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Dokumentenidentifikation DE202006019806U1 14.06.2007
Titel Metallgewebe, Metallbehang und Anordnung an einer Bauwerkfassade
Anmelder Mediamesh GbR (vertretungsberechtigte Gesellschafter: Ralf Müller, 53804 Much;
Christoph Kronhagel, 53173 Bonn;
GKD - Gebr. Kufferath AG, 52353 Düren), 52353 Düren, DE
Vertreter Patentanwaltskanzlei Liermann-Castell, 52349 Düren
DE-Aktenzeichen 202006019806
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 14.06.2007
Registration date 10.05.2007
Application date from patent application 02.06.2006
File number of patent application claimed PCT/DE2006/000955
IPC-Hauptklasse F21S 4/00(2006.01)A, F, I, 20070118, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F21V 19/00(2006.01)A, L, I, 20070118, B, H, DE   E04F 13/12(2006.01)A, L, I, 20070118, B, H, DE   E04F 13/074(2006.01)A, L, I, 20070118, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Metallgewebe, einen Metallbehang und eine Anordnung an einer Bauwerkfassade. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Metallgewebe oder einen Metallbehang mit Leuchten an einem Leuchtenträger sowie die Anordnung eines Metallgewebes an einer Bauwerkfassade, jeweils zum Ermöglichen eines Verfahrens zum Illuminieren einer Fassade oder zum Erzeugen eines aus großem Abstand betrachtbaren Lichteffekts.

In zahlreichen großen wie kleinen Maßstäben werden regelmäßig Beleuchtungen eingesetzt. Die wohl beeindruckendsten Beleuchtungen sind diejenigen von ganzen Gebäudefassenden, die zunehmend von Lichtdesignern im Auftrag von Städten oder Gemeinden mit Hilfe von gezielt ausgerichteten Spots installiert werden. Andere sehr auffällige Beleuchtungen sind große bildschirmartige Anzeigeelemente, die auf einer Größe von teilweise 10 m oder mehr Bilder oder Filme darstellen können. Letztere werden gerne bei Messen oder als Werbungsmittel benutzt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein verbessertes und dabei bis in beeindruckende Größen variables System zur Verfügung zu stellen.

Diese Aufgabe löst nach einem ersten Aspekt der Erfindung ein Metallgewebe mit jeweils zu Gruppen mit ungerader Anzahl Kettfäden angeordneten Ketten und mit Leuchten in Form von Leuchtdioden an Leuchtenträgern, wobei in das Gewebe mehrere zueinander regelmäßig angeordnete Leuchtenträgeraufnahmen integriert sind, welche ein Entnehmen und Einsetzen der Leuchtenträger ohne Disintegrierung der Leuchtenträgeraufnahmen ermöglichen, wobei ein Leuchtenträger an einer seiner Stirnseiten mit Strom gespeist wird, bevorzugt an einem Geweberand, und wobei die Leuchten mittels einer Steuerelektronik einzeln ansteuerbar sind.

Somit sieht dieser Aspekt der Erfindung zunächst ein Metallgewebe als tragendes strukturelles Element des gesamten Beleuchtungssystems vor. Es versteht sich, dass auch herkömmliche Gewebe für diese Aufgabe eingesetzt werden können; ein Metallgewebe hat jedoch den besonderen Vorteil, dass es sehr stabil ist und ohne weiteres auch der Witterung ausgesetzt sein kann, ohne an Stabilität einzubüßen. Dies ermöglicht es, das erfindungsgemäße Metallgewebe außen an einem Bauwerk anzuordnen, beispielsweise als Vorhang vor einer gesamten Gebäudefassade oder einem Teil davon.

Es sei ausdrücklich betont, dass die Erfindung auch mit einem Behang aus einer anderen Struktur als einem Gewebe umgesetzt werden kann, beispielsweise mit einem Geflecht, Gewirk oder Gelege, sowie auch mit einem anderen Werkstoff als Metall, vor allem Kunststoff. In einem Metallgewebe wird allerdings ein besonderer Vorteil gesehen, denn ein Gewebe ist sehr stabil herstellbar, bleibt dabei aber optisch filigran und verleiht damit einer Gebäudearchitektur eine besondere Eleganz.

Das Metallgewebe soll Leuchten an Leuchtenträgern tragen. Andersherum ausgedrückt sollen somit Leuchtenträger im Gewebe vorgesehen sein, die mehrere Leuchten tragen.

Besonders vielfältige Lichteffekte können dadurch erzeugt werden, dass das Gewebe nicht nur einen Leuchtenträger aufweist, sondern gleich mehrere Leuchtenträger. Von diesen trägt bevorzugt jeder mehrere Leuchten. Auf diese Weise können die Leuchten auch bei einfacher Geometrie des einzelnen Leuchtenträgers ohne weiteres flächig über das Gewebe verteilt werden.

