehängt, um diese Nadel 4fa leer zu machen. Die Masche NL1 ist auf der Zunge 37 des Schiebers einer Nadel 4fb gehalten, die sich von der Nadel 4fa unterscheidet, um die Nadel 4fa leer zu machen, an der sich die Masche NL1 ursprünglich befunden hat; anschließend wird diese auf der Zunge 37 der unterschiedlichen Nadel 4fb gehaltene Masche NL1 auf das Haltestück 15 der Übergabeplatine 11 übergeben, überführt bzw. umgehängt; im Anschluss daran wird die Masche NL1 von der Übergabeplatine 11 auf die erste Nadel 4fa oder auf eine Nadel umgehängt, die sich von der Nadel 4fa unterscheidet.

Hier ist angenommen, dass bei der in den 5A bis 5E dargestellten Ausführungsform der Schlitten von rechts nach links bewegt wird, und dass der Auswahlplatinenfuß 39 der Nadel 4fa am vorderen Nadelbett FB von dem Nadelauswahlelement A ausgewählt und in die A-Position angehoben worden ist. Daraufhin fängt die am vorderen Nadelbett FB befindliche Nadel 4fa die auf dem Haken 27 dieser Nadel befindliche Masche NL1; daraufhin wird diese Nadel 4fa abgesenkt, wie das mit der Position 5B in 5A dargestellt ist; weiterhin wird die Übergabeplatine 11 zurückgezogen. Wenn der Schlitten weiter vorläuft, dann wird die Übergabeplatine 11 von der Übergabeplatinenauswahleinrichtung 18 ausgewählt; der Kipphebel 16 (hier entweder der Kipphebel 16a oder 16b); der durch die Verstellung des Stellgliedes 19 des entsprechenden, in 1 dargestellten Solenoid verschwenkt worden ist, befindet sich in einem solchen Eingriff mit dem Vorsprung 14 an der Übergabeplatine 11 befindet, dass der am hinteren Endabschnitt der Übergabeplatine befindliche Vorsprung 14 vom Kipphebel 16 verstellt wird, um das Haltestück 15 vorlaufen zu lassen. Das bedeutet, beim Vorlaufen des Schlittens wird der Fuß 13 der ausgewählten Übergabeplatine 11 längs der Abzweigbahn 76 des Übergabeplatinen-Führungsschlossteils 20 angehoben, so dass das Haltestück 15 der Übergabeplatine 11 bis zur maximalen Höhe (das ist die Position 5C in 5A) angehoben wird.

In der Zwischenzeit ist der Nadelplatinenfuß 38 längs der Fußauflauffläche 61 am Nadelheber 51 bis auf den hohen Gipfelabschnitt 60H angestiegen, um die Nadel 4fa bis zu ihrer maximalen Position anzuheben; während dieser Anhebbewegung zieht der Nadelplatinenfuß 38 den Schieber 24 so, dass der Nadelplatinenfuß 38 gemeinsam mit den Schieber 24 angehoben wird. Der Nadelplatinenfuß 38 wird vom Sperrschlossteil 52 und dem Nadelumhängschlossteil 64 in seine vorgeschobene Position abgesenkt. Jedoch wird der Schieberbetätigungsfuß 30 des Schiebers 24 vom Schieberumhängeschlossteil 65 weiter angehoben; ferner wird auch die Zunge 37 angehoben.

Weil die vorher am Haken 27 der Nadel 4fa gehaltene Masche NL1 jetzt – als Folge der Anhebbewegung des Nadelkörpers 21 beim Vorlaufen der Nadelplatine 25 – an einem tieferen Abschnitt des Nadelkörpers gehalten wird, als der Kehlenabschnitt 28 des Hakens 27 (vgl. 2) als Folge der Anhebbewegung des Nadelkörpers 21 beim Vorlaufen der Nadelplatine 25, kann die Zunge 37 jetzt in die Masche NL1 eingeführt werden, die an der Schulter 36 der Zunge 37 gehalten ist.

Beim weiteren Vorlaufen des Schlittens springt der vom Nadelumhängeschlossteil 64 abgesenkte Nadelplatinenfuß 38 über, weil der Auswahlplatinenfuß 39 von der Hinterseite des A-Presser 54 nach unten geleitet wird und tritt in eine kreuzende Bahn 63 ein; längs dieser kreuzenden Bahn 63 wird der Nadelplatinenfuß 38 anschließend horizontal verschoben. Als Folge davon werden das Haltestück 15 der Übergabeplatine 11 und die Zunge 37 des Hakens 27 bis zu ihrer maximalen Höhe vorgeschoben oder angehoben, wobei beide die Masche NL1 halten. Jedoch ist der Haken der Nadel 4fa bis zu einer Position abgesenkt, die nahezu der untersten Position entspricht (vgl. Position 5C in 5A und die Teildarstellung 5C).

Beim weiteren Vorlauf des Schlittens wird der Nadelplatinenfuß 38 bis zu seiner untersten Position abgesenkt; weiterhin wird auch der Schieber 24 geringfügig abgesenkt, um die Zunge 37 aus der Masche NL1 zurückzuziehen (vgl. Position 5D in 5A und die Teildarstellung 5D); und daraufhin, nachdem der Schieber 24 bis zu seiner untersten Position abgesenkt worden ist, nimmt die Zunge 37 eine Position ein, in welcher diese Zunge 37 den Haken 27 verschließt (vgl. Position 5E in 5A und die Teildarstellung 5E).

Als Folge der vorstehend beschriebenen Schritte wird die auf der Nadel 4fa gehaltene Masche NL1 auf das Haltestück 15 der Übergabeplatine 11 übergeben bzw. umgehängt.

Anschließend wird die auf die Übergabeplatine 11 umgehängte Masche NL1 von einer anderen Nadel 4fb gehalten. Hierzu wird der Schlitten entgegen den vorstehend beschriebenen Schritten zurückgefahren und bewegt sich – entsprechend der Darstellung nach 6A – von links nach rechts. Bevor der Schlitten bewegt wird, wird ein solcher Versatz der Nadelbetten vorgenommen, damit die die Masche NL1 übernehmende Nadel 4fb direkt gegenüber derjenigen Übergabeplatine positioniert ist, an welcher die Masche NL1 gerade gehalten wird. Im Haken 27 der Nadel 4fb ist eine zweite Masche NL2 gefangen. Anschließend wird der Schlitten zurückgeführt und wird in der Gegenrichtung verschoben. Weil die Nadel 4fb, auf welcher die Masche NL1 gehalten werden soll, nur geringfügig angehoben werden muss bis zur Höhe des Haltestücks 15 an der Übergabeplatine 11, an welcher die Masche NL1 gehalten ist, wird bei diesem Vorgang der Nadelplatinenfuß 38 von den Nadelhalteschlossteilen 72 angehoben ohne dabei den Nadelheber 51 zu benutzen; ferner wird der Schieber 24 von den Schieberhalteschlossteilen 73 betätigt.

In dem mit den 6A bis 6E dargestellten Beispiel wird die Masche NL1 von der Zunge 37 des Schiebers 24 der Nadel 4fb gehalten, in deren Haken 27 sich die Masche NL2 befindet. Hier ist besonders zu beachten: Nachdem der Schlitten zurückgeführt worden ist, wird der Nadelplatinenfuß 38 von den Nadelhalteschlossteilen 72 bis zur Position 6B angehoben; weiterhin wird der Schieberbetätigungsfuß 30 von den Schieberhalteschlossteilen 73 bis zur Position 6B angehoben. Zu diesem Zeitpunkt hält die Nadel 4fb die Masche NL2 im Haken 27, wobei der Haken 27 geschlossen bleibt, weil der Haken 27 und die Zunge 37 in Kontakt miteinander stehen; weiterhin wird der Haken 27 in die Masche NL1 eingeführt, die auf dem Haltestück 15 der Übergabeplatine 11 gehalten wird (vgl. Position 6B in 6A und die Teildarstellung 6B).

