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Dokumentenidentifikation DE60123874T2 06.06.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001164124
Titel Wässrige Suspensionen enthaltend Pentabrombenzylacrylat
Anmelder Bromine Compounds Ltd., Beer-Sheva, IL
Erfinder Friedman, Gad, Rehovot, IL;
Buchbinder, Emanuel, Kefar Saba, IL;
Kornberg, Nurit, Lehavim, IL
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 60123874
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 08.06.2001
EP-Aktenzeichen 012022232
EP-Offenlegungsdatum 19.12.2001
EP date of grant 18.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.06.2007
IPC-Hauptklasse C07C 69/653(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse C08K 5/101(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft neue Stoffgemische, die wässrige Suspensionen von Pentabrombenzylacrylat (PBBMA) darstellen, sowie ein Verfahren zu deren Herstellung.

STAND DER TECHNIK

Pentabrombenzylacrylat (PBBMA) eignet sich als Acrylmonomer für zahlreiche Anwendungen, insbesondere, aber nicht ausschließlich auf dem Gebiet der Flammschutzmittel für Kunststoffmassen. Seine Polymerisation gelingt ohne weiteres nach bekannten Verfahren wie Massen-Polymerisation, Lösungs-Polymerisation usw., oder durch mechanisches Mischen oder Extrusion. Beim mechanischen Mischen oder Extrudieren kann es sich auf bestehende Polymerhauptketten aufpfropfen oder an ungesättigte Zentren in Polymeren anlagern.

Mit all diesen Eigenschaften ist PBBMA in den Händen erfahrener Konfeletionierer ein besonders nützlicher Werkstoff. Es wäre jedoch äußerst wünschenswert, PBBMA wässrig zu verarbeiten, doch dies ist bisher nicht möglich gewesen, weil PBBMA zum einen sich nicht in Wasser löst, und es zum anderen, aufgrund seines hohen Bromgehalts, eine hohe spezifische Dichte von etwa 2,7 aufweist und sich daher nicht zur Herstellung und Verwendung von wässrigen Suspensionen eignet.

Ziel der Erfindung ist die Herstellung stabiler Dispersionen oder Suspensionen von PBBMA, die neue Stoffgemische darstellen.

Aus EP 0 548 839 sind flammfeste Kunststoffmassen mit verbesserten optischen Eigenschaften, insbesondere Polymethylmethacrylat-Copolymere bekannt, die Flammfestigkeit verleihende Comonomere enthalten, die die Transparenz des Polymethylmethacrylats erhalten und dabei den Brechungsindex verbessern. Das Pentabrombenzylacrylat kommt als Pulver zur Anwendung.

JP 4136269 betrifft ein Fasermaterial mit Haltbarkeit und flammwidrigen Eigenschaften durch Zusatz einer Wasserdispersion von Monochlorpentabromcyclohexan, enthaltend jede einzelne Art von Dispergator und Schutzkolloid, zu einem Polyesterfasermaterial. Der Schrift zufolge taucht man ein Polyesterfasermaterial in eine Dispersion von Monochlorpentabromcyclohexan, enthaltend mindestens ein Addukt eines Phenols mit Ethylenoxid als Dispergator und PVA als Schutzkolloid, und 0,2 bis 10%, insbesondere 0,5–7% Monochlorpentabromcyclohexan, verklebt mit der Faser zu einem Polyesterfasermaterial mit Haltbarkeit und flammwidrigen Eigenschaften, ohne dass dabei der Fasergriff beeinträchtigt wird.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden die Begriffe Dispersionen und Suspensionen synonym verwendet.

Ziel der Erfindung ist ferner die Bereitstellung derartiger Dispersionen bzw. Suspensionen als wässrige Dispersionen bzw. Suspensionen.

Ziel der Erfindung ist weiterhin die Bereitstellung eines Verfahrens zur Herstellung derartiger Suspensionen.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist weiterhin die Bereitstellung von Suspensionen von PBBMA für besondere technische Anwendungen.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist weiterhin zudem die Bereitstellung von Suspensionen von PBBMA zusammen mit zusätzlichen Verbindungen, wie z.B. Synergisten zur Verbesserung der Flammschutzwirkung von Zusammensetzungen, die aus PBBMA erhalten wurden.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist weiterhin zudem die Bereitstellung von Verfahren, umfassend die Polymerisation und/oder Copolymerisation von PBBMA zur Herstellung von bestimmten Produkten.