Die mehreren Leuchtenträger sind regelmäßig über das Gewebe angeordnet. Oft sollen Gewebe bereitgestellt werden, welche einem Betrachter aus einer gewissen Entfernung einen besonderen Leuchteffekt vermitteln sollen. Dabei kann dieser Leuchteffekt auch darin bestehen, dass der Betrachter ein Bild oder einen Film wahrnehmen können soll. Hierfür empfiehlt es sich, ein möglichst gleichmäßiges Raster an wahrnehmbaren Leuchten zu erzeugen. Dies kann auf einfachste Weise dadurch ermöglicht werden, dass die wahrnehmbaren Leuchten an einem Leuchtenträger in einem bestimmten Abstand vorgesehen sind und dass die mehreren Leuchtenträger senkrecht hierzu ebenfalls regelmäßig angeordnet sind, bevorzugt mir gleicher Rasterweite.

Die Leuchten sind mittels einer Steuerelektronik einzeln ansteuerbar. Auf diese Weise können die Leuchten einzeln ein- oder ausgeschaltet oder bei geeigneter Gestaltung auf Wunsch auch in ihrer Helligkeit geregelt werden. Dies ermöglicht es nicht nur, verschiedene statische Bilder oder flächige Leuchteffekte zu erzeugen, sondern vielmehr auch, einen dynamischen Leuchteffekt zu erzielen, sodass beispielsweise ein Film mittels der Leuchten am Gewebe erzeugt werden kann. Es ist dabei nur eine Frage des Betrachterabstands und der Rasterdichte, in welcher optischen Qualität dieser Film – ebenso wie ein statisches Bild – vom Betrachter aufgenommen wird. Zwar können auch wechselnde oder sogar dynamische Effekte erzielt werden, wenn nur die einzelnen Leuchtenträger individuell angesteuert werden können oder wenn Gruppen von Leuchten individuell angesteuert werden können. Es versteht sich jedoch, dass ein größtmögliches Maß an Flexibilität dadurch erzeugt wird, dass die einzelnen Leuchten ansteuerbar sind.

In jedem Falle ist es von Vorteil, wenn ein Leuchtenträger an einer seiner Stirnseiten mit Strom versorgt und angesteuert wird, vor allem wenn diese Stirnseite am Rand des Gewebes liegt.

Bei großdimensionalen Geweben mit Leuchten, welche gerne auch für repräsentative Zwecke beispielsweise an markanten Gebäuden einer großen Stadt exponiert verwenden werden, ist es jedoch gerade angesichts der oft exponierten Stellung notwendig, defekte Leuchten möglichst zeitnah und kostengünstig durch neue, intakte Leuchten zu ersetzen. Dieses Problem tritt bei jeder Art von Leuchten auf. Selbst bei Verwendung von LEDs sind regelmäßige Ausfälle nach einer gewissen Betriebszeit der Beleuchtungsinstallation nicht zu vermeiden. Wenn nun beispielsweise eine Leuchtinstallation an einem Bauwerk dergestalt revisioniert werden muss, ist dies ohnehin mit einem großen Aufwand verbunden, weil oft ein Zugang nur über Leitern von außen oder unter erheblichen Sicherheitsvorkehrungen vom Inneren des Bauwerks erreicht werden kann. Somit ist es von großer Bedeutung, dass der eigentliche Austausch der Leuchten möglichst problemlos erfolgen kann.

Hierzu sieht der vorgestellte Aspekt der Erfindung eine Leuchtenträgeraufnahme vor, welche in das Gewebe integriert ist. Diese Leuchtenträgeraufnahme nimmt den eigentlichen Leuchtenträger dergestalt auf, dass ein Entnehmen und Einsetzen des Leuchtenträgers aus der Leuchtenträgeraufnahme beziehungsweise in die Leichtenträgeraufnahme ohne Disintegrierung der Leuchtenträgeraufnahme ermöglicht wird. Die Leuchten selbst können dann mit dem Leuchtenträger vom Gewebe getrennt werden, während die Leuchtenträgeraufnahme als echter Teil des Gewebes in diesem verleibt. Am Leuchtenträger können dann defekte elektrische oder elektronische Bauteile ersetzt werden. Anschließend kann der wieder funktionsfähige Leuchtenträger einfach wieder in die Leuchtenträgeraufnahme eingesetzt werden und gegebenenfalls noch auf die vorgesehene Weise angeschlossen werden, und die ursprüngliche Leucht-Funktionalität des Gewebes ist wieder hergestellt.

Dadurch, dass die Leuchtenträgeraufnahme als solche im Gewebe verbleiben kann, ist die strukturelle Stabilität des Gewebes gewährleistet, auch wenn der Leuchtenträger entnommen ist. Das Gewebe als solches ist also bereits mit Vorhandensein der Leuchtenträgeraufnahme strukturell vollständig, und der Leuchtenträger kann lediglich hinterher in die Leuchtenträgeraufnahme eingesetzt werden, also zum Gewebe hinzugefügt werden.

Die Ketten sind zu Gruppen mit ungerader Anzahl Kettfäden zusammengefasst. So würde sich beispielsweise eine Hülse oder eine andere Leuchtenträgeraufnahme, die in einem einfachen Kettfaden gehalten ist, unter Umständen um die Kette herum verdrehen, sobald der Leuchtenträger entfernt ist. Bei einem gespannten Gewebe mit zwei aneinander gruppierten Ketten wäre dies sogar zwangsweise der Fall, ebenso wie bei mehreren gruppierten Ketten dies auch auftreten kann, wenn die Anzahl der gruppierten Ketten gerade ist. Bei einer ungeraden Anzahl von Ketten hingegen wird eine symmetrische Kraft ausgeübt, sodass es bei gleichmäßiger Spannung des Gewebes nicht zu einem Verdrehen kommt.

