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Dokumentenidentifikation DE10125761B4 06.06.2007
Titel Vorrichtung zur Aufnahme einer einen aufgewickelten Bandstreifen aufweisenden Vorratsrolle, insbesondere einer Etikettenvorratsrolle und Vorrichtung zum Bedrucken eines Bandstreifens oder von auf einem Bandstreifen haftenden Etiketten
Anmelder Espera-Werke GmbH, 47058 Duisburg, DE
Erfinder Korthäuer, Manfred, 45479 Mülheim, DE
Vertreter COHAUSZ & FLORACK, 40211 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 17.05.2001
DE-Aktenzeichen 10125761
Offenlegungstag 28.11.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 06.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.06.2007
IPC-Hauptklasse B65C 9/18(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65H 16/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme einer einen aufgewickelten Bandstreifen aufweisenden Vorratsrolle, insbesondere einer Etikettenvorratsrolle, mit einem Aufnahmekern, einer Haltevorrichtung, mittels der die Vorratsrolle auf dem Aufnahmekern lösbar arretierbar und/oder lösbar festklemmbar ist, und einer Vorrichtung zur axialen Ausrichtung der Vorratsrolle. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Bedrucken eines Bandstreifens oder von auf einem Bandstreifen haftenden Etiketten, bei der der Bandstreifen von einer Vorratsrolle abgewickelt und einem Druckwerk zugeführt wird, wobei die Vorratsrolle von einer Aufnahmevorrichtung der vorgenannten Art gehalten wird.

Drucker, wie sie üblicherweise im Bereich der Preisauszeichnung verwendet werden, enthalten unter anderem eine Aufnahmevorrichtung für die Bonrolle (Vorratsrolle), bei der es sich um einen Bandstreifen mit oder ohne daran haftenden Etiketten handelt, ein Druckwerk und eine Papieraufwickelvorrichtung sowie gegebenenfalls eine Baugruppe zur Nutzung von Thermotransfer-Folie. Um das Einlegen der jeweiligen Bonrolle möglichst einfach zu gestalten, ist das Druckwerk üblicherweise mit einem Öffnungsmechanismus versehen. Stand der Technik ist es, das Druckwerk durch bewußte Betätigung eines Aktors zu öffnen, um die Bonrolle mit oder ohne Etiketten einzulegen bzw. zu wechseln. Zum Einlegen der Bonrolle wird diese auf eine zugeordnete Aufnahmevorrichtung gesteckt und dort gegebenenfalls fixiert. Eine bestimmte Anfangslänge des die Bonrolle bildenden Bandstreifens wird durch das Druckwerk geführt und gegebenenfalls auf einer Aufwickelvorrichtung befestigt. Die Aufwickelvorrichtung kann einen Mechanismus enthalten, der die Abnahme des dort aufgewickelten Bandstreifens vereinfacht. Bevor der Druckvorgang beginnen kann, muß das Druckwerk geschlossen werden.

Die AT-PS 381 918 offenbart einen Spannkopf für Wickelhülsen mit von einem Wellenstumpf getragenen, gegen die Kraft einer Druckfeder axial verschiebbaren inneren Keilstücken und sich darauf abstützenden äußeren Keilstücken, denen in radialer Richtung spannbare Backen zugeordnet sind. Dieser Spannkopf ist im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass die den Spannbacken zugeordneten äußeren Keilstücke einen Anschlag für die Wickelhülse aufweisen und zusammen mit dem Anschlag zuerst auf den Flächen der inneren Keilstücke und dann mit den inneren Keilstücken gemeinsam axial verschieblich sind, wobei die axiale Verschiebbarkeit entgegen der Kraft der Druckfeder durch einen festen Anschlag begrenzt ist.

Bei einem aus der CH-PS 431 568 bekannten Papierrollenspannkonus erfolgt die Axialverstellung einer Stellhülse gegenüber einem Tragzapfen zum Spannen einer auf Spreizbacken angeordneten Papierrolle manuell mittels eines Handrades. Ferner ist dort ein weiterer manueller Einzelantrieb, nämlich ein Stellhebel zur Axialverschiebung einer Lagerbuchse samt Tragzapfen und Stellhülse vorgesehen. Es liegen dort also zwei manuelle Einzelantriebe für das Spannen der Spreizbacken und die Axialverschiebung der darauf radial festklemmbaren Papierrolle vor.