Weitere Ziele und Vorteile der Erfindung werden sich aus der weiteren Beschreibung ergeben.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Die erfindungsgemäße Suspension von PBBMA ist dadurch gekennzeichnet, dass sie PBBMA in der Form fein gemahlener Teilchen mit einer geringeren Größe als 50 &mgr;m und bevorzugt kleiner als 10 &mgr;m und besonders bevorzugt von 0,3 &mgr;m bis 10 &mgr;&mgr;m umfasst und Suspendiermittel, die aus Xanthangummis, anionischem oder nichtionischem gereinigtem, natriummodifiziertem Montmorillonit, Naphthalinsulfonsäure/Formaldehyd-Kondensat, Natriumsalz, Natrium- oder Calcium- oder Ammoniumsalzen von sulfoniertem Lignin, einem neutralisierten Natriumpolycarboxyl von Acrylsäure/Acrylsäureester-Copolymeren ausgewählt sind, und Benetzungsmittel, die aus Alkylether-, Alkylarylether-, Fettsäurediester- und Sorbitanmonoesterarten, Polyoxyethylen(POE)verbindungen ausgewählt sind, enthält. Die POE-Verbindungen entstammen bevorzugt der Reihe:

POE-Allylether, N-5; 10; 20;

POE-Laurylether, N-5; 10; 20;

POE-Acetylphenylether, N-3; 5; 10; 20;

POE-Nonylphenylether, N-3; 4; 5; 6; 7; 10; 12; 15; 20;

POE-Dinonylphenylether, N-5; 10; 20;

POE-Oleat, N-9; 18; 36;

Sorbitanmonooleat, N-3;5;10;20.

Alkylnaphthalinsulfonate oder deren Natriumsalze. N ist die Zahl der Ethylenoxideinheiten.

Bei der Suspension handelt es sich üblicherweise, aber nicht unbedingt, um eine wässrige.

Erfindungsgemäße Suspension kann auch nichtionische oder anionische grenzflächenaktive Mittel oder Benetzungsmittel enthalten, die der Fachmann auswählen kann. Beispielsweise kommen als nichtionische Mittel POE-Alkylether in Frage, bevorzugt NP-6 (Nonylphenolethoxylat, 6-Ethylenoxideinheiten). Als anionische Mittel kommen freie Säuren oder organische Phosphatester oder der Dioctylester von Natriumsulfobernsteinsäure in Frage. Sie können auch andere Zusatzstoffe enthalten, die sowohl als Dispergier- als auch als Suspendiermittel dienen können und gewöhnlich von Fachleuten verwendet werden, wie Natrium- oder Calcium- oder Ammoniumsalze von sulfoniertem Lignin, einem neutralisierten Natriumpolycarboxyl von Acrylsäure/Acrylsäureester-Copolymer, bevorzugt Naphthalinsulfonsäure/Formaldehyd-Kondensat, Natriumsalz. Die erfindungsgemäße Suspension kann auch Ent- oder Antischaummittel enthalten, die der Fachmann auswählen kann. So zum Beispiel Emulsion von Mineralölen oder Emulsion von natürlichen Ölen oder bevorzugt Emulsion von Siliciumölen wie AF-52WZ.

Die Erfindung umfasst ferner ein Verfahren zur Herstellung einer Suspension von PBBMA, bei dem man PBBMA zusammen mit Benetzungsmittel und bevorzugt auch Dispergiermittel zur gewünschten Teilchengröße vermahlt, und damit das Suspendiermedium, bestehend aus Wasser, enthaltend Suspensionsstabilisierungsmittel, unter langsamem Rühren, bevorzugt bei 40 bis 400 U/min versetzt. Dabei spielt die Reihenfolge der Zugabe von Benetzungsmitteln, Dispergiermitteln und Suspendiermitteln eine wichtige Rolle.

Der Suspension kann man auch Konservierungs- oder Stabilisierungsmittel wie Formaldehyd und vorzugsweise eine Mischung von Methyl- und Propylhydroxybenzoaten zusetzen.

