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Dokumentenidentifikation DE102004014838B4 06.06.2007
Titel Vorrichtung zur Fixierung einer Führungsschiene
Anmelder Hilti AG, Schaan, LI
Erfinder Schittl, Josef, Thüringen, AT;
Werder, Bruno, Gamprin, LI
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München
DE-Anmeldedatum 24.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004014838
Offenlegungstag 20.10.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 06.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.06.2007
IPC-Hauptklasse B28D 7/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B23Q 3/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Fixierung einer Führungsschiene eines Werkzeuggerätes an einem, eine Klemmvorrichtung aufweisenden Halteteil, insbesondere an einem Schienenfuss, wobei die Vorrichtung einen Grundkörper und eine Klemmeinrichtung zur Festlegung der Führungsschiene aufweist. Der Grundkörper weist eine erste Achse und eine senkrecht zu der ersten Achse verlaufende zweite Achse auf, die in einer Ebene liegen. Die Klemmeinrichtung bildet einen in Richtung der ersten Achse verlaufenden Aufnahmeraum für die Führungsschiene aus.

Stand der Technik

Schienengeführte Werkzeuggeräte, wie beispielsweise Säge-, Schlitz oder Bohrgeräte zur Bearbeitung eines Untergrundes, werden mittels einer Führungsschiene und zumindest zwei, eine Klemmvorrichtung aufweisenden Halteteilen an dem Untergrund befestigt. Die Halteteile sind beispielsweise so genannte Schienenfüsse, welche in einem bestimmten Abstand zu einer Grundplatte die Klemmvorrichtung aufweist.

Aufgrund von örtlichen Gegebenheiten oder der Art der Bearbeitung des Untergrundes können die benötigten Halteteile nicht immer derart ausgerichtet werden, dass die Führungsschiene in deren Längsrichtung in den von der Klemmvorrichtung gebildeten Aufnahmeraum einlegbar ist. Die Halteteile werden mit Hilfsmitteln, wie beispielsweise Schrägschnittplatten oder Unterlegteile, zu Hilfskonstruktionen zusammengeführt, um das Einlegen der Führungsschiene und deren Fixierung zu ermöglichen. Durch den Einsatz dieser Hilfsmittel werden die Hilfskonstruktionen instabil. Bei einem Sägegerät kann eine solche Konstruktion zu einem Verlust der Qualität des erstellten Sägeschnitts sowie zu einer Verringerung der Lebensdauer des Sägeblatts führen. Zudem kann die Bearbeitungsachse, beispielsweise die Schnittlinie, nicht justiert werden. Dies bedingt ein genaues Ausrichten der erstellten Hilfskonstruktion und einen hohen Zeitaufwand für die Vorbereitungsarbeiten.

Um einen nicht linear verlaufenden Untergrund, wie beispielsweise eine Betontreppe, zu bearbeiten, sind ebenfalls aufwändige Hilfskonstruktionen mit den oben genannten Nachteilen notwendig.

Aus der DE 101 16 090 C2 ist eine Vorrichtung zur Fixierung einer Schiene einer Werkzeugmaschine an einem T-Träger bekannt, die ein Festlager zur Fixierung der Schiene und ein Loslager aufweist, in dem die Schiene verschiebbar gelagert ist. Bei dem Loslager ist die Schiene über den Schienenfuss mit einem Gleitschuh befestigt. Der Gleitschuh ist in einer rinnenartigen Vertiefung einer Führungsplatte eingesetzt. Die Führungsplatte ist fest mit dem T-Träger verschweisst.

Darstellung der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es, eine flexible Vorrichtung zur Fixierung einer Führungsschiene zu schaffen, welche die Anzahl der Schnittstellen reduziert und einfach montierbar beziehungsweise demontierbar ist.

Die Aufgabe ist durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen dargelegt.

Gemäss der Erfindung weist der Grundkörper an seinen parallel zu der zweiten Achse verlaufenden Längsseiten Eingreifmittel zur Festlegung der Vorrichtung an der Klemmvorrichtung des Halteteils auf.

Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist ein Adapterteil, dass die Anordnung der Führungsschiene in einer um 90° verdrehten Stellung zu der von der Klemmvorrichtung des Halteteils definierten Stellung ermöglicht. Zudem kann die Vorrichtung lateral in der Klemmvorrichtung des Halteteils verschoben werden, was den Aufwand zum Einrichten der Halteteile an dem Untergrund wesentlich gegenüber den bekannten Ausführungen reduziert. Die mit der erfindungsgemässen Vorrichtung erstellte Hilfskonstruktion weist nur eine zusätzliche Schnittstelle für die Anordnung der Führungsschiene an dem Halteteil auf, welche zudem einfach und sicher fixierbar ist. Die Anzahl der benötigten Teile für Hilfskonstruktionen werden reduziert, womit weniger Teile auf der Baustelle benötigt werden und der Aufwand für die Logistik sinkt.

Vorzugsweise ist das Eingreifmittel als ein länglicher Vorsprung ausgebildet. Der Vorsprung erstreckt sich vorteilhafterweise entlang der gesamten Erstreckung der entsprechenden Längsseite des Grundkörpers. Damit kann die erfindungsgemässe Vorrichtung im Wesentlichen entlang der gesamten Erstreckung derselben lateral verschoben werden, wobei die Vorrichtung entlang des Verschiebungsweges von der Klemmvorrichtung des Halteteils umfasst und mit dieser in Eingriff bringbar ist.

Bevorzugt weist der Grundkörper zumindest eine Durchführöffnung auf. Die Klemmvorrichtung des Halteteils kann ein Befestigungsmittel, wie eine Schraube mit Unterlegscheibe und Mutter umfassen, welche durch die Durchführöffnung hindurchführbar ist und die Fixierung der erfindungsgemässen Vorrichtung an dem Halteteil ermöglicht. Oftmals sind an den zur Verwendung kommenden Halteteilen Einrichthilfen in Form von visuell erfassbaren Markierungen vorgesehen. Durch die zumindest eine Durchführöffnung im Grundkörper lassen sich solche Einrichthilfen erkennen, womit der Aufwand zum Einrichten der Vorrichtung reduziert wird. Zudem kann die erfindungsgemässe Vorrichtung auch direkt mittels eines im Untergrund zu verankernden und durch Durchführöffnung hindurchgeführten Befestigungsmittels an dem Untergrund angeordnet werden.

Vorzugsweise weist die Klemmeinrichtung zumindest einen, einen Hinterschnitt ausbildenden Haltesteg und eine, dem Haltesteg gegenüberliegende, mittels eines Betätigungsmittels betätigbare Klemmplatte auf. Die zu fixierende Führungsschiene ist in den von der Klemmeinrichtung gebildeten Aufnahmeraum einlegbar und wird beim Verspannen des beispielsweise als Schraube ausgebildeten Befestigungsmittels über die Klemmplatte und den Haltesteg sicher gehalten. Vorteilhafterweise ist die Klemmplatte federbeaufschlagt, so dass bei einem Lösen des Befestigungsmittels diese angehoben wird und die Entnahme der Führungsschiene aus dem von der Klemmeinrichtung gebildeten Aufnahmeraum vereinfacht ist.

Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:

1 Eine an einem Halteteil angeordnete erfindungsgemässe Vorrichtung im Grundriss;

2 die erfindungsgemässe Vorrichtung im Grundriss;

3 einen Schnitt durch die erfindungsgemässe Vorrichtung entlang der Linie III-III in 2;

4 einen Schnitt durch die erfindungsgemässe Vorrichtung entlang der Linie IV-IV in 2; und

5 eine Seitenansicht auf die erfindungsgemässe Vorrichtung, angeordnet an einem Schwenkschienenfuss.

Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

Wege zur Ausführung der Erfindung

Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung 1 zur Fixierung einer, hier strichpunktiert angedeuteten, Führungsschiene 2 eines Werkzeuggerätes an einem, eine Klemmvorrichtung 3 aufweisenden Halteteil 4 ist ein Adapterteil mit einem Grundkörper 11 und einer Klemmeinrichtung 12 zur Festlegung der Führungsschiene 2. Der Grundkörper weist eine erste Achse 13 und eine senkrecht zu der ersten Achse 13 verlaufende zweite Achse 14 auf, die beide in der gleichen Ebene liegen. Die Klemmeinrichtung bildet einen in Richtung der ersten Achse 13 verlaufenden Aufnahmeraum 15 für die Führungsschiene 2 aus.

An den parallel zu der zweiten Achse 14 verlaufenden Längsseiten 17 des Grundkörpers 11 sind als Eingreifmittel 16 sich entlang der ganzen Längsseite 17 erstreckende längliche Vorsprünge 18 vorgesehen. Die Vorrichtung 1 wird wie eine Führungsschiene in die Klemmvorrichtung 3 des Halteteils 4 eingelegt und mit derselben an dem Halteteil 4 verspannt. Die Vorrichtung 1 kann zur Justierung der Führungsschiene 2 in Richtung des Doppelpfeils 19 lateral verschoben werden. Des Weiteren weist der Grundkörper 11 der Vorrichtung 1 eine Durchführöffnung 20 auf.

Die Klemmeinrichtung 12 weist einen Haltesteg 26 und eine dem Haltesteg 26 gegenüberliegende, mittels eines als Schraube 31 ausgebildeten Befestigungsmittels 32 betätigbare Klemmplatte 33 auf. Zur Schaffung eines Hinterschnitts ist an dem freien Ende 27 des Haltestegs 26 eine, in den von der Klemmeinrichtung 12 geschaffenen Aufnahmeraum 15 ausgerichtete Nase 28 vorgesehen. Die mit der Vorrichtung 1 zu fixierende Führungsschiene 2 wird in den Aufnahmeraum 15 eingelegt, wobei ein Randabschnitt 5 der Führungsschiene 2 von dem Haltesteg 26 umfasst wird. Durch Verspannen der Schraube 31 wird die Klemmplatte 33 gegen einen zweiten, dem ersten Randabschnitt 5 gegenüberliegenden Randabschnitt 6 gepresst, womit die Führungsschiene 2 sicher an der Vorrichtung 1 gehalten ist. Damit beim Lösen der Schraube 31 die Klemmplatte 33 sich von dem Randabschnitt 6 abhebt, ist zwischen der Klemmplatte 33 und dem als Angriffsmittel dienenden Innengewinde 34 ein Federelement 35 vorgesehen.

In 5 ist zur Erstellung eines schrägen Schnitts beispielsweise mit einem Sägegerät die Führungsschiene mittels der als Adapterteil dienenden Vorrichtung 1 an einem Schwenkschienenfuss 7 fixierbar.


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Fixierung einer Führungsschiene (2) eines Werkzeuggerätes an einem, eine Klemmvorrichtung (3) aufweisenden Halteteil (4), insbesondere an einem Schienenfuss, mit einem Grundkörper (11) und einer Klemmeinrichtung (12) zur Festlegung der Führungsschiene (2), wobei der Grundkörper (11) eine erste Achse (13) und eine senkrecht zu der ersten Achse (13) verlaufende zweite Achse (14) aufweist, die in einer Ebene liegen, und wobei die Klemmeinrichtung (12) einen in Richtung der ersten Achse (13) verlaufenden Aufnahmeraum (15) für die Führungsschiene (2) ausbildet, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (11) an seinen parallel zu der zweiten Achse (14) verlaufenden Längsseiten (17) Eingreifmittel (16) zur Festlegung der Vorrichtung (1) an der Klemmvorrichtung (3) des Halteteils (4) aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingreifmittel (16) als ein länglicher Vorsprung (18) ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (11) zumindest eine Durchführöffnung (20) aufweist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmeinrichtung (12) zumindest einen, einen Hinterschnitt ausbildenden Haltesteg (26) und eine, dem Haltesteg (26) gegenüberliegende, mittels eines Betätigungsmittels (32) betätigbare Klemmplatte (33) aufweist.






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