Besonders einfach lässt sich der beschriebene Effekt erreichen, wenn jeweils drei Kettfäden zueinander gruppiert sind.

Es ist von Vorteil, als Metall Edelstahl zu verwenden. Edelstahl zeichnet sich nicht nur durch eine besonders korrosionsbeständige Werkstoffgüte aus, sondern erzeugt auch für viele Lichteffekte eine Reflektion an den Schüssen und Ketten des Gewebes, die das optische Gesamtbild der Leuchten gefällig unterstützt.

Auch bei individuell ansteuerbaren Leuchten wird vorgeschlagen, dass jeweils mehrere Leuchten auf einen Leuchtenträger zu Leuchtgruppen gruppiert sind. Dies ermöglicht es vor allem bei farbigen Leuchten, ein möglichst hochqualitatives Bild für einen entfernten Betrachter zu erzeugen.

Um einen farbigen Film für den Betrachter zu erzeugen oder um ein farbiges Bild mit scharfen Konturen für den Betrachter zu erzeugen, werden verschiedenfarbige Leuchten benötigt. Angesichts der in letzter Zeit rapide fortgeschrittenen Halbleitertechnologie können hierzu beispielsweise Leuchtdioden in verschiedenen Farben verwendet werden. So können beispielsweise rote, grüne und blaue Leuchten am Gewebe verwendet werden und hierdurch für Betrachter bei ausreichendem Abstand eine nahezu unbegrenzte Anzahl von verschiedenen Farbeffekten durch gezielte Mischung erreicht werden. Dieser Effekt ist von einem herkömmlichen Röhrenfernseher bekannt.

Anders als beim Röhrenfernseher ist jedoch zu beachten, dass die einzelnen Pixel, welche beim hier vorliegenden Gewebe durch die Leuchten der Leuchtgruppen dargestellt werden, eine unterschiedliche Lichtintensität haben können, gerade bei Verwendung von Leuchtdioden. Bei Versuchen des Erfinders hat sich herausgestellt, dass es eine sehr kostengünstige und qualitativ zufriedenstellende Lösung ist, jeweils zwei rote, zwei grüne und eine blaue LED zu einer Leuchtgruppe zusammenzuziehen. Dann liegen also an einem Leuchtenträger mehrere Leuchtgruppen vor, wobei bevorzugt jede Leuchtgruppe aus jeweils zwei roten, zwei grünen und einer blauen LED – oder einem Vielfachen hiervon – besteht. Die einzelnen Leuchtgruppen sind dann bevorzugt regelmäßig beabstandet am Leuchtenträger verteilt. Die Leuchtenträger wiederum sind dann bevorzugt im selben Abstand zueinander über das Gewebe angeordnet wie der Abstand zwischen zwei Leuchtgruppen beträgt. Auf diese Weise wird ein sehr gleichmäßiges Raster mit vielfältigsten Farbmöglichkeiten erzeugt.

Eine besonders kostengünstige Lösung aus Bustechnologie und herkömmlicher Verdrahtung kann dadurch erreicht werden, dass an jeweils einem Leuchtenträger eine Steuerelektronik für die Leuchten dieses Leuchtenträgers vorgesehen ist. Wenn beispielsweise die Leuchtenträger jeweils stabförmig ausgebildet sind und diese Stäbe beim aufgehängten oder anderweitig angebrachten Gewebe horizontal verlaufen, so stellen die Leuchtenträger gewissermaßen die Zeilen des Gesamtbilds dar. Eine Steuerelektronik am Leuchtenträger kann damit als Zeilensteuerung bezeichnet werden. Diese Steuerelektronik regelt dann den Leuchtzustand der Leuchten dieses Leuchtenträgers, also im Gesamtbild beispielsweise dieser Zeile.

Die Zeilensteuerung als solche kann – gerade beim Vorliegen einer großen Anzahl von einzelnen Leuchtenträgern – bevorzugt über ein Bussystem angesteuert werden, sodass nur eine Kabelführung notwendig ist, die an allen Steuerelektroniken der einzelnen Leuchtenträger entlang führt und diese ansteuert. Die Ansteuerung der Leuchten von der Steuerelektronik aus kann dann wahlweise eine einfache Verdrahtung an Leuchtenträger aufweisen oder wiederum ein Bussystem. Dies wird in der Praxis vor allem davon abhängen, wie lang ein Leuchtenträger ist, wie viele Leuchten er trägt und wie viel Platz am oder im Leuchtenträger für Verdrahtungen zur Verfügung steht.