Im folgenden sind die typischen Größenbeteiligungen von PBBMA sowohl vor dem Mahlen als auch in den erfindungsgemäßen Suspensionen vorliegend aufgeführt. Dabei bezeichnet „D" den Durchmesser der Teilchen in &mgr;m und S.A. die Oberfläche in Quadratmeter pro Gramm. Dabei steht „v" für Volumen 0,25 für 25% des Volumens.

Nach einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei der Suspensionen von PBBMA und zusätzlichen Verbindungen – wie z.B. feuerhemmenden Synergisten, beispielsweise feuerhemmendes Antimonoxid (AO), umfasst das Verfahren die Herstellung einer Suspension der zusätzlichen Verbindung auf eine zur Herstellung der PBBMA-Suspension ähnliche Weise und dann das Mischen der beiden Suspensionen, bevorzugt durch Zugabe der Suspension der zusätzlichen Verbindung zu einer langsam gerührten Suspension von PBBMA und Fortsetzung des Rührens, bis eine homogene gemischte Suspension erhalten wird.

Die Suspensionen, insbesondere die wässrigen Suspensionen, der Erfindung sind stabil. Bei Raumtemperaturen sind sie mindestens zwei Wochen und bevorzugt mindestens einen Monat lang lagerstabil. Ihre Lagerstabilität kann sich auch auf längere Zeiträume erstrecken, etwa auf drei Monate und länger. Sollten sie bei hohen Temperaturen lagern, sollten sie den „Tropischen Lagerungstest", bei 54°C, bestehen, d.h. mindestens eine Woche lang unter solchem Test stabil sein.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN

Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung veranschaulichen, sind aber nicht bindend oder beschränkend.

Beispiel 1 Herstellung einer Suspension von PBBMA

Zum Mahlen diente eine Glasperlennassmühle mit Kühlmantel und kontinuierlicher Versorgung durch eine Peristaltikpumpe. PBBMA (750 g) wurde mit Wasser (240 mL), NP-6 (Nonylphenolethoxylat) (1 mL) und Darvan Nr. 1 (Naphthalinsulfonsäure/Formaldehyd-Kondensat, Natriumsalz)(30 g) gemischt. Das Gemisch wurde über einen Zeitraum von 25 min in die Perlenmühle dosiert. Die dabei entstandene Suspension wurde schonend verrührt, mechanisches Flügelrührwerk, 40–60 U/min, und mit 10 mL 1,5% Rhodopol 23, Xanthangummi (CAS N° 11138-66-2) in Wasser mit Konservierungsmittel, 1% Methylparaben, Methyl-4-hydroxybenzoat, CAS N° 99-76-3 und 0,5% Propylparaben, Propyl-4-hydroxybenzoat, CAS N° 94-13-3, versetzt.

Beispiel 2 Herstellung einer PBBMA-AO-Suspension

Zur Herstellung einer Suspension von Antimonoxid wurde wie folgt vorgegangen. In einem 3-Liter-Rundkolben mit mechanischem Rührwerk wurden Wasser (240 mL), NP-6 (1 mL) (Nonylphenolethoxylat) und Darvan Nr. 1 (Naphthalinsulfonsäure/Formaldehyd-Kondensat, Natriumsalz) (30 g) vorgelegt. Unter schnellem Rühren bei 400 bis 600 U/min wurde feingemahlenes Antimonoxid, Qualität Ultrafein mit typischer Teilchendurchschnittsgröße von 0,2 bis 0,4 &mgr;m (AO, 750 g) langsam zugegeben. Der Rührer wurde verlangsamt, 50–150 U/min, und eine 1,5% Lösung des Xanthangummis Rhodopol 23 (CAS N° 11138-66-2) mit Konservierungsmittel – 1% Methylparaben, Methyl-4-hydroxybenzoat (CAS N° 99-76-3) und 0,5% Propylparaben, Propyl-4-hydroxybenzoat, (CAS N° 94-13-3) wurden hinzugegeben (115 mL).