Die DE 31 09 157 A1 zeigt ein in radialer Richtung erweiterbares Spannfutter mit einer axial verschiebbaren Welle. Die Axialbewegung der Welle dient dort der radialen Spreizung des Spannfutters.

Die DE 196 42 910 A1 offenbart eine Trägerwelle zum drehbaren Tragen einer Papierrolle. Eine Vorrichtung zur axialen Ausrichtung der Papierrolle ist bei dieser Trägerrolle nicht vorhanden.

Die US 5,318,236 beschreibt eine einstellbare Abwickelvorrichtung für Bandstahl-Coils. Auch bei dieser bekannten Abwickelvorrichtung ist keine Vorrichtung zur axialen Ausrichtung einer Vorratsrolle vorhanden.

Die DE 195 07 892 A1 beschreibt einen Etikettendrucker zum Bedrucken von auf einem Trägerbandstreifen haftenden Etiketten, wobei der Trägerbandstreifen von einer Vorratsrolle abgewickelt und einem Druckbereich zugeordnet wird. Dieser Druckschrift lässt sich jedoch weder eine Haltevorrichtung, mittels derer die Vorratsrolle auf einem Aufnahmekern lösbar arretierbar oder lösbar festklemmbar ist, noch eine Vorrichtung zur axialen Ausrichtung der Vorratsrolle entnehmen.

Die DE 37 30 767 C1 offenbart einen mit einem motorischen Antrieb längsverschiebbaren Spannkopf für Wickelhülsen, auf die bahnförmiges Gut, wie Papier oder dergleichen aufgewickelt wird. Der Spannkopf weist eine Spannhülse auf, welche in die Wickelhülse eingreift und sich, wenn am anderen Wickelhülsenende ein zweiter Spannkopf angreift, mit einem Anschlag gegen die Stirnseite der Wickelhülse abstützt. Die Spannhülse ist auf einem Kernteil des Spannkopfes längsverschiebbar geführt. Zwischen dem Kernteil und der Spannhülse befindet sich eine Druckfeder, mit der eine axial wirkende Spannkraft auf die Wickelhülse ausgeübt wird. Der Kernteil ist dabei mit einem durch die längsverschobene Spannhülse betätigbaren, auf den motorischen Antrieb wirkenden Schalter versehen, um eine relativ genau einstellbare Spannkraft zu erzielen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der das Befestigen sowie Ausrichten einer Vorratsrolle in komfortabler Weise möglich ist.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann somit ein zu einer Vorratsrolle aufgewickelter Bandstreifen einfach und komfortabel auf dem dornartigen Aufnahmekern befestigt und ausgerichtet werden.

Vorzugsweise werden die Haltevorrichtung und die Vorrichtung zur axialen Ausrichtung der Vorratsrolle automatisch betätigt.

Ein Signal, welches die automatische Betätigung der Haltevorrichtung und der Vorrichtung zur axialen Ausrichtung der Vorratsrolle bewirkt, kann auf verschiedene Weise erzeugt werden. Nach einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß dieses Signal mittels einer Meßvorrichtung erzeugt wird, die das Aufstecken einer neuen Vorratsrolle auf den dornartigen Aufnahmekern und/oder das Einlegen bzw. Einfädeln eines Bandstreifenanfangs in eine dem Bandstreifen zugeordneten Führung erfaßt.

Diese Meßvorrichtung kann dabei vorzugsweise einen Schalter, ein Tastelement, einen magnetischen Sensor und/oder eine Lichtschranke aufweisen.

Nach einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann das Signal, welches die automatische Betätigung der Haltevorrichtung und der Vorrichtung zur axialen Ausrichtung der Vorratsrolle bewirkt, auch mittels eines einer Aufwickelvorrichtung zugeordneten Sensors, Schalters oder Tastelements erzeugt werden.

Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, daß zumindest der Aufnahmekern auswechselbar ausgebildet ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht den Einsatz verschiedener Aufnahmekerne mit unterschiedlichen Außendurchmessern, so daß je nach dem Kerndurchmesser der jeweiligen Vorratsrolle ein dazu passender Aufnahmekern eingesetzt werden kann.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer mehrere Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Bedrucken eines Bandstreifens,

2 eine schematische Schnittdarstellung einer Aufnahmevorrichtung zur Aufnahme einer Vorratsrolle,

3 eine vergrößerte Darstellung eines Ausschnittes der 2,

4 eine schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung,

5 eine schematische Darstellung eines dritten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung, und

6 eine schematische Darstellung eines vierten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung.

In 1 ist ein Drucker zum Bedrucken von auf einem Trägerbandstreifen 1 haftenden Etiketten 2 dargestellt. Der Bandstreifen 1 wird von einer Vorratsrolle 3 abgewickelt und einem Druckwerk 4 zugeführt. Das Druckwerk 4 besteht aus einem Druckkopf 5 und einer Druckwalze 6. Der Druckkopf 5 preßt die Etiketten mit einer hinreichenden Kraft gegen die Druckwalze 6 und bedruckt sie beispielsweise im Thermo- oder im Thermotransferverfahren. Alternativ ist es auch möglich, die Druckwalze 6 beweglich zu lagern, derart, daß sie zum Druckkopf 5 hin und von diesem weg bewegbar ist und in der dem Druckkopf 5 zugestellten Stellung die Etiketten 2 mit hinreichender Kraft gegen den Druckkopf 5 preßt. Die Druckwalze 6 kann durch einen Schrittmotor (nicht gezeigt) angetrieben sein. In Bandlaufrichtung hinter dem Druckwerk ist eine relativ scharfe Umlenkung in Form einer Spendekante 7 vorgesehen, an der die bedruckten Etiketten in an sich bekannter Weise vom Trägerbandstreifen 1 abgelöst und durch eine Öffnung im Gehäuse des Druckers entnommen und auf einen zu kennzeichnenden bzw. auszuzeichnenden Gegenstand aufgebracht werden können. Anstelle der Spendekante 7 kann auch eine einen kleinen Durchmesser aufweisende Umlenkrolle eingesetzt werden. Der Trägerbandstreifen 1 wird nach der Umlenkung an der Spendekante 7 auf einer von einem Schrittmotor 8 angetriebenen Aufwickelvorrichtung 9 aufgewickelt.

Der Druckkopf 5 des Druckwerkes 4 ist an einer beweglich gelagerten Platte 10 befestigt, an der auf Seiten des Druckkopfes 5 an Festlagern abgestützte Schraubenfedern 11 angreifen. An der anderen Seite der Platte 10 liegt eine exzentrisch gelagerte Kreisscheibe 12 an, die durch einen Schrittmotor 13 drehbar ist. Aufgrund der Federwirkung wird der Druckkopf 5 bei Drehung der exzentrisch gelagerten Kreisscheibe 12 von der Druckwalze 6 wegbewegt, so daß der Druckkopf 5 gegenüber der Druckwalze 6 einen ausreichend großen Abstand einnimmt, um den Bandstreifen 1 mit den daran anhaftenden Etiketten 2 bequem durch das Druckwerk 4 hindurchführen zu können.

Die Vorratsrolle 3 ist auf einer Aufnahmevorrichtung 14 aufgesteckt, die einen dornartigen Aufnahmekern, eine Haltevorrichtung, mittels der die Vorratsrolle 3 auf dem Aufnahmekern lösbar arretierbar und/oder lösbar festklemmbar ist, und eine Vorrichtung zur axialen Ausrichtung der Vorratsrolle 3 aufweist. Eine mögliche Ausgestaltung der Aufnahmevorrichtung ist in 2 schematisch dargestellt.