Insbesondere wenn die Stromversorgung am Geweberand erfolgt, aber nicht auf diesen Fall eingeschränkt, ist es von Vorteil, wenn ein Stromverteiler an mehreren Leuchtenträgern entlang führt und mit jedem Leuchtenträger eine Steckerverbindung aufweist. Es versteht sich, dass gerade bei Verwendung einer Bustechnologie eine sehr unauffällige Stromspeisung und Ansteuerung durch einen solchen zentralen Stromverteiler erfolgen kann. Durch einfachen Anschluss über eine Steckerverbindung wird die Möglichkeit des Revisionierens eines einzelnen Leuchtenträgers nicht eingeschränkt. Vielmehr kann im Falle des Ausfalls eines Leuchtenträgers einfach die Steckerverbindung gelöst werden und der Leuchtenträger dann aus den Leuchtenträgeraufnahmen herausgenommen werden. Diese Schritte sind sehr schnell durchführbar.

Ein Leuchtenträger ist bevorzugt rohrförmig. Dabei soll vor allem an ein gerades Rohr gedacht sein. Ein solches bietet nicht nur eine simple Geometrie, sodass es ohne weiteres zwischen zwei Schussstäbe in das Gewebe eingeführt werden kann und vor allem einen Schussstab des Gewebes ersetzen kann. Vielmehr ermöglicht es die Rohrform, die Leuchten witterungsgeschützt im Inneren des Rohres anzuordnen und innerhalb des Rohres auch die Verdrahtung der einzelnen Leuchten untereinander beziehungsweise mit einem Zeilenkontroller vorzusehen.

Wenn die Leuchten in einem rohrförmigen Leuchtenträger angeordnet sind, versteht es sich, dass zumindest ein Teil des Rohres transluzent sein sollte. Dies ermöglicht trotz der geschützten Stellung innerhalb des Rohres dem Gesamtgewebe, senkrecht zur Gewebeebene – oder in beliebigen anderen Richtungen, sofern es gewünscht ist – Licht abzustrahlen.

Als besonders geeignet hat sich bei Versuchen des Erfinders ein Acrylglasrohr als Leuchtenträger herausgestellt. Ein solches kann kostengünstig gefertigt werden, ist relativ leicht und lässt das von den Leuchten emittierte Licht nahezu ungehindert in die beabsichtigte Lichtemissionsrichtung passieren.

Bei Verwendung eines großflächig transluzenten Leuchtenträgers wird vorgeschlagen, eine lichtundurchlässige Teilabdeckung vorzusehen. Eine solche kann dazu dienen, die Emissionsrichtung des Lichts vom Leuchtenträger nur in eine oder mehrere bestimmte Richtungen zuzulassen. Für den Fall eines Acrylglasrohrs hat sich bei Versuchen des Erfinders als vorteilhaft herausgestellt, hierfür ein längs geschlitztes, dünnwandiges Metallrohr zu verwenden. Dieses kann beispielsweise aus Aluminium als sehr leichtgewichtiges Stranggußprofil hergestellt werden, welches das Acrylglasrohr – bevorzugt in einer Klemmpassung – umgreift und in genau eine Richtung senkrecht zur Rohrachse den Lichtaustritt aus dem Acrylglasrohr zulässt.

Bei einer solchen Konstruktion kann das Acrylglasrohr mit den Leuchten einfach in das Aluminiumprofil eingeschoben werden, wobei kein großer Wert darauf gelegt zu werden braucht, dass innerhalb des Acrylglasrohrs die Verdrahtung, Platinen und ähnliches optisch unauffällig angeordnet sind. Vielmehr verdeckt das Aluminiumprofil all diese notwendigen elektronischen Elemente und sieht von der dem Lichtaustritt abgewandten Seite des Gewebes je nach Gestaltung praktisch wie ein herkömmlicher Schussstab des Gewebes aus. Auch wenn der Leuchtenträger im Durchmesser größer ist als die übrigen Schussstäbe, so fügt er sich dennoch harmonisch in den optischen Gesamteindruck des Gewebes ein. Außerdem erhält ein Acrylglasrohr durch eine solche metallene Umdeckung eine größere Stabilität, sodass bei großen Spannweiten zwischen zwei Leuchtenträgeraufnahmen eines Leuchtenträgers das Anbringen des Leuchtenträgers im Gewebe, beispielsweise das Einfädeln in die Trägeraufnahmen, besser und mit größerer Arbeitssicherheit möglich ist.

Konstruktiv wird beispielsweise vorgeschlagen, dass eine Leuchtenträgeraufnahme eine in das Gewebe eingewebte Hülse aufweist. Eine Hülse kann beispielsweise aus einem kurzen Rohrstück bestehen und ist somit sehr kostengünstig in der Herstellung. Auch wird jedwede komplizierte Mechanik unnötig, was gerade im Außeneinsatz unter Witterungsbedingungen von Vorteil für ein einfaches Entnehmen und Einsetzen der Leuchtenträger ist. Zudem lässt sich eine Hülse problemlos in ein Gewebe integrieren. In eine Hülse kann dann ein stabförmiger, insbesondere rohrförmiger, Leuchtenträger ohne weiteres von der Seite eingeschoben werden.

Für eine gute Stabilität des Gesamtgewebes und eine sichere Aufnahme des Leuchtenträgers im Gewebe wird vorgeschlagen, dass hülsenförmige Leuchtenträgeraufnahmen in jede Kette eines Schusses integriert sind. Die Ketten behalten dadurch ihre Stabilität genau so, als wäre statt der Hülsen ein etwas größerer oder auch identisch großer Schussstab eingewoben. Somit wird auch die Gesamtfestigkeit des Gewebes nicht beeinflusst.