Zur Herstellung der PBBMA-AO-Mischsuspension wurde wie folgt vorgegangen. Einer mit 40 U/min langsam gerührten Suspension von PBBMA (750 mL) bei 25°C–30°C, erhalten gemäß Beispiel 1, wurde die oben beschriebene AO-Suspension (250 mL) zugesetzt. Nach fünf Minuten wurde das Rühren eingestellt, wobei eine homogene Mischung erhalten wurde.

Beispiel 3 Herstellung eines PBBMA/Styrol/Butylacrylat-Terpolymer-Latex

In einem 0,5 L 4-Hals-Rundkolben mit mechanischem Rührwerk, Rückflusskühler, Thermometer, Tropftrichter und Stickstoffzuführung wurden 1,4 g SDS (Natriumdodecylsulfat) und 100 mL Wasser vorgelegt. Der Kolben wurde unter kontinuierlichem Rühren bei 250 U/min im Ölbad auf 70°C erhitzt und dabei Stickstoff unter den Flüssigkeitsspiegel eingeleitet. Nach 1 Stunde wurde die Stickstoffzuführung aus der Flüssigkeit ausgetaucht und 0,15 g K2S2O8 zugesetzt. Nach 5 min wurde eine Lösung von 15 g Styrol und 15 g Butylacrylat über 30 min zugetropft. Die Emulsionsvorpolymerisation wurde 90 min lang weitergeführt, danach wurden 6 g einer PBBMA-Suspension (Festkörpergehalt ~60%) über 70 min zugetropft. Die Polymerisation wurde über Nacht fortgeführt.

Dabei wurde ein stabiler (länger als zwei Monate lagerstabiler) Latex erhalten.

Das aus dieser Emulsion isolierte Terpolymer wurde charakterisiert. Der Bromgehalt betrug 7% und die Glasübergangstemperatur 18,8°C.

Beispiel 4 Herstellung eines PBBMA/Styrol/Acrylnitril-Terpolymers

In einem 0,5 L 4-Hals-Rundkolben mit mechanischem Rührwerk, Rückflusskühler, Thermometer, Tropftrichter und Stickstoffzuführung wurden 1,4 g SDS (Natriumdodecylsulfat) und 100 mL Wasser vorgelegt. Der Kolben wurde unter kontinuierlichem Rühren bei 250 U/min im Ölbad auf 70°C erhitzt und dabei Stickstoff unter den Flüssigkeitsspiegel eingeleitet. Nach 1 Stunde wurde die Stickstoffzuführung aus der Flüssigkeit ausgetaucht und 0,15 g K2S2O8 zugesetzt. Nach 5 min wurde eine Lösung von 18,2 g Styrol und 5,8 g Acylnitril über 30 min zugetropft. Die Emulsionsvorpolymerisation wurde 20 min lang weitergeführt, danach wurden 8,5 g einer PBBMA-Suspension (Festkörpergehalt ~60%) über 40 min zugetropft. Nach Ende der Zugabe der Suspension wurde eine zweite Portion von 0,15 g K2S2O8 3 Stunden später zugesetzt. Die Polymerisation wurde über Nacht fortgeführt.

Dabei wurde ein stabiler (mindestens einen Monat lagerstabiler) Latex erhalten.

Das aus dieser Emulsion isolierte Terpolymer wurde charakterisiert. Der Bromgehalt betrug 12,5, der Stickstoffgehalt 5% und die Glasübergangstemperatur 107°C. Das Molekulargewicht richtet sich nach den Polymerisationsbedingungen. In diesem besonderen Fall wurde ein gewichtsmittleres Molekulargewicht, Mw, von 1,2·106 und ein zahlenmittleres Molekulargewicht, Mn, von 422.000 in Dimethylformamidlösung (kalibriert mit Polystyrolstandards) ermittelt.

Die erfindungsgemäßen Suspensionen eignen sich für zahlreiche Anwendungen, wobei deren Verwendung und dabei erhaltenen Produkte auch Gegenstand der Erfindung sind.

Flammhemmittel kommen häufig im Teppichrücken zum Einsatz. Jedoch gehen die vorbekannten Flammhemmittel keine Verbindung mit dem Teppich ein und lassen sich leicht wieder durch eine chemische Reinigung ablösen. Erfindungsgemäß wird die wässrige Suspension von PBBMA auf der Rückseite der Teppiche aufgetragen und durch Erhitzen bei Temperaturen über 130°C polymerisiert. Dies ergibt eine mit dem Teppich verbundene Beschichtung aus PBBMA-Polymer.