Anschließend wird der Nadelplatinenfuß 38 längs der Fläche 72a an den Nadelhalteschlossteilen 72 abgesenkt; ferner wird der Schieberbetätigungsfuß 30 längs einer Bahn 73a abgesenkt, die an der Außenflanke des Schieberhalteschlossteils 73 ausgespart ist. Weiterhin wird auch der Fuß 13 der Übergabeplatine 11 vom Übergabeplatinen-Umhängeschlossteils 74 längs einer Bahn 74a abgesenkt, die an der Außenflanke des Übergabeplatinen-Umhängeschlossteils 74 ausgespart ist. Weil der Betrag der Absenkbewegung der Zunge 37 des Schiebers 24 kleiner ist, als der Betrag der Absenkbewegung des Hakens 27 der Nadel 4fb, wird die auf der Zunge 37 zurückgelassene Masche NL1 oberhalb der Masche NL2 positioniert, die am Haken 27 gehalten ist (vgl. Position 6C in 6A und Teildarstellung 6C). Anschließend, nachdem der Übergabeplatinenfuß 13 die Bahn an der Außenflanke des Umhängeschlossteils 74 passiert hat, verschiebt – durch eine weitere Vorwärtsbewegung des Übergabeplatinenfußes 13 – die Übergabeplatine 11 das Haltestück 15 weiter nach vorne (vgl. Position 6C in 6A und Teildarstellung 6C) und der Übergabeplatinenfuß 13 passiert die Vorschubbahn 78 und wird von der Rückführbahn 77 so zurückgeführt, dass er in seine ursprüngliche Position (vgl. Position 6E in 6A und die Teildarstellung 6E) zurückkehrt. Durch diesen Vorgang wird die Masche NL2 auf dem Haken 27 der Nadel 4fb gehalten, und die Masche NL1 wird auf der Zunge 37 gehalten, und die Nadel 4fa ist erfolgreich zu einer leeren Nadel gemacht worden.

Daraufhin kann das Stricken irgendeiner anderen geeigneten Strickmasche durchgeführt werden, wozu die Nadel 4fa benutzt wird, die zu einer leeren Nadel gemacht worden ist; hierzu werden die erforderlichen Rückwärtsbewegungen und Vorwärtsbewegungen des Schlittens durchgeführt. Im Verlauf solcher Schlittenbewegungen werden der Auswahlplatinenfuß 39, der Nadelplatinenfuß 38, der Schieberbetätigungsfuß 30, der Hilfsfuß 31 und der Übergabeplatinenfuß 13 der Nadel 4fb geradeaus zurück und nach vorne bewegt, ohne dabei aufwärts und abwärts bewegt zu werden, wie das in den 7A bis 7C dargestellt ist. Ferner wird auch die Auswahlplatine 11 der Nadel 4fb nicht aufwärts oder abwärts bewegt; oder mit anderen Worten ausgedrückt, diese Nadel 4fb wird nicht vorgeschoben oder zurückgezogen (vgl. die Positionen 7B und 7C in 7A sowie die Teildarstellungen 7B und 7C).

Nachstehend wird der Vorgang zum Zurückführen der auf der Nadel 4fb gehaltenen Masche NL1 auf die ursprüngliche Nadel 4fa beschrieben.

Gleichzeitig mit der oben beschriebenen Auswahl der Übergabeplatine 11 durch die Übergabeplatinen-Auswahleinrichtung 18 wird der Auswahlplatinenfuß 39 so durch den B-Presser 56 geleitet, dass der Nadelplatinenfuß 38 nicht in Eingriff mit dem Nadelheber 51 kommt, sondern diesen passiert. Nachdem der Auswahlplatinenfuß 39 den B-Presser 56 passiert hat, wird er durch das Nadelauswahlelement B an der Hinterseite ausgewählt und erreicht die H-Position, in welcher er sich nicht in Eingriff mit einem Presser 58 befindet oder durch diesen Presser 58 heruntergedrückt wird; als Folge davon verbleibt auch der Nadelplatinenfuß 38 in der herausragenden Position. Als Folge davon befindet sich der Nadelplatinenfuß 38 in Eingriff mit dem Nadelhalteschlossteil 72, wodurch der Haken der Nadel 4fa angehoben wird. Zu diesem Zeitpunkt passiert der Nadelplatinenfuß 38 das Nadelhalteschlossteil 72 auf der Höhe des Schulterabschnitts, ohne dabei bis zum Gipfelabschnitt des Nadelhalteschlossteils 72 angehoben zu werden. Andererseits ist zu beachten: Weil der Schieberfuß 30 von dem Schieberhalteschlossteil 73 angehoben worden ist, wird die Zunge 37 des Schiebers – während sie die Nadelmasche NL1 hält – angehoben, so dass die Nadelmasche NL1 bis zur Höhe der Vorlaufstelle der Zunge der vorgelaufenen Übergabeplatine 11 vorgeschoben wird. Daraufhin ist die Höhe des Hakens 27 geringfügig niedriger als die Höhe der Zunge 37, wegen eines Höhenunterschiedes zwischen dem Nadelhalteschlossteil 72 und dem Schieberhalteschlossteil 73.

Anschließend, nachdem der Übergabeschieberfuß 13 das Umhängeschlossteil 74 passiert hat und von diesem abgesenkt worden ist, wird die Übergabeplatine 11 soweit vorgeschoben, dass das an der Übergabeplatine 11 befindliche Haltestück 15 in die Nadelmasche NL1 eintritt, die an der Zunge 37 gehalten ist (vgl. Position 8B in 8A und die Teildarstellung 8B).

Nachdem der Nadelplatinenfuß 38 die Nadelhalteschlossteile 72 passiert hat, und nachdem der Schieberbetätigungsfuß 30 die Schieberhalteschlossteile 73 passiert hat, werden beide Füße abgesenkt, und es werden auch der Haken 27 und die Zunge 37 abgesenkt. Als Folge davon wird die Nadelmasche NL1 auf das Haltestück 15 der Übergabeplatine 11 übergeben bzw. umgehängt, während die Nadelmasche NL2 im Haken 27 der Nadel 4fb verbleibt (vgl. Position 8C in 8A und die Teildarstellung 8C).

Anschließend wird – um die auf der Übergabeplatine 11 gehaltene Nadelmasche NL1 auf die ursprüngliche Nadel 4fa (bei der es sich jetzt um eine leere Nadel handelt) oder auf eine, sich davon unterscheidende leere Nadel zurückzubringen – ein Nadelbettenversatz vorgenommen, um die Übergabeplatine 11 und die Nadel 4fa oder eine sich davon unterscheidende leere Nadel gegenüber zueinander anzuordnen; ferner wird der Schlitten – entsprechend der Darstellung nach den 9A bis 9C – von links nach rechts bewegt. Das dargestellte Beispiel verdeutlicht eine Ausführungsform, bei welcher die Nadelmasche NL1 auf die Nadel 4fa zurückgebracht wird. Zu diesem Zeitpunkt nehmen sich die Nadelhalteschlossteile 72, die Schieberhalteschlossteile 73 und das Umhängeschlossteil 74 alle ihre nicht-vorstehenden Positionen ein; der Nadelplatinenfuß 39 der Nadel 4fa ist für die H-Position ausgewählt und springt über den Vorderseitengiebel des Nadelhebers 51, wobei die Halbpresser 55 ihre vorstehende Positionen einnehmen; anschließend wird der Nadelplatinenfuß 39 auf den niederen Gipfelabschnitt 60L des Hinterseitengiebels angehoben, um den Haken 27 anzuheben. Als Ergebnis dieser Anhebbewegung tritt der Haken 27 der Nadel 4fa – bei der es sich um eine leere Nadel gehandelt hat – in die auf dem Haltestück 15 gehaltene Masche NL1 von derjenigen Übergabeplatine 11 ein, deren Übergabeplatinenfuß 13 in der Vorwärtsbahn 78 des Übergabeplatinen-Führungsschlossteils 20 positioniert und am weitesten vorgeschoben worden ist (vgl. Position 9B in 9A und die Teildarstellung 9B).

Durch eine weitere Verschiebung des Schlittens wird der Übergabeplatinenfuß 13 längs der Rückführbahn 77 zurückgezogen, und die Nadelmasche NL1 entfernt sich von dem Haltestück 15 der Übergabeplatine 11 und wird jetzt von dem Haken 27 der Nadel 4fa gehalten. Der Nadelplatinenfuß 38 wird von dem Strickschloss 53 abgesenkt, und der Schieberbetätigungsfuß 30 wird zuerst abgesenkt und anschließend angehoben, um den Haken 27 zu schließen (vgl. Position 9C in 9A und Teildarstellung 9C).

