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Dokumentenidentifikation DE202007003254U1 14.06.2007
Titel Beleuchtungseinheit für Anhaltestäbe
Anmelder Schräder, Klaus, 82256 Fürstenfeldbruck, DE
DE-Aktenzeichen 202007003254
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 14.06.2007
Registration date 10.05.2007
Application date from patent application 06.03.2007
IPC-Hauptklasse F21L 4/02(2006.01)A, F, I, 20070306, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F21V 21/002(2006.01)A, L, I, 20070306, B, H, DE   
IPC additional class F21Y 101/02  (2006.01)  A,  L,  N,  20070306,  B,  H,  DE

Beschreibung[de]

Anhaltestäbe (Winkerkellen) werden von Polizei, Feuerwehr, Zoll und Bundeswehr benutzt, um Verkehrsteilnehmer anzuhalten bzw. den Verkehrsfluss zu steuern. Diese Anhaltestäbe sind entweder 1-seitig (z.B. Halt-Polizei) oder 2-seitig (z.B. Halt-Polizei/Freie Fahrt) ausgeführt, wobei eine Scheibe die entsprechenden farblichen Markierungen trägt und an einem Handgriff befestigt ist. Üblicherweise sind solche Anhaltestäbe zwecks besserer Sichtbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen mit einer oder zwei Leuchtvorrichtungen ausgestattet, wobei sich Glühbirnen mit Reflektoren und Filterscheiben, meist in rot und grün auf der Scheibe befinden und im Handgriff Batterien und Schalter angeordnet sind.

Aufgrund der spektralen Filterung ist jedoch die Beleuchtungsstärke sehr gering. Um dies auszugleichen werden Reflektoren verwendet, wobei sich die Glühbirnen jeweils im Brennpunkt des Reflektors befinden. Dies führt zwar zu einer Erhöhung der Beleuchtungsstärke in der optischen Achse, jedoch zu einer Verminderung der Sichtbarkeit ausserhalb eines geringen Sichtwinkels. Üblicherweise beträgt der ebene Sichtwinkel bei solchen Anhaltestäben rund 10°.

Im Zusammenhang mit anderweitigen Anwendungsfällen sind eine Reihe von Patenten und Gebrauchsmustern bekannt, die die bisher verwendeten Glühbirnen mit Leuchtdioden ersetzen, so zum Beispiel US 5,850,126A (LED Lampe für Signalzwecke zum Einschrauben in Glühbirnenfassungen), Gebrauchsmuster DE 20203482 U1 (Leuchteneinheit mit LEDs und Kontaktstiften zum Einstecken in Fassungen) und US 7,093,953B1 (Signalisierungslampe mit LED).

Bekannte Anhaltestäbe besitzen zum Einschrauben der Glühbirne entweder eine Bajonettfassung oder ein Standard E-10 Gewinde. Dabei spielt es keine Rolle, an welchen Kontakten der Plus- und der Minuspol der Spannungsversorgung gelegt wird, da dies für den Betrieb der Glühbirne unerheblich ist. Verschiedene Hersteller verwenden unterschiedliche Polaritäten beim Anschluss der Glühbirnenfassung.

Der im Schutzanspruch 1 angegeben Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Beleuchtungseinheit für Anhaltestäbe zu realisieren, die eine bessere Sichtbarkeit von Anhaltestäben bewirkt, wobei sowohl die Beleuchtungsstärke erhöht als auch der vertikale und horizontale Sichtwinkel vergrößert werden, als auch die universelle Einsetzbarkeit unabhängig von der am Glühbirnengewindeeinsatz herrschenden Polarität gegeben ist.

Diese Aufgabe wird mit den in Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass Anhaltestäbe auf weitere Entfernungen und in einem grösseren Raumwinkel gesehen werden. Dies reduziert erheblich die Unfallgefahr und erhöht die Sicherheit der Benutzer.