Im Stand der Technik kommen Flammhemmittel in der Textilindustrie zur Anwendung. In der dabei zum Einsatz kommenden Pulverform erzeugen sie jedoch in der Regel ein Lichtstreuen. Erfindungsgemäß wird die wässrige Lösung von PBBMA, gegebenenfalls mit ergänzenden Komponenten, auf Textilmaterialien aufgetragen und dringt in die Fasern ein und dann die Polymerisation durch Erhitzen bei Temperaturen über 130°C durchgeführt, wodurch PBBMA polymerisiert wird und sich die entstehenden Polymere mit den Fasern verbinden. Durch Zugabe von radikal initiierenden Katalysatoren, den herkömmlichen Polymerisationskatalysatoren wie den organischen Peroxiden, z.B. Benzoylperoxid, oder von anderen radikal bildenden Katalysatoren, z.B. Azobisisobutyronitril, verkürzt sich die Polymerisationszeit.

Mit denn erfindungsgemäßen PBBMA-Suspensionen kann man PBBMA mit anderen Monomeren copolymerisieren oder auf Polymere aufpfropfen, um Klebstoffe herzustellen, die gleichzeitig auch Feuerhemmittel oder andere Arten von Oberflächenmodifikatoren und Haftvermittlern darstellen.

Ebenso kann man mit den erfindungsgemäßen Suspensionen PBBMA mit anderen (Meth)acrylatderivaten, wie Butylacrylat, Methylmethacrylat und anderen Monomeren, copolymerisieren, um transparente Kunststoffe vorbestimmter Brechungszahlen herzustellen.

Erfindungsgemäß kann man auch doppellagige Teilchen herstellen, und zwar durch Zugabe eines weiteren Monomers, beispielsweise eines weiteren (Meth)acrylderivats, zu den PBBMA-Suspensionen unter Polymerisationsbedingungen, um hochstabile Latices herzustellen. Als solche weiteren Polymere sind beispielsweise aliphatische (Meth)acrylate oder Hydroxyethylacrylat zu nennen.

Die erfindungsgemäß erhaltenenen neuen Produkte und die Verfahren zu ihrer Herstellung sind auch Gegenstand der Erfindung.


Anspruch[de]
Suspensionen von Pentabrombenzylacrylat (PBBMA), die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie PBBMA in der Form fein gemahlener Teilchen mit einer geringeren Größe als 50 &mgr;m umfassen und Suspendiermittel, die aus Xanthangummis, anionischem oder nichtionischem gereinigtem, natriummodifiziertem Montmorillonit, Naphthalinsulfonsäure-Naphthalinsulfonsäure/Formaldehyd-Kondensat, Natriumsalz, Natrium- oder Calcium- oder Ammoniumsalzen von sulfoniertem Lignin, einem neutralisierten Natriumpolycarboxyl von Acrylsäure/Acrylsäureester-Copolymeren ausgewählt sind, und Benetzungsmittel, die aus Alkylether-, Alkylarylether-, Fettsäurediester- und Sorbitanmonoesterarten, Polyoxyethylen(POE)verbindungen ausgewählt sind, enthalten. Suspensionen nach Anspruch 1, wobei die Benetzungsmittel aus

POE-Allylethern, N-5; 10; 20;

POE-Laurylethern N-5; 10; 20;

POE-Acetylphenylethern, N-3; 5; 10; 20;

POE-Nonylphenylethern, N-3; 4; 5; 6; 7; 10; 12; 15; 20;

POE-Dinonylphenylethern, N-5; 10; 20;

POE-Oleat, N-9; 18; 36;