Weil bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform die Nadelhalteschlossteile 72 und die Schieberhalteschlossteile 73 getrennt voneinander und auf der rechten Seite der zum Maschenstricken dienenden, aus dem Nadelheber 51 und weiteren Schlossteilen bestehenden Nadelbetätigungseinrichtung angeordnet sind, resultiert daraus eine Einschränkung hinsichtlich der Vorschubrichtung des Schlittens, nämlich dahingehend, dass ein Halten der Masche nicht durchgeführt werden kann, außer wenn der Schlitten in der Richtung von links nach rechts bewegt wird. Wenn jedoch ein solches Halteschloss bzw. Halteschlossteil an jedem Ende der gegenüberliegenden Enden des Schlittens vorhanden ist, dann kann die vorstehend beschriebene Einschränkung hinsichtlich der Vorschubrichtung beseitigt werden.

Nachfolgend wird eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Maschenhaltevorrichtung beschrieben. Hierbei ist zu beachten, dass gleiche oder ähnliche Teile wie diejenigen der ersten Ausführungsform mit den gleichen entsprechenden Bezugzeichen versehen sind. Die zweite Ausführungsform stimmt hinsichtlich der Nadelbetten und den in die Nadelbetten eingesetzten Schiebernadeln mit der ersten Ausführungsform überein; jedoch besteht ein Unterschied hinsichtlich der Schlossanordnungen am Schlitten. Während bei der ersten Ausführungsform eine ursprünglich auf der ersten Nadel gehaltene Masche mit Hilfe einer Übergabeplatine auf eine zweite Nadel am gleichen Nadelbett umgehängt wird, wird bei dieser zweiten Ausführungsform die Masche direkt auf eine Nadel am gegenüber befindlichen Nadelbett umgehängt.

Die in dieser zweiten Ausführungsform vorgesehene Schlossanordnung am Schlitten wird nachstehend mit Bezugnahme auf 10 beschrieben; diese 10 zeigt – von unten betrachtet – einen Satz von Nadelbetätigungseinrichtungen, die an einer Schlossplatte 50 des Schlittens angebracht sind.

Hier gehört zu einer Nadelbetätigungseinrichtung NC ein Satz von Nadelkörperbetätigungseinrichtungen NCn und ein Satz von Schieberbetätigungseinrichtungen NCs. Zu diesem Satz von Nadelkörperbetätigungseinrichtungen gehört ein Nadelheber 51, ein oberhalb dieses Nadelheber 51 angeordnetes Sperrschlossteil 52, ferner zwei Strickschlösser 53, die an gegenüberliegenden Seiten des Nadelhebers 51 angeordnet sind, und ferner zwei A-Presser 54, zwei Halbpresser 55, die unterhalb des Nadelhebers 51 angeordnet sind für eine individuelle Verschiebung in eine vorgeschobene Position und aus dieser vorgeschobenen Position heraus, und schließlich ein B-Presser 56, der eine feststehende Anordnung in einem normal vorstehenden Zustand unterhalb der Halbpresser 55 einnimmt. Die Höhen (bezogen auf die Fußaustriebsmomente) der vorstehend genannten Presser sind so gewählt, dass die A-Presser 54 und der B-Presser 56 je die maximale oder volle Höhe haben, und dass die Halbpresser 55 die halbe Höhe haben. Ferner sind zwei Nadelauswahleinrichtungen (bzw. Nadelauswahl-betätigungsglieder) A, B zur Auswahl einer Bahn der Bahnen für die Presser an den Vorderseiten und unterhalb der B-Presser vorgesehen, wenn der Schlitten eine Vorwärtsbewegung ausführt.

Am Nadelheber 51 befinden sich linke und rechte Giebel, mit zwei hohen, dachförmigen Gipfelabschnitten 60H und zwei niedrigen, dachförmigen Gipfelabschnitten 60L, deren Höhe gleich der Höhe der Schulter der hohen Gipfelabschnitte 60H ist. Die Außenseitenflanken der Giebel dienen als Fußauflaufflächen 61; im Gegensatz dazu sind die aufeinander zu gerichteten Innenseitenflanken je als geneigte Flächen 62 ausgebildet, so dass ein Überspringen der hohen Gipfelabschnitte 60H ermöglicht wird. Unterhalb der beiden hohen Gipfelabschnitte 60H befinden sich zwei, sich kreuzende Bahnen 63, die mit der tiefsten Position zwischen den beiden hohen Gipfelabschnitten 60H, 60H verbunden sind. Ein Teil des Sockelabschnitts des Sperrschlossteils 52 befindet sich zwischen den beiden, vorstehend beschriebenen hohen Gipfelabschnitten 60H, 60H und dient zur Austriebsbewegung als ein Nadelumhängeschlossteil 64 mit einer umgekehrt dreieckigförmigen Gestalt.

Der Satz von Schieberbetätigungseinrichtungen NCs ist gemeinsam mit dem Satz von Nadelkörperbetätigungseinrichtungen NCn zentriert angeordnet; zu diesem Satz von Schieberbetätigungseinrichtungen NCs gehört ein Schieberschlossteil 80, das gegenüber zum Gipfelabschnitt des Sperrschlossteils 52 angeordnet ist. Ferner ist ein Schieberumhängeschlossteil 65 vorhanden für eine Verstellung in eine vorgeschobene Position in der Mitte des Schieberschlossteils 80 und aus dieser vorgeschobenen Position heraus. Weiterhin sind zwei Schieberhalteschlossteile 81, 81 vorhanden, die je in eine vorgeschobene Position verschiebbar sind und aus dieser vorgeschobenen Position heraus verschiebbar sind; weiterhin sind zwei feststehende Übergabeschieber-Vorschubschlossteile 82, 82 vorhanden, die an den gegenüberliegenden Seiten des Schieberumhängeschlossteils 65 so angeordnet sind, dass zwischen den Schieberhalteschlossteilen 81, 81 und den Übergabeschieber-Vorschubschlossteilen 82, 82 zwei Übernahmeschieber-Anhebenuten 83, 83 gebildet sind.

Die Übergabeschieber-Vorschubschlossteile 82, 82 sind in einer kegelförmigen, umgekehrt V-förmigen Konfiguration an der linken Seite und an der rechten Seite des Schieberumhängeschlossteils 65 angeordnet; ferner ist längs der Oberkanten der Übergabeschieber-Vorschubschlossteile 82, 82 eine Übergabeschieber-Führungsnut 84 ausgespart. Die Übergabeschieber-Führungsnut 84 weist die höchste Position ihrer Positionen gegenüber den Oberkanten der Übergabeschieber-Vorschubschlossteile 82 auf; anschließend erstreckt sich diese Übergabeschieber-Führungsnut 84 nach unten und verläuft dann zuerst in horizontaler Richtung längs der Oberkanten der Führungsschlossteile 85 und verläuft daraufhin nach unten. Das Schieberschlossteil 80 hat zwei horizontal ausgerichtete Nuten 86, die sich in einer Höhe befinden, die gleich der Höhe der Schieberführungsnuten 84 ist, die in horizontaler Richtung oberhalb des Führungsschlossteils 85 verlaufen. Obwohl die horizontalen Nuten 86 nicht direkt mit den Übergabeschieber-Führungsnuten 84 verbunden sind, kann ein Schieberfuß von irgendeiner dieser horizontalen Nuten 86 in die entsprechende Übergabeschieber-Führungsnut 84 überwechseln, indem dieser Schieberfuß von einer entsprechend geneigten Fläche 87 weg springt. Das Schieberschlossteil 80 hat zwei den vorgeschobenen Schieber aufnehmende Nuten 88, die von den horizontalen Nuten 86 abzweigen und parallel zu den horizontalen Nuten 86, jedoch oberhalb dieser horizontal ausgerichteten Nuten 86 verlaufen; an den Endabschnitten dieser den vorgeschobenen Schieber aufnehmenden Nuten 88 befinden sich geneigte Flächen 89 an benachbarten Endabschnitten der Übernahmeschieber-Anhebenuten 83 in der Nähe der Gipfelabschnitte der Schieberhalteschlossteile 81. Das Bezugzeichen 90 bezeichnet einen Halteschieber 90; ferner sind paarweise linke und rechte Haltepresser 90 vorgesehen, für eine Verschiebung in eine vorgeschobene Position und aus dieser vorgeschobenen Position heraus, um dann, wenn ein Schieberfuß 30 versucht, aus einer der Übernahmeschieber-Anhebenuten 83 in die entsprechende, den angehobenen Schieber aufnehmende Nut 88voranzukommen, der entsprechende Haltepresser 90 diesen Schieberfuß 30 hineindrücken kann, dass dieser Schieberfuß 30 aus der Übernahmeschieber-Anhebenut 83 über die entsprechende geneigte Fläche 89 springen kann.