Eine als Leuchtenträgeraufnahme vorgesehene Hülse umgreift bevorzugt den Leuchtenträger mit einem leichten Spielsitz. Auf diese Weise kann der Leuchtenträger besonders einfach seitlich aus den Hülsen und somit aus dem Gewebe herausgezogen und später wieder eingefädelt werden. Zum Einfädeln ist es von Vorteil, wenn die Hülsen eine Einfädelhilfe aufweisen, beispielsweise eine Aufweitung des inneren Freiraums zum Rand hin. Somit kann der seitlich einzuschiebende Leuchtenträger sogar mit seinem voraneilenden Stirnende leicht nach unten durchhängen und kann trotzdem ohne notwendigen Eingriff in der eigentlichen Gewebefläche allein von der Seite des Gewebes eingeschoben und eingefädelt werden. Wenn er seine endgültige Position erreicht hat, sollte er dann am Rand des Gewebes gegen eine weitere Verschiebung fixiert werden. Dies kann beispielsweise direkt über die Steckerverbindung mit der zentralen Stromversorgung und Ansteuerung erfolgen.

Nach einem zweiten Aspekt der Erfindung löst die gestellte Aufgabe ein metallener Behang für ein Gebäude in Form eines Metallgewebes, mit Leuchten an einem Leuchtenträger und mit einer am Gewebe angeordneten Mehrzahl von Leuchtenträgeraufnahmen, welche ein Aufnehmen des Leuchtenträgers und bevorzugt auch dessen Entfernen ermöglichen..

Wenn die Aufnahmen die Leuchtenträger in einem Klemmsitz halten, ist eine ausreichend sichere Befestigung für die meisten Einsatzzwecke erreichbar.

Wenn die Beleuchtung über separate, befestigte Leuchtenträgeraufnahmen erfolgen soll, wird vorgeschlagen, dass die Leuchtenträgeraufnahmen ein Verrasten der Leuchenträger ermöglichen. Das Verrasten ist eine kostengünstige Befestigungsmöglichkeit und kann sowohl zum Befestigen der Leuchtenträgeraufnahmen selbst am Gewebe bzw. am Behang eingesetzt werden, als auch zum Befestigen der Leuchtenträger an den Leuchtenträgeraufnahmen.

Für eine solche Befestigung eignen sich besonders Clipse, vor allem aus Kunststoff oder aus einem Federstahl.

Je nach konkreten Anforderungen kann es von Vorteil sein, dass das Entfernen zerstörungsfrei oder nur über eine Zerstörung der Clipse möglich ist.

Es versteht sich, dass die vorstehenden vorteilhaften Gestaltungsvarianten eines Gewebes mit integrierten Aufnahmen auch bei einem Gewebe bzw. einem Behang mit angebrachten Aufnahmen vorteilhaft eingesetzt werden können.

Nach einem dritten Aspekt der Erfindung löst die Aufgabe eine Anordnung eines Metallgewebes bzw. metallenen Behangs gemäß den vorstehenden Ausführungen an einer Bauwerkfassade, wobei ein Schuss horizontal ausgerichtet ist.

Es wurde vorstehend bereits erläutert, wie ein solches Gewebe bzw. ein solcher Behang auch besonders großflächig zu repräsentativen und Werbezwecken eingesetzt werden kann. Beispielsweise können große Bürogebäude oder Ingenieurbauten wie Brücken, Tore, Staudämme, alte Stadtmauern und eine endlose Anzahl weiterer Bauten großflächig mir einem solchen Metallgewebe bzw. einem solchen Behang ausgestattet werden. Selbstverständlich können auch natürliche Flächen wie beispielsweise Felswände mit einem solchen Gewebe bzw. Behang behängt werden.

Das ganze System ist mechanisch sehr stark belastbar und kann sehr kostengünstig unterhalten werden, weil ein Revisionieren der einzelnen Leuchten ohne große Probleme und ohne Gefahren für das Bedienpersonal möglich ist.

Dabei kann ein Metallgewebe bzw. Behang der vorgeschlagenen Art sowohl dergestalt ausgerichtet sein, dass es Licht von der Betrachterseite weg emittiert, beispielsweise an eine Gebäudefassade, wo dann der Beleuchtungseffekt entsteht, beispielsweise das Bild oder der Film. Andererseits kann die Lichtemissionsrichtung aber auch zum Betrachter hin gerichtet sein. Dies erzeugt ein Bild mit weniger Streuung, welches beispielsweise zur Betrachtung aus großen Entfernungen vorteilhaft geeignet sein kann.