Die Vorratsrolle 3 ist teilweise durch strichpunktierte Linien angedeutet. Sie ist auf einen dornartigen Aufnahmekern 15 aufgesteckt, der drehbar auf einer axial verschiebbaren Stellachse 16 gelagert ist. Die Stellachse 16 ist in einem hülsenförmigen Gleitlager 17 gelagert, das drehfest in einer Ausnehmung einer Grundplatte 18 gehalten ist. Das hülsenförmige Gleitlager 17 weist einen durchmesserreduzierten Abschnitt 19 auf, auf dem eine Abstützung 20 in Form eines rotationssymmetrischen Körpers drehbar gelagert ist. Die rotationssymmetrische Abstützung 20 ist mit axialem Spiel zur Grundplatte 18 angeordnet. Die Abstützung 20 ist ferner mit einer ringförmigen Kontaktscheibe 21 versehen, die der axialen Führung bzw. Ausrichtung der Vorratsrolle 3 dient.

Die Abstützung 20 weist einen hülsenförmigen Abschnitt 22 auf, auf dem ein mit dem Aufnahmekern 15 drehfest, aber axial lösbar verbundenes Anschlagelement 23 axial verschiebbar gelagert ist. Das Anschlagelement 23 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel ringscheibenförmig ausgebildet und mit dem Aufnahmekern 15 beispielsweise durch eine Paßfeder 48 drehfest verbunden. Das Anschlagelement 23 und der damit fest verbundene Aufnahmekern 15 sind an der drehbar gelagerten Abstützung 20 mittels elastischer Federn 24 abgestützt.

In dem Aufnahmekern 15 sind mehrere gleichmäßig über seinen Umfang verteilt angeordnete Öffnungen ausgebildet, in die jeweils mindestens ein radial verschiebbares Halteelement 25 eingesetzt ist, das jeweils mittels Schraubenfedern 26 zum Innern des Aufnahmekernes 15 hin elastisch vorgespannt ist. Die Halteelemente 25 weisen schräg verlaufende Innenseiten 27 auf, die an einer konisch ausgebildeten, auf der Stellachse 16 mittels Wälzlagern 28 drehbar gelagerten Hülse 29 anliegen.

Der Aufnahmekern 15 kann einschließlich der darin eingesetzten Halteelemente 25 sowie der damit verbundenen Schraubenfedern 26 gegen einen anderen Aufnahmekern mit kleinerem oder größerem Außendurchmesser ausgewechselt werden. In dem Aufnahmekern 15 sind die Halteelemente 25 durch eine entsprechende Formgebung gegen Herausfallen gesichert.

Der Aufnahmekern 15 kann somit zusammen mit den in ihm gelagerten Halteelementen 25 und den Federn 26 von der konischen Hülse 29 abgezogen werden. Dabei werden die Halteelemente gegen die Federkraft der Feder 26 radial über die konische Hülse 29 nach außen gedrückt.

Das Wiederaufsetzen gelingt auf umgekehrtem Wege, da die Halteelemente 25 eine Ansatzschräge aufweisen. Beim Wiederaufsetzen ist lediglich darauf zu achten, daß die Paßfeder 48 des Anschlagelementes 23 wieder im Aufnahmekern 15 einrastet.

Die axial verschiebbare Stellachse 16 ist Teil eines gemeinsamen Antriebes der die Vorratsrolle 3 auf dem Aufnahmekern 15 festklemmenden Haltevorrichtung sowie der Vorrichtung zur axialen Ausrichtung der Vorratsrolle 3 in ihre bestimmungsgemäße Position. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist zur axialen Verschiebung der Stellachse 16 ein schematisch dargestellter Linearantrieb 30 vorgesehen. Anstelle eines solchen Linearantriebes kann auch ein anderer geeigneter Antrieb Verwendung finden. Beispielsweise kann die Stellachse 16 mit einem Zahnstangenabschnitt versehen sein, in den ein von einem Elektromotor angetriebenes Zahnrad eingreift. Alternativ ist es auch möglich, die Stellachse 16 mit einem Schraubengewinde- bzw. Schneckengewindeabschnitt zu versehen, der mit einem fest angeordneten, drehbar gelagerten, innen- und außenverzahnten Zahnrad kämmt, das an seiner Außenverzahnung mit einem von einem Elektromotor angetriebenen Zahnrad in Eingriff steht. Eine weitere vorteilhafte Möglichkeit besteht darin, an dem einen Ende der Stellachse 16 eine Spindelmutter zu befestigen, die mit einer direkt an einer Motorwelle befestigten Spindel in Eingriff steht.