Dieser Vorgang wird nachstehend mit Bezugnahme auf die 11 bis 14 beschrieben; hier zeigen die 11 und 13 die Stellen eines Auswahlplatinenfußes 39, eines Nadelplatinenfußes 38, eines Schieberplatinenfußes 30, eines Hilfsschieberfußes 31 und eines Übergabeplatinenfußes 13 auf der regulären Ebene; die 12A bis 12F und die 14A bis 14D erläutern die angehobenen und abgesenkten oder die vorgeschobenen und zurückgezogenen Zustände der Schiebernadel 4 (4fa, 4fb) an unterschiedlichen Positionen in deren Stellen zusammen mit Querschnitten des Nadelbettes FB. Hierbei ist zu beachten, dass die 11 und 13 an der näheren Seite die Vorderbettseite des Schlittenabschnitts und an der weiter entfernten Seite die Hinterbettseiten des Schlittenabschnitts zeigen, und dass der Schlitten in Richtung des mittig angeordneten Pfeils verschoben wird, nämlich in der Darstellung nach 11 von rechts nach links und in der Darstellung gemäß 13 von links nach rechts.

Im vorliegenden Beispiel wird eine Nadelmasche NL2 einer Nadel 4ba des hinteren Nadelbettes BB auf der Zunge 37f des Schiebers 24f einer Nadel 4fa des vorderen Nadelbettes FB gehalten, um die Nadel 4fa zu einer leeren Nadel zu machen; nachdem diese Nadel 4ba zu einer leeren Nadel gemacht worden ist, wird die von der Zunge 37f der Nadel 4fa des vorderen Nadelbettes FB gehaltene Masche NL2 auf die leere Nadel 4ba zurückgeführt und umgehängt; das heißt die jetzt leere Nadel 4ba übernimmt erneut die Masche NL2.

Bezugnehmend auf 11 wird dann, wenn der Schlitten von rechts nach links bewegt wird, die die Masche NL2 haltende Nadel 4ba für die A-Position ausgewählt, und die Nadel 4fa, auf welche die Masche NL2 umgehängt werden soll wird für die H-Position ausgewählt; (die Position 12A der 11 entspricht einem Zustand, wo die Nadel 4fa bis in die H-Position vorgeschoben worden ist); diese Auswahl erfolgt je mit Hilfe der Nadelauswahleinrichtung A an einerseits der Seite des hinteren Nadelbettes BB und andererseits an der Seite des vorderen Nadelbett FB. Zu diesem Zeitpunkt sind – weil der Nadelplatinenfuß 38B nicht auf die Halteseite des hinteren Nadelbettes BB angehoben worden ist, und weil der Nadelplatinenfuß 38f nicht auf die Halteseite des vorderen Nadelbettes FB angehoben worden ist – weder der Haken 27b noch der Haken 27f (vgl. 12A) angehoben.

Anschließend, während der Auswahlplatinenfuß 39B auf der Halteseite in die A-Position angehoben wird, nimmt der A-Presser 54 auf der Vorderseite die nicht-vorgeschobene Position ein, wird – wenn der Schlitten vorwärts bewegt wird – der Nadelplatinenfuß 38B längs der Fußanhebefläche 61 des Nadelhebers 51 bis zum hohen Gipfelabschnitt 61H angehoben, um so den Haken 27b der Nadel 4ba bis zu dessen maximaler Höhe anzuheben. Weil zu diesem Zeitpunkt das Schieberhalteschlossteil 81 eine nicht-vorgeschobene Position einnimmt, wird der Schieber 24b ohne Eingriff an seinem Schieberfuß 30b von dem Schieberhalteschlossteil 81 angehoben, wenn die Nadel 34ba angehoben wird; dabei übernimmt der Schieber 24b an der Schulter von dessen Zunge 37b die Masche NL2, die bis dahin vom Haken 27b der Nadel 4ba gehalten worden ist; diese Masche NL2 wird daraufhin zum Kehlenabschnitt 88 der Nadel verschoben. Der Auswahlplatinenfuß 39f des Nadelplatinenfußes 38f auf der linken Seite wird dabei ein wenig in den Nadelkanal hineingedrückt, weil sich der Halbpresser 55 auf der Vorderseite in seiner vorgeschobenen Positionen befindet und sich geradeaus vorwärts bewegt, ohne Eingriff mit der Fußanhebefläche 61 des Nadelhebers 51; dies erfolgt so lange, bis der Halbpresser 55 in die sich kreuzende Bahn 63 eintritt. Weil jedoch der Nadelplatinenfuß 38f einen halbvorgeschobenen Zustand einnimmt, wird der Auswahlplatinenfuß 39f des Nadelplatinenfußes 38 von einer Bahnwand der sich kreuzenden Bahn 63 erfasst und wird mittig ein wenig angehoben. Weil jedoch das Schieberhalteschlossteil 81 auf der Vorderseite seine nicht-vorgeschobene Position einnimmt, wird er weiter geradeaus nach vorne verschoben, ohne dass ein Eingriff mit dem Schieberhalteschlossteil 81 erfolgt; ferner wird er nicht angehoben, während lediglich der Haken 27f der Nadel 4fa angehoben wird. Als Folge davon werden der Haken 27f und die Zunge 37f geöffnet (vgl. die Position 12B der 11 und die 12B).

Nachdem die Position 12B passiert worden ist, wird auf der Halteseite der Nadelplatinenfuß 38B von dem Sperrschlossteil 52 und von dem, seine vorgeschobene Position einnehmenden Nadelumhängeschlossteil 64 auf die Höhe der sich kreuzenden Bahn 63 abgesenkt; weil weiterhin der sich an der Hinterseite befindliche A-Presser 54 seine vorgeschobene Position einnimmt, wird der Auswahlplatinenfuß 39B von dem A-Presser 54 in den Nadelkanal gedrückt; weiterhin wird auch der Nadelplatinenfuß 38B in gleicher Weise in den Nadelkanal gedrückt; danach wird der Nadelplatinenfuß 38B in horizontaler Richtung verschoben und tritt dann in die sich kreuzende Bahn 63 ein. Weil der Schieberfuß 30b von dem seine vorgeschobene Position einnehmenden Schieberumhänge-Schlossteil 65 angehoben worden ist, erfolgt ein Eingriff der Zunge 37b in die am Kehlenabschnitt 38 der Nadel 4ba befindlichen Masche NL2; weiterhin wird diese Masche NL2 von der Zunge 37b angehoben, während der Haken 27b abgesenkt wird.

Nunmehr wird die Situation auf der linken Seite betrachtet: Weil der sich an der Hinterseite befindliche Halbpresser 55 seine nicht-vorgeschobene Position einnimmt, bleiben der Auswahlplatinenfuß 39f und der Nadelplatinenfuß 38f vorgeschoben, und der Nadelplatinenfuß 38f wird längs des sich an der Hinterseite befindlichen niedrigen Gipfelabschnitts 60L des Nadelhebers 51 bis auf das Fanghöhenniveau angehoben. Der Schieberfuß 30f wird von dem Schieberhalteschlossteil 81 angehoben wenn das Schieberhalteschlossteil 81 seine vorgeschobene Position einnimmt. Weil das Ausmaß, um welches der Schieberfuß 30 angehoben, worden ist, größer ist, als das Ausmaß der Anhebung des Nadelplatinenfußes 38f, bleibt der Haken 27f der Nadel 4fa von der Zunge 37f verschlossen (vgl. die Position 12C in den 11 und 12).