Aufgrund des höheren Wirkungsgrades von Leuchtdioden verglichen mit Glühbirnen ergibt sich bei gleicher Stromaufnahme ein höherer Lichtstrom, darüber hinaus entfällt die spektrale Filterung zur Erzielung einer bestimmten Lichtfarbe durch die monochromatischen Eigenschaften von Leuchtdioden. Aufgrund des grossen Öffnungswinkels von Leuchtdioden und des jetzt möglichen Wegfalls des Reflektors wird die räumliche Sichtbarkeit deutlich verbessert. Die Parallelschaltung oder Serienschaltung mehrerer Leuchtdioden erhöht den gesamten Lichtstrom und führt zu einer höheren Beleuchtungsstärke. Durch eine 2-Weg Gleichrichtung mittels einer Graetzbrücke werden die Leuchtdioden der Beleuchtungseinheit unabhängig von der angelegten Polarität am Verbindungselement mit einer Spannung der richtigen Polarität versorgt.

Die Erfindung ist nachstehend beschrieben und in der zugehörigen Zeichnung dargestellt. Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Beleuchtungseinheit,

2 eine Unteransicht gemäß Pfeil II in 1

3 eine als Parallelschaltung ausgeführte Beschaltung von Leuchtdioden (LED)

4 alternativ eine Serienschaltung und

5 eine grob schematisierte Darstellung eines Anhaltestabes mit der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinheit.

Aus den 1, 2, und 5 ist Folgendes ersichtlich:

Ein Anhaltestab (8) mit Handgriff (9) und sich anschließender Scheibe (10), wobei diese beidseitig angeordnete Beleuchtungseinheiten (4), z.B. für rotes und grünes Licht, aufweist.

Die Beleuchtungseinheit (4) besteht aus einer Platine (1), auf der einen Seite bestückt mit einer Anzahl Leuchtdioden (3) und auf der gegenüberliegenden Seite versehen mit der Beschaltung der Leuchtdioden (3), bestehend aus Widerständen (6) und einer Graetzbrücke (5) und weiter versehen mit einem Verbindungselement (2), z.B. E-10 Gewinde oder Ba9s Bajonettanschluss zum Einsetzen in eine entsprechende Stromversorgungs-Aufnahme.

3 zeigt die Beschaltung der Leuchtdioden (3). Mit je einem Serienwiderstand R (6), der die unterschiedlichen Durchlassspannungen der Leuchtdioden (3) kompensiert, sind eine Anzahl Leuchtdioden (3) parallel geschaltet, hier 5 zu sehen. Die als Graetzbrücke (5) beschalteten Dioden (D1, D2, D3 und D4) sorgen für eine 2-Weg Gleichrichtung und bewirken damit die richtige Polarität der Versorgungsspannung an den Leuchtdioden (3), unabhängig davon, mit welcher Polarität die Batteriespannung am als Gewindesockel (2) ausgeführten Verbindungselement anliegt.

4 zeigt eine alternativ mögliche Serienschaltung der Leuchtdioden (3). Dabei wird jedoch ein zusätzlicher Spannungswandler (7) benötigt, der aus der Batteriespannung eine für den Betrieb als Serienschaltung der Leuchtdioden (3) höhere Spannung erzeugt.


Anspruch[de]
Beleuchtungseinheit für Anhaltestäbe, wobei die Beleuchtungseinheit innerhalb einer an einen Handgriff sich anschließenden Scheibe des Anhaltestabes in eine der Stromversorgung dienende Aufnahme eingesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein in die Aufnahme einsetzbares Verbindungselement (2) der Beleuchtungseinheit (4) an eine mit einer Anzahl Leuchtdioden (3) bestückte Platine (1) angeschlossen ist und dass die dort angeordnete Leuchtdiodenbeschaltung eine Graetzbrücke (5) aufweist. Beleuchtungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdioden (3) parallel geschaltet sind und in jedem Zweig ein Widerstand (6) die Spannungsanpassung übernimmt Beleuchtungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdioden (3) in Serie geschaltet sind und über einen Spannungswandler (7) mit der benötigten Spannung versorgt werden Beleuchtungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement ein E-10 Gewinde zum direkten Einschrauben in E-10 Fassungen ist. Beleuchtungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement ein Ba9s Bajonettanschluss zum direkten Einschrauben in Ba9s Fassungen ist.






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