Sorbitanmonooleat, N-3; 5; 10; 20; und

Alkylnaphthalinsulfonaten oder deren Natriumsalzen,

wobei N die Zahl der Ethylenoxideinheiten ist, ausgewählt sind.
Suspensionen nach Anspruch 1, wobei das Suspendiermedium Wasser ist. Suspensionen nach Anspruch 3, wobei das PBBMA in der Form von Teilchen mit einer Größe von 0, 3 bis 10 &mgr;m vorhanden ist. Wässrige Suspensionen nach Anspruch 1, wobei die Suspendiermittelverbindung aus Xanthengummis ausgewählt ist. Wässrige Suspensionen nach Anspruch 1, die eine Stabilität bei Raumtemperatur von mindestens zwei Wochen aufweisen. Wässrige Suspensionen nach Anspruch 1, die eine Stabilität bei Raumtemperatur von mindestens einem Monat aufweisen. Wässrige Suspensionen nach Anspruch 1, die eine Stabilität von mindestens einer Woche gemäß dem "Tropischen Lagerungstest" bei 54°C aufweisen. Wässrige Suspensionen nach Anspruch 1, die ferner nichtionische oder anionische grenzflächenaktive Mittel umfassen. Wässrige Suspensionen nach Anspruch 9, wobei die grenzflächenaktiven Mittel aus Polyalkylenglykolethern, freien Säuren, organischen Phosphatestern, dem Dioctylester von Natriumsulfobernsteinsäure oder Polyoxyethylenalkylethern ausgewählt sind. Verfahren zur Herstellung einer wässrigen Suspension von PBBMA nach Anspruch 1, das ein Mahlen des PBBMA zur gewünschten Teilchengröße in Wasser, das Benetzungsmittel und optional Suspendiermittel enthält, umfasst. Verfahren nach Anspruch 11, das ferner die Herstellung einer Suspension einer zusätzlichen Verbindung auf eine zur Herstellung der PBBMA-Suspension ähnliche Weise und dann das Mischen der zwei Suspensionen umfasst. Verfahren nach Anspruch 12, wobei die Suspension der zusätzlichen Verbindung zu einer langsam gerührten Suspension von PBBMA gegeben wird und das Rühren fortgesetzt wird, bis eine homogene gemischte Suspension erhalten wird. Verfahren nach Anspruch 11, das ferner die Zugabe eines Konservierungsmittels zu der Suspension umfasst. Verfahren zur Feuerhemmung von Teppichen, das die Applikation einer wässrigen Suspension von PBBMA nach Anspruch 1 oder 3 auf Teppichrücken und die Polymerisation des PBBMA durch Erhitzen bei Temperaturen über 130°C umfasst. Verfahren zur Feuerhemmung von Textilmaterialien, das die Applikation einer wässrigen Suspension von PBBMA nach Anspruch 1 oder 3 auf die Textilmaterialien und die Polymerisation des PBBMA durch Erhitzen bei Temperaturen über 130°C umfasst. Verfahren zur Herstellung feuerhemmender Klebstoffe, das die Herstellung einer Suspension von PBBMA nach Anspruch 11 und die Copolymerisation des PBBMA mit anderen Monomeren umfasst. Verfahren nach Anspruch 17, wobei das PBBMA mit einer (Meth)acrylatverbindung copolymerisiert wird. Verfahren nach Anspruch 17, wobei das PBBMA mit Styrol copolymerisiert wird. Verfahren nach Anspruch 17, wobei das PBBMA mit Acrylnitril copolymerisiert wird. Verfahren zur Herstellung feuerhemmender Klebstoffe, das die Herstellung einer Suspension von PBBMA nach Anspruch 1 oder 3 und das Pfropfen des PBBMA in Polymere umfasst. Feuerhemmende Klebstoffe, die mit dem Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 21 erhältlich sind. Verwendung der feuerhemmenden Klebstoffe nach Anspruch 22 als feuerhemmende Mittel. Verwendung der Suspensionen nach einem der Ansprüche 1 bis 3 bei der Herstellung von flammgehemmten Textilmaterialien. Verfahren zur Produktion transparenter Kunststoffe, das die Herstellung einer Suspension von PBBMA nach Anspruch 1 oder 3 und die Copolymerisation des PBBMA mit anderen Acrylmonomeren umfasst. Verfahren zur Herstellung doppellagiger Teilchen, das die Herstellung einer Suspension von PBBMA nach Anspruch 1 oder 3 und die Zugabe eines weiteren Acrylmonomers zu der Suspension unter Polymerisationsbedingungen umfasst, wobei hydrophile Teilchen und stabile Latices produziert werden.






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