Nunmehr wird die Halteseite betrachtet: Weil der Nadelplatinenfuß 38b längs der sich kreuzenden Bahn 63 des Nadelhebers 51 in horizontaler Richtung verschoben wird, wird der Haken 27b nicht angehoben, sondern verbleibt in seiner stationären Position. Weil jedoch der Schieberfuß 30b längs des Übergabeschieber-Vorschubschlossteils 82 angehoben wird, hebt der Schieber 24b die Zunge 37b bis zu ihrer maximalen Höhe an. Als Folge dieses Anhebens wird die Nadelmasche NL2 des Hakens 27b nunmehr von der Schulter 36 der Zunge 37b gegriffen und angehoben. Betrachtet man nunmehr die Übernahmeseite: Weil der Nadelplatinenfuß 38f bis zur Fanghöhenposition des an der Hinterseite befindlichen, niedrigen Gipfelabschnitts 60L des Nadelhebers 51 angehoben worden ist, und weil der Schieberfuß 30f von dem Schieberhalteschlossteil 81 bis in seine höchste Position angehoben worden ist, wird der Haken 27f in die Nadelmasche NL2 eingeführt, welche von der Zunge 37b des auf der Halteseite befindlichen Schiebers 24b gehalten wird, während der Haken 27f durch die Zunge 37f verschlossen bleibt (vgl. die Position 12D der 11 und die 12D)

Nachdem der auf der linken Seite befindliche Haken 27f in die auf der Halteseite befindliche Masche NL2 eingeführt worden ist, wird der Schieberfuß 30b der auf der Halteseite befindlichen Nadel 4ba längs der schräg nach unten gerichteten Fläche am Schieberschlossteil 80 abgesenkt, wobei der Nadelplatinenfuß 38b von der Neigung des Endabschnitts der sich kreuzenden Bahn am Nadelheber 51 abgesenkt wird; ferner wird die auf der Halteseite befindlichen Nadel 4ba in ihre ursprüngliche Position zurückgeführt, wobei der Haken 27b von der Zunge 37b verschlossen bleibt. Die auf der linken Seite befindliche Nadel 4fa wird abgesenkt, nachdem die sich auf der Halteseite befindliche Nadel 4ba abgesenkt worden ist. Hier ist besonders zu beachten: Weil sich der Haltepresser 90 in seiner vorgeschobenen Position befindet, wird der Hilfsfuß 31 von dem Haltepresser 90 in den Nadelkanal hineingedrückt, und der Schieberfuß 30f wird von dem gleichen Haltepresser 90 in den gleichen Nadelkanal hineingedrückt; als Folge davon wird an einer Position, nachdem der Schieberfuß 30f die Übernahmeschieber-Anhebenut 83 verlassen hat, der Schieberfuß 30f von der Nadelkanalwand am Schieberschlossteil 80 gelöst und entfernt. Als Folge davon springt der Schieberfuß 30f nunmehr hinüber in die den vorgeschobenen Schieber aufnehmende Nut 88, die sich in horizontaler Richtung erstreckt. Weil in der Zwischenzeit der Nadelplatinenfuß 38f von dem Strickschloss 53 abgesenkt worden ist, kehrt der Haken 27 in seine ursprüngliche Position zurück, und folglich verbleibt lediglich der Schieber 24f in der hohen Position, während die Masche NL2 an der Zunge 37f des Schiebers 24f gehalten bleibt (vgl. die Position 12E der 11 und die 12E).

Bei einer daraufhin nach links gerichteten Verschiebung des Schlittens wird der auf der linken Seite befindliche Nadelplatinenfuß 38f in horizontaler Richtung verschoben, während der Haken 27f in seiner ersten Position verbleibt; der Schieberfuß 30f tritt aus der, den angehobenen Schieber übernehmenden Nut 88 in die horizontal ausgerichtete Nut 86 ein, und die Zunge 37f wird abgesenkt. Hierbei befindet sich jedoch die abgesenkte Position der Zunge 37f immer noch in einer etwas höheren Position, als die erste Position. Ferner wird auch der Auswahlplatinenfuß 39f in die B-Position abgesenkt; darüber hinaus kehren alle auf der Halteseite befindlichen Teile und Elemente in ihre jeweilige erste Position zurück (vgl. die Position 12F der 11 und die 12F).

Durch den vorstehend beschriebenen Vorgang ist die ursprünglich auf dem Haken 27b der am hinteren Nadelbett BB befindlichen Nadel 4ba gehaltene Nadelmasche NL2 umgehängt worden und wird nun auf der Zunge 37f des Schiebers 24f der am vorderen Nadelbett FB befindlichen Nadel 4fa gehalten, während die am hinteren Nadelbett befindliche Nadel 4ba zu einer leeren Nadel gemacht worden ist. Deshalb kann die Nadel 4ba in Kombination mit einer anderen geeigneten Nadel oder in Kombination mit mehreren anderen geeigneten Nadeln einen Strickvorgang ausführen. Nachdem dieser Strickvorgang beendet ist, wird die auf der Zunge 37f der Nadel 4fa gehaltene Nadelmasche NL2 wieder auf die Nadel 4ba zurückgeführt. Hierbei ist zu beachten, dass das Zurückführen einer Masche nicht beschränkt ist auf das Zurückführen auf diejenige Nadel, auf welcher die zurückzuführende Masche ursprünglich gehalten worden ist, wie das vorstehend beschrieben ist; vielmehr könnte eine solche Masche auch auf irgendeine andere Nadel zurückgeführt werden.

Nachstehend wird der vorstehend angesprochene Vorgang der Rückführung einer Masche beschrieben.

Der Schlitten wird zurückgefahren und bewegt sich in der Pfeilrichtung des Pfeiles in 13, also von links nach rechts. Zu diesem Zeitpunkt nehmen das linke Schieberhalteschlossteil 81 und das rechte Schieberhalteschlossteil 81 je ihre nicht-vorgeschobene Position ein. Der Rückführvorgang führt die auf der Zunge 37f der am vorderen Nadelbett FB befindlichen Nadel 4fa gehaltene Nadelmasche NL2 auf den Haken 27 der Nadel 4ba zurück, die sich am hinteren Nadelbett BB befindet. Bei der nach rechts gerichteten Verschiebung des Schlittens wird von der auf der Rückführseite des vorderen Nadelbettes FB befindlichen Nadelauswahleinrichtung B die Nadel 4fa für die H-Position ausgewählt. Die Halbpresser 55, 55 werden sowohl an der Vorderseite wie an der Hinterseite vorgeschoben. Als Folge davon springt der Nadelplatinenfuß 38 – weil der Nadelplatinenfuß 38f in den Nadelkanal hineingedrückt wird – über die Fußanhebefläche 61 des Nadelhebers 51 ohne in Eingriff mit diesem Schlossteil zu kommen, und wird dann in die sich kreuzende Bahn 63 des Nadelhebers 51 hinein verschoben. In der Zwischenzeit ist der Schieberfuß 30f in die horizontal ausgerichtete Nut 86 eingetreten und erreicht und springt über die geneigte Fläche 87 an dem Endabschnitt der horizontal ausgerichteten Nut 86; weil das Schieberhalteschloss 81 nicht seine vorgeschobene Position einnimmt, wird der Schieberfuß 30f in der gerade erreichten Anordnung geradeaus nach vorne verschoben. Auf der Übernahmeseite ist die Nadel 4ba von der auf der Seite des hinteren Nadelbettes BB befindlichen Nadelauswahleinrichtung B für die H-Position ausgewählt worden; weiterhin wird der Auswahlplatinenfuß 39b um einen Betrag angehoben, der gleich der halben Höhe des Nadelkanals ist. Dieses Anheben erfolgt lediglich durch die Vorderseite von einem der Halbpresser 55, der seine vorgeschobene Position einnimmt; weiterhin wird auch der Nadelplatinenfuß 38b in gleicher Weise vorgeschoben. Als Folge davon springt der Auswahlplatinenfuß 39b über die Fußanhebefläche 61 und bewegt sich in der sich kreuzenden Bahn 63 des Nadelhebers 51 nach vorne; anschließend wird dieser Auswahlplatinenfuß 39b geringfügig angehoben, wenn er sich in der Mitte der sich kreuzenden Bahn 63 befindet. Der Schieberfuß 30b bewegt sich geradeaus nach vorne längs einer Unterkante des Schieberschlossteils 80 (diese Unterkante bildet in 13 eine Oberkante). Demzufolge werden die Haken 27f sowohl auf der Rückführseite wie auf der Übernahmeseite geringfügig angehoben (vgl. die Position 14A der 14 und die 14A).