In jedem Falle wird vorgeschlagen, dass der Schuss des Gewebes gerade bei großflächigen Anwendungen horizontal ausgerichtet ist. Gerade der Schuss eignet sich besonders dafür, stabförmige Leuchtenträger aufzunehmen, sodass bevorzugt in bestimmten Abständen jeweils ein Schussstab durch einen Leuchtenträger ersetzt ist. Es versteht sich, dass ein solcher stabförmiger Leuchtenträger besonders einfach horizontal aus dem Gewebe herausgenommen werden kann, weil dies unter Beibehaltung einer Arbeitshöhe erfolgt. Wenn demgegenüber ein Leuchtenträger beispielsweise nach oben aus dem Gewebe entnommen werden müsste, entstände zwangsweise eine größere Arbeitshöhe und somit eine vermeidbare Gefahrenquelle für das Bedienpersonal.

Im übrigen versteht sich, dass auch die Herstellung eines Metallgewebes mit Leuchten gerade für großflächige Anwendungen erleichtert wird. Es ist ohne weiteres möglich, beim Herstellen des Metallgewebes das Gewebe als solches in herkömmlicher Weise zu weben und dabei die mechanisch sehr robusten Leuchtenträgeraufnahmen in das Gewebe zu integrieren. Besonders deutlich ist dies am Beispiel von Hülsen, die einfach in die Ketten eines Metallgewebes eingewebt werden können.

Konkret wird hierzu ein Verfahren zum Herstellen eines Metallgewebes vorgeschlagen, wobei beim Herstellen des Gewebes ein strukturell stabiles Gewebe aus Kettfäden und teils Schussfäden und teils Leuchtenträgeraufnahmen erzeugt wird, wobei in den Leuchtenträgeraufnahmen und somit im Gewebe später Leuchtenträger aufnehmbar sind, insbesondere einschiebbar sind

Die Leuchtenträger als solche mit den zugehörigen Leuchten werden üblicherweise von anderen Unternehmen gefertigt und können so preisgünstig zugekauft werden. Es ist zudem für viele Hersteller möglich, Leuchtenträger anzubieten, während es nur für sehr wenige Hersteller möglich ist, dergestalt große Metallgewebe mit Hülsen herzustellen, dass beispielsweise eine ganze Bauwerkfassade beleuchtet werden kann.

Technisch nicht so anspruchsvoll und meist teurer im Unterhalt, aber unter Umständen preiswerter für die Anschaffung ist ein Verfahren zum Herstellen eines Metallgewebes bzw. Behangs, wobei beim Herstellen des Gewebes bzw. Behangs eine stabile Struktur erzeugt wird und an dieser Struktur Leuchtenträgeraufnahmen befestigt werden, über welche Leuchtenträger aufnehmbar sind, insbesondere in diese einschiebbar sind oder mit diesen verrastbar sind.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Dabei können funktional gleiche oder identische Bauteile in verschiedenen Figuren der Zeichnung gleich Bezugsziffern tragen.

Es zeigen

1 schematisch eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Metallgewebe,

2 schematisch eine seitliche Ansicht gemäß Kennzeichnung II-II in 1,

3 schematisch eine seitliche Ansicht gemäß Kennzeichnung III-III in 1,

4 schematisch eine seitliche Ansicht gemäß Kennzeichnung IV-IV in 1,

5 schematisch eine seitliche Ansicht gemäß Kennzeichnung V-V in 1,

6 schematisch eine seitliche Ansicht gemäß Kennzeichnung VI-VI in 1 und

7 einen größeren Aussicht eines erfindungsgemäßen Gewebes mit einem gleichmäßigen Leuchtraster.

Das Gewebe 1 in den Figuren besteht strukturell überwiegend aus herkömmlichen Schussstäben (exemplarisch mit 2 gekennzeichnet) und Kettdrähten (exemplarisch mit 3, 4, 5 gekennzeichnet). Dabei sind jeweils drei Kettfäden 3, 4, 5 zu einer Kette 6 gruppiert. Insgesamt entsteht so eine sehr robuste und witterungsbeständige, gleichzeitig aber ästhetisch hochwertige Gewebestruktur.

In gleichmäßigen Abständen (exemplarisch mit 7 gekennzeichnet) weist das Gewebe 1 allerdings nicht die herkömmlichen Schussstäbe 2 aus Edelstahl auf, sondern hat stattdessen dort, wo ansonsten der nun „fehlende" Schussstab 2 eingewoben wäre, an jeder Kette 6 eine Metallhülse (exemplarisch mit 8 gekennzeichnet) eingewoben. Die Metallhülsen 8 sind in den seitlichen Schnitten der 2 bis 6 nicht kenntlich gemacht.

Jede Hülse 8 hat die Grundform eines Rohrstücks, wobei am äußeren Mantel eine umlaufende Nut (exemplarisch mit 9 gekennzeichnet) vorgesehen ist, in welche sich die Kettfäden 3, 4, 5 einfügen. Durch die Gruppierung von je drei Kettfäden 3, 4, 5 zu einer Kette 6 und das herkömmliche Einweben der Hülsen 8 in das Gewebe 1 ist jede Hülse 8 auf einer Seite vom mittleren Kettfaden 4 und auf der anderen Seite von den beiden äußeren Kettfäden 3, 5 umgeben. Wenn das Gewebe 1 mit einer Vorspannung verwoben wird, fügen sich so die Hülsen 8 fest in das Gewebe 1 ein. Durch die symmetrische Belastung der beiden Kettfäden 3, 5 auf der einen Seite der Hülse und die insbesondere durch die Nut 9 zentrierte Kraft vom mittleren Kettfaden 4 auf der anderen Seite der Hülse wird diese sogleich auch ausgerichtet. Jede Hülse 8 wird demnach so im Gewebe 1 gehalten, dass die Rotationsachse, welche durch den leeren Innenraum der Hülse 8 verläuft, genau dort liegt, wo bei einem herkömmlichen Gewebe der nun „fehlende" Schussstab 2 wäre.