Die Haltevorrichtung, mittels der die Vorratsrolle 3 auf dem Aufnahmekern 15 lösbar festklemmbar ist, und die Vorrichtung zur axialen Ausrichtung der Vorratsrolle 3 in ihre bestimmungsgemäße Position werden in Abhängigkeit eines Signals automatisch betätigt. Das Signal, welches die automatische Betätigung der Haltevorrichtung sowie der Vorrichtung zur axialen Ausrichtung der Vorratsrolle 3 bewirkt, wird in dem dargestellten Ausführungsbeispiel mittels einer den Anfang des Bandstreifens 1 erfassenden Meß- und Steuervorrichtung 31 erzeugt (vgl. 1). Die Meß- und Steuervorrichtung 31 weist hierzu eine Lichtschranke auf, die eine lichtemittierende Senderdiode 32 und eine dieser zugeordnete Empfangsdiode 33 umfaßt. Passiert der Anfang des Trägerbandstreifens 1 den Bereich der Lichtschranke, so empfängt die Empfangsdiode 33 nicht mehr das von der Senderdiode 32 abgestrahlte Licht, worauf in der Meß- und Steuervorrichtung 31 ein Steuersignal erzeugt wird, das über Signalleitungen 34, 35 an den der exzentrisch gelagerten Kreisscheibe 12 zugeordneten Schrittmotor 13 sowie den gemeinsamen Antrieb der Haltevorrichtung und der Vorrichtung zur axialen Ausrichtung der Vorratsrolle 3 geleitet wird.

Dieses Steuersignal bewirkt, daß der mit der Stellachse 16 verbundene Antrieb diese axial verschiebt, so daß die darauf drehbar gelagerte, konisch ausgebildete Hülse 29 in Richtung der feststehenden Grundplatte 18 um einen geringen Betrag von einigen Millimetern verschoben wird. Dabei werden zunächst die an der konischen Hülse 29 anliegenden Halteelemente 25 radial nach außen verschoben, so daß die Vorratsrolle 3 auf dem Aufnahmekern 15 festgespannt wird. Sobald die Vorratsrolle 3 der radialen Verschiebung der Halteelemente 25 einen gewissen Widerstand entgegensetzt, wird die Vorratsrolle 3 bei fortgesetzter axialer Verschiebung der Stellachse 16 in Richtung der Grundplatte 18 in ihre bestimmungsgemäße Position gezogen und somit axial ausgerichtet. Die Verschiebung der Stellachse 16 wird dann gestoppt. Dies kann mittels der Kontaktscheibe 21 und/oder dem Anschlagelement 23 zugeordnete Unterbrechungsschalter (nicht gezeigt) erfolgen, die eine Stromabschaltung bewirken. Alternativ kann die Verschiebung der Stellachse in vorteilhafter Weise auch mittels einer Zeitsteuerung gestoppt werden.

Darüber hinaus wird mit der Meß- und Steuervorrichtung 31 auch das Ende des auf der Vorratsrolle 3 aufgewickelten Bandstreifens 1 erfaßt. Passiert das Ende des Trägerbandstreifens 1 den Bereich der Lichtschranke, so empfängt die Empfangsdiode 33 das von der Senderdiode 32 abgestrahlte Licht, worauf in der Meß- und Steuervorrichtung 31 ein Steuersignal erzeugt wird, das über die Signalleitungen 34, 35 an den Schrittmotor 13 und den der Haltevorrichtung sowie der Vorrichtung zur axialen Ausrichtung der Vorratsrolle 3 zugeordneten Antrieb geleitet wird. Dieses Steuersignal bewirkt, daß der Druckkopf 5 geöffnet wird und die Stellachse 16 mit der konischen Hülse 29 um einen bestimmten Betrag von der Grundplatte 18 weggerichtet verschoben wird. Aufgrund der Wirkung der Federn 24, 26 werden dabei der Aufnahmekern 15 gegenüber der Kontaktscheibe 21 axial verschoben und die in dem Aufnahmekern 15 angeordneten Halteelemente 25 radial nach innen bewegt, so daß der leere Rollenkern 36 der Vorratsrolle 3 nicht mehr mit dem Aufnahmekern 15 verspannt ist und somit problemlos von diesem abgenommen werden kann.