Bei einer Fortführung der von links nach rechts gerichteten Verschiebung des Schlittens wird der Auswahlplatinenfuß 39f am vorderen Nadelbett FB auf der Rückführseite weiterhin von dem Halbpresser 55 vorgeschoben, und der Nadelplatinenfuß 38f bewegt sich in horizontaler Richtung längs der sich kreuzenden Bahn 63 am Nadelheber 51. Der Schieberfuß 30f wird von dem Schieberumhängeschlossteil 65 angehoben und tritt in die Übergabeschieber-Führungsnut 84 ein, in welcher dieser Schieberfuß 30f geringfügig angehoben wird, während die Zunge 37fa des Schiebers 24f weiterhin die Masche NL1 hält. Am hinteren Nadelbett BB auf der Übernahmeseite bewegt sich der Nadelplatinenfuß 38b in horizontaler Richtung in ähnlicher Weise, wie der Nadelplatinenfuß 38f auf der Höhe des hinteren Nadelbettes BB auf der Rückführseite; in dieser Situation ändert der Haken 27b seine Höhe nicht. Der Schieberfuß 30b bewegt sich gerade nach vorn längs der Unterkante am Schieberschlossteil 80 (diese Unterkante bildet in 13 eine Oberkante); weil das Schieberhalteschlossteil 81 seine nicht-vorgeschobene Position einnimmt, wird der Schieberfuß 30b von dem Schieberhalteschlossteil 81 nicht beeinflusst, und der Schieber 24b verbleibt in seinem stationären Zustand, ohne verstellt zu werden. Dementsprechend verbleiben sowohl der Haken 27b, wie die Zunge 37b je in ihrem stationärem Zustand (vgl. die Position 14B der 13 und 14B).

Anschließend, wenn der Schlitten seine Verschiebungsbewegung fortsetzt, bewegt sich der Nadelplatinenfuß 38f am vorderen Nadelbett FB auf der Rückführseite geradeaus nach vorne längs der sich kreuzenden Bahn 63, ohne dass dabei eine Veränderung der Position und des Zustands des Hakens 27f der Nadel 4fa eintritt. Jedoch wird der Schieberfuß 30f längs des Übergabeschieber-Vorschubschlossteil 82 innerhalb der Übergabeschieber-Führungsnut 84 angehoben, um die Zunge 37f des Schiebers 24f bis zu ihrer maximalen Position vorzuschieben. Zu diesem Zeitpunkt kommt auf der Übernahmeseite der Nadelplatinenfuß 38b, der sich innerhalb der sich kreuzenden Bahn 63 geradeaus nach vorne bewegt hat, zu einem Abzweigschlossteil 63a bei einer Höhe, die kleiner ist, als die halbe Höhe, die am Zwischenabschnitt der sich kreuzenden Bahn 63 herrscht; daraufhin wandert der Nadelplatinenfuß 38b längs einer Wand an der Grenze zwischen der sich kreuzenden Bahn 63 und dem Abzweigschlossteil 63a; dort wird der Nadelplatinenfuß 38b aus der sich kreuzenden Bahn 63 herausgenommen, so dass er sich nunmehr zu der Seite des niedrigen Gipfelabschnitts 60L hin bewegt. Daraufhin wird der Nadelplatinenfuß 38b längs des niedrigen Gipfelabschnitts 60L an der Hinterseite des Nadelhebers 51 angehoben und führt dessen Haken 27b in die Nadelmasche NL2 ein, die auf der Zunge 37f gehalten ist (vgl. Position 14C der 13 und die 14C).

Anschließend bewegt sich der Nadelplatinenfuß 38f auf der Rückführseite längs der sich kreuzenden Bahn 63 und wird am Auslauf der sich kreuzenden Bahn 63 geringfügig abgesenkt, so dass er in seine ursprüngliche Position zurückkehrt; auch der Schieberfuß 30f wird längs der geneigten Fläche am Schieberschlossteil 80 bis auf seine ursprüngliche Position abgesenkt. Daraufhin wird durch eine Absenkbewegung des Schieberfußes 30f die auf der Zunge 37f befindliche Masche NL2 abgenommen und umgehängt und verbleibt somit auf dem Haken 27b auf der Übernahmeseite. Geringfügig später nach der vorstehend beschriebenen Absenkbewegung auf der Rückführseite ergibt sich auf der Übernahmeseite folgendes Bild: Der Nadelplatinenfuß 38b wird von dem Strickschloss 53 abgesenkt, und der Schieberfuß 30b wird von dem Führungsschlossteil 85 längs eines Pfades abgesenkt, der dem Absenkpfad des Nadelplatinenfußes 38b entspricht. Als Folge davon wird die Nadelmasche NL1 auf der Nadel 4fa am vorderen Nadelbett FB gehalten, und die Nadelmasche NL2 wird auf der Nadel 4ba des hinteren Nadelbetts BB gehalten; dies bestätigt, dass beide Nadelmaschen in ihre ursprünglichen Positionen zurückgekehrt sind (vgl. die Position 14D der 13 und die 14D).

Nachfolgend wird das Stricken eines Gestricks mit Hilfe der erfindungsgemäßen Maschenhaltevorrichtung beschrieben.

Bei diesem Strickvorgang handelt es sich um ein Beispiel, entsprechend dem ein Strickteil gestrickt wird, das ein Vorderteil und ein Rückenteil – je mit einer Rechts-Maschen-Struktur aufweist; je am unteren Endabschnitt des Vorderteils und des Rückenteils befindet sich ein Teil eines Taillenbandes, das eine Struktur aus 1 x 1-Rippenmaschen aufweist. Nachdem die beiden Teile des Taillenbandes erzeugt und an gegenüberliegenden Enden miteinander verbunden worden sind, ist das restliche Strickteil als Schlauchware an das Taillenband angestrickt worden. Die 15A bis 15G erläutern die einzelnen Strickschritte von den Taillenbandteilen bis zum fertigen Strickteil. Zuerst wird in dem Schritt "1" (vgl. 15A) den Nadeln a, c, e, ... des vorderen Nadelbettes FB und den Nadeln b, d, f, ... des hinteren Nadelbettes BB ein Garn zugeführt, um eine Maschenreihe für das Taillenbandteil am Vorderteil des Strickteils zu stricken. Dieser Strickschritt "1" (vgl. 15A) wird nach Maßgabe einer vorgegebenen Zahl wiederholt, um ein Taillenbandteil gewünschter Breite zu erzeugen. Anschließend werden in einem Schritt "2" (vgl. 15B) die von den Nadeln b, d, f, ... des hinteren Nadelbettes BB gestrickten Maschen auf den Nadeln a, c, e, ... des vorderen Nadelbettes FB gehalten, auf welchen die Maschen selbst gehalten werden. Dieses Halten der Maschen erfolgt entsprechend dem oben beschriebenen Verfahren. In dem nächsten Schritt "3" (vgl. 15C) wird mit Hilfe der Nadeln a, c, e, ... des hinteren Nadelbettes BB und mit Hilfe der Nadeln b, d, f, ... des vorderen Nadelbettes FB das eine 1 x 1-Rippenmaschen-Struktur aufweisende Taillenbandteil für das Rückenteil gestrickt. Auch dieser Strickvorgang wird nach Maßgabe einer vorgegebenen Zahl wiederholt, die der Anzahl der Strickvorgänge für das Taillenbandteil für das Vorderteil gemäß Schritt "1" entspricht, um das für das Rückenteil bestimmte Taillenbandteil mit gewünschter Breite zu stricken.