Die Hülsen 8 sind über das Gewebe 1 möglichst regelmäßig angeordnet, die Ketten 6 haben demnach in etwa denselben Abstand wie der Abstand 7 zweier „ersetzter" Schussstäbe.

Bei einer Aufhängung des Gewebes 1 wie in den Figuren ergeben sich somit jeweils in Zeilen (exemplarisch mit 10 gekennzeichnet) und Spalten (exemplarisch mit 11 gekennzeichnet) in einem relativ gleichmäßig angeordneten Raster vorhandene Hülsen 8 im Gewebe 1.

Durch die Hülsen 8 jeder Zeile 10 ist ein langes Rohr 12 geschoben. Jedes Rohr 12 besteht im wesentlichen aus einem Acrylglasrohr mit einem Stranggussprofil aus Aluminium, welches das Acrylglasrohr zu etwa drei Vierteln seines Umfangs umgibt. Das Acrylglasrohr ist im Aluminium-Stranggussprofil eingeklemmt, und alle Rohre 12 sind so ausgerichtet, dass die sich ergebenden freien Schlitze, entlang welchen die Acrylglasrohre nicht durch das Aluminium verdeckt sind, sämtlich parallel ausgerichtet zu einer Abstrahlrichtung 13 vom Gewebe 1 orientiert sind.

Innerhalb jedes Rohres 12 sind Leiterplatinen (exemplarisch mit 14 gekennzeichnet) angeordnet, auf welchen jeweils fünf Leuchtdioden (exemplarisch mit 15 gekennzeichnet) gruppiert mit je zwei roten, zwei grünen und einer blauen LED angeschlossen sind. Dabei sind die LEDs 15 auf der Platine 14 so beabstandet gruppiert, dass der jeweilige Abstand zwischen zwei Leuchtgruppen entlang einer Zeile 10 möglichst genau dem Abstand zweier Ketten 6 und somit dem Abstand zweier Spalten 11 entspricht. Auf diese Weise ergibt sich ein möglichst homogen verteiltes Raster von Leuchtgruppen.

An einem Rand 16 des Gewebes 1 ist an jedes Leuchten tragende Rohr 12 ein kompaktes Gehäuse 17 angeschlossen, in welchem jeweils eine Steuerelektronik zum Ansteuern der verschiedenen Leuchten 15 des Rohres 12 einer Zeile 10 vorhanden ist. Die Steuerelektronik im Gehäuse 17 wird ihrerseits durch ein zentrales Strom- und Ansteuerkabel 18 gespeist.

Insgesamt ist das Gewebe 1 somit in der Lage, die einzelnen Leuchtdioden 15 in jeder Zeile 10 und Spalte 11 individuell anzusteuern, also einzuschalten, auszuschalten oder in der Helligkeit in Zwischenstufen zu regulieren. Wenn ein Betrachter ein Gewebe 1 aus einem ausreichend großen Abstand betrachtet, nimmt er somit ein Raster von Leuchtpunkten wahr, wobei bei einem ausreichenden Abstand die jeweils fünf Leuchtdioden einer Leuchtengruppe aufgrund ihres sehr engen Abstandes gegenüber dem im Verhältnis hierzu recht weiten Abstand zwischen den Leuchtgruppen verschiedener Zeilen oder Spalten als ein leuchtender Fleck wahrgenommen werden.

Bei einem großen Abstand des Betrachters zum Gewebe 1 kann ihm daher ein beliebiges statisches oder dynamisches Bild vermittelt werden. Je nach Feinheit des Rasters aus Zeilen 10 und Spalten 11 und Abstand des Betrachters können dabei sogar recht scharfe Konturen erzeugt werden. Gedacht sei hier beispielsweise an ein Gewebe 1, welches in eine Dimension von beispielsweise 100 m Höhe und 30 m Breite die Fassade eines Gebäudes bedeckt, wobei ein Betrachter sich mehrere hundert Meter entfernt befindet und das Gebäude betrachtet.

Je nach Weite der Zeilen 10 und Spalten 11 bzw. auch der Dicke der Kett- und Schusselemente 6, 2 kann sich dabei je nach gewünschtem optischen Eindruck das Gewebe 1 entweder optisch recht leicht darstellen, sodass dem Betrachter der Blick auch auf die dahinterliegende Fassade des Bauwerks fast ungestört freigegeben wird; oder aber das Gewebe ist optisch recht dicht, sodass der Betrachter praktisch nur noch das Gewebe und die Lichtpunkte 15 wahrnimmt.