Alternativ kann die automatische Betätigung der Haltevorrichtung und der Vorrichtung zur axialen Ausrichtung der Vorratsrolle 3 auch in folgender Weise erfolgen. Nachdem die volle Vorratsrolle 3 (Bonrolle) auf dem Aufnahmekern 15 angeordnet ist, wird der Bandstreifen 1 durch das geöffnete Druckwerk 4 geführt und anschließend in die Aufwickelvorrichtung 9 eingefädelt. Sodann wird ein Mechanismus (nicht gezeigt) zur vereinfachten Abnahme des später aufgewickelten Bandstreifens 1 in seine Ausgangslage zurückgesetzt, wobei in der Endlage ein der Aufwickelvorrichtung 9 zugeordneter Sensor betätigt wird. Das Signal des Sensors führt dazu, daß die volle Vorratsrolle 3 auf dem Aufnahmekern 15 automatisch gespannt und axial ausgerichtet wird. Danach wird das Druckwerk 4 ebenfalls automatisch geschlossen und abschließend der Bandstreifen 1 soweit vortransportiert, daß das erste Etikett 2 in Druckposition steht.

Damit bei diesem Transportvorgang keine Etiketten 2 vorgespendet werden, empfiehlt es sich, auf der Länge vom Druckkopf 5 bis zur Aufwickelvorrichtung 9 die Etiketten vorher von dem Bandstreifen 1 zu entfernen. Eine Markierung auf dem Druckwerk 4 bzw. Druckergehäuse verdeutlicht dies dem Bediener.

Die Erfindung ist in ihrer Ausführung nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr sind noch verschiedene Varianten denkbar, die von dem in den Ansprüchen wiedergegebenen Erfindungsgedanken mitumfaßt sind. So können die Halteelemente 25 beispielsweise auch anders ausgeführt werden und durch andere Mittel als durch eine konische Hülse radial nach außen bewegt werden. In 4 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem mehrere Halteelemente 25 jeweils mit einem Stift 49 oder Zapfen versehen sind, wobei die Stifte 49 bzw. Zapfen jeweils in bogenförmig ausgebildete Nuten 50 oder Öffnungen eingreifen, die im wesentlichen gleichmäßig verteilt, spiralartig in einer drehbar gelagerten Kreisscheibe 51 ausgebildet sind. Den Halteelementen 25 sind jeweils radiale Führungen (nicht gezeigt) zugeordnet. Durch Verdrehen der Kreisscheibe 51 können die Halteelemente 25 radial nach außen bzw. bei umgekehrter Drehrichtung radial nach innen bewegt werden.

Alternativ ist es auch möglich, die Halteelemente 25 nach Art eines Kniehebels 52 auszubilden (vgl. 5) oder sie an zwei diametral gegenüberliegenden Gelenken eines Schwenkgelenkes 53 zu befestigen (vgl. 6), um sie mit einer auf dem Aufnahmekern aufgesteckten Bonrolle zu verspannen.

Die in der Beschreibung und in den Patentansprüchen angegebenen sowie aus der Zeichnung ersichtlichen Merkmale können sowohl einzeln als auch in verschiedenen Kombinationen für die Verwirklichung der vorliegenden Erfindung wesentlich sein.

