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Dokumentenidentifikation DE102006022674A1 14.06.2007
Titel Drehbarer Eisenbahnwaggon zum schnellen Be- und Entladen von kompletten LKW's mit Fahrer
Anmelder KLeinert, Jens, 27616 Stubben, DE
DE-Anmeldedatum 16.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006022674
Offenlegungstag 14.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.06.2007
IPC-Hauptklasse B61D 3/18(2006.01)A, F, I, 20060516, B, H, DE
Zusammenfassung Ein Waggon mit einer drehbaren Verladeplattform ist das Ziel. Die Idee ist, dass diese Waggons zu einem Zug zusammengestellt werden.
An Haltestationen kann jede Plattform einzeln gedreht werden und ein zugeladener LKW verlässt den Zug, ohne das Andere rangiert werden müssen.
Der Schwenkvorgang der Plattform kann komplett automatisiert werden und wird von einem Zentralrechner im Zug gesteuert. Dadurch ist das Fahrpersonal auf 2-3 Personen reduziert.
Die Fahrer der LKW bleiben in ihren Zugmaschinen sitzen und hätten Ruhephasen, oder der LKW wird auf den Zug gefahren und ein anderer Fahrer holt ihn am Zielort ab und fährt zum Kunden. Ein zeitraubender Umladevorgang entfällt. Die Haltezeiten an den Stationen sind sehr kurz.

Beschreibung[de]

Es handelt sich um einen Eisenbahnwaggon, auf dem komplette LKW's (Zugmaschine und Aufleger) mit Ladung und Fahrer transportiert werden können.

Der Waggon soll eine niedrige Bauart mit einer drehbaren Plattform haben, auf der die LKW's stehen.

Voraussetzung für die Funktion des Be- und Entladens sind passend hohe Bahnsteige über die die Plattform mit wenig Abstand beim Ausschwenken schwebt.

Unter der Plattform befinden sich Rollen, die frühzeitig auf dem Bahnsteig aufsetzen, um sie zu stabilisieren.

Kurze, hydraulisch absenkbare Auffahrrampen kippen auf den Bahnsteig und stabilisieren zusätzlich die Plattform.

Diese verfügt über hydraulisch hochfahrbare Bremsklötze, die den LKW am Vor- und Zurückrollen hindern.

Nach Freigabe aller Räder und heruntergefahrener Rampen bekommt der Fahrer Lichtsignale von seiner Plattform und kann selbständig vom Waggon rollen.

Ein anderer LKW kann jetzt aus seiner Warteposition selbständig von hinten in gleiche Fahrtrichtung auf die Plattform rollen. Er fährt mit den Vorderrädern gegen einen inzwischen hochgefahrenen Bremsklotz und hat so die richtige Position, damit die anderen Bremsklötze das gesamte Fahrzeug fest einkeilen und sichern.

Dieses gesichert sein wird dem Fahrer und der Zentralsteuerung im Zug angezeigt. Die Auffahrrampen klappen vorn und hinten hoch und die Plattform dreht samt LKW zurück in Fahrtposition des gesamten Zuges.

Dieser vollautomatische LKW-Verladewaggon wird von einer Zentrale im Zug gesteuert. Der Aufsichtsbeamte weiß an welcher Station welcher LKW runter muß und wer zugeladen werden will. Da er alle Waggons gleichzeitig ansteuern kann, könnte das Ab- und Aufladen des gesamten Zuges in einer viertel Stunde erledigt sein. Markierungen ließen den Zug an der richtigen Stelle halten und die wartenden LKW's an der richtigen Stelle stehen.

Wenn lange Züge auf Hauptstrecken in kurzen Abständen fahren, bedeutet dieses eine erhebliche Entlastung unserer Straßen und Autobahnen, ein sicheres transportieren im Winter und Ruhephasen für den Fahrer.

Zur Fig. I
A
Fahrgestell vom Eisenbahnwagon
B
drehbare Plattform vom Eisenbahnwagon
C
Fahrbegrenzung als seitliche Aufkantung
D
Drehkranz unter der Plattform
E
Rollen unter der Plattform zur Lastaufnahme an beiden Enden
F
Schienen auf dem Fahrgestell für die Rollen unter der Plattform
G
glatter Bahnsteig, höhenangepasst an die drehbare Plattform
Zur Fig. II
1
Einzelwagon an Haltepunkt ausgeschwenkt
2
LKW als Sattelschlepper mit Aufleger
3
wartender oder auffahrender LKW
4
am Ziel angekommene und vom Wagon abfahrende LKW
5
immer gleiche Fahrtrichtung für ab- und auffahrende LKW
6
Bahnsteig für abfahrende LKW
7
Bahnsteig für wartende LKW


Anspruch[de]
Der Eisenbahnwagon besteht aus zwei Ebenen, dem Fahrgestell als Unterbau und der drehbaren Plattform mit gleicher Grundfläche. Der Eisenbahnwagon richtet sich in der Länge nach den durchschnittlich zu verladenden Sattelschleppern mit Auflegern, zuzüglich Auf- und Abfahrvorrichtung. Die durch Aufkantung eingeschränkte Fahrbreite auf der Plattform richtet sich nach der durchschnittlichen LKW-Breite und dient der Sicherheit. Die drehbare Plattform erhält hydraulisch verstellbare Bremskeile zur Sicherung der darauf stehenden LKW. Die Plattform ist durch einen Drehkranz unterhalb mit dem Fahrgestell verbunden und wird hydraulisch an Haltestellen seitlich ausgeschwenkt und vor der Weiterfahrt wieder in Fahrtrichtung zurückgeschwenkt. Zur Lastverteilung rollt die Plattform an beiden Enden auf Schienen vom Fahrgestell und auf dem in gleicher Höhe angeordneten glatten Bahnsteig. Hydraulisch bewegliche Auffahrrampen an den Enden der Plattform sorgen für einen absatzfreien Übergang auf den Bahnsteig. Für den LKW-Fahrer gut sichtbare Lichtsignale an den Enden der Plattform informieren ihn, wann er rauf oder runter fahren kann. Die gedrehte Plattform wird an den Haltestellen immer von der gleichen Seite befahren. Die Steuerung für das Ausschwenken der Plattform an den Haltestellen wird von der Zugführung vollautomatisch über einen Rechner gesteuert. Über dessen Programm wird es möglich, eine optimale Auslastung des Zuges über Wochen im Voraus zu erreichen.






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