Nachdem das Stricken der Taillenbandteile für das Vorderteil und für das Rückenteil entsprechend den vorstehend beschriebenen Schritten "1", "2" und "3" vervollständigt worden ist, wird anschließend ein Strickvorgang zum separaten Umhängen der Maschen zur Bildung der Körperteile des Strickteils durchgeführt. Mehr im einzelnen wird hier im Schritt "4" (vgl. 15D) die auf den Nadeln b, d, f, ... des vorderen Nadelbettes gestrickten Maschen des Taillenbandteils für das Rückenteil auf die leeren Nadeln b, d, f, ... des hinteren Nadelbettes BB übergeben und umgehängt. In dem nächsten Schritt "5" (vgl. 15E) werden die – in dem vorstehend beschriebenen Schritt "2" gehaltenen Maschen des Taillenbandteils für das Vorderteil zuerst auf den Nadeln a, c, e, ... des hinteren Nadelbettes BB gehalten, auf denen die Maschen gehalten sind. Anschließend wird in dem Schritt "6" (vgl. 15F) das hintere Nadelbett BB nach rechts versetzt, und die gehaltenen Maschen werden auf die leeren Nadeln b, d, f, ... des vorderen Nadelbettes FB umgehängt. Als Folge davon erreichen die Nadeln des vorderen Nadelbettes FB und die Nadeln des hinteren Nadelbettes BB einen Zustand, entsprechend dem diese Nadeln Maschen halten. Anschließend kann in dem Schritt "7" (vgl. 15G) mit dem Stricken der Körperteile des Strickteils begonnen werden; das Stricken dieser beiden Körperteile erfolgt fortlaufend in Schlauchform, so dass die Körperteile kontinuierlich mit den Taillenbandteilen verbunden werden; hierzu wird das Garn den Nadeln am hinteren Nadelbett BB und anschließend den Nadeln am vorderen Nadelbett FB im Uhrzeigersinn-Richtung umlaufend zugeführt.

Nachstehend wird ein Beispiel beschrieben, entsprechend dem ein schlauchförmiges Strickteil erzeugt wird, das je ein Vorderteil mit 1 x 1-Rippenmaschen-Struktur und ein Rückenteil mit 1 x 1-Rippenmaschen-Struktur aufweist; diese beiden Strickteile sind an ihren gegenüberliegenden Enden miteinander verbunden. Die entsprechenden Strickschritte sind mit den 16A bis 16G erläutert. In diesem Falle wird eine Vier-Bett-Flachstrickmaschine verwendet, die je ein zusätzliches Nadelbett aufweist, das je über dem vorderen Nadelbett und über dem hinteren Nadelbett angeordnet ist.

Hier wird in dem Schritt "1" (vgl. 16A) eine Maschenreihe des, eine 1 x 1-Rippenmaschen-Struktur aufweisenden Vorderteils gestrickt unter Verwendung der Nadeln a, b, c, ... des vorderen unteren Nadelbetts FD und der Nadeln a, b, c, ... des hinteren oberen Nadelbetts BU. Zu diesem Zeitpunkt werden – wie in 16A – dargestellt, Maschen für das Rückenteil auf den Nadeln a, b, c, ... des hinteren unteren Nadelbetts BD gehalten; mehr im einzelnen, werden die Rechts-Maschen des Rückenteils auf den Haken der Nadeln des unteren hinteren Nadelbettes BD gehalten, und die Links-Maschen des Rückenteils werden auf den Zungen der Schieber der gleichen Nadeln gehalten. Anschließend werden – um eine Maschenreihe des Rückenteils zu stricken – im Anschluss an das Stricken der Maschenreihe des Vorderteils in dem Schritt "2" (vgl. 16B) zuerst die von den Nadeln des hinteren oberen Nadelbettes BU gestrickten Links-Maschen des Vorderteils auf den Zungen der Schieber der Nadeln des vorderen unteren Nadelbettes FD gehalten. Anschließend werden in dem Schritt " 3" (vgl. 16C) die auf den Zungen der Schieber der Nadeln des hinteren unteren Nadelbettes BD gehaltenen Links-Maschen des Rückenteils auf die Nadeln des vorderen oberen Nadelbettes FU umgehängt. In dem Schritt "4" (vgl. 16D) wird mit Hilfe der Nadeln a, b, c, ... des hinteren unteren Nadelbettes BD und mit Hilfe der Nadeln a, b, c, ... des vorderen oberen Nadelbettes FU eine Maschenreihe des Rückenteils gestrickt. In den folgenden Schritten "5", "6" und "7" (vgl. die 16E bis 16G) wird eine Maschenreihe des Vorderteils gestrickt, im Anschluss an das Stricken der Maschenreihe des Rückenteils. Mehr im einzelnen werden hier in dem Schritt "5" (vgl. 16E) die Links-Maschen des Rückenteils auf den Nadeln des hinteren unteren Nadelbettes BD gehalten. In dem nächsten Schritt "6" (vgl. 16F) werden die auf den Nadeln des vorderen unteren Nadelbettes FD gehaltenen Links-Maschen des Vorderteils auf den Nadeln des hinteren oberen Nadelbettes gehalten. Im Anschluss daran wird in dem Schritt "7" (vgl. 16G) das Stricken einer Maschenreihe des Vorderteils durchgeführt. Durch wiederholte Durchführung der Strickvorgänge entsprechend den vorstehend beschriebenen Schritten "1" bis "6", wird ein als Rundware gestricktes Strickteil (bzw. schlauchförmiges Strickteil) mit 1 x 1-Rippenmaschen-Struktur erhalten.

Entsprechend dem gerade vorstehend beschriebenen Beispiel werden Maschen des Vorderteils und des Rückenteils des insgesamt als Schlauchware gestrickten Strickteils an einem Nadelbett gehalten, ausgewählt aus dem vorderen unteren Nadelbett FD und dem hinteren unteren Nadelbett BD; das jeweils andere Strickteil des als Schlauchware gestrickten Strickteils wird mit Hilfe der Nadeln des vorderen unteren Nadelbettes FD gestrickt, an welchem die Maschen nicht gehalten werden, sowie mit Hilfe der Nadeln des hinteren oberen Nadelbetts BU, das gegenüber zu dem vorderen unteren Nadelbett FD angeordnet ist. In Abhängigkeit von der jeweiligen Anordnung der oberen Nadelbetten würden dann, wenn die Nadeln der oberen Nadelbetten oberhalb der Nadeln der unteren Nadelbetten angeordnet sind, auf denen Maschen angeordnet sind, diese Nadeln der oberen Nadelbetten – wenn sie sich in Richtung auf die Nadelbettlücke zu bewegen – mit den darunter angeordneten Nadeln kollidieren. In einem solchen Falle ist zusätzlich an der Flachstrickmaschine eine Einrichtung vorgesehen, welche eine solche Kollision der Nadeln verhindert. Mit Hilfe dieser Einrichtung werden die Schieber um einen solchen Betrag zurückgezogen, dass die Maschen sich nicht von den Zungen der Nadeln entfernen, auf welchen die Nadelmaschen gehalten sind, oder das das untere Nadelbett in eine gegenüber der Nadelbettlücke zurückgezogene Position zurückgeführt wird.

Durch eine in dieser Weise erfolgende Anwendung der erfindungsgemäßen Maschenhaltevorrichtung an einer Vier-Bett-Flachstrickmaschine wird es möglich ein Strickteil zu stricken, das an einer herkömmlichen Vier-Bett-Flachstrickmaschine nicht gestrickt werden könnte.

Weiterhin ist zu beachten, dass die erfindungsgemäße Maschenhaltevorrichtung beispielsweise auch dazu benutzt werden kann, an einer gestrickten Schlauchware ein Links- und Links-Muster zu erzeugen oder verschiedene Wege zur Erzeugung von Strickmustern auszuführen, einschließlich dem Stricken solcher Muster, wie etwa Zopfmuster und Netzmuster, die einen abnehmenden Abstand zwischen benachbarten Rippen oder eine enger werdende Anordnung solcher gestrickten Rippen an einem Strickteil aufweisen.

Obwohl für die erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Maschenhaltevorrichtung ein Beispiel angegeben worden ist, wobei die Maschen von einem Nadelsatz mit Hilfe von Übergabeplatinen auf verschiedenen Nadeln gehalten werden, könnte diese erste Ausführungsform auch dahingehend modifiziert werden, dass eine Anordnung vorgesehen wird, wobei Maschen von einem Nadelsatz mit Hilfe eines Halteschlossteils, das in einer von dem Strickschloss unterschiedlichen Phase vorgesehen ist und auf sich davon unterscheidenden Nadeln gehalten werden. Obwohl für die zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Maschenhaltevorrichtung ein Beispiel angegeben worden ist, entsprechend dem Maschen von einem Nadelsatz auf unterschiedliche Nadeln gehalten werden, könnte diese zweite Ausführungsform auch dahingehend modifiziert werden, dass eine Anordnung vorgesehen wird, wo die Maschen mit Hilfe von Platinen durch ein Halteschlossteil gehalten werden, das in dem Strickschloss vorgesehen ist.