1
Bandstreifen
2
Etiketten
3
Vorratsrolle
4
Druckwerk
5
Druckkopf
6
Druckwalze
7
Spendekante
8
Schrittmotor
9
Aufwickelvorrichtung
10
Platte
11
Schraubenfedern
12
Kreisscheibe
13
Schrittmotor
14
Aufnahmevorrichtung
15
Aufnahmekern
16
Stellachse
17
Gleitlager
18
Grundplatte
19
Gleitlagerabschnitt
20
Abstützung
21
Kontaktscheibe
22
hülsenförmiger Abschnitt
23
Anschlagelement
24
Schraubenfeder
25
Halteelement
26
Schraubenfeder
27
schräg verlaufende Halteelementseite
28
Wälzlager
29
konische Hülse
30
Linearantrieb
31
Meß- und Steuervorrichtung
32
Senderdiode
33
Empfangsdiode
34
Signalleitung
35
Signalleitung
36
Rollenkern
47
Signalleitung
48
Paßfeder
49
Stift
50
Nut
51
Kreisscheibe
52
Kniehebel
53
Scherengelenk


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Aufnahme einer einen aufgewickelten Bandstreifen aufweisenden Vorratsrolle, insbesondere einer Etikettenvorratsrolle, mit einem Aufnahmekern (15), einer Grundplatte (18), einer Haltevorrichtung, mittels derer die Vorratsrolle (3) auf dem Aufnahmekern (15) lösbar arretierbar und/oder lösbar festklemmbar ist, wobei die Haltevorrichtung ein oder mehrere gegenüber dem Aufnahmekern (15) radial verschiebbare Halteelemente (25) aufweist, und mit einer Vorrichtung zur axialen Ausrichtung der Vorratsrolle (3) in eine bestimmungsgemäße Position, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung und die Vorrichtung zur axialen Ausrichtung der Vorratsrolle (3) mit einem gemeinsamen motorischen Antrieb (30, 16) versehen sind, durch den sie betätigbar sind und der eine axial verschiebbare Stellachse (16) umfasst, auf welcher der Aufnahmekern (15) drehbar gelagert ist, wobei die Vorratsrolle (3) bei einer axialen Verschiebung der Stellachse (16) in Richtung der Grundplatte (18) in ihre bestimmungsgemäße Position gezogen und somit axial ausgerichtet wird. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der Aufnahmekern (15) auswechselbar ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (25) gleichmäßig über den Umfang des Aufnahmekernes (15) verteilt angeordnet sind, im Aufnahmekern (15) ausgebildete Öffnungen jeweils mit Spiel durchdringen und zum Inneren des Aufnahmekernes (15) hin elastisch vorgespannt sind. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (25) schräg verlaufende Innenseiten (27) aufweisen, die an einer konisch ausgebildeten, auf der Stellachse (16) drehbar gelagerten Hülse (29) anliegen. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur axialen Ausrichtung der Vorratsrolle (3) eine koaxial zum Aufnahmekern (15) drehbar gelagerte Abstützung (20) aufweist, an welcher der Aufnahmekern (15) mittels mindestens einer elastischen Feder (24) abgestützt ist. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützung (20) drehbar auf der Stellachse (16) gelagert ist. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützung (20) einen hülsenförmigen Abschnitt (22) aufweist, auf dem ein mit dem Aufnahmekern (15) verbundenes Anschlagelement (23) axial verschiebbar gelagert ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützung (20) mit einer Kontaktscheibe (21) versehen ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützung (20) auf einem hülsenförmigen Gleitlager (17) drehbar gelagert ist, das drehfest in einer Ausnehmung einer Grundplatte (18) gehalten ist. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellachse (16) axial verschiebbar in dem Gleitlager (17) gelagert ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung und die Vorrichtung zur axialen Ausrichtung der Vorratsrolle (3) automatisch betätigt werden. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Signal, welches die automatische Betätigung der Haltevorrichtung und der Vorrichtung zur axialen Ausrichtung der Vorratsrolle (3) bewirkt, mittels eines einer Aufwickelvorrichtung (9) zugeordneten Sensors, Schalters oder Tastelements erzeugt wird. Vorrichtung zum Bedrucken eines Bandstreifens oder von auf einem Bandstreifen (1) haftenden Etiketten (2), bei der der Bandstreifen (1) von einer Vorratsrolle (3) abgewickelt und einem Druckwerk (4) zugeführt wird, wobei die Vorratsrolle (3) von einer Aufnahmevorrichtung (14) gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung (14) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12 ausgebildet ist.






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