Um das eigentliche Bild zu erzeugen, werden die einzelnen Leuchtdioden 15 eines Rohres 12 über einen elektronischen Zeilencontroller im Gehäuse 17 hochdynamisch reguliert. Ein Rohr 12 dient dabei als Leuchtenträger der Leuchten 15 einer Zeile 10. Die Hülsen 8 hingegen dienen im Gewebe 1 als Aufnahme für die Leuchtenträger 12. Sie sind fest in das Gewebe integriert, nämlich über Einweben in die Ketten 6.

Dabei liegen die Rohre 12 bevorzugt mit einem leichten Spielsitz in den Hülsen 8, sodass ein Rohr 12 problemlos zur Seite hin aus dem Gewebe 1 herausgezogen werden kann und ohne Weiteres auch wieder in das Gewebe 1 hineingeschoben werden kann, beispielsweise um eine ausgefallene LED oder einen ausgefallenen Zeilencontroller zu reparieren oder zu ersetzen.

Das Gewebe 1 hängt bevorzugt genau in der Ausrichtung wie in den Figuren dargestellt, mit jeweils einem Rohr 12 in horizontaler Ausrichtung. Selbst bei einem groben Spielsitz der Rohre 12 in den Hülsen 8 besteht somit keine Gefahr, dass sich die Rohre 12 seitlich verschieben oder gar aus dem Gewebe 1 herausrutschen. Dennoch sollten rein vorsorglich in der Praxis leichte Sicherungen an ein Rohr angebracht werden. Dies kann beispielsweise am Rand des Gewebes 16 erfolgen, beispielsweise schon dadurch, dass jeweils mehrere Rohre 12 bzw. ihre Zeilencontroller 17 an eine zentrale gemeinsame Strom- und Ansteuerungsverbindung 18 angeschlossen sind.

Es versteht sich, dass ein Gewebe der vorbeschriebenen Art nicht nur dergestalt eingesetzt werden kann, dass es direkt in Emissionsrichtung 13 zu einem vorgesehenen Betrachterstandort ausgerichtet ist. Vielmehr kann es auch in entgegengesetzter Richtung Licht emittieren, also zur Fassade des Bauwerks hin. Aufgrund des Abstrahlwinkels gerade bei Leuchtdioden kann so bei geeignetem Abstand zur Fassade ein relativ lückenlos beleuchtetes Bild erzeugt werden, wobei sich auch hier recht scharfe Konturen ergeben, wenn der Betrachter einen ausreichenden Abstand zum Bild einhält. Selbstverständlich ist es auch möglich, die Erfindung dazu einzusetzen, weiche oder sogar verschwommene Lichteffekte zu erzeugen. Solche Effekte lassen sich bereits mit einem weniger dichten Rastermaß des Gewebes erzeugen und sind daher kostengünstiger in der Herstellung und in der Wartung.


Anspruch[de]
Metallgewebe (1) mit jeweils zu Gruppen mit ungerader Anzahl Kettfäden (3, 4, 5) angeordneten Ketten (6) und mit Leuchten (15) in Form von Leuchtdioden an Leuchtenträgern (12), wobei in das Gewebe (1) mehrere zueinander regelmäßig angeordnete Leuchtenträgeraufnahmen (8) integriert sind, welche ein Entnehmen und Einsetzen der Leuchtenträger (12) ohne Disintegrierung der Leuchtenträgeraufnahmen (8) ermöglichen, wobei ein Leuchtenträger (12) an einer seiner Stirnseiten (16) mit Strom gespeist wird, bevorzugt an einem Geweberand (16), und wobei die Leuchten (15) mittels einer Steuerelektronik (17) einzeln ansteuerbar sind. Metallgewebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Werkstoff für Kettdrähte (3, 4, 5) und/oder Schussstäbe (2) Edelstahl verwendet ist. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchten (15) auf je einem Leuchtenträger (12) zu Leuchtgruppen gruppiert sind. Metallgewebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet dass eine Leuchtgruppe zwei rote, zwei grüne und eine blaue Leuchte – oder je ein Vielfaches hiervon – aufweist. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Leuchtenträger (12) eine Zeilensteuerung (17) angeordnet ist. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Stromverteiler (18) welcher an mehreren Leuchtenträgern (12) entlang führt und an diese bevorzugt über eine Steckerverbindung angeschlossen ist. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Leuchtenträger (12) rohrförmig ausgebildet ist. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Leuchtenträger (12) zumindest zum Teil transluzent ausgebildet ist. Metallgewebe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Leuchtenträger (12) ein Acrylglasrohr aufweist. Metallener Behang für ein Gebäude in Form eines Metallgewebes (1), mit Leuchten (15) an einem Leuchtenträger (12) und mit einer am Gewebe (1) angeordneten Mehrzahl von Leuchtenträgeraufnahmen, welche ein Aufnehmen des Leuchtenträgers (12) und bevorzugt auch dessen Entfernen ermöglichen. Behang nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtenträgeraufnahmen ein Verrasten der Leuchenträger ermöglichen. Behang nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtenträgeraufnahmen Clipse aufweisen. Behang nach einem der Ansprüche 10 bis 12 in einer konstruktiven Ausgestaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 10. Anordnung eines Metallgewebes bzw. Behangs nach einem der vorhergehenden Ansprüche an einer Bauwerkfassade, wobei ein Schuss (2) horizontal ausgerichtet ist.






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