Weil bei der oben beschriebenen zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Maschenhaltevorrichtung das Halteschlossteil integral mit der zum Maschenstricken dienenden Nadelbetätigungseinrichtung ausgebildet ist, kann der Schlitten eine kompakte Bauweise haben, und die Maschen können gehalten werden, unabhängig von der Vorschubrichtung, in welcher der Schlitten bewegt wird. Andererseits ist zu beachten: Wenn das, eine Basis zum Einsetzen des Halteschlossteils bildende Strickschloss selbst nicht symmetrisch hinsichtlich der linken Richtung und der rechten Richtung ausgebildet ist, und wenn das Halteschlossteil in einen Schlittentyp eingebaut ist, dessen Richtungscharakteristik beim Maschenumhängen oder bei einem ähnlichen Vorgang eingeschränkt ist (beispielsweise bei der nach rechts gerichteten Verschiebung von vorne nach hinten – oder bei der nach links gerichteten Verschiebung von hinten nach vorne) dann ist – für die Durchführung eines Haltevorgangs – die Vorschubrichtung des Schlittens auf lediglich eine Richtung beschränkt.

Wie oben beschrieben, ist es mit Anwendung der erfindungsgemäßen Maschenhaltevorrichtung möglich, zwei Strickmaschen in einem voneinander getrennten Zustand in einem Haken und auf einer Zunge eines Schiebers einer einzigen Nadel zu halten. Selbst dort, wo keine leere Nadel am gegenüberliegenden Nadelbett vorhanden ist, kann eine Nadelmasche zwischen verschiedenen Nadelbetten ausgetauscht und umgehängt werden. Als Folge davon ist es möglich, die herkömmlichen Einschränkungen beim Stricken eines Strickteils zu vermindern, um zu einer Anzahl verschiedener Strickweisen für Strickteile bzw. Strickwaren zu kommen. Das bedeutet, mit Hilfe der erfindungsgemäßen Maschenhaltevorrichtung lassen sich neue Strickstrukturen erzeugen, oder bei der Herstellung von Strickwaren kann eine Energieeinsparung erreicht werden.


Anspruch[de]
Maschenhaltevorrichtung für eine Flachstrickmaschine, mit/wobei

– Schiebernadeln (4), die nachfolgend kurz als "Nadeln" bezeichnet werden;

– diese Nadeln (4) je einen Nadelkörper (21) und einen Schieber (24) aufweisen, die relativ zueinander beweglich sind;

– diese Nadeln (4) in Reihen an wenigstens zwei Nadelbetten angeordnet sind, nämlich an einem vorderen Nadelbett (FB) und an einem hinteren Nadelbett (BB), die gegenüber zueinander angeordnet sind;

– der, an jeder Nadel (4) befindliche Schieber (24) mit einer Zunge (37) versehen, ist, die als ein, aus zwei dünnen, biegsamen Blechelementen (23) bestehender Schichtkörper ausgebildet ist;

– diese Zunge (37) betätigbar ist, um eine Hakenöffnung eines, an einem Nadelkörperende befindlichen Hakens (27) zu öffnen und zu schließen;

– diese Zunge (37) weiter vorlaufen kann, als der Haken (27), und dann, wenn die Zunge (37) weiter vorgelaufen ist, als der Haken (27), dann ein Ende der Zunge (37) von dem Haken (27) seitlich geöffnet werden kann, damit die Zunge (37) in eine Nadelbettlücke (1) vorstoßen kann, in einem Zustand, wo eine auf der Nadel (4) selbst gehaltene Masche auf der Zunge (37) angeordnet ist;

– je der Nadelkörper (21) von einer Nadelkörperbetätigungseinrichtung (NCu), sowie der Schieber (24) von einer Schieberbetätigungseinrichtung (NCs) je vorlaufend und zurücklaufend betätigbar ist, die zu einer, an einem Schlitten befindlichen Nadelbetätigungseinrichtung (NC) gehören;

dadurch gekennzeichnet, dass

diese Maschenhaltevorrichtung neben der zum Maschenstricken dienenden Nadelbetätigungseinrichtung (NC) zusätzlich aufweist:

– um eine gestrickte Masche auf der Zunge (37) des Schiebers (24) einer anderen Nadel (4) zu halten, ohne eine Doppelmasche zu bilden –

den Nadelkörper (21) und den Schieber (24) so betätigende Halteschlossteile (72, 73, 81), damit der Haken (27) und die Zunge (37) der Nadel in eine zu haltende Masche vorlaufen, und damit die Masche an der Zunge (37) des Schiebers (24) gehalten wird; und

zusätzlich eine Schieberfußbahn (67, 68, 84, 88) vorhanden ist, um die Zunge (37) in einer vorgelaufenen Position so zu halten, damit sich die gehaltene Masche nicht von der Zunge (37) entfernen kann.
Maschenhaltevorrichtung für eine Flachstrickmaschine nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

– um eine gestrickte Masche auf der Zunge (37) des Schiebers (24) einer anderen Nadel (4) zu halten, ohne dabei eine Doppelmasche zu bilden, – an dem Schlitten

– getrennt und in einer versetzten Phase zu der zum Maschenstricken dienenden Nadelbetätigungseinrichtung (NC) – Halteschlossteile (72, 73, 81) vorhanden sind, um den Nadelkörper (21) und den Schieber (24) so zu betätigen, damit der Haken (27) und die Zunge (37) der Nadel (4) in eine zu haltende Maschen eingeführt werden; und

damit die Masche an der Zunge (37) des Schiebers (24) gehalten wird.
Maschenhaltevorrichtung für eine Flachstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zu dieser Schieberbetätigungseinrichtung (NCs) ein Halteschlossteil (73) gehört, das integral mit der zum Maschenstricken dienenden Nadelbetätigungseinrichtung (NC) ausgebildet ist, so dass eine Masche direkt an einer Nadel (4) des gegenüber angeordneten Nadelbettes (FB, BB) gehalten wird. Maschenhaltevorrichtung für eine Flachstrickmaschine nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet, dass

– zu der Nadelkörperbetätigungseinrichtung (NCn) ein Nadelheber (51) gehört, der paarweise Giebel (60H, 60L) aufweist, die gegenüber zueinander auf der linken Seite und auf der rechten Seite angeordnet sind;

– jeder Giebel (60H, 60L) mit paarweisen, als Fußauflaufflächen (61) dienenden Flanken versehen ist;

– zwischen diesen paarweisen Giebeln (60H, 60L) je ein niedriger Gipfelabschnitt der Fanghöhe und ein hoher Gipfelabschnitt, der höher ist, als der niedrige Gipfelabschnitt, sowie ein Nadelumhängeschloss (64) vorhanden ist;

– dieser Nadelheber (51) zwei sich kreuzende Bahnen (63) aufweist, die je an den Sockelabschnitten dieser paarweisen, linken und rechten Giebel (60H, 60L) so ausgespart sind, dass diese sich kreuzenden Bahnen an ihren Mittenabschnitten mit Fußführungsnuten verbunden sind, die an den Flanken dieser hohen, linken und rechten Giebel (60H), sowie an den Flanken dieser niedrigen, linken und rechten Giebel (60L) ausgespart sind;

– an den gegenüberliegenden Seiten des Nadelhebers (51) zwei Strickschlösser (53) vorhanden sind;

– oberhalb des Nadelhebers (51) ein Sperrschlossteil (52) angeordnet ist;

– zu dieser Schieberbetätigungseinrichtung (NCs) ein Übergabeschieber-Vorschubschlossteil (66, 82) gehört, an dem eine Übergabeschieber-Anhebenut (67, 84) ausgespart ist;

sowie ein Übernahmeschieber-Halteschlossteil (73, 80, 81) gehört, das eine Übernahmeschieber-Anhebenut (83) bildet;

wobei beide Schlossteile an der Seite eines Schieberumhängeschlossteils (65) angeordnet sind, das auf der gleichen Mittelachse wie der Nadelheber (51) angeordnet ist; und

– an diesem Schieberschlossteil (80) eine Schieberfußbahn (67, 68, 88) ausgespart ist, um die Zunge (37) in einer vorgeschobenen Position so zu halten, damit sich die an der Zunge (37) gehaltene Masche nicht von der Zunge (37) entfernen kann.






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